Propstei Kiel: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Propstei Kiel bildete seit 1811 die kirchliche Verwaltungseinheit des Kieler Umlandes. Zwischen 1977 und 2009 trug sie den Namen Kirchenkreis Kiel, seitdem ist sie ein Teil des Kirchenkreises Altholstein.  
Die Evangelisch-Lutherische '''Propstei Kiel''' bildete seit 1811 die kirchliche Verwaltungseinheit des Kieler Umlandes. Zwischen 1977 und 2009 trug sie den Namen Kirchenkreis Kiel, seitdem ist sie ein Teil des Kirchenkreises Altholstein.  


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Die Propstei Kiel wurde 1811 gegründet.  Ursprünglich umfasste sie die Kirchspiele:
* Bordesholm,
* Elmschenhagen,
* Flemhude,
* Flintbek,
* Großenaspe,
* Hagen,
* die Kieler Landgemeinde,
* Kirchbarkau,
* Lebrade,
* Neumünster,
* Preetz,
* Schönberg,
* Schönkirchen und
* Selent.
Die Stadtgemeinde blieb eigenständig und gehörte nicht zur Propstei. Das Propstenamt war jedoch mit dem Pfarramt der [[Nikolaikirche]] verbunden.


Die Propstei Kiel wurde 1811 gegründet.  Ursprünglich umfasste sie die Kirchspiele Bordesholm, Elmschenhagen, Flemhude, Flintbek, Großenaspe, Hagen, die Kieler Landgemeinde, Kirchbarkau, Lebrade, Neumünster, Preetz, Schönberg,  Schönkirchen und Selent. Die Stadtgemeinde blieb eigenständig und gehörte nicht zur Propstei. Das Propstenamt war jedoch mit dem Pfarramt der [[Nikolaikirche]] verbunden.
Mit der Konsistorialverordnung veränderte sich das Gebiet, Bordesholm, Brügge, Flintbek Großenaspe, Kirchbarkau und Neumünster kamen zur neuen Propstei Neumünster, Lebrade, Preetz, Schönberg und Selent zur Propstei Plön. Kiel bekam dafür Westensee von der Propstei Rendsburg. Die Propstei Kiel bestand also nun aus den Kirchspielen Elmschenhagen, Flemhude, Schönkirchen, Westensee sowie aus der Kieler Land- und Stadtgemeinde.  
Mit der Konsistorialverordnung veränderte sich das Gebiet, Bordesholm, Brügge, Flintbek Großenaspe, Kirchbarkau und Neumünster kamen zur neuen Propstei Neumünster, Lebrade, Preetz, Schönberg und Selent zur Propstei Plön. Kiel bekam dafür Westensee von der Propstei Rendsburg. Die Propstei Kiel bestand also nun aus den Kirchspielen Elmschenhagen, Flemhude, Schönkirchen, Westensee sowie aus der Kieler Land- und Stadtgemeinde.  


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== Pröpste ==
== Pröpste ==
Pröpste der Propstei bzw. des Kirchenkreises Kiel:
# 1811–1835: Dr. [[Johann Georg Fock]]
# 1835–1849: [[Claus Harms]]
# 1849–1879: August Cirovius Heimreich
# 1866–1872: Andreas Detlev Jensen (Generalsuperintendent)
# 1874–1879: Theodor Heinrich Fürchtegott Hansen
# 1879–1891: [[Theodor Wilhelm Jeß]]
# 1893–1908: [[Wilhelm Becker]]
# 1908–1917: [[Adolf Mordhorst]]
# 1919–1935: [[Niels Schmidt]]
# 1935–1945: [[Maximilian Gehrckens]]
# 1946–1949: Johannes Lorentzen
# 1949–1955: D. Hans Asmussen
# 1955–1966: [[Kurt Sontag]]
# 1966–1976: [[Bertold Kraft]]
# 1976–1986: [[Rumold Küchenmeister]]
# 1997–2007: Knut Mackensen
# 1987–1997: Karl-Behrnd Hasselmann
# 2007–2018: Thomas Lienau-Becker
# seit 2018: Almut Witt


Pröpste der Propstei bzw. des Kirchenkreises Kiel
== Gemeinden ==
Zur Propstei Kiel gehören heute folgende Gemeinden:


* 1811-1835 [[Johann Georg Fock]]
* [[St.-Andreas-Kirche | Andreas-Kirchengemeinde]] Kiel-Wellingdorf
* 1835-1849 [[Claus Harms]]
* Apostel-Kirchengemeinde Kiel
* 1849-1879 August Cirovius Heimreich
* [[Bugenhagenkirche | Bugenhagen-Kirchengemeinde]] Kiel-Ellerbek
* 1866-1872 Andreas Detlev Jensen (Generalsuperintendent)
* Christusgemeinde Kronshagen
* 1874-1879 Theodor Heinrich Fürchtegott Hansen
* Claus-Harms-Gemeinde Kiel
* 1879-1891 [[Theodor Wilhelm Jeß]]
* Emmausgemeinde Kiel
* 1893-1908 Wilhelm Becker
* Kirchengemeinde Flemhude
* 1908-1917 Adolf Mordhorst
* Friedensgemeinde Kiel
* 1919-1935 Niels Schmidt
* Kirchengemeinde Gaarden
* 1935-1945 Maximilian Gehrckens
* Kirchengemeinde Heiligengeist in Kiel
* 1946-1949 Johannes Lorentzen
* [[Jakobikirche | Jakobi-Kirchengemeinde]] Kiel
* 1949-1955 Hans Asmussen
* Kompass-Kirchengemeinde Kiel
* 1955-1966 [[Kurt Sontag]]
* Kreuz-Kirchengemeinde Kiel-Kronsburg
* 1966-1976 Bertold Kraft
* [[Lutherkirche | Luther-Kirchengemeinde]] Kiel
* 1976-1986 [[Rumold Küchenmeister]]
* [[Matthias-Claudius-Kirche | Matthias-Claudius-Kirchengemeinde]] Kiel-Suchsdorf
* 1997-2007 Knut Mackensen
* Michaelis-Kirchengemeinde Kiel-Hassee
* 1987-1997 Karl-Behrnd Hasselmann
* [[Nikolaikirche | Kirchengemeinde St. Nikolai]] zu Kiel
* 2007-2018 Thomas Lienau-Becker
* [[Paul-Gerhardt-Kirche]]ngemeinde Kiel-Neumühlen-Dietrichsdorf
* seit 2018 Almut Witt
* Kirchengemeinde Schönkirchen
* Thomas-Kirchengemeinde Kiel-Mettenhof
* Trinitatisgemeinde Kiel-Elmschenhagen
* Kirchengemeinde Westensee

Aktuelle Version vom 2. Januar 2026, 17:13 Uhr

Die Evangelisch-Lutherische Propstei Kiel bildete seit 1811 die kirchliche Verwaltungseinheit des Kieler Umlandes. Zwischen 1977 und 2009 trug sie den Namen Kirchenkreis Kiel, seitdem ist sie ein Teil des Kirchenkreises Altholstein.

Geschichte

Die Propstei Kiel wurde 1811 gegründet. Ursprünglich umfasste sie die Kirchspiele:

  • Bordesholm,
  • Elmschenhagen,
  • Flemhude,
  • Flintbek,
  • Großenaspe,
  • Hagen,
  • die Kieler Landgemeinde,
  • Kirchbarkau,
  • Lebrade,
  • Neumünster,
  • Preetz,
  • Schönberg,
  • Schönkirchen und
  • Selent.

Die Stadtgemeinde blieb eigenständig und gehörte nicht zur Propstei. Das Propstenamt war jedoch mit dem Pfarramt der Nikolaikirche verbunden.

Mit der Konsistorialverordnung veränderte sich das Gebiet, Bordesholm, Brügge, Flintbek Großenaspe, Kirchbarkau und Neumünster kamen zur neuen Propstei Neumünster, Lebrade, Preetz, Schönberg und Selent zur Propstei Plön. Kiel bekam dafür Westensee von der Propstei Rendsburg. Die Propstei Kiel bestand also nun aus den Kirchspielen Elmschenhagen, Flemhude, Schönkirchen, Westensee sowie aus der Kieler Land- und Stadtgemeinde.

Als die Schleswig-Holsteinische Landeskirche 1977 zur Nordelbischen Kirche fusionierte, wurde die Propstei in Kirchenkreis Kiel umbenannt. Dieser schloss sich 2009 mit dem Kirchenkreis Neumünster zum Kirchenkreis Altholstein zusammen. Zwischenzeitlich bestand der Kirchenkreis aus drei Propsteien, Nord, Mitte und Süd. Süd (Bad Bramstedt) und Mitte (Neumünster) wurden jedoch später zusammengelegt, so dass der Kirchenkreis nun von zwei Pröpsten geleitet wird. Der Sitz des Kieler Propsten ist nach wie vor St. Nikolai, jedoch ist das Propstenamt nicht mehr an eine Pfarrstelle gebunden.

Pröpste

Pröpste der Propstei bzw. des Kirchenkreises Kiel:

  1. 1811–1835: Dr. Johann Georg Fock
  2. 1835–1849: Claus Harms
  3. 1849–1879: August Cirovius Heimreich
  4. 1866–1872: Andreas Detlev Jensen (Generalsuperintendent)
  5. 1874–1879: Theodor Heinrich Fürchtegott Hansen
  6. 1879–1891: Theodor Wilhelm Jeß
  7. 1893–1908: Wilhelm Becker
  8. 1908–1917: Adolf Mordhorst
  9. 1919–1935: Niels Schmidt
  10. 1935–1945: Maximilian Gehrckens
  11. 1946–1949: Johannes Lorentzen
  12. 1949–1955: D. Hans Asmussen
  13. 1955–1966: Kurt Sontag
  14. 1966–1976: Bertold Kraft
  15. 1976–1986: Rumold Küchenmeister
  16. 1997–2007: Knut Mackensen
  17. 1987–1997: Karl-Behrnd Hasselmann
  18. 2007–2018: Thomas Lienau-Becker
  19. seit 2018: Almut Witt

Gemeinden

Zur Propstei Kiel gehören heute folgende Gemeinden: