Kleingärtnerverein Kiel-Holtenau e. V.

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Kleingärtnerverein Kiel-Holtenau

Adresse
Eekbrook 5, 24159 Kiel
Vereinsregister
VR 1747 KI
Vorstand
Hans Oelrich
Mitglieder
390
Aktiv
ja
Gemeinnützig
ja
Web
http://klgvkiel-holtenau.blogspot.com/


Der Kleingärtnerverein Kiel-Holtenau e. V. ist ein Kleingärtnerverein im Kreisverband Kiel der Kleingärtner e. V..

Ziele[Bearbeiten]

Der Kleingärtnerverein Kiel-Holtenau e. V. bietet Pachtgärten im Gemeindebereich von Kiel-Holtenau zur nicht erwerbsmäßigen gärtnerischen Nutzung, insbesondere zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf, und zur Erholung (kleingärtnerische Nutzung) an.

Geschichte[Bearbeiten]

Wann genau der Verein gegründet wurde, ist bisher nicht recherchiert. Das älteste bekannte Dokument ist das Protokoll einer Vorstandssitzung des "Obst- und Gartenbauverein Holtenau und Umgegend" am 24. Januar 1917.

Mitten im ersten Weltkrieg war die Versorgungslage der Bevölkerung schlecht. So hatte der preußische Innenminister Friedrich Wilhelm von Loebell die Stadt- und Landgemeinden 1915 bereits darauf hingewiesen "[…] wie wichtig es ist, über die Zwecke des Gartenbaus hinaus alle bisher ertraglosen kommunalen Grundstücke im kommenden Frühjahr für die Volksernährung, sei es zur Erzielung von Gemüse, sei es zum Körner- oder Hackfruchtbau, nutzbar zu machen." Zeitweilig war der Hunger in der Bevölkerung so groß, dass der Verein erwog, Nachtwachen einzurichten, um sich gegen die Felddiebstähle zu wehren.[1]

1928 bekommt der Verein seine erste Satzung. 1931 wird sie geändert und die gewerbsmäßige Nutzung der Gärten verboten.[1]

1933 werden Kleingärtnervereine im ganzen Reich von den Nazis gleichgeschaltet. Vorstände wurden nicht mehr demokratisch gewählt, sondern von höherer Stelle eingesetzt. Es galt auch hier das Führerprinzip: Aus Vereinsvorsitzende wurden "Vereinsführer". Der Verein bekam in dieser Zeit aber auch seinen heutigen Namen: "Kleingärtnerverein Kiel-Holtenau".[1]

Nach dem Zusammenbruch der Nazi-Diktatur organisierte sich der Verein wieder demokratisch. Langjährige Vorsitzende des Kleingärtnervereins nach 1945 waren: Emil Heinrich, Max Gerusel, Erwin Jacobs, Ulrich Graykowski und Joachim Schmökel.[1]

Quellen[Bearbeiten]