Hindenburgufer

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Hindenburgufer
Kiellinie
Hindenburgufer
Hindenburgufer - Höhe Kieler Yacht Club, Blick Richtung Norden. Foto: Sebastian Bremer
Basisdaten
Ort Kiel
PLZ 24105
Stadtteil

Düsternbrook

Angelegt 1900
Hist. Namen Strandweg
Querstraßen Feldstraße, Mercatorstraße, Schweriner Straße, Koesterallee, Parkstraße, Lindenallee, Carl-Loewe-Weg, Bernhard-Harms-Weg, Düsternbrooker Weg
Nutzung
Nutzung Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr

Hindenburgufer ist der ehemalige Name eines Teils der heutigen Kiellinie. Das Hindenburgufer wurde nach dem deutschen Generalfeldmarschall und Politiker Paul von Hindenburg (* 2. Oktober 1847 in Posen; † 2. August 1934 auf Gut Neudeck, Ostpreußen) benannt. Am 16. Januar 2014 hat die Ratsversammlung die Umbenennung in Kiellinie beschlossen.

Verlauf[Bearbeiten]

Das Hindenburgufer verlief vom Düsternbrooker Weg bis zur Feldstraße.

Geschichtsüberblick[Bearbeiten]

1900 als Strandweg angelegt
1906 Ausbau bis Bellevue beschlossen
1926 Ausbau Strandweg bis Koesterallee
1933 nach Paul von Hindenburg in Hindenburgufer umbenannt
1936 Verlängerung von der Koesterallee bis zur Feldstraße einschließlich Strandstraße und ehemaliger Dorfstraße
1969 Verlängerung bis zur Seeburg einschließlich ehemaligem Teil des Strandweges
1972 Die Verlängerung Hindenburgufer zwischen Sporthafen Düsternbrook und Düsternbrooker Weg wird mit Hindenburgufer bezeichnet. Die Fußgängerzone an der Kieler Förde wird in Kiellinie umbenannt. 2014 Das restliche Hindenburgufer wird nach einjähriger Diskussion der Kielline zugeschlagen.

Benennung "Hindenburgufer"[Bearbeiten]

Chronik der Benennung "Hindenburgufer" nach der Straßenbenennungsakte V/14:[1]

  • 6. März 1933: Die bereits stark republikfeindlich ausgerichtete Presse (NSDAP-nah: Kieler Zeitung, DNVP-nah: Kieler Neueste Nachrichten) berichtet, dass Angehörige der NSDAP das Schild "Platz der Republik" und "Legienstraße" entfernt und sie durch Pappschilder "Hitlerplatz" und "Horst-Wessel-Straße" ersetzt haben. Der Polizeipräsident nimmt Kontakt mit der Kreisleitung auf und die Pappschilder werden entfernt.
  • 9. März 1933: Der Polizeipräsident Otto zu Rantzau schreibt an den Regierungspräsidenten Anton Wallroth (beide eingesetzt 1932 nach dem sogenannten "Preußenschlag"), er habe Bedenken die alten Schilder wieder anzubringen, es sprächen "polizeiliche Gesichtspunkte" dagegen, es müsse mit "einer fortgesetzten Demolierung der Straßenschilder" gerechnet werden.
  • 10. März 1933: Der Polizeipräsident schreibt verschiedene rechte Organisationen an (NSDAP, DNVP, Stahlhelm) und bittet um Vorschläge zu Neu- oder Zurückbenennungen. Der Kieler Oberbürgermeister Dr. Emil Lueken wird vom Regierungspräsidenten abgesetzt wird, weil er sich weigert, die SPD-Ratsleute noch vor der Kommunalwahl zwei Tage später zu entlassen. Am Tag danach besetzen SA und SS sowie Mitglieder des "Stahlhelm" und der DNVP das Kieler Rathaus.[2] Die Presse berichtet über Umbenennungen in anderen Städten, u. a. am 21. März über die Benennung des Republikplatzes in Lübeck in Adolf-Hitler-Platz und des dortigen Stadtparks in Hindenburgpark.
  • 12. März 1933: Kommunalwahl: Die NSDAP holt zwar den Sieg, aber nicht die absolute Mehrheit (44,8%)
  • 14. März 1933: Der NSDAP-Kreisleiter[3] Walter Behrens wird vom Regierungspräsidenten rückwirkend zum 11. März als Staatskommissar für den Oberbürgermeister und den Magistrat eingesetzt.
  • 27. März 1933: Es findet ein Gespräch der Ortspolizeibehörde mit dem Staatskommissar statt: Es sollen geeignete Straßen oder Plätze für eine Benennung nach Hitler und Hindenburg gefunden werden.
  • 29. März 1933: Oberbaurat Oskar Thunsdorff teilt dem Polizeipräsidenten mit, dass der Magistrat bereits eigene Vorschläge gemacht habe, die dem Staatskommissar vorlägen. Der Strandweg sollte demnach in Hindenburgweg, der Werfterholungspark in Hindenburgpark und der Neumarkt in Adolf-Hitler-Platz umbenannt werden.
  • 29. März 1933: Am gleichen Tag geht dieser Vorschlag an den Polizeipräsidenten. Dieser antwortet am 30. März 1933 mit seinem Einverständnis, weist aber darauf hin, dass nach dem Erlass des Innenministeriums vom 9. November 1932 die staatliche Polizeibehörde vollständig für die Benennung der öffentlichen Straßen zuständig sei. Im Einvernehmen mit dem Polizeipräsidium habe aber die Stadtverwaltung das Vorschlagsrecht.
  • 3. April 1933: Stadtrat Gluck bespricht die Frage mit Staatskommissar und dieser legt dem Polizeipräsidenten die Vorschläge zur abschließenden Entscheidung vor.
  • 7. April 1933: Die Genehmigung des Polizeipräsidenten geht bei der Stadt ein.
  • 8. April 1933: Auf telefonischen Vorschlag des Stadtkommandanten wird der Strandweg nicht in Hindenburgstraße sondern in Hindenburgufer umbenannt, Behrens befürwortet dies ausdrücklich, der Polizeipräsident stimmt telefonisch zu.
  • 28. April 1933: Behrens wird zum Oberbürgermeister gewählt, setzt das Führerprinzip durch und entmachtet die demokratischen Gremien.
  • 20. Juli 1933 Die Stadtkollegien beschlossen einstimmig, dass Hitler und Reichspräsident Paul von Hindenburg zu Ehrenbürgern ernannt und ein Platz und eine Straße nach ihnen benannt werden sollen. Begründung: "Die Benennung des Neumarktes in Adolf-Hitler-Platz und des Strandwegs in Hindenburgstraße ist eine Ehrung Kiels für Reichskanzler und Reichspräsident."[4]
  • 30. Januar 1936: Auch die Verlängerung von der Koesterallee zur Feldstraße erhält die Bezeichnung Hindenburgufer.

Kontroverse um eine Umbenennung[Bearbeiten]

Die Ehrung der Person Hindenburg, sowie die Umstände der Benennung 1933 haben immer wieder die Frage aufgeworfen, ob der Name noch angemessen ist. Begonnen hat die Kontroverse bereits mit den ersten Umbenennungen nach Ende der Herrschaft der Nationalsozialisten 1945.

1947[Bearbeiten]

In der ersten Sitzung des Sonderausschusses für Straßenbenennungen (8. Juli 1947) unter Vorsitz bei Ratsherr Hermann Köster (SPD) gibt für die CDU Dr. Ferdinand Hell zu Protokoll, er würde eine Ehrung des Reichspräsidenten Ebert durchaus begrüßen, dementsprechend würde er die Belassung des Namens Hindenburg für richtig ansehen. Am 11. August 1947 votiert der Sonderausschuss mit 3 zu 2 Stimmen für die Entfernung des Namens Hindenburgufer. Nach einer Besprechung zwischen Köster und Hell wird am 4. September 1947 eine revidierte Liste der Umbenennungsvorschläge aufgestellt, in der das Hindenburgufer nicht mehr vorkommt.

"Eine Lösung der gegensätzlichen Positionen zwischen der SPD, die sich für die – bislang versäumte – Entfernung 'Nazibedeutungstragender Namen' und eine Überprüfung militärischer und dynastischer Namen einsetzte, und der CDU, die nur das geändert sehen wollte, 'was noch nach zehn oder zwanzig Jahren anerkannt werde' und für die Belassung etlicher Namen (Hindenburg, Krupp) plädierte, wurde am 8. Juli 1947 auf einem paritätischen Sonderausschuss in Form eines Kompromisses gefunden: Nach langen Diskussionen stimmte der Ausschuss mit 3:2 Stimmen für eine Umbenennung, die dann – gegen schwere Bedenken der SPD – doch nicht umgesetzt wurde, damit die CDU-Vertreter einer Umbenennung der Fährstraße in Legienstraße und des Egerländer Platzes in Bebelplatz zustimmten. Lediglich der kleine Zugang 'Zum Hindenburgufer' wurde 1947 nach dem Gründer des Weltwirtschaftsinstituts Bernhard Harms in Bernhard-Harms-Weg umbenannt."[5]

1968/69[Bearbeiten]

Am 9. November 1968 benennen Kieler Studenten in einer Spontan-Aktion mit Schablonen und Sprühdosen unter anderem das Hindenburgufer in 'Reichpietschufer' um.[6]

Verlängerung bis zur Seeburg einschließlich des ehemaligen Teils des Strandwegs erhält am 16. Oktober 1969 die Bezeichnung Hindenburgufer. - In den Kieler Nachrichten schlägt Jan S. Kunstreich am 17. Oktober 1969 daraufhin die Benennung der Strandpromenade nach Karl Artelt vor, anstelle einer schlichten Verlängerung des Begriffs Hindenburgufer

1972 - Die Olmypischen Spiele in Kiel[Bearbeiten]

Im Vorfeld der Olympischen Spiele 1972 in Kiel schlägt nach langer öffentlicher Diskussion Ratsherrin Rosa Wallbaum (SPD) spontan in der Ratsversammlung am 20. Januar 1972 den Begriff "Kiellinie" vor. Damals wollte man nicht, dass die internationalen Gäste zu den Segelwettbewerben der Olympischen Spiele am "Hindenburgufer" flanieren müssen. Der Name setzt sich in der Abstimmung gegen die Bezeichnungen "Kieler Kante" und "Langer Törn" durch; vom Sporthafen Düsternbrook an bleibt die Bezeichnung Hindenburgufer bestehen.

1986/88[Bearbeiten]

1986 versucht die Ratsfraktion der Grünen eine Umbenennung zu erwirken:

"Nach Vorschlägen des Frauenbündnisses Schleswig-Holstein und des Kieler Zusammenarbeitsausschusses der Friedensinitiativen stellte sie in der Kieler Ratsversammlung den Antrag, den betreffenden Promenadenabschnitt nach dem kurz zuvor verstorbenen Pastor und Friedensaktivisten Martin Niemöller (1892–1984) in Martin-Niemöller-Ufer umzubenennen."[7]

Am 8. März 1988 versuchte ein Zusammenschluss verschiedener politischer Gruppen einige umstrittene Straßennamen, darunter das Hindenburgufer, mit Namensschildern verdienter Frauen zu überhängen. Und stößt damit eine neue Debatte an. Der Kieler Historiker Helmut Grieser spricht sich für die Umbenennung aus. Auch er schlägt Niemöller vor:

"Grieser weist an anderer Stelle noch einmal dezidiert darauf hin, dass Straßenumbenennungen 'in besonderer Weise' das Bewusstsein einer Zeit zu erhellen vermögen und fährt fort, 'es geht ja um die Entscheidung, unter dem Andrang veränderter Verhältnisse neue Symbolfiguren und Sinnzeichen an die Stelle der bisher geehrten Namen zu setzen oder umgekehrt die Kontinuität im geschichtlich-politischen Bereich zu wahren.“"[8]

2013[Bearbeiten]

Seit 2013 gibt es wieder eine öffentliche Kontroverse. Hierbei wird zum Teil die Umbenennung des Hindenburgufers verlangt. Am 17. Januar 2013 hat die Ratsversammlung nach einer Initiative der Fraktion von Die Linke[9] mit einen interfraktionellen Antrag von CDU, SPD, Die Grünen und SSW beschlossen, dass in einer umfangreichen Diskussion mit Expertinnen und Experten und mit den Bürgerinnen und Bürgern über den Umgang mit dem Straßennamen und eine mögliche Umbenennung diskutiert wird.[10] Im April 2013 fand hierzu eine Kulturkonferenz mit einem Vortrag des Hindenburg-Experten Prof. Dr. Pyta statt (Videoaufzeichnung).[11][12]

Die Ratsfraktion der LINKE erklärt nach dieser Entscheidung:

"Hindenburg war ein Totengräber der Demokratie. So ein Mann gebührt keine Ehre. Es ist gut, dass im Grundsatz alle Parteien das so sehen. Warum man sich das dann aber nochmal teuer erklären lassen muss, was von der Forschung bereits umfangreich vorgelegt wurde, ist mir unbegreiflich."[13]

Das Kieler Stadtarchiv stellt 2013 auf den Antrag und hin fest: "Die Entscheidungen von Walter Behrens als Staatskommissar sind damit in keiner Weise demokratisch legitimiert, wie es die schleswig-holsteinische Städteordnung vorsieht. Seine Einsetzung ist ein durch Paragraphen verbrämter Staatsstreich auf lokaler Ebene. In der Folge ist damit auch der Vorschlag zur Umbenennung des Strandwegs in Hindenburgufer nicht demokratisch legitimiert."[14] Die Verwaltung gibt zwei Handlungsvorschlägen:

  1. Umbenennung in "Kiellinie", Aufstellen von Informationstafeln auf der landseitigen Straßenseite.
  2. Beibehaltung des Namens als Straße der Erinnerung, Aufstellen von Informationstafeln auf der landseitigen Straßenseite.

Am 11. März 2013 fand in der CDU-nahen Hermann-Ehlers-Akademie eine Podiumsdiskussion zum Hindenburgufer mit Stefan Rudau (Linke), Hubertus Hencke (FDP), Ulrike Kahlert (Grüne/Bündnis 90), Robert Vollborn (CDU) und Michael Wagner (SPD) statt. Einen ersten Einstieg in das Thema lieferte der Vortrag des Historikers Dr. Jan Schlürmann. [15][16]

Die Kieler Piratenpartei beschließen auf ihrer Gebietsversammlung am 28. April 2013 eine Umwidmung des Hindenburgufers zu Ehren des deutschen Mathematikers Carl Friedrich Hindenburg (1741-1808) in ihr Kommunalwahlprogramm aufzunehmen.[17] Der Antragsteller schreibt in der Begründung:

"Die Informationsveranstaltung mit Professor Pyta lässt meiner Meinung nach nur folgenden Schluss zu: Obwohl Hindenburg nicht antisemitisch eingestellt war muss er doch als ein Wegbereiter der Machtergreifung Hitlers gesehen werden. 1. Die Ernennung Hitlers war NICHT "alternativlos", wie viele versuchen darzustellen. Hitler blieb nur der legale Weg zur Macht. Hätte ihn Hindenburg oder ein anderer Reichspräsident nicht zum Reichskanzler ernannt, wäre Hitler NICHT an die Macht gekommen. 2. Aus Hindenburgs politischem Testament, das nicht wie die wirren Worte eines senilen Mannes klingt, geht meiner Ansicht nach klar hervor: Hindenburg sah die Ernennung Hitlers als "Erfüllung" seines politischen Wirkens."[18]

Am 5. April 2013 befassten sich die Jusos mit der Umbenennung und luden dazu ins Restaurant "Konak", um mit den Historikern Prof. Dr. Karl Heinrich Pohl von der Uni Kiel und Rolf Fischer, Staatssekretär im Bildungsministerium, "über die Rolle Hindenburgs und die Bedeutung von Straßennamen in unserer heutigen Gesellschaft sprechen."[19]

Während des Kommunalwahlkampfes 2013 hing die Junge Union Plakate gegen die Umbenennung auf: "Hindenburgufer nicht umbenennen - Geschichte braucht Erinnerung". Sie bezeichnet das Hindenburgufer als "identitätsstiftender Bestandteil der Landeshauptstadt" und fordert einen Bürgerentscheid. Ihr damaliger Kreisvorsitzender Florian Knaack sagte im kurz vor der Wahl am 20. Mai 2013: "Paul von Hindenburg ist nicht nur das einzige direktdemokratisch gewählt Staatsoberhaupt in der deutschen Geschichte, auch hielt er trotz eigener Geringschätzung für die Weimarer Republik lange Zeit die Weimarer Reichsverfassung aufrecht und war als Held von Tannenberg in der Bevölkerung ungeheuer populär" [20]

Am 15. Juli 2013 berichtet der Benutzer "Gfm. Paul von Hindenburg" auf "Indymedia" von einer Straßenumbenennungsaktion: "Wir haben an diesem Wochenende Straßenschilder des Hindenburgufers mit einem kleinen Hinweisschild, an welche Geschichte dieser Name 'erinnert', versehen (und der Lutherstraße auch)." Fotos zeigten ein weißes Schild, das unter dem Straßennamen angebracht ist. Der Text besagte: "Paul von Hindenburg (1847-1934), Reichspräsident 1925-1934, Verbreiter der 'Dolchstoßlegende', ernannte Hitler zum Reichskanzler".[21] Zur Begründung heißt es dort:

"Straßennamen erinnern in Allgemeinen keineswegs an Geschichte (nur wenige Straßenschilder sind mit einem Hinweis auf die Identität der betreffenden Person versehen, z. B. "Philosoph" oder "Bürgermeister bis 1933"), aber durch sie wird diese Person geehrt und gewürdigt. Dem letzten Reichskanzler und Steigbügelhalter Hitlers, Generalfeldmarschall Paul von Hindenburg, gebührt aber keine Ehre! Es bleibt abzuwarten, ob die CDU/JU mit dem Wahlspruch "Geschichte braucht Erinnerung" auch die Rück-Umbenennung des Rathausplatzes in Adolf-Hitler-Platz einfordern wird."

Die SPD befasste sich am 27. November 2013 auf einer Mitgliederversammlung des Ortsverein Kieler Mitte im Restaurant "Konak" mit der Frage der Umbenennung.

Am 28. November 2013 wurde in einer Sitzung der beiden Ortsbeiräte Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook und Wik die offizielle Bürgerbeteiligung fortgesetzt.[22] Dort wurden vier Anträge mit 42 Bürgerinnen und Bürgern diskutiert:

  1. Antrag Piratenpartei: Umwidmung auf Carl Friedrich Hindenburg, Hinweisschilder zur Information
  2. Antrag SPD-/Grüne-Mitglieder: Umbenennung in "Kiellinie", Aufstellen von Informationstafeln, Erhalt der bisherigen Schilder, versehen mit einem diagonalen Querstrich.
  3. Antrag CDU-/FDP-Mitglieder: Beibehaltung des Namens, Aufstellen von Informationstafeln
  4. Antrag Linke: Umbenennung in "Karl-Ratz-Ufer", Aufstellen von Informationstafeln

Nach Ende der Diskussion bekommen die Anträge von Piratenpartei und Linken 0 Stimmen, der rot-grüne sowie der schwarz-gelbe Antrag jeweils 4 Stimmen. Bei dem Stichentscheid entfallen wieder auf beide Anträge 4 Stimmen. Damit hat kein Antrag die Mehrheit erhalten, weshalb keiner beschlossen wurde.[23]

Am 11. Dezember 2013 befasst sich der Ortsbeirat Wik mit der Umbenennung. Die 4 SPD- und 2 Ortsbeiratsmitglieder der Grünen stimmen für die Umbenennung in "Kiellinie". Das CDU-Mitglied stimmt dagegen.[24]

2014[Bearbeiten]

Am 9. Januar 2014 beschließt der Bauausschuss[25] mit den Stimmen von SPD, Grünen und Linken gegen die CDU[26] die Umbenennung des Hindenburgufers in "Kiellinie" und gibt damit eine Empfehlung für eine abschließende Beschlussfassung in der Ratsversammlung. Einig sind sich die Ausschussmitglieder, dass Paul von Hindenburg von der Liste der Kieler Ehrenbürger gestrichen werden sollte. Am 16. Januar entschied die Ratsversammlung mit den Stimmen der SPD, der Grünen, des SSW und der Linken, daß das Hindenburgufer zukünftig ein Teil der Kiellinie sein soll.[27]

Links[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. kiel.de [1]
  2. AKENS "'Machtergreifung' im Rathaus", November 1994
  3. AKENS "'Machtergreifung' im Rathaus", November 1994
  4. Nils Hinrichsen: "Vom Mythos zum Markenzeichen - Hitlers Steigbügelhalter Hindenburg als Namenspatron für öffentliche Orte in Schleswig-Holstein" in: Informationen zur Schleswig-Holsteinischen Zeitgeschichte Heft 50: Winter 2008
  5. Nils Hinrichsen: "Vom Mythos zum Markenzeichen - Hitlers Steigbügelhalter Hindenburg als Namenspatron für öffentliche Orte in Schleswig-Holstein" in: Informationen zur Schleswig-Holsteinischen Zeitgeschichte Heft 50: Winter 2008
  6. Nils Hinrichsen: "Vom Mythos zum Markenzeichen - Hitlers Steigbügelhalter Hindenburg als Namenspatron für öffentliche Orte in Schleswig-Holstein" in: Informationen zur Schleswig-Holsteinischen Zeitgeschichte Heft 50: Winter 2008
  7. Nils Hinrichsen: "Vom Mythos zum Markenzeichen - Hitlers Steigbügelhalter Hindenburg als Namenspatron für öffentliche Orte in Schleswig-Holstein" in: Informationen zur Schleswig-Holsteinischen Zeitgeschichte Heft 50: Winter 2008
  8. Nils Hinrichsen: "Vom Mythos zum Markenzeichen - Hitlers Steigbügelhalter Hindenburg als Namenspatron für öffentliche Orte in Schleswig-Holstein" in: Informationen zur Schleswig-Holsteinischen Zeitgeschichte Heft 50: Winter 2008
  9. Kieler Nachrichten "Hindenburgufer: Bald ein neuer Name?", 19.01.2013 08:30 Uhr
  10. Ratsinformationssystem: Sitzung der Ratsversammlung 17.1.2013
  11. kiel.de: Debatte um Ehrenbürgerschaft und Umbenennung des Hindenburgufers
  12. Kieler Nachrichten "Neuer Name fürs Hindenburgufer?", 08.03.2013 07:45 Uhr
  13. DIE LINKE "Hindenburgufer umbenennen ohne Geldverschwendung", 17.1.2013
  14. kiel.de [2]
  15. Hermann-Ehlers-Akademie: "Hindenburgufer, Ernst-Busch-Platz & Co. - Zum Umgang mit der Frage nach Um- und Erstbenennungen von Straßennamen in Kiel", 11. März 2013
  16. Benjamin Raschke "Soll das Hindenburgufer umbenannt werden?", 12.5.2013 10:35
  17. Kieler Nachrichten "Zweiter Hindenburg als Namensgeber?"
  18. wiki.piratenpartei.de: Hindenburgufer, 27. April 2013, 19:25 Uhr
  19. Jusos Kiel "Juso-Stammtisch zum Hindenburgufer"
  20. Junge Union Kiel "Junge Union Kiel strebt Bürgerbegehren für Beibehaltung des Kieler Hindenburgufers an", 20.05.2013
  21. Indymedia "KI "Geschichte braucht Erinnerung"*", 15.07.2013 07:48
  22. Fördeflüsterer: "Ortsbeiräte diskutieren im Rathaus über Hindenburg - Umbenennen oder aufklären - ist das die Frage?", 19. November 2013
  23. Niederschrift des Ortsbeirats Ravensberg/Brunswik/Düsternbrook
  24. Ortsbeirat Kiel-Wik: Niederschrift der Sitzung am 11.12.2013
  25. Bauausschuss: Sitzung vom 9.1.2014
  26. Kieler Nachrichten "Neuer Name für Hindenburgufer, 11.01.2014 10:42 Uhr"
  27. Hindenburg wird getilgt, auf kn-online.de. Abgerufen am 30.01.2014