Städtepartnerschaft Brest: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Das große Jubiläum: 50 Jahre Städtepartnerschaft Kiel - Brest'''
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Mit der französischen Stadt '''Brest''' ist die Stadt Kiel seit dem [[1. August]] [[1964]] durch ihre älteste Städtepartnerschaft verbunden.<ref>Details zur Städtepartnerschaft mit Brest bei [https://www.kiel.de/de/kiel_zukunft/kiel_international/Brest.php kiel.de]</ref>
  
Der Kontakt mit der Partnerstadt Brest geht auf eine Initiative der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG) Anfang der sechziger Jahren zurück, als sie vom Magistrat der Stadt mit der Suche nach einer französischen Partnerstadt beauftragt wurde. Herr Prof. Albert Raasch, damaliges Vorstandsmitglied der DFG, handelte als „Botschafter“ Kiels die Partnerschaft in Brest aus.
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== Die Partnerstadt ==
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Brest ist eine Hafenstadt in der Bretagne mit rund 140&nbsp;000 Einwohnern (Stand 2014). Die Stadt wurde bei der Besetzung Frankreichs im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] am [[19. Juni]] [[1940]] durch die deutsche Wehrmacht eingenommen und anschließend zu einem wichtigen Stützpunkt an der Atlantikküste für U-Boote und Schlachtschiffe ausgebaut. Dies führte dazu, dass Brest im Krieg und bei der 43-tägigen Belagerung nach der Invasion (bis zum [[20. September]] [[1944]]) weitgehend zerstört wurde. Ähnlich wie Kiel besitzt es daher heute nur wenige historische Bauten.<ref>{{WP|Brest_(Finist%C3%A8re)|Brest}}</ref>
  
Am 1. August 1964 wurde offiziell die Partnerschaftsurkunde zwischen den beiden Städten geschlossen. Die verbriefte Verbindung zwischen beiden Kommunen ist damit nur wenig jünger als der am 22. Januar 1963 zwischen Frankreich und Deutschland geschlossene Élysée-Vertrag!
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== Die Anfänge ==
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Der Kontakt mit der Partnerstadt Brest geht auf eine Initiative der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG)<ref>[[Deutsch-Französische Gesellschaft Schleswig-Holstein in Kiel e. V.]]</ref> Anfang der 1960er-Jahre zurück, als sie vom Magistrat der Stadt mit der Suche nach einer französischen Partnerstadt beauftragt wurde. Herr Prof. Albert Raasch, damaliges Vorstandsmitglied der DFG, handelte als „Botschafter“ Kiels die Partnerschaft in Brest aus.  
  
Seither wird die Partnerschaft auf der Ebene der Stadtverwaltungen, aber vielmehr noch auf zivilgesellschaftlicher Ebene, gelebt und gepflegt. Beide Städte haben viel Gemeinsames, sind Hafen-, Marine- und Universitäts-städte. Im Zweiten Weltkrieg wurden beide weitgehend zerstört. Brest und Kiel sahen in ihrer Partnerschaft von Anfang an einen Beitrag zur Festigung der deutsch-französischen Freundschaftsbeziehungen und zum Zusammenwachsen Europas.  
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[[Datei:Unterzeichnung des Partnerschaftsvertrages zwischen Kiel und Brest (Kiel 33.101).jpg|mini|Während einer Sondersitzung der [[Ratsversammlung]] am [[26. Juni]] [[1964]] unterzeichnet Oberbürgermeister [[Hans Müthling]] den Partnerschaftsvertrag.]]
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Am 1. August [[1964]] wurde der offizielle Partnerschaftsvertrag zwischen den beiden Städten geschlossen. Die verbriefte Verbindung zwischen beiden Kommunen ist damit nur wenig jünger als der am 22. Januar [[1963]] zwischen Frankreich und Deutschland geschlossene Élysée-Vertrag.
  
Bald fünf Jahrzehnte lebendigen Austausches folgten. Die heutige Selbstverständlichkeit des partnerschaftlichen Miteinanders wuchs heran durch unzählige Begegnungen auf gesellschaftlicher, kultureller, sportlicher, wissenschaftlicher und kommunalpolitischer Ebene.  
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== Die Städtepartnerschaft ==
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Seither wird die Partnerschaft auf der Ebene der Stadtverwaltungen, aber vielmehr noch auf zivilgesellschaftlicher Ebene, gelebt und gepflegt. Beide Städte haben viel Gemeinsames, sind Hafen-, Marine- und Universitätsstädte und wurden beide im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. Brest und Kiel sahen in ihrer Partnerschaft von Anfang an einen Beitrag zur Festigung der deutsch-französischen Freundschaftsbeziehungen und zum Zusammenwachsen Europas.  
  
Zahllose Begegnungen und gemeinsame Projekte zwischen Vereinen, Schulen, Hochschulen und anderen Institutionen bilden die breite Basis der Städtepartnerschaft. Die Auslandsabteilungen der Stadtverwaltungen in Brest und Kiel begleiteten und förderten die engen Kontakte und gegenseitigen Besuche zwischen Chören und Theatern, die wechselseitige Beteiligung an Ausstellungen, Festivals, Märkten, Messen und Konferenzen, Studienreisen sowie den Austausch von Praktikantinnen und Praktikanten.  
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Zahllose Begegnungen und gemeinsame Projekte zwischen Vereinen, Schulen, Hochschulen und anderen Institutionen bilden die breite Basis der Städtepartnerschaft. Die Auslandsabteilungen der Stadtverwaltungen in Brest und Kiel begleiten und fördern die engen Kontakte und die gegenseitigen Besuche zwischen Chören und Theatern, die wechselseitige Beteiligung an Ausstellungen, Festivals, Märkten, Messen und Konferenzen, Studienreisen sowie den Austausch von Praktikantinnen und Praktikanten. Offizielle Delegationen aus der französischen Partnerstadt sind jährlich zur Kieler Woche und zum Internationalen Städteforum in Kiel zu Gast - ebenso finden Besucher aus dem Kieler Rathaus zu besonderen Gelegenheiten freundliche Aufnahme in Brest.  
  
Aktuell wird in beiden Städten mit viel Einsatz ein Jubiläumsprogramm erarbeitet. Geplant sind Aktivitäten in Brest in der ersten und in Kiel in der zweiten Jahreshälfte. Nächster Höhepunkt wird ein Festtag zum 50-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Kiel-Brest am 1. August 2014 anlässlich des Kieler Bootshafensommers sein.<ref>Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der Deutsch-Französischen Gesellschaft Schleswig-Holstein in Kiel e.V. </ref>
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2014 fanden in Brest und in Kiel besondere Veranstaltungen zum 50. Jahrestag der Städtepartnerschaft statt.
  
=== Quellen ===
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== Sonstiges ==
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Brest besitzt insgesamt zehn Städtepartnerschaften in zehn verschiedenen Ländern (Stand Oktober 2017).
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Die [[Sportstätten|Brest-Halle]] an der Ecke [[Lantziusstraße]]/[[Winterbeker Weg]] wurde nach der Partnerstadt benannt.
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== Einzelnachweise ==
 
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[[Kategorie:Städtepartnerschaften|Brest]] [[Kategorie:20. Jahrhundert]]

Aktuelle Version vom 27. Juli 2019, 13:44 Uhr

Mit der französischen Stadt Brest ist die Stadt Kiel seit dem 1. August 1964 durch ihre älteste Städtepartnerschaft verbunden.[1]

Die Partnerstadt[Bearbeiten]

Brest ist eine Hafenstadt in der Bretagne mit rund 140 000 Einwohnern (Stand 2014). Die Stadt wurde bei der Besetzung Frankreichs im Zweiten Weltkrieg am 19. Juni 1940 durch die deutsche Wehrmacht eingenommen und anschließend zu einem wichtigen Stützpunkt an der Atlantikküste für U-Boote und Schlachtschiffe ausgebaut. Dies führte dazu, dass Brest im Krieg und bei der 43-tägigen Belagerung nach der Invasion (bis zum 20. September 1944) weitgehend zerstört wurde. Ähnlich wie Kiel besitzt es daher heute nur wenige historische Bauten.[2]

Die Anfänge[Bearbeiten]

Der Kontakt mit der Partnerstadt Brest geht auf eine Initiative der Deutsch-Französischen Gesellschaft (DFG)[3] Anfang der 1960er-Jahre zurück, als sie vom Magistrat der Stadt mit der Suche nach einer französischen Partnerstadt beauftragt wurde. Herr Prof. Albert Raasch, damaliges Vorstandsmitglied der DFG, handelte als „Botschafter“ Kiels die Partnerschaft in Brest aus.

Während einer Sondersitzung der Ratsversammlung am 26. Juni 1964 unterzeichnet Oberbürgermeister Hans Müthling den Partnerschaftsvertrag.

Am 1. August 1964 wurde der offizielle Partnerschaftsvertrag zwischen den beiden Städten geschlossen. Die verbriefte Verbindung zwischen beiden Kommunen ist damit nur wenig jünger als der am 22. Januar 1963 zwischen Frankreich und Deutschland geschlossene Élysée-Vertrag.

Die Städtepartnerschaft[Bearbeiten]

Seither wird die Partnerschaft auf der Ebene der Stadtverwaltungen, aber vielmehr noch auf zivilgesellschaftlicher Ebene, gelebt und gepflegt. Beide Städte haben viel Gemeinsames, sind Hafen-, Marine- und Universitätsstädte und wurden beide im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört. Brest und Kiel sahen in ihrer Partnerschaft von Anfang an einen Beitrag zur Festigung der deutsch-französischen Freundschaftsbeziehungen und zum Zusammenwachsen Europas.

Zahllose Begegnungen und gemeinsame Projekte zwischen Vereinen, Schulen, Hochschulen und anderen Institutionen bilden die breite Basis der Städtepartnerschaft. Die Auslandsabteilungen der Stadtverwaltungen in Brest und Kiel begleiten und fördern die engen Kontakte und die gegenseitigen Besuche zwischen Chören und Theatern, die wechselseitige Beteiligung an Ausstellungen, Festivals, Märkten, Messen und Konferenzen, Studienreisen sowie den Austausch von Praktikantinnen und Praktikanten. Offizielle Delegationen aus der französischen Partnerstadt sind jährlich zur Kieler Woche und zum Internationalen Städteforum in Kiel zu Gast - ebenso finden Besucher aus dem Kieler Rathaus zu besonderen Gelegenheiten freundliche Aufnahme in Brest.

2014 fanden in Brest und in Kiel besondere Veranstaltungen zum 50. Jahrestag der Städtepartnerschaft statt.

Sonstiges[Bearbeiten]

Brest besitzt insgesamt zehn Städtepartnerschaften in zehn verschiedenen Ländern (Stand Oktober 2017).

Die Brest-Halle an der Ecke Lantziusstraße/Winterbeker Weg wurde nach der Partnerstadt benannt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Details zur Städtepartnerschaft mit Brest bei kiel.de
  2. Wikipedia: „Brest“
  3. Deutsch-Französische Gesellschaft Schleswig-Holstein in Kiel e. V.