Hafen
Nach Ende des 2. Weltkrieges waren die Kieler Hafenanlagen größtenteils zerstört und der Hafenbetrieb wurde zunächst eingestellt. Am 15. September 1947 übergab die britische Verwaltung die Verantwortung für den Handelshafen an die Stadt Kiel (Hafen- und Verkehrsbetriebe). Verantwortliche Behörde wurde der Hafenkapitän der Stadt Kiel. Die nördliche Grenze des Kieler Handelshafens verlief entlang einer Linie Leuchtbake Nordmole – Stadtgrenze (Kiel-Dietrichsdorf / Mönkeberg).
Hafenverwaltung
Die bereits 1941 als Eigenbetrieb der Stadt Kiel gegründeten Hafen- und Verkehrsbetriebe (HVB) stellten zum 31.12.1995 ihren Betrieb ein. Gemäß eines Beschlusses der Stadt Kiel vom 15.02.1996 wurde rückwirkend zum 01.01.1996 die Seehafen Kiel GmbH & Co. KG gegründet. Die Seehafen Kiel GmbH war privatwirtschaftlich organisiert und konnte so flexibel auf veränderte Marktsituationen reagieren. Ostseehalle und Sporthäfen verblieben bei der Stadt Kiel. Um die internationale Vermarktung des Kieler Seehafens voranzutreiben und zu unterstützen wurde 2012 ein neues Logo mit dem Schriftzug Port of Kiel veröffentlicht. Das neue Logo wurde auch von der Seehafen Kiel GmbH übernommen und die Postanschrift entsprechend in Port of Kiel, Seehafen Kiel GmbH & Co. KG, Schwedenkai 1, 24103 Kiel geändert.
Port of Kiel
Um die Wettbewerbsfähigkeit des Kieler Handelshafens abzusichern, wurden laufend Erweiterungs- und Modernisierungsarbeiten an den Umschlagseinrichtungen und an der Infrastruktur durchgeführt. Heute wird das Bild des Kieler Handelshafens neben den modernen Schiffen der Fährverbindungen nach Oslo und Göteborg hauptsächlich durch moderne Kreuzfahrtschiffe geprägt. Die größte zusammenhängende Hafenfläche des Kieler Handelshafens befindet sich auf dem Ostufer in Kiel-Dietrichsdorf. Der Güterumschlag und sowie der Fährverkehr in die baltischen Staaten und nach Schweden wird hauptsächlich über das Drehkreuz Ostuferhafen abgewickelt. Im Jahre 2014 wurde ergänzend zum Ostseekai im Ostuferhafen am Liegeplatz 1 ein weiteres Kreuzfahrtterminal in Betrieb genommen.
Terminals
Der Port of Kiel stellt nachfolgende Hafenflächen (Terminals) zur Verfügung: am Nord-Ostsee-Kanal: Nordhafen Scheerhafen (nur Nordmole) Binnenhafen: Norwegenkai Schwedenkai Sartorikai Ostseekai Kiel Neumühlen-Dietrichsdorf Ostuferhafen [1][2]
Kieler Sportboothäfen
Ursprünglich wurden die insgesamt neun Kieler Sportboothäfen von den Hafen- und Verkehrsbetrieben (HVB), später dann von der Seehafen Kiel GmbH und Co KG verwaltet. Finanzielle Probleme führten letztendlich dazu, dass sich der Zustand der Sportboothäfen verschlechterte. Man entschloss sich die Sportboothäfen privatwirtschaftlich zu führen. Mit der Unterstützung des Kieler Rates wurde die Sporthafen Kiel GmbH, die Gesellschaft der Segler- und Motorbootfahrer, Düsternbrooker Weg 2, 24105 Kiel gegründet. Im April 1997 wurde über einen Pachtvertrag das alleinige Nutzungsrecht der Sporthafenanlagen an die neu gegründete Gesellschaft übergeben. Der mit der Stadt Kiel geschlossene Pachtvertrag wurde im Jahre 2017 langfristig verlängert.
An der Kieler Förde gibt es insgesamt neun Sporthäfen, die von der Sporthafen Kiel GmbH betreut werden. Im Bereich des Kieler Handelshafens befinden sich sieben Sportboothäfen:
- Sporthafen Wik
- Sporthafen Düsternbrook
- Sporthafen Blücherbrücke
- Sporthafen Reventlou
- Sporthafen Seeburg
- Sporthafen Wellingdorf
- Sporthafen Dietrichsdorf
Nordwestlich der Hafengrenze befinden sich noch die Sportboothäfen:
Weblinks
Quellen
- ↑ Wikipedia: „Kieler Hafen“
- ↑ Häfen & Terminals auf portofkiel.com
3. https://www.sporthafen-kiel.de/ 4. https://www.kiel-wiki.de/Kieler_Handelshafen 5. Die Geschichte des Kieler Handelshafens, K. Ziemann, Wachholtz Verlag Neumünster 1991
