Kiel

Aus Kiel Wiki
Luftaufnahme des Kieler Stadtzentrums
Lage von Kiel in Schleswig-Holstein

Kiel ist die Landeshauptstadt von Schleswig-Holstein. Als Holstenstadt tom Kyle im 13. Jahrhundert vom Holsteiner Grafen Adolf IV. von Schauenburg († 1261) gegründet, wurde sie im Jahr 1900 mit über 100.000 Einwohnern zur Großstadt. Ende 2019 wohnten hier 247 777 Menschen.[1]

Geographische Daten[Bearbeiten]

Häufig gewählte Buchstabenkombination für Kieler Autokennzeichen
  • Kiel liegt an der Ostsee (Kieler Förde) und am Nord-Ostsee-Kanal.
  • Die Stadt ist kreisfrei. Sie grenzt an die Landkreise Rendsburg-Eckernförde im Westen und Plön im Osten.
  • Die Lage des Rathauses: 10 Grad 08 Min. 01 Sek. Östlicher Länge, 54 Grad 19 Min. 27 Sek. Nördlicher Breite.
  • Der höchste Punkt ist der Wohlersberg im Stadtteil Rönne mit 74,2 m über Normalnull.
  • Die Fläche des Stadtgebiets umfasst 11 865,2 Hektar.
  • Die Länge der Stadtgrenze beträgt 89,9 Kilometer.
  • Die Länge des gesamten Straßennetzes beträgt 878 Kilometer.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Gesamtzahl der Bevölkerung im Kieler Stadtgebiet lag (jeweils am 31. Dezember) 2014 bei 242 340 Einwohnern.[2] Bis 2017 war sie auf 249 190 gestiegen,[3] fiel aber in den beiden folgenden Jahren wieder leicht, 2018 auf 248 792[4] und 2019 auf 247 777.[5]

Jahr Einwohnerzahl
2013 240 299
2014 242 340
2015 246 269
2016 249 023
2017 249 190
2018 248 792

Bis ins 19. Jahrhundert war Kiel nur eine Kleinstadt mit wenigen tausend Einwohnern. Die Einwohnerzahl war von der Stadtgündung (ca. 1000 Einw.) bis 1803 lediglich auf etwas über 7000 gestiegen. In den Folgejahren stieg sie bis zum Ende der dänischen Zeit im Jahr 1864 auf knapp 19 000.

In preußischer Zeit (ab 1867) setzte durch die Marine und die Werften ein rasantes Wachstum ein. Nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 wurde Kiel Reichskriegshafen. Bei der Volkszählung vom Dezember 1900 hatte es bereits 107 977 Einwohner und war damit zur Großstadt geworden.

Dies setzte sich bis zum Ersten Weltkrieg fort; während des Krieges lebten in der Stadt über 220 000 Menschen. Aufgrund der Demilitarisierung sank die Bevölkerungszahl nach 1918 auf 205 000, stieg aber bis 1933 wieder auf 218 000 an.

Die nationalsozialistische Kriegsvorbereitung sorgte wieder für ein verstärktes Bevölkerungswachstum, so dass die Einwohnerzahl 1939 beim Beginn des Zweiten Weltkriegs über 270 000 lag. Dies steigerte sich - u. a. durch in der Kriegsproduktion eingesetzte Fremdarbeiter - bis 1942 zu einem historischen Höchststand von 306 000.

1945 war die Einwohnerzahl - nicht zuletzt durch Evakuierungen infolge der Kriegszerstörungen - auf 203 000 gesunken, erhöhte sich aber durch Kriegsheimkehrer, Flüchtlinge, Vertriebene und zurückkehrende Evakuierte schon 1950 wieder auf über 254 000. In den 1960er Jahren lag sie mit leichten Schwankungen durchgängig bei etwas über 270 000; ab den 1970er Jahren sank sie jedoch durch Wegzüge in das Umland kontinuierlich ab, bis auf einen temporären Tiefstand von 232 000 im Jahr 2001. Seitdem gab es wieder einen gleichmäßigen Anstieg von rund 1000 Einwohnern je Jahr, bis 2017 ein vorläufiger Höchststand von etwas über 249 000 erreicht wurde.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Zu folgenden Städten unterhält Kiel eine Städtepartnerschaft:

Name Land seit dem Jahr
Brest Frankreich 1964
Coventry Großbritannien 1967
Vaasa Finnland 1967
Gdynia (Gdingen) Republik Polen 1985
Tallinn (Reval) Republik Estland 1986
Stralsund Deutschland 1987
Kaliningrad (Königsberg) Russische Förderation 1992
Sovetsk (Tilsit) Russische Förderation 1992
Samsun Türkei 2012
Antakya Türkei 2012
Distrikt Moshi Rural Tansania 2013
San Francisco USA 2017

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Kiel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kieler Nachrichten vom 16. September 2020 (Druckausgabe; keine Verlinkung, da nur kostenpflichtig erreichbar)
  2. 2,0 2,1 Kiel Statistischer Bericht Nr. 240: Kieler Zahlen 2014, herausgegeben von der Landeshauptstadt Kiel, Bürger- und Ordnungsamt, Abteilung Statistik. Die Statistischen Jahrbücher (ab 2000) sind als PDF-Dateien abrufbar auf der Seite www.kiel.de.
  3. Bericht über die Bevölkerungsentwicklung bei kn-online.de, gelesen am 10. Januar 2018
  4. Artikel zum Sozialbericht der Stadt bei kn-online.de, gelesen am 29. August 2019
  5. Kieler Nachrichten vom 16. September 2020 (Druckausgabe; keine Verlinkung, da nur kostenpflichtig erreichbar)
  6. Stadtatlas auf kiel.de, zuletzt abgerufen 18. Januar 2018