Zoologisches Museum

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Zoologisches Museum, 2015

Das Zoologische Museum der Christian-Albrechts-Universität präsentiert Erkenntnisse der modernen Meeres- und der Evolutionsforschung. Es ist gleichzeitig Ausstellungsort für wertvolle wissenschaftliche Sammlungen aus drei Jahrhunderten.

Gebäude[Bearbeiten]

Das lichthelle Gebäude ist ein Bau aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In einer Kombination aus Glas, Stahl und Lichtführung schuf der Berliner Architekt Martin Gropius ein besonders ästhetisches Raumerlebnis. Es wurde 1881 eröffnet, wenige Monate nach dem Tod von Gropius. Das Gebäude ist einer der wenigen Gropius-Bauten, die im Inneren und im Äußeren weitgehend original erhalten sind.

Die zentrale, lichtdurchflutete Halle wird durch große Glasflächen im Dach mit Tageslicht beleuchtet. Sie besitzt in zwei Etagen umlaufende Galerien mit Schaukästen. Um die Halle herum gruppieren sich weitere Ausstellungsräume.

Das Gebäude ist eingetragen in die Liste der Kulturdenkmale in Kiel-Düsternbrook.[1]

Ausstellung[Bearbeiten]

Die Anfänge des Zoologischen Museums reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück. Es ist damit eines der ältesten Naturkundemuseen in Deutschland. Um 1875 wurde es von Karl-August Möbius gemeinsam mit dem Architekten in seiner heutigen Form konzipiert und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten zoologischen Forschungsinstitute in Deutschland.

Kurz nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs musste das Museum geschlossen und die Sammlungen ausgelagert werden. Bomben trafen das Gebäude. Nach Kriegsende konnte das Museum von Mitarbeitern und Studenten so weit hergerichtet werden, dass am 8. August 1946 ein Teilbereich der Ausstellung wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden konnte.[2]

Heute werden in der artenreichsten Walausstellung Deutschlands 13 Skelette von Walen aus Schleswig-Holstein gezeigt. Darunter ist als größtes Einzelobjekt des Museums auch ein 14 m langes Skelett eines Pottwals. Ebenso zu sehen ist die wissenschaftliche Geschichte der Zoologie in Kiel. In der Dauerausstellung „Ozean der Zukunft“ werden aktuelle Erkenntnisse der Meeresforschung zu Fischerei, Meeresspiegelanstieg, Ozeanversauerung und Ozeanzirkulation dargestellt.[3]

Das Museum verfügt im Archiv und seinen wechselnden sowie dauerhaften Ausstellungen über mehr als 400 000 Exponate.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Zoologisches Museum Kiel – Sammlung von Bildern

Karte „Zoologisches Museum“ auf dem Online-Stadtplan der Stadt Kiel, aufrufbar auf kiel.de

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Flag of Schleswig-Holstein.svg Liste der Kulturdenkmale in Kiel (nach Stadtteilen gegliedert) in der deutschsprachigen Wikipedia
  2. Geschichte des zoologischen Museums auf uni-kiel.de, abgerufen am 8. August 2018
  3. Acht Kieler Museen laden ein, Infoflyer (PDF) auf museen-am-meer.de, abgerufen 12.12.2016