Apollo Kino Friedrichsort

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Apollo Kino Friedrichsort

Aktiv
Nein
Gegründet
1922
Beendet
1963
Adresse
Falckensteiner Straße 40
24159 Kiel
Stadtteil
Friedrichsort
Branche
Kino

Das Apollo-Kino Friedrichsort war ein Kino mit ca. 800 Plätzen in Friedrichsort.

Geschichte

Es befand sich im ehemaligen Arbeiter-Speisesaal, den die kaiserliche Torpedowerkstatt noch im letzten Jahr des Ersten Weltkrieges für ihre Arbeiter errichtet hatte. Das Gebäude hatte mit Küche und Nebenräumen eine beträchtliche Größe, da die Torpedowerkstatt am Ende des Krieges über 6300 Personen beschäftigte.[1]

Nach dem Kriegsende ging das Gebäude in den Besitz der HOLMAG als Nachfolgeorganisation der Torpedowerkstatt über und wurde nicht mehr für seinen ursprünglichen Zweck benutzt, da in Friedrichsort aufgrund des Versailler Vertrages kein Torpedobau mehr stattfand. Ab 1922 wurde der Saal von Wilhelm Mai für ein Kino genutzt, das einige Jahre später in den Besitz der UFA überging. Zunächst trug es aber 30 Jahre lang den Namen Friedrichsorter Lichtspiele. Ab 1928 bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges ist es im Besitz von Wilhelm Stuckmeyer und nach dem Krieg geht es an Wilhelm Dietz, der es auf 1035 Plätze vergrößert und ab 1947 als Theatersaal für öffentliche Oper- und Operettenvorführungen nutzt.

1952 wird das Gebäude wieder zum Kino. Die neuen Besitzer Schramm und Möller verkleinern es mit einem Umbau wieder und geben ihm den Namen Apollo-Lichtspiele. Schon zwei Jahre später geht es an den Kieler Kinobesitzer Fritz Eichelberg über. Das Gebäude gehörte ab 1953 der MaK, die schon 1948 als Nachfolger der HOLMAG entstanden war.[2] Fritz Eichelberg schloss das Kino 1963 und die MaK ließ das Gebäude 1969 abbrechen.[3] An seiner Stelle befindet sich heute der Parkplatz eines Lidl-Marktes.

Einzelnachweise

  1. ↑ Dopheide, Renate: Torpedowerkstatt, in: Tillmann/Rosenplänter: Kiel Lexikon, 2. Auflage, Neumünster 2010, ISBN 978-3529025563, S. 379
  2. ↑ Dopheide, Renate: MaK, in: Tillmann/Rosenplänter: Kiel Lexikon, 2. Auflage, Neumünster 2010, ISBN 978-3529025563, S. 222-223
  3. ↑ Reimers, Horst: „Von der Kaiserkrone zum CinemaxX - Die Geschichte der Kieler Filmtheater“, Husum (Husum-Verlag), 1999, ISBN13 9783880429161