Kieler Förde

Bild-Ecke rechts unten: Hauptbahnhof mit Bahnhofsvorplatz, links gegenüber der ZOB mit aufgesatteltem Parkdeck. Auf der linken Bildhälfte markiert das grüne Kupferdach der Nikolaikirche das Zentrum des Stadtkernes am Alten Markt.


* Westufer (links): Gebäude der Landesregierung Schleswig-Holsteins und alter Olympiahafen (Olympische Segelwettbewerbe 1936) mit einer Anzahl Großsegler, die traditionell während der Kieler Woche dort festmachen und z. T. auch besichtigt werden können; die sich links dahinter erstreckende Hafeneinbuchtung führt zum Nord-Ostsee-Kanal. Hinter der nördlichsten („obersten“) Landzunge, die sich von Westen (von links) ins Bild schiebt, liegt in Kiel-Schilksee der neuere Olympiahafen (Olympische Segelwettbewerbe von 1972). * Ostufer (rechts): Grünzüge der kleineren Orte Mönkeberg, Kitzeberg, Heikendorf, und Möltenort. Am oberen rechten Bildrand ist in der Höhe der Horizontlinie das Marine-Ehrenmal Laboe zu erkennen, dessen oberste Aussichtsplattform mit 95m üb. NN (üb. dem Meeresspiegel) einen weiten Blick nach Süden in die Kieler Förde, nach Westen auf das Seglerzentrum in Schilksee, nach Osten über die Küstenlandschaft als auch nach Norden über die Ostsee bis zu den südlichen dänischen Inseln gestattet.
Die Kieler Förde ist eine ca. 17 km lange, schmale Förde an der Ostsee, die durch Gletscherbewegungen in der letzten Eiszeit entstanden ist. Sie liegt zwischen den Landschaften Dänischer Wohld und Wagrien. Bei Kiel-Neumühlen mündet die Schwentine in die Kieler Förde. In der Kieler Förde befindet sich auch die östliche Ein- und Ausfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal, der Nord- und Ostsee für die internationale Schifffahrt verbindet und den Umweg um die Halbinsel Jütland erspart. An der engsten Stelle ist die Förde, die einen natürlichen Tiefwasserhafen bildet, nur 1 km breit (Friedrichsorter Enge) – dort wurde die Förde durch die Festung Friedrichsort gesichert. Die Kieler Förde erstreckt sich von der Hörn im Stadtzentrum der Stadt Kiel bis zur Außenförde, die in die Kieler Bucht übergeht.
Liste der Fördeorte
(im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend):
- Ostufer
- Heidkate (Gemeinde Wisch (Holstein))
- Wendtorf (Urlaubsort, Yachthafen)
- Stein
- Ostseebad Laboe (Urlaubsort, Marine-Ehrenmal, U-Boot 995, Fischerei- und Gewerbehafen, Museumshafen und 2 Yachthäfen)
- Möltenort (Gemeinde Heikendorf - Fischerei- und Sporthafen)
- Heikendorf (U-Boot-Ehrenmal)
- Kitzeberg (Gemeinde Heikendorf)
- Mönkeberg (Yachthafen)
- Neumühlen-Dietrichsdorf (Stadt Kiel - Handelshafen: Ostuferhafen)
- Wellingdorf (Stadt Kiel - südliche Schwentinemündung)
- Ellerbek (Stadt Kiel - ehemaliges Fischerdorf, jetzt Arsenal)
- Gaarden-Ost (Stadt Kiel - Howaldtswerke-Deutsche Werft AG)
- Westufer
- Kiel-Zentrum (Anlegestellen der großen Skandinavienfähren)
- Düsternbrook (Stadt Kiel)
- Wik (Stadt Kiel)
- Holtenau (Stadt Kiel - Nord-Ostsee-Kanal)
- Friedrichsort (Stadt Kiel - traditionsreicher Industriestandort)
- Falckenstein (Kiels kurtaxfreier Strand in Friedrichsort)
- Schilksee (Stadt Kiel - mit dem Olympiazentrum Schilksee)
- Strande (Fischerei- und Sporthafen)
- Bülk (Gemeinde Strande - Bülker Leuchtturm)
Auf der Kieler Förde herrscht stets reger Schiffsverkehr, der vor allem durch Handelsschiffe, die den Nord-Ostsee-Kanal passieren, Auto- und Personenfähren von und nach Skandinavien, Hafenfähren und Segelbooten verursacht wird, die in den genannten Fördeorten eine hohe Dichte von Liegeplätzen vorfinden. Unter der Förde verläuft der 1368 Meter lange Fernwärmetunnel Kiel.
Hafennutzung und maritimer Lebensraum der Förde
Die Kieler Förde ist durch Uferbefestigungen, Hafenanlagen und Schiffsverkehr stark vom Menschen geformt. Dennoch nutzen mindestens 30 verschiedene Fischarten die Förde als Lebensraum. Ständige Fördebewohner sind zum Beispiel der bizarre Seeskorpion und diverse Grundelarten. Dem Dorsch (Kabeljau) dient die Förde vor allem als Kinderstube. Angelockt vom Flusswasser der Schwentine, kommen auf ihren Laichwanderungen Lachse, Meerforellen und Heringe in die Förde. Aufgrund der Süßwasserzuflüsse umfasst die Fauna auch salztolerante Süßwasserarten wie Flussbarsch und Hecht.
Impressionen
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Kieler Förde, Ausblick vom Landeshaus Kiel
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Kieler Förde, Ausblick vom Wasserturm Ravensberg
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Lotseneinsatz auf der Kieler Förde
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Segeln auf der Kieler Förde
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Blick von der Brücke der Schleusenstrasse Richtung Kieler Förde in Holtenau
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Ehemaliger Olympiahafen, im Hintergrund das Marine-Ehrenmal
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Kieler Außenförde bei Kiel-Schilksee
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Blick über die Außenförde von Schilksee nach Laboe auf dem Ostufer. Ostsee: li. Richtung Norden; Kieler Hafen: re. Richtung Süden
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Leuchtturm Friedrichsort am Falkensteiner Ufer vor dem Stadtteil Friedrichsort
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Um 22.35 Uhr nächtliche Sommersonnenwende am Nordhorizont der Kieler Förde; rechts das Marine-Ehrenmal Laboe.
Weblinks

