Max Emcke

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Günther Bantzer (re.) überreicht die Andreas-Gayk-Medaille an Max Emcke (li.), 1971

Max Emcke (* 22. Juli 1892 in Weding; † 8. November 1982 in Kiel[1]) war ein Kieler Rechtsanwalt und Notar. Vom 15. Mai 1945 bis zum 15. Februar 1946 war er als kommissarischer Oberbürgermeister Nachfolger von Walter Behrens.

Max Emcke wurde am 22. Juli 1892 in Weding bei Flensburg geboren. Nach bestandener Reifeprüfung studierte er, unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg, Rechts- und Staatswissenschaften in Leipzig, Berlin und Kiel. 1920 legte er das erste Staatsexamen ab und promovierte zum Doktor der Rechte.

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde der nationalsozialistische Oberbürgermeister Walter Behrens abgesetzt und in Kiel verhaftet. Noch am selben Tage wurde Emcke von der Britischen Militärregierung zum kommissarischen Oberbürgermeister vorgeschlagen.

Die Briten planten, einen Teil der in der Stadt verbliebenen Kieler zu evakuieren. Gegen diese Pläne wehrte sich Emcke. Eigenständig war er aber in seinen Entscheidungen nicht; er konnte lediglich Eingaben machen. Seine Arbeit wurde jedoch durch das Vertrauen der Bevölkerung erleichtert.

Trotz seiner großen Verdienste wurde Emcke im Februar 1946 abgesetzt und wurde wieder als Rechtsanwalt tätig.

Im November 1982 verstarb Max Emcke in Kiel.[2]

Ehrungen[Bearbeiten]

Die Kieler Ratsversammlung ehrte den „Mann der ersten Stunde“ am 16. Dezember 1971 mit der Verleihung der neu geschaffenen Andreas-Gayk-Medaille.

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Weitere Informationen zum Thema „Max Emcke“ in der deutschsprachigen Wikipedia
  2. Biografie Max Emcke auf kiel.de, zuletzt abgerufen 27.12.2016