Adolf Mordhorst

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D. Adolf Hermann Mordhorst (* 18. März 1866 in Glücksstadt, † 27. Februar 1951 in Flensburg) war Pastor an St. Nikolai, 1908 bis 1917 Kieler Propst und später Bischof für Holstein.

Leben

Adolf Mordhorst studierte in Kiel und Berlin evangelische Theologie und wurde 1890 ordiniert. Zuerst wurde er Provinzialvikar in Schleswig-Friedrichsberg; ab 1891 Hilfsgeistlicher und ab 1893 Pastor in Süderhastedt. 1899 ging er erneut nach Schleswig-Friedrichsberg. 1908 wurde er zum Propst der Propstei Kiel und damit auch Pastor an St. Nikolai. Seit 1910 war er zusätzlich Konstorialrat im Konstistorium für die Provinz Schleswig-Holstein.

1917 wurde er zum Generalsuperintendenten für Holstein gewählt, 1924 dann zum Bischof. Mit Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde er zum 1. September 1933 von seinem Amt beurlaubt und zum 1. Januar 1934 in den Ruhestand versetzt.

Er war verheiratet mit Anna Babin (* 26. Juli 1875 in Keitum, † 26. März 1914 in Kiel). Nach seinem Tod wurde er im Grab seiner Frau auf dem Kieler Südfriedhof beigesetzt. Das Grab befindet sich in direkter Nähe zu zahlreichen weiteren Bischöfen, Pröpsten und Pastoren.

Mitgliedschaften und Ehrungen

Von 1908 bis 1932 war Mordhorst Vorsitzender der Kieler Stadtmission, von 1934 bis 1947 des Landesvereins für Innere Mission Schleswig-Holstein. Zwischen 1923 und 1934 war er Vorsitzender des Evangelischen Landeswohlfahrtsdienstes Schleswig-Holstein. Zusätzlich war er im Vorstand des Vereins für Schleswig-Holsteinische Kirchengeschichte aktiv.

1921 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität verliehen. 1923 wurde er zum Ehrenmitglied des Kieler Wingolfs.