Torsten Albig

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Torsten Albig bei der Benefizveranstaltung „Appen musiziert“, 2014

Torsten Albig (*25. Mai 1963 in Bremen) ist ein deutscher Jurist, Ministerpräsident und war Kiels Oberbürgermeister von 2009-2012.

Werdegang[Bearbeiten]

Er wuchs bis zu seinem 13. Lebensjahr in Großenbrode, Oldenburg (Holstein) und in Heiligenhafen auf. 1977 zog seine Familie nach Bielefeld, wo Albig sein Abitur machte und ein Jurastudium begann. Als SPD-Ortsvereinvorsitzender machte Albig dort auch seine ersten politischen Erfahrungen.[1]

Nach Abschluss seines Studiums arbeitete Albig ab 1992 als Jurist in der Landessteuerverwaltung Schleswig-Holstein. 1996 unterstützte Albig den damaligen SPD-Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine unter anderem bei der Planung der Bundestagswahl 1998. Nach der Wahl hatte Albig verschiedene Aufgaben in der Bundesregierung inne.

Albig hat zwei Kinder und lebte zwischen 2002 und Anfang 2016 mit seiner Familie in Kiel-Suchsdorf. Nach der Trennung von seiner Frau zog er mit der Kieler Werbeunternehmerin Bärbel Boy zusammen.[2]

Oberbürgermeister[Bearbeiten]

Im Juni 2009 wurde Torsten Albig als Oberbürgermeister Kiels vereidigt, nachdem er sich mit 52,1% der Stimmen im ersten Wahlgang gegen seine CDU-Vorgängerin Angelika Volquartz durchgesetzt hatte. Aus dem Amt schied er vorzeitig aus, nachdem er im Mai 2012 zum Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein gewählt wurde. Seine Nachfolgerin im Oberbürgermeisteramt war Susanne Gaschke.

Ministerpräsident[Bearbeiten]

Im Frühsommer 2010 machte er seine Bewerbung um die Kandidatur als Ministerpräsident Schleswig-Holsteins öffentlich und setzte sich im SPD-Mitgliederentscheid 2011 gegen die MitbewerberInnen Brigitte Fronzek, Ralf Stegner und Mathias Stein durch.

Mit ihm als Spitzenkandidaten gewann die SPD die Landtagswahl am 6. Mai 2012. Am 12. Juni 2012 wurde er mit den Stimmen einer Koalition aus SPD, Grünen und SSW zum Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein gewählt.

Für die Landtagswahl 2017 bewarb sich der Ministerpräsident um die SPD-Kandidatur im Wahlkreis Kiel-Nord als Nachfolger von Rolf Fischer. In der Nominierungskonferenz am 2. Juli 2016 setzte er sich mit 100 zu 60 Stimmen (62,5 %) gegen die Mitbewerberin Gesine Stück aus Schilksee durch.

Am 7. Mai 2017 verlor die SPD die Landtagswahl. Torsten Albig wurde dennoch im Wahlkreis 13 (Kiel-Nord) mit 37,9% der Erststimmen direkt in den Landtag gewählt. Am 16. Mai 2017 erklärte Torsten Albig seinen Rückzug aus der Landespolitik - er werde nach der verlorenen Wahl auch das Landtagsmandat nicht antreten:

"Um auch jedweder weiteren substanzlosen aber dennoch für mich und mein persönliches Umfeld ehrverletzenden Unterstellung der Vermischung öffentlicher und privater Interessen den Boden zu entziehen, werde ich auch nicht dem künftigen schleswig-holsteinischen Landtag angehören."[3]

Nach der Politik[Bearbeiten]

Nach dem Ausscheiden aus der Politik arbeitet Torsten Albig als Vice President Corporate Representation bei der Deutschen Post DHL Group in Brüssel.[4]

Weblinks[Bearbeiten]


Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.torsten-albig.de/de/zur-person
  2. shz.de: Albig hat sich von seiner Frau getrennt, abgerufen am 14. Januar 2016
  3. Persönliche Erklärung, spd-schleswig-holstein.de, 16.5.2017
  4. LinkedIn, abgerufen 19.4.2020