Kirchspiel Kiel: Unterschied zwischen den Versionen

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Pfarrkirche Nikolai 1668

Das Kirchspiel Kiel bezeichnete nach der Reformation einen Pfarrbezirk (Parochiem, Bezirk, in dem ein Pfarrer predigen und die kirchlichen Amtspflichten ausüben darf), in dem die Ortschaften der einzigen Pfarrkirche in Kiel, die Nikolaikirche und deren Pfarrer zugeordnet waren.[1] In den Herzogtümern Schleswig und Holstein waren einigen Kirchspiele und Kirchspielvogteien (Bezirk mehrerer Kirchspiele) bis 1867 einer Verwaltungsbezirk unterhalb eines Amtes. Unter preußischer Verwaltung wurden dann zwischen 1868 bis 1888 Kirchspielsvogtei und als Unterteilung der neuen preußischen Kreise.[2] Das Kirchspiel Kiel scheint aber nur für kirchliche Amtsverwaltung zuständig zu sein.

Eingepfarrt waren (Stand: 1841); die ganze Stadt (mit Ausschluß der Garnison) mit [[Brunswik}} (tlw.) und Hof Hammer mit Eiderkrug und Greverkathe;
im Amt Kiel: Brunswik (z. T.), Hamburger Baum, Lübscher Baum, Düsternbrook und die Forst- und Fruchtbaumschule Düvelsbek, Gaarden (tlw.), Krusenrott, Marienlust, Moorsee (vormals zu Kirchspiel Elmschenhagen gehörig), Petersburg, Poppenbrügge, Seeburg, Sieverskrug, Vieburg und Wellsee;
im Amt Cronshagen: Bahrenbrook, Kronshagen, Demühlen, Eichkoppel, Hassee, Hasseldieksdamm, Heidenberg, Heisch, Holtenau (südlich von der Eiderschleuse), Kollhorst, Kämpen, Kopperpahl, Kopperpahlerteich, Moorloch, Mückenkuhl, Nienbrügge, Ottendorf, Rothenbek, Russee, Schusterkathe, Speckenbek, Steckberg, Steenbek, Suchsdorf, Ueberland, Uhlenkrog, Viehdamm, Wik, Winterbek, Wittland und Cronshagener-Ziegelei. des Weiteren das Gut Projensdorf und vom Kloster Itzehoe Meimersdorf.

Elmschenhagen mit der Pfarrkirche Maria-Magdalenen war ein eigenes Kirchspiel, zu ihm Wellingdorf gehörte.
Dietrichdorf gehörte zum Kirchspiel Schönkirchen wie auch das Gut Oppendorf und das Gut Dobersdorf, Mönkeberg, Kitzeberg, Alt- und Neuheikendorf und Möltenort.[3]

Aus dem Kirchengemeinde des Kirchspiels Kiel wurden die lutherischen Kirchengemeinde in Kiel und Umgebung in der im Jahr 1867 gegründeten Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig-Holstein.[4]
Heute angehören die Kirchengemeinde dem Kirchenkreis Altholstein angehören und Mitglied der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), deren Verwaltungssitz in der Martensdamm im Kiel.[5]

Einzelnachweise

  1. Friedrich Volbehr, Kieler Prediger-Geschichte seit der Reformation; ein Beitrag zur Geschichte des Kieler Kirchenwesens. Kiel 1884, S. 18
  2. Weitere Informationen zum Thema „Kirchspiel“ in der deutschsprachigen Wikipedia. Siehe auch Kirchspielvogtei Kirchspiel (Online.Wörterbuch) in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Leipzig 1854-1961
  3. Johannes von Schröder, Topographie des Herzogthums Holstein, des Fürstenthums Lübek und der freien und Hanse-Städte Hamburg und Lübek, Zweiter Theil J-Z, C. Fränckel Oldenburg (in Holstein) 1841, S. 33 und andere Stellen
  4. Weitere Informationen zum Thema „Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schleswig-Holsteins“ in der deutschsprachigen Wikipedia
  5. Kirchenkreis Altholstein. Weitere Informationen zum Thema „Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland“ in der deutschsprachigen Wikipedia