Theodor Olshausen

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Informationsstele in der Olshausenstraße

Theodor Olshausen (* 16. Juni 1802 in Glückstadt; † 31. März 1869 in Hamburg) war ein schleswig-holsteinischer Politiker und Publizist.[1]

Olshausen war ein Sohn von Detlev Olshausen. Er besuchte die Gelehrtenschule in Glückstadt und danach das Gymnasium in Eutin. Er studierte ab dem Wintersemester 1820/21 Rechtswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel und wurde 1820 Mitglied der Alte Kieler Burschenschaft.

Er war ein wichtiger Verleger der Universitätsstadt Kiel und Herausgeber des Kieler Correspondenzblattes, der größten Zeitung im damaligen Kiel. Er setzte sich für den Bau der Eisenbahnstrecke Kiel-Altona ein, deren Direktorium er 1844 bis 1848 angehörte.

1847 wurde er für die Stadt Kiel in die Holsteinische Ständeversammlung gewählt. In der Märzrevolution nahm er an der vereinigten Ständeversammlung von Schleswig und Holstein am 18. März 1848 teil.

Am 11. September 1848 wurde er in einer Nachwahl im Wahlbezirk Itzehoe in die Landesversammlung gewählt, wo er Wortführer der Linken also der Radikaldemokraten war. Er war Herausgeber der „Schleswig-Holsteinischen Zeitung“ bzw. später der „Norddeutschen Freien Presse“. Nach der Selbstauflösung der Landesversammlung am 11. Januar 1851 ging er zunächst nach Hamburg und dann ins politische Exil in die USA (1856–1860) nach Davenport.

1865 zog er nach Zürich und 1868 nach Hamburg um.

Nach ihm ist in Kiel die Olshausenstraße benannt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band I, Teilband 4, Heidelberg 2000, S. 250−252.
  • Frandsen, Steen Bo: Holsten i helstaten. Hertugdømmet inden for og uden for det danske monarki i første halvdel af 1800-tallet, Kopenhagen 1008
  • Martin Rackwitz: Märzrevolution in Kiel, 2011, ISBN 978-3-8042-1342-5, Kurzbiographie auf S. 209-211, viele weitere Erwähnungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Weitere Informationen zum Thema „Theodor Olshausen“ in der deutschsprachigen Wikipedia