Zum Kuhfelde

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Zum Kuhfelde

Ort
Kiel
PLZ
24103
Stadtteil
Altstadt
Querstraßen
Fischerstraße, Kattenstraße
Straßengestaltung
Fußverkehr, Autoverkehr

Die Straße Zum Kuhfelde verlief parallel zum Wall innerhalb der Stadtmauer der Altstadt. Sie verband die Fischerstraße mit der Kattenstraße.

Bald nach der Reformation hatte sich wegen der Platznot in der Stadt eine durchgehende Häuserreihe gebildet, die unmittelbar an der Stadtmauer stand. Die an diesen Häusern entlangführende Straße wurde von der Holstenstraße bis zur Fischerstraße als Hinter der Mauer bezeichnet, lediglich der letzte kurze Abschnitt zwischen Fischer- und Kattenstraße hieß Zum Kuhfelde.

Der Name wird erstmalig im Kieler Erbebuch 1554 im Zusamenhang mit der Straße Hinter der Mauer erwähnt. Die Stadtkarten des 18. Jahrhunderts[1] verzeichnen Zum Kuhfelde dann aber ohne eigenen Namen. Sie beziehen die Straße in Hinter der Mauer ein.

Im Kieler Adressbuch wird die Straße Zum Kuhfelde erstmals 1839 mit ihrem Namen aufgeführt. Das Adressbuch 1934 vermutet zum Straßennamen, dass es sich urspünglich um einen eingefriedeten Platz handelte, auf dem die Kühe während der Weidezeit in der Nacht untergebracht waren.[2]

Zwischenzeitlich (ab 1925] hieß sie in den Adressbüchern nur Kuhfeld, ab 1934 wieder Zum Kuhfelde.[3] Nach starken Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurden 1965 die letzten Häuser abgebrochen. Die Straße wurde anschließend mit dem Funkhaus des NDR überbaut.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte „Zum Kuhfelde“ auf dem Online-Stadtplan der Stadt Kiel, aufrufbar auf kiel.de

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Homannsche Karte (1726), Corditzsche Karte (1750) und die Klesselschen Karten (1786, 1793), siehe Historische Karten
  2. Kieler Adressbuch 1934, Teil II, S. 228 (Siehe Abschnitt "Bilder"
  3. Hans-G. Hilscher: Kieler Straßenlexikon. Fortgeführt nach 2005 durch Dietrich Bleihöfer, ab 2022 durch Frank Mönig, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Januar 2021. Abrufbar auf www.kiel.de oder als .pdf-Datei, ca. 1,5 MB