Schullandheim Sankt Andreasberg
Das Schullandheim Sankt Andreasberg war ein Schullandheim im Oberharz, das von 1960 bis 1998 der Stadt Kiel gehörte und in dieser Zeit von rund 60 000 Kieler Schülerinnen und Schülern für Klassenfahrten genutzt wurde.
Das Haus konnte am 28. Mai 1960 eingeweiht werden, nachdem seit dem März 1954 durch eine Reihe von Benefiz- und Spendenaktionen mit rund 109.000 DM fast ein Viertel der Baukosten von der Kieler Bevölkerung beigesteuert worden war.[1]
Das Schullandheim lag 725 m hoch auf der Jordanshöhe, gut 1 km nordnordöstlich von Sankt Adreasberg.
Ab etwa 1985 sanken die Belegungszahlen, so dass der Betrieb nicht mehr durch die Einnahmen finanziert werden konnte und die Stadt ein regelmäßiges Defizit zu tragen hatte. Als Ursache gilt, dass der Harz damals nicht mehr als attraktive Ferienregion wahrgenommen wurde und dass die Freizeitmöglichkeiten im Haus und der Umgebung modernen Ansprüchen nicht mehr genügten. Daher verkaufte die Stadt es 1998 an einen privaten Käufer.[2]
Nach einer Nachnutzung als Schullandheim wurde das Haus dann im März und April 2016 abgebrochen.[3] Auf dem Gelände sollten stattdessen Ferienwohnungen entstehen.
Einzelnachweise
- ↑ Bericht mit Details zur Spendenaktion in der Goslarschen Zeitung vom 3. März 2016; online bei goslarsche.de, abgerufen am 12. Mai 2026
- ↑ Jürgen Küppers: „Kieler Hütte im Harz ist Geschichte“, Artikel in den Kieler Nachrichten vom 16. Februar 2016; online (Bezahlschranke), zuletzt gelesen am 13. Mai 2026
- ↑ Fotogalerie vom Abriss des Hauses bei harzfuchsforum.com, eingesehen am 15. Oktober 2017
