Wasserturm Ravensberg

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Wasserturm Ravensberg (2018)

Der im Jahr 1896 errichte Wasserturm Ravensberg stellte lange Zeit die Wasserversorgung im Kieler Norden sicher. 1990 wurde er stillgelegt, 2013 entkernt und ein Umbau zu Wohnzwecken begann.

Der Wasserturm Ravensberg wurde 1896 im Stadtteil Ravensberg errichtet. Das Gebäude wurde von dem damaligen Kieler Stadtbaurat Rudolph Schmidt entworfen, der es – mit Rücksicht auf die zu erwartende Bebauung der Umgebung – bewusst architektonisch an mittelalterliche Befestigungs-, Stadt- und Burgtürme anlehnte.

Der aus Backsteinen errichtete Wasserturm befindet sich auf einer künstlichen Anhöhe, hat einen Durchmesser von 23,70 m und eine Höhe von ca. 30 m. Im Inneren befand sich bis zum Umbau des Gebäudes in 15 m Höhe ein nach oben offener Ringbehälter (ein Intze-Behälter) mit einem Fassungsvermögen von 2.500 Kubikmetern.

1976 wurde der Wasserturm in das Denkmalbuch des Landes Schleswig-Holstein als Kulturdenkmal von besonderer Bedeutung eingetragen. Der wasserspeichernde Ringbehälter wurde 1990 außer Betrieb genommen.

Im Jahre 2000 erwarb ein privater Investor den Wasserturm, der dann noch bis 2012 für Veranstaltungen (Theater, Konzerte, Ausstellungen etc.) genutzt wurde.[1] Die Entkernung und ein umfangreicher Umbau zu 34 modernen Eigentumswohnungen in mehreren Ebenen einschließlich einer Tiefgarage mit 92 Stellplätzen für Fahrzeuge und Fahrräder wurde 2013 begonnen,[2] wobei das äußere Erscheinungsbild erhalten wurde.[3]

Während der Bombenangriffe auf Kiel im II. Weltkrieg gab es eine Nebeltonne Originalartikel unter , Marine-Nebel-Abteilung II an der Ecke Ravensberg und Rankestraße. Die wurde bei Herannahen der Bombenflugzeuge gezündet. Durch die Vernebelung sollte die Lage des Stadtgebietes verschleiert werden, da die Schleusen des Nordostseekanals mit den Schleusen und die Bebauung der Stadt mit den Werften bei klarem Wetter wie auf einem Präsentierteller lag. Der Nebelstoff wurde aus zahlreichen taktisch verteilten Fässern mit Druckluftbehältern über einen Verdampfer abgeblasen. [5, 7]

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