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	<title>Kiel-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Seiler&amp;diff=70392</id>
		<title>Seiler</title>
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		<updated>2026-06-30T08:13:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Bzchng Seiler Konkretisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Infobox Straße&lt;br /&gt;
|Name=Seiler&lt;br /&gt;
|Alternativnamen=&lt;br /&gt;
|Stadtwappen=&lt;br /&gt;
|Kategorie=Straße&lt;br /&gt;
|Bild=Seiler_vor_Bebauung.jpg&lt;br /&gt;
|Bild zeigt= Blick von der [[Gablenzstraße]] entlang des künftigen Straßenverlaufs&lt;br /&gt;
|Ort=Kiel&lt;br /&gt;
|Ortsteil= Gaarden-Ost&lt;br /&gt;
|PLZ= 24143&lt;br /&gt;
|lat=&lt;br /&gt;
|lon=&lt;br /&gt;
|Angelegt= &lt;br /&gt;
|Neugestaltet=&lt;br /&gt;
|HistNamen=&lt;br /&gt;
|Straßen= &lt;br /&gt;
|Querstraßen= Kesselschmied&lt;br /&gt;
|Plätze= &lt;br /&gt;
|Bauwerke= &lt;br /&gt;
|Nutzergruppen= Fußverkehr, Radverkehr, Autoverkehr&lt;br /&gt;
|Straßengestaltung=&lt;br /&gt;
|Straßenlänge= &lt;br /&gt;
|Baukosten=&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Name &#039;&#039;&#039;Seiler&#039;&#039;&#039; wurde mit Beschluss der Kieler [[Ratsversammlung]] vom [[17. September]] [[2020]] festgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Kieler Straßenlexikon}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Ortsbezeichnungen erinnern auch maritime Berufe an die Geschichte des [[Kai-City]]-Geländes. Ein Seiler ist ein Handwerker, der das von dem Reepschläger hergestellte Tauwerk weiterverarbeitet. Seiler fertigten neben Tauwerk u.a. auch Fischer- und Schutznetze oder Strickleitern an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Im in Süddeutschland und der Schweiz wird der Reepschläger auch als Seiler bezeichnet.&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Tätigkeit==&lt;br /&gt;
Neben den bekannten drei großen Schiffbaubetrieben an der Kieler Förde (Kaiserliche Werft, Germaniaweft u. Howaldt) gab es 1906 noch einige kleinere Werften an der Kieler Förde. Diese Werften bauten Segler und Motorboote und arbeiteten eng mit Segelmachern zusammen. Diese Segelmacher fertigten oder reparierten aber auch Tauwerk und Drahtseile. Diese Arbeiten wurden dann von einem Seiler ausgeführt. Die Integration des produzierten Tauwerks auf dem Schiff/Boot wurde dann von den Taklern vorgenommen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 71, Kieler Berufe im Wandel 1869/1909, Kai Detlev Sievers, 2013, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, ISBN 978-3-89876-645-6, S. 65&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Straße ist zurzeit (Oktober 2020) noch nicht bebaut, geschweige denn bereits angelegt. Dies steht in naher Zukunft bevor.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks == &lt;br /&gt;
{{Plan}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kreuzer Seiler Baustelle Juli 2022.jpg|Die Straßen Kreuzer und Seiler während der Bebauung; Blick vom Willy-Brandt-Ufer, Juli 2022&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kai-City]] [[Kategorie: Benannt nach maritimem Begriff]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Holsteiner_Quartier&amp;diff=70390</id>
		<title>Holsteiner Quartier</title>
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		<updated>2026-06-29T10:07:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Siedlung Bielenbergstraße konkretisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Eutiner Straße Ostring Innenbereich (2).JPG|mini|right|Innenbereich zwischen der Eutiner Straße und dem Ostring]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Holsteiner Quartier&#039;&#039;&#039; ist ein Stadtviertel im [[Stadtteil]] [[Gaarden-Süd / Kronsburg]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem [[Kieler Wohnungsbaugesellschaft]] (KWG) bereits an der östlichen [[Bielenbergstraße]] (4-12) 1937/1938 nach Plänen von Arnold Bruhn einen viergeschossigen Backsteinwohnblock errichtet hatte, erbaute auch ab 1937 die [[Kieler Werkswohnungen]] GmbH (KWW) für Mitarbeiter der [[Deutschen Werke AG]] (DWK) Werkswohnungen an der östlichen [[Bielenbergstraße]]. Die nach Plänen des Berliner Architekten Alfred Schild gestaltete Arbeitersiedlung Kiel-Bielenberg entstand zwischen dem entlang des abfallenden Geländes am [[Germaniaring]] und der [[Bielenbergstraße]]. Nördlich wurde das Siedlungsgebiet durch den [[Brook]] und südlich durch die [[Segeberger Landstraße]] begrenzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arbeitersiedlung Kiel-Bielenberg ==&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes Arbeitersiedlung Kiel-Bielenberg erbaute die [[Kieler Werkswohnungen]] GmbH (KWW) ab 1937 zunächst an der östlichen [[Bielenbergstraße]] (16/36) schlichte Backsteinhäuser, die sich an den Neubau der KWG [[Bielenbergstraße]] (4/12) anschlossen.&lt;br /&gt;
Die noch freie Bebauungsfläche war rund 4½ Hektar groß. In der [[Bielenbergstraße]] und den angrenzenden, neu angelegten Straßen ([[Ascheberger Straße]], [[Eutiner Straße]], [[Lensahner Straße]], [[Oldenburger Straße]] und verlängerte [[Hofstraße]]) wurden bis Ende 1938 bereits 523 zwei und zweieinhalb Zimmerwohnungen bezugsfertig. Die langgezogenen drei- bis viergeschossiger Wohnblocks wurden sehr einheitlich gestaltet. Um das Gefälle des Geländes auszugleichen, wurden an der Ascheberger Straße 16/20 eine Terrasse angelegt und die Eingangstüren in der Eutiner Straße waren über einen baumbestandenen Hang und mehrerer langer Außentreppen erreichbar.&lt;br /&gt;
An der [[Oldenburger Straße]] (12-16 u. 11-17) errichtete ergänzend zur KWW die [[Friedrich Krupp AG]] für Mitarbeiter der [[Germaniawerft]] im Rahmen des Bauvorhabens II am westlichen [[Germaniaring]] weitere Werkswohnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopografie Landeshauptstadt Kiel, S.418,420,432&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950, S.3 bis S.25&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Hans - G. Hilscher, Kieler Straßenlexikon, Stand: Januar 2021, Fortgeführt seit 2005 durch: Landeshauptstadt Kiel Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Roth, D. (2008). DWK ab 1933, Gefolgschaftsbetreuung. Demokratische Geschichte, Band 13 Essay 9&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Ehlert, Walter: &#039;&#039;Das historische Gaarden - Bauernland wird Industriestandort&#039;&#039;, Husum (Husum-Verlag) 1921, ISBN 978-3-96717-042-9, S.216 bis 235&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach Kriegsende ==&lt;br /&gt;
Die Arbeitersiedlung wurde während des Zweiten Weltkriegs nur gering beschädigt, so dass sie heute einen guten Eindruck vom Werkswohnungsbau der späten 1930er-Jahre bietet. Die Wohnungen haben durchweg 52 m² Wohnfläche mit zwei Zimmern und einer großen Wohnküche. Sie verfügten bereits über Duschen und innenliegende WCs. Für die Warmwasserversorgung sorgte ein Gas-Durchlauferhitzer. In den heute parkartig angelegten Innenbereichen gab es ursprünglich außer den Gemeinschaftsflächen auch Hausgärten für die Mieter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Karte|32574420|6017883|12}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Kiel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gaarden-Süd / Kronsburg]] [[Kategorie: Holsteiner Quartier]] [[Kategorie: Stadtviertel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
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		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Diskussion:Holsteiner_Quartier&amp;diff=70384</id>
		<title>Diskussion:Holsteiner Quartier</title>
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		<updated>2026-06-24T13:09:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* Bezeichnung Holsteiner Quartier */ Antwort&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Bezeichnung Holsteiner Quartier ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moin, Moin&lt;br /&gt;
Woher kommt die Bezeichnung Holsteiner Quartier für das Baugebiet der KWG; KWW und Krupp mit den Straßen Eutiner-, Oldenburger- usw. Im Stadtarchiv ist diese Bezeichnung nicht bekannt. Lediglich bei den Grünen habe ich einen Hinweis auf ein Holsteiner Viertel gefunden. Wer kann helfen. Danke [[Benutzer:Asym01|Asym01]] ([[Benutzer Diskussion:Asym01|Diskussion]]) 10:22, 20. Jun. 2026 (MET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Ich habe dem Artikel diesen Namen gegeben, als ich ihn von knapp fünf Jahren angelegt habe. Aus welcher Information ich ihn entnommen habe, kann ich nicht mehr sagen. Möglicherweise von Walter Ehlert (siehe Einzelnachweis), denn den habe ich damals schon dort eingetragen. Wenn man nach dem Begriff googelt, findet man ihn u.&amp;amp;nbsp;a. bei &#039;&#039;Kiel aktuell&#039;&#039; und den &#039;&#039;Kieler Nachrichten&#039;&#039;.&amp;lt;br&amp;gt;&lt;br /&gt;
:Wenn es im Sprachgebrauch noch weitere Bezeichnungen gibt, könnte man sie im &#039;&#039;id est&#039;&#039; (im ersten Satz) mit &amp;quot;... (auch xxx oder yyy)&amp;quot; hinzufügen und unter diesen Namen Weiterleitungen hierher schalten. ~~---- [[Benutzer:M. Hammer-Kruse|M. Hammer-Kruse]] ([[Benutzer Diskussion:M. Hammer-Kruse|Diskussion]]) 15:47, 21. Jun. 2026 (MET)&lt;br /&gt;
::Vielen Dank für die umfassende Antwort.&lt;br /&gt;
::Der von Dir genutzte Hinweis auf Ehlert S. 231 weist nur auf das Bauvorhaben (198 Wohnungen) Germaniaring (Ostseite) der Friedrich Krupp AG hin. Im Rahmen dieses Projektes wurden lediglich 3 Wohnblocks an der Oldenburger Straße (12-16 / 11-17) für Mitarbeiter der Germaniawerft erbaut.&lt;br /&gt;
::Der referenzierte heutige Hohwachter Weg hat zu dem Siedlungsprojekt Kiel-Bielenberg der KWW überhaupt keine Beziehung.&lt;br /&gt;
::Der heutige Hohwachter Weg war 1937 war die südlichste Verbindungsstraße zum dem ersten umbauten Innenhof an der Segeberger Straße/Germaniaring. Insgesam gab es bei diesem Bauprojekt (Germaniaring Ostseite 300 Wohnungen) solcher Wege vom Germaniaring in den Innenhof. [[Benutzer:Asym01|Asym01]] ([[Benutzer Diskussion:Asym01|Diskussion]]) 14:09, 24. Jun. 2026 (MET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
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		<title>Diskussion:Holsteiner Quartier</title>
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		<updated>2026-06-20T09:22:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Neuer Abschnitt /* Bezeichnung Holsteiner Quartier */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Bezeichnung Holsteiner Quartier ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Moin, Moin&lt;br /&gt;
Woher kommt die Bezeichnung Holsteiner Quartier für das Baugebiet der KWG; KWW und Krupp mit den Straßen Eutiner-, Oldenburger- usw. Im Stadtarchiv ist diese Bezeichnung nicht bekannt. Lediglich bei den Grünen habe ich einen Hinweis auf ein Holsteiner Viertel gefunden. Wer kann helfen. Danke [[Benutzer:Asym01|Asym01]] ([[Benutzer Diskussion:Asym01|Diskussion]]) 10:22, 20. Jun. 2026 (MET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
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		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1940&amp;diff=70370</id>
		<title>1940</title>
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		<updated>2026-06-17T08:43:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* Mai */ kleine Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[11. Januar]]: &#039;&#039;Wilhelm Brecour&#039;&#039;, sozialdemokratischer Politiker und Chefredakteur der [[Schleswig-Holsteinische Volkszeitung|Schleswig-Holsteinischen Volkszeitung]], wird in Pritzwalk geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[16. März]]: Die Namensgeberin des [[Selma-Lagerlöf-Weg]]es und Nobelpreisträgerin von 1909, &#039;&#039;Selma-Lagerlöf&#039;&#039;, stirbt auf Gut Mårbacka in Värmland, Schweden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[16. April]]: &#039;&#039;Silke Reyer&#039;&#039;, die von 1986 bis 1998 [[Liste der Stadtpräsidenten|Stadtpräsidentin]] war und nach der der [[Silke-Reyer-Weg]] benannt wurde, kommt in Kiel zur Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[16. Mai]]: Beginn der Verschleppung der norddeutschen Sinti und Roma in Lager und Ghettos im besetzten Polen.&lt;br /&gt;
* [[30. Mai]]: Die Fried. Krupp Germaniawerft AG Kiel-Gaarden feiert für die drei Bauvorhaben am Germaniaring (Westseite / Ostseite) und an der Preetzer Chaussee das Richtfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[2. Juli]]: Die ersten [[Luftangriffe auf Kiel|Bombenabwürfe]] des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] über dem Stadtgebiet treffen die Kieler Bevölkerung; es gibt erste Opfer.&lt;br /&gt;
* [[10. Juli]]: Der ehemalige [[THW Kiel|THW]]-Handballspieler [[Bernd Struck]] wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[5. August]]: [[Norbert Gansel]], Kiels erster direkt gewählter [[Oberbürgermeister]], wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[31. August]]: [[Günther Schmidt-Brodersen]], von 1985 bis 1986 Kieler Stadtpräsident, wird in Sterup/Angeln geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[19. September]]: [[Rolf Johanning]], der Kieler [[Liste der Stadtpräsidenten|Stadtpräsident]] von 1978 bis 1982 war, wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[26. September]]: Der Sportfunktionär [[Heinz Jacobsen]] wird in Kiel geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[19. Oktober]]: Bei einem [[Luftangriffe auf Kiel|Luftangriff]] zwischen 2 und 4 Uhr kommt es zu geringem Schaden, aber es sind keine Opfer zu beklagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[21. November]]: [[Groß Kielstein]], [[Gustav-Falke-Straße]], [[Itzehoer Straße]], [[Joachim-Mähl-Straße]], [[Mensingstraße]], [[Otto-Ernst-Weg]], [[Wesselburener Straße]], [[Wilhelm-Busch-Straße]] und [[Wilhelm-Raabe-Weg]] werden durch den Kieler [[Oberbürgermeister]] benannt; die [[Kappelner Straße]] bekommt ebenfalls ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[16. Dezember]]: Der Geschichtsforscher &#039;&#039;Ludwig Andresen&#039;&#039;, Namensgeber der [[Andresenstraße]], stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1931-1940]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=30._Mai&amp;diff=70369</id>
		<title>30. Mai</title>
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		<updated>2026-06-17T08:42:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: 30. Mai 1940&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kalender Jahrestage|Mai}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[1889]]: Gründungsveranstaltung der [[Freiwillige Feuerwehr Meimersdorf|Freiwilligen Feuerwehr Meimersdorf]]&lt;br /&gt;
* [[1891]]: Prinzessin Wilhelmine Marie von Dänemark, Namensgeberin der [[Wilhelminenstraße]], stirbt in Glücksburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 20. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[1906]]: Mit dem &#039;&#039;Heinrich-Kinder-Hospital&#039;&#039; wird im [[Lorentzendamm]] 10 Kiels erste Kinderklinik eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[1908]]: Der Wellingdorfer Gemeinderat bestätigt den bereits üblichen Namen der [[Wischhofstraße]].&lt;br /&gt;
* [[1911]]: &lt;br /&gt;
** In [[Wellingdorf]] erhalten die &#039;&#039;[[Flüggendorfer Straße|Oppendorfer Straße]]&#039;&#039; und die &#039;&#039;[[Passader Straße|Schönkirchener Straße]]&#039;&#039; ihre Namen, die beide später geändert werden.&lt;br /&gt;
** In Kiel erhält die [[Sachaustraße]] ihren Namen.&lt;br /&gt;
* [[1926]]: Am Sonntag nach Pfingsten werden die beiden neuen Glocken der [[Ansgarkirche]] geweiht. Sie ersetzen die beiden Glocken, die 1917 eingeschmolzen wurden.&lt;br /&gt;
* [[1940]]: Die Fried. Krupp Germaniawerft AG Kiel-Gaarden feiert für die drei Bauvorhaben am Germaniaring (Westseite / Ostseite) und an der Preetzer Chaussee das Richtfest.&lt;br /&gt;
* [[1949]]: Der Grundstein für Kiels ersten Schulneubau nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Krieg]], die [[Goetheschule]], wird gelegt.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Datum|Mai|30]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1940&amp;diff=70368</id>
		<title>1940</title>
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		<updated>2026-06-17T08:39:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* Mai */ 30. Mai&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[11. Januar]]: &#039;&#039;Wilhelm Brecour&#039;&#039;, sozialdemokratischer Politiker und Chefredakteur der [[Schleswig-Holsteinische Volkszeitung|Schleswig-Holsteinischen Volkszeitung]], wird in Pritzwalk geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[16. März]]: Die Namensgeberin des [[Selma-Lagerlöf-Weg]]es und Nobelpreisträgerin von 1909, &#039;&#039;Selma-Lagerlöf&#039;&#039;, stirbt auf Gut Mårbacka in Värmland, Schweden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[16. April]]: &#039;&#039;Silke Reyer&#039;&#039;, die von 1986 bis 1998 [[Liste der Stadtpräsidenten|Stadtpräsidentin]] war und nach der der [[Silke-Reyer-Weg]] benannt wurde, kommt in Kiel zur Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[16. Mai]]: Beginn der Verschleppung der norddeutschen Sinti und Roma in Lager und Ghettos im besetzten Polen.&lt;br /&gt;
* [[30. Mai]]: Die Fried. Krupp Germaniawerft AG Kiel-Gaarden feiert für drei Bauvorhaben Germaniaring (Westseite u. Ostseite) und Preetzer Chaussee das Richtfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[2. Juli]]: Die ersten [[Luftangriffe auf Kiel|Bombenabwürfe]] des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] über dem Stadtgebiet treffen die Kieler Bevölkerung; es gibt erste Opfer.&lt;br /&gt;
* [[10. Juli]]: Der ehemalige [[THW Kiel|THW]]-Handballspieler [[Bernd Struck]] wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[5. August]]: [[Norbert Gansel]], Kiels erster direkt gewählter [[Oberbürgermeister]], wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[31. August]]: [[Günther Schmidt-Brodersen]], von 1985 bis 1986 Kieler Stadtpräsident, wird in Sterup/Angeln geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[19. September]]: [[Rolf Johanning]], der Kieler [[Liste der Stadtpräsidenten|Stadtpräsident]] von 1978 bis 1982 war, wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[26. September]]: Der Sportfunktionär [[Heinz Jacobsen]] wird in Kiel geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[19. Oktober]]: Bei einem [[Luftangriffe auf Kiel|Luftangriff]] zwischen 2 und 4 Uhr kommt es zu geringem Schaden, aber es sind keine Opfer zu beklagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[21. November]]: [[Groß Kielstein]], [[Gustav-Falke-Straße]], [[Itzehoer Straße]], [[Joachim-Mähl-Straße]], [[Mensingstraße]], [[Otto-Ernst-Weg]], [[Wesselburener Straße]], [[Wilhelm-Busch-Straße]] und [[Wilhelm-Raabe-Weg]] werden durch den Kieler [[Oberbürgermeister]] benannt; die [[Kappelner Straße]] bekommt ebenfalls ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[16. Dezember]]: Der Geschichtsforscher &#039;&#039;Ludwig Andresen&#039;&#039;, Namensgeber der [[Andresenstraße]], stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1931-1940]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=20._Juni&amp;diff=70367</id>
		<title>20. Juni</title>
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		<updated>2026-06-17T08:37:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: 20. Juni&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kalender Jahrestage|Juni}}&lt;br /&gt;
An einem &#039;&#039;&#039;20. Juni&#039;&#039;&#039; beginnen die [[Kieler-Woche-Termine|Kieler Wochen]] in den Jahren [[1954]], [[1965]], [[1971]], [[1981]], [[1987]], [[1992]], [[1998]], [[2009]] und [[2015]]. Der Beginn der Kieler Woche [[2020]] war für den 20. Juni geplant, wurde aber auf den [[5. September]] verschoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[1821]]: &#039;&#039;Jacob Robert Arthur Bothwell&#039;&#039;, der 1867/68 Kommandeur der [[Marinestation der Ostsee]] war und nach dem später die [[Bothwellstraße]] benannt wurde, wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[1862]]: Der Marineoberingenieur &#039;&#039;Julius Nissen&#039;&#039;, nach dem später die [[Nissenstraße]] benannt wurde, wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[1875]]: Wilhelm Bauer, der Konstrukteur des [[Brandtaucher]]s, des 1850/51 in Kiel gebauten ersten deutschen Unterseeboots, stirbt in München.&lt;br /&gt;
* [[1878]]: Der Professor der Pathologie &#039;&#039;Dr. Karl Heinrich Christian Bartels&#039;&#039;, nach dem später die [[Bartelsallee]] benannt wurde, stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 20. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[1938]]: &#039;&#039;Liselotte Herrmann&#039;&#039;, die Namensgeberin der [[Liselotte-Herrmann-Straße]], wird als Widerstandskämpferin in Berlin-Plötzensee hingerichtet.&lt;br /&gt;
* [[1938]]: Die Fried. Krupp Germaniawerft AG Kiel-Gaarden feiert die Grundsteinlegung des Bauvorhabens an der Ostseite des Germaniarings.&lt;br /&gt;
* [[1948]]: Die Währungsreform legt das Fundament für das &amp;quot;Wirtschaftswunder&amp;quot;: Jeder Bürger erhält als &amp;quot;Kopfgeld&amp;quot; einen Betrag von 40 Deutsche Mark (DM) und später weitere 20 DM. Altgeldbestände (Reichsmark, RM) müssen binnen sechs Tagen zur Umschreibung auf Konten eingezahlt werden, sonst verfallen sie.&lt;br /&gt;
* [[1951]]: Der Kieler Rundfunksender auf dem Heischberg in [[Kronshagen]] wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
* [[1956]]: Der Schriftsteller &#039;&#039;August Gerhard Hinrichs&#039;&#039;, nach dem später der [[August-Hinrichs-Weg]] benannt wurde, stirbt in Huntlosen.&lt;br /&gt;
* [[1959]]: Der Tanker &#039;&#039;Olympic Champion&#039;&#039; (Bau Nr. 1083) läuft bei den [[Howaldtswerke]]n in Gaarden in Anwesenheit des Reeders &#039;&#039;Aristoteles Onassis&#039;&#039; vom Stapel.&lt;br /&gt;
* [[1962]]: Bundespräsident [[Theodor Heuss]] eröffnet die neu gebaute [[Jugendherberge]] in [[Gaarden]].&lt;br /&gt;
* [[1963]]: Der [[Amrumring]], der [[Föhrer Weg]] und der [[Lohntütenweg]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[1964]]: &#039;&#039;Felix Graf von Luckner&#039;&#039;, nach dem später die [[Graf-Luckner-Straße]] benannt wurde, beweist über 80jährig auf dem Kieler-Woche-Empfang seine unverminderte Kraft.&lt;br /&gt;
[[Datei:Beschädigte Prinz-Heinrich-Brücke (Kiel 43.451).jpg|mini|hochkant|1968: Mitarbeiter des [[Wasser- und Schifffahrtsamt]]es  begutachten die Schäden an der Prinz-Heinrich-Brücke]]  &lt;br /&gt;
* [[1968]]: Der Schwimmkran „Magnus VII“ rammt die [[Prinz-Heinrich-Brücke]].&lt;br /&gt;
* [[1977]]: &#039;&#039;Hans Detlev Prien&#039;&#039;, Begründer des Fördervereins der Kieler Wirtschaftsakademie und Namensgeber der [[Hans-Detlev-Prien-Straße]], stirbt.&lt;br /&gt;
* [[1991]]: &#039;&#039;Anneliese Pinn&#039;&#039;, die Gründerin der Marie-Christian-Heime, nach der später der [[Anneliese-Pinn-Weg]] benannt wurde, stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Datum|Juni|20]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1938&amp;diff=70366</id>
		<title>1938</title>
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		<updated>2026-06-17T08:36:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* Juni */ 20. Juni erweitert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[5. Februar]]: Die [[Ascheberger Straße|Ascheberger]], die [[Eutiner Straße|Eutiner]], die [[Lensahner Straße|Lensahner]] und die [[Oldenburger Straße]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[11. Februar]]: Die [[Hafenrundfahrt AG]] benennt sich nach der Übernahme des Omibusbetriebs in Kiel in [[Kieler Verkehrsaktiengesellschaft]] um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[18. März]]: Der Maler und Grafiker &#039;&#039;Julius Fürst&#039;&#039;, nach dem der [[Julius-Fürst-Weg]] benannt wurde, stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
* [[5. März]]: &#039;&#039;Müller-Emden-Straße&#039;&#039; (heute [[Professor-Anschütz-Straße]]), [[Danziger Straße]], [[Hohenhuder Weg]], [[Schönwohlder Weg]] und [[Selenter Straße]] bekommen ihre Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[12. April]]: [[Elbinger Straße]], [[Dietrichsdorfer Höhe]], [[Ottomar-Enking-Straße]] und [[Ratzeburger Straße]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[16. Mai]]: Die &#039;&#039;[[Schwalbensteg|Schlageterstraße]]&#039;&#039; erhält ihren Namen.&lt;br /&gt;
* [[21. Mai]]: Die Kriegsmarine stellt das bei den [[Deutsche Werke|Deutschen Werken]] erbaute Schlachtschiff [[Gneisenau]] (Bau Nr.235) in Dienst.&lt;br /&gt;
* [[25. Mai]]: Der &#039;&#039;[[August-Bier-Weg]]&#039;&#039;, die &#039;&#039;[[Eduard-Adler-Straße|Emsmannstraße]]&#039;&#039; und die [[Virchowstraße]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[20. Juni]]: &#039;&#039;Liselotte Herrmann&#039;&#039;, die Namensgeberin der [[Liselotte-Herrmann-Straße]], wird als Widerstandskämpferin in Berlin-Plötzensee hingerichtet.&lt;br /&gt;
* [[20. Juni]]: Die Fried. Krupp Germaniawerft AG Kiel-Gaarden feiert die Grundsteinlegung des Bauvorhabens an der Ostseite des Germaniarings.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[20. Juli]]: [[Emkendorfer Weg]] und [[Königsförder Weg]] bekommen ihre Namen. Der [[Mettenhofer Weg]] wird über die Stadtgrenze hinaus bis zum Gut Mettenhof verlängert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Besuch vom ungar. Staatsoberhaupt Miklos von Horthy und Reichskanzler Adolf Hitler zum Stapellauf des Schweren Kreuzers PRINZ EUGEN (Kiel 53.179).jpg|150px|mini|Hitler und Horthy im Auto vor dem [[Hauptbahnhof]]]]&lt;br /&gt;
* [[22. August]]: &#039;&#039;Adolf Hitler&#039;&#039; und der ungarische Reichsverweser &#039;&#039;Miklós Horthy&#039;&#039; kommen zum Stapellauf des schweren Kreuzers &#039;&#039;Prinz Eugen&#039;&#039; nach Kiel.&lt;br /&gt;
* [[23. August]]: Der Dachstuhl des [[Kieler Schloss|Kieler Schlosses]] brennt vollständig aus, mit schweren Verlusten für die [[Landesbibliothek]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[2. Oktober]]: Ferdinand Schrey, Mitbegründer der Stenografie und Namensgeber des [[Schreyweg]]s, stirbt in Berlin.&lt;br /&gt;
* [[7. Oktober]]: &#039;&#039;Hermann Köhl&#039;&#039;, der Namensgeber der [[Köhlstraße]], stirbt in München.&lt;br /&gt;
* [[11. Oktober]]: &lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Carl Kuhnke&#039;&#039;, Mitbegründer der Firma Neufeldt &amp;amp; Kuhnke und Namensgeber der [[Kuhnkestraße]], stirbt.&lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Hermann Rodewald&#039;&#039;, der Namensgeber der [[Hermann-Rodewald-Straße]], stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
* [[24. Oktober]]: Der Bildhauer, Grafiker und Dichter &#039;&#039;Ernst Barlach&#039;&#039;, der den [[Geistkämpfer]] vor der  [[Nikolaikirche]] schuf, stirbt in Rostock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[9. November]]: Bei der Reichsprogromnacht wird die [[Synagoge]] am [[Schrevenpark]] zerstört.&lt;br /&gt;
* [[14. November]]:&lt;br /&gt;
** Die bisherige &#039;&#039;Hipperstraße&#039;&#039; wird in [[Clausewitzstraße]] umbenannt.&lt;br /&gt;
** Die [[Kriegsmarine]] stellt das bei den [[Howaldtswerke]]n in [[Kiel]] erbaute [[Trossschiff]] [[Altmark]] (Bau Nr.750) in Dienst. Die Altmark war das zweite Trossschiff der fünf Einheiten umfassenden [[Dithmarschen Klasse]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[8. Dezember]]: Bei den [[Deutsche Werke|Deutschen Werken]] tauft &#039;&#039;Hella Gräfin von Brandenstein-Zeppelin&#039;&#039;, die Tochter des Luftschiffpioniers, den [[Zweiter Weltkrieg|kriegs]]bedingt nie fertiggestellten Flugzeugträger &#039;&#039;Graf Zeppelin&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1931-1940]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Der_Kieler_Seefischmarkt_1947-1979&amp;diff=70365</id>
		<title>Der Kieler Seefischmarkt 1947-1979</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kiel-wiki.de/index.php?title=Der_Kieler_Seefischmarkt_1947-1979&amp;diff=70365"/>
		<updated>2026-06-15T08:37:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Kategorie nachgetragen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== 27. September 1947 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Eröffnung des Kieler Seefischmarktes am Wellingdorfer Ufer der Schwentinemündung ====&lt;br /&gt;
Zum Ende des Zweiten Weltkrieges war Kiel eine zerstörte Stadt, die um ihre wirtschaftliche Existenz fürchten musste. Die Stadt war zerbombt, eine notwendige Infrastruktur stand nur noch sehr eingeschränkt zur Verfügung. Die britische Besatzungsmacht ließ keinen Zweifel daran, dass Kiel nie wieder eine Stadt der Marine und der militärischen Rüstung werden sollte. In einem Schreiben der Militärregierung vom 16. August 1946 an den Oberpräsidenten Schleswig-Holsteins hieß es:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Alle Liegeplätze für seegehende Schiffe, Kaianlagen, Hafenbecken und Schiffbauhellinge im Marinearsenal, auf den Deutschen Werken und der Germaniawerft sind letzten Endes zu zerstören, da sie ein Kriegspotential bilden“.*&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&#039;&#039;Quelle: SVGKStG, sb 38, Jutta Briel, Seite 93-102&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit konnte die britische Besatzungsmacht in Kiel nach Kriegsende die Beschlagnahme von Werften, Rüstungsbetrieben und Militäranlagen begründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Ostpreußen, Pommern und Mecklenburg kamen sehr viele Fischer mit ihren Kuttern an die Kieler Förde. Vor 1939 waren in Kiel lediglich 153 kleinere Fischkutter registriert. Bedingt durch die Flüchtlinge nach 1945 stieg die Zahl der registrierten Fischkutter bis 1949 auf insgesamt 348 an. Mit der steigenden Anzahl von Fischkuttern stiegen auch die Fischanlandungen in Kiel sehr stark an. Wurden 1938 noch 1,6 Mio.kg Fisch angelandet, hatte sich 1947 die Fangmenge auf 5,8 Mio.kg Fisch mehr als verdreifacht und verdoppelte sich nochmals 1948.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für solche Fangmengen war der lokale Fischhandel im Umfeld der 1900 am Seegarten erbauten Fischhalle nicht ausgelegt. In einer Sitzung des Landtages (20. August 1946) wurde daher beschlossen, das in Kiel ein Seefischmarkt auch für die Hochseefischerei eingerichtet werden soll. Der Beschluss des Landtages und die Notwendigkeit eines Seefischmarktes an der Kieler Förde wurde durch ein Gutachten des Instituts für Weltwirtschaft im März 1947 nochmals bestätigt. Aber erst 1948 wurde der Fischhandel vom Seegarten nach Wellingdorf verlagert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Inhalt ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Neuanfang ====&lt;br /&gt;
Nach dem verlorenen Krieg war die gewerbliche Wirtschaft in Kiel gezwungen sich von der bisherigen Dominanz der Fertigung von Rüstungsgütern zu verabschieden. Das Ziel des Aufbaues einer krisenfesten Friedenswirtschaft wurde von Andreas Gayk mit Nachdruck verfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Hintergrund der anstehenden wirtschaftlich Umstrukturierung forderte der Landtag wie bereits erwähnt im August 1946 einen weiteren deutschen Seefischmarkt in Kiel zu etablieren, um damit der Bevölkerung neue Perspektiven für ihre Lebensmittelversorgung aufzuzeigen. Wie auch bereits erwähnt wird diese Forderung der Landespolitik durch ein Gutachten des Institutes für Weltwirtschaft aus dem Jahre 1947 bestätigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in Kiel die Fischerei und die Fisch Vermarktung eine lange Tradition hatten, viele geflüchtete Fischer in Kiel mit ihren Kuttern einen neuen Heimathafen gefunden hatten und die angestiegenen Kutteranlandungen die alte Fischhalle am Seegarten überforderten waren die Bedingungen für den Aufbau eines neuen Seefischmarktes günstig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch die anderen, an der Nordsee angesiedelten Seefischmärkte verbargen nicht ihre Abneigung gegen die Gründung eines Seefischmarktes an der Kieler Förde. Trotz des Gegenwindes blieb es bei der Idee einen Hochseefischmarkt an der Kieler Förde zu errichten. Nach Prüfung mehrerer Standorte erwies sich das Gelände der ehemaligen Stocks und Kolbe Werft für die Anlage eines Seefischmarktes und der Ansiedlung von Fisch verarbeitenden Betrieben, als primär geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 7. Juli 1947 stellte die britische Militär Regierung das Gelände der ehemaligen Kolbe Werft der Stadt Kiel zur Verfügung und stimmte der Errichtung eines Hochseefischmarktes und der zugehörigen Betriebe zu. Auf dem nun freigegebenen Gelände mit der ehemaligen Torpedohalle, die als Auktionshalle vorgesehen war, begannen im Juli 1947die Aufräumarbeiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Klärung der Standortfrage erreichten Oberbürgermeister Andreas Gayk und seine Mitarbeiter die Zuteilung von 12 Fischdampferneubauten aus dem vom Kontrollrat freigegebenen Kontingent von 100 Neubauten durch den bizonalen Wirtschaftsrat in Frankfurt für den Kieler Hochseefischmarkt Die ersten Fischdampferneubauten für Kiel wurden bereits im Frühjahr 1948 in Auftrag gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Ende 1947 begannen Andreas Gayk (Oberbürgermeister), Dr. Klaus Thiede (Ernährungsministerium) und Otto Voss (Planungsamt) mit den vorbereitenden Maßnahmen zu Gründung der „Kieler Seefischmarkt G.m.b.H“ mit Sitz in Kiel. Am 6. März 1948 wurde der Gesellschaftsvertrag zwischen dem Land Schleswig-Holstein (Landesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Bruno Diekmann)  und der Stadt Kiel (Oberbürgermeister Andreas Gayk) unterzeichnet. Die Geschäftsführung übernahm Otto Voss und das Stammkapital von 250. 000 RM wurde mit 52% von der Stadt Kiel und 48% vom Land Schleswig-Holstein getragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;FOTO&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Wiederaufbau kann beginnen. Seefischmarkt: Verwaltungsgebäude (Geb. 4), Heizzentrale (Geb. 3), Schaltstation (Geb. 2), Fischauktionshalle (Geb. 1). 1949&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur: 113.577 Bestand: 2.1 - Städtische Lichtbildstelle Titel: Seefischmarkt in der Wischhofstraße 1-3 in Wellingdorf Beschreibung: Verwaltungsgebäude (Gebäude 4), Heizzentrale (Gebäude 3), Schaltstation (Gebäude 2) und Fischauktionshalle (Gebäude 1). Datierung: 1949,Fotograf: Unbekannt Nutzungsrechte: Stadtarchiv Kiel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FOTO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seefischmarkt: Fischauktionshalle (Geb. 1) 1948 Vor dem Wiederaufbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur: 113.572 Bestand: 2.1 - Städtische Lichtbildstelle Titel: Seefischmarkt in der Wischhofstraße 1-3 in Wellingdorf Beschreibung: Fischauktionshalle (Gebäude 1). Datierung: 1948 Fotograf: Unbekannt Nutzungsrechte: Stadtarchiv Kiel&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;FOTO&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Seefischmarkt: Verwaltungsgebäude (Geb. 4) 1948 Vor dem Wiederaufbau&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur: 62.084 Bestand: 2.1 - Städtische Lichtbildstelle Titel: Seefischmarkt in der Wischhofstraße 1-3 in Wellingdorf Beschreibung: Wiederaufbau. Verwaltungsgebäude (Gebäude 4). Datierung: 1948 Fotograf: Unbekannt Nutzungsrechte: Stadtarchiv Kiel&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ehemaligen Gebäude der Reichswerft auf dem Gelände des geplanten Seefischmarktes waren weniger stark zerstört oder beschädigt wie andere Gebäude im Stadtgebiet. Trotz anhaltender Materialknappheit konnte man also hier mit „geringen“ Aufwand den neuen Kieler Seefischmarkt ansiedeln. Weiterhin war das ehemalige Werftgelände voll erschlossen (Regenwasser/Schmutzwasser, Brauchwasser und auch die notwendige elektrische Energie stand zur Verfügung. Ebenfalls weiterhin nutzbar waren die ca. 400m lange Kaifläche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wiederaufbau ====&lt;br /&gt;
Auf dem von der britischen Militär Regierung freigegebene Gelände am Wellingdorfer Ufer der Schwentine befand sich ursprünglich die Werft Stocks &amp;amp; Kolbe (bis 1930) und das Geschäftsgrundstück der Firma A. C. Hansen (Blaue Dampferlinie). Ab 1938 übernahm die Reichswerft das Gelände. Das nach dem ersten Weltkrieg gegründete Marinearsenal (nördlicher Teil der Reichswerft) dehnte sich entlang der Schwentine weiter aus. So wurden u.a. Torpedowerkstätten und Bürogebäude errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kieler Seefischmarkt GmbH beauftragte den Architekten Otto Schnittgei mit der gesamtem Um- bzw. Neugestaltung des ehemaligen Reichswerftgeländes. Neben der Markthalle waren weitere Gebäude z.b. für die Reederei der Kieler Hochseefischerei, für die Kutterfischliefergenossenschaft, für eine Eisfabrik und für ein Verwaltungsgebäude vorgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem örtlichen Fischgroßhandel und der örtlichen fischverarbeitende Industrie siedelten sich aber mit steigenden Fischanlandungen auch andere Betriebe wie z.b. Netzmacher, Betriebe für Instrumentenbau und Schiffsbauzubehör, Schiffsmakler, Schiffausrüster, Sparkasse, Post und Fischereiamt auf dem Seefischmarkt an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Übernahme notwendiger Dienstleistungen wie das Löschen der Fischereifahrzeuge, die Vorhaltung von Kisten, die Tiefkühllagerung, die Verladung sowie die Eisproduktion wurde die Seefischmarkt GmbH ein starkes Bindeglied zwischen der anlandenden Fischerei und dem fischverarbeitenden Gewerbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Herbst 1948 konnte teilweise in der wiederhergestellten Fischauktionshalle der Betrieb wiederaufgenommen werden und die neue Gesellschaft konnte nun erstmalig den angelandeten Fisch an den Handel vermitteln. Der 2. Bauabschnitt der großen Markthalle wurde abgeschlossen im August 1949 abgeschlossen und die gesamte Halle wurde endgültig in Betrieb genommen Da nun alle Fischanlandungen am Seefischmarkt in Wellingdorf erfolgten, wurde der traditionelle Fischhandel am Seegarten eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FOTO links / FOTO rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Seefischmarkt: Eiswerk (Geb. 5) 1949, Vor und während des Wiederaufbaus&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis links:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Signatur: 113.573 Bestand: 2.1 - Städtische Lichtbildstelle Titel: Seefischmarkt in der Wischhofstraße 1-3 in Wellingdorf Beschreibung: Eiswerk (Gebäude 5). Datierung: 1949 Fotograf: Unbekannt Nutzungsrechte: Stadtarchiv Kiel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis rechts;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Signatur: 62.096 Bestand: 2.1 - Städtische Lichtbildstelle Titel: Seefischmarkt in der Wischhofstraße 1-3 in Wellingdorf Beschreibung: Wiederaufbau. Eiswerk (Gebäude 5). Datierung: 1949 Fotograf: Unbekannt Nutzungsrechte: Stadtarchiv Kiel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15.Juli 1949 nimmt auf dem Kieler Seefischmarkt das neu erbaute Eiswerk den Betrieb auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;FOTO&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Seefischmarkt: Eiswerk (Geb. 5) 1949, nach Fertigstellung und Aufnahme des Betriebes&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur: 71.946 Bestand: 2.1 - Städtische Lichtbildstelle Titel: Seefischmarkt an der Schwentinemündung Beschreibung: Eiswerk (Gebäude 5). Datierung: 1949 Fotograf: Unbekannt Nutzungsrechte: Stadtarchiv Kiel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nach dem Wiederaufbau vom Seefischmarkt genutzten Gebäude:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;***&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        Geb. 1                            Fischauktionshalle (ehemals Geb. 270 Torpedoarmierung)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        Geb. 2 + 3                     u.a. Güterabfertigung (ehemals Geb. 18 Unterstation / Geb. 15 Kesselhaus)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        Geb. 4                            Hauptgebäude (ehemals Geb. 275 Bürogebäude)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        Geb. 5 + 5a                   Eiswerk/Kühlhaus (ehemals Geb. 7/8 Lager)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        Geb. 6 +6a                    Reedereigebäude/-Werkhalle (ehemals Geb. 12/13 Rohbau)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        Geb. 7                            Fischkonserven (ehemals Geb. 9/11 Schiffsinstandsetzungswerkstatt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        Geb. 8                            Fischkonserven (ehemals Geb. 10 Leuchtspitzenwerkstatt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        Geb. 9 + 9a                   Netzfabrik u. Apparatebau (ehemals Geb. G-Lager)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        Geb. 10 + 10a              Eingang/Garagen/Werkstätten (ehemals Geb. B Lager/Geb. 271 Gasmaskenwerkstatt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        Geb. 11                         Fisch/Feinkost (ehemals Geb. 274 Torpedowerkstatt)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        Geb. 12                         Navigation/Feinmechanik (ehemals Geb. 272 Navigationsgebäude)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        Geb. 13                         Erste Frosterei (ehemals Torpedowerkstatt Geb. 273)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        Geb. 14/15                   Anbau/Funkzentralzeugamt (ehemals Geb. 5 + 3 Nachrichteninnenbetrieb)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;***Quelle 1948-1998 50 Jahre Kieler Seefischmarkt Seite 9/Seite 20 sowie Seite 27-31 und 39-65&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FOTO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Seefischmarkt: Fischauktionshalle (Geb. 1) 1949, nach Fertigstellung und Aufnahme des Betriebes&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur: 71.943 Bestand: 2.1 - Städtische Lichtbildstelle Titel: Seefischmarkt in der Wischhofstraße 1-3 in Wellingdorf Beschreibung: Fischauktionshalle (Gebäude 1). Im Hintergrund rechts das Werk Dietrichsdorf der Howaldtswerke an der Schwentinemündung. Datierung: 1949 Fotograf: Unbekannt Nutzungsrechte: Stadtarchiv Kiel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fischauktionshalle Gebäude 1 wurde bereits vor 1945 auf dem Gelände der ehemaligen Kolbe Werft (ehemals Geb. 270 Torpedoarmierung) errichtet. Die Halle umfasst eine Fläche von fast 10.000 Quadratmetern. Auch aus der Zeit vor 1945 stammt das denkmalgeschützte Verwaltungsgebäude. Als Gebäude Nr. 275 des Marinearsenals wurde das Bürogebäude 1939/1940 erbaut. Beide Gebäude wurden parallel zur Kaimauer angelegt. Als einziges Gebäude zeigt der Verwaltungsbau zwei Schmuckelemente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FOTO links / FOTO rechts&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Werftarbeiter und Matrose von Erich Schmidt-Kabul an der Außenfassade des Hauptgebäudes (Geb. 4)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis links:&#039;&#039; &#039;&#039;Signatur: 65.364 Bestand: 2.3 - Bildnachlass Friedrich Magnussen (1914-1987) Titel: Skulptur &amp;quot;Werftarbeiter&amp;quot; von Erich Schmidt-Kabul Beschreibung: an der Außenfassade von Haus 4 des Seefischmarkts in der Wischhofstraße 1-3 in Wellingdorf. Datierung: 11.1974 Fotograf: Magnussen, Friedrich (1914-1987) Nutzungsrechte: Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis rechts; Signatur: 65.363 Bestand: 2.3 - Bildnachlass Friedrich Magnussen (1914-1987) Titel: Skulptur &amp;quot;Matrose&amp;quot; von Erich Schmidt-Kabul Beschreibung: an der Außenfassade von Haus 4 des Seefischmarkts in der Wischhofstraße 1-3 in Wellingdorf. Datierung: 11.1974 Fotograf: Magnussen, Friedrich (1914-1987) Nutzungsrechte: Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die wirtschaftliche Entwicklung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FOTO &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Jubiläum 20 Jahre Seefischmarkt an der Schwentine 03/1968 Nach dem Wiederaufbau&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur: 42.717 Bestand: 2.3 - Bildnachlass Friedrich Magnussen (1914-1987) Titel: Jubiläum 20 Jahre Seefischmarkt an der Schwentine Beschreibung: Blick von der Holsatiamühle auf Schwentine und Seefischmarkt. Datierung: 05.03.1968 Fotograf: Magnussen, Friedrich (1914-1987) Nutzungsrechte: Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahre 1949 wurden 16.000t Fisch am neu eröffneten Seefischmarkt in Wellingdorf angelandet. Die 1956 angelandete Fischmenge von 43.000t stellte den Höhepunkt der Frischfischanlandung dar und pendelte bis 1968 dann bei rund 30.000t ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den in Kiel traditionell existierenden Fischräuchereien etablierte sich nach der Errichtung des Seefischmarktes zusätzlich am Ufer der Schwentine eine expandierende Fischindustrie. Die Beschäftigungslage auf dem Seefischmarkt entwickelte sich ebenfalls positiv. Von 350 Mitarbeitern im Jahre 1949 stieg die Zahl der Beschäftigten bis 1971 auf 1.715 Mitarbeiter an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1954 wurde auf dem Seefischmarkt u.a. von sieben Fischgroßhändlern die Kiel-Frost GmbH &amp;amp; Co KG gegründet. Diese neue Firma befasste sich mit dem Einfrieren von Fischfilet und dem Vertrieb dieser Filets. Von den gleichen Großhändlern wurde, um das bis dahin manuelle Filetieren zu automatisieren die Kieler Fischgroßhandels GmbH &amp;amp; Co KG gegründet. Beide Betriebe gehörten bis zum Ende der 50er Jahre zu den bedeutendsten Filitierbetrieben im Bundesgebiet. Ab 1960 wurden die neuen Heckfänger mit Filitieranlagen und Gefrieranlagen ausgestattet. Somit konnte der Fang gleich an Bord verarbeitet und eingefroren werden. Im Rahmen dieser Entwicklung mussten beide Betriebe 1971 ihre Tätigkeit einstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ertragslage der Kieler Seefischmarkt GmbH war nicht kostendeckend. Die Stadt und das Land mussten die Hochseefischerei Kiel immer finanziell unterstützen. Die gegenüber den Mitbewerbern langen Fahrzeiten zu den Fangplätzen und ein einsetzender Preisverfall führten zu größeren wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Hochseefischerei Kiel GmbH. Im Rahmen des bundesdeutschen Wirtschaftswunders erhielt Fleisch bei der Bevölkerung einen höheren Stellenwert als Fisch. Somit sank der Pro-Kopf Verbrauch und es setzte ein Preisverfall ein. Ab 1971 lief kein Fischdampfer mehr den Seefischmarkt in Wellingdorf an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hochseefischerei Kiel GmbH ließ 1971/1972 fünf ältere Seitenfänger abwracken und vercharterte den Rest der Fangflotte der Hochseefischerei Nordsee nach Cuxhaven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FOTO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Seefischmarkt an der Schwentinemündung 1971&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur: 49.309 Bestand: 2.3 - Bildnachlass Friedrich Magnussen (1914-1987) Titel: Ausgestorbener Seefischmarkt an der Schwentinemündung Beschreibung: Seit der Vergabe der Schiffsflotte in private Hände im März haben nur zwei Schiffe ihren Fang hier angelandet. Datierung: 07.1971 Fotograf: Magnussen, Friedrich (1914-1987) Nutzungsrechte: Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Hochseefischerei Kiel, die Entwicklung der Fangflotte nach 1945 ====&lt;br /&gt;
Das Land Schleswig Holstein erhielt nach Kriegsende von der Militärverwaltung insgesamt 84 Kriegsfischkutter für den Aufbau einer der Versorgung der Bevölkerung dienenden Fischerei zugeteilt. Vor Kriegsbeginn waren in Kiel lediglich 22 Fischkutter registriert. Bis 1948 umfasste die Zahl der registrierten Fischer in Kiel 843 Personen (Einheimische u. Flüchtlinge). Die nach 1945 in Kiel angelandeten Fischmengen hatten sich im Vergleich zu 1938 im Jahre 1947 mehr als verdreifacht (1,6 Mio.kg Fisch im Jahre 1938; 5,8 Mio. im Jahre 1947) und konnten sich bis 1948 noch einmal verdoppeln (11,9 Mio.kg). So war es nicht verwunderlich das in Kiel, nach dem Beschluss des Landtages vom 20. August 1946 und die Militärverwaltung den Aufbau einer Friedensindustrie und die damit verbundene Umstrukturierung der Kieler Wirtschaft genehmigte, der geplante Aufbau eines Seefischmarktes mit Nachdruck verfolgt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Umfeld der Aktivitäten für den neuen Seefischmarktes wurde in Kiel die Hochseefischerei Kiel GmbH gegründet. Diese Firma erhielt nach schwierigen Verhandlungen mit der britischen Verwaltung im Dezember 1945 die entsprechende Lizenz für den Betrieb von Kuttern und Fischdampfern. Nach weiteren Verhandlungen mit der Militärregierung gelang es einen Vertrag über die Bereederung von 67 Kriegsfischkuttern anzuschließen. Der Bürobetrieb der neuen Reederei wurde in die alte Fischhalle (heute Schifffahrtsmuseum) am Seegarten verlegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Gründung der Hochseefischerei Kiel GmbH gründeten weitere Kutterfischer in Kiel die Hochseefischerei C. A. Köllner &amp;amp; Gerhard Pose KG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Auswirkungen des Potsdamer Abkommens ====&lt;br /&gt;
Trotz eines generellen Schiffbauverbotes (bis 1949) wurde 1946 vom Alliierten Kontrollrat zunächst den deutschen Werften der Bau von 100 Fischdampfern (max. 34 Schiffe, max. 400 BRT, max. 12 kn, kohlengefeuerter Dampfantrieb) erlaubt. Der Neubau dieser genehmigten Neubauten verzögerte sich bis nach der Währungsreform. Auf den Bau von 66 weiteren, genehmigten Fischdampfern (max. 350 BRT) verzichtete die deutsche Werftindustrie. Die Größenbeschränkung für den Bau von Fischdampfern wurde dann am 22. November 1949 mit dem Petersberger Abkommen endgültig aufgehoben. Nach der Freigabe des Schiffbaus in Deutschland wurden dann wieder Fischdampfer mit einer Größe von 500 BRT gebaut. Ab 1954 nutzte man dann den Dieselmotor als Hauptantrieb für die Fischdampfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den 34 Fischdampfern wurden 7 Einheiten der Gemeinwirtschaftliche Hochseefischerei GmbH (GHG), Bremerhaven zugesprochen, wobei einer dieser  Dampfer seinen Fang in Kiel anlandete. Die Kieler Reederei Hochseefischerei C. A. Köllner &amp;amp; Gerhard Pose KG. erhielt drei in Flensburg erbaute Fischdampfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FOTO &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;FD Falkenstein (SK 123), FT Kiel (SK 109), FT Lübeck (SK 107) und FT Glückstadt (SK 101) am Seefischmarkt 09/1970&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur: 47.491 Bestand: 2.3 - Bildnachlass Friedrich Magnussen (1914-1987) Titel: Fischdampfer FALKENSTEIN (SK 123), Fischtrawler KIEL (SK 109), Fischtrawler LÜBECK (SK 107) und Fischtrawler GLÜCKSTADT (SK 101) vor dem Seefischmarkt Datierung: 09.1970 Fotograf: Magnussen, Friedrich (1914-1987) Nutzungsrechte: Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kieler Reedereien und deren Fangflotte nach 1945 ====&lt;br /&gt;
Noch vor der Währungsreform wurde die Firma Hochseefischerei C. A. Köllner &amp;amp; Gerhard Pose KG. in die Hochseefischerei Kiel A.G., Kiel umgewandelt. Die drei vom Alliierten Kontrollrat genehmigten in Flensburg gebauten neuen Fischdampfer (400 BRT) der Hochseefischerei Kiel A.G., Kiel (vormals Hochseefischerei C. A. Köllner &amp;amp; Gerhard Pose KG.) landeten ihre Fänge in Kiel an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 101 Kiel                     (SO 101/SK 101 Hochseefischerei Kiel GmbH bis 1961)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 102 Schlutup             (SO 102/SK 102 Hochseefischerei Kiel GmbH bis 1961)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 103 Eckernförde        (SO 103/SK 103 Hochseefischerei Kiel GmbH bis 1961)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei weitere Fischdampfer der Gemeinwirtschaftlichen Hochseefischerei GmbH (GHG), Bremerhaven waren ebenfalls in Kiel registriert und landeten ebenfalls in Kiel ihre Fänge an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 104 Josef Bodden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 109 Neumünster&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 110 Rendsburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der mit der Nummer BX 560 in Bremerhaven registrierte US amerikanische Fischdampfer, Ocean, Baujahr 1939, löschte sporadisch bis 1952 seine Ladung am Kieler Seefischmarkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ende des Jahres 1949 bestellte die Hochseefischerei Kiel A.G., Kiel bei den Howaldtswerken Kiel vier weitere Seitenfänger (568 BRT) mit Dampfantrieb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 105 Schleswig                          (Hochseefischerei Kiel GmbH bis 1957)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 106 Flensburg                           (Hochseefischerei Kiel GmbH bis 1962)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 107 Ellerbek                              (Hochseefischerei Kiel GmbH bis 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 108 Wellingdorf                        (Hochseefischerei Kiel GmbH bis 1963)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1950 waren in KIel insgesamt 11 Fischdampfer registriert. Ab 1951 erhöhte sich die Anzahl der registrierten Fischdampfer dann auf 16 Einheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FOTO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;FD Flensburg (S0 106 ) im Bootshafen 06/1956&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur: 40.101 Bestand: 1.1 - Fotosammlung Titel: Fischdampfer FLENSBURG (SO 106) Beschreibung: im Bootshafen. Datierung: 06.1956 Fotograf: Teuchert, Wolfgang Nutzungsrechte: Stadtarchiv Kiel&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Hochseefischerei C. A. Köllner &amp;amp; Gerhard Pose KG. wurde 1951 die Reederei Fischdampferreederei Schlienz-Hagemann gegründet. Schlienz-Hagemann bereederte folgende im Ausland gebaute Fischdampfer:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 111 Karl Schaller                                      (Hochseefischerei Kiel GmbH, Eider SO 111/SK 111, ab 1954 bis 1964)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 112 Walter Siemers                                 (Hochseefischerei Kiel GmbH, Schwentine SO 112/SK 112, ab 1954 bis 1965)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 113 Rolf Hagemann                                 (Hochseefischerei Kiel GmbH, Trave SO 113/SK 113, ab 1954 bis 1962)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 114 Franz Holm                                        (Hochseefischerei Kiel GmbH, Husum SO 114/SK 114, ab 1954 bis 1963)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 115 Walther Meissner                             (Hochseefischerei Kiel GmbH, Büsum SO 114/SK 114, ab 1954 bis 1963)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 116 Prof. Hensen                                      (verkauft 1956)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 117 Prof. Heincke                                     (verkauft 1953)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 118 Dr. Henking/Prof. Henking                 (verkauft 1955)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1953 gerieten sowohl die Hochseefischerei Kiel A.G. sowie die Fischdampferreederei Schlienz-Hagemann finanziell in schwieriges Fahrwasser. Mit Hilfe des Landes Schleswig-Holsteins wurde die bisherige Reedereien Landschaft neu aufgestellt. Das Land gründete als einziger Gesellschafter die Firma Hochseefischerei Kiel GmbH und fasste beide Reedereien in dieser neuen Firma zusammen. Das der Hochseefischerei Kiel A.G. gehörende Eiswerk auf dem neuen Seefischmarkt ging in den Besitz der Kieler Seefischmarkt GmbH über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 1953 bestellte die Hochseefischerei Kiel GmbH zwei weitere Seitenfänger bei den Kieler Howaldtswerken. Die neuen Einheiten wurden bereits als Fischereimotorschiffe (632 BRT) realisiert. Bereits im Oktober 1954 wurde ein weiterer Auftrag über die Lieferung von drei weiteren Fischereimotorschiffen den Howaldtswerken erteilt. Die beiden ersten Fischereimotorschiffe, Holtenau (Bau Nr. 996) und Laboe (Bau Nr. 997) liefen am 9. Juni 1954 vom Stapel und wurden im Juli/August an die Reederei übergeben. Die folgenden drei Einheiten, Heikendorf (Bau Nr. 1018), Glücksburg (Bau Nr. 1019 und Falkenstein (Bau Nr. 1020) liefen bereits alle am 25. Mai 1955 vom Stapel und im Juli/August an die Reederei übergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bauvertrag für die Bau Nr. 1020 (Falkenstein) übertrug die Hochseefischerei Kiel GmbH den Bauvertrag an die Atlantische Hochseefischerei Hamburg. Somit wurde die Falkenstein dann auch entsprechend an die Hamburger Reederei abgeliefert. Nachdem ab 1963 die Falkenstein von der Hochseefischerei Kiel GmbH bereedert wurde, übertrug 1965 die Atlantische Hochseefischerei Hamburg das Fischereimotorschiff an die Kieler Reederei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SK 119 Holtenau (Bau Nr. 996)                      (Hochseefischerei Kiel GmbH, ab 1954 bis 1971)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 120/SK 120 Laboe (Bau Nr. 997)              (Hochseefischerei Kiel GmbH, ab 1954 bis 1971)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 121/SK 121 Heikendorf (Bau Nr. 1018)    (Hochseefischerei Kiel GmbH, ab 1955 bis 1971)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SO 122/SK 122 Glücksburg (Bau Nr. 1019)    (Hochseefischerei Kiel GmbH, ab 1954 bis 1971)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SK 123/SO 118 Falkenstein (Bau Nr. 1020)     (Atlantische Hochseefischerei GmbH, Hmbg, KR: Koch, ab 1955 bis 1959, Heimathafen Hamburg)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Atlantische Hochseefischerei GmbH, Hmbg, KR: Koch, ab 1959 bis 1963, Heimathafen Kiel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Atlantische Hochseefischerei GmbH, Hmbg, KR: HF Kiel GmbH, ab 1963 bis 1965, Heimathafen Kiel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Hochseefischerei Kiel GmbH, ab 1965 bis 1970, Heimathafen Kiel)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FOTO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;FD Falkenstein (SK 123 ) und andere Fischtrawler am Seefischmarkt 09/1970&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur: 47.491 Bestand: 2.3 - Bildnachlass Friedrich Magnussen (1914-1987) Titel: Fischdampfer FALKENSTEIN (SK 123), Fischtrawler KIEL (SK 109), Fischtrawler LÜBECK (SK 107) und Fischtrawler GLÜCKSTADT (SK 101) vor dem Seefischmarkt Datierung: 09.1970 Fotograf: Magnussen, Friedrich (1914-1987) Nutzungsrechte: Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FOTO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;NOK Holtenauer Schleuse das Fischereimotorschiff HOLTENAU (SO 119) beim Einfahren in Holtenauer Schleuse. Datierung: 01.1964&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur: 32.217 Bestand: 2.3 - Bildnachlass Friedrich Magnussen (1914-1987) Titel: Personenfähre WIK Beschreibung: auf dem Nord-Ostsee-Kanal zwischen Holtenau und Wik. Im Hintergrund der Fischdampfer HOLTENAU (SO 119) beim Einfahren in Holtenauer Schleuse. Datierung: 01.1964  Fotograf: Magnussen, Friedrich (1914-1987) Nutzungsrechte: Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Fischereimotorschiffe waren aber auch die letzten Seitenfänger, die die Hochseefischerei Kiel GmbH bei einer Werft beauftragte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heckfänger ====&lt;br /&gt;
Ab Mitte der fünfziger Jahre wurde zunächst in England den sog. Heckfänger entwickelt. Dieser konnte sein Fanggeschirr über das Heck aussetzen und auch wieder einholen. Weiterhin setzte auch langsam eine Umstellung vom Frischfischfang hin zu einer direkten Fangverarbeitung und Tiefkühlung des gefangenen Fisches an Bord ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl in Kiel für die Sowjetunion bereits 24 Verarbeitungsschiffe (Heckfänger) bei den Kieler Howaldtswerken gebaut wurden, war es für den deutschen Markt lediglich die Rickmers Werft GmbH, Bremerhaven die 1957/1958 zusammen mit drei in Bremerhaven ansässigen Reedereien die ersten drei deutschen Heckfänger entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Hochseefischerei Kiel GmbH konnte sich diesem Trend nicht entziehen und bestellte bei der Flender Werft AG, Lübeck vier neue Heckfänger (920 BRT), die vier alte Fischdampfer (Seitenfänger) ablösten. Alle vier Schiffe waren aber unterschiedlich ausgerüstet. Man ging bei Bestellung davon aus, dass sich die Nachfrage nach Tiefkühlware noch vergrößern wird. Daher wurde eine spätere Nachrüstung von Verarbeitungsanlagen und Gefrieranlagen bei der Konstruktion bereits berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SK 104 Holstein                              (Hochseefischerei Kiel GmbH 1960 bis 1971)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SK 105 Schleswig                           (Hochseefischerei Kiel GmbH 1961 bis 1971)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SK 107 Lübeck                                 (Hochseefischerei Kiel GmbH 1961 bis 1971)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SK 109 Kiel                                      (Hochseefischerei Kiel GmbH 1961 bis 1971)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da diese Neubauten als Teilfroster ausgelegt waren, konnte man die Dauer der Fangreisen ausdehnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da aber immer noch eine große Nachfrage nach Frischfisch bestand bestellte die Hochseefischerei Kiel GmbH als Ergänzung zu den Teilfrostern nochmals vier Frischfisch-Heckfänger (2x 690 BRT und 2x 920 BRT) bei Flender in Lübeck. Die Heckfänger wurden zwischen 1963 und 1965 in Dienst gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SK 124 Flensburg                           (Hochseefischerei Kiel GmbH 1963 bis 1971)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SK 125 Eckernförde                        (Hochseefischerei Kiel GmbH 1963 bis 1971)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SK 101 Glückstadt                          (Hochseefischerei Kiel GmbH 1964 bis 1971)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SK 102 Husum                                 (Hochseefischerei Kiel GmbH 1965 bis 1971)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit diesen vier Neubauten konnte die Versorgung des Kieler Seefischmarktes mit frischem Fisch abgesichert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als letzten Neubau stellte die Hochseefischerei Kiel GmbH im Dezember 1965 den Heckfänger (1786 BRT) Fehmarn in Dienst. Die Fehmarn, ebenfalls in Lübeck gebaut, war ein Vollfroster und zugleich das größte Schiff der Reederei&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
·        SK 103 Fehmarn                             (Hochseefischerei Kiel GmbH 1965 bis 1971)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1970 als Folge, der 68er Wirtschaftskrise musste, auch die Hochseefischerei Kiel GmbH ihre Tätigkeit einstellen. Die Hochseefischerei Kiel GmbH war an der Kiel-Frost GmbH &amp;amp; Co KG finanziell beteiligt. Kiel-Frost geriet in eine finanzielle Notlage und wurde an die Nordsee, Deutsche Hochseefischerei GmbH verkauft. Der Betrieb einer Fischereiflotte wurde unrentabel und im März 1971 wurde dann die gesamte Flotte der Hochseefischerei Kiel GmbH an die Nordsee verchartert. Von den vorhandenen vierzehn Schiffen wurden zunächst fünf abgewrackt. Die vier Teilfroster wurden wieder zu Frischfischfängern umgebaut. Die Fischanlandungen in Kiel, Fische kamen per LKW aus Cuxhaven, gingen ständig zurück. Daher wurde 1979 der Lösch- und Auktionsbetrieb auf dem Kieler Seefischmarkt eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FOTO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;FT Lübeck (SK 107 ) am Seefischmarkt 05/1964&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur: 32.823 Bestand: 2.3 - Bildnachlass Friedrich Magnussen (1914-1987) Titel: Fischtrawler LÜBECK (SK 107) Beschreibung: am Kai vor dem Seefischmarkt in der Schwentinemündung. Datierung: 05.1964 Fotograf: Magnussen, Friedrich (1914-1987) Nutzungsrechte: Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FOTO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Fischtrawler Holstein (SK 104) am Seefischmarkt 01/1961&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur: 24.582 Bestand: 2.3 - Bildnachlass Friedrich Magnussen (1914-1987) Titel: Fischtrawler HOLSTEIN (SK 104) Beschreibung: am Seefischmarkt. Datierung: 01.1961 Fotograf: Magnussen, Friedrich (1914-1987) Nutzungsrechte: Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;In Kiel registrierte Seitenfänger nach 1945&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
Nachfolgend aufgelisteten Fischdampfer/Fischereimotorschiffe wurden nach 1945 in Kiel registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fischerei-Nr.***&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Name&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Register   Kiel&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eigner&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;BRT&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Bauwerft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Bau Nr.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;bis 1950&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;FD&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;ab&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;1. Eigner&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;ab 1948&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;bis&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;2. Eigner&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO 101&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Kiel&lt;br /&gt;
|1949&lt;br /&gt;
|C.A.  Koellner &amp;amp; Gerhard Pose KG, Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |396&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flensburger  Schiffbaugesellschaft&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |514&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK 101&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
|Hochseefischerei Kiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO  102&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Schlutup&lt;br /&gt;
|1949&lt;br /&gt;
|C.A. Koellner  &amp;amp; Gerhard Pose KG, Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |392&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flensburger  Schiffbaugesellschaft&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |515&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK  102&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
|Hochseefischerei  Kiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO 103&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Eckernförde&lt;br /&gt;
|1949&lt;br /&gt;
|C.A. Koellner &amp;amp; Gerhard Pose KG, Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |392&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flensburger Schiffbaugesellschaft&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |516&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK  103&lt;br /&gt;
|1962&lt;br /&gt;
|Hochseefischerei  Kiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO 104&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Josef Bodden&lt;br /&gt;
|1949&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gemeinwirtschaftliche  Hochseefischerei GmbH (GHG), Bremerhaven&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |392&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flensburger  Schiffbaugesellschaft&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |517&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK 117&lt;br /&gt;
|1962&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SO  105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Schleswig&lt;br /&gt;
|1950&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |570&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Kieler Howaldtswerke&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |915&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1956&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO 106&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flensburg&lt;br /&gt;
|1950&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |568&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Kieler Howaldtswerke&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |916&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK 106&lt;br /&gt;
|1962&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SO 107&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Ellerbek&lt;br /&gt;
|1950&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |568&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Kieler Howaldtswerke&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |934&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1956&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO 108&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Wellingdorf&lt;br /&gt;
|1950&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |568&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Kieler Howaldtswerke&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |935&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK  108&lt;br /&gt;
|1963&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO 109&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Neumünster&lt;br /&gt;
|1950&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gemeinwirtschaftliche Hochseefischerei GmbH (GHG), Bremerhaven&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |550&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flender Lübeck&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |410&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK  116&lt;br /&gt;
|1968&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO 110&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Rendsburg&lt;br /&gt;
|1950&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Gemeinwirtschaftliche Hochseefischerei GmbH (GHG), Bremerhaven&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |516&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flender Lübeck&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |411&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK  110&lt;br /&gt;
|1968&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO 111&lt;br /&gt;
|Karl Schaller&lt;br /&gt;
|1951&lt;br /&gt;
|Schlienz &amp;amp; Hagemann Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |520&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |De Schelde, Vlissingen&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |229&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK  111&lt;br /&gt;
|Eider&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(ab 1954)&lt;br /&gt;
|1962&lt;br /&gt;
|Hochseefischerei  Kiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO  112&lt;br /&gt;
|Walter  Siemers&lt;br /&gt;
|1951&lt;br /&gt;
|Schlienz &amp;amp;  Hagemann Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |520&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |De Schelde,  Vlissingen&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |228&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK  112&lt;br /&gt;
|Schwentine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(ab 1954)&lt;br /&gt;
|1965&lt;br /&gt;
|Hochseefischerei  Kiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO 113&lt;br /&gt;
|Rolf Hagemann&lt;br /&gt;
|1951&lt;br /&gt;
|Schlienz &amp;amp; Hagemann Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |520&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |De Schelde, Vlissingen&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |230&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK  113&lt;br /&gt;
|Trave&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(ab 1954)&lt;br /&gt;
|1962&lt;br /&gt;
|Hochseefischerei  Kiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO 114&lt;br /&gt;
|Franz Holm&lt;br /&gt;
|1951&lt;br /&gt;
|Schlienz &amp;amp; Hagemann Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |520&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Crighton &amp;amp; Co., Oostende&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |92&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK  114&lt;br /&gt;
|Husum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(ab 1954)&lt;br /&gt;
|1963&lt;br /&gt;
|Hochseefischerei  Kiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO 115&lt;br /&gt;
|Walther  Meissner&lt;br /&gt;
|1951&lt;br /&gt;
|Schlienz &amp;amp; Hagemann Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |520&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Crighton &amp;amp; Co., Oostende&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |91&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK  115&lt;br /&gt;
|Büsum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(ab 1954)&lt;br /&gt;
|1963&lt;br /&gt;
|Hochseefischerei  Kiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SO  116&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Prof.  Hensen&lt;br /&gt;
|1952&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Schlienz &amp;amp;  Hagemann Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |454&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Alexander Hall,  Aberdeen&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |206&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1956&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SO 117&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Prof. Heincke&lt;br /&gt;
|1952&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Schlienz &amp;amp; Hagemann Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |462&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Welton &amp;amp; Gemmell , Beverly&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1953&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SO 118&lt;br /&gt;
|Dr.  Henking&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(ab 1952)&lt;br /&gt;
|1952&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Schlienz &amp;amp; Hagemann Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |464&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Welton &amp;amp; Gemmell , Beverly&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Prof.  Henking&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(ab 1952)&lt;br /&gt;
|1955&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SK 119&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Holtenau&lt;br /&gt;
|1954&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei  Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |632&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Howaldtswerke Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |996&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1971&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO  120&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Laboe&lt;br /&gt;
|1954&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei  Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |635&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Howaldtswerke  Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |997&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK  120&lt;br /&gt;
|1971&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO  121&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Heikendorf&lt;br /&gt;
|1955&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei  Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |650&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Howaldtswerke  Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |1018&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK  121&lt;br /&gt;
|1972&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO  122&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Glücksburg&lt;br /&gt;
|1955&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei  Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |650&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Howaldtswerke  Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |1019&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK  122&lt;br /&gt;
|1972&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SO 118&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |&#039;&#039;Falkenstein&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|1955&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei  Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |651&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Howaldtswerke  Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |1020&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|SK 123&lt;br /&gt;
|1970&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;***&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Die in Kiel registrierten Fischdampfer/Fischereimotorschiffe Unterscheidungsbuchstaben bis 1955 SO, ab 1948 SK&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== In Kiel ab 1960 registrierte Heckfänger ====&lt;br /&gt;
Die nachfolgend aufgelisteten Heckfänger wurden ab 1960 in Kiel registriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Fischereinummer&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;bei&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Indienststellung&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Name&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Heimathafen Kiel&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Eigner&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;BRT&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Bauwerft&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Bau&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Nr.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
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|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;1.   Eigner&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;bis&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;2.   Eigner&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;7&amp;quot; | &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SK 104&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |HF Holstein&lt;br /&gt;
|1960&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei Kiel&lt;br /&gt;
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| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flender Werft  AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lübeck&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |524&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1971&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SK 105&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |HF Schleswig&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |916&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flender Werft AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lübeck&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |525&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1971&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SK 107&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |HF Lübeck&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |916&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flender Werft AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lübeck&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |526&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1971&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SK 109&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |HF Kiel&lt;br /&gt;
|1961&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei  Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |918&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Werft Nobiskrug  GmbH &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rendsburg&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |621&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1971&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SK  124&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |HF Flensburg&lt;br /&gt;
|1963&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |691&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flender Werft AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lübeck&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |539&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1971&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SK 125&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |HF Eckernförde&lt;br /&gt;
|1963&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |691&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flender Werft AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lübeck&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |540&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1971&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SK 101&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |HF Glückstadt&lt;br /&gt;
|1964&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |923&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flender Werft AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lübeck&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |545&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1971&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SK 102&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |HF Husum&lt;br /&gt;
|1965&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |923&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flender Werft AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lübeck&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |545&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1971&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |SK 103&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |HF Fehmarn&lt;br /&gt;
|1965&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Hochseefischerei Kiel&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |1786&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |Flender Werft AG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lübeck&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; |556&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1971&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Literaturverzeichnis ====&lt;br /&gt;
Bock, B. (1969). &#039;&#039;Kiel, Geschichte seines Hafens.&#039;&#039; Kiel: Nautischer Verein zu Kiel von 1869 e.V.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Boie, C. (1993). &#039;&#039;Schiffbau in Deutschland 1945-52, die verbotene Industrie.&#039;&#039; Bad Segeberg u. Cuxhaven: Verlag Gert Uwe Detlefsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Briel, J. H. (2009 -2012). &#039;&#039;Handel und Wandel an der Kieler Schiffbrücke.&#039;&#039; Kiel: Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 85, Heft 6, Seite 273ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geckeler, C. (27. September 2008). &#039;&#039;Kieler Erinnerungstage 27. September 1947 - Eröffnung des Kieler Seefischmarktes an der Schwentinemündung.&#039;&#039; Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grieser, H. (1979). &#039;&#039;Reichsbesitz, Entmilitarisierung und Friedensindustrie in Kiel nach dem Zweiten Weltkrieg.&#039;&#039; Kiel: Sonderveröffentlichung Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte Hrsg. Jürgen Jensen Band 11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans-Peter Schlünz, U. C. (Juni 1998). &#039;&#039;1948-1998, 50 Jahre Kieler Seefischmarkt.&#039;&#039; Kiel: Schmidt &amp;amp; Klaunig, Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Radunz, K. (1960). &#039;&#039;Der Kieler Hafen.&#039;&#039; Kiel: Walter G. Mühlau. Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spiering, D. (2000). &#039;&#039;Die Heckfänger der Großen Hochseefischerei 1957-1999.&#039;&#039; Hamburg/Berlin: Elbe-Spree-Verlag.&lt;br /&gt;
Walter, W. (1999). &#039;&#039;Deutsche Fischdampfer.&#039;&#039; (U. Dr. Schnall, Hrsg.) Bremerhaven und Hamburg: Deutsches Schiffahrtsmuseum, Bremerhaven und Carlsen Verlag GmbH / DIE Hanse Hamburg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Quellen ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Jutta Briel der Seefischmarkt – Marine Wirtschaft im Wandel Sonderveröffentlichung der GKStG Band 38, Seite 93-102&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;www.ostseerouten.uni-kiel, Der Kieler Seefischmarkt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
FOTO&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Luftaufnahme Schwentinemündung mit Seefischmarkt (links) 07/1967&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bildnachweis: Signatur:&#039;&#039; &#039;&#039;41.710 Bestand: 2.3 - Bildnachlass Friedrich Magnussen (1914-1987) Titel: Luftaufnahme Schwentinemündung Beschreibung: Blick vom Wehdenweg über die Schwentinebrücke im Bau und die Schönberger Straße in die Schwentinemündung mit Seefischmarkt (links) und Holsatiamühle (rechts Mitte). Datierung: 07.1967&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Fotograf: Magnussen, Friedrich (1914-1987) Nutzungsrechte: Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte&#039;&#039;&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Kiel]] [[Kategorie: Seefischmarkt]] [[Kategorie: 1947-1979]][[Kategorie:Hafen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wellingdorf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ostufer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewerbegebiet]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=6._M%C3%A4rz&amp;diff=70364</id>
		<title>6. März</title>
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		<updated>2026-06-15T08:29:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Gründung Betreibergesellschaft SFK nachgetragen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kalender Jahrestage|März}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 18. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[1787]]: In Straubing wird &#039;&#039;Joseph von Fraunhofer&#039;&#039;, der Namensgeber der [[Fraunhoferstraße]], geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[1804]]: &#039;&#039;Georg Friedrich Louis Stromeyer&#039;&#039;, der Namensgeber der [[Stromeyerstraße]], wird in Hannover geboren.&lt;br /&gt;
* [[1855]]: [[Schwen Hans Jensen]], der von 1834 bis 1844 Bürgermeister von Kiel war, stirbt in Tinnum.&lt;br /&gt;
* [[1875]]: Marcus Schlichting, der Namensgeber der [[Schlichtingstraße]], stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
* [[1900]]: Der Ingenieur &#039;&#039;Gottlieb Wilhelm Daimler&#039;&#039;, Namensgeber der [[Daimlerstraße]], stirbt in Cannstatt bei Stuttgart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 20. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[1930]]: Der Flottenadmiral &#039;&#039;Alfred von Tirpitz&#039;&#039;, nach dem später der [[Marinestützpunkt|Marinehafen]] benannt wurde, stirbt.&lt;br /&gt;
* [[1948]]: Als Betreibergesellschaft für den Kieler Seefischmarkt an der Schwentine gründen die Stadt Kiel und das Land Schleswig-Holstein die [[Kieler Seefischmarkt GmbH]].&lt;br /&gt;
[[Datei:St. Andreas-Kirche in der Wischhofstraße in Wellingdorf (Kiel 34.713).jpg|mini|hochkant|1965: Einweihung der St.-Andreas-Kirche]]&lt;br /&gt;
* [[1965]]: Die [[St.-Andreas-Kirche]] wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 21. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[2006]]: Der THW-Handballspieler [[Herbert Rohwer]] stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Datum|März|06]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=27._September&amp;diff=70363</id>
		<title>27. September</title>
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		<updated>2026-06-15T08:21:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: 1947 nachgetragen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kalender Jahrestage|September}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[1818]]: Der Kaufmann &#039;&#039;Theodor Wille&#039;&#039;, nach dem später die [[Willestraße]] benannt wurde, wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[1856]]: Der Kolonialist &#039;&#039;Carl Peters&#039;&#039;, nach dem die [[Carl-Peters-Straße]], der heutige [[Albert-Schweitzer-Weg]], benannt war, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 20. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[1910]]: Die [[Städtische Collegien|Städtischen Collegien]] benennen die [[Adalbertstraße]], [[Altenrade]], [[Altenteichstraße]], [[Arfrade]], [[Drewsstraße]] und den [[Uhlenkrog]]. Der Verlauf der [[Wischhofstraße]] wird  von der [[Ellerbeker Straße]] bis zur Altenteichstraße festgelegt. Die &#039;&#039;Dorfstraße&#039;&#039; wird zur [[Melsdorfer Straße]], der &#039;&#039;Weg nach Hasseldieksdamm&#039;&#039; zum &#039;&#039;[[Aubrook|Russeer Weg]]&#039;&#039; und die [[Marienstraße (Hassee)|Marienstraße]] zur [[Stormarnstraße]].&lt;br /&gt;
* [[1923]]: Der Handballspieler [[Heinz-Georg Sievers|Heinz-Georg „Gockel“ Sievers]] wird in Buffalo, Minnesota (USA) geboren.&lt;br /&gt;
* [[1947]]: Eröffnung des Kieler Seefischmarktes an der Schwentinemündung.&lt;br /&gt;
[[Datei:Seefischmarkt (Kiel 47.986).jpg|mini|Die Fischhalle am Seefischmarkt (hier: 1971)]]   &lt;br /&gt;
* [[1948]]: Die neue große Fischhalle für den [[Seefischmarkt]] in [[Wellingdorf]] ist fertig gestellt und wird an die Fischwirtschaft übergeben.&lt;br /&gt;
* [[1977]]: Grundsteinlegung für das Feuerwehrhaus der [[Freiwillige Feuerwehr Rönne|Freiwilligen Feuerwehr Rönne]] im [[Petersilienweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 21. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[2019]]: Nach der Fertigstellung des (vorerst) letzten Bauabschnitts wird die [[Veloroute 10]] eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Datum|September|27]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1909&amp;diff=70362</id>
		<title>1909</title>
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		<updated>2026-06-15T08:04:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* November */ Eröffnung der Kunsthalle&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[19. Januar]]: Die [[Städtische Collegien|Städtischen Collegien]] benennen die [[Sedanstraße]].&lt;br /&gt;
* [[23. Januar]]: Die [[Kieler Kuhle]] bekommt ihren Namen.&lt;br /&gt;
* [[28. Januar]]: Der Namensgeber des [[Woltersweg]]s, der Landschaftsmaler &#039;&#039;Thomas Wolters&#039;&#039;, stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[3. März]]: Der Pastor und Politiker &#039;&#039;Paul Husfeldt&#039;&#039;, nach dem der [[Pastor-Husfeldt-Park]] benannt wurde, wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[19. März]]: Der Ausbau des südlichen [[Forstweg]]es bis zur [[Esmarchstraße]] wird beschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[10. Mai]]: Der Kommerzienrat &#039;&#039;Georg Ferdinand Howaldt&#039;&#039;, nach dem später die [[Georgstraße]] benannt wurde, stirbt in Wildbad.&lt;br /&gt;
* [[11. Mai]]: Die [[Willestraße]] erhält ihren Namen.&lt;br /&gt;
* [[14. Mai]]: Grundsteinlegung des Studenheims [[Seeburg]]&lt;br /&gt;
* [[23. Mai]]: Das III. Bataillon des Infanterie-Regiments No. 85 (die sog. &amp;quot;Fünfundachtziger&amp;quot;) verlassen die Privatkaserne in der [[Bergstraße]] und beziehen die neu gebaute Eichhofkaserne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[8. Juni]]: Die [[Ellerbek]]er &#039;&#039;Annenstraße&#039;&#039; wird in [[Wahlestraße]] umbenannt.&lt;br /&gt;
* [[23. Juni]]: In Berlin wird &#039;&#039;Liselotte Herrmann&#039;&#039;, die Namensgeberin der [[Liselotte-Herrmann-Straße]], geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[1. Juli]]: [[Oberbürgermeister]] Dr. [[Paul Fuß]] eröffnet die zweite Kieler [[Volksküche Boninstraße|Volksküche]] in der [[Boninstraße]].&lt;br /&gt;
* [[4. Juli]]: Der Heimatdichter &#039;&#039;Joachim Mähl&#039;&#039;, nach dem später die [[Joachim-Mähl-Straße]] benannt wurde, stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
* [[18. Juli]]: In Itzehoe wird die Widerstandskämpferin &#039;&#039;Anni Wadle&#039;&#039;, nach der der [[Anni-Wadle-Weg]] benannt wurde, geboren.&lt;br /&gt;
* [[20. Juli]]: Die Prähistorikerin &#039;&#039;Johanna Mestorf&#039;&#039;, nach der die [[Johanna-Mestorf-Straße]] benannt ist, stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
* [[22. Juli]]: Der Lyriker &#039;&#039;Detlev von Liliencron&#039;&#039;, nach dem später die [[Liliencronstraße]] benannt wurde, stirbt in Hamburg-Rahlstedt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[2. September]]: In Kiel wird der Widerstandskämpfer &#039;&#039;Harro Schulz-Boysen&#039;&#039; geboren, nach dem der [[Harro-Schulze-Boysen-Weg]] benannt wurde.&lt;br /&gt;
* [[11. September]]: Die [[Neuenrade]] bekommt ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[1. Oktober]]: Indienststellung des bei der [[Kaiserliche Werft, Kiel]] erbauten Panzerkreuzers der Kaiserlichen Marine [[SMS-Blücher]] (Bau Nr. 33)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[15. November]]: Der Neubau der [[Kunsthalle zu Kiel]] wird feierlich eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[11. Dezember]]: Der Admiral &#039;&#039;Hugo Zeye&#039;&#039;, nach dem später die [[Zeyestraße]] benannt wurde, stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
* [[14. Dezember]]: Die [[Johann-Meyer-Straße]] bekommt ihren Namen.&lt;br /&gt;
* [[21. Dezember]]: Einer Bitte von Anliegern, die [[Gasstraße]] in [[Rathausstraße]] umzubenennen, wird von den [[Städtische Collegien|Städtischen Collegien]] nicht entsprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1901-1910]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1843&amp;diff=70361</id>
		<title>1843</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kiel-wiki.de/index.php?title=1843&amp;diff=70361"/>
		<updated>2026-06-15T07:57:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* März */ Kieler Kunstverein&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[23. März]]: Der [[Schleswig-Holsteinische Kunstverein e. V.]] wird als Aktiengesellschaft gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[27. August]]: Im ostholsteinischen Bosau wird der Märchen- und Mundartforscher &#039;&#039;Heinrich Wilhelm Wisser&#039;&#039;, nach dem später die [[Wilhelm-Wisser-Straße]] benannt wurde, geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[5. Oktober]]: [[Christoph Heinrich Pfaff]], Professor für Physik und Chemie, wird anlässlich seines 50-jährigen Doktorjubiläums zweiter [[Ehrenbürger von Kiel|Ehrenbürger]] von Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[11. Dezember]]: In Clausthal wird Robert Koch, Medizin-Nobelpreisträger von 1905 und Namensgeber der [[Robert-Koch-Straße]], geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
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		<title>1857</title>
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		<updated>2026-06-15T07:51:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* Juli */ Schreibweise&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[22. Februar]]: In Hamburg wird &#039;&#039;Heinrich Hertz&#039;&#039; geboren, der die elektromagnetischen Wellen entdeckte und nach dem die [[Hertzstraße]] benannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[31. Juli]]: In der [[Dänische Straße|Dänischen Straße]] wird unterhalb des [[Rantzaubau]]s die erste Kieler [[Kunsthalle]] eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[26. November]]: Der Lyriker &#039;&#039;Joseph von Eichendorff&#039;&#039;, nach dem später die [[Eichendorffstraße]] benannt wurde, stirbt in Neisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
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		<title>1926</title>
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		<updated>2026-06-14T20:04:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* April */ Schreibfehler korrigiert, sorry&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[28. Januar]]: [[Harald Duwe]], Träger des Kieler [[Kultur- und Wissenschaftspreis|Kultur und Wissenschaftspreises]] 1981, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[9. Februar]]: Die [[Wullestraße]] erhält ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[5. März]]: Der Schriftsteller &#039;&#039;Otto Ernst&#039;&#039;, nach dem später der [[Otto-Ernst-Weg]] benannt wurde, stirbt in Hamburg-Groß Flottbek.&lt;br /&gt;
* [[7. März]] Der [[Nordmarksender]] auf dem [[Finkelberg]] nimmt den Betrieb auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[21. April]]: Der [[WOGE Wohnungs-Genossenschaft Kiel|Postbauverein Kiel e.G.m.b.H]] wird gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[4. Mai]]: Die [[Oppendorf]]er Straßen [[Ellernbrook]], [[Landweg]], [[Rantzauweg]], [[Rosensteg]], [[Spitzenkamp]] und [[Ulmenweg]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[19. Mai]]: In die [[Ansgarkirche]] werden zwei neue Glocken eingebracht. Sie ersetzen die beiden Glocken, die 1917 eingeschmolzen wurden.&lt;br /&gt;
* [[30. Mai]]: Am Sonntag nach Pfingsten werden die beiden neuen Glocken der [[Ansgarkirche]] geweiht. Sie ersetzen die beiden Glocken, die 1917 eingeschmolzen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[7. Juli]]: In Riga wird &#039;&#039;Felicitas Clark-Graue&#039;&#039;, geb. Johansson, Trägerin der [[Andreas-Gayk-Medaille]] 2001, geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[17. August]]: Die [[Flintbeker Straße]] erhält ihren Namen; die &#039;&#039;[[Flüggendorfer Straße|Oppendorfer Straße]]&#039;&#039; wird in &#039;&#039;Rastorfer Straße&#039;&#039; umbenannt.&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[1. September]]: Der Kieler Kaufmann und Reeder [[Heinrich Diederichsen]] übernimmt die [[Howaldtswerke AG]]&lt;br /&gt;
* [[6. September]]: Das erste Löschboot wird bei der Feuerwehr in Dienst gestellt. Gebaut wurde es bei den [[Deutsche Werke Kiel|Deutschen Werken]].&lt;br /&gt;
* [[7. September]]: Der Teil des [[Eekbrook]]s zwischen der Gabelung östl. Herwarthstraße und Schwarzer Weg wird durch Beschluss der [[Städtische Collegien|Städtischen Collegien]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[19. Oktober]]: Die &#039;&#039;Lübecker Chaussee&#039;&#039; wird in [[Alte Lübecker Chaussee]] umbenannt, gleichzeitig wird beschlossen, eine &#039;&#039;Neue Lübecker Chaussee&#039;&#039; anzulegen. Die [[Packhausstraße]] wird in den [[Wall]] einbezogen. In [[Wellingdorf]] werden die [[Hagener Straße]] und die [[Stille Gasse]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1921-1930]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
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		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1926&amp;diff=70358</id>
		<title>1926</title>
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		<updated>2026-06-14T20:03:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* April */ siehe 1. WOGE 100 Jahre, S 19 und 2. In Deutschland ist die Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft (kurz „e. G.“ oder „eG“; bis Ende 1973 eGmbH&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[28. Januar]]: [[Harald Duwe]], Träger des Kieler [[Kultur- und Wissenschaftspreis|Kultur und Wissenschaftspreises]] 1981, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[9. Februar]]: Die [[Wullestraße]] erhält ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[5. März]]: Der Schriftsteller &#039;&#039;Otto Ernst&#039;&#039;, nach dem später der [[Otto-Ernst-Weg]] benannt wurde, stirbt in Hamburg-Groß Flottbek.&lt;br /&gt;
* [[7. März]] Der [[Nordmarksender]] auf dem [[Finkelberg]] nimmt den Betrieb auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[21. April]]: Der [[WOGE Wohnungs-Genossenschaft Kiel|Postbauverein Kiel e.G.m.H]] wird gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[4. Mai]]: Die [[Oppendorf]]er Straßen [[Ellernbrook]], [[Landweg]], [[Rantzauweg]], [[Rosensteg]], [[Spitzenkamp]] und [[Ulmenweg]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[19. Mai]]: In die [[Ansgarkirche]] werden zwei neue Glocken eingebracht. Sie ersetzen die beiden Glocken, die 1917 eingeschmolzen wurden.&lt;br /&gt;
* [[30. Mai]]: Am Sonntag nach Pfingsten werden die beiden neuen Glocken der [[Ansgarkirche]] geweiht. Sie ersetzen die beiden Glocken, die 1917 eingeschmolzen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[7. Juli]]: In Riga wird &#039;&#039;Felicitas Clark-Graue&#039;&#039;, geb. Johansson, Trägerin der [[Andreas-Gayk-Medaille]] 2001, geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[17. August]]: Die [[Flintbeker Straße]] erhält ihren Namen; die &#039;&#039;[[Flüggendorfer Straße|Oppendorfer Straße]]&#039;&#039; wird in &#039;&#039;Rastorfer Straße&#039;&#039; umbenannt.&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[1. September]]: Der Kieler Kaufmann und Reeder [[Heinrich Diederichsen]] übernimmt die [[Howaldtswerke AG]]&lt;br /&gt;
* [[6. September]]: Das erste Löschboot wird bei der Feuerwehr in Dienst gestellt. Gebaut wurde es bei den [[Deutsche Werke Kiel|Deutschen Werken]].&lt;br /&gt;
* [[7. September]]: Der Teil des [[Eekbrook]]s zwischen der Gabelung östl. Herwarthstraße und Schwarzer Weg wird durch Beschluss der [[Städtische Collegien|Städtischen Collegien]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[19. Oktober]]: Die &#039;&#039;Lübecker Chaussee&#039;&#039; wird in [[Alte Lübecker Chaussee]] umbenannt, gleichzeitig wird beschlossen, eine &#039;&#039;Neue Lübecker Chaussee&#039;&#039; anzulegen. Die [[Packhausstraße]] wird in den [[Wall]] einbezogen. In [[Wellingdorf]] werden die [[Hagener Straße]] und die [[Stille Gasse]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1921-1930]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
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		<title>1926</title>
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		<updated>2026-06-14T10:41:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* April */ WOGE Gründungstag&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[28. Januar]]: [[Harald Duwe]], Träger des Kieler [[Kultur- und Wissenschaftspreis|Kultur und Wissenschaftspreises]] 1981, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[9. Februar]]: Die [[Wullestraße]] erhält ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[5. März]]: Der Schriftsteller &#039;&#039;Otto Ernst&#039;&#039;, nach dem später der [[Otto-Ernst-Weg]] benannt wurde, stirbt in Hamburg-Groß Flottbek.&lt;br /&gt;
* [[7. März]] Der [[Nordmarksender]] auf dem [[Finkelberg]] nimmt den Betrieb auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[21. April]]: Der Postbauverein Kiel e.G.m.b.H wird gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[4. Mai]]: Die [[Oppendorf]]er Straßen [[Ellernbrook]], [[Landweg]], [[Rantzauweg]], [[Rosensteg]], [[Spitzenkamp]] und [[Ulmenweg]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[19. Mai]]: In die [[Ansgarkirche]] werden zwei neue Glocken eingebracht. Sie ersetzen die beiden Glocken, die 1917 eingeschmolzen wurden.&lt;br /&gt;
* [[30. Mai]]: Am Sonntag nach Pfingsten werden die beiden neuen Glocken der [[Ansgarkirche]] geweiht. Sie ersetzen die beiden Glocken, die 1917 eingeschmolzen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[7. Juli]]: In Riga wird &#039;&#039;Felicitas Clark-Graue&#039;&#039;, geb. Johansson, Trägerin der [[Andreas-Gayk-Medaille]] 2001, geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[17. August]]: Die [[Flintbeker Straße]] erhält ihren Namen; die &#039;&#039;[[Flüggendorfer Straße|Oppendorfer Straße]]&#039;&#039; wird in &#039;&#039;Rastorfer Straße&#039;&#039; umbenannt..&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[1. September]]: Der Kieler Kaufmann und Reeder [[Heinrich Diederichsen]] übernimmt die [[Howaldtswerke AG]]&lt;br /&gt;
* [[6. September]]: Das erste Löschboot wird bei der Feuerwehr in Dienst gestellt. Gebaut wurde es bei den [[Deutsche Werke Kiel|Deutschen Werken]].&lt;br /&gt;
* [[7. September]]: Der Teil des [[Eekbrook]]s zwischen der Gabelung östl. Herwarthstraße und Schwarzer Weg wird durch Beschluss der [[Städtische Collegien|Städtischen Collegien]] aufgehoben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[19. Oktober]]: Die &#039;&#039;Lübecker Chaussee&#039;&#039; wird in [[Alte Lübecker Chaussee]] umbenannt, gleichzeitig wird beschlossen, eine &#039;&#039;Neue Lübecker Chaussee&#039;&#039; anzulegen. Die [[Packhausstraße]] wird in den [[Wall]] einbezogen. In [[Wellingdorf]] werden die [[Hagener Straße]] und die [[Stille Gasse]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1921-1930]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1947&amp;diff=70346</id>
		<title>1947</title>
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		<updated>2026-06-14T10:28:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* September */ Seefischmarkt eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[25. Januar]]: Als Rechtsnachfolger des &#039;&#039;Heimatbundes für die Provinz Schleswig-Holstein&#039;&#039; wird der [[Schleswig-Holsteinischer Heimatbund|Schleswig-Holsteinische Heimatbund]] (SHHB) gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[8. Februar]]: Heinrich Johannsen, der Schöpfer der Glockenschlagmelodie des Rathausturms und Namensgeber des [[Johannsenweg]]s, stirbt in Eutin.&lt;br /&gt;
* [[12. Februar]]: &lt;br /&gt;
** Die [[Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V.|Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte]] kündigt die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit an.&lt;br /&gt;
** Etliche Kieler Betriebe (u.&amp;amp;nbsp;a. Elac und Hagenuk) müssen wegen Kohle- und Strommangel ihren Betrieb stilllegen.&lt;br /&gt;
* [[14. Februar]]: Die [[Muthesius Kunsthochschule|Muthesiusschule]] wird wieder eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[26. März]]: Die [[Ratsversammlung]] beschließt einen Ideenwettbewerb für die städtebauliche Gestaltung der Innenstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[2. April]]: Im [[Gewerkschaftshaus]] wird auf Intiative von Oberbürgermeister [[Andreas Gayk]] die &#039;&#039;Gesellschaft der Freunde Coventrys&#039;&#039; gegründet.&lt;br /&gt;
* [[20. April]]: Bei den [[Landtagswahlen]] bekommt in den vier Kieler Wahlkreisen die [[SPD]] drei Sitze und die [[CDU]] einen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[1. Mai]]: Das [[Gewerkschaftshaus]] wird von der britischen Besatzungsmacht offiziell an die Gewerkschaften zurückgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[8. Juli]]: In einer ersten Sitzung des Sonderausschusses für Straßenbenennungen wird über eine Umbenennung des [[Hindenburgufer]]s diskutiert.&lt;br /&gt;
* [[15. Juli]]: Das [[Museum für Völkerkunde]] und die Erweiterung des [[Zoologisches Museum|Zoologischen Museums]] werden eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[26. Juli]]: Der Heimatdichter &#039;&#039;Wilhelm Lobsien&#039;&#039;, nach dem später der [[Wilhelm-Lobsien-Weg]] benannt wurde, stirbt in Niebüll.&lt;br /&gt;
* [[30. Juli]]: In Kiel wird erstmals ein Urteil gegen einen NS-Verbrecher gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[11. August]]: Der Sonderausschuss für Straßenbenennungen votiert mit 3 zu 2 Stimmen für die Entfernung des Namens [[Hindenburgufer]], diese wird aber dann doch noch nicht umgesetzt.&lt;br /&gt;
* [[12. August]]: Die [[Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte]] führt ihre erste Hauptversammlung nach der Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit durch.&lt;br /&gt;
* [[15. August]]: Der Ideenwettbewerb für die Gestaltung der Kieler Innenstadt wird mit insgesamt 18.000&amp;amp;nbsp;RM Preisgeld ausgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[3. September]]: Der Lagerkommandant des ehemaligen [[Arbeitserziehungslager Nordmark|Arbeitserziehungslagers Nordmark]] wird von einem britischen Militärgericht wegen anderweitig begangener Morde zum Tode verurteilt.&lt;br /&gt;
* [[4. September]]: Eine Liste von Umbenennungsvorschlägen wird aufgestellt, in der das [[Hindenburgufer]] nicht mehr vorkommt.&lt;br /&gt;
* [[8. September]]: Der Prozess gegen den ehemaligen SA-Hauptsturmführer Erich Gerhardt, der maßgeblich an der Zerstörung der Kieler Synagoge am [[9. November]] [[1938]] beteiligt war, beginnt.&lt;br /&gt;
* [[9. September]]: &lt;br /&gt;
** Rainer Tschorn, [[Stadtpräsident]] von 2005 bis 2008, wird geboren.&lt;br /&gt;
** In der [[Holtenauer Straße]] nimmt ein Großräumgerät seine Arbeit auf.&lt;br /&gt;
* [[12. September]]: Der [[Alter botanischer Garten|Botanische Garten]] und das dortige Gewächshaus werden wieder eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[16. September]]: &lt;br /&gt;
** Die &#039;&#039;Schützenstraße&#039;&#039; wird in [[Hermann-Weigmann-Straße]] und die [[Müller-Emden-Straße]] in [[Professor-Anschütz-Straße]] umbenannt.&lt;br /&gt;
** Dem in Kiel geborenen Physiker und [[Nobelpreisträger]] [[Max Planck]] wird die [[Ehrenbürger von Kiel|Ehrenbürgerwürde]] verliehen.&lt;br /&gt;
* [[27. September]]: Am 27. September 1948 nimmt der Kieler Seefischmarkt in Wellingdorf an der Schwentine seinen Betrieb auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[4. Oktober]]: [[Max Planck]], der in Kiel geborene Physik-[[Nobelpreisträger]] für 1918, Namensgeber einer [[Max-Planck-Schule|Schule]] und einer [[Max-Planck-Straße|Straße]] in Kiel, stirbt in Göttingen.&lt;br /&gt;
* [[10. Oktober]]: Die 1907 gegründete Oberschule für Jungen am [[Königsweg]] (ursprünglich &#039;&#039;Oberrealschule II&#039;&#039;) feiert die Umbenennung in [[Max-Planck-Schule]].&lt;br /&gt;
* [[27. Oktober]]: Der Kölner Künstler Gunter Demnig, durch den in Kiel bereits über 220 [[Stolpersteine]] verlegt wurden, wird in Berlin geboren.&lt;br /&gt;
* [[29. Oktober]]: Vor einem britischen Militärgericht in Hamburg beginnt der Prozess gegen ehemalige Bewachungsmannschaften des [[Arbeitserziehungslager Nordmark|Arbeitserziehungslagers Nordmark]] in [[Hassee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[8. November]]: Die von den Sportlern in freiwilliger Arbeit wieder aufgebaute Sporthalle in der [[Humboldtstraße]] wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
* [[19. November]]: Die Schriftstellerin &#039;&#039;Ricarda Huch&#039;&#039;, nach der später die [[Ricarda-Huch-Schule]] benannt wurde, stirbt in Schönberg (Taunus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[8. Dezember]]: Im Prozess gegen ehemalige Bewachungsmannschaften des [[Arbeitserziehungslager Nordmark|Arbeitserziehungslagers Nordmark]] in [[Hassee]] werden drei Todesstrafen und Haftstrafen bis zu 20 Jahren verhängt.&lt;br /&gt;
* [[17. Dezember]]: Die Kieler müssen umlernen: In einer der größten Umbenennungsaktionen der Geschichte ändert die Ratsversammlung [[Straßenbenennungen 1945 bis 1947|39 Straßennamen]].&lt;br /&gt;
* [[17. Dezember]]: Der in den Jahren 1893 bis 1933 mehrfach umgebaute [[Werftpark]] zwischen der Werftstraße und dem Ostring wurde in [[Volkspark]] umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1941-1950]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1910&amp;diff=70345</id>
		<title>1910</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kiel-wiki.de/index.php?title=1910&amp;diff=70345"/>
		<updated>2026-06-14T10:23:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Einweihung Hummelwiesenbrücke&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[2. Januar]]: Die vom Kieler Architekten [[Johann Theede]] erbaute Synagoge in der [[Goethestraße]], Ecke [[Humboldtstraße]] wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[4. Februar]]: Der Künstler &#039;&#039;Joachim Bünsow&#039;&#039;, nach dem später die [[Bünsowstraße]] benannt wurde und von dem einige Gemälde in der [[Kunsthalle]] ausgestellt sind, stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
* [[19. Februar]]: Der Holtenauer Gemeinderat benennt die [[Kastanienallee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[5. März]]: Die heutige [[Gablenzbrücke]] wird als &#039;&#039;Hummelwiesenbrücke&#039;&#039; in Anwesenheit des damaligen Oberbürgermeisters Paul Fuß offiziell eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[12. April]]: Der [[Ziegeleiweg]] wird erstmalig offiziell erwähnt.&lt;br /&gt;
* [[20. April]]: Die [[Helenenstraße]] erhält ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[27. Mai]]: Robert Koch, der Medizin-Nobelpreisträger von 1905 und Namensgeber der [[Robert-Koch-Straße]], stirbt in Baden-Baden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[7. Juni]]: 24 Kieler Straßen werden [[Straßenbenennungen 1910|umbenannt]].&lt;br /&gt;
* [[9. Juni]]: Dem Apotheker &#039;&#039;Karl W.H.J. Wolansky&#039;&#039; wird die Konzession zum Betreiben einer [[Einhorn Apotheke|Apotheke]] erteilt.&lt;br /&gt;
* [[14. Juni]]: In [[Holtenau]] wird die &#039;&#039;[[Schwester-Therese-Straße|Bergstraße]]&#039;&#039; erstmals in einem Protokolltext erwähnt und die heutige [[Jaegerallee]] bekommt zunächst den Namen &#039;&#039;Jägerstraße&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* [[23. Juni]]: Der [[Friedhof Pries]] wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[12. Juli]]: [[Lantziusstraße]], [[Luisenweg]] und [[Thaulowstraße]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[19. Juli]]: &#039;&#039;[[Alexander Karl Martin Niepa]]&#039;&#039;, der von 1892 bis 1897 [[Liste der Stadtpräsidenten|Bürgerworthalter]] in Kiel war, stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[13. September]]: Die Holtenauer Gemeindevertretung beschließt, dass die Straße ins Voßbrooker Gehölz nicht wie bereits beschlossen Forstweg, sondern [[Eekbrook]] heißen soll.&lt;br /&gt;
* [[15. September]]: Der Politiker, Zeitungsverleger und Bankier [[Wilhelm Ahlmann]] stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
* [[27. September]]: Die [[Städtische Collegien|Städtischen Collegien]] benennen die [[Adalbertstraße]], [[Altenrade]], [[Altenteichstraße]], [[Arfrade]], [[Drewsstraße]] und den [[Uhlenkrog]]. Der Verlauf der [[Wischhofstraße]] wird  von der [[Ellerbeker Straße]] bis zur Altenteichstraße festgelegt. Die &#039;&#039;Dorfstraße&#039;&#039; wird zur [[Melsdorfer Straße]], der &#039;&#039;Weg nach Hasseldieksdamm&#039;&#039; zum &#039;&#039;[[Aubrook|Russeer Weg]]&#039;&#039; und die [[Marienstraße (Hassee)|Marienstraße]] zur [[Stormarnstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[7. Oktober]]: Konsul Adolf Westphal, Namensgeber der [[Adolf-Westphal-Straße]], wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[12. November]]: Das Studentenheim in der [[Seeburg]] wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
* [[14. November]]: Die Holtenauer &#039;&#039;[[Dänischenhagener Straße|Stiftstraße]]&#039;&#039; wird erstmals in einem Protokolltext erwähnt.&lt;br /&gt;
* [[15. November]]: Der Schriftsteller &#039;&#039;Wilhelm Karl Raabe&#039;&#039;, nach dem später der [[Wilhelm-Raabe-Weg]] benannt wurde, stirbt in Braunschweig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1901-1910]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1._April&amp;diff=70341</id>
		<title>1. April</title>
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		<updated>2026-06-13T09:02:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: 1. April 1957&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Kalender Jahrestage|April}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 14. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[1340]]: Der Schauenburger Graf &#039;&#039;Gerhard III. von Holstein-Rendsburg&#039;&#039;, der Namensgeber der [[Gerhardstraße]], stirbt in Randers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 19. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[1815]]: &#039;&#039;Otto Fürst von Bismarck&#039;&#039;, der später erster deutscher Reichskanzler wurde und nach dem die [[Bismarckallee]] benannt ist, wird geboren. &lt;br /&gt;
* [[1869]]: Das Dorf [[Brunswik]] wird eingemeindet.&lt;br /&gt;
* [[1878]]: Der Architekt [[Ernst Prinz]], der unter anderem die &#039;&#039;Hasseer Post&#039;&#039;, das &#039;&#039;Haus Damperhof&#039;&#039; und die [[Adolf-Reichwein-Schule]] baute, wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[1893]]: Der [[Stadtteil]] [[Wik]] wird in das Kieler Stadtgebiet eingemeindet.&lt;br /&gt;
* [[1898]]: Die „städtische Sicherheitspolizei“ wird von der „Königlichen Polizei“ übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 20. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[1901]]: Eingemeindung des Stadtteils [[Gaarden-Ost]]&lt;br /&gt;
* [[1907]]: &lt;br /&gt;
** Der Buchhändler Richhard Ganske gründet in Kiel den [[Leserkreis Daheim|Lesezirkel &#039;&#039;Daheim&#039;&#039;]], der sich heute als „das größte Mietzeitschriften-Unternehmen Europas“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
** Die Höhere Mädchenschule II am Schützenpark (heute: [[Käthe-Kollwitz-Schule]]) wird eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[1939]]: [[Elmschenhagen]] wird aus dem Kreis Plön in die Stadt Kiel eingegliedert.&lt;br /&gt;
* [[1946]]: Eine Ausstellung des Malers [[Richard Grune]] im &#039;&#039;Haus der Landwirte&#039;&#039; am [[Sophienblatt]] mit heimlich im Konzentrationslager gemalten Bildern wird bei einem Einbruch verwüstet, die Bilder gezielt zerstört.&lt;br /&gt;
* [[1950]]: Der Wiederaufbau des Karstadt-Kaufhauses in der [[Holstenstraße]] beginnt.&lt;br /&gt;
* [[1954]]: Die Stadtbücherei wird im Gebäude an der Ecke [[Falckstraße]]/[[Dänische Straße]] neu eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[1957]]: Gründung des Institits für reine und angewandte Kernphysik der [[Christian-Albrechts-Universität|CAU]]&lt;br /&gt;
* [[1958]]: &lt;br /&gt;
** Die ehemals eigenständige Gemeinde [[Suchsdorf]] wird eingemeindet.&lt;br /&gt;
** Die Klinik Dr. Rehr am [[Königsweg]], ehemals Neubersche Klinik, wird zum [[Elisabeth-Krankenhaus]] der Grauen Schwestern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; 21. Jahrhundert&lt;br /&gt;
* [[2022]]: Eine bei Bauarbeiten unter dem Boden einer Schiffbauhalle der Werft [[ThyssenKrupp Marine Systems GmbH|TKMS]] gefundene 500&amp;amp;nbsp;kg-Fliegerbombe verursacht bei ihrer Sprengung einen zweistelligen Millionenschaden an und in der Halle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Datum|April|01]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1937&amp;diff=70340</id>
		<title>1937</title>
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		<updated>2026-06-13T08:57:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* Juni */ 15. Juni nachgetragen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[1. Januar]]: [[Karl-Heinz Zimmer]], der von 1996 bis 1997 &#039;&#039;„[[Oberbürgermeister]] ständig in Vertretung“&#039;&#039; war, wird in Kiel geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[21. Februar]]: &lt;br /&gt;
** Der norwegische &#039;&#039;Kronprins Harald&#039;&#039; und späterer König von Norwegen, dessen Name 46 Jahre lang drei [[Kronprins Harald|Oslofähren]] der &#039;&#039;Jahre Line&#039;&#039; trugen, wird geboren.&lt;br /&gt;
** Der Handballspieler [[Kurt Bartels]], der 1957, 1962 und 1963 mit dem [[THW Kiel]] deutscher Meister wurde, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[14. März]]: Der Anatom &#039;&#039;Ferdinand von Spee&#039;&#039;, der von 1891 bis 1933 in Kiel lehrte und einer der beiden Namensgeber der [[Graf-Spee-Straße]] ist, stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
* [[31. März]]: Bei der Friedrich Krupp AG [[Germaniawerft]], Kiel erfolgte der Stapellauf des für die DAPG / Standard Oil erbauten Motortankers „[[Esso Bolivar]]“ (Bau Nr. 568).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[8. April]]: [[Am Sandberg]], [[Buschfeldstraße]], [[Flensburger Straße]], &#039;&#039;[[Eschenkamp|Gartenkamp]]&#039;&#039;, [[Haderslebener Straße]], [[Knivsberg]], [[Lügumklosterstraße]], [[Nietzschestraße]], [[Tannenholz]], [[Tingleffer Straße]], [[Tonderner Straße]], [[Weddigenring]] und [[Ziethenstraße]] bekommen ihre Namen; die [[Annenstraße]] wird westlich des [[Knooper Weg]]es zur [[Saldernstraße]] und die &#039;&#039;Mönkeberger Chaussee&#039;&#039; zur &#039;&#039;[[Heikendorfer Landstraße]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* [[15. April]]: Die [[Deutsche Werke Kiel A.G]] gründen die [[Kieler Werkswohnungen GmbH (KWW)]].&lt;br /&gt;
* [[20. April]]: Der [[Geistkämpfer]] wird von seinem Standort vor der [[Heiliggeistkirche]] in das [[Thaulow-Museum]] verbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[20. Mai]]: Der [[Timmerberg]] bekommt seinen Namen.&lt;br /&gt;
* [[24. Mai]]: &#039;&#039;Niels Behnk&#039;&#039;, der 1971 gemeinsam mit [[Max Emcke]] erster Träger der [[Andreas-Gayk-Medaille]] war, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[15. Juni]]: Die Gründung des Institut für Meereskunde in Kiel wurde verkündet. Das Institutsgebäude befand sich auf dem Ostufer in Kitzeberg an der Kieler Förde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[8. Juli]]: Der bei der Friedrich Krupp AG [[Germaniawerft]], Kiel erbaute Motortanker „[[Esso Bolivar]]“ (Bau Nr. 568) wird an die Panama Transport Co., Panama übergeben. &lt;br /&gt;
* [[20. Juli]]: &#039;&#039;Guglielmo Marconi&#039;&#039;, der Namensgeber der [[Marconistraße]], stirbt in Rom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[24. August]]: Der Kronshagener Gemeindevorsteher &#039;&#039;Claus Sinjen&#039;&#039;, nach dem später die [[Claus-Sinjen-Straße]] benannt wurde, stirbt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[29. September]]: Die Oberrealschule II (OR II) am [[Königsweg]] wird in Oberschule für Jungen am [[Königsweg]] umbenannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[8. November]]: [[Fritz-Stavenhagen-Weg]], [[Hermann-Boßdorf-Weg]], [[Karl-Müllenhoff-Weg]], &#039;&#039;Saltzwedelstraße&#039;&#039; (heute [[Paul-Fuß-Straße]]) und [[Wilhelm-Wisser-Straße]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[20. November]]: In Gernsbach/Kreis Rastatt wird &#039;&#039;Siegfried Schmidt&#039;&#039;, der Namensgeber des [[Siegfried-Schmidt-Weg]]es, geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1931-1940]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1914&amp;diff=70337</id>
		<title>1914</title>
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		<updated>2026-06-13T08:50:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* Februar */ 18. / 20. Februar konkretisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[21. Januar]]: Der Name [[Oppendorfer Weg]] findet sich erstmals im Protokoll der [[Neumühlen-Dietrichsdorf|Dietrichsdorfer]] Gemeindevertretung.&lt;br /&gt;
* [[22. Januar]]: Der Pressefotograf [[Friedrich Magnussen]] wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[18. Februar]]: Es wurde das Königliche Institut für Seeverkehr und Weltwirtschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (heute [[Kiel Institut für Weltwirtschaft / IFW Kiel]]) gegründet.&lt;br /&gt;
* [[20. Februar]]: Im Institutsgebäude Schlossgarten 14 fand die Eröffnungsfeier des Königlichen Instituts für Seeverkehr und Weltwirtschaft an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[24. März]]: Die [[Faeschstraße]] bekommt ihren Namen.&lt;br /&gt;
* [[27. März]]: Das &#039;&#039;Königliche Lehrerseminar&#039;&#039; in der [[Diesterwegstraße]] wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[29. April]]: Der Admiral &#039;&#039;Hans von Koester&#039;&#039; wird [[Ehrenbürger von Kiel|Ehrenbürger]] der Stadt Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[1. Mai]]: Die [[Kieler Stadtmission]] eröffnet mit dem &#039;&#039;Christlichen Hospiz&#039;&#039; in der [[Ringstraße]] 32 ein eigenes Hotel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[9. Juni]]: [[Aschauweg]] und [[Gablenzstraße]] erhalten ebenso ihre Namen wie die [[Gablenzbrücke]].&lt;br /&gt;
* [[14. Juni]]: In Holtenau werden die im Zuge der Erweiterung des [[Kaiser-Wilhelm-Kanal]]s gebauten neuen Schleusen eingeweiht.&lt;br /&gt;
* [[18. Juni]]: Die Weiterführung des [[Hein Schönberg]] bis zur neuen Endhaltestelle Schönberger Strand wird in Betrieb genommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[28. Juli]]: Mit der Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien beginnt der [[Erster Weltkrieg|Erste Weltkrieg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[26. September]]: Der Schriftsteller &#039;&#039;Hermann Löns&#039;&#039;, Namensgeber der [[Lönsstraße]], fällt nach kurzem Einsatz als Kriegsfreiwilliger in Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[6. Oktober]]: Der Forschungsreisende &#039;&#039;Thor Heyerdahl&#039;&#039;, nach dem später das [[Thor-Heyerdahl-Gymnasium]] benannt wurde, wird in Norwegen geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[9. November]]: 136 Besatzungsmitglieder des Kleinen Kreuzers &#039;&#039;Emden&#039;&#039;, nach dessen Kommandant bis 1947 die [[Müller-Emden-Straße]] benannt war, sterben in einem Seegefecht bei den Kokosinseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[5. Dezember]]: &lt;br /&gt;
** &#039;&#039;Harald Lindenau&#039;&#039;, der langjährige Geschäftsführer der Lindenau-Werft und Namensgeber des [[Harald-Lindenau-Weg]]es, wird geboren.&lt;br /&gt;
** Der Geheime Admiralitätsrat &#039;&#039;Georg Ludwig Franzius&#039;&#039;, nach dem die [[Franziusallee]] benannt wurde, stirbt.&lt;br /&gt;
* [[8. Dezember]]: Bei den Falklandinseln fällt der Admiral &#039;&#039;Maximilian Reichsgraf von Spee&#039;&#039;, einer der beiden Namensgeber der [[Graf-Spee-Straße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1911-1920]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1899&amp;diff=70336</id>
		<title>1899</title>
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		<updated>2026-06-13T08:44:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* Oktober */ 16. Oktober ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[12. Januar]]: Der Künstler und Fotograf [[Johann Martin Graack]] stirbt in Kiel. Er porträtierte fotografisch bis 1865 sämtliche Angehörige der [[Christian-Albrechts-Universität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[2. Februar]]: In der [https://ims.kiel.de/extern/kielmaps/?view=stpl&amp;amp;coords=32573949.69,6019943.97&amp;amp;lev=15 Holstenstraße 36] eröffnet [[Kaiser&#039;s Kaffee-Geschäft]] seine erste Kieler Filiale.&lt;br /&gt;
* [[3. Februar]]: Die Professorin für Wirtschaftswissenschaften &#039;&#039;Gertrud Savelsberg&#039;&#039;, Namensgeberin des [[Gertrud-Savelsberg-Weg]]s, kommt in Ramsbeck zur Welt.&lt;br /&gt;
* [[6. Februar]]: &#039;&#039;Leo von Caprivi&#039;&#039;, der Namensgeber der [[Caprivistraße]], stirbt.&lt;br /&gt;
* [[23. Februar]]: In Dresden wird der Schriftsteller &#039;&#039;Erich Kästner&#039;&#039;, nach dem der [[Erich-Kästner-Weg]] benannt wurde, geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[14. April]]: &lt;br /&gt;
** Der Name der [[Caprivistraße]] wird festgelegt.&lt;br /&gt;
** Dem niederdeutschen Dichter [[Klaus Groth]] wird die [[Ehrenbürger von Kiel|Ehrenbürgerwürde]] verliehen.&lt;br /&gt;
* [[17. April]]: [[Johanna Mestorf]] wird die erste Professorin an der Kieler [[CAU|Universität]].&lt;br /&gt;
* [[30. April]]: In der Nacht vom 29. zum 30. April bricht in einer Transformator-Station der [[Germaniawerft]] ein Brand aus, der die Schiffbauwerkstatt vollständig zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[13. Mai]]: Der [[Volkspark|Werftpark]] wird nach sechsjähriger Bauzeit der Öffentlichkeit übergeben.&lt;br /&gt;
* [[31. Mai]]: Der neu gebaute Kieler [[Hauptbahnhof]] am [[Sophienblatt]] wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[1. Juni]]: &lt;br /&gt;
** Der Schriftsteller [[Klaus Groth]], [[Ehrenbürger von Kiel]] und Namensgeber der [[Klaus-Groth-Straße]] und des [[Klaus-Groth-Platz]]es, stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
** Das Panzerschiff &#039;&#039;Kaiser Wilhelm der Große&#039;&#039; läuft in Anwesenheit seines Enkels, Kaiser Wilhelm II., bei der [[Germaniawerft]] vom Stapel.&lt;br /&gt;
** Der neu gebaute Kieler Hauptbahnhof am Sophienblatt nimmt seinen Betrieb auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[1. Juli]]: Ab dem 1. Juli 1899 wurden in Kiel auch die hafenpolizeilichen Aufgaben von der Staatspolizei (Königliche Polizei) übernommen. Damit war Kiel die erste und einzige Stadt in Schleswig-Holstein, die ihre sich aus § 89 der Städteordnung ergebende örtliche Polizeiverwaltung verloren hatte.&lt;br /&gt;
* [[9. Juli]]: Die Kommunalpolitikerin &#039;&#039;Magdalena „Lena“ Schröder&#039;&#039;, Namensgeberin des [[Lena-Schröder-Weg]]es, wird in Potsdam geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[7. August]]: Der Kieler Fotograf [[Ferdinand Urbahns]], ein Pionier der Farbfotografie, wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[16. August]]: &#039;&#039;Robert Wilhelm Bunsen&#039;&#039;, der Namensgeber der [[Bunsenstraße]], stirbt in Heidelberg.&lt;br /&gt;
* [[21. August]]: Des Protokoll der [[Wellingdorf]]er Gemeinderatssitzung erwähnt erstmalig den [[Ratsredder]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[28. September]]: General &#039;&#039;Karl Friedrich Wilhelm Freiherr von Wrangel&#039;&#039;, der Namensgeber der [[Wrangelstraße]], stirbt in Sproitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[9. Oktober]]: Gustav Schatz, Mitglied der ersten Kieler Ratsversammlung nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]], von 1948 bis 1964 Direktor der [[Kieler Wohnungsbaugesellschaft]] und Namensgeber des [[Gustav-Schatz-Hof]]s, wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[16. Oktober]]: Entsprechend eines Erlasses des preußischen Kultusministeriums erfolgte die Gründung des Staatswissenschaftlichen Seminars an der Universität Kiel im Schlossgarten (Keimzelle des heutigen &#039;&#039;Instituts für Weltwirtschaft&#039;&#039;).&lt;br /&gt;
* [[26. Oktober]]: Der &#039;&#039;Allgemeine Konsumverein für Kiel und Umgegend&#039;&#039;, aus dem später die [[Coop eG|Coop eG]] hervorgeht, wird gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[23. November]]: Der SPD-Politiker &#039;&#039;Stephan Heinzel&#039;&#039;, nach dem später die [[Stephan-Heinzel-Straße]] benannt wurde, stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1957&amp;diff=70327</id>
		<title>1957</title>
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		<updated>2026-06-11T09:54:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Wenn man den Hinweis auf einen verdienten Professor der CAU nur in einem Sachartikel (der sicherlich noch in diesem Quartal folgt) nennen will, dann muss auch das  Fräulein vom gestrichen werden.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[4. Januar]]: Nach einer Kollision durch einen finnischen Dampfer muss das Feuerschiff Kiel vor Bülk auf Grund gesetzt werden.&lt;br /&gt;
* [[7. Januar]]: Ein Schiedsvorschlag im  [[Metallarbeiterstreik 1956-1957|Metallarbeiterstreik]] wird in einer Urabstimmung mit 97,38&amp;amp;nbsp;% der Stimmen abgelehnt; der Streik wird fortgesetzt.&lt;br /&gt;
* [[13. Januar]]:&lt;br /&gt;
** Das vor neun Tagen nach einer Kollision auf Grund gesetzte Feuerschiff Kiel wird zur Reparatur nach Kiel geschleppt.&lt;br /&gt;
** In der [[Ostseehalle]] besiegt die deutsche Handball-Nationalmannschaft die französische mit 35:9 Toren.&lt;br /&gt;
* [[14. Januar]]: Vor der Kieler Förde sinkt im Sturm ein Viehtransporter. Die Besatzung wird gerettet.&lt;br /&gt;
* [[17. Januar]]: Die [[Ratsversammlung]] benennt die [[Neue Hamburger Straße]] und stellt ein Gelände im [[Vieburger Gehölz]] für die Errichtung eines [[Freilichtmuseum]]s bereit.&lt;br /&gt;
* [[30. Januar]]: Der am 25. Januar in Bonn ausgehandelte Metall-Tarifvertrag wird in einer Urabstimmung mit 76,24&amp;amp;nbsp;% der Stimmen im Tarifgebiet abgelehnt. Der Streik geht weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[12. Februar]]: In [[Elmschenhagen]] beginnen die Erdarbeiten für den Klinikneubau.&lt;br /&gt;
* [[13. Februar]]: In einer Urabstimmung der IG-Metall stimmen 57,66&amp;amp;nbsp;% für eine Fortführung des seit Oktober 1956 andauernden [[Metallarbeiterstreik 1956-1957|Streiks]]. Damit wird das erforderliche Quorum von 75&amp;amp;nbsp;% nicht erreicht und der längste Streik in der Geschichte der Bundesrepublik endet damit nach 114 Tagen.&lt;br /&gt;
* [[15. Februar]]: Nach 114 Tagen Metallarbeiterstreik, der erstmals wesentliche Dinge erkämpfte, die heute selbstverständlich erscheinen, wird die Arbeit wieder aufgenommen.&lt;br /&gt;
* [[19. Februar]]: Das Allianz-Haus, das die letzte Baulücke an der [[Holstenbrücke]] schließt, feiert Richtfest.&lt;br /&gt;
* [[21. Februar]]: Die [[Ratsversammlung]] beschließt den Neubau für die [[Ricarda-Huch-Schule]] am Westring.&lt;br /&gt;
* [[22. Februar]]: In der Mensa der [[Christian-Albrechts-Universität|Uni Kiel]] findet die Wahl zur &#039;&#039;„Miss Kiel“&#039;&#039; statt. &lt;br /&gt;
* [[28. Februar]]: Die Wiederherstellung der [[Kunsthalle zu Kiel|Kunsthalle]] feiert Richtfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[10. März]]: Der [[THW Kiel]] besiegt Frisch Auf Göppingen in der [[Ostseehalle]] mit 7:5 und wird damit erstmalig Deutscher Meister.&lt;br /&gt;
* [[19. März]]: Richtkrone über dem Terrassenrestaurant unterhalb der [[Jugendherberge]] in Bellevue.&lt;br /&gt;
* [[22. März]]: Die [[Schilksee]]r Gemeindevertretung stimmt mit 10:1 Stimmen dem Entwurf eines Eingemeindungsvertrages zu.&lt;br /&gt;
* [[23. März]]: In der [[Ostseehalle]] finden die Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften statt.&lt;br /&gt;
* [[30. März]]: Die Paketzustellung mit Pferde-Paketwagen wird eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[1. April]]: Gründung des Institits für reine und angewandte Kernphysik der [[Christian-Albrechts-Universität|CAU]].&lt;br /&gt;
* [[1. April]]: Die Leitung des Instituts für reine und angewandte Kernphysik der [[Christian-Albrechts-Universität|CAU]] wurde dem Heisenberg-Schüler und promovierten Kernphysiker [[Erich Rudolf Bagge]] (1912 - 1996) übertragen.&lt;br /&gt;
* [[2. April]]: Die [[Käthe-Kollwitz-Schule]] wird 50 Jahre alt.&lt;br /&gt;
* [[20. April]]: Das &amp;quot;Fräulein vom Amt&amp;quot; wird immer seltener: Der Selbstwählferndienst nach Hamburg wird eingeführt.&lt;br /&gt;
* [[23. April]]: Die vier evangelischen Landeskirchen in Schleswig-Holstein unterzeichnen im Landeskirchenamt den Staatsvertrag mit dem Land Schleswig-Holstein.&lt;br /&gt;
* [[24. April]]: Kultusminister Edo Osterloh gibt den Aufbau eines Atomforschungszentrums in Kiel unter Leitung von Professor Erich Bagge bekannt.&lt;br /&gt;
* [[29. April]]: Großes Richtfest in der [[Kehdenstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[11. Mai]]: Der erste Bauabschnitt der neuen [[Hebbelschule]] an der [[Feldstraße]] ist fertiggestellt und wird bezogen.&lt;br /&gt;
* [[21. Mai]]: Das Städtische Orchester begeht seinen 50. Geburtstag mit einem Festkonzert.&lt;br /&gt;
* [[24. Mai]]:&lt;br /&gt;
** Nach dem Umbau wird das Terrassenrestaurant &#039;&#039;Bellevue&#039;&#039; wieder eröffnet.&lt;br /&gt;
** Professor Mierke wird zum ersten Rektor der [[Pädagogische Hochschule|Pädagogischen Hochschule]] nach ihrer neuen Satzung gewählt.&lt;br /&gt;
* [[26. Mai]]: In Mersin/Türkei wird die Schriftstellerin Semra Ertan geboren, nach welcher der [[Semra-Ertan-Platz]] benannt wurde.&lt;br /&gt;
* [[28. Mai]]: Bei den [[Howaldtswerke]]n läuft mit dem norwegischen Supertanker &#039;&#039;Hoegh Fair&#039;&#039; (21&amp;amp;nbsp;000&amp;amp;nbsp;BRT) das größte dort bisher gebaute Handelsschiff vom Stapel.&lt;br /&gt;
* [[29. Mai]]:&lt;br /&gt;
** In der Landesbibliothek im [[Kieler Schloss|Schloss]] werden die &#039;&#039;Historischen Räume&#039;&#039; der Landeshalle eröffnet. Dabei werden die Pläne für den Umbau des Schlosses zum Kulturzentrum bekanntgegeben.&lt;br /&gt;
** Über dem Erweiterungsbau des Kaufhauses Merkur in der [[Preußerstraße]] weht die Richtkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[6. Juni]]: &#039;&#039;Gustaf Gründgens&#039;&#039; lehnt die Annahme des [[Kultur- und Wissenschaftspreis|Kulturpreises]] der Stadt Kiel ab.&lt;br /&gt;
* [[23. Juni|23.]] bis [[30. Juni]]: Mit der 63. [[Kieler-Woche-Termine|Kieler Woche]] wird gleichzeitig auch ihr 75. Geburtstag gefeiert.&lt;br /&gt;
* [[24. Juni]]: Das Sandsteinrelief &#039;&#039;Bürger bauen eine Stadt&#039;&#039; von [[Alwin Blaue]] und [[Fritz During]] im Hauptkorridor des [[Rathaus]]es wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
* [[28. Juni]]: Das neue Dach der [[Nikolaikirche]] wird gerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[7. Juli]]: [[Dierk Berner]], ein ehemaliger [[THW Kiel|THW]]-Handballspieler, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[19. September]]: Die [[Raiffeisenstraße]] erhält ihren Namen.&lt;br /&gt;
* [[20. September]]: Der Komponist &#039;&#039;Jean Sibelius&#039;&#039;, an den der [[Sibeliusweg]] erinnert, stirbt in Järvenpää/Finnland.&lt;br /&gt;
* [[21. September]]: Das Segelschulschiff &#039;&#039;„Pamir“&#039;&#039; versinkt im Atlantik. Nach ihm wird später die [[Pamirstraße]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[16. Oktober]]: [[Holstein Kiel]] spielt zum ersten Mal unter Flutlicht auf dem eigenen Platz (gegen Fortuna Düsseldorf, 0:0).&lt;br /&gt;
* [[17. Oktober]]: Der [[Dielsweg]] erhält seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[5. November]]: Am 5.11.1957 läuft bei den Kieler [[Howaldtswerke]]n der für die Reederei H. Schuldt &amp;amp; Co, Hamburg erbaute Frachter [[MS Hasselburg]] (Bau Nr. 1070) vom Stapel.&lt;br /&gt;
* [[9. November]]: Beim Brand einer Flüchtlingsbaracke am [[Wehdenweg]] stirbt ein Kleinkind; 20 Familien werden obdachlos.&lt;br /&gt;
* [[18. November]]: Nach 211 Tagen Bauzeit wird der Umbau des Kaufhauses Jacobsen am [[Dreiecksplatz]] mit einer Feier beschlossen.&lt;br /&gt;
* [[19. November]]: Die [[Barkauer Straße]] und die &#039;&#039;Lindenstraße&#039;&#039; (heute: [[Bogenstraße]]) erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[1. Dezember]]: Der Grundstein für den Neubau der im Krieg zerstörten [[Lutherkirche]] wird gelegt.&lt;br /&gt;
* [[21. Dezember]]: Am 21.12.1957 wird der Frachter [[MS Hasselburg]] (Bau Nr. 1070) von den Kieler [[Howaldtswerke]]n an die Reederei H. Schuldt &amp;amp; Co, Hamburg abgeliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1951-1960]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1957&amp;diff=70322</id>
		<title>1957</title>
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		<updated>2026-06-10T09:48:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: CAU Kiel, Gründungstag des Instituts für Reine und Angewandte Kernphysik nachgetragen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[4. Januar]]: Nach einer Kollision durch einen finnischen Dampfer muss das Feuerschiff Kiel vor Bülk auf Grund gesetzt werden.&lt;br /&gt;
* [[7. Januar]]: Ein Schiedsvorschlag im  [[Metallarbeiterstreik 1956-1957|Metallarbeiterstreik]] wird in einer Urabstimmung mit 97,38&amp;amp;nbsp;% der Stimmen abgelehnt; der Streik wird fortgesetzt.&lt;br /&gt;
* [[13. Januar]]:&lt;br /&gt;
** Das vor neun Tagen nach einer Kollision auf Grund gesetzte Feuerschiff Kiel wird zur Reparatur nach Kiel geschleppt.&lt;br /&gt;
** In der [[Ostseehalle]] besiegt die deutsche Handball-Nationalmannschaft die französische mit 35:9 Toren.&lt;br /&gt;
* [[14. Januar]]: Vor der Kieler Förde sinkt im Sturm ein Viehtransporter. Die Besatzung wird gerettet.&lt;br /&gt;
* [[17. Januar]]: Die [[Ratsversammlung]] benennt die [[Neue Hamburger Straße]] und stellt ein Gelände im [[Vieburger Gehölz]] für die Errichtung eines [[Freilichtmuseum]]s bereit.&lt;br /&gt;
* [[30. Januar]]: Der am 25. Januar in Bonn ausgehandelte Metall-Tarifvertrag wird in einer Urabstimmung mit 76,24&amp;amp;nbsp;% der Stimmen im Tarifgebiet abgelehnt. Der Streik geht weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[12. Februar]]: In [[Elmschenhagen]] beginnen die Erdarbeiten für den Klinikneubau.&lt;br /&gt;
* [[13. Februar]]: In einer Urabstimmung der IG-Metall stimmen 57,66&amp;amp;nbsp;% für eine Fortführung des seit Oktober 1956 andauernden [[Metallarbeiterstreik 1956-1957|Streiks]]. Damit wird das erforderliche Quorum von 75&amp;amp;nbsp;% nicht erreicht und der längste Streik in der Geschichte der Bundesrepublik endet damit nach 114 Tagen.&lt;br /&gt;
* [[15. Februar]]: Nach 114 Tagen Metallarbeiterstreik, der erstmals wesentliche Dinge erkämpfte, die heute selbstverständlich erscheinen, wird die Arbeit wieder aufgenommen.&lt;br /&gt;
* [[19. Februar]]: Das Allianz-Haus, das die letzte Baulücke an der [[Holstenbrücke]] schließt, feiert Richtfest.&lt;br /&gt;
* [[21. Februar]]: Die [[Ratsversammlung]] beschließt den Neubau für die [[Ricarda-Huch-Schule]] am Westring.&lt;br /&gt;
* [[22. Februar]]: In der Mensa der [[Christian-Albrechts-Universität|Uni Kiel]] findet die Wahl zur &#039;&#039;„Miss Kiel“&#039;&#039; statt. &lt;br /&gt;
* [[28. Februar]]: Die Wiederherstellung der [[Kunsthalle zu Kiel|Kunsthalle]] feiert Richtfest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[10. März]]: Der [[THW Kiel]] besiegt Frisch Auf Göppingen in der [[Ostseehalle]] mit 7:5 und wird damit erstmalig Deutscher Meister.&lt;br /&gt;
* [[19. März]]: Richtkrone über dem Terrassenrestaurant unterhalb der [[Jugendherberge]] in Bellevue.&lt;br /&gt;
* [[22. März]]: Die [[Schilksee]]r Gemeindevertretung stimmt mit 10:1 Stimmen dem Entwurf eines Eingemeindungsvertrages zu.&lt;br /&gt;
* [[23. März]]: In der [[Ostseehalle]] finden die Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften statt.&lt;br /&gt;
* [[30. März]]: Die Paketzustellung mit Pferde-Paketwagen wird eingestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[1. April]]: An der [[Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU)]] wurde das Institut für [[Reine und Angewandte Kernphysik]] gegründet. Die Leitung des Instituts wurde dem Heisenberg-Schüler und promovierten Kernphysiker [[Erich Rudolf Bagge]] (1912 - 1996) übertragen&lt;br /&gt;
* [[2. April]]: Die [[Käthe-Kollwitz-Schule]] wird 50 Jahre alt.&lt;br /&gt;
* [[20. April]]: Das &amp;quot;Fräulein vom Amt&amp;quot; wird immer seltener: Der Selbstwählferndienst nach Hamburg wird eingeführt.&lt;br /&gt;
* [[23. April]]: Die vier evangelischen Landeskirchen in Schleswig-Holstein unterzeichnen im Landeskirchenamt den Staatsvertrag mit dem Land Schleswig-Holstein.&lt;br /&gt;
* [[24. April]]: Kultusminister Edo Osterloh gibt den Aufbau eines Atomforschungszentrums in Kiel unter Leitung von Professor Erich Bagge bekannt.&lt;br /&gt;
* [[29. April]]: Großes Richtfest in der [[Kehdenstraße]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[11. Mai]]: Der erste Bauabschnitt der neuen [[Hebbelschule]] an der [[Feldstraße]] ist fertiggestellt und wird bezogen.&lt;br /&gt;
* [[21. Mai]]: Das Städtische Orchester begeht seinen 50. Geburtstag mit einem Festkonzert.&lt;br /&gt;
* [[24. Mai]]:&lt;br /&gt;
** Nach dem Umbau wird das Terrassenrestaurant &#039;&#039;Bellevue&#039;&#039; wieder eröffnet.&lt;br /&gt;
** Professor Mierke wird zum ersten Rektor der [[Pädagogische Hochschule|Pädagogischen Hochschule]] nach ihrer neuen Satzung gewählt.&lt;br /&gt;
* [[26. Mai]]: In Mersin/Türkei wird die Schriftstellerin Semra Ertan geboren, nach welcher der [[Semra-Ertan-Platz]] benannt wurde.&lt;br /&gt;
* [[28. Mai]]: Bei den [[Howaldtswerke]]n läuft mit dem norwegischen Supertanker &#039;&#039;Hoegh Fair&#039;&#039; (21&amp;amp;nbsp;000&amp;amp;nbsp;BRT) das größte dort bisher gebaute Handelsschiff vom Stapel.&lt;br /&gt;
* [[29. Mai]]:&lt;br /&gt;
** In der Landesbibliothek im [[Kieler Schloss|Schloss]] werden die &#039;&#039;Historischen Räume&#039;&#039; der Landeshalle eröffnet. Dabei werden die Pläne für den Umbau des Schlosses zum Kulturzentrum bekanntgegeben.&lt;br /&gt;
** Über dem Erweiterungsbau des Kaufhauses Merkur in der [[Preußerstraße]] weht die Richtkrone.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[6. Juni]]: &#039;&#039;Gustaf Gründgens&#039;&#039; lehnt die Annahme des [[Kultur- und Wissenschaftspreis|Kulturpreises]] der Stadt Kiel ab.&lt;br /&gt;
* [[23. Juni|23.]] bis [[30. Juni]]: Mit der 63. [[Kieler-Woche-Termine|Kieler Woche]] wird gleichzeitig auch ihr 75. Geburtstag gefeiert.&lt;br /&gt;
* [[24. Juni]]: Das Sandsteinrelief &#039;&#039;Bürger bauen eine Stadt&#039;&#039; von [[Alwin Blaue]] und [[Fritz During]] im Hauptkorridor des [[Rathaus]]es wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
* [[28. Juni]]: Das neue Dach der [[Nikolaikirche]] wird gerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[7. Juli]]: [[Dierk Berner]], ein ehemaliger [[THW Kiel|THW]]-Handballspieler, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[19. September]]: Die [[Raiffeisenstraße]] erhält ihren Namen.&lt;br /&gt;
* [[20. September]]: Der Komponist &#039;&#039;Jean Sibelius&#039;&#039;, an den der [[Sibeliusweg]] erinnert, stirbt in Järvenpää/Finnland.&lt;br /&gt;
* [[21. September]]: Das Segelschulschiff &#039;&#039;„Pamir“&#039;&#039; versinkt im Atlantik. Nach ihm wird später die [[Pamirstraße]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[16. Oktober]]: [[Holstein Kiel]] spielt zum ersten Mal unter Flutlicht auf dem eigenen Platz (gegen Fortuna Düsseldorf, 0:0).&lt;br /&gt;
* [[17. Oktober]]: Der [[Dielsweg]] erhält seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[5. November]]: Am 5.11.1957 läuft bei den Kieler [[Howaldtswerke]]n der für die Reederei H. Schuldt &amp;amp; Co, Hamburg erbaute Frachter [[MS Hasselburg]] (Bau Nr. 1070) vom Stapel.&lt;br /&gt;
* [[9. November]]: Beim Brand einer Flüchtlingsbaracke am [[Wehdenweg]] stirbt ein Kleinkind; 20 Familien werden obdachlos.&lt;br /&gt;
* [[18. November]]: Nach 211 Tagen Bauzeit wird der Umbau des Kaufhauses Jacobsen am [[Dreiecksplatz]] mit einer Feier beschlossen.&lt;br /&gt;
* [[19. November]]: Die [[Barkauer Straße]] und die &#039;&#039;Lindenstraße&#039;&#039; (heute: [[Bogenstraße]]) erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[1. Dezember]]: Der Grundstein für den Neubau der im Krieg zerstörten [[Lutherkirche]] wird gelegt.&lt;br /&gt;
* [[21. Dezember]]: Am 21.12.1957 wird der Frachter [[MS Hasselburg]] (Bau Nr. 1070) von den Kieler [[Howaldtswerke]]n an die Reederei H. Schuldt &amp;amp; Co, Hamburg abgeliefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1951-1960]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1963&amp;diff=70318</id>
		<title>1963</title>
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		<updated>2026-06-07T14:16:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: 17. Sept. nachgetragen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
* Das [[Wasserwerk Wik]] im [[Projensdorfer Gehölz]] wird durch den Oberbürgermeister [[Hans Müthling|Dr. Hans Müthling]] eingeweiht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[25. Februar]]: Gründung des Feuerwehr-[[Freiwilligen Feuerwehr Mitte|Löschzuges Schornsteinfeger]]&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[14. März]]: Die [[Max-Planck-Straße]] bekommt ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[19. April]]: Die &#039;&#039;Ludwig-Richter-Schule&#039;&#039; zieht aus dem Gebäude der [[Sternschule]] in ihr neues Gebäude in der [[Gellertstraße]] um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[25. Mai]]: [[Torsten Albig]], Kieler [[Oberbürgermeister]] von 2009 bis 2012, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[1. Juni]]: Der Melsdorfer Ortsteil [[Mettenhof]] wird an Kiel abgetreten und eingemeindet.&lt;br /&gt;
* [[6. Juni]]: Das Restaurant im neu errichteten [[Hotel Steigenberger Conti Hansa|Hotel Conti Hansa]] wird eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[20. Juni]]: Der [[Amrumring]], der [[Föhrer Weg]] und der [[Lohntütenweg]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[23. Juni|23.]] bis [[30. Juni]]: 69. [[Kieler-Woche-Termine|Kieler Woche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[27. Juli]]: Der Akustiker &#039;&#039;Hugo Lichte&#039;&#039;, nach dem die [[Lichtestraße]] benannt wurde, stirbt in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[22. August]]: Die Straße [[Hinter Bramberg]] bekommt ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[17. September]]: Im Jubiläumsjahr (1. Oktober 1963, 125 Jahre [[Kieler Howaldtswerke A.G.]] erfolgte bei der [[Kieler Howaldtswerke A.G.]] im Werk Dietrichsdorf auf der Helling II an der Mündung der Schwentine die Kiellegung für das erste europäische Forschungsschiff mit Kernenergieantrieb, Bau Nr. 1103 ([[Otto Hahn]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[1. Oktober]]: Die [[Kieler Howaldtswerke A.G.]] feiert 125 Jahre Howaldtswerke (1838-1963).&lt;br /&gt;
* [[26. Oktober]]: Die [[Holsten-Brauerei AG]] feiert den einmillionsten Hektoliter &#039;&#039;Holsten-Bier&#039;&#039; mit einem Tag der offenen Tür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[14. November]]: Die [[Friesenbrücke]] wird für den Verkehr freigegeben.&lt;br /&gt;
* [[21. November]]: Das 1869 erbaute und jetzt leer stehende Hotel Bellevue, das zuletzt bis 1962 als [[Jugendherberge]] genutzt worden war, brennt vollständig aus.&lt;br /&gt;
* [[30. November]]: Die Fried. Krupp [[Germaniawerft]] AG wird am 30. November 1963 aus dem Kieler Handelsregister gelöscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[12. Dezember]]: Theodor Heuss, erster Bundespräsident und Namensgeber des [[Theodor-Heuss-Ring]]s, stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1961-1970]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1962&amp;diff=70312</id>
		<title>1962</title>
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		<updated>2026-06-07T10:17:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* November */ Vertragsunterzeichnung Otto Hahn&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[18. Januar]]: Die Straßen [[Algenweg]], [[Alter Kirchweg]], [[Andresenstraße]], [[Christianistraße]], [[Feldrain]], [[Fördeblick]], [[Funkstellenweg]], [[Möwenweg]], [[Muschelweg]], [[Seeschwalbenweg]], [[Seesternweg]], [[Seestraße]] und [[Wassilystraße]] bekommen ihre Namen, die bisherige &#039;&#039;Ulmenallee&#039;&#039; wird zur [[Kurallee]] und der &#039;&#039;Mühlenkamp&#039;&#039; zu [[Langenfelde]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[13. Februar]]: Der bei den Kriegszerstörungen stehen gebliebene Nordturm des [[Kieler Schloss|Schlosses]] wird gesprengt.&lt;br /&gt;
* [[25. Februar]]: Der [[THW Kiel]] besiegt Frisch Auf Göppingen in der [[Ostseehalle]] mit 6:3 und wird damit zum zweiten Mal Deutscher Meister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[26. April]]: [[Bräutigamweg]], [[Dittmarweg]], [[Groenhoffweg]], [[Hirthstraße]], [[Lilienthalstraße]], [[Nehringweg]] und [[Ursinusweg]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[6. Mai]]: Der Schlossermeister &#039;&#039;Fritz Gudegast&#039;&#039;, nach dem später die [[Gudegastkoppel]] benannt wurde, stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[1. Juni]]: [[Bendixenstraße]], [[Bünsowstraße]], [[Burmesterweg]], [[Charles-Roß-Ring]], [[Gurlittplatz]], [[Gurlittstraße]], [[Kürkoppel]], [[Moorkamp]], [[Rehbenitzwinkel]], [[Torfende]], [[Wolperdingstraße]] und [[Woltersweg]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[8. Juni]]: Das erste, noch provisorische [[NDR]]-Fernsehstudio Kiel wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
* [[17. Juni|17.]] bis [[24. Juni]]: 68. [[Kieler-Woche-Termine|Kieler Woche]].&lt;br /&gt;
* [[20. Juni]]: Bundespräsident [[Theodor Heuss]] eröffnet die neu gebaute [[Jugendherberge]] in [[Gaarden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[5. Juli]]: Eine größere Anzahl von [[Straßenbenennungen in Suchsdorf ab 1962|Straßen in Suchsdorf]] sowie der [[Seekoppelweg]] werden benannt.&lt;br /&gt;
* [[9. Juli]]: Auf dem Bahnübergang in Hassee stoßen zwei Dampflokomotiven zusammen.&lt;br /&gt;
* [[10. Juli]]: Der SPD-Politiker Dr. &#039;&#039;Julius Brecht&#039;&#039;, nach dem später die [[Julius-Brecht-Straße]] benannt wurde, stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[16. August]]: Die Gemeinde [[Meimersdorf]] übernimmt den &#039;&#039;Schwarzen Weg&#039;&#039; (heute [[Meimersdorfer Moor]]) von der Bundesbahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[1. November]]: Der [[Waldweg]] in [[Russee]] bekommt seinen Namen und der [[Sandblek]] wird nach Süden verlängert.&lt;br /&gt;
* [[15. November]]: Die Straße &#039;&#039;[[Drosselstieg|Am Hang]]&#039;&#039; bekommt ihren Namen, der später geändert wird.&lt;br /&gt;
* [[28. November]]: Der Werftbauvertrag zwischen der Werft [[Kieler Howaldtswerke AG]] und der [[Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt mbH (GKSS)]] über den Neubau, Bau Nr. 1103 ([[Otto Hahn]])  wurde unterschrieben. &lt;br /&gt;
* [[29. November]]: [[Arnold-Heller-Straße]], [[Insterburger Straße]], [[Kreienbarg]], [[Masurenring]] und [[Pillauer Straße]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[18. Dezember]]: Der Chirurg und [[CAU|Hochschullehrer]] [[Robert Wanke]] stirbt.&lt;br /&gt;
* [[23. Dezember]]: Die [[Stephanus-Kirche]] in Elmschenhagen-Kroog wird geweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1961-1970]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Kieler_Arbeiter_und_Matrosenaufstand,_9_Tage_im_November_1918&amp;diff=70311</id>
		<title>Kieler Arbeiter und Matrosenaufstand, 9 Tage im November 1918</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kiel-wiki.de/index.php?title=Kieler_Arbeiter_und_Matrosenaufstand,_9_Tage_im_November_1918&amp;diff=70311"/>
		<updated>2026-06-06T15:36:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Kiel, 9 Tage auf dem Weg zur Demokratie&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Kieler Arbeiter- und Matrosenaufstand, 9 Tage im November 1918 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die ersten Unruhen in der Flotte in Wilhelmshaven im Sommer 1917 ===&lt;br /&gt;
Der anhaltende Krieg verschlechterte auch die Lebensumstände der Marinesoldaten auf den Schiffen der Hochseeflotte. Der gravierende Qualitätsunterschied zwischen der Verpflegung von Offizieren und Mannschaften führte zu großem Unmut unter den Besatzungen. Weiterhin verstärkte auch die passive Rolle der Hochseeflotte während des Krieges die Unzufriedenheit der Marinesoldaten. Verschiedene Besatzungsmitglieder der Hochseeflotte hatten ab Sommer 1917 Kontakt zur USPD.&lt;br /&gt;
Wegen der schlechten Verpflegungssituation und den mittlerweile unwürdigen Dienstumständen auf den Schiffen protestierten zwischen Juni und August in Wilhelmshaven die Mannschaften von acht Einheiten der Hochseeflotte. So kam es am 19. Juli 1917 zu einer Blockierung des Kaiser Wilhelm-Kanals, weil auf dem Linienschiff Prinzregent Luitpold auf der Fahrt von Kiel nach Wilhelmshaven Heizer ihren Dienst verweigerten. Am 24. Juli 1917 beraten in Wilhelmshaven Vertreter der Besatzungen der Hochseeflotte über die Organisation einer möglichen Demonstration zusammen mit Werftarbeitern. Am 27. Juli 1917 auf einer weiteren Vertrauensleuteversammlung konkretisierte man die Planungen. Die Organisation des Vorhabens übernahmen fünf Vertrauensleute, von der SMS Friedrich der Große die Matrosen Max Reichpietsch und Wilhelm Weber sowie der Oberheizer Willy Sachse und von der SMS Prinzregent Luitpold die Heizer Albin Köbis und Hans Beckers.&lt;br /&gt;
Am 2. August 1917 verließen etwa 600 Besatzungsmitglieder, Matrosen und Heizer, des Linienschiffes SMS Prinzregent Luitpold unerlaubt das Schiff und marschierten nach Rüstersiel, um dort eine Versammlung abzuhalten. Auf der Versammlung hielt der Heizer Albin Köbis eine Rede gegen den Krieg. Nach Abschluss dieser Versammlung kehrte die Mannschaft dann wieder auf das Linienschiff zurück. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Max Reichpietsch (24. Oktober 1894 – 5. September 1917) deutscher Marinesoldat, ab 1917 einer der Organisatoren der Antikriegsbewegung in der Kaiserlichen Marine.&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Hermann Albin Köbis (18. Dezember 1892 - 5. September 1917) deutscher Marinesoldat,  der Kaiserlichen Marine, einer der Organisatoren der Antikriegsbewegung in der Kaiserlichen Marine.&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. August 1917 wurde der Matrose Max Reichpietsch verhaftet und zusammen mit seinen Kameraden Wilhelm Weber, Willy Sachse, Albin Köbis und Hans Beckers in einem Kriegsgerichtsverfahren zum Tode verurteilt. Die gegen Sachse, Weber und Beckers verhängten Todesurteile wurden von Admiral Scheer in Zuchthausstrafen von je 15 Jahren umgewandelt. Die Todesurteile gegen Max Reichpietsch und Albin Köbis wurden aber am 5. September 1917 auf dem Schießplatz Wahn bei Köln vollstreckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Unruhen in der Flotte in Wilhelmshaven im Oktober 1918 ===&lt;br /&gt;
Trotz Aufforderung des Reichskanzlers den eingeleiteten Friedensprozess nicht zu stören, entwickelten die Seekriegsleitung (SKL) und das Kommando der Hochseestreitkräfte (KdH) ab dem 24. Oktober 1918 in enger Abstimmung mit Ludendorff den Operationsbefehl Nr. 19. Dieser Befehl sah noch vor Kriegsende einen Einsatz der Hochseeflotte gegen Seestreitkräfte und Schiffsverkehr an der flandrischen Küste und in der Themsemündung vor. Dieser Vorstoß der Hochseeflotte sollte letztendlich die Entscheidungsschlacht gegen die Royal Navy erzwingen. Am 29. Oktober 1918 erteilte SKL und KdH der 20 Kilometer nördlich von Wilhelmshaven vor Schillig auf Reede liegenden deutschen Flotte den Befehl am 30. Oktober 1918 auszulaufen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;der Flottenbefehl vom 24. Oktober 1918&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beteiligte Admiräle der Kaiserlichen Marine:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;* Admiral Heinrich Reinhard Scheer (30. September 1863 - 26. November 1928), ab August Chef der Seekriegsleitung (SKL)&lt;br /&gt;
* Admiral Franz von Hipper, (13. September 1863 – 25. Mai 1932), ab August 1918 Chef der Hochseestreitkräfte (KdH)&lt;br /&gt;
* Admiral Adolf Lebrecht von Trotha (1. März 1868 - 11. Oktober 1940), Chef des Stabes der Hochseeflotte (seit 1916)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Provozieren einer Entscheidungsschlacht und die damit verbundene Billigung schwerer eigener Verluste, entsprechend dem Flottenbefehl vom 24. Oktober 1918, sollte eine Auslieferung der Hochseeflotte im Falle eines Waffenstillstandes verhindern. Es ging um die Ehre der Kaiserlichen Marine. Weiterhin sollten die die Friedensbemühungen der amtierenden Reichsregierung, die über die Planungen der Hochseeflotte nicht informiert war, sabotiert werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits am 29. Oktober 1918 gegen 22:00 Uhr trafen bei dem KdH Meldungen von Ausschreitungen auf den Schiffen des III. Geschwaders SMS König, SMS Markgraf und SMS Kronprinz. Gleiches wurde auch von den kleinen Kreuzern SMS Regensburg und SMS Straßburg sowie auf dem Linienschiff SMS Nassau gemeldet. Wegen weiterer Unruhen im I. Geschwader und in der I. Aufklärungsgruppe wurde der erteilte Auslaufbefehl am 30. Oktober 1918 um 12:00 Uhr widerrufen. Ein neuer Vorstoß der Hochseeflotte wurde nun für die Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November 1918 geplant. Auch dieser Befehl wurde auf den Linienschiffen SMS Thüringen und SMS Helgoland des 1. Geschwaders ignoriert. Die Matrosen der Schiffe führten den Seeklarbefehl vom 30. Oktober 1918 / 22:00 Uhr nicht aus und begingen bis zum 31. Oktober Sabotageakte. Anwesende Torpedoboote und ein U-Boot richteten ihre Geschütze auf die Einheiten und drohten diese zu beschießen. Die aufständischen Matrosen (rund 200 Personen) suchten zunächst Schutz unter Deck und wurden dann verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das III. Geschwader der Hochseeflotte wurde zurück in den Heimathafen Kiel beordert. Am Ende der Kanalpassage in der Holtenauer Schleuse wurden am 1. November 1918 nachts gegen 1:00 Uhr insgesamt 47 Matrosen von dem Linienschiff SMS Markgraf verhaftet in verschiedene Arrestanstalten gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das III. Geschwader, mit den Linienschiffen SMS König, SMS Bayern, SMS Großer Kurfürst, SMS Kronprinz und SMS Markgraf mit über 5.000 Mann Besatzung machte am 1.November 1918 im Kieler Hafen fest. Anschließend wurde ein großer Teil der Besatzung dann in den Landurlaub geschickt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Kieler Arbeiter- und Matrosenaufstand, 1. - 10. November 1918 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Die deutsche Sozialdemokratie 1863 - 1919&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Während der Märzrevolution von 1848 etablierte sich im Deutschen Bund die erste größere Arbeitervereinigung, die Allgemeine Deutsche Arbeiterverbrüderung. Diese Interessengemeinschaft leitete nach dem Ende der Revolution, in der sogenannten Reaktionsära, die Entwicklung von Gewerkschaften und sozialistischen Arbeiterparteien ein. In den frühen 1860er Jahren wurden im Deutschen Bund die Grundsteine der heutigen Sozialdemokratie geründet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 23. Mai 1863 wurde in Leipzig der Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV) gegründet und zunächst angeführt von Ferdinand Lassalle. Von 1871 bis 1875 wurde der ADAV von dem Leipziger Wilhelm Hasenclever geführt. In Eisenach gründeten August Bebel und Wilhelm Liebknecht zunächst 1866 die Sächsische Volkspartei und dann 1869 die Sozialdemokratische Arbeiterpartei (SDAP).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Obwohl die politischen Ziele von ADAV und SDAP in Bezug auf die Gewerkschaftsfrage und die Form des entstehenden deutschen Nationalstaates nicht übereinstimmten, schlossen sie sich jedoch 1875, auf dem Vereinigungsparteitages vom 22. bis 27. Mai in Gotha und vier Jahre nach der 1871 erfolgten Reichsgründung, beide Parteien zur Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) zusammen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sowohl die Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins (ADAV) durch Ferdinand Lassalle am 23. Mai 1863 in Leipzig, wie auch die Gründung der Sozialistischen Arbeiterpartei Deutschlands (SAP) auf dem Parteitag am 22./27. Mai 1875 in Gotha können heute als Wurzeln der deutschen Sozialdemokratie angesehen werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die vom Reichskanzler 1878 erlassenen Sozialistengesetze hatten das Ziel, die Sozialdemokratie als politische Kraft auszuschalten und drängte die SAP für zwölf Jahre in den Untergrund. Im Herbst 1890, nach dem Außerkrafttreten des Sozialistengesetzes änderte die SAP ihren Namen in Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD). Ein Jahr später verabschiedete sie auf ihrem Parteitag in Erfurt das gleichnamige Programm. Die von Karl Kautsky und das Eduard Bernstein entworfenen Leitlinien lehnten den Reformismus ab und näherten sich wieder stärker an den Marxismus an. Die SPD entwickelte sich ab 1890 hinsichtlich Mitgliederzahlen und Wahlergebnissen zu einer starken Arbeiterpartei und stellte 1912 die stärkste Partei im Reichstag. 1913, nach dem Tode von August Bebel der seit Mitte der 1860er Jahre die deutsche Sozialdemokratie geprägt hatte, teilten sich den Parteivorsitz Hugo Haase (ab 1911) und Friedrich Ebert (ab 1913).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zunächst organisierte die SPD 1914 Demonstrationen gegen den drohenden Krieg. Aber am 4. August 1914 stimmte die SPD Fraktion im Reichstag für die Gewährung von Kriegsanleihen. Bei einer erneuten Abstimmung über weitere Kriegsanleihen im Dezember 1914 stimmte einzig der Abgeordnete Karl Liebknecht und später auch der Abgeordnete Otto Rühle gegen diese weiteren Kredite. Die sog. Burgfriedenspolitik (Kriegsbilligung) der SPD Parteispitze geriet zunehmend in die Kritik und es zu grundlegenden innerparteilichen Spannungen. Das Ergebnis war, das zunächst die Abgeordneten Liebknecht und Rühle aus der Fraktion ausgeschlossen wurden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Im Dezember 1915 wurde im Reichstag dann über weitere Kriegsanleihen abgestimmt und 44 Abgeordnete stimmten gegen weitere Kriegsanleihen. Daraufhin schloss man diese Abgeordneten, darunter auch der Vorsitzende Haase aus der Fraktion aus. Diese traten daraufhin in die von Karl Liebknecht gegründeten Sozialdemokratischen Arbeitsgemeinschaft ein. Trotz mehrfacher Vermittlungsgespräche wurde im April 1917 in Gotha die Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands (USPD) mit Hugo Haase als Vorsitzenden gegründet. Auch der von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg gegründete Spartakusbund wurde Teil der USPD.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Sozialdemokratische Arbeiterpartei Deutschlands SPD wurde nach der Abspaltung der USPD in MSPD umbenannt. Ab 1917 wurde auch den Sozialdemokraten klar, dass der Krieg in eine Niederlage führt. Nach Meuterei in Wilhelmshaven und Novemberrevolution in Kiel übergab man nach Abdankung des Kaisers der MSPD unter Friedrich Ebert die Regierungsgewalt.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freitag, 1. November 1918 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Deutschland war im Krieg in Militärbezirke aufgeteilt. Kiel mit dem Kriegshafen war einer dieser Bezirke. Der amtierende Chef der Marinestation der Ostsee war gleichzeitig Gouverneur des Bezirkes Kiel und auch in Kriegszeiten die höchste zivile Gewalt. Seit dem 30. Oktober 1918 hatte Admiral Wilhelm Souchon dieses Amt inne&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Stabsoffizier des III. Geschwaders informierte Admiral Souchon vorab von der Ankunft der Schiffe in Kiel und den bisherigen Ereignisse in Wilhelmshaven. Am 1. November 1918 um 10:00 Uhr fand dann ein erstes Treffen zwischen Vizeadmiral Hugo Kraft und dem Gouverneur Souchon statt. Da man in Kiel den Generalstreik der Kieler Werftarbeiter erwartete und eine Verbindung streikerprobter Arbeiter und aufrührerischer Besatzung musste unbedingt verhindert werden, drängte Admiral Souchon darauf, dass das III. Geschwader Kiel schnell wieder verlassen sollte. Diesem Wunsch entsprach Vizeadmiral Kraft aber nicht. Er ging davon aus, dass sich die Lage durch die genehmigten Landurlaube für die Besatzungen wieder beruhigen wird. Dass das III. Geschwader die allgemeine Lage falsch einschätzte wurde auch deutlich, als das Linienschiff SMS König bei der Kaiserlichen Werft eingedockt wurde. So konnte eine Begegnung zwischen Schiffsbesatzung und Werftarbeitern nicht verhindert werden. Als einzigen Punkt vereinbarten Gouverneur Souchon und Vizeadmiral Kraft eine intensive Überwachung der Landgänger durch Decksoffiziere und Polizeikräfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen den Erwartungen nutzten aber die Besatzungen den erteilten Landurlaub zu weitere Beratungen über die weitere Vorgehensweise. Bereits am 1. November 1918 trafen sich am Abend im Gewerkschaftshaus rund 250 Besatzungsmitglieder. Man fasste den Beschluss ein erneutes Auslaufen der Hochseeflotte unter allen Umständen zu verhindern. Weiterhin schickte man eine Delegation zu den Kommandanten des Geschwaders, um eine Freilassung der verhafteten Kameraden zu erreichen. Die Delegation wurde aber von den Kommandanten abgewiesen. Die Anwesenden im Gewerkschaftshaus suchten verstärkt den Kontakt mit den Gewerkschaften, der USPD und der MSPD, weil sie befürchteten das den inhaftierten Kameraden ein Todesurteil drohte, wie am 26. August 1917 gegen Reichpietsch, Köbis, Weber, Sachse, Beckers in Wilhelmshaven geschehen. Ein weiteres Treffen wurde für den 2. November 1918 im Gewerkschaftshaus vereinbart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonnabend, 2. November 1918 ===&lt;br /&gt;
Da die Verantwortlichen von den Plänen der Besatzungsmitglieder für den 2. November erfuhren, verbot Souchon den Marineangehörigen die Nutzung des Gewerkschaftshauses und hielt in der Maschinenbauschule Sicherungskräfte bereit. Daraufhin verlegten die Marinesoldaten ihre Sitzung  auf den Großen Exerzierplatz im Vieburger Gehölz. Erneut forderten rund 600 Anwesende die Befreiung der Inhaftierten Soldaten. Auch wurde von Streikvorbereitungen der Werftarbeiter berichtet. Drei teilnehmende USPD Mitglieder sagten ebenfalls ihre uneingeschränkte Unterstützung zu. Für Sonntag den 3. November wurde eine weitere große Protestkundgebung auf dem Exerzierplatz vereinbart. Zum Abschluss erschien eine Kompanie Seesoldaten, um die Rädelsführer zu verhaften. Als Zeichen ihrer Solidarität ließen die Seesoldaten aber die Verhafteten wieder frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonntag, 3. November 1918 ===&lt;br /&gt;
Zunächst wurden auf Befehl des Kommandanten der SMS Markgraf nochmals 57 Besatzungsmitglieder verhaftet. Der Gefangenentransport in das Fort Herwarth geschah unter Protest der beteiligten Soldaten des Seebataillons. Die Marineführung versuchte mit einem Stadtalarm die geplante Demo zu unterlaufen. Nur etwa die Hälfte der Besatzungen kehrten entsprechend des zwischen 15.30 und 16.00 Uhr ausgelösten Alarms an Bord ihrer Einheiten zurück. Auch Gouverneur Vizeadmiral Souchon bat das Reichsmarineamt in Berlin um die Entsendung eines Schlichters mit einem SPD Parteibuch nach Kiel. Bei einem Treffen im Gewerkschaftshaus rief der SPD Reichstagsabgeordnete Heinrich Stubbe indirekt zum Streik auf. Während des Treffens verteilten USPD Mitglieder Handzettel und luden zu der Versammlung am Nachmittag ins Vieburger Gehölz ein. Zu der, von der USPD unterstützten Demonstration wurden sowohl Marinesoldaten als auch Arbeiter eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachmittags suchten rund 5.000 bis 6.000 den Großen Exerzierplatz im Vieburger Gehölz auf. Die Menge forderte ein Ende des Krieges und die Befreiung der in der Feldstraße inhaftierten Kameraden. Mehrere Redner ergriffen das Wort konnten die aufgebrachte Menge nicht mehr beruhigen. Die Demonstranten formierten sich zu einem Protestzug in Richtung Innenstadt. Zunächst wurde das Ausflugslokal Waldwiese gestürmt, dann zog man weiter über Hummelwiese, Bahnhof bis zur Brunswik. An der Kreuzung Karlsstraße, heute Beginn Feldstraße, wurde eine Polizeikette von den Demonstranten überrannt. Hinter den Polizisten befand sich ein Rekrutenzug. Als sich die Demonstranten weiter in Richtung der Arrestanstalt bewegten gab der Zugführer den Schießbefehl. Die Schüsse wurden von den Demonstranten erwidert. Sowohl Demonstranten als auch Rekrutenzug verschwanden in alle Richtungen. Insgesamt waren 7 Tote und 29 Verletzte zu beklagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Montag, 4. November 1918 ===&lt;br /&gt;
Bereits nachts und am frühen Morgen hatten sich die Unruhen in Kasernen und auf den Werften fortgesetzt. Auf der Germaniawerft wie auch in der Torpedowerkstatt kam es bereits ab 10:00 Uhr zu Arbeitsniederlegungen. Diesem Streik schlossen sich auch die Arbeiter der Howaldtswerke und der Kaiserlichen Werft an. Da an mehreren Plätzen in der Stadt geschossen wurde, wurde auch hier die Lage langsam sehr unübersichtlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Marineführung ließ trotz der unübersichtlichen Entwicklung noch weitere Marineangehörige verhaften und diese dann im Marinegefängnis in der Wik festsetzen. Durch diese Maßnahmen eskalierte die Lage in der Wik. In dem Kasernengelände demonstrierten die I. Torpedo-Division, die I. Werft-Division und die U Boot-Division und bewaffneten sich im Rahmen dieser Demonstrationen. Die Aufständischen der I. Torpedo-Division gründeten den ersten Soldatenrat und bestimmten Karl Artelt zu ihrem Sprecher. Weitere Einheiten folgten dem Beispiel der Torpedo-Division und wählten ebenfalls Soldatenräte. Artelt übermittelt mit zwei weiteren Kameraden die Forderungen des Soldatenrates dem Kommandeur der Torpedo-Division. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Die Forderungen des Soldatenrates:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;1.       Abdankung des Hohenzollernhauses&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;2.       Aufhebung des Belagerungszustandes&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;3.       Freilassung unserer gemaßregelten Kameraden vom III. Geschwader&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;4.       Freilassung aller im Zuchthaus sitzenden Kameraden der Matrosenerhebung im Jahre 1917&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;5.       Freilassung sämtlicher politischer Gefangenen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;6.       Einführung des allgemeinen, gleichen und geheimen Wahlrechts für beide Geschlechter&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 13:00 Uhr sitzen dann Abordnungen der neu gegründeten Soldatenräte im großen Saal des Gewerkschaftshauses zusammen, versuchen Ziele und das Programm der Bewegung zu formulieren, Strukturen aufzubauen und die Aktionen zu koordinieren. Zwei Stunden nach der Versammlung der Matrosen trafen sich im gleichen Saal des Gewerkschaftshauses die Vertreter der Arbeiterschaft und beschlossen zur Unterstützung der Marinesoldaten riefen ab dem 5. November 1918 den Generalstreik aus. Die Umsetzung dieser Solidaritätsbekundungen der Arbeiterschaft zwangen Souchon gegen 17:00 Uhr auch Gespräche mit den Vertretern der Arbeiter in der Marinestation aufzunehmen. Die Verbindung zwischen den Werftarbeitern und den aufständischen Marinesoldaten sollte eigentlich vermieden werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am frühen Nachmittag verließ das III. Geschwader ohne die im Dock liegende SMS König auf Wunsch des Gouverneurs Souchon Kiel und verlegte nach Travemünde. Etwa tausend Mann der Besatzungen blieben an Land. Die Matrosen auf den Schiffen weigerten sich, die Leinen loszuwerfen. Das Auslaufen wurde von den Fähnrichen und Deckoffizieren ausgeführt. &#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folge der Bewaffnung der Aufständischen untersagte Souchon den Schusswaffengebrauch und er entschloss sich kurz nach 14 Uhr mit dem Soldatenrat zu verhandeln. Es erging eine Einladung an den Soldatenrat zu Gesprächen in der Marinestation zu erscheinen. Karl Artelt und weitere Mitglieder des Soldatenrats fuhren mit einer großen roten Fahne am Auto zum Gouverneur in die Adolfstraße, wo sie gegen 15:00 Uhr eintrafen. Eine herausragendes Ergebnis dieser Gespräche war die Zusage die in der Marinearrestanstalt an der Karlsstraße inhaftierten Matrosen des III. Geschwaders freizulassen. Karl Artelt und der Oberkriegsgerichtsrat Eichheim in die Arrestanstalt und entlassen 16 politische Gefangene. Die befreiten Kameraden wurden vor dem Gefängnis von Demonstranten freudig begrüßt. Artelt fordert die Anwesenden auf sich um 20:00 Uhr zu einer Kundgebung auf dem Wilhelmsplatz einzufinden. Anschließend fuhr er in Richtung Hauptbahnhof, wo die Vertreter der Reichsregierung erwartet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 19.30 Uhr trafen auf dem Kieler Hauptbahnhof der MSPD Abgeordneten Gustav Noske und der Staatssekretär Haußmann von der Fortschrittlichen Volkspartei ein. Beide wurden von jubelnden Matrosen begrüßt. Noske und Haußmann fuhren sofort zum Wilhelmsplatz. Hier demonstrierten mehrere tausend Menschen. Noske hielt eine kurze Ansprache und forderte von allen die Bewahrung von Ruhe und Ordnung. Gleichzeitig zeigte er aber auch, dass er die Interessen der aufständischen Marinesoldaten und Arbeiter vertreten werde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rede auf dem Wilhelmsplatz suchen Noske, Haußmann und Artelt das Gewerkschaftshaus in der Legienstraße auf, da Gerüchte kursieren, dass es in der Nacht zu Unruhen in Kiel kommen könnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 21:00 Uhr fand im Gebäude der Marinestation unter Leitung des Gouverneurs eine weitere Krisensitzung statt. Neben etlichen höheren Marineoffizieren sowie Abordnungen der Meuterer, nahmen auch Artelt, Noske und Haußmann daran teil. Ferner waren Vertreter beider Sozialdemokratischen Parteien aus Kiel und der Gewerkschaftsvorsitzende Garbe zugegen. Als wichtigstes Ergebnis der Verhandlungen blieb festzustellen, dass die inzwischen in der Stadt zusammengezogenen Heereseinheiten wieder abrücken würden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit, als noch im Stationsgebäude verhandelt wurde, bildete sich im Gewerkschaftshaus als Machtorgan der „Oberste Soldatenrat“. Dieser beanspruchte für sich die oberste Befehlsgewalt über sämtliche Matrosen der Marinestation. Der erste Vorsitzende des Soldatenrates wurde Karl Artelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dienstag, 5. November 1918 ===&lt;br /&gt;
Für den zivilen Sektor entstand in der Nacht zum 5.November der Kieler Arbeiterrat. Ihm gehörten unter der Leitung von Gustav Garbe Vertreter von MSPD, USPD und Obleute der Großbetriebe an. In seiner Eigenschaft als Vorsitzender dieses Gremiums setzte Garbe am nächsten Morgen den Stellvertretenden Stadtverordnetenvorsteher Eduard Adler (MSPD) als „Beigeordneten“ des Oberbürgermeisters Lindemann ein. Die Verwaltungsorgane der Stadt Kiel arbeiteten wie bisher weiter, unterstanden aber jetzt dem Arbeiterrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss der Besprechungen unter Leitung des Gouverneurs Souchon in der Marinestation suchte Karl Artelt gegen 00:15 Uhr das Gewerkschaftshaus auf, weil dort immer noch Vertreter der Soldaten- und Arbeiterräte gemeinsam an weiteren programmatischen Lösungen arbeiteten. Man formulierte nachfolgende 14 Kieler Punkte: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Die 14 Kieler Punkte:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;1.       Freilassung sämtlicher Inhaftierten und politischen Gefangenen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;2.       Vollständige Rede- und Pressefreiheit.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;3.       Aufhebung der Briefzensur.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;4.       Sachgemäße Behandlung der Mannschaften durch Vorgesetzte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;5.       Straffreie Rückkehr sämtlicher Kameraden an Bord und in die Kasernen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;6.       Die Ausfahrt der Flotte hat unter allen Umständen zu unterbleiben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;7.       Jegliche Schutzmaßnahmen mit Blutvergießen haben zu unterbleiben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;8.       Zurückziehung sämtlicher nicht zur Garnison gehöriger Truppen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;9.       Alle Maßnahmen zum Schutze des Privateigentums werden sofort vom Soldatenrat festgesetzt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;10.     Es gibt außer Dienst keine Vorgesetzten mehr.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;11.     Unbeschränkte persönliche Freiheit jedes Mannes von Beendigung des Dienstes bis zum Beginn des nächsten Dienstes.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;12.     Offiziere, die sich mit den Maßnahmen des jetzt bestehenden Soldatenrates einverstanden erklären, begrüßen wir in unserer Mitte. Alles Übrige hat ohne Anspruch auf Versorgung den Dienst zu quittieren.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;13.     Jeder Angehörige des Soldatenrates ist von jeglichem Dienste zu befreien.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;14.     Sämtliche in Zukunft zu treffenden Maßnahmen sind nur mit Zustimmung des Soldatenrates zu treffen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die doch in einigen Punkten unterschiedliche Interessenlage zwischen Marinesoldaten (Soldatenrat) und Arbeitern (Arbeiterrat) auszugleichen, tagten beide Gremien weiterhin im Gewerkschaftshaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht vom 4. auf den 5. November gab es immer wieder Hinweise, dass die Marine den Aufstand mit Gewalt zerschlagen wollte. Daraufhin inhaftierte der Soldatenrat Gouverneurs Souchon und hielt ihn für mehrere Stunden im Bahnhof fest. Weiterhin kam es auch im Innenstadtbereich, auf den Werften und an der Förde zu Schießereien. Noch in der Nacht übernahmen die Soldaten auch die Fernschreib- und Fernsprechzentrale. Bei Sonnenaufgang wehen dann am Rathaus und am Kieler Schloss die rote Flagge der Revolution. Bei der Flaggenparade wurde am Morgen des 5.Novembers auf allen Kriegsschiffen im Kieler Hafen statt der Reichskriegsflagge, die rote Fahne der Revolution gehisst. Lediglich auf der im Dock liegenden SMS König ging die Kaiserliche Flagge hoch. Zwei Offiziere wurden bei deren Verteidigung schwer verwundet, als Matrosen versuchten auch hier die Revolutionsfahne zu hissen. Beide erlagen später ihren Verletzungen. Kommandant Kapitän Weniger, selbst auch schon verwundet, erschoss einen Matrosen, als dieser Hand an die Kriegsflagge legen wollte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen 08:00 Uhr, es ist Generalstreik, treffen sich etwa 1000 Vertrauensleute der Arbeiterschaft in dem Lichtspielhaus Reichshallen am Bootshafen. Nach einem kurzen Besuch und kurzer Information über den Verhandlungsstand verlässt Noske die Reichshallen und sucht im Gewerkschaftshaus den Soldatenrat auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Arbeiterrat beginnt mit der Übernahme der Stadtverwaltung. Eduard Adler (MSPD), stellvertretender Stadtverordnetenvorsteher, der vom Arbeiterrat als Beigeordneter für die Stadtverwaltung vorgesehen war, legte gegen 10:00 Uhr seine von Gustav Garbe unterzeichnete Legitimation dem OB Lindemann vor. Das Ernährungsamt wurde direkt vom Arbeiterrat übernommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kiel gab es den ganzen Tag über Übergriffe der bewaffneten Sicherheitskräfte des Soldatenrates gegenüber Offizieren und nahmen ihnen Säbel und Rangabzeichen ab. Auf den Schiffen wurden rund 200 Offiziere von aufständischen Matrosen entwaffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den aufständischen Matrosen wächst die Furcht vor einer bevorstehenden Gegenrevolution. Die Straßen in Kiel werden unsicher und es kommt immer öfters zu Schießereien. Am 5. November sind in Kiel 10 Tote und 21 Verletzte zu beklagen. Das Sicherheitsgefühl auf den Straßen der Stadt Kiel verändert sich, nach Übernahme des Sicherheitsdienstes durch den Soldatenrat, drastisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Wilhelmplatz ist für 13:00 Uhr eine weitere Versammlung einberufen. Bei widrigen Witterungsbedingungen gelingt es Noske sich als sich als Retter in der Not darzustellen. Mit einer programmatischen Rede gewinnt er das Vertrauen der Anwesenden und es gelingt ihm die Leitung des Soldatenrates zu übernehmen. Er unterbreitet den Anwesenden Lösungsvorschläge die, die Zustimmung an der Demonstranten finden. Durch die Ablösung von Karl Artelt hatte Noske es geschafft nach seiner Ankunft in Kiel innerhalb weniger Stunden die Macht in der Stadt zu übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammen mit Karl Artelt sucht Noske im Anschluss an seine Ernennung zum Vorsitzenden des Soldatenrates die Marinestation in der Adolfstraße auf. Er übernimmt in dem Gebäude einige Zimmer und lässt diese als Büro herrichten. Gegen 16:00 Uhr findet das erste Treffen der Vertrauensleute im Stationsgebäude statt. Damit der Soldatenrat effektiv arbeiten kann sucht Noske aus dem Kreis der anwesenden Vertrauensleute 7/9 Personen aus, die zusammen mit ihm und Artelt den neuen Soldatenrat bilden. Nachdem sich der neue Soldatenrat konstituiert hatte, wurde die ersten ordnungspolitischen Beschlüsse gefasst und in einem Flugblatt, das von Noske und Artelt unterzeichnet war, der Bevölkerung mitgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zu den Besprechungen in der Marinestation gab es kurz nach 13 Uhr in der Stadt mehrere Schießereien, die bis etwa 15 Uhr andauerte. Es gab 10 Tote und mindestens 21 Verletzte. Auslöser waren Gerüchte das Heeressoldaten in Richtung Kiel marschierten, um den Aufstand gewaltsam zu beenden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf dem Kieler Schloss weht eine rote Fahne und die Schlosswache wurde durch eine vom Soldatenrat eingesetzte Patrouille ersetzt. Im Verlauf der Unruhen begann der im Schloss wohnende Bruder des Kaisers, Prinz Heinrich, sich um seine persönliche wie auch um die Sicherheit seiner Familie zu sorgen. Am Abend des 5. November verließ er mit seiner Familie in einem Wagen mit einer roten Fahne das Schloss in Richtung Gut Hemmelmark in der Nähe von Eckernförde. An der Levensauer Hochbrücke wird das Fahrzeug von Aufständischen kontrolliert. Es kam zu einem Schusswechsel, wobei ein mitfahrender Soldat tödlich getroffen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der für die Sicherheit in der Stadt verantwortliche Stadtkommandant, Kapitän zur See Wilhelm Heine, wird in den späten Abendstunden des 5. November in seiner Wohnung (Feldstraße 122) von einer Patrouille erschossen, als er sich einer beabsichtigten Festnahme widersetzte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Kiel war der 5. November 1918  in den Augen der am Aufstand beteiligten Soldaten und Arbeiter der Tag, der den Sieg über das alte System brachte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittwoch, 6. November 1918 ===&lt;br /&gt;
Die am vorigen Nachmittag vom Soldatenrat beschlossenen und veröffentlichten Maßnahmen zeigten ihre ersten Wirkungen. Da nur noch vom Soldatenrat autorisierten Patrouillen bewaffnet Streife gehen durften, beruhigte sich die Lage in Kiel bereits in der Nacht schnell. Die Banken und erste Geschäfte öffneten am Morgen wieder und die Bürger trauten sich wieder auf die Straße. Im weiteren Tagesverlauf ernennt Admiral Souchon Kapitän zur See Waldemar Krah zum neuen Kieler Stadtkommandanten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Anmerkung:&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am Vormittag des 6. November 1918 fällt in Berlin die Entscheidung nicht mit Gewalt gegen die Aufständischen vorzugehen und gleichzeitig wurde den Teilnehmern an dem Aufstand Straffreiheit gewährt. Beide Punkte waren aber an die Bedingung geknüpft, dass alle Matrosen auf ihre Stationen zurückkehren sowie Waffen und Munition abgeben. Im Detail sah das Regierungsangebot folgende Punkte vor:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;1.       Straffreiheit für alle an der Bewegung Beteiligten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;2.       Amnestie für die wegen der vorjährigen Bewegung in der Flotte Verurteilten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;3.       Beschleunigte Herbeiführung des Waffenstillstandes.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;4.       Beschleunigung der Abdankungsfrage&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;5.       Weitere Reformen und Demokratisierung des Staates&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Mittagszeit versammelten sich Vertrauensleute verschiedener Einheiten im Stationsgebäude an der Adolfstraße. Noske sprach zu den Vertrauensleuten und appellierte an die Vertrauensleute wieder zur Normalität zurückzukehren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen 16:00 Uhr war ein weiteres Treffen der Vertrauensleute im Schlosshof (heute Metro Kino) an der Holtenauer Straße geplant. Da keine Einlasskontrollen durchgeführt wurden besuchten rund 1000 Aufständische diese Veranstaltung. Noske beschrieb den Anwesenden die großen Schwierigkeiten, die der Soldatenrat bei der Lösung der anstehenden Probleme hat. Die Stadt Kiel war isoliert, der Eisenbahnverkehr war eingestellt. Diese Tatsache bereitete dem Soldatenrat große Schwierigkeiten das nötige Geld und die nötigen Lebensmittel für die Bevölkerung zu beschaffen. Anschließend stellte er das beschlossene Regierungsangebot (s. Anmerkung) vom Vormittag den Anwesenden vor und empfiehlt gegen den Widerstand der Vorsitzenden des Arbeiterrats Garbe (MSPD) und Popp (USPD) die Annahme des Angebotes. Es kommt zu keinem Beschluss und nach chaotischer Diskussion löst sich die Versammlung gegen 19:00 Uhr auf. Eine für den nächsten Tag aber wichtiger Beschluss wurde doch noch verabschiedet. Der Vorsitzende des Arbeiterrates Lothar Popp wird Noske als gleichberechtigter Vorsitzender des Soldatenrates zur Seite gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Donnerstag, 7. November 1918 ===&lt;br /&gt;
Auch in Kiel trafen jetzt Meldungen von der weiteren Ausbreitung des Matrosenaufstandes in anderen Städten des Reiches ein. Ab dem 7. November nahm auch die Straßenbahn in Kiel ihren Dienst wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noske und ein kleiner Kreis von den Parteiführern der MSPD und der USPD setzen den Kieler Arbeiterrat als provisorische Regierung Schleswig-Holsteins ein. Weiterhin entschließt man sich Noske als neuen Gouverneur einzusetzen. Im Gegenzug soll Lothar Popp den Vorsitz des Soldatenrates übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen 15:00 Uhr wird eine Versammlung der Vertrauensleute verschiedener Einheiten angesetzt. Auf dieser Versammlung schlug Lothar Popp vor, Admiral Souchon zu entmachten und Noske zum neuen Gouverneur zu wählen. Die Wahl Noskes erfolgte ohne Gegenstimme. Nach erfolgter Wahl wurde auch Lothar Popp zum Vorsitzenden des Soldatenrates gewählt. Weiterhin wurde vereinbart, dass die Anordnungen des Gouverneurs vom Soldatenrat genehmigt werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch während der laufenden Versammlung sucht Noske Souchon auf, der sein Büro räumt und die Amtsgeschäfte ohne Gegendruck an Noske übergibt. Die anderen Offiziere unterstellen sich Noske der sie aber nochmals auffordert, auf ihren Posten zu verbleiben. Noske war nun Chef von mehreren Tausend Marinesoldaten und gleichzeitig gegenüber der zivilen Verwaltung weisungsberechtigt. Der Zivilist und gemäßigte Sozialdemokrat Noske hatte es geschafft das Soldatenräte und öffentliche Behörden vertrauensvoll miteinander arbeiteten. Gleichzeitig schaffte er es die ordnungspolitische Macht wieder an die bisherigen Kommandobehörden zu übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Regierung in Berlin und das RMA bestätigten Noske als neuen Militärgouverneur.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Zitat:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;MKStG Band 64, S. 115/116, Dirk Dähnhardt, Revolution in Kiel, Der Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik 1918/19&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Die präzisen und praktischen Anweisungen in diesem Befehl signalisierten, dass vom 7. November an in Kiel wieder geordnete Verhältnisse eintraten. Noskes erster Tagesbefehl als Gouverneur bedeutet jedoch nicht, dass dieser Tag auch wieder eine Rückkehr zu den Verhältnissen, wie sie vor dem 3 . November geherrscht hatten, brachte. Die sichtbarste Veränderung war der Wechsel auf dem Gouverneursposten. Ein Zivilist hatte, wie Noske später schrieb, „zum ersten Mal wohl in der Weltgeschichte&amp;quot; ein militärisches Kommando übernommen. Ein Vertreter des Parlaments hatte den Repräsentanten des Kaisers abgelöst. Der Wandel vom Kaiserreich zur Republik wurde in Kiel am wurde in Kiel am 7. November vollzogen, ein Wandel, der seine Schatten symbolisch auch auf die Ereignisse in Berlin zwei Tage später warf.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischenzeitlich wurde von den Vertrauensmännern aller Marineeinheiten ein neuer Oberster Soldatenrat gewählt. Neben dem Vorsitzenden USPD Politiker Lothar Popp wurden größtenteils Unteroffiziere, Oberheizer Artelt, Obermaat Koch, Signalmeister Riefstahl, Obermaat Schrader und Maschinistenmaat Ulrich gewählt. Im Verlauf der Nacht wurde dann von Noske und dem neuen Soldatenrat der erste Tagesbefehl des neuen Militärgouverneurs erarbeitet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Zitat:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;MKStG Band 64, S. 114/115, Dirk Dähnhardt, Revolution in Kiel, Der Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik 1918/19&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ich bin mit dem heutigen Tage einstimmig von den Vertrauensleuten sämtlicher sich der neuen Richtung angeschlossenen militärischen Formationen zum Gouverneur gewählt worden und habe die Geschäfte als solcher mit gleichem Zeitpunkt übernommen.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mir zur Seite steht der Oberste Soldatenrat des Befehlsbereichs der Ostseestation. Dieser setzt sich zusammen aus 5 Mitgliedern, welche aus den von den Vertrauensleuten der Truppen gewählten Obmännern hervorgegangen sind. Ich treffe meine Anordnungen in militärischen Angelegenheiten im Einvernehmen mit diesem Obersten Soldatenrat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;1. Sicherungsdienst&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der gesamte Sicherungsdienst im Bereich des Gouvernements wird in vollem Maße wieder aufgenommen und von den Kommandanturen weitergeführt. Die Kommandanten haben das weitere zu veranlassen und einen entsprechenden Befehl umgehend auszugeben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;2. Verwaltungs-Angelegenheiten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gehaltszahlung, Löhnung und Bekleidungswirtschaft wird in der bisherigen Weise geregelt. Die Verpflegung ist eine einheitliche.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;3. Dienstregelung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Militärischer Dienst findet nicht statt mit Ausnahme des üblichen Wach-, Verwaltungs- und Sanitätsdienstes . Kameraden, die nicht oder noch nicht mit Waffen ausgebildet sind, sind nur zu solchen Arbeiten zu verwenden, die im Interesse unseres Allgemeinwohls erforderlich sind.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;4. Urlaub&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Garnisonurlaub ist für alle Kameraden in weitgehendstem Maße zu erteilen und von den zuständigen Dienststellen im Einvernehmen mit den Vertrauensleuten selbständig zu regeln. Über Heimaturlaub folgt noch besondere Anweisung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Urlaubskarten: Bis zum Zapfenstreich sind keine Urlaubskarten erforderlich. Diese Regelung gilt für alle Kameraden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;5. Waffentragen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Sämtlichen nicht im Sicherheitsdienst befindlichen Kameraden ist das Waffentragen verboten.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;6. Vorgesetztenverhältnis&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Kameraden, welche Dienstgrade innehaben, sind nur im Dienst Vorgesetzte. Die Anrede in der dritten Person fällt fort.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;7. Personalmeldung&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bis zum 15. d. Mts. sind von sämtlichen Dienststellen (auch Lazaretten) a. d. D. Meldungen über Anzahl der Iststärke getrennt nach dem Bestand vom 2. und vom 13. November an den Soldatenrat einzureichen, damit die Zahl der fehlenden Mannschaften festgestellt werden kann. Heimatbeurlaubte sind besonders anzuführen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;8. Ärztliches&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Eine ärztliche Untersuchung sämtlicher Kameraden ist beschleunigt durchzuführen und eine entsprechende Meldung nach Veranlassung dem Obersten Soldatenrat vorzulegen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Kameraden! Eingedenk unserer großen Sache ist es Pflicht eines jeden von uns, mit vollster Hingabe im Interesse unseres Landes und unseres Volkes, dem wir Freiheit und Gedeihen für die Zukunft sichern wollen, mitzuwirken!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dieser Befehl ist sofort durch die Vertrauensleute allen Kameraden bekannt zu geben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Einverstanden&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Oberste Soldatenrat            gez. Noske&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anweisungen des ersten Tagesbefehls des Gouverneurs Noske nahm sowohl Bezug auf die Forderungen der meuternden Marinesoldaten, wobei aber auch eindeutige Verhaltensregeln für Offiziere und Mannschaften definiert wurden. Es wurde deutlich sichtbar, dass die zwischenzeitlichen eingetretenen Systemveränderungen (3.-7. November) nicht umkehrbar waren, was auch durch den Wechsel von Noske auf den Posten des Militärgouverneur unterstrichen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein am Morgen von der provisorischen Regierung Schleswig-Holsteins mit Parteiführern der MSPD und USPD, dem Soldatenrat und dem Arbeiterrat abgestimmter Aufruf wurde um 18 Uhr als Flugblatt an die Bevölkerung verteilt. Er war sowohl vom Arbeiter- als auch dem Soldatenrat unterzeichnet. Der Aufruf begann mit dem Satz: „Die politische Macht ist in unserer Hand.“ Die Bevölkerung wurde weiterhin aufgefordert die provisorische Regierung bei ihrer Arbeit zu unterstützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freitag, 8. November 1918 ===&lt;br /&gt;
Unter der Aufsicht der Beigeordneten des Arbeiterrates nahm die Polizei den Dienst wieder aufnehmen. Die Lebensumstände der Bevölkerung normalisierten sich weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noske stellte sich als neuer Militärgouverneur den Verantwortlichen der Kaiserlichen Werft vor und bat um deren Unterstützung. Gleichzeitig forderte er aber auch, dass sich die Kaiserliche Werft dem Soldatenrat unterstellen sollte. Die Mitsprache der Arbeiter und Marinesoldaten an betrieblichen Entscheidungen wurde neu geregelt. Auf der Kaiserlichen Werft bestimmten die Mitglieder der Arbeiter- und Soldatenrates jetzt mit. Das erste Mal trifft ein sog. Werftausschuss sich mit dem Werftdirektor am 08. November. Es wird zunächst vereinbart, dass der Generalstreik am 12./13. November beendet wird und gleichzeitig eine tägliche Arbeitszeit von 8 Stunden gilt. Der bewaffnete Sicherheitsdienst auf der Werft bleibt in der Verantwortung des Soldatenrates. Die gleiche Entwicklung gab es auch der Germaniawerft. Die Arbeiter- und Soldatenräte bestimmen mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Verhältnis zwischen Mannschaftsdienstgraden und Offizieren, wie am 5. November in den 14 Kieler Punkten gefordert, neu zu regeln fand gegen 18:30 Uhr ein erstes Treffen zwischen Vertretern der Marinestation und des Obersten Soldatenrates gegen statt. Man vertagte, da noch keine Einigung erreicht wurde, die Sitzung auf den nächsten Tag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonnabend, 9. November 1918 ===&lt;br /&gt;
Die unterbrochene Sitzung zwischen den Vertretern von Marinestation und Obersten Soldatenrat wurde um 10:00 Uhr fortgesetzt. Zunächst wurde den Offizieren aber mitgeteilt, dass der Kaiser sie von ihrem Eid entbunden habe. So gelang es den Vertretern der Marine (Konteradmiral Küsel, Korvettenkapitän Hollmann, Korvettenkapitän Quaatz) und des Obersten Soldatenrates (Popp, Artelt, Riefstahl) sich auf einen gemeinsamen  Kompromiss zu einigen. Offiziere, die sich dem Soldatenrat unterstellten, blieben im Amt. Für die Ausübung einer Kommandogewalt war das Vertrauen der Untergebenen notwendig. Abgelehnte Offiziere mussten sich der Marinestation zur Verfügung stellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Zitat:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;MKStG Band 64, S. 127/128, Dirk Dähnhardt, Revolution in Kiel, Der Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik 1918/19&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Richtlinien zwischen Offizieren und Soldatenräten:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In gemeinsamer Beratung zwischen dem Soldatenrat und den Vertretern der Offiziere ist folgendes vereinbart:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;1.       Offiziere, die sich mit den Maßnahmen des Soldatenrats einverstanden erklären, begrüßen wir in unserer Mitte. Es kommen nur solche in Betracht, die auf der Grundlage gemeinsamen, wechselseitig anerkannten Verständnisses für das Erfordernis des Augenblicks zu arbeiten fähig sind und das Vertrauen zu ihren bisherigen Untergebenen nicht verloren haben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;2.       Offiziere, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, sind ihres Kommandos enthoben und werden der Station zur Verfügung gestellt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;3.       Die Offiziere zu 1. geben schriftlich die bindende Erklärung ab, unter keinen Umständen der neuen Volksbewegung feindlich gegenüberzutreten&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;4.       Stellung der Offiziere im Dienst :&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;a) Diese Kameraden sind nur im Dienst Vorgesetzte. Anrede in der dritten Person findet nicht statt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;b) Sie tragen im Dienst die bisherige Uniform mit allen Abzeichen und Offiziersseitengewehr. Schusswaffen werden nicht getragen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;c) Der Dienst wird im Einvernehmen mit dem Soldatenrat festgesetzt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;d) Ein gegenseitiges Vorgesetztenverhältnis zwischen Offizier und Soldatenrat besteht nicht.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;5.       Stellung der Offiziere außer Dienst:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;a) Kein Vorgesetztenverhältnis, kein Grußzwang .&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;b) Der Offizier muss auch in Uniform außer Dienst vor Belästigungen sicher sein.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den Mannschaften abgelehnte Offiziere mussten sich in der Station zur Verfügung halten. Die große Mehrheit der Offiziere ließ sich darauf ein, wobei die Mitteilung, der Kaiser habe sie von ihrem Eid entbunden, eine wichtige Rolle gespielt haben dürfte. Mit diesem Kompromiss verzichteten die Offiziere auf mehrere Privilegien, doch blieb im Dienst die Kommandogewalt in ihren Händen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am späten Nachmittag laufen die aus Travemünde zurückkehrenden vier Linienschiffe des III. Geschwaders in die Kieler Förde ein. Alle Einheiten führen die rote Flagge. Viele Offiziere der Linienschiffe verließen bereits in Travemünde ihre Schiffe, da Offiziere von der Schiffsführung ausgeschlossen wurden. Dem Geschwaderchef Vizeadmiral Hugo Kraft und dem Militärgouverneurs Noske gelang es, dass viele der noch an Bord befindlichen Offiziere sich dem Soldatenrat unterstellen. Nach dem Einlaufen werden die Mannschaften beurlaubt und etliche Offiziere verlassen in Zivil ihre Einheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kiel, im Schwanenweg 24, erscheinen beim Oberpräsidenten der preußischen Provinz Schleswig-Holstein Friedrich von Moltke, Abgesandte des Arbeiterrates. Sie informieren von Moltke das er ab sofort der provisorischen Regierung unterstellt ist. Als Beigeordneter wurde ihm der MSPD-Bezirksparteisekretär Heinrich Kürbis zugeteilt. Moltke erklärte sich dazu bereit und wies die ihm untergebenen Ebenen entsprechend an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was geschah in Berlin am 9./10. November 1918  ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Quellen Wikipedia:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Kieler Matrosenaufstand&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Novemberrevolution&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Karl Liebknecht&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 9. November 1918 entspricht Reichskanzler Max von Baden den Forderungen der SPD und obwohl Wilhelm II. einer Abdankung noch nicht zugestimmt hatte, gibt er den Thronverzicht von Kaiser Wilhelm II. bekannt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Zitat: Die Erklärung des Reichskanzlers Max von Baden vom Vormittag des 9. November&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Der Reichskanzler bleibt noch so lange im Amt, bis die mit der Abdankung des Kaisers, dem Thronverzicht des Kronprinzen des Deutschen Reiches und von Preußen und der Einsetzung der Regentschaft verbundenen Fragen geregelt sind. Er beabsichtigt, dem Regenten die Ernennung des Abgeordneten Ebert zum Reichskanzler und die Vorlage eines Gesetzentwurfes wegen der sofortigen Ausschreibung allgemeiner Wahlen für eine verfassunggebende Deutsche Nationalversammlung vorzuschlagen, der es obliegen würde, die künftige Staatsform des deutschen Volkes einschließlich der Volksteile, die ihren Eintritt in die Reichsgrenzen wünschen sollten, endgültig festzustellen.“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Anschließend übergab von Baden die Regierungsgeschäfte an den SPD-Vorsitzenden Ebert. Friedrich Ebert übernahm daraufhin das Amt des Reichskanzlers. Die bisherigen Staatssekretäre blieben aber im Amt und Max von Baden übernahm das Amt eines Reichsverwesers. Mit diesen organisatorischen Maßnahmen glaubte Ebert bis zur Ernennung eines Regenten die Monarchie erhalten zu können.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Für die Demonstranten auf der Straße blieben von diese politischen Schachzug unbeeindruckt und forderten weiterhin die Abschaffung der Monarchie. Auch Karl Liebknecht hielt sich in Berlin auf. Er gründete am 8. November in Berlin den Spartakusbund und beabsichtigte die Ausrufung einer sozialistischen Republik. Von diesem Vorhaben erfuhr der stellvertretende MSPD Vorsitzende Philipp Scheidemann. Daraufhin rief Scheidemann gegen den Willen von Ebert, auf einem Balkon die Republik aus. Karl Liebknecht soll entsprechend einer Pressemitteilung fast zeitgleich im Berliner Lustgarten die Freie Sozialistische Republik ausgerufen haben. Gegen 16:00 Uhr proklamierte Liebknecht erneut im Hof des Berliner Stadtschlosses die Freie Sozialistische Republik.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am folgenden Tag wurde ein aus jeweils drei Vertretern der MSPD (Ebert, Scheidemann, Landsberg) und drei Vertretern der USPD (Haase, Dittmann, Barth) Rat der Volksbeauftragten gewählt. Dieser Rat wurde von 24 Mitgliedern des ebenfalls paritätisch besetzten Vollzugsrat der Arbeiter- und Soldatenräte kontrolliert. Der Rat der Volksbeauftragten nahm noch am gleichen Tag seine Arbeit auf.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 11.November unterzeichnete der Reichstagsabgeordnete Matthias Erzberger bei Paris das Waffenstillstandsabkommen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kiel verlor damit seine Vorreiterrolle und Berlin rückte in den Fokus der weiteren Entwicklung. Am Sonntag dem 10. November 1918 wurden unter großer Anteilnahme der Bevölkerung auf dem Parkfriedhof Eichhof die zivilen Opfer bestattet. Die Militärangehörigen wurden am Montag dem 11. November 1918 auf dem Nordfriedhof bestattet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literaturverzeichnis ===&lt;br /&gt;
* Sönke Petersen, Arbeiterbewegung, Kommune und Howaldtswerke, 1. Auflage 2016, Pro BUSINESS GmbH, Berlin, S. 160ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rackwitz, M. (2011). Märzrevolution in Kiel 1848. (S. G. Jensen, Hrsg.) Boyens Buchverlag GmbH &amp;amp; Co. KG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rackwitz, M. (2018). Kiel 1918 Revolution - Aufbruch zu Demokratie und Republik. Kiel/Hamburg: Wachholtz Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wette, W. (2010). Gustav Noske und die Revolution in Kiel 1918. Heide: Boyens Medien GmbH &amp;amp; Co.KG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Quellen Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte ====&lt;br /&gt;
MGKStG Band 64, S. 127/128, Dirk Dähnhardt, Revolution in Kiel, Der Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik 1918/19&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SVGKStG Band 64, Hrsg. Jürgen Jensen, Wolfram Wette, Gustav Noske und die Revolution in Kiel 1918&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SVGKStG Band 87, Hrsg. Jürgen Jensen, Martin Rackwitz, Kiel 1918 Revolution – Aufbruch zu Demokratie und Republik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Quellen Wikipedia.de: ====&lt;br /&gt;
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Max_Reichpietsch&amp;amp;oldid=260178825&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Albin_Köbis&amp;amp;oldid=260178818&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Kieler_Matrosenaufstand&amp;amp;oldid=263261861&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Novemberrevolution&amp;amp;oldid=263252825&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Karl_Liebknecht&amp;amp;oldid=265885795&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: 1911-1920] [[Kategorie: Erster Weltkrieg]] [[Kategorie: Ereignis]] [[Kategorie: Kieler Arbeiter- und Matrosenaufstand]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
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		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Heinrich_Diederichsen,_Howaldtswerke_Aktiengesellschaft_1926-1937&amp;diff=70310</id>
		<title>Heinrich Diederichsen, Howaldtswerke Aktiengesellschaft 1926-1937</title>
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		<updated>2026-06-06T10:34:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Werftübernahme durch Heinrich Diederichsen konkretisiert.&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Heinrich Diederichsen, [[Howaldtswerke]] Aktiengesellschaft === &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Howaldtswerke ====&lt;br /&gt;
Am 22. Juni 1889 fusionierten die [[Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft]] und die [[Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt]] zu einer gemeinsamen Aktiengesellschaft. Diese Gesellschaft wurde als [[Howaldtswerke]] ins Handelsregister eingetragen. Firmensitz war Dietrichsdorf an der Mündung der Schwentine. Bis zur Jahrhundertwende konnten die [[Howaldtswerke]] bereits 390 Neubauten abliefern.&lt;br /&gt;
Trotz aller Schwierigkeiten erwirtschafteten die [[Howaldtswerke]] bis zum Geschäftsjahr 1903/04 positive Geschäftsergebnisse. Die Werft musste aber für den Bau größerer Neubauten dringend ausgebaut und modernisiert werden. Ab 1889 wurde daher, neben kleineren Investitionen an den Fertigungsstätten auch das Firmengelände vergrößert. So umfasste im Geschäftsjahr 1892/93 das Werftgelände schon bereits 4000m². Ab 1895 erwarben die Howaldtswerke noch weitere zusätzliche Grundstücke. So konnte ein, wegen veränderter Schiffsgrößen eine totalen Werfterweiterung realisiert werden. Letztlich reichte das Werftgelände an der Kieler Förde in Richtung Mönkeberg bis an das Munitionsdepot.**&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;**125 Jahre Kieler Howaldt[[swerke, 1963 Hrsg. Kieler Howaldtswerke Aktiengesellschaft Kiel, Manuskript Hellmut Kleffel, Seite 14 – 37&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1896 wurde zur Finanzierung der geplanten Werfterweiterung das Grundkapital von 2 Millionen Mark um 1 Million Mark erhöht. Es folgte 1898 eine weitere Erhöhung des Grundkapital auf 4 Millionen Mark und auch 1900 wurde eine Erhöhung des Grundkapitals auf 5 Millionen Mark vorgenommen.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;* Ostersehlte, Christian Von Howaldt zu HDW. Hamburg : Koehlers Verlagsgesellschaft mbH, 2004. S123 – S 131&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Werftausbau erhielt die Werft von der Kaiserlichen Marine verschiedene Aufträge, u.a. die Linienschiffe SMS Helgoland und SMS Kaiserin, die die getätigten finanziellen Investitionen rechtfertigten. Am 17. Mai 1900 verstarb [[Herrmann Howaldt]]. [[Georg Howaldt]] und sein 1870 geborener Sohn [[August Jacob Georg Howaldt]] übernehmen das Unternehmen. Am 10. Mai 1909 verstarb auch [[Georg Howaldt]]. [[Georg Howaldt jun.]] übernimmt zunächst die Leitung des Betriebes, scheidet aber dann auch schon 1910 aus dem Unternehmen aus.**&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;**125 Jahre Kieler Howaldtswerke, 1963 Hrsg. Kieler Howaldtswerke Aktiengesellschaft Kiel, Manuskript Hellmut Kleffel, Seite 14 – 37&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem Geschäftsjahr 1907/1908 konnte trotz steigender Auftragszahlen immer weniger Gewinn erwirtschaftet werden. Ab 1909 benötigten die Howaldtswerke dringend frisches Kapital. Eine Verbesserung der unsicheren wirtschaftlichen Lage der Howaldtswerke brachte am 19. Januar 1909 eine finanzielle Beteiligung der Firma Brown, Boveri &amp;amp; Co. AG, Mannheim an den [[Howaldtswerken]]. Brown, Boveri &amp;amp; Co. übernahmen insgesamt Vorzugsaktien im Wert von 3 Millionen Mark, das Grundkapital der Werft wuchs auf 8 Millionen Mark an. Auf Veranlassung des neuen Anteilseigners wird 1909 das Kapital der Aktiengesellschaft neu organisiert. Diese neue Strukturierung führte letztendlich dazu, dass die Familie Howaldt ihren Einfluss auf das Werftgeschehen verlor.&lt;br /&gt;
Neben Fracht- und Tankschiffe lieferten die [[Howaldtswerke]] nach 1914 für die Kaiserliche Marine das Linienschiff SMS Bayern, die Kreuzer SMS Nürnberg&amp;quot;, SMS Dresden und SMS Magdeburg ab. Die Krieg und Nachkriegszeit waren für die Howaldtswerke sehr schwierig. Trotz aller Probleme konnten aber größere Entlassungen vermieden werden. Zwischen 1921 und 1923 lieferte die Werft weiterhin Schiffe an deutsche Reedereien ab. Aber die laufende Geldentwertung und die Einführung der Rentenmark erschütterte auch die Kapitaldecke der [[Howaldtswerke]]. Die Beschäftigungslage auf der Werft erreichte einen Tiefpunkt.&lt;br /&gt;
Der bisherige Mehrheitseigner Brown Boveri, beendete sein Engagement bei Howaldt und verkaufte 1924 seine Anteile an den seit 1923 in Hannover ansässigen Konzern Rombach-Spaeter, einem Unternehmen der Montanindustrie. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender der [[Howaldtswerke]] wurde der Geheime Kommerzienrat Wilhelm von Oswald. Die geschäftliche Entwicklung in den Jahren 1924/1929 sah für die Werft nicht positiv aus. Howaldt gelang es von der DAPG (Deutsch-Amerikanische Petroleum AG) einen Auftrag über die Lieferung von fünf Tankerneubauten (Bau Nr. 663/664 und Bau Nr. 673-675) zu erhalten. Dieser Auftrag für die DAPG verhinderte zwar die Stilllegung Werft, war aber nicht kostendeckend und führte zu erheblichen Verlusten. Der Rombach Konzern musste gegenüber der DAPG eine Erfüllungsgarantie übernehmen. Durch die Erfüllungsgarantie wies die Bilanz der Howaldtswerke Verluste in Höhe von 6 Millionen Mark aus. Diese Verluste gefährdeten auch den Konzern Rombach-Spaeter . Daher beschloss man am 15. September 1926 die Liquidation der Werft.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;* Ostersehlte, Christian Von Howaldt zu HDW. Hamburg : Koehlers Verlagsgesellschaft mbH, 2004. S269 – S 131&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Liquidation ====&lt;br /&gt;
Mit der Entscheidung der Liquidation der Werft vom 15. September 1926 endete auch das Engagement des Rombach Konzerns an der Kieler Förde. Zunächst wurde die [[Howaldtswerke]] in Dietrichsdorfer Werft AG umbenannt. Weiterhin erhoffte der Konzern durch den Verkauf der Werft die eigenen Konzernverluste zu mindern.*&lt;br /&gt;
Der aus Kiel stammende Konsul [[Heinrich Diederichsen]] (1865-1942) entschloss sich zu einer schrittweisen Übernahme der [[Howaldtswerke]]. Es sei anzumerken, dass seit Jahren sowohl persönliche als auch geschäftliche Beziehungen zwischen den Familien Howaldt und Diederichsen bestanden.*&lt;br /&gt;
Als ersten Schritt der angestrebten Übernahme übernahm Konsul Diederichsen und ein von ihm geführtes Konsortium zunächst das Aktienkapital (200.000 RM) der [[Swentine-Dock-Gesellschaft]], die ebenfalls zum Verkauf stand. Am 15. September 1926 beschloss die Generalversammlung der Gesellschaft den Ankauf der Howaldtswerke rückwirkend zum 1. September 1926. Der vereinbarte Kaufpreis betrug 1.750.000 RM. Der Kaufgegenstand beinhaltete die Werftanlagen mit sämtlichen Zubehör, den Grundbesitz und die Wohnhäuser. Das neue Unternehmen (Dock-Gesellschaft + Howaldtswerke) wurden als [[Howaldtswerke Aktiengesellschaft]] in das Handelsregister eingetragen. In den Vorstand der [[Howaldtswerke Aktiengesellschaft]] wurden die bisherigen Vorstandsmitglieder Urlaub, Degn und Tradt berufen.*&lt;br /&gt;
Während der notwendigen Konsolidierung des Unternehmens unterstützte die Stadt Kiel das neue Unternehmen mit Steuer- und auch Strompreisermäßigungen.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;* Ostersehlte, Christian Von Howaldt zu HDW. Hamburg : Koehlers Verlagsgesellschaft mbH, 2004. S269 – S 279&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;* 125 Jahre Kieler Howaldtswerke, 1963 Hrsg. Kieler Howaldtswerke Aktiengesellschaft Kiel, Manuskript Hellmut Kleffel, Seite 14 - 37&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;* MGKStG Band 48 1-2, 1957, Karl Radunz, Kieler Werften im Wandel der Zeit, Seite 171 – 187&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erweiterung in Richtung Hamburg ====&lt;br /&gt;
Trotz aller Bemühungen gelang es [[Konsul Diederichsen]], der auch Aktionär der Hamburg-Süd war, nicht für die [[Howaldtswerke Aktiengesellschaft]] Neubau-. Umbau-  oder Reparaturaufträge aus dem Hamburger Raum zu akquirieren.&lt;br /&gt;
[[Konsul Diederichsen]] beabsichtigte daher das Reparaturgeschäft seiner Werft auf Hamburg auszudehnen. Die auf dem Tollerort in Hamburger Hafen ansässige Hamburger Schiffswerft &amp;amp; Maschinenfabrik (vormals Janssen &amp;amp; Schmilinsky) musste am 29. Dezember 1928 Konkurs anmelden.&lt;br /&gt;
Die Übernahmeverhandlungen in Hamburg waren erfolgreich. Die Belegschaft wurde übernommen und vorhandene Aufträge erfüllt. Die [[Kieler Howaldtswerke Aktiengesellschaft]] konnte zum 1. Januar 1929 die Hamburger Schiffswerft &amp;amp; Maschinenfabrik (vormals Janssen &amp;amp; Schmilinsky) auf dem Tollerort übernehmen. Die Generalversammlung der Hamburger Werft genehmigte rückwirkend am 9. Februar 1929 die Ergebnisse der Verhandlungen (Kaufpreis 1 Million RM / Vergleichsquote mit den Gläubigern 33,33%). Die Hamburger Werft nahm den Betrieb wieder auf und wurde zunächst als Howaldtswerke A.G. Kiel, Abteilung vormals Janssen &amp;amp; Schmilinsky. Der Betrieb beschäftigte etwa 500 Mitarbeiter und mit umfangreichen Werkstätten und zwei Schwimmdocks für den Reparaturbetrieb gut ausgestattet.&lt;br /&gt;
Die neuen Hamburger Aktivitäten hatten zur Folge, dass die Generalversammlung der Howaldtswerke am 11. März 1929 das Aktienkapital auf 2 Millionen RM erhöhte.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;* Ostersehlte, Christian Von Howaldt zu HDW. Hamburg : Koehlers Verlagsgesellschaft mbH, 2004. S 269 – S 279&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;*DSA 32 2009 Peters, Dirk J., S. 173-222, Deutsche Werften in der Zwischenkriegszeit 1918-1939, Teil 2 1924-1934&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der weiter anhaltenden Schiffbaukrise sollte durch eine Reduzierung der im Reich existierenden Schiffbaukapazitäten begegnet werden. Daher gründete man 1926 in Bremen unter Führung des Bremer Bankiers Schröder die Deutsche Schiff- und Maschinenbau A.G. (Deschimag). Zur Deschimag gehörten die Werften AG Weser, Tecklenborg A.G. und der Hamburger Vulcan. Die Deschimag kaufte Werften, um sie dann zu verschrotten. Dieses Vorgehen wurde bereits bei Tecklenborg in Wesermünde und beim Stettiner Vulcan praktiziert. Mit dem Bau der Bremen für den NDL geriet die Deschimag nun aber in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten. Zum Ausgleich der erlittenen Verluste sollte der Hamburger Vulcan verkauft werden. Daraufhin erwarb Konsul Diederichsen im Juli 1929 den für Großschiffbau konzipierten Zweigbetrieb des Hamburger Vulcans auf der Elbinsel Ross von der Deschimag. Die von Diederichsen durchgeführte Betriebsübernahme erlaubte es ab dem 1. Januar 1930 Schiffsneubau und Schiffsreparatur weiterhin auf dem ehemaligen Vulcan Betriebsgelände als Howaldtswerke A. G., Kiel, Abteilung vorm. Vulcan abzuwickeln.&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 1931 fusionierten die Howaldtswerke A.G. Kiel, Abteilung vormals Janssen &amp;amp; Schmilinsky und die Howaldtswerke A. G., Kiel, Abteilung vorm. Vulcan zur [[Howaldtswerke Aktiengesellschaft Kiel und Hamburg]] mit Sitz in Kiel. Nach der Betriebszusammenführung der auf Steinwerder befindliche Betrieb Howaldtswerke A.G. Kiel, Abteilung vormals Janssen &amp;amp; Schmilinsky zum 31. Oktober 1931 geschlossen. Das gepachtete Werftgelände am Tollerort übernahm der Hamburger Staat. Die Belegschaft wurde überwiegend von den Howaldtswerken Hamburg übernommen. Da es im Kieler Werk einen eigenständigen Maschinebau gab, wurde in Hamburg keine entsprechenden Werkstätten eingerichtet. Zum Direktor und Leiter des Werftbetriebs wurde Marinebaurat a.D. Hermann Paech berufen.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;* Ostersehlte, Christian Schiffbau in Kiel, Kleine Werftengeschichte, SVGKStG Band 74. Husum 2014, S 45 – S 49&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;* Bock, Bruno. Gebaut bei HDW 150 Jahre Howaldtswerke Deutsche Werft AG. Köhler, 1988, S 159&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;* DSA 32 2009 Peters, Dirk J., S. 173-222,  Deutsche Werften in der Zwischenkriegszeit 1918-1939, Teil 2 1924-1934&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ende der Ära Diederichsen ====&lt;br /&gt;
Auch nach der Übernahme der Werften in Kiel und Hamburg sahen die wirtschaftlichen Aussichten im Schiffbau nicht rosig aus. Die 1929 beginnende Weltwirtschaftskriese brachten auch die Howaldtswerke&lt;br /&gt;
Aktiengesellschaft Kiel und Hamburg in finanzielle Schwierigkeiten. Man schrieb weiter rote Zahlen. Es sei hier Anzumerken das bereits in der Zeit der Weltwirtschaftskrise Aufträge aus der UdSSR eine gewisse minimale Grundlast der Fertigungskapazitäten garantieren konnten. Auch nach der Machtübernahme 1933 arbeiteten die Werftbetriebe in Kiel und Hamburg nicht kostendeckend. Erst ab 1936 konnte man dann wieder Auftragseingänge von deutschen und ausländischen Reedern verbuchen. Auch machte sich die beginnende Aufrüstung nach 1935 langsam bemerkbar. Die lange Strecke der defizitären Ergebnisse schien sich ab 1937 beendet. Konsul Heinrich Diederichsen verkaufte im März Anteile an der Howaldtswerke Aktiengesellschaft Kiel und Hamburg an die im Besitz des Deutschen Reiches befindliche [[Deutsch Werke Kiel A.G.]] Mit der beginnenden Aufrüstung wurde in Kiel auch die [[Deutsche Werke Kiel A.G.]] für den Schiffbau an der Förde immer wichtiger. Mit der Übernahme gingen die Betriebe in Kiel und in Hamburg in den Besitz des Deutschen Reiches über.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;* Ostersehlte, Christian Von Howaldt zu HDW. Hamburg : Koehlers Verlagsgesellschaft mbH, 2004. S 326 – S 327&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;* DSA 40 2017 Peters, Dirk J., S. 143-248, Deutsche Werften in der Zwischenkriegszeit 1918-1939, Teil 3 1935-1939&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Übernahme wurde im Kieler Werk in die Infrastruktur investiert. U.a. wurden ein Kraftwerk und im Jahr 1938 ein neues Verwaltungsgebäude errichtet. Der Kieler Arsenal Betrieb und das Kieler Werk der Howaldtswerke am 1. April 1939 zur [[Kriegsmarinewerft]] verschmolzen. Der Personal bestand betrug jetzt über 13.000 Mitarbeiter.&lt;br /&gt;
Die Verschmelzung zur Kriegsmarinewerft hatte zur Folge, dass 1939 der Firmensitz der [[Howaldtswerke]] nach Hamburg verlegt wurde und die Howaldtswerke in Hamburg eigenständig wurden. Die Hauptverwaltung, das Konstruktionsbüro und Teile der Kieler Fertigungsbetriebe wurden ebenfalls nach Hamburg verlegt. Motoren und Maschinenbau wurden bisher lediglich in Kiel betrieben. Um in Hamburg den Maschinenbau auch betreiben zu können wurden sechs Fabrikhallen zwischen 1938 und 1942 von der Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg (MAN) für den Bau von Dieselmotoren für die Uboot Produktion eingerichtet.&lt;br /&gt;
1943 kam es zwischen der Kriegsmarine und den Howaldtswerken in Kiel wieder zu einer Trennung. Damit konnten die Werke in Kiel und Hamburg wieder vereint werden. Der Firmensitz blieb auch nach 1943 Hamburg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heinrich und Thea Diederichsen / Diederichsenpark ====&lt;br /&gt;
Seit Anfang des 18. Jahrhunderts lebte die Familie Diederichsen in Kiel. Heinrich Diederichsen (1. Juli 1865 – 20. April  1942) war der Sohn des Kaufmanns Heinrich Diederichsen (1813–1899). Heinrich Diederichsen besuchte die Kieler Gelehrtenschule und schloss 1884 in Hamburg eine kaufmännische Ausbildung ab. Es folgte der einjährige Militärdienst im Infanterie-Regiment Herzog von Holstein. Im Jahre 1888 heiratete Diederichsen seine Frau Dorothea (Thea) geb. Lehmann (1867 - 1941. Die Ehe blieb kinderlos. Im selben Jahr übernahm er die Firma H. Diederichsen zu Kiel, die sein Vater 1837 gegründet hatte.&lt;br /&gt;
Mit dem Tod 1941 von Thea und 1942 von  Heinrich Diederichsen ging eine besondere Epoche der kulturellen und wirtschaftlichen Geschichte der Stadt Kiel zu Ende.&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Ehrungen&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Kieler Universität Kiel wurden Konsul Heinrich Diederichsen zwei Ehrendoktor-Würden verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;1918&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. rer. pol. honoris causa für die Förderung des Instituts für Weltwirtschaft&lt;br /&gt;
Konsul Heinrich Diederichsen war 25 Jahre lang ein enger Vertrauter von Bernhard Harms. Er gehörte seit Gründung des Instituts zu seinen Förderern und war seit dem Gründungsakt der Gesellschaft zur Förderung des Instituts für Seeverkehr und Weltwirtschaft im Dezember 1913 bis 1934 ihr Präsident. 1934 zog sich Diederichsen aus Protest gegen den erzwungenen Rücktritt von Bernhard Harms und Max Warburg ebenfalls aus der Gesellschaft zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;1930&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dr. med. h. c., Ehrendoktorwürde der medizinischen Fakultät&lt;br /&gt;
1907 rief Diederichsen die Thea-Diederichsen-Stiftung ins Leben. Aus der chirurgisch-orthopädischen Kinderklinik entwickelte sich eine bedeutende Forschungs- und Lehreinrichtung der Universität Kiel. Das vou Diederichsen gesponserte Kinderkrankenhaus im Schwanenweg ebnete ihm zudem den Zugang zur medizinischen Fakultät der Kieler Universität und kam so in Kontakt mit den Professoren Anschütz und Schittenhelm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Parkanlage und die Villa Haus Forsteck ====&lt;br /&gt;
Der heutige [[Diederichsenpark]] liegt zur Förde abfallend zwischen Bismarckallee, Niemannsweg und Parkstraße. Ursprünglich wurde auf dieser Fläche des hügeligen Moränenlandes eine in den 1780er Jahren vom Gartentheoretiker Christian Cay Lorenz Hirschfeld (6.2.1742 – 20.2.1792) angelegte Obstbaumschule betrieben.&lt;br /&gt;
Im Jahre 1865 erwarb der Hamburger Kaufmann [[Heinrich Adolph Meyer]] (11. September 1822 – 1. Mai 1889) das Gelände und ließ zunächst einen Park anlegen. Im Jahre 1866 wurde im Auftrag von H. A. Meyer und seiner Ehefrau Marie dann auf dem Grundstück die [[Villa Haus Forsteck]] erbaut. Das Ehepaar Meyer ließ die viergeschossige Villa mit hohen Fenstern und einem überstehenden Schweizer Dach erbauen. Die Eheleute Meyer waren Anhänger der 1848er Demokratiebewegung. Sie machten durch ihre Gastfreundschaft das [[Haus Forsteck]] zu einem gesellschaftlichen Mittelpunkt an der Kieler Förde. Berühmte Persönlichkeiten wie Klaus Groth, Theodor Fontane, Julius Stockhausen, Karl August Möbius, Carl Schurz, Johannes Brahms und Clara Schumann hielten sich im [[Haus Forsteck]] auf. Aufgrund familiärer Bindungen hielt sich auch der Schwager von H.A. Meyer, der Bundessenator und ehemalige US-Innenminister Carl Schurz, im Hause Forsteck auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Heinrich Adolph Meyer (11. September 1822 - 1. Mai 1889) war ein erfolgreicher Fabrikant, Meereskundler und Politiker. Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer war Heinrich Adolph Meyer auch politisch engagiert. Er gehörte 1848/49 der Verfassunggebenden Versammlung für Hamburg an. Bei den Reichstagswahlen 1877 / 1878 wurde er für den Wahlkreis Schleswig – Eckernförde zum Abgeordneten des Reichstages gewählt, dem er bis 1881 angehörte.&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grundsätzlich galt sein Interesse aber der Meeresforschung. Zusammen mit Karl August Möbius schrieb er bemerkenswerte Bücher über den Tierbestand der Kieler Bucht sowie über Schnecken und Muscheln der Ostsee. 1866 erhielt er für seine Verdienste um die Meeresforschung von der Kieler Universität den akademischen Grad eines Dr. phil. h. c. verliehen. Im gleichen Jahr wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;*Wikipedia: Heinrich Adolph Meyer&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von Heinrich Adolph Meyer 1863 erworbene Grundstück an der Kieler Förde war naturbelassen. Auf dem Gelände befanden sich viele größere Bäume, meist Eichen und Buchen. In Anlehnung an die Grundstücke an der Elbchaussee in Hamburg ließ Meyer sein Grundstück zu einer englischen Parklandschaft umgestalten. Die Zufahrt vom Niemannsweg zur [[Villa Haus Forsteck]] befand sich zwischen Bismarckallee und Parkstraße. Zwei Pfeiler mit niedrigen Umfassungsmauern säumten sie. Ein abgesenkter relativ breiter Weg führte zunächst geradeaus und dann im leichten Bogen nach links zum Haus und endete davor in einem Rondell mit dicht am Haus aufgestellten Sitzgruppe. Das Portal war zu Heinrich Adolpf Meyers Zeit bis ins zweite Geschoss eng bewachsen. Rechts davon lag ein je nach Jahreszeit bepflanztes großes Blumenbeet. Rechts führte ein Weg an dem Haus vorbei auf dem man entweder an die Hinterfront des Gebäudes und zur Terrasse oder aber weiter geradeaus auch in Richtung Förde gelangen konnte. Zeitweise zog sich ein hohes Gebüsch um das Haus, später verschwand es.&lt;br /&gt;
Links hinter dem Eingang und parallel zum Niemannsweg verlief hier Parkweg, an dessen Rand fünf Stelen mit Köpfen griechischer Berühmtheiten aufgestellt waren, zu denen Homer und Sokrates gehörten.&lt;br /&gt;
1893 kaufte [[Heinrich Diederichsen]] (1865-1942) die Parkanlage und die [[Villa Haus Forsteck]]. Die Villa sollte zunächst der gesamten Familie Diedrichsen als Sommersitz dienen. Es ist zu vermuten, dass Heinrich Diederichscn die von Meyer geschaffenen Grundstrukturen der Parkanlage mit ihrem Wegenetz unverändert übernommen hat.&lt;br /&gt;
Meyer hatte die Villa noch vor seinem Tod die Villa im Stil der Neorenaissance äußerlich umgestalten. Ab 1905, nach behördlicher Genehmigung, ließ Diederichsen dann durch den Kieler Architekt und Maurermeister Carl Imlloff die Villa Haus Forsteck umbauen. Zu diesen Umbauten gehörten u. a. die Vergrößerung der Terrasse und der Anbau eines Treibhauses an den Wintergarten. Die Villa Haus Forsteck wandelte sich durch die durchgeführten Umbaumaßnahmen von einer französisch geprägten Villa in ein vornehmes Landhaus im Stil des aufkommenden Neubarocks.&lt;br /&gt;
Der bereits erwähnte Parkweg führte dann weiter parallel zur Bismarckallee, die man durch ein verschließbares Tor mit Personeneingang und Zufahrt für Fahrzeuge von hier aus erreichen konnte.&lt;br /&gt;
Links an diesem Parkweg war in einer Baumlichtung ein Tennisplatz angelegt worden, an den eine Fischerhütte grenzte. Hinter der Hütte schloss sich ein waldähnlicher, von Wegen durchzogener Parkabschnitt an. Parallel zum Parkweg an der Bismarckallee verlief ein, noch heute vorhandener, breiter Parkweg geradeaus in Richtung Förde begeben, wobei sich das Gelände allmählich absenkte . An seinem Ende konnte man von einer Terrasse mit Sitzgruppe auf das langgestreckte Parkgelände bis zur Villa Haus Forsteck hinaufschauen. Rechts von der Terrasse und auf einem erhöhten, gegen die Steilküste durch ein Gittergeschützten Terrain lag ein Holzhäuschen mit Blick auf das Wasser. Dort nahm Diederichsen nachmittags gern den Kaffee ein.&lt;br /&gt;
Die Diederichsen pflegten weiterhin eine Tradition in der Villa Haus Forsteck, die die Familie Meyer als Vorbesitzer der Villa eingeführt hatten, obwohl das Interessengebiet des Personenkreises in wilhelminischer und Weimarer Zeit weniger kulturell ausgerichtet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;*MGKStG Band 82-3, 2005, Kai Detlev Sievers, Heinrich und Thea Diederichsen und der Diederichsenpark, S 134 – 147&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Thea und Heinrich Diederichsen Tod veräußerten deren Erben die Parkanlage und die Villa Haus Forsteck am Niemannsweg für 2,5 Millionen Reichsmark an die Stadt Kiel, da die Villa als Gästehaus nutzten wollte. Noch vor Abschluss der Übernahmeverhandlungen kam es zu einer heftigen Kontroverse zwischen Stadt und Kriegsmarine. Nach der Übernahme kam es zu einer Beschlagnahmung der Villa Haus Forsteck durch die Marine aus militärischen Gründen. Daher war es möglich das in den Räumen der Villa Haus Forsteck der deutsche U-Boot Kommandant Oberleutnant z. S Oskar Kusch wegen Wehrkraftzersetzung am 26. Januar 1944 zum Tode verurteilt wurde*.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;*MGKStG Band 82-3, 2005, Kai Detlev Sievers, Heinrich und Thea Diederichsen und der Diederichsenpark, S 134 – 147&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;* SVGKStG Band 79, 2016, Kai Detlev Sievers, Niemannsweg, S. 16&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 26. August 1944 wurde die Villa Haus Forsteck durch Brandbomben zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Diederichsenpark ====&lt;br /&gt;
Den Bemühungen des langjährigen Vertrauten von Heinrich Diederichsen, Dr. Kai Dwenger (1888 – 1976) ist es zu verdanken, dass die Stadt Kiel sich entschloss aus dem ehemaligen Anwesen von Thea und Heinrich Diederichsen eine öffentliche Einrichtung herzurichten und sie auch nach Heinrich Diederichsen benannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitat:&lt;br /&gt;
Nach umfassender Neugestaltung wurde der Diederichsenpark 1958 der Öffentlichkeit übergeben. Am Eingang des Parks am Niemannsweg befindet sich ein großer Findling mit folgender Inschrift:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Diederichsenpark 1958 angelegt aus Mitteln einer Spende der Howaldts-Werke&amp;quot;.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf diesem Wege haben sich die Werftarbeiter für die mutige Entscheidung des Jahres 1926 von Heinrich Diederichsen, die in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befindliche Werft vor dem Zusammenbruch zu retten, bedankt.&lt;br /&gt;
Der südöstliche Hauptbereich von locker mit Bäumen bestandener Rasenfläche mit Wegenetz bestimmt, der nordwestliche Bereich zur Parkstraße laubwaldartig. Nordöstlich davon in unmittelbarer Nähe ein translozierter Gedenk- bzw. Grabstein für Thea Diederichsen, liegende Granittafel auf Sockel mit Namen und Lebensdaten. Zentral im Park L-förmiger Mauer Zug der zerstörten Villa Forsteck, davor Gedenkstein in Form eines Findlings, der an das Haus erinnert. Zur Förde orientiert bastionsartige, runde Aussichtsterrasse, von der eine zweiläufige Treppe zur Kiellinie hinunterführt. An der Terrasse Gedenktafel für Heinrich Diederichsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;** Zitat:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Denkmaldatenbank Schleswig-Holstein, Denkmal-Bezeichnung: Diederichsenpark&lt;br /&gt;
Stadt Kiel, Denkmaldatenbank Schleswig-Holstein, Diederichsenpark, Park, 11867&lt;br /&gt;
24105 Kiel, Düsternbrook, Niemannsweg&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Literaturverzeichnis ====&lt;br /&gt;
Bock, B. (1988). Gebaut bei HDW 150 Jahre Howaldtswerke Deutsche Werft AG. Herford: Köhler.&lt;br /&gt;
Brustat-Naval, F. (1973). zwischen Ostsee und Ostasien, Aus der Kieler Schifffahrtsgeschichte, Die Förde Schifffahrt: Zwischen Ost- und Westufer, S. 66 ff. (H. J. MKStG 60, Hrsg.) Herford: Köhlers Verlagsgesellschaft mbH.&lt;br /&gt;
Held, D. H. (1938). 100 Jahre Howaldt. Kiel: Howaldtswerke AG Kiel.&lt;br /&gt;
Kleffel, H. (1963). 125 Jahre Kieler Howaldtswerke. Kiel: Kieler Howaldtswerke AG.&lt;br /&gt;
Meyer, H. H. (2013). Die Schiffe von Howaldt und HDW Band 1, Schriften des Deutschen Schiffahrtsmuseums Band 71. Bremerhaven u. Wiefelstede: Deutsches Schiffahrtsmuseum, Oceanum Verlag e.K.&lt;br /&gt;
Ostersehlte, C. (2003). Das 100. Schiff - Ein Werftjubiläum von 1883 (Georg Howaldt). Bremerhaven: Deutsches Schifffahrtsarchiv Nr. 26, S. 193-216.&lt;br /&gt;
Ostersehlte, C. (2004). Von Howaldt zu HDW. Hamburg: Koehlers Verlagsgesellschaft mbH.&lt;br /&gt;
Ostersehlte, C. (2014). Schiffbau in Kiel. Kleine Werftengeschichte, von den Anfängen bis zur Gegenwart. (Bd. SVGKStG Band 74). (J. Jensen, Hrsg.) Husum: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft mbH u. Co. KG.&lt;br /&gt;
Peters, D. J. (2009). Deutsche Werften in der Zwischenkriegszeit 1918-1939, Teil 2 1924-1934. Bremerhaven: DSA 32 S. 173-222.&lt;br /&gt;
Peters, D. J. (2017). Deutsche Werften in der Zwischenkriegszeit 1918-1939, Teil 3 1935-1939/1945. Bremerhaven: DSA 40 S. 143-248.&lt;br /&gt;
Petersen, S. (2016). Arbeiterbewegung Kommune und Howaldtswerke. Berlin: Pro Business GmbH.&lt;br /&gt;
Radunz, K. (1957). Kieler Werften im Wandel der Zeiten. Kiel: Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte 1957 Heft 1/2 Seite 171 / 187.&lt;br /&gt;
Rohweder, J. (2013). Beständiger Wandel. Hamburg: Koehlers Verlagsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Quellen im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Hafen]] [[Kategorie: Unternehmen]] [[Kategorie: Marine]] [[Kategorie: Neuzeit]] [[Kategorie: Schiffbau]] [[Kategorie: Geschichte]] [[Kategorie: Historische Unternehmen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
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		<title>1947</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* Oktober */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[25. Januar]]: Als Rechtsnachfolger des &#039;&#039;Heimatbundes für die Provinz Schleswig-Holstein&#039;&#039; wird der [[Schleswig-Holsteinischer Heimatbund|Schleswig-Holsteinische Heimatbund]] (SHHB) gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[8. Februar]]: Heinrich Johannsen, der Schöpfer der Glockenschlagmelodie des Rathausturms und Namensgeber des [[Johannsenweg]]s, stirbt in Eutin.&lt;br /&gt;
* [[12. Februar]]: &lt;br /&gt;
** Die [[Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V.|Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte]] kündigt die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit an.&lt;br /&gt;
** Etliche Kieler Betriebe (u.&amp;amp;nbsp;a. Elac und Hagenuk) müssen wegen Kohle- und Strommangel ihren Betrieb stilllegen.&lt;br /&gt;
* [[14. Februar]]: Die [[Muthesius Kunsthochschule|Muthesiusschule]] wird wieder eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[26. März]]: Die [[Ratsversammlung]] beschließt einen Ideenwettbewerb für die städtebauliche Gestaltung der Innenstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[2. April]]: Im [[Gewerkschaftshaus]] wird auf Intiative von Oberbürgermeister [[Andreas Gayk]] die &#039;&#039;Gesellschaft der Freunde Coventrys&#039;&#039; gegründet.&lt;br /&gt;
* [[20. April]]: Bei den [[Landtagswahlen]] bekommt in den vier Kieler Wahlkreisen die [[SPD]] drei Sitze und die [[CDU]] einen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[1. Mai]]: Das [[Gewerkschaftshaus]] wird von der britischen Besatzungsmacht offiziell an die Gewerkschaften zurückgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[8. Juli]]: In einer ersten Sitzung des Sonderausschusses für Straßenbenennungen wird über eine Umbenennung des [[Hindenburgufer]]s diskutiert.&lt;br /&gt;
* [[15. Juli]]: Das [[Museum für Völkerkunde]] und die Erweiterung des [[Zoologisches Museum|Zoologischen Museums]] werden eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[26. Juli]]: Der Heimatdichter &#039;&#039;Wilhelm Lobsien&#039;&#039;, nach dem später der [[Wilhelm-Lobsien-Weg]] benannt wurde, stirbt in Niebüll.&lt;br /&gt;
* [[30. Juli]]: In Kiel wird erstmals ein Urteil gegen einen NS-Verbrecher gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[11. August]]: Der Sonderausschuss für Straßenbenennungen votiert mit 3 zu 2 Stimmen für die Entfernung des Namens [[Hindenburgufer]], diese wird aber dann doch noch nicht umgesetzt.&lt;br /&gt;
* [[12. August]]: Die [[Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte]] führt ihre erste Hauptversammlung nach der Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit durch.&lt;br /&gt;
* [[15. August]]: Der Ideenwettbewerb für die Gestaltung der Kieler Innenstadt wird mit insgesamt 18.000&amp;amp;nbsp;RM Preisgeld ausgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[3. September]]: Der Lagerkommandant des ehemaligen [[Arbeitserziehungslager Nordmark|Arbeitserziehungslagers Nordmark]] wird von einem britischen Militärgericht wegen anderweitig begangener Morde zum Tode verurteilt.&lt;br /&gt;
* [[4. September]]: Eine Liste von Umbenennungsvorschlägen wird aufgestellt, in der das [[Hindenburgufer]] nicht mehr vorkommt.&lt;br /&gt;
* [[8. September]]: Der Prozess gegen den ehemaligen SA-Hauptsturmführer Erich Gerhardt, der maßgeblich an der Zerstörung der Kieler Synagoge am [[9. November]] [[1938]] beteiligt war, beginnt.&lt;br /&gt;
* [[9. September]]: &lt;br /&gt;
** Rainer Tschorn, [[Stadtpräsident]] von 2005 bis 2008, wird geboren.&lt;br /&gt;
** In der [[Holtenauer Straße]] nimmt ein Großräumgerät seine Arbeit auf.&lt;br /&gt;
* [[12. September]]: Der [[Alter botanischer Garten|Botanische Garten]] und das dortige Gewächshaus werden wieder eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[16. September]]: &lt;br /&gt;
** Die &#039;&#039;Schützenstraße&#039;&#039; wird in [[Hermann-Weigmann-Straße]] und die [[Müller-Emden-Straße]] in [[Professor-Anschütz-Straße]] umbenannt.&lt;br /&gt;
** Dem in Kiel geborenen Physiker und [[Nobelpreisträger]] [[Max Planck]] wird die [[Ehrenbürger von Kiel|Ehrenbürgerwürde]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[4. Oktober]]: [[Max Planck]], der in Kiel geborene Physik-[[Nobelpreisträger]] für 1918, Namensgeber einer [[Max-Planck-Schule|Schule]] und einer [[Max-Planck-Straße|Straße]] in Kiel, stirbt in Göttingen.&lt;br /&gt;
* [[10. Oktober]]: Die 1907 gegründete Oberschule für Jungen am [[Königsweg]] (ursprünglich &#039;&#039;Oberrealschule II&#039;&#039;) feiert die Umbenennung in [[Max-Planck-Schule]].&lt;br /&gt;
* [[27. Oktober]]: Der Kölner Künstler Gunter Demnig, durch den in Kiel bereits über 220 [[Stolpersteine]] verlegt wurden, wird in Berlin geboren.&lt;br /&gt;
* [[29. Oktober]]: Vor einem britischen Militärgericht in Hamburg beginnt der Prozess gegen ehemalige Bewachungsmannschaften des [[Arbeitserziehungslager Nordmark|Arbeitserziehungslagers Nordmark]] in [[Hassee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[8. November]]: Die von den Sportlern in freiwilliger Arbeit wieder aufgebaute Sporthalle in der [[Humboldtstraße]] wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
* [[19. November]]: Die Schriftstellerin &#039;&#039;Ricarda Huch&#039;&#039;, nach der später die [[Ricarda-Huch-Schule]] benannt wurde, stirbt in Schönberg (Taunus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[8. Dezember]]: Im Prozess gegen ehemalige Bewachungsmannschaften des [[Arbeitserziehungslager Nordmark|Arbeitserziehungslagers Nordmark]] in [[Hassee]] werden drei Todesstrafen und Haftstrafen bis zu 20 Jahren verhängt.&lt;br /&gt;
* [[17. Dezember]]: Die Kieler müssen umlernen: In einer der größten Umbenennungsaktionen der Geschichte ändert die Ratsversammlung [[Straßenbenennungen 1945 bis 1947|39 Straßennamen]].&lt;br /&gt;
* [[17. Dezember]]: Der in den Jahren 1893 bis 1933 mehrfach umgebaute [[Werftpark]] zwischen der Werftstraße und dem Ostring wurde in [[Volkspark]] umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1941-1950]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
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		<title>1937</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Schulbezeichnung gemäß 100 Jahre Max Plank Schule S.81 konkretisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[1. Januar]]: [[Karl-Heinz Zimmer]], der von 1996 bis 1997 &#039;&#039;„[[Oberbürgermeister]] ständig in Vertretung“&#039;&#039; war, wird in Kiel geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[21. Februar]]: &lt;br /&gt;
** Der norwegische &#039;&#039;Kronprins Harald&#039;&#039; und späterer König von Norwegen, dessen Name 46 Jahre lang drei [[Kronprins Harald|Oslofähren]] der &#039;&#039;Jahre Line&#039;&#039; trugen, wird geboren.&lt;br /&gt;
** Der Handballspieler [[Kurt Bartels]], der 1957, 1962 und 1963 mit dem [[THW Kiel]] deutscher Meister wurde, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[14. März]]: Der Anatom &#039;&#039;Ferdinand von Spee&#039;&#039;, der von 1891 bis 1933 in Kiel lehrte und einer der beiden Namensgeber der [[Graf-Spee-Straße]] ist, stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
* [[31. März]]: Bei der Friedrich Krupp AG [[Germaniawerft]], Kiel erfolgte der Stapellauf des für die DAPG / Standard Oil erbauten Motortankers „[[Esso Bolivar]]“ (Bau Nr. 568).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[8. April]]: [[Am Sandberg]], [[Buschfeldstraße]], [[Flensburger Straße]], &#039;&#039;[[Eschenkamp|Gartenkamp]]&#039;&#039;, [[Haderslebener Straße]], [[Knivsberg]], [[Lügumklosterstraße]], [[Nietzschestraße]], [[Tannenholz]], [[Tingleffer Straße]], [[Tonderner Straße]], [[Weddigenring]] und [[Ziethenstraße]] bekommen ihre Namen; die [[Annenstraße]] wird westlich des [[Knooper Weg]]es zur [[Saldernstraße]] und die &#039;&#039;Mönkeberger Chaussee&#039;&#039; zur &#039;&#039;[[Heikendorfer Landstraße]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* [[15. April]]: Die [[Deutsche Werke Kiel A.G]] gründen die [[Kieler Werkswohnungen GmbH (KWW)]].&lt;br /&gt;
* [[20. April]]: Der [[Geistkämpfer]] wird von seinem Standort vor der [[Heiliggeistkirche]] in das [[Thaulow-Museum]] verbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[20. Mai]]: Der [[Timmerberg]] bekommt seinen Namen.&lt;br /&gt;
* [[24. Mai]]: &#039;&#039;Niels Behnk&#039;&#039;, der 1971 gemeinsam mit [[Max Emcke]] erster Träger der [[Andreas-Gayk-Medaille]] war, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[8. Juli]]: Der bei der Friedrich Krupp AG [[Germaniawerft]], Kiel erbaute Motortanker „[[Esso Bolivar]]“ (Bau Nr. 568) wird an die Panama Transport Co., Panama übergeben. &lt;br /&gt;
* [[20. Juli]]: &#039;&#039;Guglielmo Marconi&#039;&#039;, der Namensgeber der [[Marconistraße]], stirbt in Rom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[24. August]]: Der Kronshagener Gemeindevorsteher &#039;&#039;Claus Sinjen&#039;&#039;, nach dem später die [[Claus-Sinjen-Straße]] benannt wurde, stirbt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[29. September]]: Die Oberrealschule II (OR II) am [[Königsweg]] wird in Oberschule für Jungen am [[Königsweg]] umbenannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[8. November]]: [[Fritz-Stavenhagen-Weg]], [[Hermann-Boßdorf-Weg]], [[Karl-Müllenhoff-Weg]], &#039;&#039;Saltzwedelstraße&#039;&#039; (heute [[Paul-Fuß-Straße]]) und [[Wilhelm-Wisser-Straße]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[20. November]]: In Gernsbach/Kreis Rastatt wird &#039;&#039;Siegfried Schmidt&#039;&#039;, der Namensgeber des [[Siegfried-Schmidt-Weg]]es, geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1931-1940]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
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		<title>1919</title>
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		<updated>2026-06-05T15:23:32Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* Mai */ Schulbezeichnung gemäß 100 Jahre Max Plank Schule S.80 konkretisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[4. Februar]]: Die [[Raisdorfer Straße]] bekommt ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[9. März]]: Der Segelsportfunktionär [[Otto Schlenzka]] wird in Flensburg geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[20. April]]: [[Gustav Brandt]], seit 1901 Direktor des [[Thaulow-Museum]], stirbt in Voorde (heute [[Flintbek]]).&lt;br /&gt;
* [[28. April]]: Gründung der [[Gaarden-Süd / Kronsburg|Eigenheimansiedlung Kronsburg e.G.m.b.H. zu Wellsee bei Kiel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[13. Mai]]: Das Kollegium der OR II entscheidet sich gegen den Wunsch des Schulausschusses und lehnt eine Namensänderung ab. Der Schulname Oberrealschule II (OR II) am [[Königsweg]] bleibt erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[2. Juni]]: In Landsberg/Warthe wird die Schauspielerin &#039;&#039;Rosemarie Kilian&#039;&#039;, die Namensgeberin des [[Rosemarie-Kilian-Park]]s,  geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[20. Juli]]: Der ehemalige [[THW Kiel|THW]]-Handballspieler [[Herbert Podolske]] wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[1. September]]: Ab dem 1. September 1919 wird die ehemalige [[Kaiserliche Werft]] als [[Reichswerft]] vom Reichsschatzministerium weitergeführt. Die Reichsmarine benötigte für die in der Ostsee stationierten Verbände Instandsetzungskapazitäten. Der nördliche Teil der Kaiserlichen Werft wurde an die Reichsmarine abgetreten und als [[Marinearsenal]] genutzt. Am 1. Oktober 1925 ging die [[Nordwerft]] dann endgültig in den Besitz der Reichsmarine über.&lt;br /&gt;
* [[9. September]]: &lt;br /&gt;
** Die (damalige) [[Prinz-Heinrich-Straße#Ehemalige Prinz-Heinrich-Straße|Prinz-Heinrich-Straße]] wird bis zum [[Auberg]] verlängert; die (heutige) [[Prinz-Heinrich-Straße#Heutige Prinz-Heinrich-Straße|Prinz-Heinrich-Straße]] erhält den Namen [[Friedrichsorter Straße#Straße gleichen Namens|Friedrichsorter Straße]].&lt;br /&gt;
** Die &#039;&#039;[[Schleusenstraße|Kanalstraße]]&#039;&#039; (damals auf der [[Wik]]er Seite) erhält ihren Namen.&lt;br /&gt;
* [[11. September]]: In Tilsit wird &#039;&#039;Horst Mertineit&#039;&#039;, Träger der [[Andreas-Gayk-Medaille]] 2004, geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[14. Oktober]]: Oberbürgermeister [[Paul Lindemann]] wird nach seinem Rücktritt aus dem Amt verabschiedet.&lt;br /&gt;
* [[28. Oktober]]: Der Wellseer Gemeinderat benennt die &#039;&#039;[[Schoolkamp|Schulstraße]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[7. November]]: Die Gründungsinititiative für eine Volkshochschule stellt im [[Gewerkschaftshaus]]  ihre Pläne vor.&lt;br /&gt;
* [[15. November]]: Die [[Volkshochschule]] Kiel wird gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1911-1920]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1907&amp;diff=70306</id>
		<title>1907</title>
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		<updated>2026-06-05T15:04:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* April */ Schulbezeichnung gemäß 100 Jahre Max Plank Schule S.31 konkretisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[11. Februar]]: Die Gemeindevertretung Dietrichsdorfs stimmte dem Vereinigungsvertrag mit Neumühlen zu. Quelle: Sönke Petersen, Arbeiterbewegung, Kommune und Howaldtswerke, 2016, Seite 96)&lt;br /&gt;
* [[13. Februar]]: Die Gemeindeverordneten Neumühlens stimmten dem Vereinigungsvertrag mit Dietrichsdorf zu. Quelle: Sönke Petersen, Arbeiterbewegung, Kommune und Howaldtswerke, 2016, Seite 96)&lt;br /&gt;
* [[26. Februar]]: Der [[Ellerbek]]er Gemeinderat benennt die [[Grabastraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[14. März]]: Die [[Richterstraße]] bekommt ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[1. April]]: &lt;br /&gt;
** Der Buchhändler Richhard Ganske gründet in Kiel den [[Leserkreis Daheim|Lesezirkel &#039;&#039;Daheim&#039;&#039;]], der sich heute als &amp;quot;das größte Mietzeitschriften-Unternehmen Europas&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
** Die Höhere Mädchenschule II am Schützenpark (heute: [[Käthe-Kollwitz-Schule]]) wird eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[4. April]]: Der Verlauf des [[Wellseer Weg]]s wird teilweise aufgehoben.&lt;br /&gt;
* [[6. April]]: &#039;&#039;Paul Pfiel&#039;&#039;, Gründer der „Siedlungsgemeinschaft Wellsee“ und Namensgeber des [[Paul-Pfiel-Weg]]es, wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[9. April]]: Die Oberrealschule II i. E (OR II) am Königs-Wege ([[Königsweg]]) zu Kiel wird eröffnet. Da das Schulgebäude noch nicht bezugsfertig ist, werden zunächst die Schüler im Buchwaldschen Hof und im Schulgebäude am [[Knooper Weg]] unterrichtet.                                               &lt;br /&gt;
* [[30. April]]: Die [[Esmarchstraße]] bekommt ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[23. Mai]]: Das heutige [[Schauspielhaus]] wird als Neubau unter dem Namen &#039;&#039;Kleines Theater&#039;&#039; eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[28. Mai]]: Die Vereinigung der Gemeinden Dietrichsdorf und Neumühlen erfolgte am 28. Mai 1907. Neuer Name der Gemeinde: Neumühlen-Dietrichsdorf. Quelle: Sönke Petersen, Arbeiterbewegung, Kommune und Howaldtswerke, 2016, Seite 97)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[1. Juli]]: Auf dem [[Blücherplatz]] findet der erste Wochenmarkt statt.&lt;br /&gt;
* [[9. Juli]]: Anlässlich des 90. Geburtstages des Namensgebers am [[13. Juli]] wird die [[Ahlmannstraße]] benannt.&lt;br /&gt;
* [[26. Juli]]: Das [[Gewerkschaftshaus]] in der Fährstraße (heute [[Legienstraße]]) wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[11. September]]: Der Prieser Gemeinderat beschließt den Namen der [[Weststraße]].&lt;br /&gt;
* [[14. September]]: Die Hasseer Gemeindevertretung benennt die Straßen [[Karpfenteich]] und &#039;&#039;Poststraße&#039;&#039; (seit 1925: [[Schleswiger Straße]])&lt;br /&gt;
* [[24. September]]: Die [[Boiestraße]], die [[Bothwellstraße]] und die [[Bugenhagenstraße]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[29. September]]: Der Landespolitiker [[Helmut Lemke]], der von 1963 bis 1971 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war, wird in Kiel geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[1. Oktober]]: Das heutige [[Opernhaus]] am [[Kleiner Kiel|Kleinen Kiel]] wird als &#039;&#039;Stadttheater&#039;&#039; eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[2. Oktober]]: Der Gemeinderat Neumühlen-Dietrichsdorf beschließt die Straßennamen [[Tiefe Allee]] und [[Turnstraße]].&lt;br /&gt;
* [[22. Oktober]]: &lt;br /&gt;
** Die [[Chemnitzstraße]] wird vom [[Hasseldieksdammer Weg|Hasseldieksdammer]] bis zum [[Kronshagener Weg]] verlängert und die [[Gellertstraße|Gellert-]] und die [[Rankestraße]] sowie der [[Ravensberg]] werden benannt.&lt;br /&gt;
** Die &#039;&#039;[[Knooper Landstraße]]&#039;&#039; wird in &#039;&#039;[[Irenestraße]]&#039;&#039; umbenannt, die &#039;&#039;[[Waldemarstraße|Waldemar-]]&#039;&#039; und die &#039;&#039;[[Sigismundstraße]]&#039;&#039; werden benannt.&lt;br /&gt;
** Der &#039;&#039;Augustenburger Platz&#039;&#039; bekommt für die nächsten 40 Jahre seinen Namen, bis er 1947 zum [[Stresemannplatz]] wird.&lt;br /&gt;
* [[26. Oktober]]: Die [[CAU|Universität]] erwirbt von der Stadt Kiel das Grundstück, auf dem anschließend die [[Seeburg]] entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[12. November]]: [[Kleiststraße]], [[Nettelbeckstraße]] und der [[Habsburgerring]], heute ein Teil des [[Westring]]s, erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[14. November]]: In der Nähe von Vimmerby/Schweden wird die Kinderbuchautorin &#039;&#039;Astrid Lindgren&#039;&#039; geboren, nach der 1984 der [[Astrid-Lindgren-Weg]] benannt wurde.&lt;br /&gt;
* [[15. November]]: &#039;&#039;Claus Graf Schenk von Stauffenberg&#039;&#039;, der am 20. Juli 1944 das fehlgeschlagene Attentat auf Hitler verübte und nach dem der [[Stauffenbergring]] benannt ist, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[18. Dezember]]: &lt;br /&gt;
** Als zweite Garnisionskirche wird die [[Petruskirche]] in der Wik eingeweiht.&lt;br /&gt;
** In [[Neumühlen-Dietrichsdorf]] erhalten die &#039;&#039;Friedhofstraße&#039;&#039; (heute [[Poggendörper Weg]]), der [[Geldbeutel]] und [[Hasselfelde]] ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[30. Dezember]]: Der Ingenieur &#039;&#039;Georg Paul Julius Feydt&#039;&#039;, Namensgeber des [[Georg-Feydt-Weg]]s, wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[31. Dezember]]: Die beiden Garnisonskirchen im [[Niemannsweg]] und der [[Weimarer Straße]] erhalten die Namen [[Pauluskirche|Paulus-]] bzw. [[Petruskirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1901-1910]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1964&amp;diff=70249</id>
		<title>1964</title>
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		<updated>2026-05-25T09:18:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[27. Januar]]: Der letzte [[Straßenbahn#Oberleitungsbus|Oberleitungsbus]] wird auf Diesel umgestellt.&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[12. Februar]]: Der [[Wellsee]]r Gemeinderat benennt den [[Kirchenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[19. März]]: [[Achter de Kark]], [[Ahornweg]], &#039;&#039;Koppelbarg&#039;&#039; (heute [[Koppelberg]]), [[Mercatorstraße]] und [[Oppendorfer Straße]] erhalten ihre Namen. Die [[Ratzeburger Straße]] wird verlängert. Ein Teil der &#039;&#039;Friesenstraße&#039;&#039; wird dem [[Tonberg]] zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[8. April]]: Der Name für den [[Theodor-Heuss-Ring]] wird festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[6. Mai]]: Der Maler und Grafiker &#039;&#039;Heinrich Ehmsen&#039;&#039;, nach dem später der [[Heinrich-Ehmsen-Platz]] benannt wurde, stirbt in Ost-Berlin.&lt;br /&gt;
* [[11. Mai]]: Der Architekt [[Ernst Stoffers]] stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[4. Juni]]: Die ehemalige Marine-Arrestanstalt an der [[Feldstraße]], die 1918 eine zentrale Rolle im [[Kieler Matrosenaufstand]] gespielt hatte, wird gesprengt.&lt;br /&gt;
* [[13. Juni]]: In Anwesenheit des Nobelpreisträgers &#039;&#039;Otto Hahn&amp;quot; wurde bei der [[Kieler Howaldtswerke AG, Kiel]] das erste (und einzige) deutsche Handelschiff mit einem Kernenergieantrieb auf den Namem [[Otto Hahn]] getauft. Nach dem Taufakt erfolgte der Stapellauf.   &lt;br /&gt;
* [[14. Juni]]: Besucherandrang beim &#039;&#039;Tag der Flotte&#039;&#039; im [[Marinefliegergeschwader 5]].&lt;br /&gt;
* [[20. Juni]]: &#039;&#039;Felix Graf von Luckner&#039;&#039;, nach dem später die [[Graf-Luckner-Straße]] benannt wurde, beweist über 80jährig auf dem [[Kieler Woche|Kieler-Woche]]-Empfang seine unverminderte Kraft.&lt;br /&gt;
* [[21. Juni|21.]] bis [[28. Juni]]: 70. [[Kieler-Woche-Termine|Kieler Woche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[1. August]]: Die Stadt Kiel schließt mit der französischen Stadt [[Städtepartnerschaft Brest|Brest]] ihren ersten Städtepartnerschaftsvertrag. &lt;br /&gt;
* [[20. August]]: [[Braunsberger Weg]] und [[Dieselweg]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[6. Oktober]]: [[Thorsten Storm]], bis 2002 Marketingleiter und seit dem [[1. November]] [[2015]] Manager des [[THW Kiel]], wird in Kellinghusen geboren.&lt;br /&gt;
* [[22. Oktober]]: Die [[Schröpfecke]] erhält – nicht ganz unumstritten – ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[27. November]]: Im [[Metro-Kino im Schloßhof|Metro-Kino]] wird der Film &#039;&#039;„Wilder, weiter Atlantik“&#039;&#039; uraufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[30. November]]: Der [[Suchskrug]] wird benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[1. Dezember]]: Namensfestlegung der [[Redderkoppel]] durch die Ratsversammlung.&lt;br /&gt;
* [[3. Dezember]]: Der [[Hohwachter Weg]] und der [[Kuckucksweg]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[4. Dezember]]: Der Schriftsteller und bildende Künstler [[Feridun Zaimoglu]] wird in Bolu/Türkei geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1961-1970]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
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		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1964&amp;diff=70248</id>
		<title>1964</title>
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		<updated>2026-05-25T09:14:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Taufe Otto Hahn&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[27. Januar]]: Der letzte [[Straßenbahn#Oberleitungsbus|Oberleitungsbus]] wird auf Diesel umgestellt.&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[12. Februar]]: Der [[Wellsee]]r Gemeinderat benennt den [[Kirchenberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[19. März]]: [[Achter de Kark]], [[Ahornweg]], &#039;&#039;Koppelbarg&#039;&#039; (heute [[Koppelberg]]), [[Mercatorstraße]] und [[Oppendorfer Straße]] erhalten ihre Namen. Die [[Ratzeburger Straße]] wird verlängert. Ein Teil der &#039;&#039;Friesenstraße&#039;&#039; wird dem [[Tonberg]] zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[8. April]]: Der Name für den [[Theodor-Heuss-Ring]] wird festgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[6. Mai]]: Der Maler und Grafiker &#039;&#039;Heinrich Ehmsen&#039;&#039;, nach dem später der [[Heinrich-Ehmsen-Platz]] benannt wurde, stirbt in Ost-Berlin.&lt;br /&gt;
* [[11. Mai]]: Der Architekt [[Ernst Stoffers]] stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[4. Juni]]: Die ehemalige Marine-Arrestanstalt an der [[Feldstraße]], die 1918 eine zentrale Rolle im [[Kieler Matrosenaufstand]] gespielt hatte, wird gesprengt.&lt;br /&gt;
* [[13. Juni]]: In Anwesenheit des Nobelpreisträgers &#039;&#039;Otto Hahn&amp;quot; wurde bei der [[Kieler Howaldtswerke AG, Kiel]] wurde das erste (und einzige) deutsche Handelschiff mit einem Kernenergieantrieb auf den Namem [[Otto Hahn]] getauft. Nach dem Taufakt erfolgte der Stapellauf.   &lt;br /&gt;
* [[14. Juni]]: Besucherandrang beim &#039;&#039;Tag der Flotte&#039;&#039; im [[Marinefliegergeschwader 5]].&lt;br /&gt;
* [[20. Juni]]: &#039;&#039;Felix Graf von Luckner&#039;&#039;, nach dem später die [[Graf-Luckner-Straße]] benannt wurde, beweist über 80jährig auf dem [[Kieler Woche|Kieler-Woche]]-Empfang seine unverminderte Kraft.&lt;br /&gt;
* [[21. Juni|21.]] bis [[28. Juni]]: 70. [[Kieler-Woche-Termine|Kieler Woche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[1. August]]: Die Stadt Kiel schließt mit der französischen Stadt [[Städtepartnerschaft Brest|Brest]] ihren ersten Städtepartnerschaftsvertrag. &lt;br /&gt;
* [[20. August]]: [[Braunsberger Weg]] und [[Dieselweg]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[6. Oktober]]: [[Thorsten Storm]], bis 2002 Marketingleiter und seit dem [[1. November]] [[2015]] Manager des [[THW Kiel]], wird in Kellinghusen geboren.&lt;br /&gt;
* [[22. Oktober]]: Die [[Schröpfecke]] erhält – nicht ganz unumstritten – ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[27. November]]: Im [[Metro-Kino im Schloßhof|Metro-Kino]] wird der Film &#039;&#039;„Wilder, weiter Atlantik“&#039;&#039; uraufgeführt.&lt;br /&gt;
* [[30. November]]: Der [[Suchskrug]] wird benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[1. Dezember]]: Namensfestlegung der [[Redderkoppel]] durch die Ratsversammlung.&lt;br /&gt;
* [[3. Dezember]]: Der [[Hohwachter Weg]] und der [[Kuckucksweg]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[4. Dezember]]: Der Schriftsteller und bildende Künstler [[Feridun Zaimoglu]] wird in Bolu/Türkei geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1961-1970]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1968&amp;diff=70247</id>
		<title>1968</title>
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		<updated>2026-05-25T08:57:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Otto Hahn ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Demonstration von Schülern und Studierenden gegen Erhöhung der Straßenbahnpreise (Kiel 21.695).jpg|mini|150px|Demonstrationsplakat an einem VW-Bus]]  &lt;br /&gt;
* [[31. Januar]]: Schüler und Studierende protestieren in der Innenstadt und am [[Berliner Platz]] gegen die Erhöhung der Fahrpreise im öffentlichen Nahverkehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[1. Februar]]: Nach erfolgreicher Probefahrt wird der Massengutfrachter mit Kernenergieantrieb [[Otto Hahn]] (Bau Nr. 1103) von der [[Howaldtswerke Deutsche Werft AG, Kiel]] an die Gesellschaft für Kernenergieverwertung in Schiffbau und Schiffahrt mbH, Hamburg abgeliefert.&lt;br /&gt;
* [[8. Februar]]: Der [[Eckenerplatz]], der [[Steinmarderweg]]  und der [[Kirschberg]] erhalten ihre Namen; der [[Aegirplatz]] wird aufgehoben.&lt;br /&gt;
* [[14. Februar]]: An der [[Holsatiamühle]] wird eine britische 250-kg-Fliegerbombe durch den Kampfmittelräumdienst entschäft.&lt;br /&gt;
* [[22. Februar]]: Im [[Holsatia-Speicher]] am [[Wall]] sind Futtermittel in Brand geraten.&lt;br /&gt;
* [[26. Februar]]: Im [[Uhrenhaus]] des [[Gaswerk Wik|Wiker Gaswerkes]] kam es zu einer Explosion und einem Brand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[22. März]]: Professor &#039;&#039;Herbert Jensen&#039;&#039;, der von 1950 bis 1962 Stadtbaurat in Kiel war und nach dem später der [[Jensendamm]] benannt wurde, stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[25. April]]: Auf Beschluss der Ratsversammlung wird die Straße [[An der Holsatiamühle]] benannt und der Name für den [[Heikendorfer Weg]] endgültig festgelegt. In Mettenhof bekommen [[Göteborgring]], [[Gotlandwinkel]], [[Kirunastraße]] und [[Malmöweg]] ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[27. April]]: Der [[Hedinweg]] bekommt seinen Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[17. Mai]]: Die Ausstellung &#039;&#039;„Frau und Heim“&#039;&#039; in der [[Ostseehalle]] wird eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[6. Juni]]: Die [[Fördestraße]] erhält ihren Namen. &lt;br /&gt;
* [[19. Juni]]: [[Willi Koch]], der von März bis Oktober [[1946]] Kieler [[Oberbürgermeister]] war, stirbt. Er wird am [[22. Juni]] auf dem [[Friedhof Eichhof]] beigesetzt.&lt;br /&gt;
* [[20. Juni]]: Der Schwimmkran &amp;quot;Magnus VII&amp;quot; rammt die [[Prinz-Heinrich-Brücke]].&lt;br /&gt;
* [[23. Juni|23.]] bis [[30. Juni]]: 74. [[Kieler-Woche-Termine|Kieler Woche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[28. Juli]]: &#039;&#039;Otto Hahn&#039;&#039;, der Namensgeber des [[Otto-Hahn-Platz]]es, stirbt in Göttingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[4. August]]:  Bei der [[Howaldtswerke]] Deutsche Werft AG Hamburg und Kiel im Werk Kiel Gaarden das Aufschwimmen des für die Hamburger Reederei Essberger erbauten Motortankers „Elsa Essberger“ (Bau Nr. 1205).&lt;br /&gt;
* [[30. August]]: Die neue Ölbrücke der Firma [[Harry Stallzus]] Schiffsentölung wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[9. Oktober]]: Die [[Howaldtswerke]] Deutsche Werft AG Hamburg und Kiel übergeben im Werk Kiel den Motortanker „Elsa Essberger“ (Bau Nr. 1205) an die Partenreederei M.S. Elsa Essberger, Hamburg, KR: John T. Essberger, Hamburg. Heimathafen: Hamburg&lt;br /&gt;
* [[27. Oktober]]:  In Cambridge stirbt die Physikerin Lise Meitner, die 1939 eine erste theoretische Erklärung für die Kernspaltung lieferte und nach der die [[Lise-Meitner-Straße]] benannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[29. November]]: In [[Rönne]] bekommt der [[Heidenstein]] seinen Namen und der [[Schusterberg]] wird in den &#039;&#039;Forstweg&#039;&#039; (heute [[Zum Forst]]) einbezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[2. Dezember]]: Die deutschsprachige Rapperin [[Cora E.]] wird in Kiel geboren.&lt;br /&gt;
* [[16. Dezember]]: Im [[Fritz-Stavenhagen-Weg]] wird durch eine Benzinexplosion ein Haus zerstört.&lt;br /&gt;
* [[31. Dezember]]: Die [[Schleswig-Holsteinische Volkszeitung]] (VZ) stellt ihr Erscheinen aus wirtschaftlichen Gründen endgültig ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1961-1970]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1947&amp;diff=70238</id>
		<title>1947</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kiel-wiki.de/index.php?title=1947&amp;diff=70238"/>
		<updated>2026-05-24T16:49:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Max-Plank-Schule nachgetragen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[25. Januar]]: Als Rechtsnachfolger des &#039;&#039;Heimatbundes für die Provinz Schleswig-Holstein&#039;&#039; wird der [[Schleswig-Holsteinischer Heimatbund|Schleswig-Holsteinische Heimatbund]] (SHHB) gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[8. Februar]]: Heinrich Johannsen, der Schöpfer der Glockenschlagmelodie des Rathausturms und Namensgeber des [[Johannsenweg]]s, stirbt in Eutin.&lt;br /&gt;
* [[12. Februar]]: &lt;br /&gt;
** Die [[Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte e.V.|Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte]] kündigt die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit an.&lt;br /&gt;
** Etliche Kieler Betriebe (u.&amp;amp;nbsp;a. Elac und Hagenuk) müssen wegen Kohle- und Strommangel ihren Betrieb stilllegen.&lt;br /&gt;
* [[14. Februar]]: Die [[Muthesius Kunsthochschule|Muthesiusschule]] wird wieder eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[26. März]]: Die [[Ratsversammlung]] beschließt einen Ideenwettbewerb für die städtebauliche Gestaltung der Innenstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[2. April]]: Im [[Gewerkschaftshaus]] wird auf Intiative von Oberbürgermeister [[Andreas Gayk]] die &#039;&#039;Gesellschaft der Freunde Coventrys&#039;&#039; gegründet.&lt;br /&gt;
* [[20. April]]: Bei den [[Landtagswahlen]] bekommt in den vier Kieler Wahlkreisen die [[SPD]] drei Sitze und die [[CDU]] einen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[1. Mai]]: Das [[Gewerkschaftshaus]] wird von der britischen Besatzungsmacht offiziell an die Gewerkschaften zurückgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[8. Juli]]: In einer ersten Sitzung des Sonderausschusses für Straßenbenennungen wird über eine Umbenennung des [[Hindenburgufer]]s diskutiert.&lt;br /&gt;
* [[15. Juli]]: Das [[Museum für Völkerkunde]] und die Erweiterung des [[Zoologisches Museum|Zoologischen Museums]] werden eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[26. Juli]]: Der Heimatdichter &#039;&#039;Wilhelm Lobsien&#039;&#039;, nach dem später der [[Wilhelm-Lobsien-Weg]] benannt wurde, stirbt in Niebüll.&lt;br /&gt;
* [[30. Juli]]: In Kiel wird erstmals ein Urteil gegen einen NS-Verbrecher gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[11. August]]: Der Sonderausschuss für Straßenbenennungen votiert mit 3 zu 2 Stimmen für die Entfernung des Namens [[Hindenburgufer]], diese wird aber dann doch noch nicht umgesetzt.&lt;br /&gt;
* [[12. August]]: Die [[Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte]] führt ihre erste Hauptversammlung nach der Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit durch.&lt;br /&gt;
* [[15. August]]: Der Ideenwettbewerb für die Gestaltung der Kieler Innenstadt wird mit insgesamt 18&amp;amp;nbsp;000&amp;amp;nbsp;RM Preisgeld ausgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[3. September]]: Der Lagerkommandant des ehemaligen [[Arbeitserziehungslager Nordmark|Arbeitserziehungslagers Nordmark]] wird von einem britischen Militärgericht wegen anderweitig begangener Morde zum Tode verurteilt.&lt;br /&gt;
* [[4. September]]: Eine Liste von Umbenennungsvorschlägen wird aufgestellt, in der das [[Hindenburgufer]] nicht mehr vorkommt.&lt;br /&gt;
* [[8. September]]: Der Prozess gegen den ehemaligen SA-Hauptsturmführer Erich Gerhardt, der maßgeblich an der Zerstörung der Kieler Synagoge am [[9. November]] [[1938]] beteiligt war, beginnt.&lt;br /&gt;
* [[9. September]]: &lt;br /&gt;
** Rainer Tschorn, [[Stadtpräsident]] von 2005 bis 2008, wird geboren.&lt;br /&gt;
** In der [[Holtenauer Straße]] nimmt ein Großräumgerät seine Arbeit auf.&lt;br /&gt;
* [[12. September]]: Der [[Alter botanischer Garten|Botanische Garten]] und das dortige Gewächshaus werden wieder eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[16. September]]: &lt;br /&gt;
** Die &#039;&#039;Schützenstraße&#039;&#039; wird in [[Hermann-Weigmann-Straße]] und die [[Müller-Emden-Straße]] in [[Professor-Anschütz-Straße]] umbenannt.&lt;br /&gt;
** Dem in Kiel geborenen Physiker und [[Nobelpreisträger]] [[Max Planck]] wird die [[Ehrenbürger von Kiel|Ehrenbürgerwürde]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[4. Oktober]]: [[Max Planck]], der in Kiel geborene Physik-[[Nobelpreisträger]] für 1918, Namensgeber einer [[Max-Planck-Schule|Schule]] und einer [[Max-Planck-Straße|Straße]] in Kiel, stirbt in Göttingen.&lt;br /&gt;
* [[10. Oktober]]: Die 1907 gegründete Oberschule für Jungen am [[Königsweg]] (ursprünglich Oberealschule II] feiert die Umbennung in [[Max-Plank-Schule|Schule].&lt;br /&gt;
* [[27. Oktober]]: Der Kölner Künstler Gunter Demnig, durch den in Kiel bereits über 220 [[Stolpersteine]] verlegt wurden, wird in Berlin geboren.&lt;br /&gt;
* [[29. Oktober]]: Vor einem britischen Militärgericht in Hamburg beginnt der Prozess gegen ehemalige Bewachungsmannschaften des [[Arbeitserziehungslager Nordmark|Arbeitserziehungslagers Nordmark]] in [[Hassee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[8. November]]: Die von den Sportlern in freiwilliger Arbeit wieder aufgebaute Sporthalle in der [[Humboldtstraße]] wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
* [[19. November]]: Die Schriftstellerin &#039;&#039;Ricarda Huch&#039;&#039;, nach der später die [[Ricarda-Huch-Schule]] benannt wurde, stirbt in Schönberg (Taunus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[8. Dezember]]: Im Prozess gegen ehemalige Bewachungsmannschaften des [[Arbeitserziehungslager Nordmark|Arbeitserziehungslagers Nordmark]] in [[Hassee]] werden drei Todesstrafen und Haftstrafen bis zu 20 Jahren verhängt.&lt;br /&gt;
* [[17. Dezember]]: Die Kieler müssen umlernen: In einer der größten Umbenennungsaktionen der Geschichte ändert die Ratsversammlung [[Straßenbenennungen 1945 bis 1947|39 Straßennamen]].&lt;br /&gt;
* [[17. Dezember]]: Der in den Jahren 1893 bis 1933 mehrfach umgebaute [[Werftpark]] zwischen der Werftstraße und dem Ostring wurde in [[Volkspark]] umbenannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1941-1950]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
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		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1937&amp;diff=70237</id>
		<title>1937</title>
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		<updated>2026-05-24T16:40:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: OR II Namensänderung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[1. Januar]]: [[Karl-Heinz Zimmer]], der von 1996 bis 1997 &#039;&#039;„[[Oberbürgermeister]] ständig in Vertretung“&#039;&#039; war, wird in Kiel geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[21. Februar]]: &lt;br /&gt;
** Der norwegische &#039;&#039;Kronprins Harald&#039;&#039; und späterer König von Norwegen, dessen Name 46 Jahre lang drei [[Kronprins Harald|Oslofähren]] der &#039;&#039;Jahre Line&#039;&#039; trugen, wird geboren.&lt;br /&gt;
** Der Handballspieler [[Kurt Bartels]], der 1957, 1962 und 1963 mit dem [[THW Kiel]] deutscher Meister wurde, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[14. März]]: Der Anatom &#039;&#039;Ferdinand von Spee&#039;&#039;, der von 1891 bis 1933 in Kiel lehrte und einer der beiden Namensgeber der [[Graf-Spee-Straße]] ist, stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
* [[31. März]]: Bei der Friedrich Krupp AG [[Germaniawerft]], Kiel erfolgte der Stapellauf des für die DAPG / Standard Oil erbauten Motortankers „[[Esso Bolivar]]“ (Bau Nr. 568).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[8. April]]: [[Am Sandberg]], [[Buschfeldstraße]], [[Flensburger Straße]], &#039;&#039;[[Eschenkamp|Gartenkamp]]&#039;&#039;, [[Haderslebener Straße]], [[Knivsberg]], [[Lügumklosterstraße]], [[Nietzschestraße]], [[Tannenholz]], [[Tingleffer Straße]], [[Tonderner Straße]], [[Weddigenring]] und [[Ziethenstraße]] bekommen ihre Namen; die [[Annenstraße]] wird westlich des [[Knooper Weg]]es zur [[Saldernstraße]] und die &#039;&#039;Mönkeberger Chaussee&#039;&#039; zur &#039;&#039;[[Heikendorfer Landstraße]]&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
* [[15. April]]: Die [[Deutsche Werke Kiel A.G]] gründen die [[Kieler Werkswohnungen GmbH (KWW)]].&lt;br /&gt;
* [[20. April]]: Der [[Geistkämpfer]] wird von seinem Standort vor der [[Heiliggeistkirche]] in das [[Thaulow-Museum]] verbracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[20. Mai]]: Der [[Timmerberg]] bekommt seinen Namen.&lt;br /&gt;
* [[24. Mai]]: &#039;&#039;Niels Behnk&#039;&#039;, der 1971 gemeinsam mit [[Max Emcke]] erster Träger der [[Andreas-Gayk-Medaille]] war, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[8. Juli]]: Der bei der Friedrich Krupp AG [[Germaniawerft]], Kiel erbaute Motortanker „[[Esso Bolivar]]“ (Bau Nr. 568) wird an die Panama Transport Co., Panama übergeben. &lt;br /&gt;
* [[20. Juli]]: &#039;&#039;Guglielmo Marconi&#039;&#039;, der Namensgeber der [[Marconistraße]], stirbt in Rom.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[24. August]]: Der Kronshagener Gemeindevorsteher &#039;&#039;Claus Sinjen&#039;&#039;, nach dem später die [[Claus-Sinjen-Straße]] benannt wurde, stirbt.&lt;br /&gt;
* [[25. August]]: Die Oberrealschule II (OR II) am [[Königsweg]] wird in Oberschule für Jungen am [[Königsweg]] umbenannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[8. November]]: [[Fritz-Stavenhagen-Weg]], [[Hermann-Boßdorf-Weg]], [[Karl-Müllenhoff-Weg]], &#039;&#039;Saltzwedelstraße&#039;&#039; (heute [[Paul-Fuß-Straße]]) und [[Wilhelm-Wisser-Straße]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[20. November]]: In Gernsbach/Kreis Rastatt wird &#039;&#039;Siegfried Schmidt&#039;&#039;, der Namensgeber des [[Siegfried-Schmidt-Weg]]es, geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1931-1940]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1908&amp;diff=70236</id>
		<title>1908</title>
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		<updated>2026-05-24T16:36:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: OR II nachgetragen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
* [[9. Januar]]: Der Maler, Grafiker und Dichter &#039;&#039;Wilhelm Busch&#039;&#039;, nach dem die [[Wilhelm-Busch-Straße]] und der [[Wilhelm-Busch-Platz]] benannt sind, stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[23. Februar]]: Johann Friedrich August von Esmarch, Namensgeber der [[Esmarchstraße]], stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
* [[27. Februar]]: Der bekannte Chirurg Professor [[Friedrich von Esmarch]] wird beerdigt. Ein Trauerzug zieht durch die Stadt.&lt;br /&gt;
* [[28. Februar]]: Die [[Kaiserliche Marine]] stellt das bei den [[Howaldtswerke]]n in [[Kiel]] erbaute [[U-Boot-Bergeschiff]] [[SMS Vulcan]] (Bau Nr.473) in Dienst. Mit dem Bau der [[SMS Vulcan]] wurde auch der turboelektrische Antrieb im deutschen Schiffbau eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[5. März]]: In Gaarden wird [[Diedrichstraße]] benannt und die &#039;&#039;Waldemarstraße&#039;&#039; in [[Sörensenstraße]] umbenannt.&lt;br /&gt;
* [[15. März]]: Der Architekt [[Wilhelm Neveling]], der bedeutenden Anteil am Wiederaufbau von Kiel nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] hatte, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[7. April]]: Der Segelflugpionier &#039;&#039;Günther Groenhoff&#039;&#039;; nach dem der [[Groenhoffweg]] benannt wurde, wird in Stade geboren.&lt;br /&gt;
* [[11. April]]: [[Kaiserliche Werft, Kiel]], Stapellauf des Panzerkreuzers der Kaiserlichen Marine [[SMS-Blücher]] (Bau Nr. 33)&lt;br /&gt;
* [[28. April]]: Die [[Helmholtzstraße]] erhält ihren Namen; die heutige [[Röntgenstraße]] bekommt zunächst den Namen &#039;&#039;Hertzstraße&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[1. Mai]]: Die seinerzeitige &#039;&#039;[[Diekmissen|Hansastraße]]&#039;&#039; und die dortige &#039;&#039;Holtenauer Straße&#039;&#039; (heute [[Schusterkrug]]) in [[Holtenau]] bekommen ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[23. Mai]]: Der Hasseer Gemeinderat beschließt die Einstufung des [[Aubrook]]s als wichtigen Nebenweg und seinen chausseeartigen Ausbau.&lt;br /&gt;
* [[30. Mai]]: Der Wellingdorfer Gemeinderat bestätigt den bereits üblichen Namen der [[Wischhofstraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[15. Juni]]: &#039;&#039;Hermann von Graba&#039;&#039;, nach dem später die [[Grabastraße]] benannt wurde, stirbt in Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[31. Juli]]: Die Fähre &#039;&#039;„[[Gaardener Fähre|Secundus]]“&#039;&#039; wird vom Kieler Magistrat eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[7. September]]: Das Schulgebäude der Oberrealschule II (OR II) am [[Königsweg]] wird eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben &lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[13. Oktober]]: Die [[Städtische Collegien|Städtischen Collegien]] benennen die Straße [[Zur Fähre]] in [[Gaarden-Ost]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[25. Dezember]]: Die &#039;&#039;Winterbeker Straße&#039;&#039; wird zur [[Michelsenstraße]] und die [[Parkstraße]] wird benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1901-1910]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1907&amp;diff=70235</id>
		<title>1907</title>
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		<updated>2026-05-24T16:32:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: OR II nachgetragen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[11. Februar]]: Die Gemeindevertretung Dietrichsdorfs stimmte dem Vereinigungsvertrag mit Neumühlen zu. Quelle: Sönke Petersen, Arbeiterbewegung, Kommune und Howaldtswerke, 2016, Seite 96)&lt;br /&gt;
* [[13. Februar]]: Die Gemeindeverordneten Neumühlens stimmten dem Vereinigungsvertrag mit Dietrichsdorf zu. Quelle: Sönke Petersen, Arbeiterbewegung, Kommune und Howaldtswerke, 2016, Seite 96)&lt;br /&gt;
* [[26. Februar]]: Der [[Ellerbek]]er Gemeinderat benennt die [[Grabastraße]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[14. März]]: Die [[Richterstraße]] bekommt ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[1. April]]: &lt;br /&gt;
** Der Buchhändler Richhard Ganske gründet in Kiel den [[Leserkreis Daheim|Lesezirkel &#039;&#039;Daheim&#039;&#039;]], der sich heute als &amp;quot;das größte Mietzeitschriften-Unternehmen Europas&amp;quot; bezeichnet.&lt;br /&gt;
** Die Höhere Mädchenschule II am Schützenpark (heute: [[Käthe-Kollwitz-Schule]]) wird eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[4. April]]: Der Verlauf des [[Wellseer Weg]]s wird teilweise aufgehoben.&lt;br /&gt;
* [[6. April]]: &#039;&#039;Paul Pfiel&#039;&#039;, Gründer der „Siedlungsgemeinschaft Wellsee“ und Namensgeber des [[Paul-Pfiel-Weg]]es, wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[9. April]]: Die Oberrealschule II (OR II) am [[Königsweg]] wird eröffnet. Da das Schulgebäude noch nicht bezugsfertig ist, werden zunächst die Schüler im Buchwaldschen Hof und im Schulgebäude am [[Knooper Weg]] unterrichtet.                                               &lt;br /&gt;
* [[30. April]]: Die [[Esmarchstraße]] bekommt ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[23. Mai]]: Das heutige [[Schauspielhaus]] wird als Neubau unter dem Namen &#039;&#039;Kleines Theater&#039;&#039; eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[28. Mai]]: Die Vereinigung der Gemeinden Dietrichsdorf und Neumühlen erfolgte am 28. Mai 1907. Neuer Name der Gemeinde: Neumühlen-Dietrichsdorf. Quelle: Sönke Petersen, Arbeiterbewegung, Kommune und Howaldtswerke, 2016, Seite 97)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[1. Juli]]: Auf dem [[Blücherplatz]] findet der erste Wochenmarkt statt.&lt;br /&gt;
* [[9. Juli]]: Anlässlich des 90. Geburtstages des Namensgebers am [[13. Juli]] wird die [[Ahlmannstraße]] benannt.&lt;br /&gt;
* [[26. Juli]]: Das [[Gewerkschaftshaus]] in der Fährstraße (heute [[Legienstraße]]) wird eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
* [[11. September]]: Der Prieser Gemeinderat beschließt den Namen der [[Weststraße]].&lt;br /&gt;
* [[14. September]]: Die Hasseer Gemeindevertretung benennt die Straßen [[Karpfenteich]] und &#039;&#039;Poststraße&#039;&#039; (seit 1925: [[Schleswiger Straße]])&lt;br /&gt;
* [[24. September]]: Die [[Boiestraße]], die [[Bothwellstraße]] und die [[Bugenhagenstraße]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[29. September]]: Der Landespolitiker [[Helmut Lemke]], der von 1963 bis 1971 Ministerpräsident von Schleswig-Holstein war, wird in Kiel geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[1. Oktober]]: Das heutige [[Opernhaus]] am [[Kleiner Kiel|Kleinen Kiel]] wird als &#039;&#039;Stadttheater&#039;&#039; eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[2. Oktober]]: Der Gemeinderat Neumühlen-Dietrichsdorf beschließt die Straßennamen [[Tiefe Allee]] und [[Turnstraße]].&lt;br /&gt;
* [[22. Oktober]]: &lt;br /&gt;
** Die [[Chemnitzstraße]] wird vom [[Hasseldieksdammer Weg|Hasseldieksdammer]] bis zum [[Kronshagener Weg]] verlängert und die [[Gellertstraße|Gellert-]] und die [[Rankestraße]] sowie der [[Ravensberg]] werden benannt.&lt;br /&gt;
** Die &#039;&#039;[[Knooper Landstraße]]&#039;&#039; wird in &#039;&#039;[[Irenestraße]]&#039;&#039; umbenannt, die &#039;&#039;[[Waldemarstraße|Waldemar-]]&#039;&#039; und die &#039;&#039;[[Sigismundstraße]]&#039;&#039; werden benannt.&lt;br /&gt;
** Der &#039;&#039;Augustenburger Platz&#039;&#039; bekommt für die nächsten 40 Jahre seinen Namen, bis er 1947 zum [[Stresemannplatz]] wird.&lt;br /&gt;
* [[26. Oktober]]: Die [[CAU|Universität]] erwirbt von der Stadt Kiel das Grundstück, auf dem anschließend die [[Seeburg]] entstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[12. November]]: [[Kleiststraße]], [[Nettelbeckstraße]] und der [[Habsburgerring]], heute ein Teil des [[Westring]]s, erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[14. November]]: In der Nähe von Vimmerby/Schweden wird die Kinderbuchautorin &#039;&#039;Astrid Lindgren&#039;&#039; geboren, nach der 1984 der [[Astrid-Lindgren-Weg]] benannt wurde.&lt;br /&gt;
* [[15. November]]: &#039;&#039;Claus Graf Schenk von Stauffenberg&#039;&#039;, der am 20. Juli 1944 das fehlgeschlagene Attentat auf Hitler verübte und nach dem der [[Stauffenbergring]] benannt ist, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[18. Dezember]]: &lt;br /&gt;
** Als zweite Garnisionskirche wird die [[Petruskirche]] in der Wik eingeweiht.&lt;br /&gt;
** In [[Neumühlen-Dietrichsdorf]] erhalten die &#039;&#039;Friedhofstraße&#039;&#039; (heute [[Poggendörper Weg]]), der [[Geldbeutel]] und [[Hasselfelde]] ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[30. Dezember]]: Der Ingenieur &#039;&#039;Georg Paul Julius Feydt&#039;&#039;, Namensgeber des [[Georg-Feydt-Weg]]s, wird geboren.&lt;br /&gt;
* [[31. Dezember]]: Die beiden Garnisonskirchen im [[Niemannsweg]] und der [[Weimarer Straße]] erhalten die Namen [[Pauluskirche|Paulus-]] bzw. [[Petruskirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1901-1910]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=1963&amp;diff=70194</id>
		<title>1963</title>
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		<updated>2026-05-22T09:08:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: 125 Jahre howaldt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Navigationsleiste Jahre}}&lt;br /&gt;
* Das [[Wasserwerk Wik]] im [[Projensdorfer Gehölz]] wird durch den Oberbürgermeister [[Hans Müthling|Dr. Hans Müthling]] eingeweiht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Januar ==&lt;br /&gt;
== Februar ==&lt;br /&gt;
* [[25. Februar]]: Gründung des Feuerwehr-[[Freiwilligen Feuerwehr Mitte|Löschzuges Schornsteinfeger]]&lt;br /&gt;
== März ==&lt;br /&gt;
* [[14. März]]: Die [[Max-Planck-Straße]] bekommt ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== April ==&lt;br /&gt;
* [[19. April]]: Die &#039;&#039;Ludwig-Richter-Schule&#039;&#039; zieht aus dem Gebäude der [[Sternschule]] in ihr neues Gebäude in der [[Gellertstraße]] um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mai ==&lt;br /&gt;
* [[25. Mai]]: [[Torsten Albig]], Kieler [[Oberbürgermeister]] von 2009 bis 2012, wird geboren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juni ==&lt;br /&gt;
* [[1. Juni]]: Der Melsdorfer Ortsteil [[Mettenhof]] wird an Kiel abgetreten und eingemeindet.&lt;br /&gt;
* [[6. Juni]]: Das Restaurant im neu errichteten [[Hotel Steigenberger Conti Hansa|Hotel Conti Hansa]] wird eröffnet.&lt;br /&gt;
* [[20. Juni]]: Der [[Amrumring]], der [[Föhrer Weg]] und der [[Lohntütenweg]] erhalten ihre Namen.&lt;br /&gt;
* [[23. Juni|23.]] bis [[30. Juni]]: 69. [[Kieler-Woche-Termine|Kieler Woche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Juli ==&lt;br /&gt;
* [[27. Juli]]: Der Akustiker &#039;&#039;Hugo Lichte&#039;&#039;, nach dem die [[Lichtestraße]] benannt wurde, stirbt in Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== August ==&lt;br /&gt;
* [[22. August]]: Die Straße [[Hinter Bramberg]] bekommt ihren Namen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== September ==&lt;br /&gt;
== Oktober ==&lt;br /&gt;
* [[1. Oktober]]: Die Kieler Howaldtswerke A.G feiert 125 Jahre Howaldtswerke (1838-1963).&lt;br /&gt;
* [[26. Oktober]]: Die [[Holsten-Brauerei AG]] feiert den einmillionsten Hektoliter &#039;&#039;Holsten-Bier&#039;&#039; mit einem Tag der offenen Tür.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== November ==&lt;br /&gt;
* [[14. November]]: Die [[Friesenbrücke]] wird für den Verkehr freigegeben.&lt;br /&gt;
* [[21. November]]: Das 1869 erbaute und jetzt leer stehende Hotel Bellevue, das zuletzt bis 1962 als [[Jugendherberge]] genutzt worden war, brennt vollständig aus.&lt;br /&gt;
* [[30. November]]: Die Fried. Krupp [[Germaniawerft]] AG wird am 30. November 1963 aus dem Kieler Handelsregister gelöscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dezember ==&lt;br /&gt;
* [[12. Dezember]]: Theodor Heuss, erster Bundespräsident und Namensgeber des [[Theodor-Heuss-Ring]]s, stirbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jahr]] [[Kategorie:1961-1970]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Kiel_1892_bis_1945,_das_Ostufer,_der_Werftpark&amp;diff=70193</id>
		<title>Kiel 1892 bis 1945, das Ostufer, der Werftpark</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kiel-wiki.de/index.php?title=Kiel_1892_bis_1945,_das_Ostufer,_der_Werftpark&amp;diff=70193"/>
		<updated>2026-05-19T15:47:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Werftpark Gaarden&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Werftpark 1892 - 1945 ===&lt;br /&gt;
Für die Angehörigen der Kaiserlichen Werft wurde vom Wohlfahrtsverein für die Angehörigen der Kaiserlichen Werft der Werftpark als Erholungsfläche angelegt. Die 15,2 Hektar große Parkfläche (500 Meter lang und 300 Meter breit) liegt parallel zur Werftstraße und zum Ostring zwischen Gaarden-Ost und Ellerbek. Verwaltungsmäßig gehört der Werftpark zu Ellerbek.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S. 207 - 223&lt;br /&gt;
SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Wilde, L. Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel&lt;br /&gt;
Walter Ehlert, Das historische Gaarden, 2021, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, ISBN 978-3-96717-042-9, S. 30, S 81 – 86, S 131&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
=== Soziale Einrichtungen für Angestellte und Arbeiter ===&lt;br /&gt;
Nach der am 17. März 1890 erfolgten Entlassung von Reichskanzler Bismarck und der am 30. September 1890 erfolgten Aufhebung der seit dem 21. Oktober 1878 gültigen Sozialistengesetze ordnete Kaiser Wilhelm II im Februar 1890 zur Schaffung von sozialen Einrichtungen für die Beschäftigten von Staatsbetrieben die Bildung von Arbeiterausschüssen an.&lt;br /&gt;
Die Schaffung solcher sozialen Einrichtungen erfolgte durch einen 10 Mitglieder umfassenden Arbeitsausschuss (Vorsitz: Hafenbaudirektor Georg Franzius sowie neun weitere Werftarbeiter) aus dem sich später dann der Wohlfahrtsausschuss für die Angehörigen der Kaiserlichen Werft entwickelte. Zunächst errichtete der Werft-Frauenverein direkt an der Kaiserstraße einen Kinderhort (Kinder-Warteschule) für Arbeiterkinder im Vorschulalter, der Betrieb wurde mit staatlichen Zuschüssen abgesichert. Ebenfalls schaffte man es durch die Finanzierung mit staatliche Mittel ein neues Werftspeisehaus (Werkskantine und Badeanstalt) an gleicher Stelle zu errichten.&lt;br /&gt;
=== Erwerb des Grundstückes ===&lt;br /&gt;
Die Kaiserstraße, der älteste in Nordsüdrichtung verlaufende Straßenzug in Gaarden begrenzte im nördlichen Teil die Ausdehnung neu angelegter Wohnviertel in Richtung Ellerbek. Ein, südlich der Kaiserlichen Werft parallel zur Werftstraße verlaufendes und steil ansteigenden Gelände (500 Meter lang, 300 Meter breit), zwischen der Einmündung der Kaiserstraße und der Gemeindegrenze zu Ellerbek (Finkberg, Heidberg, Hasselberg)* wurde zunächst für eine weitere Bebauung nicht genutzt. Für die Erschließung dieses rund 26m hohen, hügeligen Geländes (höchster Punkt war der Heidberg) wären erhebliche, zusätzliche Erdarbeiten notwendig gewesen**.&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;*SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Wilde, L. Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 55&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;**Walter Ehlert, Das historische Gaarden, 2021, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, ISBN 978-3-96717-042-9, S. 131&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dieses ca. 14 Hektar umfassende hügelige Grundstück, das sich direkt entlang der Werftmauer erstreckte, wurde vom Wohlfahrtsausschuss der Kaiserlichen Werft angekauft. Die dafür notwendigen finanziellen Mittel wurden, durch die von der Kaiserlichen Werft in Abstimmung mit dem Wohlfahrtsausschuss errichteten, sozialen Einrichtungen (Werftkantine, drei Verkaufsstellen für Lebensmittel und Kleidung) erwirtschaftet. Entscheidend für diesen Grundstückskauf war neben dem günstigen Kaufpreis aber auch die Nähe zur Werft und zur Siedlung des Ellerbeker Bauvereins. Zwischen 1893 und 1899 wurde nun der Werftpark, in Anlehnung an einen damals üblichen öffentlichen Volkspark, für die Beschäftigten der Kaiserlichen Werft angelegt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bild: Blick auf den Werftpark und die Kaiserliche Werft um 1910&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bildnachweis:Signatur: 49.385 Bestand: 1.1 - Fotosammlung Titel: Gaarden und Kaiserliche Werft Beschreibung: Blick zwischen Elisabethstraße, Hügelstraße und Kaiserlicher Werft. Im Vordergrund der Werftpark und im Hintergrund die Altstadt mit Nikolaikirche und Schloss (ganz rechts). Datierung: um 1910, Fotograf: Edlefsen, Hermann (1877-1914) Nutzungsrechte: Gemeinfrei&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
=== Der Werftpark 1893 - 1921 ===&lt;br /&gt;
Der Zugang zum Werftpark erfolgte von der Kaiserstraße aus. Hier befand sich ein hölzerner Torbogen mit der Aufschrift „Werftpark“ und darüber symbolisierte ein Bild eines umschwärmten Bienenkorb den Fleiß der Werftarbeiter. Neben in sich miteinander verbundenen Spazierwege legte man am westlichen Rand zwischen Kaiserstraße und Pickertstraße einen Jugendspielplatz (heute Blaschkeplatz) mit Umkleidekabine an. Am Rande eines künstlich nordöstlich des Spielplatzes angelegten Teiches, der im Winter zum Schlittschuhlaufen genutzt wurde, gab es ein Drahtgehege für Kleintiere und Geflügel. Entsprechend des damaligen Zeitgeistes wurden Gedenksteine für Kaiser Wilhelm I. und Kaiser Friedrich III. sowie für den Reichskanzler Bismarck im Park aufgestellt.&lt;br /&gt;
Nachdem Alt-Ellerbek dem Ausbau der Kaiserlichen Werft zum Opfer fiel, ließ man auf Initiative des Geheimen Admiralitätsrat Franzius ein Kulturdenkmal zur Erinnerung an die alte Fischersiedlung im Werftpark errichten. Das im Jahre 1699 auf dem Theedenberg am Ellerbeker Strand als gemeinsames, reetgedecktes Wohnhaus für vier Fischerfamilien errichtete Wohnhaus wurde abgetragen und auf dem ansteigenden Ufergelände östlich des Werftparkteiches wieder aufgebaut. Der Zugang erfolgte über eine den originalen Treppen am Theedenberg nachempfundene aus roh behauenen Findlingen errichtete Treppe*&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;*SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S. 83&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am 12. März 1904 wurde das Ellerbeker Fischerhaus im Werftpark durch den Geheimen Admiralitätsrat Franzius eingeweiht. 1910 zerstörte ein Feuer das Gebäude. Nach dem Wiederaufbau wurde das Fischerhaus im 2. Weltkrieg am 9. April 1945 durch Bomben völlig zerstört. Als letzte große Veränderung des Werftparks wurde 1914/1915 die katholische  St.-Joseph-Kirche im Südosten der Parkanlage an der Gebhardstraße (Ostring) errichtet.Als Betreiber des Werftparks verfügte der Wohlfahrtsverein über ein begrenztes finanzielles Budget. Da der Unterhalt der Tiergehege sehr Kostenintensiv war, verzichtete der Verein auf das Anlegen von Blumen- und Rosengärten im Werftpark.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bild: Blick auf den Werftpark mit Teich, Fischerhaus und Kirche um 1910&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt; Bildnachweis: Signatur: 27.949 Bestand: 1.3 - Postkartensammlung; Kasten 8 Gebäude, Denkmäler Titel: Joseph Kirche in Gaarden Beschreibung: Blick vom Werftpark mit dem Fischerhaus (links). Fotograf: Edlefsen, Hermann (1877-1914) Nutzungsrechte: Gemeinfrei. Datierung: um 1910&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Zentrum des Werftparks, dem Heidberg (rund 26m hoch) wurde das Erholungshaus errichtet. Der Eingang des Erholungshauses war in Richtung Westen zum Haupteingang an der Kaiserstraße ausgerichtet. Über dem Eingang war in goldenen Buchstaben der Name „unser Erholungs-Haus“ angebracht. Das in Hanglage errichtete Gebäude hatte neben dem Kellergeschoß ein Erd- und ein Obergeschoß. Daneben war am südlichen Ende des Gebäudes ein Aussichtsturm in das Gebäude integriert. 1899 wurde das Erholungshaus durch den Oberwerftdirektor von Ahlefeld eingeweiht. &lt;br /&gt;
In der der Nähe des Erholungshauses gab es seit Jahren einen ungenutzten Eiskeller. Dieser Keller wurde 1911 in Form einer Turmruine zu einer Aussichtsplattform umgestaltet. Im nördlichen Teil des Parks wurde an der Ecke des abfallenden Geländes an den Wasserturm der Werft ein Bärenzwinger angegliedert. Dieser Zwinger beherbergte zeitweise drei, aus verschiedenen Ländern stammende Bären. Diese Tiere hatte die Kaiserliche Marine von ihren Auslandsfahrten mitgebracht. Der Bärenzwinger war eine Hauptattraktion im Werftpark.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bild: Blick auf das Erholungshaus im Werftpark um 1910&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bildnachweis: Signatur: 98.984 Bestand: 1.3 - Postkartensammlung; Kasten 11 Parks, Friedhöfe Titel: Werfterholungshaus im Werftpark (später Volkspark) in Gaarden Datierung: um 1910,Fotograf: Dieterle, Martin (1867-1942) Nutzungsrechte: Gemeinfrei&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bild: Blick auf den Bärenzwinger im Werftpark, rechts das Wasserwerk der Kaiserlichen Werft um 1905&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bildnachweis: Signatur: 28.170 Bestand: 1.3 - Postkartensammlung; Kasten 7 Werften, Firmen Titel: Kaiserliche Werft Beschreibung: Blick vom Werftpark zum Baubassin (Bildmitte). Im Vordergrund rechts das Wasserwerk. Datierung: um 1905 Fotograf: Edlefsen, Hermann (1877-1914) Nutzungsrechte: Gemeinfrei&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
=== Der Werftpark 1921 - 1947 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S.207- 223&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Wilde, L. Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Walter Ehlert, Das historische Gaarden, 2021, Husum Druck- und Verlagsgesellschaft, ISBN 978-3-96717-042-9, S. 30, S 81 – 86, S 131&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das Ende des ersten Weltkrieges führte zu einem schrumpfenden Wirtschaftswachstum und brachte daher sowohl soziale wie auch wirtschaftliche Veränderungen mit sich. Von der Einstellung des militärischen Schiffbaus war auch die ehemalige Kaiserliche Werft (ab 12. November 1918, ab 28. Mai 1925 Deutsche Werke Kiel AG) stark betroffen. Der Wohlfahrtsausschuss für die Angehörigen der Kaiserlichen Werft stand kurz vor der Auflösung. Das Ostufer verfügte lediglich über kleinere Grünflächen, daher kaufte die Stadt Kiel am 1. Juli 1921 den Werftpark auf. Die Stadt Kiel entwickelte Pläne den Werftpark mit den vorhandenen Einrichtungen als Gelände für die neu gegründete Nordischen Messe zu nutzen oder das Erholungshaus als Veranstaltungsort für Kongresse zu nutzen. Um die grünen Flächen auf dem östlichen Ufer der Förde zu erweitern, kaufte die Stadt Kiel Anfang der 20er Jahre das östlich an die Siedlung des Ellerbeker Bauvereins angrenzende Schwanenseegelände von privaten Eigentümern.&lt;br /&gt;
Ab 1920 entwickelte Stadtbaurat Willy Hahn mit dem Landschaftsarchitekten Leberecht Migge eine neue, umfassende Stadtentwicklungsplanung. Die existierende Hochbauzone (Stübben-Plan) sollte durch einen Grüngürtel eingefasst werden. Die im Freiflächen- und Siedlungsplan 1922 von Hahn und Migge eingeplanten Grünflächen zeigten, welche Bedeutung diesem Grüngürtel von beiden beigemessen wurde. Die Grünflächen wurden als aktiv nutzbare Flächen ausgelegt und das Betreten dieser Flächen war sogar erwünscht. Dieser Grundgedanke ist noch heute im Volkspark erkennbar.&lt;br /&gt;
Stadtbaurat Hahn gestaltete den Werftpark in den 1920er Jahren radikal um. Das Wegenetz aus der Kaiserzeit wurde zugunsten der Zeit entsprechender gerader Wege unterschiedlicher Breite umgebaut. Der Hauptweg zwischen Kaiserstraße und Prinzenstraße teilte die als begehbare Rasenfläche angelegte Grünfläche in zwei Teile. Auf dem Steilhang entlang der Werftstraße wurde eine Allee angelegt. Die parallel zur Werftstraße verlaufende Allee mündete in Richtung Ellerbek in einen, am Platz des ehemaligen Bärenzwinger errichteten sechseckigen Aussichtspavillon. Am südlichen Ende der Allee verband ein Verbindungsweg einen neu angelegten Tennisplatz mit dem nordöstlichen Ufer des Teiches und dem Ellerbeker Fischerhaus.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bild: Werftpark, Blick auf die oberhalb vom Planschbecken abgesenkte Allee 1928&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bildnachweis: Signatur: 76.029 Bestand: 2.1 - Städtische Lichtbildstelle Titel: Volkspark Gaarden Beschreibung: Weg oberhalb vom Planschbecken. Datierung: 1928, Fotograf: Unbekannt Nutzungsrechte: Stadtarchiv Kiel&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Das abgesenkte mittlere Plateau war über Treppen von den ursprünglich höher liegenden seitlichen Teilstücken der Allee erreichbar. Am südlichen Ende der Allee verband ein Verbindungsweg einen neu angelegten Tennisplatz mit dem nordöstlichen Ufer des Teiches und dem Ellerbeker Fischerhaus. Auf Anregung des städtischen Gesundheitsamtes wurde ein Kinderluftbad mit Planschbecken. Von dem durch eine Feldsteinmauer befestigten Teil der abgesenkten Allee konnte man über Treppen den vorgelagerte Spielplatz (Kinderluftbad) mit Planschbecken erreichen.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bild: Werftpark, Blick auf die oberhalb vom Planschbecken abgesenkte Allee 1928&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bildnachweis: Signatur: 98.960 Bestand: 1.3 - Postkartensammlung; Kasten 11 Parks, Friedhöfe Titel: Werftpark (später Volkspark) in Gaarden Beschreibung: Planschbecken. Datierung: um 1925 Fotograf: Crull, Ernst (1873-1949) Nutzungsrechte: Gemeinfrei&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Am Platz des ehemaligen Bärenzwinger neben dem Wasserturm der Werft endete die angelegte Allee in einem errichteten sechseckigen Aussichtspavillon.&lt;br /&gt;
 Ein in Richtung St. Joseph Kirche parallel zur Pikkertstraße verlaufender Weg begrenzte, den in seiner heutigen Form umgestalteten, ehemaligen Werftspielplatz (ab Oktober 1924 Blaschkeplatz). Kurz vor Erreichen des Kirchengebäudes und führte entlang der neu angelegten Kleingärten, die das Werftparkgelände begrenzten, zum Hauptweg zurück.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bild: Blick aus dem Werftpark in Richtung Gebhardstraße 1930&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bildnachweis:Signatur: 63.687 Bestand: 2.1 - Städtische Lichtbildstelle Titel: Volkspark Gaarden Beschreibung: Blick über den Teich zum Ellerbeker Fischerhaus. Im Hintergrund die St. Joseph Kirche in der Gebhardstraße 112-114. Datierung: 1930 Fotograf: &#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bild: Blick auf eine Liegewiese , Beispiel einer aktiv nutzbaren Flächen Grünfläche im Werftpark 1930&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bildnachweis: Signatur: 63.683 Bestand: 2.1 - Städtische Lichtbildstelle Titel: Volkspark Gaarden Beschreibung: Liegewiese. Im Hintergrund links das Jugendheim. Datierung: 1930, Fotograf: Unbekannt Nutzungsrechte: Stadtarchiv Kiel Unbekannt Nutzungsrechte: Stadtarchiv Kiel&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Ein weiterer Bruch mit dem alten Kaiserreich stellte der von Hahn durchgeführte Umbau des alten Erholungshauses dar. Hahn ließ das alte, existente Gebäude in ein der modernen Baugesinnung entsprechendes Jugendheim umbauen. Das umgebaute Gebäude wurde verputzt , erhielt eine neue Satteldachkonstruktion und der Abschluss des Turmes bildete ein Pyramidendach. Durch den Haupteingang gelang man durch die Eingangshalle zu einer Terrasse mit südlich angrenzender Laube. Über die Terrasse konnte man einen eingefassten Spielplatz erreichen.&lt;br /&gt;
Die vordere und die rückwertige Fassade des Gebäudes wurden fast einheitlich gestaltet. Lediglich im Eingangsbereich hob sich die umrahmende Baukeramik des Eingangsportals der Kieler Kunstkeramik AG ab. Der Umbau konnte 1925 abgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bild: Blick aus dem Werftpark in Richtung Gebhardstraße 1930&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bildnachweis: Signatur: 79.756 Bestand: 2.1 - Städtische Lichtbildstelle Titel: Jugendheim im Volkspark Gaarden Datierung: 1925 Fotograf: Unbekannt Nutzungsrechte: Stadtarchiv Kiel&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Vor dem Jugendheim wurde bereits 1926 ein, von der Kieler Kunstkeramik AG gelieferter Brunnen errichtet. Der Entwurf stammte von dem aus Frankfurt a. M. stammenden Bildhauer Georg Mahr. Aus einem Bassin am Haupteigang floss Wasser zu einem tiefer gelegenen Becken. Im oberen Becken war ein auf dem Kopf stehender Fisch und im unteren Becken ein Seehund und ein Seelöwe integriert. Vor dem Haupteingang war ein von Baumreihen eingefasster Vorplatz angelegt. Von diesem Vorplatz verlief ein Pfad entlang des Brunnens zum Hauptweg.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bild: Blick aus dem Werftpark in Richtung Gebhardstraße 1930&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Bildnachweis: Signatur: 76.006 Bestand: 2.1 - Städtische Lichtbildstelle Titel: Brunnen von Georg Mahr im Volkspark Gaarden Beschreibung: Im Hintergrund das Jugendheim. Datierung: 1928 Fotograf: Unbekannt Nutzungsrechte: Stadtarchiv Kiel&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
1936 wurde der Werftpark dann in Horst-Wessel-Park umbenannt. Diese Namensänderung durch die Nationalsozialisten wurde von der Stadt Kiel nach Kriegsende bereits am 23. Juni 1945 aufgehoben. Bis 1947 wurde die von Hahn erschaffenen Grünfläche wieder in Werftpark umbenannt.&lt;br /&gt;
Das Jugendheim und der Brunnen sowie das Ellerbeker Fischerhaus wurden im 2. Weltkrieg zerstört. Lediglich der Spielplatz und das Planschbecken überstanden den Krieg fast unbeschadet.&lt;br /&gt;
=== Literaturverzeichnis ===&lt;br /&gt;
Beier, D.  (2004). &#039;&#039;Kiel in der Weimarer Republik&#039;&#039; (Bd. Sonderveröffentlichung der  GKStG Band 48). (J. Jensen, Hrsg.) Kiel: Ludwig, Kiel.&lt;br /&gt;
Ehlert,  W. (2021). &#039;&#039;Das historische Gaarden.&#039;&#039; Husum: Husum Druck- und  Verlagsgesellschaft.&lt;br /&gt;
Grieser,  H., Jensen, J., Krüger, K., Künne, A., Lange, U., Nievers, K., Wulf, P.  (1991). &#039;&#039;Geschichte der Stadt Kiel.&#039;&#039; (J. Jensen, &amp;amp; P. Wulf, Hrsg.)  Kiel / Neumünster: Karl Wachholtz Verlag, Neumünster.&lt;br /&gt;
Sievert,  H. (1963). &#039;&#039;Kiel einst und jetz.&#039;&#039; Kiel: Walter G. Mühlau Kiiel.&lt;br /&gt;
Wilde,  L. (1995). &#039;&#039;Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel&#039;&#039; (Bd.  Sonderveröffenlichung 29 der GKStG). (J. Jensen, Hrsg.) Neumünster: Wachholtz  Verlag.&lt;br /&gt;
=== Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte: ===&lt;br /&gt;
MGKStG, Band 55, 1966, Hg. Sievert, Ellerbek&lt;br /&gt;
- Entwicklungsgeschichte Alt-Ellerbeks, Von Julius Prange, 1937, Seite 17ff&lt;br /&gt;
- Alt-Ellerbek, Siedlung, Bevölkerung und Brauchtum 1937, Von Andreas Blass 1937, Seite 39ff&lt;br /&gt;
MGKStG, 2004, Band 82, Heft 1, Tillmann, Alt Ellerbek&lt;br /&gt;
MGKStG. 1957, Heft 1/2, Radunz, Kieler Werften im Wandel der Zeit&lt;br /&gt;
=== Wikipedia.de ===&lt;br /&gt;
Volkspark (Kiel), pdf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stadtteil]] [[Kategorie:Gaarden-Ost]] [[Kategorie: Neuzeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Kiel_1918_bis_1939,_das_Ostufer,_Arbeitersiedlungen_zwischen_den_Kriegen&amp;diff=70192</id>
		<title>Kiel 1918 bis 1939, das Ostufer, Arbeitersiedlungen zwischen den Kriegen</title>
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		<updated>2026-05-19T13:37:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Kategorie angepasst&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Arbeitersiedlungen zwischen den Kriegen 1918 bis 1939 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einleitung ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, waren die Stadtteile auf dem Ostufer, einst geprägt von den drei großen Werften, von den wirtschaftlichen Folgen des Versailler Friedensvertrages besonders betroffen. Den Werften gelang es nur sehr langsam sich auf Handelsschiffbau und Schiffsreparatur umzustellen. Die Werften versuchten aber auch mit anderen schiffbaufremden Aufträgen, wie Motoren- und Eisenbahnbau, die Beschäftigung in den Betrieben abzusichern. Trotz aller Bemühungen stieg die Zahl der Arbeitslosen in Kiel stark an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1920 stabilisierte sich der Kieler Arbeitsmarkt aber wieder. Infolge des Wiederaufbaus der deutschen Handelsflotte und durch günstige Wechselkurse (Inflation) erhielten die Werften wieder Aufträge aus dem In- und Ausland. Das deutsche Schiffbauprogramm lief 1923 aus und die Kieler Werften mussten sich dem internationalen Wettbewerb stellen. 1925 kam es weltweit zu einer Schiffbaukrise. Dieser Krise traf auch die Kieler Werften und in stieg die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung wieder an. Hinzu kam dann 1929 auch noch die Weltwirtschaftskrise. Zum Jahreswechsel 1926/1927 stieg die Zahl der Arbeitslosen auf über 15.000. Der Abbau von Arbeitsplätzen ging weiter und 1932/1933 waren mehr als 30% aller Kieler Erwerbstätigen ohne Beschäftigung. Die wirtschaftliche Einbrüche in der Werftindustrie wirkten sich auch auf die Kieler Wirtschaft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Kriegsende entwickelten sich die Kieler Stadtteile, Gaarden, Ellerbek und Wellingdorf wie 1901 im Stadterweiterungsplan von Joseph Stübben vorgesehen. In Kiel herrschte wie bereits vor dem Krieg weiterhin eine große Nachfrage nach preiswerten, modernen Wohnraum. Zunächst war aber auch die Stadt Kiel nach Kriegsende gezwungen sich an neue wirtschaftlichen Gegebenheiten und an veränderte Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau anzupassen, da diese auch die Anforderungen an die Stadtarchitektur veränderten. Zunächst wurden zahlreiche neue Wirtschafts- und Verwaltungsbauten errichtet, die vor allem dem Hafenbereich architektonisch ein neues Gesicht gaben. Ein weiteres Ergebnis dieser Neuorientierung war aber auch der Rückzug der Marine und privater Investoren aus dem Kieler Wohnungsbau. Um diese Verluste auszugleichen, mussten sich verstärkt die Stadt Kiel, Genossenschaften und Bauvereine im Wohnungsbau engagieren. Größere Bauvorhaben wurden sowohl am Stadtrand und in der Innenstadt realisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen Veränderungen der wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen für Neubauten in Kiel gab es zusätzlich aber auch noch eine Änderung in der Architekturauffassung. Dominierte bisher nach dem Stadterweiterungsplan von Joseph Stübben in Kiel der Großmiethausbau, wurde durch den Stadtbaurat Willy Hahn 1922 eine vollkommen neue Stadtplanung entwickelt die sich an der Heimatschutzarchitektur orientierte. Da aber auch in den zwanziger Jahren weiterhin eine große Nachfrage nach preiswerten und modernen Wohnungen herrschte, wurden zunächst die Bauprinzipien der Heimatschutzarchitektur am südwestlichen Rand der Innenstadt unweit des Exerzierplatzes angewandt. 1921/1922 konnte nach Plänen der Architekten Ernst Prinz, Heinrich Hansen und Heinrich Stav konnte das Grundstück zwischen Schülperbaum, Prüne und Sandkuhle mit zweigeschossigen Reihenhäusern bebaut werden. Nach dem Kriege setzte sich die Heimatschutzarchitektur in großem Stile durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Geschichte der Stadt Kiel / Jürgen Jensen und Peter Wulf, 1991 Neumünster, Wachholtz&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;-          Peter Wulf, Kiel wird Großstadt (1867-1933), S.213-S.222&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;-          Peter Wulf, die Stadt auf der Suche nach ihrer Bestimmung (1918-1933), S.305-S.312&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;-          Peter Wulf, die Stadt in der nationalsozialistischen Zeit (1933-1945), S.359-367&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Umfeld 1918 bis 1933 ===&lt;br /&gt;
Mit dem preußischen Wohnungsgesetz vom 28. März 1918 bekannte sich erstmals der Staat zu seiner Verantwortung auf dem Gebiet der Wohnungsversorgung. Das Gesetz verpflichtete Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern zur Einrichtung von Wohnungsämtern. Die Stadt Kiel ging aber davon aus, dass durch den Personalabbau bei der Reichsmarine auch viele Familien Kiel verlassen werden und somit genügend freier Wohnraum zur Verfügung stehen würde. Daher verzichtete man zunächst auf die Einrichtung eines Wohnungsamtes. Da diese Annahme der Stadt Kiel sich aber nicht bestätigte hatte, musste auch die Stadt Kiel am 1. Oktober 1919 ein Wohnungsamt einrichten und zahlreiche Wohnungsmangelverordnungen erlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reichsheimstättengesetz von 1920 regelte den finanziell öffentlich geförderten Kleinwohnungsbau. Mit diesem Gesetz sollte jeder Familie der Erwerb von Wohneigentum oder aber einem Stück Gartenland zur Selbstversorgung ermöglicht werden. Neben dem neuen Wohnungsamt richtete man daher auch ein neues Städtebau und Siedlungsamt (Ltg. Willy Hahn) in Kiel ein. Das neue Wohnungsamt übergab diverse Aufgaben zur Thematik Wohnungsbau / Siedlungsbau an das neue von Hahn geführte Amt. Auf der Grundlage des Reichsheimstättengesetz erbaute die Stadt Kiel selbst Wohnungen oder nahm vorhandenen Wohnraum in städtische Verantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Kriegsende entwickelten sich die Kieler Stadtteile, Gaarden, Ellerbek und Gaarden wie im Stübbenplan vorgesehen. Nach Kriegsende musste sich die Stadt Kiel nun aber wirtschaftlich neu orientieren. Nach Kriegsende herrschte in Kiel wie bereits vor dem Krieg weiterhin ein großer Bedarf nach preiswerten, aber auch modernen Wohnraum. Daher mussten sich sowohl die Stadt Kiel wie auch die Genossenschaften und Bauvereine verstärkt im Wohnungsbau engagieren, da sowohl Marine und private Investoren als mögliche Bauherren nicht zur Verfügung standen. Es setzte nach Kriegsende sowohl innerstädtisch wie auch am Stadtrand eine rege Bautätigkeit ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den neuen wirtschaftlichen und auch finanziellen Veränderungen im Kieler Wohnungsbau, setzte aber auch ein Umdenken des anzuwendenden Architekturstils ein. Wie es sich schon vor dem Ersten Weltkrieg abzeichnete, setzte sich nach dem Kriege die Heimatschutzarchitektur durch. In Kiel wird der Stadtbaurat Georg Pauly durch den 1921 gewählten neuen Technischen Stadtrat Willy Hahn im März 1922 abgelöst. Willy Hahn stand der Idee der Heimatschutzarchitektur, wie auch einer Reihe jüngerer Architekten (u.a. Johann Theede und Ernst Prinz), aufgeschlossen gegenüber. Willy Hahn entwickelte eine an die neuen, modernen Ideen angepasste Stadtplanung, die auch bereits die später eingemeindete Gemeinde Neumühlen-Dietrichsdorf miteinbezog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Neben dem Wohnungsbau wurde aber auch der Bau von der Geschäfts- und Verwaltungsbauten in Kiel durch die Heimatschutzarchitektur bestimmt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;Geschichte der Stadt Kiel / Jürgen Jensen und Peter Wulf, 1991 Neumünster, Wachholtz&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;-    Peter Wulf, Kiel wird Großstadt (1867-1933), S.213-S.222&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;-    Peter Wulf, die Stadt auf der Suche nach ihrer Bestimmung (1918-1933), S.305-S.312&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;-    Peter Wulf, die Stadt in der nationalsozialistischen Zeit (1933-1945), S.359-367&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;Daniel Roth: Gefolgschaftsbetreuung Zur betrieblichen Sozialpolitik der Deutsche Werke Kiel AG im „Dritten Reich“, S.279ff in Demokratische Geschichte Band 13 Essay 9&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S130 – S.137&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Umfeld 1933 bis 1939 ===&lt;br /&gt;
Auf Grundlage des Wohnungssiedlungsgesetz vom September 1933 wurde von der neuen Reichsregierung auch der Städte- und Wohnungsbau zentralistisch geregelt. Voraussetzungen für die Umsetzung des Gesetzes war die Erarbeitung eines Wirtschaftsplanes. Daher wurde am 1. August 1935 in Kiel eine Stadtplanungsstelle eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der 1933 erfolgten Machtübernahme erarbeiteten die neuen Machthaber eine, auf dem des Stübben-Plan und auf den vom Stadtbaurat Hahn projektierten und teilweise begonnenen Flachbau- und Grüngürtelzonen basierende und an die neue Ideologie angepasste, neue Stadtplanung. Auch die existierende grobe Einteilung in Wohngebiete, Industrie- und Mischgebiete wurde beibehalten. Weiterhin wurde aber auch der Verkehrsplanung vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Mobilität (Autoverkehr) bei den weiteren Planungen eine starke Bedeutung beigemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen den zwanziger Jahren wurden die Vorgaben die Bauplanung aber durch eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen sehr viel strikter, wurden enger gefasst und die Einzelheiten der Ausführung genauer festgelegt. Es waren nur Bauten zugelassen, die der nationalsozialistischen Ideologie nicht in irgendeiner Hinsicht widersprachen. Gebäude im Stile des Bauhauses waren nun nicht mehr genehm. Und schließlich ging die private Bautätigkeit stark zurück, während die Baugenossenschaften, der Werkswohnungsbau und der kommunale und staatliche Wohnungsbau ihre Aktivitäten in großem Stile ausweiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die erfolgte Machtübernahme und der damit verbundenen militärischen Aufrüstung, stieg der Bedarf an Arbeitskräften auf den Kieler Werften an. Für die neuen nach 1934 in Kiel beschäftigten Arbeitskräfte stand aber kein ausreichender Wohnraum zur Verfügung. Der in der Weimarer Republik geschaffene Wohnraum, während der Weltwirtschaftskrise wurde die Bautätigkeit eingestellt, reichte nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollten zur Schaffung neuer Wohnungen noch freie, städtische Flächen bebaut werden. Weiterhin dachte man aber auch in Kiel, um der akuten Wohnungsnot entgegen treten zu können, über die Eingemeindung weiterer Randgemeinden nach. Die Bebauung der neuen geplanten Wohngebiete, der Weg zur Arbeitsstätte sollte hier relativ kurz sein, umfasste nach Möglichkeit auch die Errichtung von Reihenhäuser und Einzelhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der beginnenden Aufrüstung wurde auch vielfach Wohnungsbau, Verkehrswege und die Ausrichtung der Bebauung wieder an die Wünsche der Marine angepasst. Der Versuch in der Weimarer Republik die Stadt Kiel wirtschaftlich, unabhängiger von Reichsmarine, Werften und Schiffbauindustrien aufzustellen wurde abgebrochen. 1939 bei Kriegsausbruch war Kiel industriell wie 1914 einseitig auf die Reichs-/Kriegsmarine ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kieler Arbeitsmarkt erreichte bis Mitte der 30er Jahre durch die einsetzende Aufrüstung den Status der Vollbeschäftigung. Durch weitere Aufrüstung verbunden mit den geplanten Kriegsvorbereitungen der Jahre 1938 und 1939 steigerte sich auch in Kiel der Bedarf an Arbeitskräften erheblich. Dieses führte letztendlich zu einem weiteren Zuzug von Arbeitskräften und verschärfte so den ab 1930 sich bereits abzeichnenden Wohnungsmangel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den kurzfristigen Bedarf an neuen Wohnungen für Wehrmachtsangehörige und Rüstungsarbeiter bezifferte die Kriegsmarine, allein auf dem Kieler Ostufer auf 8500. Für die Jahre 1940 bis 1945 plante man auf dem Ostufer sogar den Neubau von mehr als 14000 Wohnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst spät ab Mitte der 1930er Jahre, obwohl alles auf eine zu erwartende steigende Nachfrage nach Wohnraum durch neu hinzukommende Arbeitskräfte in der Kieler Rüstungsindustrie hinwies, versuchte zunächst die Stadt Kiel im Jahre 1936 durch Gründung der Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) die Wohnungsknappheit abzumildern. Die KWG nahm sehr schnell eine führende Rolle in Wohnungsbau in Gaarden-Ost ein. Der Zuzug zusätzlicher Arbeitskräfte und deren Familien nach Kiel, ausgelöst von der anlaufenden Aufrüstung, hielt weiter an. Aber erst ab Juli 1938 trafen sich erst Stadt- und Provinzvertreter mit der Marine und den Werften, um eine Lösung für das Problem des Wohnungsmangels zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Gründung des städtische Wohnungsunternehmens Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG), entschloss sich auch die Deutsche Werke Kiel AG (DWK) sich im größeren Umfang am Werkswohnungsbau zu beteiligen. Die DWK gründete im April 1937 die Tochtergesellschaft Kieler Werkswohnungen GmbH (KWW), die mit einem Stammkapital von 1,5 Millionen Reichsmark ausgestattet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Auch für die Arbeiter der DWK gab es im Sommer 1938 bei weitem nicht genug Wohnungen. Allein bis 1939 wurde der Neubaubedarf für Beschäftigte des Kieler Werks auf 3390 beziffert, bis 1945 rechnete man mit einem Bedarf von 5650 weiteren Wohnungen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1936 und 1939 konnte man insgesamt elf neue Bauvorhaben realisieren. Neben der stadteigenen Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) traten das DWK Tochterunternehmen Kieler Werkswohnungen (KWW) und die Fried. Krupp Germaniawerft als Bauherren auf. Am Germaniaring (heute Ostring) in Gaarden wurde vom Kruppschen Wohnungsbau die Arbeitersiedlung (Kruppsche Siedlung) bis an die Preetzer Chaussee erweitert. An der Bielenbergstraße, an der Bothwellstraße und an der Werftstraße erbaute die Kieler Werkswohnungen (KWW) weitere neue Wohnungen. Daneben erbaute der Ellerbeker Bauverein in Ellerbek neuen Wohnraum am Tröndelweg / Poppenrade und nördlich der Lütjenburger Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kieler Stadtgebiet stand durch den anhaltenden Bauboom kein weiteres freies Bauland mehr zur Verfügung. So waren die angrenzende Gemeinden gefordert weiteres Bauland außerhalb der Stadtgrenzen auszuweisen. Die Kieler Bauverwaltung (Magistratsoberbaurat Herbert Jensen) sahen hier die Gemeinde Elmschenhagen als ein geeignetes neues Siedlungsgebiet an. Daher beschloss die Preußische Staatsregierung im Dezember 1938 die Eingemeindung der Gemeinde Elmschenhagen zum April 1939 in die Stadt Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Daniel Roth: Gefolgschaftsbetreuung Zur betrieblichen Sozialpolitik der Deutsche Werke Kiel AG im „Dritten Reich“, S.279-S.282 in Demokratische Geschichte Band 13 Essay 9&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Peter Wulf Die Stadt in der nationalsozialistischen Zeit (1933 bis 1945) Seite 365-366&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;MKStG 77/1, 1991, S 3-25, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Die Gemeinden des Ostufers zwischen den Weltkriegen&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hinweis:&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit der Werftansiedlung und dem nachfolgenden Werftausbau veränderte sich der dörfliche Charakter der Siedlungen am östlichen Ufer der Kieler Förde grundlegend. Die ehemaligen Fischersiedlungen und Bauerndörfer mussten entsprechendes Bauland für dringend benötigte Wohnungen zur Verfügung stellen. Mit den neuen Arbeitersiedlungen und der damit verbundenen Ansiedlung von Handel und Handwerk nahmen die betroffenen Gemeinden städtischen Charakter an. Die enge, wirtschaftliche Verbindung mit der Stadt Kiel und die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz, führten letztendlich zum Verlust der Kommunalen Selbstverwaltung. Schon 1901 wurde daher die Gemeinde Gaarden-Ost nach Kiel eingemeindet und 1910 folgten dann bereits die Gemeinden Gaarden-Süd, Ellerbek und Wellingdorf. Lediglich Neumühlen-Dietrichsdorf mit der Siedlung Oppendorf blieben noch bis zum 30. April 1924 eigenständig. Seit dem 1. Mai 1924 wurde Neumühlen-Dietrichsdorf dann aber ebenfalls ein Stadtteil der Landeshauptstadt Kiel.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Neumühlen-Dietrichsdorf&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 27. Mai 1907, nach langen und schwierigen Verhandlungen wurden die Gemeinden Dietrichsdorf und Neumühlen zur Landgemeinde Neumühlen -Dietrichsdorf vereinigt. Auch nach der Vereinigung schritt die Entwicklung, hin zu einem modernen Vorort, bis zum Kriegsbeginn weiter voran. Neben der Wohnbebauung wurden u.a. Straßen gepflastert und Fußwege mit Gaslaternen angelegt. Der Heikendorfer Weg entwickelte sich zu einer für die Gemeinde wichtigen Einkaufsstraße. Am Probsteier Platz wurden noch vor dem Ersten Weltkrieg die Brodersdorfer Straße parallel zur Quittenstraße angelegt und über die Turnstraße mit ihr verbunden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die 1910 an der verlängerten Quittenstraße erbaute öffentliche Volksbadeanstalt mit Turnhalle und die 1913-15 erbaute Mädchenschule an der Tiefen Allee waren die letzten öffentlichen Neubauten in Neumühlen-Dietrichsdorf vor dem Ersten Weltkrieg. Außer der Fertigstellung von privaten Mietshäusern an der Quittenstraße (Nr. 3 bis 11) wurde die weitere Bebauung des neu geplanten Quartiers am Probsteier Platz wegen des Kriegsbeginns 1914 erst einmal beendet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Neue Impulse für den Wohnungsbau in Neumühlen-Dietrichsdorf nach 1920&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30. Mai 1924 beschließt der Preußische Landtag die Eingemeindung der Gemeinde Neumühlen-Dietrichsdorf in die Stadt Kiel rückwirkend zum 1. Mai 1924. Somit war Neumühlen-Dietrichsdorf ein weiterer Kieler Stadtteil.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges ruhte in der Gemeinde zunächst der Wohnungsbau. Erst ab Mitte der 1920er Jahre nahm dieser dann wieder Fahrt auf. So wurden kurz nach der Eingemeindung die Baulücke an der Quittenstraße von der Stadt Kiel geschlossen. Das städtische Hochbau- und Siedlungsamt (Ltg. Willy Hahn) realisierte dieses Bauvorhaben (drei Wohnhäuser, 4 Etagen, Probsteier Platz 6/11/12) nach eigenen Plänen 1925/1926. Ebenfalls entstand an der südlichen Seite vom Poggendörper Weg nach Plänen von Arnold Bruhn ein 11 Reihenhäuser umfassender Wohnblock (Nr. 2-28).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ab Juli 1938 versuchten Vertreter von Provinz, Stadt Kiel, Kriegsmarine und Werften gemeinsam das Problem der Wohnungsknappheit zu lösen. Von der Kriegsmarine wurde ein kurzfristigen Bedarf an neuen Mietwohnungen für Wehrmachtsangehörige und Rüstungsarbeiter auf dem Ostufer von gut 8.500 Wohneinheiten gefordert, langfristig (bis 1945) sollten sogar über 14.000 neue Wohneinheiten zur Verfügung stehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der sich zuspitzende Wohnungsmangel wurde unter anderem dadurch hervorgerufen, dass die Deutschen Werke erst sehr spät, im Gegensatz zu den zu den Howaldtswerken und der Germaniawerft, mit dem Bau eigener Werkswohnungen begann. Im April 1937 gründete die Werksleitung der DWK eine werkseigene Wohnungsbaugesellschaft, die Kieler Werkswohnungen GmbH (KWW). Bereits Ende 1938 konnten in der Bielenbergstraße und den im Stadtteil Gaarden neu angelegten Straßen von der KWW 523 Wohnungen errichtet werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Zitat: aus 100 Jahre Howaldt, 1938, Howaldtswerke AG, Seite 209, letzter Absatz&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Verzweifelt ringt die Werft, von den Deutschen Werken vorbildlich unterstützt, um ihre großen Wohnungsbauvorhaben;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Neben den Bauvorhaben&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;•              in Gaarden Bielenbergstraße, Werftstraße, Bothwellstraße, Mühlenstraße und Georg-Pfingsten-Straße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;•              in Ellerbek Poppenraderweg&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;•              in Friedrichsort Gorch-Fock-Str.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;•              in Elmschenhagen-Süd&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;errichtete die KWW noch ab 1938 im Auftrag der Kriegsmarinewerft 104 Werkswohnungen in Dietrichsdorf. Auch wurde der Siedlungsbau fortgesetzt und 289 neue Siedlungshäuser wurden errichtet. Die KWW konnte bis 1940 für die Kriegsmarinewerft insgesamt 1651 Wohnungen errichten.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zitat Ende.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Probsteier Platz 1936 bis 1938&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Denkmaldatenbank Schleswig-Holstein Denkmal-Bezeichnung: Sachgesamtheit: Quartier am Probsteier Platz Kreis/kreisfreie Stadt: Kiel Gemeinde: 24149 Kiel, Landeshauptstadt Wohnplatz/Ortsteil: Neumühlen-Dietrichsdorf Straße: Probsteier Platz u.a. Denkmal-Art: Wohnbau Denkmal-Funktion: Wohnsiedlung Objektnummer: 23969&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Lageplan_Probsteier_Platz.pdf, Landeshauptstadt Kiel, Sachgesamtheit: Quartier am Probsteier Platz&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein Stand: 18. Februar 2022 Projektion: Gauß-Krüger Kartenhintergrund: DTK 5&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ab 1936 wurde in Kiel zur Beseitigung der Wohnungsknappheit, ein umfangreiches neues Wohnungsbauprogramm begonnen. Im Rahmen dieses Bauprogramms erweiterte die Kieler Wohnungsbaugesellschaft mbH zwischen 1936-1938 das Quartier am Probsteierplatz. Die einheitlich gestalteten Backsteinhäuser waren so angeordnet, dass der Blick Richtung Süden auf Schwentinemündung und Wellingdorf nicht eingeschränkt wurde. Gleichzeitig legte man am südlichen Hang zur Tiefen Allee eine Treppe an.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die vier in Ost- / Westrichtung angelegten Wohnblocks an der Tiefen Allee wurden nicht von der KWG errichtet. Alle weiteren zwischen 1936 und 1938 im Umfeld des Probsteier Platz erbauten Wohnhäuser mit begrünten Vorgärten wurden durch die Kieler Wohnungsbaugesellschaft mbH errichtet. Die zwei- bis viergeschossigen Backsteinhäuser wurden nach einem einheitlichem Schema erbaut. Sowohl südlich wie auch nördlich wurde das Quartier von begrünten Freiflächen begrenzt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Dietrichsdorfer Höhe&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ab 1938 wurden dann auch von der KWW die zur Bebauung freigegebenen Flächen nördlich der Hermannstraße erschlossen. Zunächst legte man ab der Einmündung Bernhardstraße / Hermannstraße eine neue Straße im Bogen in Richtung Norden bis zum Langen Rehm an. Die neu erschlossenen Grundstücke wurden dann entsprechend mit Doppelhäusern bebaut.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Diese neue mit Reihenhäuser bebaute Arbeitersiedlung lag nördlich der Grundstücksflächen des Arbeiter Bauvereins an der Hermannstraße. Die Siedlung wurde als Dietrichsdorfer Höhe bezeichnet. Für die neu angelegte Straße zwischen Bernhardstraße und Langer Rehm wurde 1938 ebenfalls der Name Dietrichsdorfer Höhe festgelegt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;www.kiel.de Kieler Straßenlexikon, bis 2005 Hans-G. Hilscher, ab 2005 fortgeführt von Dietrich Bleihöfer, ab 2022 von Frank Mönig, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Januar 2021.&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Afrika-Viertel&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ab 1938 wurde in Neumühlen-Dietrichsdorf mit der Bebauung der freien Fläche zwischen Heikendorfer Weg und Langer Rehm durch die Kieler Werkswohnungen GmbH begonnen. Das Afrika Viertel wurde auch noch während des Zweiten Weltkrieges weiter gebaut. Die meisten Neubauten wurden zerstört bzw. beschädigt aber nach Kriegsende nach den ursprünglichen Plänen wieder aufgebaut.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nach einem ab 1935 vom Kieler Stadtplanungsamt unter dem Magistrat-Oberbaurat Herbert Jensen (1900-1968) erarbeiteten Konzeptes sollte nördlich des alten Dietrichsdorfer Ortskerns ein neues Wohngebiet für Arbeiter der Kieler Howaldtswerke (April 1939 – Juli 1943 Kriegsmarinewerft Kiel) erbaut werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit der Realisierung dieses Bauvorhabens auf einem leicht abfallenden Gelände zwischen Langer Rehm und Heikendorfer Weg wurde die Kieler Werkswohnungen GmbH beauftragt. Planung und Entwurf dieser neuen Wohnsiedlung wurden unter Leitung des Architektenbüros Ernst Prinz*. Ernst Prinz  und eine weitere Gemeinschaft Kieler Architekten (Otto Bade, Arnold Bruhn, Otto Christophersen, Karl Doormann, Robert Resch, Ernst Stoffers und Diedrich Suhr) erreichten es, dass die Bauarbeiten schon 1938 begannen und auch nach Kriegsbeginn weiter fortgeführt wurden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;*Bereits 1924 war Herbert Jensen im Architektenbüro von Ernst Prinz angestellt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Um das neue Baugebiet zu erschließen, wurden insgesamt sechs neue Straßen angelegt. Der damalige von der NSDAP beherrschte Magistrat verfügte, vor dem Hintergrund das durch die Reichspropaganda der im Reich vorhandene Kolonialrevisionismus unterstützt wurde, dass die neuen Straßen nach führenden Vertreter der deutschen Kolonialpolitik des Deutschen Kaiserreiches in Afrika benannt wurden. Die Tatsache das diese Namen für Völkermord, Sklaverei und persönlicher Grausamkeit stehen wurde ignoriert oder verdrängt. Die Straßennamen wurden im April 1939 durch den Polizeipräsidenten Kiel in den entsprechenden Straßenbenennungsakten festgelegt. Nachfolgend eine Aufzählung (in alphabetischer Reihenfolge) der festgelegten Straßennamen:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Ritter-von-Epp-Straße / Verdieckstraße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Lettow-Vorbeck-Straße / Hertzstraße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Lüderitzstraße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Carl-Peters-Straße / Albert-Schweitzer-Weg&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Nachtigalstraße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Wißmannstraße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Woermannstraße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Bezug auf die Namensgebung der neu angelegten Straßen wurde die neue Arbeitersiedlung zwischen dem Langen Rehm und dem Heikendorfer Weg auch als Afrika-Viertel bezeichnet wurde. Von den sieben neuen Straßen wurden bereits 1945 die Ritter-von-Epp-Straße in Verdieckstraße, nach dem SPD-Politiker und Gewerkschaftler Willi Verdieck und die Lettow-Vorbeck-Straße in Hertzstraße, nach dem Physiker Heinrich Hertz umbenannt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Nachtigalstraße wurde als zentrale Achse zwischen der Straße Langer Rehm und einer gegenüber der Einmündung in die Lettow-Vorbeck-Straße (Hertzstraße) angelegten Aussichtsplattform konzipiert. Die Nachtigalstraße, vom Langen Rehm nach Westen durchlaufend war und ist die zentrale West - / Ost Achse im sogenannten Afrika-Viertel.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die westliche Nord-Süd Achse im neuen Wohnquartier, die seit 1904 nach dem Werftbesitzer Bernhard Howaldt benannte Bernhardstraße wurde 1939 durch den Polizeipräsidenten in Lettow-Vorbeck-Straße umbenannt. Am südlichen Ende der Straße bestand eine Sichtverbindung zur Adolf-Reichwein-Schule. 1947 wurde dann die Lettow-Vorbeck-Straße in Hertzstraße umbenannt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die als östliche Nord-Süd Achse ebenfalls 1939 neu angelegte Ritter-von-Epp-Straße wurde 1947 in Verdieckstraße umbenannt. Am südlichen Ende der Straße (Bauernhof) bestand Sichtkontakt zum Schulgebäude an der Tiefen Allee.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Wohnblocks der neuen Arbeitersiedlung verfügten über minimal zwei bzw. maximal fünf Etagen. In den Blocks standen, unterschiedlich variiert, einheitliche Zwei- und Dreizimmerwohnungen zur Verfügung. Die Fassaden der Wohnblocks wurden, entsprechend der Anordnung an den neu angelegten Straßen unterschiedlich ausgeführt. Die Mehrheit der Wohnhäuser des neuen Wohnquartiers wurden bei den Alliierten Luftangriffen zerstört oder beschädigt, nach 1945 aber erfolgte nach den ursprünglichen Plänen der Wiederaufbau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Wellingdorf&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Im Stadtteil Wellingdorf hielten sich die Wohnungsbauaktivitäten zwischen den Kriegen in Grenzen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die kleine Gemeinde Wellingdorf, zwischen Ellerbek und Neumühlen gelegen, konnte sehr lange ihren dörflichen Charakter bewahren. Im Gegensatz zu den anderen Gemeinden am Kieler Ostufer siedelten sich hier keine großen Industrie- und Schiffbaubetriebe an. Die erste Gewerbeansiedlung war die Verlegung der Kalkbrennerei von A. C. Hansen von Ellerbek nach Wellingdorf.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;So wie in den anderen Gemeinden wurde in Wellingdorf 1910 der Landhaus-Bauverein-Wellingdorf gegründet. Das Vereinsziel war es den Mitgliedern zu einem Eigenheim zu verhelfen. Der Bauverein erwarb ein Gelände nördlich der Kiel-Schönberger-Eisenbahn. Bereits im Jahre 1908 wurde der am Ende der Schönberger Straße an der Schwentine entlangführende Weg in Richtung Klausdorf (Schmiedestraße/Wehdenweg) gepflastert und die Grundstücke zwischen Schönberger Straße und dem Schmiedegrundstück an die Kanalisierung angeschlossen. Ausgehend vom Wehdenweg legte man im Jahre 1911 die Oppendorfer Straße (heute Flüggendorfer Straße) und die Schönkirchener Straße (heute Passader Straße) an. 1912 folgten dann noch die Rosenfelder Straße und die Dobersdorfer Straße. Nach Abschluss der Erschließungsarbeiten konnten dann am südlichen Schwentineufer bereits ab 1912 entlang des Wehdenweges und der nach Süden führenden Rosenfelder Straße Siedlungshäuser nach Plänen des Architekten Johann Theede erbaut werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Auf verhältnismäßig kleinen Grundstücken wurden hier Einzel-, Doppel- und Dreifamilienhäuser errichtet. Die Bebauung des Geländes des Bauvereins Wellingdorf wurde bereits nach dem Kriegsende 1919 fortgesetzt. 1919 wurde zunächst die Raisdorfer Straße angelegt und 1921 folgte dann noch die Neumühlener Straße. Durch die Erschließung neuer Grundstücke konnte die Bebauung der Siedlung weiter fortgesetzt werden. Der letzte Bauabschnitt wurde 1937/38 mit Siedlungsbauten nach den Plänen von Otto Christophersen an der Neumühlener Straße abgeschlossen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Straßen im Siedlungsgebiet südliche Schwentine:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;1904        &#039;&#039;&#039;Wehdenweg&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verlauf: zunächst bis Schmiedestraße (Verbindung Schönberger Straße/Wehdenweg), dann Schönberger Straße-Schmiedestraße-Wehdenweg-Stadtgrenze, ab 1906 Schönberger Straße-Stadtgrenze&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1911        &#039;&#039;&#039;Oppendorfer Straße&#039;&#039;&#039;, 1926 dann &#039;&#039;&#039;Rastorfer Straße&#039;&#039;&#039;, 1930 dann &#039;&#039;&#039;Flüggendorfer Straße&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verlauf: ab Wehdenweg / 1921 Wehdenweg-Neumühlener Straße/Passader Straße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1911        &#039;&#039;&#039;Schönkirchener Straße&#039;&#039;&#039;, 1925 dann &#039;&#039;&#039;Passader Straße&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verlauf: &#039;&#039;ab Wehdenweg-Neumühlener Straße/Flüggendorfer Straße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1912        &#039;&#039;&#039;Rosenfelder Straße&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verlauf: ab Wehdenweg, 1921 Wehdenweg-Neumühlener Straße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1912        &#039;&#039;&#039;Dobersdorfer Straße&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verlauf: ab Rosenfelder Straße, 1919 Rosenfelder Straße-Raisdorfer Straße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1919        &#039;&#039;&#039;Raisdorfer Straße&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verlauf: ab Wehdenweg, 1921 Wehdenweg-Neumühlener Straße&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1921        &#039;&#039;&#039;Neumühlener Straße&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verlauf: ab Rosenfelder Straße-Raisdorfer Straße, 1940 Flüggendorfer Straße/Passader-Wehdenweg&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ellerbek ===&lt;br /&gt;
In Ellerbek lebten um 1860 ca. 500 Einwohner. Mit dem sich abzeichnenden wirtschaftlichen Aufschwung stieg diese Zahl im Jahre 1904 auf 7.500 an. Die staatliche Kaiserliche Werft, war gesetzlich nicht verpflichtet Beiträge an die Gemeinde abzuführen. Die enge, wirtschaftliche Verbindung mit der Stadt Kiel und die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz, führten letztendlich zum Verlust der kommunalen Selbstverwaltung. Das Steueraufkommen der zugezogenen Bevölkerung war bei weitem nicht kostendeckend. So war und blieb Ellerbek bis zur erfolgten Eingemeindung auf Unterstützung von Seiten des Fiskus besonders im Schul- und Armenwesen angewiesen. Daher wurde Ellerbek 1910 eingemeindet. Die enge, wirtschaftliche Verbindung mit der Stadt Kiel und die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz haben letztendlich zum Verlust der Kommunalen Selbstverwaltung geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitere Aufrüstung und die damit verbundene Werfterweiterung führte zu einem steigenden Bedarf an Arbeitskräften auf der Kaiserlichen Werft. Die neuen Arbeitskräfte, die mit ihren Familien zuwanderten benötigten entsprechenden Wohnraum. Die steigende Nachfrage nach bezahlbaren Wohnraum war, trotz des sprunghaften Bevölkerungswachstums, im Vergleich zu anderen Großstädten in Kiel beherrschbar, da die Stadt Kiel ausreichend Bauland für den Wohnungsbau zur Verfügung stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. April 1920 wurde Emil Lueken (1919-1948) zum Oberbürgermeister in Kiel gewählt. Mit Unterstützung der SPD und des Oberbürgermeisters Emil Lueken wurde am 9. April 1921 Willy Hahn zum ersten besoldeten Technischen Stadtrat der Stadt Kiel gewählt. Lueken und Hahn strebten eine Neuorganisation der Bauverwaltung der Stadt Kiel an. Am 6. April 1922 wurde das Städtebau- und Siedlungsamt mit dem Hochbauamt zu einer Dienststelle zusammengefasst. Unter der Leitung von Willy Hahn wurde ein Hochbau- und Siedlungsamt eingerichtet. 1920, nach der Direktwahl von Emil Lueken zum Oberbürgermeister und 1922 nach der Ernennung von Willy Hahn zum Stadtbaurat in Kiel keimte neue Hoffnung hinsichtlich einer neuen Städtebaupolitik auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend vom Klausdorfer Weg in Wellingdorf wurden zwei neue Straßen angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Straßen im Siedlungsgebiet Klausdorfer-Weg&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1925        Hangstraße (Verbindung vom Klausdorfer Weg bis Hagener Straße, ab 1936 bis Peter-Hansen Straße)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1926        Hagener Straße (Verbindung Klausdorfer bis Hangstraße)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1922 hatte der neue Stadtbaurat ein städtisches Bauprojekt entwickelt, das für das Siedlungsgebiet Klausdorfer Weg zwischen Hangstraße und Hagener Straße sowie Klausdorfer Weg die Errichtung von verschiedenen Siedlungshäusern durch das städtische Hochbau- und Siedlungsamt vorsah. Mit diesem neuen Bauvorhaben waren sechs Jahre Baustillstand beendet. Die Stadt Kiel (Hochbau- und Siedlungsbauamt) übernahm die Ausführung und Finanzierung der geplanten Häuser. Das Eigentumsrecht an diesen Häusern im Heimatschutzstil behielt ebenfalls die Stadt und dem Ellerbeker Bauverein wurde die spätere Verwaltung der Häuser übertragen. Das Bauvorhaben Siedlungsgebiet Klausdorfer Weg wurde 1927 abgeschlossen. Ergänzend zu den Siedlungsbauten errichtete der Ellerbeker Bauverein an der östlichen Straßenseite (zur Peter-Hansen-Straße)der Hagener Straße ab 1927 zweigeschossige Vierfamilienhäuser mit Walmdächern und Stallanbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Gaarden und Ellerbek plante Willy Hahn eine Erweiterung der bereits vorhandenen, kleinen Grünflächen zur Verbesserung der Wohnqualität. Bei neuen Vorstadtsiedlungen sollten auch immer entsprechenden Grünanlagen in der Planung berücksichtigt werden. Das an ein neu geplantes Bauvorhaben des Ellerbeker Bauvereins angrenzende Schwanenseegelände wurde daher Anfang der 1920er Jahre von der Stadt Kiel aufgekauft und zu einem öffentlichen Park umgestaltet. Weiterhin wurde das Gelände über die Bahnlinie hinaus bis zum südlich gelegenen Tröndelsee aufgeforstet (heute Stadtrat-Hahn-Park).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Hochbau- und Siedlungsbauamt errichtete  Siedlung am Klausdorfer Weg sollte um ein weiteres Siedlungsgebiet zwischen der Lütjenburger Straße, dem Ellerbeker Weg und der Kiel-Schönberger Eisenbahnlinie erweitert werden. Aus diesem Grund planten der Ellerbeker Bauverein und Stadtbaurat Hahn 1927 den Bau einer Arbeitersiedlung mit 2500 Wohnungen. Diese Reihenhaussiedlung sollte architektonisch dem Dessauer Bauhausstiels entsprechen. Die geplanten Reihenhäuser hatten flache Dächer und verputzte Fassaden. Es gab heftige Diskussionen in der Ratsversammlung und im Magistrat über diese neuem Pläne und der damit verbundenen Abwendung von der bisherigen Heimatschutzarchitektur. Da 1929 eine knappe Mehrheit gegen die Pläne von Hahn stimmte, wurde das Projekt aber nicht realisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kieler Werkswohnungen GmbH plante in Ellerbek 1938 nördlich der Kiel-Schönberger Eisenbahnlinie, den Bau einer Arbeitersiedlung „Wohnanlage am Poppenrader Weg“. Das neue Siedlungsgebiet wurde begrenzt von den Straßen Poppenrader Weg, Posadowskystraße und Drewsstraße. Zunächst legte man 1939 zwischen Poppenrader Weg und Posadowskystraße die drei Verbindungsstraßen Röhbarg, Hollwisch und Sören an. Zwischen diesen drei neuen Straßen wurde im gleichen Jahr mittig die Verbindungsstraße De Twiel angelegt. Die von nach den Plänen von Otto Schnittger erbaute Arbeitersiedlung umfasste insgesamt 28 Wohnblocks mit kleinen zwei Zimmer Wohnungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Straßen im Siedlungsgebiet Poppenrader Weg&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1939        Hollwisch, Röhbarg, Sören (Verbindung Poppenrader Weg bis Posadowskystraße)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1939        De Twiel (mittige Verbindungsstraße Röhbarg, Hollwisch und Sören)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;Quelle&#039;&#039;&#039;:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Wilde, L. Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 166, 448&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S 250 ff&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ellerbeker Bauverein ====&lt;br /&gt;
Nach den im Mai und Juni 1889 veränderten Rahmenbedingungen erkannte der Staat seine Verantwortung für die Versorgung mit Wohnraum an und unterstützte den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell Durch flankierende Maßnahmen wurden auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau für Baugenossenschaften verbessert. 1889 kam es in Ellerbek zur Gründung des „Arbeiter-Bauverein für Ellerbek und Umgebung&amp;quot;. Die Geschäftsanteile des Bauvereins (je 150 RM, max. 10 Anteile) konnten lediglich von Belegschaftsmitglieder der Kaiserlichen Werft erworben werden. Die Geschäftsanteile wurden über einen monatlichen Mindestbeitrag von einer Reichsmark angespart und das Guthaben entsprechend verzinst. 117 Mitglieder erwarben bereits am Gründungstag Geschäftsanteile. Trotzdem war der Ellerbeker Bauverein aber auf weitere finanzielle Unterstützung der LVA Schleswig-Holstein, dem Reichsamt des Innern und dem Reichsmarineamt angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich nach seiner Gründung entwickelte der Arbeiter-Bauverein eine rege Bautätigkeit. Dem Ellerbeker Bauverein gelang es, um von Bodenspekulationen verschont zu bleiben seinen bereits vorhandenen Grundbesitz um neue, günstige Grundstücke erheblich zu erweitern. Die neuen Bauflächen lagen mehrheitlich auf Ellerbeker und Wellingdorfer Gebiet. Daher verlegte der Bauverein seinen Wirkungskreis von Gaarden Ost nach Ellerbek. 1901 trat der Ellerbeker Bauverein dem Revisionsverband Schleswig-Holsteinischer Baugenossenschaften bei und man änderte den des Bauvereins in „Arbeiterbauverein in Ellerbek“ um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des Jahres 1909 verfügte der Bauverein über einen Grundbesitz von insgesamt 111,2 Hektar. Mit diesem umfangreichen Grundbesitz konnte der Ellerbeker Bauverein seinen Mitgliedern preiswertes Bauland anbieten und  die Ellerbeker Siedlung dehnte sich bis 1909 über die Regionalbahn Kiel-Schönberg bis zum Alten Elmschenhagener Weg bzw. bis zum Alten Ellerbeker Weg aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ellerbeker Bauverein errichtete bis 1914 insgesamt 943 Häuser, wobei von diesen Häusern bereits 141 in das Eigentum der Erwerber (Genossenschaftsmitglieder) übergegangen sind. Das neue Siedlungsgebiet in Ellerbek/Wellingdorf bot den Bewohnern im Vergleich zu den Arbeiterquartieren in Gaarden eine sehr hohe Lebensqualität. Die Ausstattung der neuen Häuser und die Infrastruktur der neuen Siedlung verbesserten grundlegend die Wohnsituation der Arbeiter in Ellerbek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkungen:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alle Grundstücke der Siedlung waren an die Kanalisation angeschlossen. Ab 1899 wurde die Siedlung des Bauvereins auch an das Netz der Gaardener Gasanstalt angeschlossen. So konnte für die Bewohner die Straßenbeleuchtung und auch das Kochen mit Gas sichergestellt werden. Der Versuch des Bauvereins die neuen Gebäude an die Wasserversorgung der Stadt Kiel anzuschließen, scheiterte und daher übernahm dann ab 1904 das Wasserwerk der Gemeinde Dietrichsdorf die Wasserversorgung der Ellerbeker Siedlung. Weiterhin wurden ab 1912 alle Grundstücke mit Elektrizität versorgt. Als erste Einkaufsmöglichkeit wurde 1893 ein Geschäft für Kolonialwaren fertiggestellt. Bäckerei, Schlachterei und Räucherei folgten. Der Bauverein bezog im Jahr 1900 ein eigenes Geschäftshaus an der Ecke Ringstraße/Hollmannstraße. Der Neubau beherbergte zur Verwaltung der Vereinsangelegenheiten eine Geschäftsstelle mit einem Sitzungssaal und drei Personalwohnungen. Im Juli 1914 weihte der Werft Frauenverein an der Prinzenstraße einen Kindergarten (Dorotheen Kindergarten) ein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S 224ff&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Das Siedlungsgebiet des Ellerbeker Bauvereins nach 1919&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 48, 2004, Kiel in der Weimarer Republik, Dörte Beier S 246 ff&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 76-77&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1910 vollzogene Eingemeindung Ellerbeks wirkte sich für den Bauverein nachteilig aus. Die neuen, hohen städtischen Abgaben führten dazu, dass rund 100 Hausanwärter ihre Anwesen aufgeben mussten. Weiterhin beklagte der Bauverein die Umständlichkeit und die Unübersichtlichkeit der Kieler Verwaltung. So hatte man zusammen mit Studenten der Eckernförder Baugewerkschule für das neue Wellingdorfer Baugebiet einen Erweiterungsplan erarbeitet. Der Bauverein wollte spätestens 1912 mit den Erschließungsarbeiten beginnen. Nach erfolgter Eingemeindung zum 1. April 1910 beharrte die Stadt Kiel auf die konsequente Anwendung der städtischen, planerischen Grundsätze. Der im Mai 1910 bei der Stadt Kiel eingereichte Erweiterungsplan wurde vom Magistrat nicht genehmigt. Die sehr unterschiedlichen Vorstellungen von städtischen Behörden und Arbeiter Bauverein führten dazu, dass vor Kriegsbeginn 1914 mit den Erschließungsarbeiten nicht mehr begonnen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Genossenschaft wie der Ellerbeker Bauverein war, wegen den eigenen begrenzten finanziellen Möglichkeiten auf städtische Unterstützung angewiesen. Die Bautätigkeit des Ellerbeker Bauvereins war nach dem Kriegsende noch bis 1925 sehr eingeschränkt. Zwischen 1920 und 1925 konnten, bedingt durch Inflation und Einführung der Rentenmark, neue Bauvorhaben zwar geplant, aber nicht realisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der vom Hochbau- und Siedlungsbauamt der Stadt Kiel errichteten Siedlung am Klausdorfer Weg konnte der Ellerbeker Bauverein bereits 1927 an der Ostseite der Hagener Straße zweigeschossige Vierfamilienhäuser mit Walmdächern und Stallanbauten errichten. Die Ausführung und Finanzierung der Siedlung Klausdorfer Weg übernahm die Stadt Kiel. Die Verwaltung der Häuser wurde dem Ellerbeker Bauverein übertragen. Auf dieser Grundlage konnten nach über sechs Jahren Baustillstand die ersten Neubaupläne realisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Neben den wirtschaftlichen und den sozialen Veränderungen nach Kriegsende deutete sich auch in der Architektur schon vor Kriegsbeginn ein Wandel zur Heimatschutzarchitektur an. Diese neue Ausrichtung der Architektur auf die Heimat, arbeitete zunächst vor allem mit Backstein und wollte die ursprünglichen Formen der Heimat bewahren. In dem bis 1912 erschlossenem Baugebiet an der Drewsstraße realisierte der Ellerbeker Bauverein nach Plänen der Kgl. Baugewerkschule aus Eckernförde diese neuen Ideale der Heimatschutzarchitektur zum ersten Mal.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine neue vom Ellerbeker Bauverein und Stadtbaurat Hahn 1927 geplante Arbeitersiedlung mit 2500 Wohnungen zwischen der Lütjenburger Straße, dem Ellerbeker Weg und der Kiel-Schönberger Eisenbahnlinie konnte wegen städtischer Vorbehalte nicht realisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;75 Jahre GHG Kiel Ost, Abschnitt 1914: der erste stolze Rückblick des jungen Vereins&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S 224ff&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Wilde, L. Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 448&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit der Erweiterung / Aufforstung der Schwanensee-Grünanlagen bis an den Tröndelsee und die Nutzung der Grünanlage als öffentliche Parkanlage wurde Ende der 1920er hinter dem Bahnübergang Franziusallee eine durch die Parkanlage führende Verbindungsstraße (Lütjenburger Straße) bis an den alten Ellerbeker Weg angelegt. In den Jahren zwischen 1930 – 1935 schaffte der Ellerbeker Bauverein entlang der Lütjenburger Straße weiteren Wohnraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes Bauvorhaben errichtete der Ellerbeker Bauverein nördlich am Hang der Lütjenburger Straße insgesamt 69 Wohnungen und eine Großwaschanstalt. Hier wich erstmalig der Bauverein von dem bisherigen Siedlungsbau ab und baute moderne Mietwohnungen die landesweit Beachtung fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Machtübernahme wurde die Finanzsituation der Baugenossenschaften zunächst von der neuen Regierung erheblich stabilisiert und verbessert. Durch die nach 1933 einsetzende Aufrüstung und die daraus resultierende erhöhte Zuwanderungen zusätzlicher Arbeitskräfte, steigerte sich auch die Nachfrage nach modernen Wohnraum. Der einsetzende Bauboom erlaubte dem Bauverein eine weitere Erschließung des nördlich der Lütjenburger Straße gelegenen Baugebietes mit neu angelegten Straßen. Der der Ellerbeker Arbeiterbauverein erbaute hier das sogenannten Ostholsteinviertel. Von 1934 bis 1939 wurden durch den Ellerbeker Bauverein 220 Häuser, 218 Mietwohnungen und zwei Ladengeschäfte erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;75 Jahre GHG Kiel Ost, Abschnitt 1914: der erste stolze Rückblick des jungen Vereins&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S. 228/255&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Wilde, L. Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 450&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Straßen im Ostholsteinviertel&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1930        Lütjenburger Straße (ab Franziusallee - Ellerbeker Weg)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1936        Peter-Hansen Straße (ab Klausdorfer Weg - Lütjenburger Straße)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1936        Selenter Straße (ab Lütjenburger Straße – Peter-Hansen-Straße)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1936        Nissenstraße (ab Klausdorfer Weg – Selenter Straße)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;www.kiel.de Kieler Straßenlexikon, bis 2005 Hans-G. Hilscher, ab 2005 fortgeführt von Dietrich Bleihöfer, ab 2022 von Frank Mönig, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Januar 2021.&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als letztes Bauvorhaben begann der Ellerbeker Bauverein noch 1940 mit dem Wohnungsbau an der Nissenstraße Dieses Baugebiet (171 Wohnungen, 1 Bäckerei) wurde noch vor Kriegsende bezugsfertig. Sehr viele der zwischen 1889 und 1939 vom Ellerbeker Bauverein in Wellingdorf, Gaarden und Ellerbek errichteten Siedlungshäuser und Arbeiterwohnungen wurden durch die Bombenangriffe der 40er Jahre zerstört oder schwer beschädigt. Sehr viele der zerstörten Gebäude wurden in der Nachkriegszeit nach den alten Plänen aber wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anweisung der Regierung mussten sich im Jahre 1942 insgesamt fünf Baugenossenschaften (Dietrichsdorf, Oppendorf, Klausdorf, Kronsburg, Kroog) dem Ellerbeker Bauverein anschließen. Der neue Bauverein erhielt den Namen „&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Gemeinnützigen Heimstätten-Genossenschaft Kiel-Ost eG&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elmschenhagen – vom Dorf zur Gartenstadt ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Elmschenhagen gehörte zum Kloster Preetz und wurde 1286 erstmals als „Elvereshagen“ erwähnt. 1327 wurde Elmschenhagen selbständiges Kirchdorf auch für die Gemeinden Ellerbek und Gaarden-Ost. 1844 mit dem Ausbau der Preetzer Chaussee und 1866 mit der neuen Eisenbahnlinie Kiel-Ascheberg veränderte sich das dörfliche Leben. Als nach 1871 die Bevölkerungszahlen in Kiel anstiegen, wandelte sich auch Elmschenhagen vom reinen Bauerndorf zu einer städtischen Arbeitersiedlung. Die Einwohnerzahl von Elmschenhagen erhöhte sich von 1.000 Einwohner um 1903auf 3.360 Einwohner im Jahre 1914 und auf 6.300 Einwohner im Jahre 1933.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die steigenden Einwohnerzahlen musste die Gemeindevertretung Elmschenhagens zusätzliche Investitionen für neue Infrastrukturmaßnahmen (u. a. neue Straßen, zusätzliche Schuleinrichtungen) vornehmen. Daraufhin beantragte die Gemeindevertretung die Eingemeindung Elmschenhagens in die Stadt Kiel. Diesem Antrag wurde aber von der Verwaltung in Berlin nicht entsprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1933 stieg die Einwohnerzahl in Kiel wieder stetig an (1933/218.335, 1935/233.497, 1939/265.443). Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges lebten im Jahre 1942 insgesamt rund 306.000 Einwohner in der Stadt. Kiel konnte diesen Bevölkerungszuwachs, u. a. auch wegen fehlender Bebauungsflächen, nicht mehr allein bewältigen. Daraufhin wurde zum 1. April 1939 durch das preußische Staatsministerium und dem Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein die Eingemeindung Elmschenhagens mit der Siedlung Kroog angeordnet. Mit der Eingemeindung im Frühjahr 1939 verlor Elmschenhagen sehr schnell seinen vorstädtischen Charakter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage Dezember 1938, Beginn der Bauplanung für die Gartenstadt Elmschenhagen-Süd, 01. Dezember 2008&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Zitierlink: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.kiel.de/erinnerungstage?id=96&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gartenstadt Elmschenhagen ===&lt;br /&gt;
Schon bereits vor der offiziellen Eingemeindung Elmschenhagens, hatte sich die Stadt Kiel (Magistratsoberbaurat Herbert Jensen) als Standort für den weiteren Bau einer Arbeitersiedlung die Nachbargemeinde Elmschenhagen ausgesucht. Nach Meinung Jensens konnte man in Elmschenhagen die Anbindung der neuen Siedlungen an die städtische Infrastruktur gewährleisten. Außerdem war die Versorgung mit Gas, Strom und Wasser und die Entsorgung der Abwässer abgesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu planende und von der Marine beauftragte Bauvorhaben Gartenstadt Elmschenhagen wurde das größte Bauvorhaben im Stadtgebiet vor dem Zweiten Weltkrieg und sollte mittels dreier, unabhängiger Bauvorhaben (Elmschenhagen Nord, Elmschenhagen Süd und Elmschenhagen Ost) realisiert werden. Für Beschäftigte der Kieler Kriegsmarinewerft (Zusammenschluss Howaldtswerke/Marinearsenal) wurde ab 1939 die Gartenstadt Elmschenhagen-Nord von der Siedlungsbaugesellschaft Hermann und Paul Frank, Hamburg, entworfen und erbaut. Das Baugebiet Elmschenhagen-Süd wurde ab 1939 von der Kieler Werkswohnungen GmbH für Beschäftigte der Deutschen Werke und der Kriegsmarinewerft erbaut. Schon vor der vollzogenen Eingemeindung erhielten die Architekten Schaeffer-Heyrothsberge, Magdeburg/Berlin den Auftrag mit den Planungen für die Gartenstadt Elmschenhagen Süd zu beginnen. Für das Bauvorhaben Elmschenhagen Nord diente die Gartenstadt Kleinborstel bei Hamburg als Vorbild. Der dritte Bauabschnitt Elmschenhagen Ost (Bauträger Kieler Wohnungsbaugesellschaft) wurde, wegen der Kriegsereignisse, nicht mehr realisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkungen:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ebenso wie bei der Stadtplanung setzte die nationalsozialistische Stadtverwaltung auch bei der Bebauung - bei der Anordnung und Verteilung der Bauten, bei den Bauformen, den Baumaterialien und dem Bauschmuck - die Tradition der zwanziger Jahre fort, ohne dass dies je erwähnt worden wäre. Im Wohnungsbau wurde die aufgelockerte Bauweise mit höchstens dreigeschossigen Häusern, mit Wohnhöfen und Grünflächen, wie sie an den Ringstraßen im Westen der Stadt und im Wohnviertel an der Schill- und Kleiststraße praktiziert worden war, unverändert beibehalten. Auch die Idee der Gartenstadt, die in den zwanziger Jahren als Leitidee des Siedlungsbaues galt, wurde beim Bau der großen Wohnsiedlungen in Elmschenhagen wieder aufgenommen. Und selbst die Idee der Gemeinschaftsbauten, die in der Zeit der Weimarer Republik aus dem Geist eines auch sozial verpflichteten Bauens entwickelt worden war, wurde nach 1933 beibehalten, fortgeführt, nun allerdings im Sinne der nationalsozialistischen Gemeinschaftsideologie umgedeutet.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der grundlegenden Struktur waren beide Siedlungsgebiete identisch geplant. Ein zentraler Platz mit Ladenhäusern, Verwaltungsgebäuden und Gemeinschaftseinrichtungen war Mittelpunkt der Siedlung. Zwei Alleen (Reichenberger Allee/Süd, Wiener Allee/Nord) bildeten die zentrale Achse, die beide Gebiete miteinander verband. Im gesamten Bereich gab es verschiedene Hausgrößen und Hausformen. Die Gebäude waren Backsteinbauten. Durch eine unterschiedliche Bebauung wurden verschiedene Formen mit Wohnhöfen und vielen Grünanlagen geschaffen. Anlage und Ausgestaltung der Gartenstadt orientierte sich an den Ideen der Gartenstadtbewegung, obwohl, durch die hohe Bebauungsdichte der städtische Charakter hervorgehoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gartenstadt Elmschenhagen Nord ===&lt;br /&gt;
Das Baugebiet für diese neue Siedlung lag nördlich zwischen der Preetzer Chaussee und dem Ellerbeker Weg. Die Straßen in Elmschenhagen Nord erhielten Namen aus der 1938 annektierten Ostmark (Österreich). Die nördliche Gartenstadt wurde von einer Ringstraße (Tiroler Ring) umschlossen und die Mittelachse der Siedlung bildete die Wiener Allee. Als Siedlungszentrum und als Veranstaltungszentrum war der Andreas-Hofer-Platz gedacht. Um diesen Platz herum etablierte sich auch das kommerzielle Zentrum der neuen Gartenstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnhäuser der neuen Gartenstadt waren zweigeschossige Reihenhäuser mit Vorgärten und kleinen Nutzgärten. Die Häuser hatten eine Größe von 92qm und 60qm. Für ältere Mieter standen aber auch 48qm große Dreizimmerwohnungen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gartenstadt Elmschenhagen Süd ===&lt;br /&gt;
Die Planungen für das Bauvorhaben Elmschenhagen-Süd standen im Kontext mit der ab 1938 von dem Büro Paul und Hermann Frank, Hamburg, entworfenen Siedlung Elmschenhagen-Nord. Eine weitere geplante dritte Siedlung, Elmschenhagen-Ost, kam kriegsbedingt nicht mehr zur Ausführung. Die südlich der Preetzer Chaussee gelegene Gartenstadt Elmschenhagen-Süd wurde ab 1939 nach Entwürfen von Paul Schaeffer-Heyrothsberge von der Kieler Werkswohnungen GmbH errichtet. Die rund 2.000 geplanten Wohnungen waren für Beschäftigte der Deutschen Werke und der Kriegsmarinewerft gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häuser der neuen Siedlung wurden ebenfalls aus rotem Backstein gebaut. Neben einigen Reihenhauszeilen wurden überwiegend zweigeschossige Mietshäuser mit vier Wohnungen erbaut. Auf die Umsetzung der Gartenstadtidee verzichtete man. Die durch Zeilen- und Blockrandbebauung entstanden Freiflächen wurden aber begrünt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Straßen und Plätze der neuen Siedlung wurden nach sudetendeutschen Orten benannt. Die Hauptachse der Siedlung war die Reichenberger Allee, die die Preetzer Chaussee mit der Elmschenhagener Allee verband. Die Teplitzer Allee war als Hauptachse für die nicht mehr realisierte Gartenstadt Elmschenhagen-Ost geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zentrum der Gartenstadt Elmschenhagen-Süd diente der Egerländer Platz (heute Bebelplatz). Der Egerländer Platz war als zentraler Punkt von Elmschenhagen-Süd geplant. Diese Planungen konnten wegen des Krieges nicht umgesetzt werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden neben Zweizimmerwohnungen mit Wohnküche für junge und ältere Ehepaare, auch Vierzimmerwohnungen für Eltern mit Kindern errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 93-95&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage Dezember 1938, Beginn der Bauplanung für die Gartenstadt Elmschenhagen-Süd, 01. Dezember 2008&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gaarden ===&lt;br /&gt;
Der heutige Stadtteil Gaarden bestand ursprünglich aus der Gemeinde Gaarden Ost (1212 Hemminghestorp, klösterliches Gaarden) die zum Kloster Preetz (Kreis Plön) gehörte und der Gemeinde Gaarden Süd (1402 Wulvesbrook, fürstlich Gaarden) die ab 1907 zum Kreis Bordesholm gehörte. Die Grenze zwischen diesen beiden Gemeinden bildete die südlich der Preetzer Chaussee vom Langsee in die Hörn fließende Mühlenau. Eine weitere Trennung der beiden Gemeinden manifestierte sich durch den Bau des Eisenbahndammes der 1844 eröffneten Eisenbahnlinie von Kiel nach Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folge der Werftansiedlungen und der laufenden Erweiterung stieg der Bedarf an Arbeitskräften auf den Werften. Der dringend benötigten Wohnraum für die neuen Werftarbeiter und dem damit verbundenen Bauboom setzte sich in beiden Gemeinden rasant eine städtische Bebauung durch. Das Gelände zwischen beiden Gemeinden wurde immer enger erschlossen und Gaarden Ost und Gaarden Süd wuchsen immer dichter zusammen. Lebten in beiden Gemeinden 1860 lediglich 400 Einwohner waren es 1910 schon 30.427 Einwohner an. Die Gemeinde Gaarden-Ost (klösterliches Gaarden) wurde am 1. April 1901 in Kiel eingemeindet und die Gemeinde Gaarden-Süd (fürstlich Gaarden) folgte im Jahre 1910.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das fürstliche Gaarden und das klösterliche Gaarden entwickelten sich bis zum Kriegsbeginn 1914 unterschiedlich. eine Entwicklung wie das durch. Zum Ende der 1890er Jahre wurde für beide Gemeinden eine abgestimmte Stadtplanung durch den Kreis Plön (Gaarden Ost) und der Stadt Kiel (Gaarden Süd) erarbeitet. Die Stadt Kiel hatte ihre Planung für Gaarden Süd bereits im Stübbenplan festgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst musste durch die Ausdehnung der Germaniawerft eine Erweiterung der bereits bestehenden Wohngebiete in Gaarden Ost geplant und nach der Eingemeindung realisiert werden. Die Bebauung der neuen Wohngebiete in Gaarden Ost wurden geprägt vier bis fünfgeschossigen Miethäusern und glichen der Bebauung der Arbeitersiedlungen auf dem Westufer. Am Rand dieser verdichteten Bebauung, an dem ersten Abschnitt der neu angelegten Ringstraße Germania Ring, zwischen Blitz- und Helmholtzstraße, befanden sich die von Krupp erbauten Werkswohnungen. Weitere Teilstücke des Germania Rings wurden erst nach dem ersten Weltkrieg angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Stübbenplan sollte Gaarden Süd als Verbindung zwischen den westlichen und den östlichen Stadtteilen dienen. Zunächst entstand nach 1900 südöstlich der alten Lübecker Chaussee an der Grenze zu Gaarden Ost ein neues dicht bebautes neues Wohnviertel und um den Joachimsplatz herum entstand ein neues Gemeindezentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Gaardener Gemeinden zeigen unterschiedliche Lösungsansätze der Schaffung von Wohnraum für eine größere Anzahl von Menschen auf. In Gaarden Ost wurde mit einer verdichteten Bebauung mehrgeschossiger Mietwohnhäuser in Blockrandbebauung reagiert und in Gaarden Süd dominierte der Siedlungsbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende 1918 zogen sich die privaten Bauunternehmer aus dem Wohnungsbau. Diese Aufgabe fiel jetzt den Kommunen, gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften und-genossenschaften und vor allem in Gaarden Ost auch der Industrie zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erstmals mit dem preußischen Wohnungsgesetz von 1918 bekannte sich der Staat zu seiner Verantwortung auf dem Gebiet der Wohnungsversorgung. Die Schaffung von Kleinwohnungen wurde durch das Wohnungsgesetz in den Verantwortungsbereich des Staates übertragen. Weiterhin sah es eine nach gesundheitlichen und sozialen Gesichtspunkten geordnete Wohnungsaufsicht und Wohnungspflege durch die Einrichtung kommunaler Wohnungsämter vor. Der Kleinwohnungsbau sollte aber auch finanziell durch den Staat gefördert werden. Das Reichsheimstättengesetz von 1920 hatte zum Ziel, jeder Familie eigenen Wohnbesitz, zumindest aber ein Stück Gartenland zur Selbstversorgung zu ermöglichen. Aus diesem Grunde wurden die Kommunen verpflichtet, Bodenvorratswirtschaft zu betreiben, um Land für Siedlungen und Nutzgärten zur Verfügung stellen zu können. Infolge des Heimstättengesetzes begannen die Gemeinden selbst Wohnungen zu bauen bzw. in städtische Verantwortung zu übernehmen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;Breit, Günther, Christa Geckeler, Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S. 30-66&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Walter Ehlert, 2021, Das historische Gaarden, Bauernland wird Industriestandort, Husum, S. 28 - 33&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 62-64, S. 54 – 59&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Siedlungsgebiet entlang der Von-der-Goltz-Allee (Hamburger Chaussee-Barkauer Weg) war ursprünglich für villenartige, offenen Bauweise vorgesehen. Mit der Bebauung in diesem Abschnitt begann man erst zum Ende der 1890er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee des Siedlungsbaus ging letztlich aus der Gartenstadtbewegung hervor. Das Gelände in Gaarden Süd zwischen Hamburger Chaussee und Barkauer Weg (heute Neuer Hamburger Straße) war kaum besiedelt. Mit dem Ziel einkommensschwachen Familien den Erwerb von kleinen Siedlungshäusern zu ermöglichen war bereits 1915 mit Unterstützung der Stadt Kiel der Gemeinnützige Bauverein Gartenstadt Kiel GmbH gegründet worden. Der Bauverein Gartenstadt Kiel konnte erst nach Beendigung mit der Erschließung des Baugebietes für die Gartenstadt Vieburg beginnen. Es wurden die Straßen Petersburger Weg, Finkelberg und Vieburger Weg angelegt. Die Siedlungshäuser wurden nach Plänen von Hans Schnittger gebaut. Die Siedlung Gartenstadt Vieburg wurde 1925 fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Schwanebeck, Albert von Maybach und Johannes Spolert gründeten auf dem Friedrichsberg westlich des Barkauer Weges die Eisenbahnersiedlung Gaarden-Süd. Der 1900 gegründete Eisenbahnbau- und Sparverein erbaute nach Plänen von Johann Theede 1921/22 zunächst 24 Doppelhäuser an der Schwanebeckstraße und an der Spolertstraße. Weitere Doppelhäuser wurden in den 20er Jahren auch an der Maybachstraße und am Flintbeker Weg erbaut. Im Gegensatz zur Siedlung Vieburg blieben die Häuser der Eisenbahnersiedlung in Gaarden Süd Mietshäuser und gingen nicht in das Eigentum des Erwerbers über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;heutiger Eigentümer: Wohnbaugesellschaft Norden, Nachfolgerin des Eisenbahnbau- und Sparvereins&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Baugenossenschaft, die Siedlungsgenossenschaft für Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene GmbH Kiel Süd, ließ als Bauträger an der südlichen Hälfte des Krusenrotter Weges, in der Pestalozzistraße und in der Diesterwegstraße Zwei- und Dreifamilienhäuser errichten. Noch bis in die fünfziger Jahre wurden die Siedlungshäuser mit Glockendach in diesem Baugebiet erbaut. Neben diesen Siedlungshäusern errichtete die gleiche Baugenossenschaft 1931 mehrere Mietsreihenhäuser , mit bis zu 25 Wohnungen pro Block an der Fröbelstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Siedlungsgenossenschaft für Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene GmbH Kiel Süd nannte sich ab 1936 nur noch Siedlungsgenossenschaft Kiel Süd&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1929 und 1933, mit der Weltwirtschaftskrise kam der öffentlich geförderte Wohnungsbau zum Erliegen. Die neuen Machthaber nach 1933 verfolgten weiterhin das Ziel, durch den staatlich geförderten Siedlungsbau den Arbeiter an den eigenen Grund und Boden zu binden. Ein weiterer Gedanke hierbei war aber auch den Grad der Selbstversorgung zu steigern. Mit dem Beginn der erneuten Aufrüstung entspannte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt und der Erwerb von Wohneigentum wurde als Auszeichnung für verdiente Volksgenossen und Anhänger der NSDAP dargestellt. Innerhalb neuer Siedlungen wurden neben Mietwohnungen (sog. Volkswohnungen) und auch Eigenheime angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1936 wurde dann als Erweiterung der Gartenstadt Vieburg auf dem Gelände der früheren städtischen Ziegelei ab 1936 am Sandberg und am Baumweg die Volkswohnungen Petersburger Hof errichtet. Als Bauträger dieser neuen Siedlung, trat die 1936 von der Stadt gegründete Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) auf. Die KWG wird anschließend dann auch sehr bald führende Rolle im Mietwohnungsbau in Gaarden-Ost übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Häuser wurden nach Plänen des Kieler Ingenieurs Wilhelm Bentz erbaut. Die neu angelegten Straßen wurden bis 1945 nach Parteigrößen der NSDAP in Schleswig-Holstein benannt. Der Volksmund nannte diese neue Siedlung daher auch SA Siedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nachfolgende Straßen wurden 1936 neben der lediglich nach Süden verlängerten Pestalozzistraße neu angelegt:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hermann-Schmidt-Straße (ab 1945 Krummbogen) ab Krusenrotter Weg&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Karl-Radke-Straße (ab 1945 Holunderbusch) zwischen Pappelweg und Krummbogen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Martin-Martens-Straße (ab 1945 Heckenrosenweg) zwischen Pestalozzistraße und Hamburger Chaussee&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Otto-Streibel-Straße (ab 1945 Pappelweg) zwischen Pestalozzistraße und Krummbogen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Richard-Menzel-Straße (ab 1945 Hagebuttenweg) zwischen Heckenrosenweg und Krummbogen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hagebuttenweg und am Pappelweg wurden Doppel- und Siedlungshäuser mit Einliegerwohnung und Stallanbau errichtet. Am Krummbogen wurden weitere Einfamilienhäuser, die vier bis fünf Wohnräume sowie Bad und WC umfassten, errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die erneute Aufrüstung konnte auch für die Kieler Werftbetriebe erneut die Vollbeschäftigung erreicht werden. Mit der Umstellung auf Kriegswirtschaft kam es dann auch in Kiel zu einem größeren Arbeitskräftemangel. Die Stadtplaner der neuen Machthaber gaben das Ziel auf, jedem Arbeiter und seiner Familie ein Leben auf eigenem Grund und Boden zu ermöglichen. Die Absicht hierbei war, den Arbeiter in seiner knapp bemessenen Freizeit nicht noch mit zusätzlicher Gartenarbeit zu belasten. In der neuen Planungsphase sollte die Verbindung zur Natur mit der Einrichtung von begrünten Innenhöfen und freien Flächen erreicht werden. Auch in Kiel verschärfte sich der bereits vorhandene Wohnungsmangel durch den Zuzug auswärtiger Arbeitskräfte nochmals drastisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Auch für die Arbeiter der DWK gab es im Sommer 1938 bei weitem nicht genug Wohnungen. Allein bis 1939 wurde der Neubaubedarf für Beschäftigte des Kieler Werks auf 3390 beziffert, bis 1945 rechnete man mit einem Bedarf von 5650 weiteren Wohnungen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst reagierte die Stadt Kiel und gründete 1936 die Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) um die eingetretene Wohnungsknappheit abzumildern. Nach Gründung der Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) wurde auch die Deutsche Werke Kiel AG (DWK) aktiv und gründete im April 1937 die Tochtergesellschaft Kieler Werkswohnungen GmbH (KWW) (Stammkapital von 1,5 Millionen Reichsmark) um sich auch am Werkswohnungsbau zu beteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die KWG nahm sehr schnell eine führende Rolle in Wohnungsbau in Gaarden-Ost ein. Der Zuzug zusätzlicher Arbeitskräfte und deren Familien nach Kiel, ausgelöst von der anlaufenden Aufrüstung, hielt weiter an. Aber erst ab Juli 1938 trafen sich erst Stadt- und Provinzvertreter mit der Marine und den Werften, um eine Lösung für das Problem des Wohnungsmangels zu finden. Zwischen 1936 und 1939 konnte man insgesamt elf neue Bauvorhaben realisieren. Neben der stadteigenen Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) traten das DWK Tochterunternehmen Kieler Werkswohnungen (KWW) und die Fried. Krupp Germaniawerft als Bauherren auf. Am Germaniaring (heute Ostring) in Gaarden wurde vom Kruppschen Wohnungsbau die Arbeitersiedlung (Kruppsche Siedlung) bis an die Preetzer Chaussee erweitert. An der Bielenbergstraße, an der Bothwellstraße und an der Werftstraße erbaute die Kieler Werkswohnungen (KWW) weitere neue Wohnungen. Neben den Wohnungsbauaktivitäten in Gaarden konnte aber auch der Ellerbeker Bauverein neuen Wohnraum am Tröndelweg / Poppenrade und nördlich der Lütjenburger Straße schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Daniel Roth: Gefolgschaftsbetreuung Zur betrieblichen Sozialpolitik der Deutsche Werke Kiel AG im „Dritten Reich“, S.279-S.282 in Demokratische Geschichte Band 13 Essay 9&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Peter Wulf Die Stadt in der nationalsozialistischen Zeit (1933 bis 1945) Seite 365-366&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;MKStG 77/1, 1991, S 3-25, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkswohnungsbau in Gaarden ab 1937 ===&lt;br /&gt;
In Gaarden standen noch entsprechende Baulücken in unmittelbarer Nähe zu den Werften für eine Verdichtung der Bebauung zur Verfügung. Weiterhin stand in Gaarden, angrenzend an das bebaute Wohngebiet, noch ausreichend Bauland für den weiteren notwendigen Wohnungsbau zur Verfügung. Somit war es möglich von 1936 bis 1939 elf größere Wohnungsbauvorhaben in kürzester Zeit zu realisieren. Es wurden in dieser Zeit mehrere Hundert Zweizimmerwohnungen (nicht größer als 50qm) fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch für die Einwohner, die aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden waren, musste die Stadt Wohnraum zur Verfügung stellen. Daher errichtete das städtische Hochbauamt an der Blitzstraße 20-22 und 21/23 zwei größere Rentnerheime mit Ein- und Eineinhalbzimmerwohnungen. Der größere südliche Teil der Anlage verfügte über einen zur Straße geöffneten Gartenhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 420&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauvorhaben der Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* An der östlichen Bielenbergstraße (4-12) errichtete 1937/1938 nach Plänen von Arnold Bruhn die KWG einen viergeschossigen Backsteinwohnblock.&lt;br /&gt;
* Nach den Plänen des Magistratsbaurates van Engelen wurde 1937auf dem Baugrundstück zwischen Germaniaring (Ostring) 124-136,  Kirchenweg 63-69 und Hertzstraße (Röntgenstraße) 2-16  für die Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) eine zusammenhängende Wohnanlage mit 145 Kleinwohnungen um einen gemeinsamen begrünten Innenhof Gartenhof erbaut.&lt;br /&gt;
* An der westlichen Einmündung des Kirchenweges in den Germaniaring/Ostring erbaute die Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) nach den Plänen von Ernst Prinz 1938 zwei schlichte Eckhäuser (Kirchenweg 59-61, 52-56). Diese Wohnblocks wurden werden auch entlang des Ostrings nördlich bis an die Helmholtzstraße und südlich bis an die Gazellestraße weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 418&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 434&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 428&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauvorhaben der Kieler Werkswohnungen GmbH (KWW) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ab 1937 begann die Kieler Werkswohnungen GmbH mit den Bauarbeiten für die nach Plänen des Berliner Architekten Alfred Schild gestaltete Arbeitersiedlung Kiel-Bielenberg. In der Bielenbergstraße und den angrenzenden, neu angelegten Straßen (Ascheberger Straße, Eutiner Straße, Lensahner Straße, Oldenburger Straße und verlängerte Hofstraße) wurden bis Ende 1938 bereits 523 zwei und zweieinhalb Zimmerwohnungen bezugsfertig. Die langgezogenen drei- bis viergeschossiger Wohnblocks wurden sehr einheitlich gestaltet. Um das Gefälle des Geländes auszugleichen, wurden an der Ascheberger Straße 16-20 eine Terrasse angelegt und die Eingangstüren in der Eutiner Straße waren über einen baumbestandenen Hang und mehrerer langer Außentreppen erreichbar.&lt;br /&gt;
* Im Rahmen des Projektes Arbeitersiedlung Kiel-Bielenberg erbaute die Kieler Werkswohnungen GmbH ab 1937 an der östlichen Bielenbergstraße (16-36) errichtete die KWW drei schlichte Backsteinhäuser, die sich an den Neubau der KWG anschlossen.&lt;br /&gt;
* Ab 1938 wurde nach den Plänen des Magdeburger Architekten Paul Schaeffer-Heyrothsberge an der südlichen Bothwellstraße von der KWW für Arbeiter der Deutschen Werke viergeschossige Backsteinbauten (an der Einmündung Stoschstraße fünfgeschossig). Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurden zwei Durchgänge angelegt, über die man von der Bothwellstraße aus die zur gleichen Zeit an der Von-der-Gröben-Straße errichteten Querblöcke erreichen konnte.&lt;br /&gt;
* Ein weiteres Bauvorhaben geplant vom Kieler Architekten Fritz Kröger wurde auf der östlichen Seite von der Reeperbahn 20-36, der verlängerten Mühlenstraße 12-14, 20a-38 sowie entlang der abschließenden Georg-Pfingsten-Straße 10-18,13-15,19 im Jahre 1938/39 von der Kieler Werkswohnungen GmbH (KWW) zusammen mit der Baugenossenschaft Kiel-Gaarden verwirklicht. Die Anbindung der drei- und viergeschossige Wohnhäuser an die bestehende Bebauung und die Eckbauten wurden als quergestellte um ein Geschoß erhöhte Gebäude erbaut. Durch das starke Gefälle an der westlichen Mühlenstraße wurde diese Seite nicht bebaut. Somit stehen die Fassaden dieser neuen Gebäude an der östlichen Mühlenstraße als Visitenkarte für den Stadtteil Gaarden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S.418,420,432&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950, S.3 bis S.25&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauvorhaben der Friedrich Krupp Germaniawerft ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Kruppsche Siedlung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Germaniaring (heute Ostring) wurde ab 1900 zwischen Preetzer Straße und dem Brook ausgebaut. Der Straßenausbau ermöglichte es der Firma Krupp an dieser Stelle für die Beschäftigten der Friedrich Krupp Germaniawerft eine Arbeiterkolonie (Kruppsche Siedlung) bis 1902 zu errichten. In Essen, unter der Leitung von Robert Schmohl, wurden die Pläne für zehn Gebäude mit insgesamt 215 Wohnungen entworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Bauabschnitte war bereits 1901 bezugsfertig und umfasste die Gebäude Blitzstraße 25-31, Germaniaring 61-85 und Preetzer Straße 46-48. Ab 1902 wurde dann auch der zweite Bauabschnitt, Germaniaring 100-112 und Greifstraße 1-9 und 4-6, bezugsfertig. Eine dritte Erweiterung der Kruppschen Siedlung erfolgte 1917 und umfasste Gebäude am Germaniaring 45-55 und 88-98 sowie an der Blitzstraße 24-48.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende, ab 1920, wurde dann der Germaniaring bis an die Segeberger Landstraße (heute Theodor-Heuss-Ring / Konrad-Adenauer-Damm) verlängert. Zwischen 1938 und 1942 wurden am unteren Germaniaring nach Plänen von Ernst Prinz weitere Kruppsche Werkswohnungen (Germaniaring 2-76) errichtet. Die neuen Häuser wurden um drei Innenhöfe angeordnet und die Hauseingänge mit keramikgerahmten Haustüren waren über den Innenhof erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der westlichen Straßenseite baute die Baufirma Kieler Wohnungen Heldmann &amp;amp; Co. KG für die Friedrich Krupp Germaniawerft nach Plänen von Kurt Malzahn/Kiel und Erich Zingg/Stettin weitere parallel zur Straße angeordnete Wohnblocks (Germaniaring 1-25) und der Wohnblock wurde nach bis zur Bielenbergstraße an der Segeberger Landstraße fortgeführt. An der Einmündung der Oldenburger Straße in den Germaniaring hatte man einen Bauplatz für eine Kirche (1956 – Markuskirche) freigelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zu den Neubautätigkeiten am Germaniaring wurden auch zwischen Preetzer Straße / Blitzstraße und Greifstraße nach Plänen von Schaeffer-Heyrothsberge weitere Kruppsche Werkswohnungen errichtet. An der Preetzer Straße bildeten die quer gestellten und die freistehenden Wohnblöcke die sog. Wohnhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Bielenbergstraße / Buschfeldstraße&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für dieses Bauvorhaben wurde zunächst 1936 die Buschfeldstraße angelegt. Nach der Erschließung des Baugebietes Preetzer Straße / Bielenbergstraße und Buschfeldstraße wurden dann auch hier, auf dem bisher unbebauten Gelände nach Plänen von Karl Doormanns weitere Werkswohnungen für die Friedrich Krupp Germaniawerft errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als, als Folge der Aufrüstung, sich auch der schon bereits vorhandene Wohnungsmangel in Kiel sich verstärkte, begannen u.a. auch die Kieler Werften sich verstärkt im Werkswohnungsbau zu engagieren. Wie sich dieser nicht uneigennützige Versuch Mitarbeiter an den Betrieb zu binden soll nachfolgend am Beispiel der Deutschen Werke dargestellt werden. Weiterhin ist es ersichtlich, wie die DAF (Deutsche Arbeitsfront)diese Aktivitäten auch für sich ausnutzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Daniel Roth: Gefolgschaftsbetreuung Zur betrieblichen Sozialpolitik der Deutsche Werke Kiel AG im „Dritten Reich“, S.279ff in Demokratische_Geschichte_Band_13_Essay_9.pdf&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zitate Daniel Roth ab S.279ff, Betriebliche Wohnungsbeschaffung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Zitat S279“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Die Bauarbeiten am ersten Großprojekt des DWK-Werkswohnungsbaus begannen bereits wenige Monate nach der Gründung der KWW. Bis zum Ende des Jahres 1938 waren in der Bielenbergstraße und in den daran angrenzenden, neu angelegten Straßen 523 Wohnungen mit jeweils zwei bis zweieinhalb Zimmern bezugsfertig. Von der DAF wurden die Werke im selben Jahr mit dem „Leistungsabzeichen für vorbildliche Leistung im Heimstättenwesen“ ausgezeichnet.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Zitat S279/280“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Wie die ehrgeizigen Bauvorhaben der folgenden Jahre und ihre rasche Umsetzung deutlich werden lassen, rückte der Werkswohnungsbau nun ins Zentrum des sozialpolitischen Engagements der DWK. Im Februar 1940 zog ein ausführlicher Artikel in der Werkszeitung Bilanz über den Umsetzungsstand der ehrgeizigen Vorhaben des DWK-Wohnungsbaus. Bis zu diesem Zeitpunkt waren in Gaarden 727 Wohnungen im Bereich Bielenbergstraße sowie in der Werftstraße, Bothwellstraße, Mühlenstraße und Georg-Pfingsten-Straße fertiggestellt worden. Auch in Ellerbek (Poppenraderweg), Friedrichsort (Gorch-Fock-Str.) und im großflächig erworbenen Neubaugebiet Elmschenhagen-Süd, damals noch jenseits der Stadtgrenze, konnten Anfang 1940 bereits 150 Wohnungen bezogen werden. Hinzu kamen noch 104 Werkswohnungen in Dietrichsdorf, die die KWW im Auftrag der Kriegsmarinewerft gebaut hatte. Daneben war der bereits vor 1937 betriebene Siedlungsbau fortgesetzt worden. Im Zusammenwirken mit anderen Bauträgern, zumeist gemeinnützigen Baugenossenschaften, waren so immerhin 289 Siedlungshäuser entstanden. Der Gesamtumfang der KWW-Wohnungsbauvorhaben, die 1940 in der Werkszeitung vorgestellt wurden, belief sich auf 4873 Wohnungen, von denen 1651 von der Kriegsmarinewerft in Auftrag gegeben worden waren. Damit waren für die Beschäftigten der DWK zwar weniger Wohnungen geplant, als man noch 1938 als Bedarf für die nächsten zwei Jahre veranschlagt hatte. Vor dem Hintergrund der kriegsbedingten Ressourcenbewirtschaftung kann der dennoch beachtliche Umfang des Bauprogrammes jedoch als eindrucksvoller Beleg dafür angesehen werden, dass dem Wohnungsbau für die Arbeiter der Kieler Rüstungsindustrie an oberster Stelle hohe Priorität zugemessen wurde. In den folgenden Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt des DWK Werkswohnungsbaus nach Elmschenhagen-Süd, wo man mit rund 1500 geplanten Wohnungen ein ganz neues Viertel, die „Gartenstadt“, aus dem Boden zu stampfen begann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erst im Mai 1943 wurden in der Werkszeitung wieder Zahlen zum Durchführungsstand der KWW-Vorhaben veröffentlicht: Obwohl der Krieg „die beabsichtigte, schnelle Durchführung der Bauvorhaben zum Teil stark gehindert“ und zu Abstrichen bei ihrer „äußere[n] Gestaltung“ gezwungen habe, seien nunmehr rund 3500 Wohnungen fertiggestellt worden, davon 2500 für die Belegschaft der Deutschen Werke. Da man von der Kriegsmarine günstige Baudarlehen erhalten habe, sei es auch gelungen, die Mieten „in niedrigen Grenzen“ zu halten. Gemäß dem im Februar 1944 veröffentlichten Geschäftsbericht des Vorstandes wurde schließlich noch für das Frühjahr 1944 mit dem planmäßigen Abschluss des gesamten Werkswohnungsbaus gerechnet.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Zitat S281/282“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Wie konnte der Werkswohnungsbau trotz des Mangels an Arbeitskräften und Material und noch dazu vor dem Hintergrund des Krieges, den alliierte Bomberangriffe nun auch in die Kerngebiete des Reiches trugen, derart forciert werden? Zum einen ermöglichten es die guten Beziehungen von DWK und Kriegsmarinewerft zur Marineleitung überhaupt erst, die Priorität der Wohnungsbauprojekte als „kriegswichtige“ Vorhaben zu behaupten. Zum anderen wurden im Laufe des Krieges in großer Zahl ausländische Arbeiter eingesetzt. Während die Ankunft der ersten ausländischen Bauarbeiter für die Bauvorhaben der KWW in Elmschenhagen-Süd am 14. April 1939 noch in eine Phase des „Fremdarbeitereinsatzes“ fällt, in der Zwang noch nicht durchgängig als Mittel der Rekrutierung von Arbeitern und Arbeiterinnen unter den Einwohnern der besetzten Länder Europas eingesetzt wurde, ist angesichts des Übergangs zu massiven Verschleppungsaktionen seit der Ernennung Fritz Sauckels zum Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz (1943) davon auszugehen, dass es sich bei den ausländischen Bauarbeitern, deren Einsatz die Fortführung des DWK-Werkswohnungsbaus bis in die letzten Kriegsjahre hinein ermöglichte, überwiegend um deportierte Zwangsarbeiter handelte.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitat Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literaturverzeichnis ===&lt;br /&gt;
Ehlert,  W. (2021). &#039;&#039;Das historische Gaarden, Bauernland wird Industriestandort.&#039;&#039;  Husum: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geckeler, C. (Mai 2007). &#039;&#039;Kieler Erinnerungstage  23. Mai 1867.&#039;&#039; Kiel: Stadt Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinnützige Heimstätten-Genossenschaft Kiel-Ost,  Karl Behnk. (1964). &#039;&#039;75 Jahre, Gemeinnützige Heimstätten-Genossenschaft  Kiel-Ost e.G.m.b.H.&#039;&#039; Kiel: Verlag für Wirtschaftswerbung, Elmshorn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersen, S. (2016). &#039;&#039;Arbeiterbewegung Kommune und  Howaldtswerke.&#039;&#039; Berlin: Pro Business GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stoy, V. (2003). &#039;&#039;Kiel auf dem Weg zur Großstadt.&#039;&#039;  Kiel,: Verlag Ludwig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte: ===&lt;br /&gt;
MGKStG, Band 55, 1966, Hg. Sievert, Ellerbek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwicklungsgeschichte Alt-Ellerbeks, Von Julius Prange, 1937, Seite 17ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alt-Ellerbek, Siedlung, Bevölkerung und Brauchtum 1937, Von Andreas Blass 1937, Seite 39ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MGKStG, 1957, Heft 1/2, Radunz, Kieler Werften im Wandel der Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MGKStG, 1991, Band 77-1, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950, S.3 bis S.25&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MGKStG, 2004, Band 82, Heft 1, Tillmann, Alt Ellerbek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SVGKStG, 1995, Band 29, Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SVGKStG, 2004, Band 48, Hrsg. Jürgen Jensen, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadt Kiel: ===&lt;br /&gt;
www.kiel.de Kieler Straßenlexikon, bis 2005 Hans-G. Hilscher, ab 2005 fortgeführt von Dietrich Bleihöfer, ab 2022 von Frank Mönig, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Januar 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Quellen im Text erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteile]] [[Kategorie:Neuzeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Kiel_1865_bis_1919,_das_Ostufer,_vom_Dorf_zur_Arbeitersiedlung&amp;diff=70191</id>
		<title>Kiel 1865 bis 1919, das Ostufer, vom Dorf zur Arbeitersiedlung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://kiel-wiki.de/index.php?title=Kiel_1865_bis_1919,_das_Ostufer,_vom_Dorf_zur_Arbeitersiedlung&amp;diff=70191"/>
		<updated>2026-05-19T13:35:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: nochmals Kat. Korrektur&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Das Ostufer, vom Dorf zur Arbeitersiedlung, die Wandlung des Ostufers zwischen 1865 und 1919 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangslage ===&lt;br /&gt;
Am 24. März 1865 fiel die königlich-preußische Entscheidung, die preußische Marinestation von Danzig nach Kiel zu verlegen. 1866, nach dem preußischen Sieg im Krieg gegen Österreich wurde am 24. Januar 1867 Schleswig – Holstein ein Teil Preußens.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer Marinestation wurde die Sicherstellung sowohl der logistische Unterstützung als auch die technische Unterstützung der im Hafen stationierten Einheiten erwartet. Daher erließ der König von Preußen am 23. Mai 1867 die Kabinettsordre am Strand von Ellerbek ein Marineetablissement (später Kaiserliche Werft) zu errichten. Erst im Jahre 1878 konnte die erste Ausbaustufe der Werft abgeschlossen werden. Die intensive, maritime Aufrüstung unter Kaiser Wilhelm II. machte einen Werftausbau nach Norden bis an die Schwentine und nach Süden bis nach Gaarden notwendig.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei weitere moderne Werften haben sich im gleichen Zeitraum südlich und nördlich der Kaiserlichen Werft auf dem Ostufer angesiedelt. Im Süden in Gaarden, an der Hörn lag die 1865 als Norddeutsche Werft gegründete Germaniawerft. Im Norden an der Schwentinemündung in Dietrichsdorf hatte sich 1876 die Howaldtswerke angesiedelt.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese drei Werften hatten fast den gesamten Küstenstreifen auf dem Ostufer zwischen Hörn und nördlicher Schwentine eingenommen. Die drei Werften waren zwischen 1914 und 1918 Arbeitgeber für mehr als 33.000 Arbeiter und Angestellte.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;* Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kiel auf dem Weg zur Großstadt* ===&lt;br /&gt;
1845 war Kiel noch eine kleine, verträumte Stadt mit rund 13.500 Einwohnern. Nach 1865 änderte sich dieses aber sehr schnell. Die von der preußischen Verwaltung zwischen 1865 und 1867 getroffenen Entscheidungen und die daraus resultierende Entwicklung der Bevölkerungszahlen bis zum Beginn des ersten Weltkrieges weisen auf drei Wachstumsschübe in der Stadtentwicklung hin:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1865 - 1871&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Verlegung der Marinestation nach Kiel, Ansiedlung moderner  Werften auf dem Ostufer&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1885 - 1895&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Unter Kaiser Wilhelm II. (1888 – 1900) wuchs die Bedeutung der  Kaiserliche Marine. Dadurch wurde auch mehr Marinepersonal in Kiel  stationiert. Der Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals (Fertigstellung 1895) ermöglichte  eine schnelle Verlegung der Seestreitkräfte zwischen Nordsee und Ostsee&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1898 - 1900&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Weitere Aufrüstung der Kaiserlichen Marine entsprechend den  Flottengesetzen von 1898 und 1900 sowie der damit verbundenen Erweiterung der  Werften auf dem Ostufer&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Durch die, auch noch nach 1900 weiterhin betriebene Aufrüstung der Kaiserlichen Marine, stieg gleichzeitig aber auch die Zahl der Werftarbeiter und der in Kiel stationierten Marinesoldaten weiter an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Bevölkerungsentwicklung der Stadt Kiel:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1867&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;24.216 Einwohner&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1885&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;51.706 Einwohner&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1900&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;107.977 Einwohner, Kiel wurde Großstadt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1910&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;211.000 Einwohner&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1914&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;225.161 Einwohner&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der letzte Schub in der Bevölkerungsentwicklung setzte durch die zwischen 1901 und 1910 von der Stadt Kiel vollzogenen Eingemeindungen ein. Nach Brunswik (1869) und Wik (1893) waren es auf dem Ostufer der Förde 1901 die Gemeinde Gaarden-Ost und 1910 die Gemeinden Gaarden-Süd, Ellerbek und Wellingdorf die in die Stadt Kiel eingemeindet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;* Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindung, neue Stadtteile auf dem Ostufer ===&lt;br /&gt;
Die Siedlungen am östlichen Ufer der Kieler Förde wurden mit der Ansiedlung und dem folgenden Ausbau der neuen Werften auf dem Ostufer grundlegend verändert. Die ehemaligen Fischersiedlungen und Bauerndörfer mussten entsprechendes Bauland für dringend benötigte Wohnungen zur Verfügung stellen. Mit den neuen Arbeitersiedlungen und der damit verbundenen Ansiedlung von Handel und Handwerk nahmen die Gemeinden auf dem Ostufer städtischen Charakter an. Die enge, wirtschaftliche Verbindung mit der Stadt Kiel und die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz, führten letztendlich zum Verlust der Kommunalen Selbstverwaltung. Schon 1901 wurde daher die Gemeinde Gaarden-Ost nach Kiel eingemeindet und bereits 1910 folgten dann die Gemeinden Gaarden-Süd, Ellerbek und Wellingdorf. Lediglich die Gemeinde Neumühlen-Dietrichsdorf mit der Siedlung Oppendorf blieben noch bis zum 30. April 1924 eigenständig. Am 1. Mai 1924 wurde Neumühlen-Dietrichsdorf aber ebenfalls ein Stadtteil der Landeshauptstadt Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neumühlen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Die Ortschaft Neumühlen lag am Ufer der Schwentine dort wo der Mühlendamm nicht nur eine Verbindung zwischen Südufer (Wellingdorf) und Nordufer (Neumühlen) ermöglichte, sondern auch für ausreichende Wassermengen für den Betrieb der Mühlen sorgte. Gleichzeitig war der Mühlendamm das Tor in die Probstei. Neumühlen wurde erstmalig 1224 (Zwentinemunde) erwähnt, ab 1470 bürgerte sich dann die Bezeichnung Neue Mühle oder Neumühlen ein. Die neue Mühle am südlichen Schwentineufer war eine Wassermühle und die Stadt Kiel und die umliegenden Dörfer waren hier mahlpflichtig. 1540 ging die Kornwassermühle in landesherrlichen Besitz über. Am nördlichen Schwentineufer befand sich seit 1772 eine Ölmühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebrüder Johannes und Ferdinand Lange errichteten nach 1863 am nördlichen und südlichen Ufer der Schwentine in Neumühlen eine Industriemühle. Zunächst wurden die alten Mühlengebäude 1864 abgerissen. Diese wurden dann durch einen modernen Backsteinbau, der auf einem Sockel mit Segmentbogengewölben ruhte, durch die Teile des Wassers der Schwentine geleitet wurden, die damit im Erdgeschoss eingebauten Wasserturbinen antrieben, ersetzt. Mit dieser Industriemühle, die zu den größten und modernsten im Reich gehörte, begann nun auch in Neumühlen die Industrialisierung. Lebten in Neumühlen im Jahre 1863 lediglich 400 Einwohner, so stieg diese Zahl durch die einsetzende Industrieansiedlung bereits 1871 auf rund 589.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Langesche Mühle brannte bereits 1874 ab. Die Ruine wurde in erweitertem Umfang und veränderter Form (achtgeschossige Neubau, rotes Backsteinmauerwerk) wieder aufgebaut und nahm 1881 als Baltische Mühle den Betrieb wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für den Mühlenbetrieb dringend benötigten Arbeitskräfte versuchten die Gebrüder Lange mit eigenen Werkswohnungen an das Unternehmen zu binden. In Dietrichsdorf erwarben die Gebrüder Lange die Hollenwegskoppel vom Zimmermeister Stoltenberg. Auf dieser Koppel legte man zunächst eine Stichstraße (Mühlenstraße, heute Steinkamp) neu an. Links und rechts der Straße wurden anfangs sieben Doppelhäuser für je zwei Familien errichtet. Jede Wohnung verfügte über einen Schuppen mit Schweinestall und ein Stück Gartenland für die Selbstversorgung. Weitere Häuser (13 Stück, für je vier Familien) kamen zeitnah hinzu. Die erste Arbeitersiedlung (Arbeiterkolonie) auf dem Ostufer entstand in Dietrichsdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dietrichsdorf&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Das Nachbardorf Dietrichsdorf lag abseits der Verkehrswege oberhalb der Ortschaft Neumühlen auf einem Plateau um den heutigen Ivensring und dem Langen Rehm herum. Die Siedlung wurde 1420 als Diderichstorppe = Dorf des Dietrich erstmals genannt. Die Verbindung zwischen Neumühlen und Dietrichsdorf erfolgte über den Heikendorfer Weg oder den noch steileren Hohlen Weg und war mühevoll. In Dietrichsdorf lebten um 1871 rund 337 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dietrichsdorf prägten die Bauern der Familie Ivens das bäuerliche Leben. Ab 1870 war es aber dann mit der bäuerlichen Beschaulichkeit auch in Dietrichsdorf vorbei. Der Staat erwarb nach Gründung der Kaiserlichen Werft in Ellerbek ein direkt an der Förde gelegenes rund 32 Hektar großes Grundstück zwischen dem Salzredder und der Gemeindegrenze nach Mönkeberg. Auf diesem Grundstück entstand, das Marine Artillerie Depot, das durch eine Backsteinmauer vom restlichen Gemeindegebiet eingefasst war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Strukturwandel in der Gemeinde erfolgte am 1. Oktober 1876, Georg Howaldt übernahm am Nordufer der Schwentine die kleine Werft des Schiffbaumeisters Rudolf Reuters, um in Dietrichsdorf seinen in Ellerbek begonnenen Eisenschiffbau fortzusetzen. Auf dem rund 440qm großen Grundstück standen für den Schiffbau lediglich eine Helling und eine Halle zur Verfügung. Anfangs waren lediglich 75 Mitarbeiter auf der Werft beschäftigt. Bereits im August 1883 lief mit der Bau Nummer 100 der Frachtdampfer Emma für die Reederei Sartori &amp;amp; Berger vom Stapel. Mittlerweile beschäftigte die Werft an der Schwentine rund 1200 Mitarbeiter und das Werftgelände umfasste rund 6.600qm. Zwischen 1880 und 1884 wurde die in Kiel ansässige Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt auf das erweiterte Werftgelände verlegt. Dazu wurde u. a. der Eekberg, ein Hügel am Schwentineufer, abgetragen. Eine ab 1884 einsetzende Flaute im Schiffbau ließ dann bis 1886 die Zahl der Mitarbeiter auf 200 schrumpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Howaldt versuchte seine Mitarbeiter an die Werft zu binden. Auf dem Grundstücken vor seiner Werft ließ er zunächst nach 1884 eine Arbeiterkolonie mit ungefähr 20 Häuser nach Plänen des Architekten Heinrich Moldenschardt mit zwei bis vier Wohnungen, Stallgebäuden und Gartenland errichten.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;***&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;***&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof, 1992, Kiel im Industriezeitalter, S.17&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1894 umfasste die von Howaldt angelegte Arbeiterkolonie bereits 120 Wohneinheiten. Bedingt durch die ständige Erweiterung der Arbeitersiedlung siedelten sich auch Geschäfte und Handwerksbetriebe vor dem Werftgelände an. Der Heikendorfer Weg entwickelte sich zu einer „Einkaufsstraße“. In kurzer Zeit entwickelte sich ein neuer Ortsteil „Neu Dietrichsdorf“. Bis 1895 wuchs die Einwohnerzahl in Dietrichsdorf auf 2.929 an. In Neumühlen stieg die Einwohnerzahl lediglich auf 868. Die bisher dominante landwirtschaftlich ausgerichtete Bevölkerungsstruktur wurde von der dem Schiffbau zugewandten Arbeiterschaft abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein sich 1896/1897 bereits abzeichnende längere Aufschwung im Schiffbau führte erneut zu einer erhöhten Nachfrage nach Arbeitskräften und entsprechenden Wohnraum. Der Grundbesitz in „Neu Dietrichsdorf“ war bereits bebaut oder verplant. Weiterhin wollten im alten Dorfkern am Ivensring die ansässigen Bewohner keine Proletten dulden. Die Gebrüder Howaldt erwarben für 30.000 Mark eine 72ha großes Baugebiet, den Elbenkamp für eine weitere Arbeitersiedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Anmerkungen:&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Arbeiter-Bau-Verein für Dietrichsdorf und Umgebung&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Gebrüder Howaldt luden zum 2. Juli 1898 in den Dietrichsdorfer Hof zur Gründungsversammlung eines Arbeiter-Bau-Vereins ein. An der Versammlung nahmen vorwiegend Beschäftigte der Werft und des Artilleriedepots teil. 80 Teilnehmer traten während der Gründungsversammlung dem neuen Arbeiter-Bau-Verein für Dietrichsdorf und Umgebung sofort bei. Mit einer günstigen Miete konnten die Genossenschaftsmitglieder nach 10 Jahren eine Eigentumsübertragung erreichen. Bereits 1899 wurden die ersten großen Doppelhäuser unter den Bewerbern verlost. Es entstand eine neue Siedlung und die Straßen wurden nach Vornamen der Gebrüder Howaldt Georg-, Herrmann- und Bernhardstraße benannt. Eine weitere Straße, die Helenenstraße wurde nach der Frau von Georg Howaldt benannt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Finanzierungsmodell hatte eine rege Bautätigkeit zur Folge und die Grundstücke an der Herrmannstraße waren im Jahre 1900 alle bebaut. Ab 1901/1902 erfolgte die Bebauung der Georgstraße. Nach 1902 lebten bereits rund 100 Familien in der neuen Siedlung. Zwischen 1902/1903 bebaute man dann auch die Bernhardstraße.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgrund von Bauauflagen (einstöckige Gebäude, feuerfeste Bedachung) konnten im Elbenkamp nur beschränkt Dienstwohnungen für die Mitarbeiter des Marine Artillerie Depots errichtet werden. Im Jahre 1903 gewährte der Staat einen Kredit für den weiteren Ausbau am Elbenkamp. Zunächst wurden 6 Wohnungen mit Garten für Depotmitarbeiter errichtet. Der Wasser – und Stromanschluss der neuen Wohnungen erfolgte aber erst 1905 (Wasser) und 1909 (Strom).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Entwicklung der Gemeinde Dietrichsdorf nach 1898&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durch die positive Entwicklung der Howaldtswerke und dem Artillerie-Depot entwickelte sich Dietrichsdorf zu einem aufstrebenden, industriel geprägten Vorort. Der bisherige ehrenamtliche Gemeindevorsteher Johann Gabriel Ivens legte am 31. März 1899 sein Amt nieder. Wegen der eingangs erwähnten Entwicklung beschloss die Gemeindevertretung, dass die Stelle des Gemeindevorstehers zukünftig hauptberuflich ausgeübt werden sollte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zum 1. April 1899 übernahm der erste besoldete Gemeindevorsteher in Dietrichsdorf die Dienstgeschäfte. Aber bereits zum 1. April 1901 legte Dr. Moritz seine Amtsgeschäfte nieder. Die Nachfolge trat der Gemeindevorsteher Schoepe am 2. Oktober 1901 an. Mit dem Wechsel vom ehrenamtlichen (bis 1899) zum besoldeten Gemeindevorsteher (ab 1899) veränderte sich auch der bis dahin noch existente bäuerliche und dörfliche Charakter von Dietrichsdorf. In Neu-Dietrichsdorf wurde die Bautätigkeit fortgesetzt. Durch den Bau von neuen Häusern (3 Stockwerke/6 Wohnungen) konnten rund 50 Familien angesiedelt werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Weiterhin muss erwähnt werden, dass die Gemeinden Neumühlen und Dietrichsdorf seit Ende der 1890er Jahre mit Gas von der Gaardener Gasanstalt versorgt wurden. Einen weiteren Schritt in die Zukunft wagte die Gemeinde Dietrichsdorf im Jahre 1903 mit dem Ausbau eines eigenen Wassernetzes. Als dann das von Bernhard Howaldt an der Schwentine erbaute Wasserkraftwerk seinen Betrieb aufnahm, wurde auch Dietrichsdorf ab 1908/1909 von dort mit Strom versorgt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Anschluss von Neu-Dietrichsdorf an das obere Dietrichsdorf&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dringendes Problem war für die Gemeinde Dietrichsdorf die Anbindung der Arbeitersiedlung Neu Dietrichsdorf an den alten Ortskern von Dietrichsdorf. Der bisherige genutzte Zugang zum Ivensring über den Bocksberg war zu schmal war. Die Gemeinde ließ bis 1903 eine neue Verbindungsstraße zwischen Ortskern und Arbeitersiedlung, die Bergstraße, heute Eekberg anlegen. Die Bergstraße verlief vom Heikendorfer Weg bis an die noch 1903 in Planung befindliche heutige Tiefe Allee. Die Bergstraße war sehr steil und in der Gemeinde umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Planung befindliche Tiefe Allee verlief vom Hohlen Weg in Neumühlen an bis an die Einmündung in den Boksberg in Dietrichsdorf. Ab 1904 begann man dann die Tiefe Allee, zwischen Schönberger Straße und Boksberg auszubauen. Mit dem Bodenaushub dieses Bauvorhabens konnte man dann auch die Helenenstraße erschließen und die Grundstücke auch dort bebauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Umgestaltung des alten Ortszentrums&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zwischenzeitlich (vor 1903) erwarb die Gemeinde Dietrichsdorf die bisher landwirtschaftlich genutzte Quittenkoppel. Die Gemeinde ließ von der Dorfstraße (heute Ivensring) aus nach Süden eine neue Straße in Richtung des heutigen Probsteier Platzes, die Quittenstraße anlegen. Sie verlief zunächst vom Ivensring aus bis an das seit 1903 geplante und 1908 eingeweihte neue Feuerwehrhaus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ab 1906 plante die Gemeinde eine Bebauung der Quittenkoppel. Das neue Baugebiet wurde durch den Ivensring, der Tiefen Allee und dem Hohlen Weg begrenzt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zentral in dem neuen Baugebiet wurde ein Marktplatz (heute Probsteier Platz) geplant. Um diesen Platz herum wollte man ein neues Ortszentrum gruppieren. Als erstes realisierte die Gemeinde den neuen Marktplatzes. Im Jahre 1907 konnte der um die 3.000 qm große Patz an die Gemeinde übergeben werden. Gleichzeitig ließ die Gemeinde auch die Quittenstraße bis zum Probsteier Platz verlängern. Die weiteren ausgewiesenen Grundstücke wurden Landesweit angeboten. Zur Überraschung der Gemeinde war das Interesse Grundstücke in Dietrichsdorf zu erwerben sehr gering.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der auf dem Quittenberg, angelegte Platz, als neuer Marktplatz und neues Ortszentrum geplant, konnte diese Anforderungen nicht erfüllen. Nach und nach änderte die Gemeinde die Planungen wieder. Die geplante Kirche am Platz wurde aus finanziellen Gründen nicht gebaut. Auch das geplante neue Dietrichsdorfer Rathaus wurde nicht realisiert. Die Gemeinde erwarb im Juni 1908 ein zweistöckiges Gebäude am Ivensring 15 und nutzte dieses Haus für die Gemeindeverwaltung, in der ersten Etage befand sich der Sitzungssaal der Gemeindevertretung und das Amtszimmer des Amtsvorstehers, der gleichzeitig im Dachgeschoß seine Dienstwohnung nutzte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1907 wurde mit dem Bau des neuen Spritzenhauses für die Dietrichsdorfer Feuerwehr an der Quittenstraße begonnen. Nach erfolgter Abnahme wurde das neue Feuerwehrhaus im August 1908 an die Gemeinde übergeben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Im August 1910 beschloss die Gemeinvertretung den Bau einer öffentlichen Volksbadeanstalt und Turnhalle. Das neue Gebäude wurde nach Plänen des Architekten Johannes Garleff erbaut. Das Gebäude umfasste zwei Stockwerke und wurde entgegen den Planungen abseits vom neuen Markplatz auf der östlichen Seite der verlängerten Quittenstraße mit Freifläche (Turnplatz) und Kastanienallee erbaut.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1913-15 wurde dann nach Plänen des Architekten Ernst Prinz die Mädchenschule an der Tiefen Allee erbaut. Die Adolf-Reichwein-Schule war zur Tiefen Allee hin on einer Schulhofmauer eingefasst. Vom Reichweinweg hinter der Schule führte eine Treppe zur Tiefen Allee. Von der Tiefen Allee gelangte man an der Nordseite der Schule über eine Freitreppe und dem Haupteingang in das Schulgebäude.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Diese beiden öffentlichen Gebäude waren die letzten Neubauten im Wohnquartier vor dem Ersten Weltkrieg. Außer der Fertigstellung von privaten Mietshäusern an der Quittenstraße (Nr. 3 bis 11) wurde die weitere Bebauung des Quartiers, auch wegen des Kriegsbeginns 1914 erst einmal beendet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den weiteren Werftausbau erwarb Howaldt noch vor 1900 das gesamte Gelände zwischen Schwentine und Artilleriedepot. Für die Angestellten gründete Howaldt einen eigenen Konsumverein, um den Einfluss der im Ort vorhandenen drei Läden der Konsumgenossenschaft der Arbeiterbewegung zu minimieren. Zugleich errichtete Howaldt auf der Werft 1902 ein Speise- und Logierhaus. Hier konnten 500 Gäste zeitgleich ihre Mahlzeit einnehmen und im Obergeschoss beherbergte man 175 ledige Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neumühlen-Dietrichsdorf** ===&lt;br /&gt;
Bereits seit 1893 versuchte die preußische Staatsregierung, vertreten durch den Landrat in Bordesholm, erfolglos die Gemeinden Neumühlen, Dietrichsdorf und Wellingdorf miteinander zu verschmelzen. Dieser erste Versuch wurde aber durch Neumühlen abgelehnt. Im Jahre 1902 starteten dann Vertreter aus Dietrichsdorf und Neumühlen einen erneuten Versuch zumindest eine Verschmelzung beider Gemeinden herbeizuführen. In diesem Zusammenhang wies erstmalig der Dietrichsdorfer Gemeindevorsteher auf die Möglichkeit einer Zwangsvereinigung der beiden Gemeinden hin. Obwohl eigentlich beide Gemeinden eine gütliche Einigung anstrebten, zwischenzeitlich wurde eine Vereinigung der Gemeinden Dietrichsdorf und Neumühlen sogar vom Regierungspräsidenten befürwortet, konnte man sich bis April 1905 nicht über die Modalitäten einigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Gemeinde Dietrichsdorf umfasste 1905 eine Fläche von 283ha und rund 5.000 Einwohner lebten in der Gemeinde. Die Gemeinde Neumühlen umfasste lediglich eine Fläche von 49ha und nur ca. 900 Einwohner lebten in Neumühlen..&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da keine Einigung abzusehen war, stellte am 24. April 1905 die Gemeinde Dietrichsdorf beim Kreisausschuss in Bordesholm den Antrag eine zwangsweise Eingemeindung der Gemeinde Neumühlen in die Gemeinde Dietrichsdorf zu veranlassen. Im Mai 1905 widersprach die Vertretung der Gemeinde Neumühlen diesem Antrag. Der Kreisausschuss zwang beide Gemeinden wieder an den Verhandlungstisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich einigte man sich auf einen Vereinigungsvertag, der am 11. Februar 1907 von der Gemeindevertretung Dietrichsdorf und am 13. Februar 1907 von der Gemeindevertretung Neumühlen akzeptiert wurde. Im Mai 1907 erfolgte die Vereinigung beider Gemeinden zur Gemeinde Neumühlen-Dietrichsdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;Petersen, Sönke Seite 28-36, Die Handwerker- und Bauerndörfer Neumühlen und Dietrichsdorf auf dem Weg in die neue Zeit in Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte: Sonderveröffentlichung, 38, Tradition und Aufbruch im Schwentinetal / herausgegeben von Gert Kaster; Husum 2001&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;Sönke Petersen, Arbeiterbewegung, Kommune und Howaldtswerke, Ein Geschichtsbild von Neumühlen -Dietrichsdorf 1864 bis 1924, Berlin: Pro BUSINESS 2016, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3-86460-427-0&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Werftgründer Georg Howaldt am 10. Mai 1909 starb, stand die Werft aus wirtschaftlicher Sicht auf einem nicht mehr sicherem Fundament. Sein Sohn Georg jun. musste eine Kapitalaufstockung Anfang 1909 vornehmen. Der Schiffbau steckte aber in einer tiefen Krise. Nur durch zusätzliche Rüstungsaufträge konnte die Werft überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin verkaufte man Grundbesitz außerhalb des Werftgeländes. Am nördlichen Schwentineufer, auf dem Areal des Schwentine-Parkhotels zwischen Baltischer Mühle und der Werftstraße (heute Grenzstraße) siedelten sich die Firmen Anschütz &amp;amp; Co an und das Richtung Westen folgende Gelände wurde von der Hafenbaufirma Steffen Sohst übernommen. 1910 schied Georg Howaldt jun. aus dem Vorstand des Werftbetriebes aus. Damit ging die Ära der Schiffbauerfamilie Howaldt in Dietrichsdorf zu Ende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zwischen dem nördlichen Ufer der Schwentinemündung und der Stadtgrenze nach Mönkeberg (Kreis Plön) liegende Neumühlen-Dietrichsdorf wurde erst zum 1. Mai 1924 ein Stadtteil der Landeshauptstadt Kiel. Zum Stadtteil gehört außerdem noch die Siedlung Oppendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wellingdorf&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Die kleine Gemeinde Wellingdorf, zwischen Ellerbek und Neumühlen gelegen, konnte sehr lange seinen dörflichen Charakter bewahren. Im Gegensatz zu Gaarden, Ellerbek und Dietrichsdorf siedelten sich hier keine großen Industrie- und Schiffbaubetriebe an. Die erste Gewerbeansiedlung war die Verlegung der Kalkbrennerei von A. C. Hansen von Ellerbek nach Wellingdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkungen:**&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Kapitän August Christian Hansen (geb. 9.11.1824 in Hamburg, gest. 18.10.1901 in Wellingdorf) wurde 1855 Kieler Bürger. Am 14. Februar 1862 heiratete er Friederike Möller, Tochter des Ziegelmeisters Hans Christian Möller. Mit Hilfe seines Schwagers Carl Friedrich Möller übernahm er im Oktober 1865 in Ellerbek die Kalkbrennerei von Bendixen. Da in Ellerbek die Kaiserliche Werft errichtet wurde, musste auch Hansen sein Grundstück mit der Kalkbrennerei an den preußischen Fiskus abtreten. A.C. Hansen kaufte daraufhin in Wellingdorf direkt an der Schwentine die Koppel Stangenhoff.  mit breiter Wasserfront. Die Koppel wurde erschlossen und Hansen ließ von seinem Schwager Ludwig Arp einen neuen, 4 Kammer Kalkofen und ein Wohnhaus erbauen. Hansen nahm 1870 den Geschäftsbetrieb wieder auf. Zusätzlich umfasste die Firma jetzt auch noch einen Baustoff- und einen Kohlehandel. Zunächst lieferten Segelschiffe englische Kohle direkt an der Schwentine ab. Die Segelschiffe wurden durch Dampfschiffe ersetzt und der Kohleumschlag von den Firmen Paulsen und Ivers, Diederichsen und Sartori &amp;amp; Berger am Bahnhofskai übernommen. Mit einem Prahm schaffte man dann die benötigten Kohlen nach Wellingdorf.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 15. Februar 1872 richtete A. C. Hansen mit dem Dampfer Neumühlen eine regelmäßige,  halbstündliche Fährverbindung von der Schwentine nach Kiel ein. Mit dem weiteren Ausbau der Howaldtswerke nahm die Förde Schifffahrt zwischen Neumühlen und Kiel erheblich zu (1887 arbeiteten auf der Werft 634 und 1889 aber bereits 1.263 Mitarbeiter). In weiser Voraussicht kaufte A. C. Hansen am Ufer der Schwentine in Dietrichsdorf ein kleines Grundstück und baute hier den Fähranleger Dietrichsdorf auf. An der Mündung auf der südlichen Seite der Schwentine wurde an der Grenze zu Ellerbek ein weiterer Fähranleger erbaut.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;MGKStG Band 80-3, 2000, Anna Krohn, Ein Lebensbild der Familie A.C. Hansen Kiel-Wellingdorf Seite 110/111&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1893 siedelte sich an der Schwentine die kleine Werft von Stocks und Kolbe an, die seit 1893 sich im Holz- aber Spezialschiffbau betätigte. Das Unternehmen beschäftigte zeitweilig rund 250 bis 300 Mitarbeiter. Durch zusätzliche Aufträge der Kaiserlichen Marine war die Werft so ausgelastet, dass 1907 in Sonderburg ein Zweigwerk errichtet wurde. Im Juni 193o, nach 37- jährigem Bestehen, schloss die Werft ihre Pforten. Christian Kolbe verstarb noch im gleichen Jahr, sein Grabstein befindet sich auf dem Ostfriedhof.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;MGKStG Band 75, 1989,  Hg. Jürgen Jensen, Werner Busch, Günther Breit, Christa Geckeler, Hans Schöner, Ilse Stutzer, Maren Zenk, Das Gymnasium Wellingdorf&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Aufhebung des Mühlenzwanges entstanden um 1869 viele neue Windmühlen. Eine davon war die Mühle in der Schönberger Straße, die von Wilhelm Heuck 1888 erworben wurde. Die Mühle wurde von Heuck zu einem modernen Betrieb umgebaut. Im Jahre 1890 überließ Heuck einen seiner Räume der bereits 1889 gegründeten Vereinsbäckerei, die diesen Raum als Backstube nutzte. Die Vereinsbäckerei nahm damit in Wellingdorf ihre Tätigkeit auf und setzte sich später in Gaarden als Großbetrieb durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere gewerbliche Ansiedlung in Wellingdorf war 1901 dann noch die Hanf- und Drahtseilfabrik der Firma Andersen, mit einer fast 500 Meter langen Bahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Umsiedlung der Ellerbeker Fischer nach Wellingdorf begann ein neuer Abschnitt für Wellingdorf. Für die Erschließung des Baugebietes für die neue Fischersiedlung wurden umfangreiche Erdarbeiten notwendig. Das Gelände auf dem Rosenberg wurde planiert und die Wellingdorfer Höhen verschwanden. Der Ausbau des Fischereihafens ab 1902 erfolgte entsprechend der von den Fischern geäußerten Wünsche. Es wurden drei parallele Straßen angelegt (Wischhofstraße, Brückenstraße und Sohststraße) von denen weitere Straßen abzweigten. 1903 begann man dann mit dem Bau der ersten Häuser und bereits im Januar 1904 bezogen dann die ersten Ellerbeker Fischer die ersten neuen Häuser in Wellingdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen in Wellingdorf kündigten sich auch in der Schönberger Straße an, hier wurden zunächst sechs Neubauten mit Vorgärten im Villenstil errichtet. Der Ellerbeker Bauverein dehnte sich ebenfalls über die Ortsgrenze Ellerbeks in Richtung Wellingdorf aus und erschloss weitere freie Flächen um hier Wohnraum für die Arbeiten und Angestellten der Kaiserlichen Werft. Zunächst legte man die Straßen Timkestraße, Kieler Kuhle und Kuchelstraße an. Wellingdorf begann sich nun, obwohl die Bebauung noch lückenhaft war, auch lebhaft zu verändern. Aber schon Ende 1904 lief der erste Bauboom in Wellingdorf langsam aus. Von den meist reetgedeckten Bauernhäuser blieben in Wellingdorf nur wenige erhalten, 1905 gab es nur noch vier große Bauernhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber bereits ab 1910/1911 setzte wieder eine rege Bautätigkeit ein. An der Wischhofstraße errichtete man mehrere Einfamilienhäuser mit Vorgärten für Beamte. Ebenfalls 1910 gründete man den Landhaus-Bauverein-Wellingdorf. Das Vereinsziel war es den Mitgliedern zu einem Eigenheim zu verhelfen. Zunächst legte man bis 1912 den Wehdenweg und seine Nebenstraßen (u.a. Rosenfelder Straße, Dobersdorfer Straße) an. Im Vertrag zur Eingemeindung der Gemeinde Wellingdorf wurde auch die Errichtung einer Schule auf dem Grundstück des ehemaligen Bauernhofes Langmaack vereinbart. Die Ausbaupläne wurden von der Gemeinde entsprechend unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die anhaltende Erweiterung der Gemeinde Wellingdorf hatte aber auch Einfluss auf die Bevölkerungszahlen. Lebten 1850 in der Gemeinde lediglich 366 Einwohner, hatten sich 1907 bereits ca. 4.000 Einwohner in Wellingdorf angesiedelt. Zum Zeitpunkt der 1910 erfolgten Eingemeindung registrierte man ca. 4.500 Einwohner im neuen Stadtteil. Im Gegensatz zu den Nachbarn Gaarden und Ellerbek wies der Stadtteil Wellingdorf keine große Siedlungsdichte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Verbindung von Wellingdorf nach der Stadt Kiel hatte man drei verschiedene Alternativen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am 15. Februar 1872 gründete A. C. Hansen die blauen Dampfer Linie, die zwischen Neumühlen und Seegarten über Tag die Förde überquerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am 3. Mai 1901 verband die Straßenbahn (elektrisch) erstmalig Wellingdorf mit Gaarden. Die Fahrt endete am Fähranleger Wilhelminenhöhe.&lt;br /&gt;
* Seit 1897 war in Wellingdorf ein Haltepunkt für die zwischen Kiel und Schönberg verkehrende Kleinbahn eingerichtet. Hier lieferten die Probsteier Bauern ihre Milch an die Wellingdorfer Meierei ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Breit, Günther, Christa Geckeler,&#039;&#039; &#039;&#039;Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S. 30-66&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 62-64, S. 450 – 455&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Ellerbek&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Dorf Ellerbek musste im ersten Bauabschnitt für den Ausbau der Kaiserlichen Werft dreimal Land an den Fiskus abtreten. Das erste 1868 vom Marinefiskus in Ellerbek erworbene Gelände umfasste eine Baufläche von ca. 17 Hektar. Mit dem weiteren Baufortschritt wurde noch weiteres Bauland erworben, 1869 (16 Hektar) und 1874 (37 Hektar). Durch eine erfolgte Ausdeichung der Ellerbeker Bucht um 6 Meter in die Förde hinein und weiterem Grunderwerb auf Gaardener Gebiet (neue Dockkapazitäten / Verlegung Germaniawerft) wurde das Werftgebiet bedeutend erweitert, so dass dem Marinefiskus für den Werftaufbau mehr als 70 Hektar (Kaufpreis rund 2 Mill. Mark) Bauland zur Verfügung standen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die ersten betroffenen Bewohner Ellerbeks die 1868/1869 ihre Wohnungen verlassen mussten waren die Anwohner von Dorfstraße und Strandweg. Die 44 frei gewordenen Häuser mit Nebengebäuden wurden abgerissen. Betroffen war auch die alte Fährschänke. Für die Umsiedlung der Familien wurde ab 1868 ein Gelände zwischen Schönberger Straße und dem Fischerort (Ellerbeker Strand) eingeebnet und erschlossen. Die neuen, 1868 bis 1874 erbauten Häuser am Ellerbeker Strand unterschieden sich deutlich von den alten mit Reet eingedeckten Fischerhäusern. Die Mehrzahl der Bewohner bezogen Häuser auf dem neuen neu erschlossenen Gelände am Ellerbeker Strand.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Kaiserliche Werft nahm 1878 ihren Betrieb auf. Dadurch wurden für Ellerbek sowohl wirtschaftliche Veränderungen aber auch eine Veränderung in der Bevölkerungsdichte und der Bevölkerungsstruktur eingeleitet. Seit 1873 gab es in Ellerbek eine Poststation, ab 1876 sogar eine Telegrafenstation.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Stationierung der Kaiserlichen Flotte in Kiel hatte zur Folge, dass die Ellerbeker Fischer mehr Fanggründe außerhalb der Kieler Förde aufsuchen mussten. Trotz dieser Mehrbelastung blühte die Fischerei und die Fischindustrie, hier besonders die Räuchereien in den 1870er Jahren in Ellerbek auf. Noch 1880 waren unter den 161 stimmberechtigten Bürgern in Ellerbek 7o Fischer und 25 Räuchereibesitzer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bereits 1903 wurde eine weitere Erweiterung der Kaiserlichen Werft notwendig. Die neuen Planungen sahen u.a. eine weitere Ausdehnung der Kaiserlichen Werft nach Wellingdorf, bis zur Werft Stocks &amp;amp; Kolbe vor. Für diese vierte Werfterweiterung mussten rund 800 Personen aus 150 Familien ihren Wohnort aufgeben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Als neues Siedlungsgebiet wurde der bis an die Schwentine reichende Kriechhofsche Garten (auch Rosenberg genannt) in Wellingdorf ausgewählt. Der Stichtag dieser Umsiedlung war der 5. März 1904. Die Häuser der neuen Fischersiedlung, u. a. geplant von dem Architekten Johann Theede boten den Familien ausreichend Platz und einem der Zeit entsprechenden modernen Wohnkomfort. Parallel zu den neuen Wohnungen wurde in Wellingdorf auch ein geschützter Fischereihafen für die Umsiedler errichtet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ellerbek hatte um 1860 ca. 500 Einwohner. Bis zum Ende der zweiten Umsiedlung 1904 wuchs die Ellerbeker Bevölkerung auf ca. 7500 Einwohner an. Der sich abzeichnende wirtschaftliche Aufschwung brachte aber für die Ellerbeker Dorfverwaltung große finanzielle Schwierigkeiten mit sich. Ellerbek hatte durch die schnelle Veränderung der Bevölkerung sehr hohe Gemeindelasten zu tragen. Das Steueraufkommen der zugezogenen Bevölkerung war bei weitem nicht kostendeckend. Die Kaiserliche Werft, Eigentum des Staates, war gesetzlich nicht verpflichtet Beiträge zu den Gemeindelasten zu leisten. So war und blieb Ellerbek bis zur erfolgten Eingemeindung auf Unterstützung von Seiten des Fiskus besonders im Schul- und Armenwesen angewiesen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Mehrheit der Ellerbek Bevölkerung war auf der Kaiserlichen Werft beschäftigt, wodurch sich das Fischer- und Bauerndorf Ellerbek eine Arbeitersiedlung wandelte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Auswirkungen der Werftansiedlung&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Verbindungsweg zwischen Ellerbek und Gaarden (Hemminghestorp) war lediglich ein unbefestigter Ufer- und Strandweg, der bei Hochwasser auch überspült wurde. Bis 1868 verlief dieser Strandweg von der alten Dörpstrat in Ellerbek in Richtung Sandkrug (Wilhelminenhöhe) in Gaarden. Strandweg. Am Strandweg in Richtung Wilhelminenhöhe befanden sich zwischen Strand und Straße Fischerhäuser. Die Siedlung Op’n Röbarg und der alte Strandweg fielen dem Werftausbau zum Opfer. Das gesamte neue Werftgelände zwischen Ellerbek und Gaarden wurde mit einer roten Werftmauer eingefasst. Als Ersatz für den alten Strandweg wurde eine neue sechs Meter breite Straße mit zwei, drei Meter breiten Bürgersteigen geplant. Die neue Ringstraße führte von Ellerbek entlang der neuen Werftmauer nach Gaarden bis kurz vor der Wilhelminenhöhe und wurde hier wieder mit der alten Verbindungsstraße (Strandweg) zusammengeführt Von hier wurde sie als Schönberger Straße bis zur Lübecker Chaussee weitergeführt. In Ellerbek verlängerte man die neue Verbindungsstraße in Richtung Wellingdorf ab dem Klausdorfer Weg bis an die Schönberger Straße und stellte so eine Verbindung mit der alten Probsteier Landstraße her. Ab 1910 wurden dann die Schönberger Straße und die neue Ringstraße gemeinsam in Werftstraße umbenannt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Auf Höhe des Bau- und Ausrüstungs-Bassin der Kaiserlichen Werft an der Ringstraße (Werftstraße), gab es bereits die kleine Siedlung Dockshöhe. Die drei von der Ringstraße ausgehenden Straßen der Siedlung wurden 1878 in das Straßennetz des Ellerbeker Bauvereins integriert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Ellerbeker Bauverein&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die weitere Aufrüstung der Kaiserlichen Marine und die damit verbundene Werfterweiterung führte zu einem steigenden Bedarf an Arbeitskräften auf der Kaiserlichen Werft. Die neuen Arbeitskräfte, meist Angestellte oder gelernte Arbeiter, die mit ihren Familien zuwanderten benötigten entsprechenden Wohnraum. Die steigende Nachfrage nach bezahlbaren Wohnraum war, trotz des sprunghaften Bevölkerungswachstums, im Vergleich zu anderen Großstädten beherrschbar, da die Stadt Kiel ausreichend Bauland für den Wohnungsbau zur Verfügung stellte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durch flankierende Maßnahmen wurden auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau für Baugenossenschaften verbessert. Man führte ab dem 1. Mai 1889 eine beschränkte Haftung für Genossenschaften ein. Auch war es ab 22. Juni 1889 den Versicherungsanstalten erlaubt, bis zu einem Viertel ihrer verfügbaren Gelder den gemeinnützigen Bauvereinen in Form von zinsgünstigen Darlehen zur Verfügung zu stellen. Der Staat erkannte seine Verantwortung für die Versorgung mit Wohnraum an und unterstützte den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell. Durch diese gesetzlich vereinbarten Maßnahmen wurden verstärkt Baugenossenschaften gegründet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Aktivitäten des Kieler Handelskammersekretär Peter Hansen führte schon 1889 zur Gründung des „Arbeiter-Bauverein für Ellerbek und Umgebung&amp;quot;. Die Geschäftsanteile des Bauvereins (je 150 RM, max. 10 Anteile) konnten lediglich von Belegschaftsmitglieder der Kaiserlichen Werft erworben werden. Die Geschäftsanteile wurden über einen monatlichen Mindestbeitrag von 1 RM angespart und das Guthaben entsprechend verzinst. Um sich den  Wunschtraumes nach eigenem Grund und Boden zu erfüllen, erwarben bereits 117 Mitglieder am Gründungstag Geschäftsanteile. Trotzdem war der Ellerbeker Bauverein auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen. Diese notwendigen Unterstützungen gewährten die LVA Schleswig-Holstein, das Reichsamt des Innern und das Reichsmarineamt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gleich nach seiner Gründung entwickelte der Arbeiter-Bauverein eine rege Bautätigkeit. Die ersten zwei Wohnhäuser wurden an der Preetzer Chaussee bereits 1890 fertiggestellt. Diesem Bauvorhaben folgten ab 1891 dann vier weitere Häuser an der Preetzer Chaussee und noch bevor die ersten beiden Häuser bezugsfertig waren, wurden bereits die Grundsteine für vier weitere Dreifamilienhäuser gelegt. Mit diesen Bauprojekt konnte sich der Ellerbeker Bauverein, trotz einiger Anlaufschwierigkeiten etablieren und weitere Bauvorhaben planen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dem Ellerbeker Bauverein gelang es, um von Bodenspekulationen verschont zu bleiben seinen bereits vorhandenen Grundbesitz um neue, günstige Grundstücke erheblich zu erweitern. Bis Ende 1909 verfügte der Bauverein über einen Grundbesitz von insgesamt 111,2 Hektar, wobei 68,7 Hektar sich auf Wellingdorfer Gebiet befanden, 36,3 Hektar befanden sich auf Ellerbeker Gebiet und lediglich 6,2 Hektar verblieben noch in Gaarden Ost. Mit diesem umfangreichen Grundbesitz konnte der Ellerbeker Bauverein seinen Mitgliedern (1902 = 2.004 Mitglieder) preiswertes Bauland anbieten, so dehnte sich die Ellerbeker Siedlung bis 1909 über die Regionalbahn Kiel ⟨⟩ Schönberg bis zum Alten Elmschenhagener Weg bzw. bis zum Alten Ellerbeker Weg aus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Erwerb dieser neuen Bauflächen, die mehrheitlich auf Ellerbeker und Wellingdorfer Gebiet lagen und auch noch weiterführenden Wohnungsbau ermöglichten, bewogen den Bauverein seinen Wirkungskreis von Gaarden Ost nach Ellerbek zu verlegen. Als 1901 der Ellerbeker Bauverein dem Revisionsverband Schleswig-Holsteinischer Baugenossenschaften beitrat, wurde die alte Bezeichnung des Bauvereins in „Arbeiterbauverein in Ellerbek“ umgeändert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Für die Gemeinde Ellerbek war die Zusammenarbeit mit dem Ellerbeker Bauverein sicherlich nicht immer einfach. Die Interessen des Bauvereins und die Interessen des Bauvereins mussten gemeinsam abgeglichen werden. Dieser Abgleich war sicherlich auch für die Gemeinde manchmal sehr belastend. Doch stets wurden von der Ortsverwaltung die Baupläne des Arbeiter Bauvereins positiv unterstützt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bis 1900 wurden durch den Ellerbeker Bauverein schon 376 Häuser erstellt. Bis 1905 stieg die Zahl der Neubauten dann auf insgesamt 688 Häuser und bis 1914 sogar stieg die nochmals Anzahl der erbauten Häuser auf 943 an. Das neue Siedlungsgebiet bot den Bewohnern im Vergleich zu den Arbeiterquartieren in Gaarden eine sehr hohe Lebensqualität. Die Ausstattung der neuen Häuser und die Infrastruktur der neuen Siedlung verbesserten grundlegend die Wohnsituation der Arbeiter in Ellerbek.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkungen:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alle Grundstücke der Siedlung waren an die Kanalisation angeschlossen. Ab 1899 wurde die Siedlung des Bauvereins auch an das Netz der Gaardener Gasanstalt angeschlossen. So konnte für die Bewohner die Straßenbeleuchtung und auch das Kochen mit Gas sichergestellt werden. Der Versuch des Bauvereins die neuen Gebäude an die Wasserversorgung der Stadt Kiel anzuschließen, scheiterte und daher übernahm dann ab 1904 das Wasserwerk der Gemeinde Dietrichsdorf die Wasserversorgung der Ellerbeker Siedlung. Weiterhin wurden ab 1912 alle Grundstücke mit Elektrizität versorgt. Als erste Einkaufsmöglichkeit wurde 1893 ein Geschäft für Kolonialwaren fertiggestellt. Bäckerei, Schlachterei und Räucherei folgten. Der Bauverein bezog im Jahr 1900 ein eigenes Geschäftshaus an der Ecke Ringstraße/Hollmannstraße. Der Neubau beherbergte zur Verwaltung der Vereinsangelegenheiten eine Geschäftsstelle mit einem Sitzungssaal und drei Personalwohnungen. Im Juli 1914 weihte der Werft Frauenverein an der Prinzenstraße einen Kindergarten (Dorotheen Kindergarten) ein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914, 25 Jahre nach seiner Gründung hatte der Ellerbeker Bauverein sich als ein wichtiger Faktor auf dem Wohnungsmarkt entwickelt. Die Möglichkeit für Arbeiter und Angestellte über günstige Mieten Eigentum erwerben zu können, machte die Erwerber sowohl unabhängig vom öffentlichen Wohnungsmarkt als auch unabhängig vom Werkswohnungsbau. Im Jubiläumsjahr lebten bereits 4.922 Einwohner in den vom Bauverein erbauten Siedlungshäusern. Weiterhin gingen sind von den 943 bis 1914 erbauten Häusern bereits 141 Häuser in das Eigentum der Erwerber (Genossenschaftsmitglieder) übergegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle*:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S 224ff&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gaarden&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Der heutige Stadtteil Gaarden bestand ursprünglich aus der zu dem Kloster Preetz (Kreis Plön) gehörenden Gemeinde Gaarden-Ost (1212 Hemminghestorp, klösterliches Gaarden) und der seit 1907 zum Kreis Bordesholm gehörenden Gemeinde Gaarden-Süd (1402 Wulvesbrook, fürstlich Gaarden). Die Grenze zwischen diesen beiden Gemeinden bildete die südlich der Preetzer Chaussee vom Langsee in die Hörn fließende Mühlenau. Eine weitere Trennung der beiden Gemeinden manifestierte sich durch den Bau des Eisenbahndammes der 1844 eröffneten Eisenbahnlinie von Kiel nach Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beiden Gemeinden lebten 1860 lediglich 400 Einwohner. Als Folge der Werftansiedlungen und Werfterweiterungen stieg die Einwohnerzahl aber 1910 bereits auf 30.427 Einwohner an. Dieser Zuwachs resultierte hauptsächlich aus dem steigenden Arbeitskräftebedarf auf den Werften. Der dringend benötigte zusätzliche Wohnraum für die neuen Werftarbeitern mit ihren Familien löste einen Bauboom in beiden Gemeinden aus. In den Gemeinden setzte sich rasant die städtische Bebauung durch. Schneller als Gaarden-Süd entwickelte sich Gaarden-Ost zu einem städtischen Wohnbezirk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Brunswik (1896) und der Wik (1893) wurde schon am 1. April 1901 die Gemeinde Gaarden-Ost (klösterliches Gaarden) in Kiel eingemeindet. Im Jahre 1910 folgte dann die Gemeinde Gaarden-Süd (fürstlich Gaarden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Breit, Günther, Christa Geckeler,&#039;&#039; &#039;&#039;Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S. 30-66&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Walter Ehlert, 2021, Das historische Gaarden, Bauernland wird Industriestandort, Husum, S. 28 - 33&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 62-64, S. 54 – 59&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gaarden-Ost (klösterliches Gaarden)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Mit der Regierungsübernahme von Kaiser Wilhelm II. sollte die Marine nicht nur für den Küstenschutz eingesetzt werden, sondern Deutschland zu einer Seemacht aufgerüstet werden. Somit setzte auch in Kiel ein massiver Schiffsneubau für die Marine ein. Die Norddeutsche Schiffbau AG nahm 1867 an der Förde in Gaarden ihren Betrieb auf. Aus der NSAG wurde dann 1879 die Schiffs- und Maschinenbau AG Germania, die ab 1902 als Fried. Krupp, Aktiengesellschaft Germaniawerft bis 1922 weiter tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folge der weiteren Entwicklung des Werftbetriebes in Ellerbek und Gaarden wurde das Gelände am östlichen Ufer der Förde planiert, der Wittenbarg mit der Gaststätte Wilhelminenhöhe wurde abgetragen und der südliche Teil der Hörn zugeschüttet. Die Werften auf dem Ostufer erhielten einen Bahnanschluss. Mit der Anlage der Norddeutschen Schiffbau AG (1867) und der Kaiserlichen Werft (1868) setzte für Gaarden-Ost ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. Wohnten 1865 nur 400 Einwohner in klösterlich Gaarden, so betrug die Zahl der Einwohner 1880 bereits mehr als 8.000. Ohne geordnete Bebauungspläne setzte eine rege Bautätigkeit ein. Dieser, durch den Bevölkerungszuwachs einsetzende Bauboom in der Gemeinde Gaarden-Ost (klösterlich Gaarden) verwandelte das alte Bauerndorf in nur einer Generation zu einem Industriewohnviertel. Neue Straßen wie z.b. die Norddeutsche Straße, Werftstraße (Sandkrug) und die Wilhelminenstraße (Hügelstraße). Die neuen Straßenzüge wiesen zum Teil sehr starke Steigungen auf. Viergeschossige Mietshäuser prägten bald das Bild des Ortes vor allem im Bereich Werftstraße - Karlstal – Kaiserstraße. Als zentralen Marktplatz in der Mitte des Wohnviertels legte man den Vinetaplatz an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Zahl der Einwohner sich weiter erhöhte, im Jahre 1910 lebten bereits mehr als 30.000 Menschen in Gaarden-Ost dehnten sich die Arbeiterquartiere östlich bis an den Germaniaring (heute Ostring) aus und in südlicher Richtung erreichte sie Grenze der Gemeinde Gaarden-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Straßenbild in Gaarden-Ost wurde, wie für die damalige Zeit typisch, von drei- bis fünfgeschossigen Mietshäuser in geschlossener Blockrandbebauung geprägt. In den Mietshäusern befanden sich teilweise Läden und auf den Hinterhöfen siedelten sich kleine Handwerksbetriebe an. Die zwei Zimmer Wohnungen waren aber meist lediglich 50qm groß und die Toilette befand sich auf dem Hof. Eine Ausnahme war aber die von der Firma Krupp 1902 am Germaniaring (Ostring) erbaute Arbeitersiedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung und Anordnung der von Krupp geplanten Mietshäuser der Kruppschen Siedlung (Ostring, Preetzer Straße sowie Blitzstraße) setzte für den damaligen Wohnungsbau in Gaarden-Ost neue Maßstäbe. In den Entwürfen wurde versucht die übliche Blockrandstruktur zurückzudrängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kruppschen Wohnungen boten Werftarbeitern einen Komfort, der für damalige Verhältnisse vorbildlich war. Die Wohnungen waren abgeschlossen und hatten Toiletten. In Waschküchen standen Badewannen für mehrere Mietparteien bereit, und trotzdem war der Mietpreis für den Arbeiter bezahlbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruppsche Siedlung&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
Die Friedrich Krupp AG, Essen erkannte sehr früh, dass eine starke Identifizierung der Belegschaft mit dem Unternehmen sich positiv auf die Produktivität auswirkte. Daher, um die zu damaliger Zeit hohe Fluktuation zu reduzieren, wurde bei der Friedrich Krupp AG die Schaffung von Arbeiterwohnungen ein Teil der Sozial- und Unternehmenspolitik. Man erhoffte sich mit der Bereitstellungen von Arbeiterwohnungen eine noch stärkere Bindung der Belegschaft an das Unternehmen zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon ab den 1860er Jahren hat die Firma Krupp im Ruhrgebiet bereits für die Mitarbeiter werkseigene Arbeiterwohnungen errichtet. 1896 wurde im Rahmen eines Überlassungsvertrages die in finanzielle Schieflage geratene Schiff- und Maschinenbau AG Germania von Krupp gepachtet und bis 1902 grundlegend modernisiert. Die endgültige Rettung erfolgte 1902 als die Friedrich Krupp AG, Essen für 6,325 Millionen Mark die Germaniawerft übernahm und als Fried. Krupp Germaniawerft in den Konzern integrierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war es nur noch eine Frage der Zeit bis auch in Kiel für die Beschäftigten der Friedrich Krupp Germaniawerft die Firma Krupp Wohnungen erbaute. Ab 1902 wurde der Germaniaring (heute Ostring) zwischen Preetzer Straße und der Blitzstraße m Brook ausgebaut. Auf der von den Straßen Germaniaring, Preetzer Chaussee und Blitzstraße eingeschlossenen Grundstücksfläche ließ die Friedrich Krupp Germaniawerft für ihre Beschäftigten eine Arbeiterkolonie (Kruppsche Siedlung) bis 1902 zu errichten. Das Baubüro in Essen (Leitung Robert Schmohl) entwarf die Pläne für zehn Gebäude mit insgesamt 215 Wohnungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie zur damaligen Zeit im Arbeiterviertel Gaarden Ost üblich bestimmten drei- bis fünfgeschossigen Mietshäuser in geschlossener Blockrandbebauung das Straßenbild. Die Gestaltung und Anordnung der von Krupp geplanten Mietshäuser der Kruppschen Siedlung stellten für den damaligen Wohnungsbau in Gaarden Ost etwas Besonderes dar. In den Entwürfen wurde versucht die übliche Blockrandstruktur zurückzudrängen. Die vier Blocks zwischen Blitzstraße, Germaniaring und Preetzer Chaussee sind so angeordnet das sie über drei Höfe miteinander verbunden sind. Der durchgehende Wohnblock am Germaniaring ist viermal geknickt wobei der mittlere Haupthof, von einem durchgehenden viermal geknickten Baukörper eingefasst, sich zur Straße nach Osten öffnet. Die beiden anschließenden Höfe sind entgegengesetzt ausgerichtet. Alle Häuser wurden um drei Innenhöfe angeordnet und die Hauseingänge mit keramikgerahmten Haustüren konnten über den Innenhof erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Bauabschnitt war bereits 1901 bezugsfertig und umfasste die Gebäude Blitzstraße 25-31, Germaniaring 61-85 und Preetzer Chaussee 46-48. Bis 1902 wurde dann auch der zweite Bauabschnitt, Germaniaring 100-112 und Greifstraße 1-9 und 4-6, bezugsfertig. Eine dritte Erweiterung der Kruppschen Siedlung (Blockrandbebauung, Heimatstil) wurde noch 1917 realisiert und umfasste Gebäude am Germaniaring 45-55 und 88-98 sowie an der Blitzstraße 24-48.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kruppschen Bauten am Ostring sind die ältesten erhaltenen Werkswohnungen in Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nach Kriegsende, ab 1920, wurde dann der Germaniaring bis an die Segeberger Landstraße (heute Theodor-Heuss-Ring / Konrad-Adenauer-Damm) verlängert. Zwischen 1938 und 1942 wurden am unteren Germaniaring nach Plänen von Ernst Prinz weitere Kruppsche Werkswohnungen (Germaniaring 2-76) errichtet.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Kaiserliche Werft legte zwischen Gaarden und Ellerbek für seine Mitarbeiter Werft-Erholungspark an. Den Besuchern stand ein Werfterholungshaus, Spielplätze für die Kinder und ein Karpfenteich zur Verfügung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bereits im Jahre 1870 führte die Stadt Kiel die ersten Gespräche mit der Gemeinde Gaarden-Ost und dem Kloster Preetz hinsichtlich einer Eingemeindung des Dorfes. Schließlich wurde man sich im Jahre 1901 einig und Gaarden-Ost wurde in die Stadt Kiel am 1. April 1901 eingemeindet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; Breit, Günther, Christa Geckeler, Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S. 30-66&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; Walter Ehlert, 2021, Das historische Gaarden, Bauernland wird Industriestandort, Husum, S. 28 - 33&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 418-444, S. 53 – 59&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gaarden-Süd(fürstliches Gaarden)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Das an die Förde angrenzende fürstliche Gaarden war durch die südlich der Preetzer Chaussee vom Langsee in die Hörn fließende Mühlenau vom klösterlichen Gaarden getrennt. Weiterhin grenzte die Gemeinde aber auch an die Gemeinden Wellsee, Moorsee, Vieburg, Hassee und Kiel. Das ursprüngliche Dorf Wulvesbrook wurde 1462 an das Kieler Kloster St.-Jürgen verkauft und gehörte somit zum Amt Kiel. Ab 1907 wurde die Gemeinde dann vom Kreis Bordesholm verwaltet. Eine weitere Trennungslinie zwischen den Gemeinden Gaarden-Ost und Gaarden-Süd ergab sich ab 1844 mit der Eisenbahnlinie Kiel-Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von Josef Stübben 1901 veröffentliche Stadterweiterungsplan (Stübbenplan) umfasste auch, weit vor der Eingemeindung, das Gebiet Gaarden-Süd. Nach diesem Plan sollte Gaarden-Süd die Lücke zwischen den Stadtteilen auf dem Westufer und dem Ostufer schließen. Die Flächen zwischen der Hamburger Chaussee und dem Barkauer Weg (heute Neue Hamburger Straße) waren durch die Bauernhöfe Vieburg und Marienlust und den Erbpachtstellen Petersburg, Krusenrott, Lübscherbaum sowie der Holzvogtstelle Poppenbrügge nur dünn besiedelt. Nach 1840 kam noch die private Irrenanstalt Hornheim hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kräftigsten Erschließungsaktivitäten in Gaarden-Süd wurden zunächst an der durch die Mühlenau gebildete Grenze zu Gaarden-Ost eingeleitet. Hier entstand bereits nach 1900 östlich des Bahndamms ein zusammenhängendes Wohnviertel mit dichter Bebauung. Die Firma Bielenberg und Sörensen legte zunächst zwei neue Straßen gleichen Namens an. Die Bielenbergstraße und die Sörensenstraße wurden über drei ebenfalls neuen Straßen (Heischstraße, Heintzestraße, Hofstraße) miteinander verbunden. Bis 1910 konnte die Bielenbergstraße bis zur Hofstraße mit viergeschossigen Mietshäusern bebaut werden. Weiterhin wurde parallel noch die Waldemarstraße (heute Sörensenstraße) als direkte Verbindung zwischen Werftstraße und Segeberger Landstraße angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Ortszentrum von Gaarden-Süd lag nördlich, eingegrenzt von Asmusstraße und Bahnhofstraße am Joachimplatz und am Oldesloer Platz. Um dieses Gelände herum erbaute man das Rathaus, den Kleinbahnhof, die Schule und die Feuerwache. Ab 1905 errichte der Allgemeine Konsumverein für Kiel und Umgebung auf einem von Sörensenstraße, Heischstraße und Bielenbergstraße eingefassten Grundstück Wohn und Gewerbebauten (u.a. 1908 ein Zentrallager und 1912 ein Verwaltungsgebäude).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schaffung von neuem Wohnraum in Gaarden führte dazu, dass in beiden Gemeinden rasant der dörfliche Charakter verloren ging und die beiden Gemeinden sich zu städtischen Vororten entwickelten. Schon am 1. April 1901 wurde die Gemeinde Gaarden-Ost (klösterliches Gaarden) in Kiel eingemeindet. Im Jahre 1910 folgte dann die Gemeinde Gaarden-Süd (fürstlich Gaarden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es in Gaarden-Süd und Gaarden-Ost um Wohnraum für gering verdienende Beschäftigte ging, setzte sich in Gaarden-Süd auch der weiträumige Siedlungsbau durch. Im Gegensatz zu Gaarden-Ost mit der geschlossenen mehrgeschossigen Blockrandbebauung entstehen in Gaarden-Süd auch aufgelockerte Kleinhaussiedlungen. Gegen Ende des 19 . Jahrhunderts begann dann langsam die villenartige Bebauung der Von-der-Goltz-Allee. Eine durchgängige Bebauung mit villenartigen Häusern erfolgte aber erst zwischen 1905 und 1910 südlich der Dorotheenstraße. An der Hamburger Chaussee stadtauswärts siedelten sich u. a. das Wasserwerk Schulensee, das Eiswerk Drachensee und eine Brauerei an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen in Gaarden-Süd umgesetzten Siedlungsbauvorhaben bilden die Auswirkungen der damaligen Wohnungsbaupolitik ab. Um den einkommensschwachen Gesellschaftsschichten auch die Möglichkeit einzuräumen ein kleines Siedlungshaus zu erwerben, wurde mit Hilfe der Stadt Kiel der Gemeinnützige Bauverein Gartenstadt Kiel GmbH gegründet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Häuser der Gartenstadt Vieburg wurden vom Kieler Architekten Hans Schnittger entworfen. Zunächst erbaute man 1912 zwei Siedlungshäuser (sog. Torhäuser) an der Einmündung des Petersburger Weges in die Hamburger Chaussee. Erst nach Kriegsende wurden dann weitere Straßen im Baugebiet angelegt. Im Jahre 1925 wurde die Gartenstadt Vieburg fertiggestellt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1918 wurde das neue preußische Wohnungsgesetz erlassen. Hierin bekannte sich erstmals der Staat sich zu seiner Verantwortung der Wohnraumversorgung gegenüber der Bevölkerung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1910 endete die Eigenständigkeit des Dorfes Gaarden-Süd (fürstlich Gaarden) im Kreis Bordesholm. Gaarden-Süd wurde zusammen mit Ellerbek und Wellingdorf in Kiel eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Breit, Günther, Christa Geckeler,&#039;&#039; &#039;&#039;Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S.30-66&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Walter Ehlert, 2021, Das historische Gaarden, Bauernland wird Industriestandort, Husum, S.28-33&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S54 – 59, S62-64, S.418 u. S.439/440&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;* MGKStG Band 36, 1931, Elli Hädicke, Kiel, Eine stadtgeographische Untersuchung, S.112&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literaturverzeichnis ===&lt;br /&gt;
Ehlert, W. (2021). &#039;&#039;Das historische Gaarden,  Bauernland wird Industriestandort.&#039;&#039; Husum: Husum Druck- und  Verlagsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geckeler, C. (Mai 2007). &#039;&#039;Kieler Erinnerungstage  23. Mai 1867.&#039;&#039; Kiel: Stadt Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinnützige  Heimstätten-Genossenschaft Kiel-Ost, Karl Behnk. (1964). &#039;&#039;75 Jahre,  Gemeinnützige Heimstätten-Genossenschaft Kiel-Ost e.G.m.b.H.&#039;&#039; Kiel: Verlag  für Wirtschaftswerbung, Elmshorn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersen, S. (2016). &#039;&#039;Arbeiterbewegung  Kommune und Howaldtswerke.&#039;&#039; Berlin: Pro Business GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stoy, V. (2003). &#039;&#039;Kiel  auf dem Weg zur Großstadt.&#039;&#039; Kiel,: Verlag Ludwig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilde, L. (1995). &#039;&#039;Denkmaltopographie  Landeshauptstadt Kiel&#039;&#039; (Bd. Sonderveröffenlichung 29 der GKStG). (J.  Jensen, Hrsg.) Neumünster: Wachholtz Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte: ===&lt;br /&gt;
MGKStG, Band 55, 1966, Hg. Sievert, Ellerbek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwicklungsgeschichte Alt-Ellerbeks, Von Julius Prange, 1937, Seite 17ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alt-Ellerbek, Siedlung, Bevölkerung und Brauchtum 1937, Von Andreas Blass 1937, Seite 39ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MGKStG, 2004, Band 82, Heft 1, Tillmann, Alt Ellerbek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MGKStG. 1957, Heft 1/2, Radunz, Kieler Werften im Wandel der Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadt Kiel: ===&lt;br /&gt;
www.kiel.de Kieler Straßenlexikon, bis 2005 Hans-G. Hilscher, ab 2005 fortgeführt von Dietrich Bleihöfer, ab 2022 von Frank Mönig, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Januar 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Quellen im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteile]] [[Kategorie:Neuzeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Kiel_1865_bis_1919,_das_Ostufer,_vom_Dorf_zur_Arbeitersiedlung&amp;diff=70190</id>
		<title>Kiel 1865 bis 1919, das Ostufer, vom Dorf zur Arbeitersiedlung</title>
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		<updated>2026-05-19T13:25:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Kategorie korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Das Ostufer, vom Dorf zur Arbeitersiedlung, die Wandlung des Ostufers zwischen 1865 und 1919 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangslage ===&lt;br /&gt;
Am 24. März 1865 fiel die königlich-preußische Entscheidung, die preußische Marinestation von Danzig nach Kiel zu verlegen. 1866, nach dem preußischen Sieg im Krieg gegen Österreich wurde am 24. Januar 1867 Schleswig – Holstein ein Teil Preußens.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer Marinestation wurde die Sicherstellung sowohl der logistische Unterstützung als auch die technische Unterstützung der im Hafen stationierten Einheiten erwartet. Daher erließ der König von Preußen am 23. Mai 1867 die Kabinettsordre am Strand von Ellerbek ein Marineetablissement (später Kaiserliche Werft) zu errichten. Erst im Jahre 1878 konnte die erste Ausbaustufe der Werft abgeschlossen werden. Die intensive, maritime Aufrüstung unter Kaiser Wilhelm II. machte einen Werftausbau nach Norden bis an die Schwentine und nach Süden bis nach Gaarden notwendig.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei weitere moderne Werften haben sich im gleichen Zeitraum südlich und nördlich der Kaiserlichen Werft auf dem Ostufer angesiedelt. Im Süden in Gaarden, an der Hörn lag die 1865 als Norddeutsche Werft gegründete Germaniawerft. Im Norden an der Schwentinemündung in Dietrichsdorf hatte sich 1876 die Howaldtswerke angesiedelt.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese drei Werften hatten fast den gesamten Küstenstreifen auf dem Ostufer zwischen Hörn und nördlicher Schwentine eingenommen. Die drei Werften waren zwischen 1914 und 1918 Arbeitgeber für mehr als 33.000 Arbeiter und Angestellte.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;* Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kiel auf dem Weg zur Großstadt* ===&lt;br /&gt;
1845 war Kiel noch eine kleine, verträumte Stadt mit rund 13.500 Einwohnern. Nach 1865 änderte sich dieses aber sehr schnell. Die von der preußischen Verwaltung zwischen 1865 und 1867 getroffenen Entscheidungen und die daraus resultierende Entwicklung der Bevölkerungszahlen bis zum Beginn des ersten Weltkrieges weisen auf drei Wachstumsschübe in der Stadtentwicklung hin:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1865 - 1871&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Verlegung der Marinestation nach Kiel, Ansiedlung moderner  Werften auf dem Ostufer&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1885 - 1895&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Unter Kaiser Wilhelm II. (1888 – 1900) wuchs die Bedeutung der  Kaiserliche Marine. Dadurch wurde auch mehr Marinepersonal in Kiel  stationiert. Der Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals (Fertigstellung 1895) ermöglichte  eine schnelle Verlegung der Seestreitkräfte zwischen Nordsee und Ostsee&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1898 - 1900&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Weitere Aufrüstung der Kaiserlichen Marine entsprechend den  Flottengesetzen von 1898 und 1900 sowie der damit verbundenen Erweiterung der  Werften auf dem Ostufer&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Durch die, auch noch nach 1900 weiterhin betriebene Aufrüstung der Kaiserlichen Marine, stieg gleichzeitig aber auch die Zahl der Werftarbeiter und der in Kiel stationierten Marinesoldaten weiter an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Bevölkerungsentwicklung der Stadt Kiel:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1867&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;24.216 Einwohner&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1885&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;51.706 Einwohner&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1900&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;107.977 Einwohner, Kiel wurde Großstadt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1910&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;211.000 Einwohner&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1914&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;225.161 Einwohner&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der letzte Schub in der Bevölkerungsentwicklung setzte durch die zwischen 1901 und 1910 von der Stadt Kiel vollzogenen Eingemeindungen ein. Nach Brunswik (1869) und Wik (1893) waren es auf dem Ostufer der Förde 1901 die Gemeinde Gaarden-Ost und 1910 die Gemeinden Gaarden-Süd, Ellerbek und Wellingdorf die in die Stadt Kiel eingemeindet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;* Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindung, neue Stadtteile auf dem Ostufer ===&lt;br /&gt;
Die Siedlungen am östlichen Ufer der Kieler Förde wurden mit der Ansiedlung und dem folgenden Ausbau der neuen Werften auf dem Ostufer grundlegend verändert. Die ehemaligen Fischersiedlungen und Bauerndörfer mussten entsprechendes Bauland für dringend benötigte Wohnungen zur Verfügung stellen. Mit den neuen Arbeitersiedlungen und der damit verbundenen Ansiedlung von Handel und Handwerk nahmen die Gemeinden auf dem Ostufer städtischen Charakter an. Die enge, wirtschaftliche Verbindung mit der Stadt Kiel und die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz, führten letztendlich zum Verlust der Kommunalen Selbstverwaltung. Schon 1901 wurde daher die Gemeinde Gaarden-Ost nach Kiel eingemeindet und bereits 1910 folgten dann die Gemeinden Gaarden-Süd, Ellerbek und Wellingdorf. Lediglich die Gemeinde Neumühlen-Dietrichsdorf mit der Siedlung Oppendorf blieben noch bis zum 30. April 1924 eigenständig. Am 1. Mai 1924 wurde Neumühlen-Dietrichsdorf aber ebenfalls ein Stadtteil der Landeshauptstadt Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neumühlen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Die Ortschaft Neumühlen lag am Ufer der Schwentine dort wo der Mühlendamm nicht nur eine Verbindung zwischen Südufer (Wellingdorf) und Nordufer (Neumühlen) ermöglichte, sondern auch für ausreichende Wassermengen für den Betrieb der Mühlen sorgte. Gleichzeitig war der Mühlendamm das Tor in die Probstei. Neumühlen wurde erstmalig 1224 (Zwentinemunde) erwähnt, ab 1470 bürgerte sich dann die Bezeichnung Neue Mühle oder Neumühlen ein. Die neue Mühle am südlichen Schwentineufer war eine Wassermühle und die Stadt Kiel und die umliegenden Dörfer waren hier mahlpflichtig. 1540 ging die Kornwassermühle in landesherrlichen Besitz über. Am nördlichen Schwentineufer befand sich seit 1772 eine Ölmühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebrüder Johannes und Ferdinand Lange errichteten nach 1863 am nördlichen und südlichen Ufer der Schwentine in Neumühlen eine Industriemühle. Zunächst wurden die alten Mühlengebäude 1864 abgerissen. Diese wurden dann durch einen modernen Backsteinbau, der auf einem Sockel mit Segmentbogengewölben ruhte, durch die Teile des Wassers der Schwentine geleitet wurden, die damit im Erdgeschoss eingebauten Wasserturbinen antrieben, ersetzt. Mit dieser Industriemühle, die zu den größten und modernsten im Reich gehörte, begann nun auch in Neumühlen die Industrialisierung. Lebten in Neumühlen im Jahre 1863 lediglich 400 Einwohner, so stieg diese Zahl durch die einsetzende Industrieansiedlung bereits 1871 auf rund 589.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Langesche Mühle brannte bereits 1874 ab. Die Ruine wurde in erweitertem Umfang und veränderter Form (achtgeschossige Neubau, rotes Backsteinmauerwerk) wieder aufgebaut und nahm 1881 als Baltische Mühle den Betrieb wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für den Mühlenbetrieb dringend benötigten Arbeitskräfte versuchten die Gebrüder Lange mit eigenen Werkswohnungen an das Unternehmen zu binden. In Dietrichsdorf erwarben die Gebrüder Lange die Hollenwegskoppel vom Zimmermeister Stoltenberg. Auf dieser Koppel legte man zunächst eine Stichstraße (Mühlenstraße, heute Steinkamp) neu an. Links und rechts der Straße wurden anfangs sieben Doppelhäuser für je zwei Familien errichtet. Jede Wohnung verfügte über einen Schuppen mit Schweinestall und ein Stück Gartenland für die Selbstversorgung. Weitere Häuser (13 Stück, für je vier Familien) kamen zeitnah hinzu. Die erste Arbeitersiedlung (Arbeiterkolonie) auf dem Ostufer entstand in Dietrichsdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dietrichsdorf&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Das Nachbardorf Dietrichsdorf lag abseits der Verkehrswege oberhalb der Ortschaft Neumühlen auf einem Plateau um den heutigen Ivensring und dem Langen Rehm herum. Die Siedlung wurde 1420 als Diderichstorppe = Dorf des Dietrich erstmals genannt. Die Verbindung zwischen Neumühlen und Dietrichsdorf erfolgte über den Heikendorfer Weg oder den noch steileren Hohlen Weg und war mühevoll. In Dietrichsdorf lebten um 1871 rund 337 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dietrichsdorf prägten die Bauern der Familie Ivens das bäuerliche Leben. Ab 1870 war es aber dann mit der bäuerlichen Beschaulichkeit auch in Dietrichsdorf vorbei. Der Staat erwarb nach Gründung der Kaiserlichen Werft in Ellerbek ein direkt an der Förde gelegenes rund 32 Hektar großes Grundstück zwischen dem Salzredder und der Gemeindegrenze nach Mönkeberg. Auf diesem Grundstück entstand, das Marine Artillerie Depot, das durch eine Backsteinmauer vom restlichen Gemeindegebiet eingefasst war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Strukturwandel in der Gemeinde erfolgte am 1. Oktober 1876, Georg Howaldt übernahm am Nordufer der Schwentine die kleine Werft des Schiffbaumeisters Rudolf Reuters, um in Dietrichsdorf seinen in Ellerbek begonnenen Eisenschiffbau fortzusetzen. Auf dem rund 440qm großen Grundstück standen für den Schiffbau lediglich eine Helling und eine Halle zur Verfügung. Anfangs waren lediglich 75 Mitarbeiter auf der Werft beschäftigt. Bereits im August 1883 lief mit der Bau Nummer 100 der Frachtdampfer Emma für die Reederei Sartori &amp;amp; Berger vom Stapel. Mittlerweile beschäftigte die Werft an der Schwentine rund 1200 Mitarbeiter und das Werftgelände umfasste rund 6.600qm. Zwischen 1880 und 1884 wurde die in Kiel ansässige Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt auf das erweiterte Werftgelände verlegt. Dazu wurde u. a. der Eekberg, ein Hügel am Schwentineufer, abgetragen. Eine ab 1884 einsetzende Flaute im Schiffbau ließ dann bis 1886 die Zahl der Mitarbeiter auf 200 schrumpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Howaldt versuchte seine Mitarbeiter an die Werft zu binden. Auf dem Grundstücken vor seiner Werft ließ er zunächst nach 1884 eine Arbeiterkolonie mit ungefähr 20 Häuser nach Plänen des Architekten Heinrich Moldenschardt mit zwei bis vier Wohnungen, Stallgebäuden und Gartenland errichten.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;***&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;***&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof, 1992, Kiel im Industriezeitalter, S.17&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1894 umfasste die von Howaldt angelegte Arbeiterkolonie bereits 120 Wohneinheiten. Bedingt durch die ständige Erweiterung der Arbeitersiedlung siedelten sich auch Geschäfte und Handwerksbetriebe vor dem Werftgelände an. Der Heikendorfer Weg entwickelte sich zu einer „Einkaufsstraße“. In kurzer Zeit entwickelte sich ein neuer Ortsteil „Neu Dietrichsdorf“. Bis 1895 wuchs die Einwohnerzahl in Dietrichsdorf auf 2.929 an. In Neumühlen stieg die Einwohnerzahl lediglich auf 868. Die bisher dominante landwirtschaftlich ausgerichtete Bevölkerungsstruktur wurde von der dem Schiffbau zugewandten Arbeiterschaft abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein sich 1896/1897 bereits abzeichnende längere Aufschwung im Schiffbau führte erneut zu einer erhöhten Nachfrage nach Arbeitskräften und entsprechenden Wohnraum. Der Grundbesitz in „Neu Dietrichsdorf“ war bereits bebaut oder verplant. Weiterhin wollten im alten Dorfkern am Ivensring die ansässigen Bewohner keine Proletten dulden. Die Gebrüder Howaldt erwarben für 30.000 Mark eine 72ha großes Baugebiet, den Elbenkamp für eine weitere Arbeitersiedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Anmerkungen:&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Arbeiter-Bau-Verein für Dietrichsdorf und Umgebung&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Gebrüder Howaldt luden zum 2. Juli 1898 in den Dietrichsdorfer Hof zur Gründungsversammlung eines Arbeiter-Bau-Vereins ein. An der Versammlung nahmen vorwiegend Beschäftigte der Werft und des Artilleriedepots teil. 80 Teilnehmer traten während der Gründungsversammlung dem neuen Arbeiter-Bau-Verein für Dietrichsdorf und Umgebung sofort bei. Mit einer günstigen Miete konnten die Genossenschaftsmitglieder nach 10 Jahren eine Eigentumsübertragung erreichen. Bereits 1899 wurden die ersten großen Doppelhäuser unter den Bewerbern verlost. Es entstand eine neue Siedlung und die Straßen wurden nach Vornamen der Gebrüder Howaldt Georg-, Herrmann- und Bernhardstraße benannt. Eine weitere Straße, die Helenenstraße wurde nach der Frau von Georg Howaldt benannt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Finanzierungsmodell hatte eine rege Bautätigkeit zur Folge und die Grundstücke an der Herrmannstraße waren im Jahre 1900 alle bebaut. Ab 1901/1902 erfolgte die Bebauung der Georgstraße. Nach 1902 lebten bereits rund 100 Familien in der neuen Siedlung. Zwischen 1902/1903 bebaute man dann auch die Bernhardstraße.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgrund von Bauauflagen (einstöckige Gebäude, feuerfeste Bedachung) konnten im Elbenkamp nur beschränkt Dienstwohnungen für die Mitarbeiter des Marine Artillerie Depots errichtet werden. Im Jahre 1903 gewährte der Staat einen Kredit für den weiteren Ausbau am Elbenkamp. Zunächst wurden 6 Wohnungen mit Garten für Depotmitarbeiter errichtet. Der Wasser – und Stromanschluss der neuen Wohnungen erfolgte aber erst 1905 (Wasser) und 1909 (Strom).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Entwicklung der Gemeinde Dietrichsdorf nach 1898&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durch die positive Entwicklung der Howaldtswerke und dem Artillerie-Depot entwickelte sich Dietrichsdorf zu einem aufstrebenden, industriel geprägten Vorort. Der bisherige ehrenamtliche Gemeindevorsteher Johann Gabriel Ivens legte am 31. März 1899 sein Amt nieder. Wegen der eingangs erwähnten Entwicklung beschloss die Gemeindevertretung, dass die Stelle des Gemeindevorstehers zukünftig hauptberuflich ausgeübt werden sollte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zum 1. April 1899 übernahm der erste besoldete Gemeindevorsteher in Dietrichsdorf die Dienstgeschäfte. Aber bereits zum 1. April 1901 legte Dr. Moritz seine Amtsgeschäfte nieder. Die Nachfolge trat der Gemeindevorsteher Schoepe am 2. Oktober 1901 an. Mit dem Wechsel vom ehrenamtlichen (bis 1899) zum besoldeten Gemeindevorsteher (ab 1899) veränderte sich auch der bis dahin noch existente bäuerliche und dörfliche Charakter von Dietrichsdorf. In Neu-Dietrichsdorf wurde die Bautätigkeit fortgesetzt. Durch den Bau von neuen Häusern (3 Stockwerke/6 Wohnungen) konnten rund 50 Familien angesiedelt werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Weiterhin muss erwähnt werden, dass die Gemeinden Neumühlen und Dietrichsdorf seit Ende der 1890er Jahre mit Gas von der Gaardener Gasanstalt versorgt wurden. Einen weiteren Schritt in die Zukunft wagte die Gemeinde Dietrichsdorf im Jahre 1903 mit dem Ausbau eines eigenen Wassernetzes. Als dann das von Bernhard Howaldt an der Schwentine erbaute Wasserkraftwerk seinen Betrieb aufnahm, wurde auch Dietrichsdorf ab 1908/1909 von dort mit Strom versorgt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Anschluss von Neu-Dietrichsdorf an das obere Dietrichsdorf&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dringendes Problem war für die Gemeinde Dietrichsdorf die Anbindung der Arbeitersiedlung Neu Dietrichsdorf an den alten Ortskern von Dietrichsdorf. Der bisherige genutzte Zugang zum Ivensring über den Bocksberg war zu schmal war. Die Gemeinde ließ bis 1903 eine neue Verbindungsstraße zwischen Ortskern und Arbeitersiedlung, die Bergstraße, heute Eekberg anlegen. Die Bergstraße verlief vom Heikendorfer Weg bis an die noch 1903 in Planung befindliche heutige Tiefe Allee. Die Bergstraße war sehr steil und in der Gemeinde umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Planung befindliche Tiefe Allee verlief vom Hohlen Weg in Neumühlen an bis an die Einmündung in den Boksberg in Dietrichsdorf. Ab 1904 begann man dann die Tiefe Allee, zwischen Schönberger Straße und Boksberg auszubauen. Mit dem Bodenaushub dieses Bauvorhabens konnte man dann auch die Helenenstraße erschließen und die Grundstücke auch dort bebauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Umgestaltung des alten Ortszentrums&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zwischenzeitlich (vor 1903) erwarb die Gemeinde Dietrichsdorf die bisher landwirtschaftlich genutzte Quittenkoppel. Die Gemeinde ließ von der Dorfstraße (heute Ivensring) aus nach Süden eine neue Straße in Richtung des heutigen Probsteier Platzes, die Quittenstraße anlegen. Sie verlief zunächst vom Ivensring aus bis an das seit 1903 geplante und 1908 eingeweihte neue Feuerwehrhaus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ab 1906 plante die Gemeinde eine Bebauung der Quittenkoppel. Das neue Baugebiet wurde durch den Ivensring, der Tiefen Allee und dem Hohlen Weg begrenzt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zentral in dem neuen Baugebiet wurde ein Marktplatz (heute Probsteier Platz) geplant. Um diesen Platz herum wollte man ein neues Ortszentrum gruppieren. Als erstes realisierte die Gemeinde den neuen Marktplatzes. Im Jahre 1907 konnte der um die 3.000 qm große Patz an die Gemeinde übergeben werden. Gleichzeitig ließ die Gemeinde auch die Quittenstraße bis zum Probsteier Platz verlängern. Die weiteren ausgewiesenen Grundstücke wurden Landesweit angeboten. Zur Überraschung der Gemeinde war das Interesse Grundstücke in Dietrichsdorf zu erwerben sehr gering.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der auf dem Quittenberg, angelegte Platz, als neuer Marktplatz und neues Ortszentrum geplant, konnte diese Anforderungen nicht erfüllen. Nach und nach änderte die Gemeinde die Planungen wieder. Die geplante Kirche am Platz wurde aus finanziellen Gründen nicht gebaut. Auch das geplante neue Dietrichsdorfer Rathaus wurde nicht realisiert. Die Gemeinde erwarb im Juni 1908 ein zweistöckiges Gebäude am Ivensring 15 und nutzte dieses Haus für die Gemeindeverwaltung, in der ersten Etage befand sich der Sitzungssaal der Gemeindevertretung und das Amtszimmer des Amtsvorstehers, der gleichzeitig im Dachgeschoß seine Dienstwohnung nutzte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1907 wurde mit dem Bau des neuen Spritzenhauses für die Dietrichsdorfer Feuerwehr an der Quittenstraße begonnen. Nach erfolgter Abnahme wurde das neue Feuerwehrhaus im August 1908 an die Gemeinde übergeben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Im August 1910 beschloss die Gemeinvertretung den Bau einer öffentlichen Volksbadeanstalt und Turnhalle. Das neue Gebäude wurde nach Plänen des Architekten Johannes Garleff erbaut. Das Gebäude umfasste zwei Stockwerke und wurde entgegen den Planungen abseits vom neuen Markplatz auf der östlichen Seite der verlängerten Quittenstraße mit Freifläche (Turnplatz) und Kastanienallee erbaut.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1913-15 wurde dann nach Plänen des Architekten Ernst Prinz die Mädchenschule an der Tiefen Allee erbaut. Die Adolf-Reichwein-Schule war zur Tiefen Allee hin on einer Schulhofmauer eingefasst. Vom Reichweinweg hinter der Schule führte eine Treppe zur Tiefen Allee. Von der Tiefen Allee gelangte man an der Nordseite der Schule über eine Freitreppe und dem Haupteingang in das Schulgebäude.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Diese beiden öffentlichen Gebäude waren die letzten Neubauten im Wohnquartier vor dem Ersten Weltkrieg. Außer der Fertigstellung von privaten Mietshäusern an der Quittenstraße (Nr. 3 bis 11) wurde die weitere Bebauung des Quartiers, auch wegen des Kriegsbeginns 1914 erst einmal beendet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den weiteren Werftausbau erwarb Howaldt noch vor 1900 das gesamte Gelände zwischen Schwentine und Artilleriedepot. Für die Angestellten gründete Howaldt einen eigenen Konsumverein, um den Einfluss der im Ort vorhandenen drei Läden der Konsumgenossenschaft der Arbeiterbewegung zu minimieren. Zugleich errichtete Howaldt auf der Werft 1902 ein Speise- und Logierhaus. Hier konnten 500 Gäste zeitgleich ihre Mahlzeit einnehmen und im Obergeschoss beherbergte man 175 ledige Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neumühlen-Dietrichsdorf** ===&lt;br /&gt;
Bereits seit 1893 versuchte die preußische Staatsregierung, vertreten durch den Landrat in Bordesholm, erfolglos die Gemeinden Neumühlen, Dietrichsdorf und Wellingdorf miteinander zu verschmelzen. Dieser erste Versuch wurde aber durch Neumühlen abgelehnt. Im Jahre 1902 starteten dann Vertreter aus Dietrichsdorf und Neumühlen einen erneuten Versuch zumindest eine Verschmelzung beider Gemeinden herbeizuführen. In diesem Zusammenhang wies erstmalig der Dietrichsdorfer Gemeindevorsteher auf die Möglichkeit einer Zwangsvereinigung der beiden Gemeinden hin. Obwohl eigentlich beide Gemeinden eine gütliche Einigung anstrebten, zwischenzeitlich wurde eine Vereinigung der Gemeinden Dietrichsdorf und Neumühlen sogar vom Regierungspräsidenten befürwortet, konnte man sich bis April 1905 nicht über die Modalitäten einigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Gemeinde Dietrichsdorf umfasste 1905 eine Fläche von 283ha und rund 5.000 Einwohner lebten in der Gemeinde. Die Gemeinde Neumühlen umfasste lediglich eine Fläche von 49ha und nur ca. 900 Einwohner lebten in Neumühlen..&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da keine Einigung abzusehen war, stellte am 24. April 1905 die Gemeinde Dietrichsdorf beim Kreisausschuss in Bordesholm den Antrag eine zwangsweise Eingemeindung der Gemeinde Neumühlen in die Gemeinde Dietrichsdorf zu veranlassen. Im Mai 1905 widersprach die Vertretung der Gemeinde Neumühlen diesem Antrag. Der Kreisausschuss zwang beide Gemeinden wieder an den Verhandlungstisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich einigte man sich auf einen Vereinigungsvertag, der am 11. Februar 1907 von der Gemeindevertretung Dietrichsdorf und am 13. Februar 1907 von der Gemeindevertretung Neumühlen akzeptiert wurde. Im Mai 1907 erfolgte die Vereinigung beider Gemeinden zur Gemeinde Neumühlen-Dietrichsdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;Petersen, Sönke Seite 28-36, Die Handwerker- und Bauerndörfer Neumühlen und Dietrichsdorf auf dem Weg in die neue Zeit in Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte: Sonderveröffentlichung, 38, Tradition und Aufbruch im Schwentinetal / herausgegeben von Gert Kaster; Husum 2001&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;Sönke Petersen, Arbeiterbewegung, Kommune und Howaldtswerke, Ein Geschichtsbild von Neumühlen -Dietrichsdorf 1864 bis 1924, Berlin: Pro BUSINESS 2016, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3-86460-427-0&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Werftgründer Georg Howaldt am 10. Mai 1909 starb, stand die Werft aus wirtschaftlicher Sicht auf einem nicht mehr sicherem Fundament. Sein Sohn Georg jun. musste eine Kapitalaufstockung Anfang 1909 vornehmen. Der Schiffbau steckte aber in einer tiefen Krise. Nur durch zusätzliche Rüstungsaufträge konnte die Werft überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin verkaufte man Grundbesitz außerhalb des Werftgeländes. Am nördlichen Schwentineufer, auf dem Areal des Schwentine-Parkhotels zwischen Baltischer Mühle und der Werftstraße (heute Grenzstraße) siedelten sich die Firmen Anschütz &amp;amp; Co an und das Richtung Westen folgende Gelände wurde von der Hafenbaufirma Steffen Sohst übernommen. 1910 schied Georg Howaldt jun. aus dem Vorstand des Werftbetriebes aus. Damit ging die Ära der Schiffbauerfamilie Howaldt in Dietrichsdorf zu Ende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zwischen dem nördlichen Ufer der Schwentinemündung und der Stadtgrenze nach Mönkeberg (Kreis Plön) liegende Neumühlen-Dietrichsdorf wurde erst zum 1. Mai 1924 ein Stadtteil der Landeshauptstadt Kiel. Zum Stadtteil gehört außerdem noch die Siedlung Oppendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wellingdorf&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Die kleine Gemeinde Wellingdorf, zwischen Ellerbek und Neumühlen gelegen, konnte sehr lange seinen dörflichen Charakter bewahren. Im Gegensatz zu Gaarden, Ellerbek und Dietrichsdorf siedelten sich hier keine großen Industrie- und Schiffbaubetriebe an. Die erste Gewerbeansiedlung war die Verlegung der Kalkbrennerei von A. C. Hansen von Ellerbek nach Wellingdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkungen:**&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Kapitän August Christian Hansen (geb. 9.11.1824 in Hamburg, gest. 18.10.1901 in Wellingdorf) wurde 1855 Kieler Bürger. Am 14. Februar 1862 heiratete er Friederike Möller, Tochter des Ziegelmeisters Hans Christian Möller. Mit Hilfe seines Schwagers Carl Friedrich Möller übernahm er im Oktober 1865 in Ellerbek die Kalkbrennerei von Bendixen. Da in Ellerbek die Kaiserliche Werft errichtet wurde, musste auch Hansen sein Grundstück mit der Kalkbrennerei an den preußischen Fiskus abtreten. A.C. Hansen kaufte daraufhin in Wellingdorf direkt an der Schwentine die Koppel Stangenhoff.  mit breiter Wasserfront. Die Koppel wurde erschlossen und Hansen ließ von seinem Schwager Ludwig Arp einen neuen, 4 Kammer Kalkofen und ein Wohnhaus erbauen. Hansen nahm 1870 den Geschäftsbetrieb wieder auf. Zusätzlich umfasste die Firma jetzt auch noch einen Baustoff- und einen Kohlehandel. Zunächst lieferten Segelschiffe englische Kohle direkt an der Schwentine ab. Die Segelschiffe wurden durch Dampfschiffe ersetzt und der Kohleumschlag von den Firmen Paulsen und Ivers, Diederichsen und Sartori &amp;amp; Berger am Bahnhofskai übernommen. Mit einem Prahm schaffte man dann die benötigten Kohlen nach Wellingdorf.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 15. Februar 1872 richtete A. C. Hansen mit dem Dampfer Neumühlen eine regelmäßige,  halbstündliche Fährverbindung von der Schwentine nach Kiel ein. Mit dem weiteren Ausbau der Howaldtswerke nahm die Förde Schifffahrt zwischen Neumühlen und Kiel erheblich zu (1887 arbeiteten auf der Werft 634 und 1889 aber bereits 1.263 Mitarbeiter). In weiser Voraussicht kaufte A. C. Hansen am Ufer der Schwentine in Dietrichsdorf ein kleines Grundstück und baute hier den Fähranleger Dietrichsdorf auf. An der Mündung auf der südlichen Seite der Schwentine wurde an der Grenze zu Ellerbek ein weiterer Fähranleger erbaut.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;MGKStG Band 80-3, 2000, Anna Krohn, Ein Lebensbild der Familie A.C. Hansen Kiel-Wellingdorf Seite 110/111&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1893 siedelte sich an der Schwentine die kleine Werft von Stocks und Kolbe an, die seit 1893 sich im Holz- aber Spezialschiffbau betätigte. Das Unternehmen beschäftigte zeitweilig rund 250 bis 300 Mitarbeiter. Durch zusätzliche Aufträge der Kaiserlichen Marine war die Werft so ausgelastet, dass 1907 in Sonderburg ein Zweigwerk errichtet wurde. Im Juni 193o, nach 37- jährigem Bestehen, schloss die Werft ihre Pforten. Christian Kolbe verstarb noch im gleichen Jahr, sein Grabstein befindet sich auf dem Ostfriedhof.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;MGKStG Band 75, 1989,  Hg. Jürgen Jensen, Werner Busch, Günther Breit, Christa Geckeler, Hans Schöner, Ilse Stutzer, Maren Zenk, Das Gymnasium Wellingdorf&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Aufhebung des Mühlenzwanges entstanden um 1869 viele neue Windmühlen. Eine davon war die Mühle in der Schönberger Straße, die von Wilhelm Heuck 1888 erworben wurde. Die Mühle wurde von Heuck zu einem modernen Betrieb umgebaut. Im Jahre 1890 überließ Heuck einen seiner Räume der bereits 1889 gegründeten Vereinsbäckerei, die diesen Raum als Backstube nutzte. Die Vereinsbäckerei nahm damit in Wellingdorf ihre Tätigkeit auf und setzte sich später in Gaarden als Großbetrieb durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere gewerbliche Ansiedlung in Wellingdorf war 1901 dann noch die Hanf- und Drahtseilfabrik der Firma Andersen, mit einer fast 500 Meter langen Bahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Umsiedlung der Ellerbeker Fischer nach Wellingdorf begann ein neuer Abschnitt für Wellingdorf. Für die Erschließung des Baugebietes für die neue Fischersiedlung wurden umfangreiche Erdarbeiten notwendig. Das Gelände auf dem Rosenberg wurde planiert und die Wellingdorfer Höhen verschwanden. Der Ausbau des Fischereihafens ab 1902 erfolgte entsprechend der von den Fischern geäußerten Wünsche. Es wurden drei parallele Straßen angelegt (Wischhofstraße, Brückenstraße und Sohststraße) von denen weitere Straßen abzweigten. 1903 begann man dann mit dem Bau der ersten Häuser und bereits im Januar 1904 bezogen dann die ersten Ellerbeker Fischer die ersten neuen Häuser in Wellingdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen in Wellingdorf kündigten sich auch in der Schönberger Straße an, hier wurden zunächst sechs Neubauten mit Vorgärten im Villenstil errichtet. Der Ellerbeker Bauverein dehnte sich ebenfalls über die Ortsgrenze Ellerbeks in Richtung Wellingdorf aus und erschloss weitere freie Flächen um hier Wohnraum für die Arbeiten und Angestellten der Kaiserlichen Werft. Zunächst legte man die Straßen Timkestraße, Kieler Kuhle und Kuchelstraße an. Wellingdorf begann sich nun, obwohl die Bebauung noch lückenhaft war, auch lebhaft zu verändern. Aber schon Ende 1904 lief der erste Bauboom in Wellingdorf langsam aus. Von den meist reetgedeckten Bauernhäuser blieben in Wellingdorf nur wenige erhalten, 1905 gab es nur noch vier große Bauernhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber bereits ab 1910/1911 setzte wieder eine rege Bautätigkeit ein. An der Wischhofstraße errichtete man mehrere Einfamilienhäuser mit Vorgärten für Beamte. Ebenfalls 1910 gründete man den Landhaus-Bauverein-Wellingdorf. Das Vereinsziel war es den Mitgliedern zu einem Eigenheim zu verhelfen. Zunächst legte man bis 1912 den Wehdenweg und seine Nebenstraßen (u.a. Rosenfelder Straße, Dobersdorfer Straße) an. Im Vertrag zur Eingemeindung der Gemeinde Wellingdorf wurde auch die Errichtung einer Schule auf dem Grundstück des ehemaligen Bauernhofes Langmaack vereinbart. Die Ausbaupläne wurden von der Gemeinde entsprechend unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die anhaltende Erweiterung der Gemeinde Wellingdorf hatte aber auch Einfluss auf die Bevölkerungszahlen. Lebten 1850 in der Gemeinde lediglich 366 Einwohner, hatten sich 1907 bereits ca. 4.000 Einwohner in Wellingdorf angesiedelt. Zum Zeitpunkt der 1910 erfolgten Eingemeindung registrierte man ca. 4.500 Einwohner im neuen Stadtteil. Im Gegensatz zu den Nachbarn Gaarden und Ellerbek wies der Stadtteil Wellingdorf keine große Siedlungsdichte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Verbindung von Wellingdorf nach der Stadt Kiel hatte man drei verschiedene Alternativen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am 15. Februar 1872 gründete A. C. Hansen die blauen Dampfer Linie, die zwischen Neumühlen und Seegarten über Tag die Förde überquerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am 3. Mai 1901 verband die Straßenbahn (elektrisch) erstmalig Wellingdorf mit Gaarden. Die Fahrt endete am Fähranleger Wilhelminenhöhe.&lt;br /&gt;
* Seit 1897 war in Wellingdorf ein Haltepunkt für die zwischen Kiel und Schönberg verkehrende Kleinbahn eingerichtet. Hier lieferten die Probsteier Bauern ihre Milch an die Wellingdorfer Meierei ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Breit, Günther, Christa Geckeler,&#039;&#039; &#039;&#039;Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S. 30-66&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 62-64, S. 450 – 455&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Ellerbek&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Dorf Ellerbek musste im ersten Bauabschnitt für den Ausbau der Kaiserlichen Werft dreimal Land an den Fiskus abtreten. Das erste 1868 vom Marinefiskus in Ellerbek erworbene Gelände umfasste eine Baufläche von ca. 17 Hektar. Mit dem weiteren Baufortschritt wurde noch weiteres Bauland erworben, 1869 (16 Hektar) und 1874 (37 Hektar). Durch eine erfolgte Ausdeichung der Ellerbeker Bucht um 6 Meter in die Förde hinein und weiterem Grunderwerb auf Gaardener Gebiet (neue Dockkapazitäten / Verlegung Germaniawerft) wurde das Werftgebiet bedeutend erweitert, so dass dem Marinefiskus für den Werftaufbau mehr als 70 Hektar (Kaufpreis rund 2 Mill. Mark) Bauland zur Verfügung standen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die ersten betroffenen Bewohner Ellerbeks die 1868/1869 ihre Wohnungen verlassen mussten waren die Anwohner von Dorfstraße und Strandweg. Die 44 frei gewordenen Häuser mit Nebengebäuden wurden abgerissen. Betroffen war auch die alte Fährschänke. Für die Umsiedlung der Familien wurde ab 1868 ein Gelände zwischen Schönberger Straße und dem Fischerort (Ellerbeker Strand) eingeebnet und erschlossen. Die neuen, 1868 bis 1874 erbauten Häuser am Ellerbeker Strand unterschieden sich deutlich von den alten mit Reet eingedeckten Fischerhäusern. Die Mehrzahl der Bewohner bezogen Häuser auf dem neuen neu erschlossenen Gelände am Ellerbeker Strand.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Kaiserliche Werft nahm 1878 ihren Betrieb auf. Dadurch wurden für Ellerbek sowohl wirtschaftliche Veränderungen aber auch eine Veränderung in der Bevölkerungsdichte und der Bevölkerungsstruktur eingeleitet. Seit 1873 gab es in Ellerbek eine Poststation, ab 1876 sogar eine Telegrafenstation.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Stationierung der Kaiserlichen Flotte in Kiel hatte zur Folge, dass die Ellerbeker Fischer mehr Fanggründe außerhalb der Kieler Förde aufsuchen mussten. Trotz dieser Mehrbelastung blühte die Fischerei und die Fischindustrie, hier besonders die Räuchereien in den 1870er Jahren in Ellerbek auf. Noch 1880 waren unter den 161 stimmberechtigten Bürgern in Ellerbek 7o Fischer und 25 Räuchereibesitzer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bereits 1903 wurde eine weitere Erweiterung der Kaiserlichen Werft notwendig. Die neuen Planungen sahen u.a. eine weitere Ausdehnung der Kaiserlichen Werft nach Wellingdorf, bis zur Werft Stocks &amp;amp; Kolbe vor. Für diese vierte Werfterweiterung mussten rund 800 Personen aus 150 Familien ihren Wohnort aufgeben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Als neues Siedlungsgebiet wurde der bis an die Schwentine reichende Kriechhofsche Garten (auch Rosenberg genannt) in Wellingdorf ausgewählt. Der Stichtag dieser Umsiedlung war der 5. März 1904. Die Häuser der neuen Fischersiedlung, u. a. geplant von dem Architekten Johann Theede boten den Familien ausreichend Platz und einem der Zeit entsprechenden modernen Wohnkomfort. Parallel zu den neuen Wohnungen wurde in Wellingdorf auch ein geschützter Fischereihafen für die Umsiedler errichtet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ellerbek hatte um 1860 ca. 500 Einwohner. Bis zum Ende der zweiten Umsiedlung 1904 wuchs die Ellerbeker Bevölkerung auf ca. 7500 Einwohner an. Der sich abzeichnende wirtschaftliche Aufschwung brachte aber für die Ellerbeker Dorfverwaltung große finanzielle Schwierigkeiten mit sich. Ellerbek hatte durch die schnelle Veränderung der Bevölkerung sehr hohe Gemeindelasten zu tragen. Das Steueraufkommen der zugezogenen Bevölkerung war bei weitem nicht kostendeckend. Die Kaiserliche Werft, Eigentum des Staates, war gesetzlich nicht verpflichtet Beiträge zu den Gemeindelasten zu leisten. So war und blieb Ellerbek bis zur erfolgten Eingemeindung auf Unterstützung von Seiten des Fiskus besonders im Schul- und Armenwesen angewiesen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Mehrheit der Ellerbek Bevölkerung war auf der Kaiserlichen Werft beschäftigt, wodurch sich das Fischer- und Bauerndorf Ellerbek eine Arbeitersiedlung wandelte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Auswirkungen der Werftansiedlung&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Verbindungsweg zwischen Ellerbek und Gaarden (Hemminghestorp) war lediglich ein unbefestigter Ufer- und Strandweg, der bei Hochwasser auch überspült wurde. Bis 1868 verlief dieser Strandweg von der alten Dörpstrat in Ellerbek in Richtung Sandkrug (Wilhelminenhöhe) in Gaarden. Strandweg. Am Strandweg in Richtung Wilhelminenhöhe befanden sich zwischen Strand und Straße Fischerhäuser. Die Siedlung Op’n Röbarg und der alte Strandweg fielen dem Werftausbau zum Opfer. Das gesamte neue Werftgelände zwischen Ellerbek und Gaarden wurde mit einer roten Werftmauer eingefasst. Als Ersatz für den alten Strandweg wurde eine neue sechs Meter breite Straße mit zwei, drei Meter breiten Bürgersteigen geplant. Die neue Ringstraße führte von Ellerbek entlang der neuen Werftmauer nach Gaarden bis kurz vor der Wilhelminenhöhe und wurde hier wieder mit der alten Verbindungsstraße (Strandweg) zusammengeführt Von hier wurde sie als Schönberger Straße bis zur Lübecker Chaussee weitergeführt. In Ellerbek verlängerte man die neue Verbindungsstraße in Richtung Wellingdorf ab dem Klausdorfer Weg bis an die Schönberger Straße und stellte so eine Verbindung mit der alten Probsteier Landstraße her. Ab 1910 wurden dann die Schönberger Straße und die neue Ringstraße gemeinsam in Werftstraße umbenannt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Auf Höhe des Bau- und Ausrüstungs-Bassin der Kaiserlichen Werft an der Ringstraße (Werftstraße), gab es bereits die kleine Siedlung Dockshöhe. Die drei von der Ringstraße ausgehenden Straßen der Siedlung wurden 1878 in das Straßennetz des Ellerbeker Bauvereins integriert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Ellerbeker Bauverein&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die weitere Aufrüstung der Kaiserlichen Marine und die damit verbundene Werfterweiterung führte zu einem steigenden Bedarf an Arbeitskräften auf der Kaiserlichen Werft. Die neuen Arbeitskräfte, meist Angestellte oder gelernte Arbeiter, die mit ihren Familien zuwanderten benötigten entsprechenden Wohnraum. Die steigende Nachfrage nach bezahlbaren Wohnraum war, trotz des sprunghaften Bevölkerungswachstums, im Vergleich zu anderen Großstädten beherrschbar, da die Stadt Kiel ausreichend Bauland für den Wohnungsbau zur Verfügung stellte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durch flankierende Maßnahmen wurden auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau für Baugenossenschaften verbessert. Man führte ab dem 1. Mai 1889 eine beschränkte Haftung für Genossenschaften ein. Auch war es ab 22. Juni 1889 den Versicherungsanstalten erlaubt, bis zu einem Viertel ihrer verfügbaren Gelder den gemeinnützigen Bauvereinen in Form von zinsgünstigen Darlehen zur Verfügung zu stellen. Der Staat erkannte seine Verantwortung für die Versorgung mit Wohnraum an und unterstützte den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell. Durch diese gesetzlich vereinbarten Maßnahmen wurden verstärkt Baugenossenschaften gegründet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Aktivitäten des Kieler Handelskammersekretär Peter Hansen führte schon 1889 zur Gründung des „Arbeiter-Bauverein für Ellerbek und Umgebung&amp;quot;. Die Geschäftsanteile des Bauvereins (je 150 RM, max. 10 Anteile) konnten lediglich von Belegschaftsmitglieder der Kaiserlichen Werft erworben werden. Die Geschäftsanteile wurden über einen monatlichen Mindestbeitrag von 1 RM angespart und das Guthaben entsprechend verzinst. Um sich den  Wunschtraumes nach eigenem Grund und Boden zu erfüllen, erwarben bereits 117 Mitglieder am Gründungstag Geschäftsanteile. Trotzdem war der Ellerbeker Bauverein auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen. Diese notwendigen Unterstützungen gewährten die LVA Schleswig-Holstein, das Reichsamt des Innern und das Reichsmarineamt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gleich nach seiner Gründung entwickelte der Arbeiter-Bauverein eine rege Bautätigkeit. Die ersten zwei Wohnhäuser wurden an der Preetzer Chaussee bereits 1890 fertiggestellt. Diesem Bauvorhaben folgten ab 1891 dann vier weitere Häuser an der Preetzer Chaussee und noch bevor die ersten beiden Häuser bezugsfertig waren, wurden bereits die Grundsteine für vier weitere Dreifamilienhäuser gelegt. Mit diesen Bauprojekt konnte sich der Ellerbeker Bauverein, trotz einiger Anlaufschwierigkeiten etablieren und weitere Bauvorhaben planen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dem Ellerbeker Bauverein gelang es, um von Bodenspekulationen verschont zu bleiben seinen bereits vorhandenen Grundbesitz um neue, günstige Grundstücke erheblich zu erweitern. Bis Ende 1909 verfügte der Bauverein über einen Grundbesitz von insgesamt 111,2 Hektar, wobei 68,7 Hektar sich auf Wellingdorfer Gebiet befanden, 36,3 Hektar befanden sich auf Ellerbeker Gebiet und lediglich 6,2 Hektar verblieben noch in Gaarden Ost. Mit diesem umfangreichen Grundbesitz konnte der Ellerbeker Bauverein seinen Mitgliedern (1902 = 2.004 Mitglieder) preiswertes Bauland anbieten, so dehnte sich die Ellerbeker Siedlung bis 1909 über die Regionalbahn Kiel ⟨⟩ Schönberg bis zum Alten Elmschenhagener Weg bzw. bis zum Alten Ellerbeker Weg aus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Erwerb dieser neuen Bauflächen, die mehrheitlich auf Ellerbeker und Wellingdorfer Gebiet lagen und auch noch weiterführenden Wohnungsbau ermöglichten, bewogen den Bauverein seinen Wirkungskreis von Gaarden Ost nach Ellerbek zu verlegen. Als 1901 der Ellerbeker Bauverein dem Revisionsverband Schleswig-Holsteinischer Baugenossenschaften beitrat, wurde die alte Bezeichnung des Bauvereins in „Arbeiterbauverein in Ellerbek“ umgeändert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Für die Gemeinde Ellerbek war die Zusammenarbeit mit dem Ellerbeker Bauverein sicherlich nicht immer einfach. Die Interessen des Bauvereins und die Interessen des Bauvereins mussten gemeinsam abgeglichen werden. Dieser Abgleich war sicherlich auch für die Gemeinde manchmal sehr belastend. Doch stets wurden von der Ortsverwaltung die Baupläne des Arbeiter Bauvereins positiv unterstützt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bis 1900 wurden durch den Ellerbeker Bauverein schon 376 Häuser erstellt. Bis 1905 stieg die Zahl der Neubauten dann auf insgesamt 688 Häuser und bis 1914 sogar stieg die nochmals Anzahl der erbauten Häuser auf 943 an. Das neue Siedlungsgebiet bot den Bewohnern im Vergleich zu den Arbeiterquartieren in Gaarden eine sehr hohe Lebensqualität. Die Ausstattung der neuen Häuser und die Infrastruktur der neuen Siedlung verbesserten grundlegend die Wohnsituation der Arbeiter in Ellerbek.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkungen:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alle Grundstücke der Siedlung waren an die Kanalisation angeschlossen. Ab 1899 wurde die Siedlung des Bauvereins auch an das Netz der Gaardener Gasanstalt angeschlossen. So konnte für die Bewohner die Straßenbeleuchtung und auch das Kochen mit Gas sichergestellt werden. Der Versuch des Bauvereins die neuen Gebäude an die Wasserversorgung der Stadt Kiel anzuschließen, scheiterte und daher übernahm dann ab 1904 das Wasserwerk der Gemeinde Dietrichsdorf die Wasserversorgung der Ellerbeker Siedlung. Weiterhin wurden ab 1912 alle Grundstücke mit Elektrizität versorgt. Als erste Einkaufsmöglichkeit wurde 1893 ein Geschäft für Kolonialwaren fertiggestellt. Bäckerei, Schlachterei und Räucherei folgten. Der Bauverein bezog im Jahr 1900 ein eigenes Geschäftshaus an der Ecke Ringstraße/Hollmannstraße. Der Neubau beherbergte zur Verwaltung der Vereinsangelegenheiten eine Geschäftsstelle mit einem Sitzungssaal und drei Personalwohnungen. Im Juli 1914 weihte der Werft Frauenverein an der Prinzenstraße einen Kindergarten (Dorotheen Kindergarten) ein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914, 25 Jahre nach seiner Gründung hatte der Ellerbeker Bauverein sich als ein wichtiger Faktor auf dem Wohnungsmarkt entwickelt. Die Möglichkeit für Arbeiter und Angestellte über günstige Mieten Eigentum erwerben zu können, machte die Erwerber sowohl unabhängig vom öffentlichen Wohnungsmarkt als auch unabhängig vom Werkswohnungsbau. Im Jubiläumsjahr lebten bereits 4.922 Einwohner in den vom Bauverein erbauten Siedlungshäusern. Weiterhin gingen sind von den 943 bis 1914 erbauten Häusern bereits 141 Häuser in das Eigentum der Erwerber (Genossenschaftsmitglieder) übergegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle*:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S 224ff&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gaarden&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Der heutige Stadtteil Gaarden bestand ursprünglich aus der zu dem Kloster Preetz (Kreis Plön) gehörenden Gemeinde Gaarden-Ost (1212 Hemminghestorp, klösterliches Gaarden) und der seit 1907 zum Kreis Bordesholm gehörenden Gemeinde Gaarden-Süd (1402 Wulvesbrook, fürstlich Gaarden). Die Grenze zwischen diesen beiden Gemeinden bildete die südlich der Preetzer Chaussee vom Langsee in die Hörn fließende Mühlenau. Eine weitere Trennung der beiden Gemeinden manifestierte sich durch den Bau des Eisenbahndammes der 1844 eröffneten Eisenbahnlinie von Kiel nach Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beiden Gemeinden lebten 1860 lediglich 400 Einwohner. Als Folge der Werftansiedlungen und Werfterweiterungen stieg die Einwohnerzahl aber 1910 bereits auf 30.427 Einwohner an. Dieser Zuwachs resultierte hauptsächlich aus dem steigenden Arbeitskräftebedarf auf den Werften. Der dringend benötigte zusätzliche Wohnraum für die neuen Werftarbeitern mit ihren Familien löste einen Bauboom in beiden Gemeinden aus. In den Gemeinden setzte sich rasant die städtische Bebauung durch. Schneller als Gaarden-Süd entwickelte sich Gaarden-Ost zu einem städtischen Wohnbezirk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Brunswik (1896) und der Wik (1893) wurde schon am 1. April 1901 die Gemeinde Gaarden-Ost (klösterliches Gaarden) in Kiel eingemeindet. Im Jahre 1910 folgte dann die Gemeinde Gaarden-Süd (fürstlich Gaarden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Breit, Günther, Christa Geckeler,&#039;&#039; &#039;&#039;Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S. 30-66&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Walter Ehlert, 2021, Das historische Gaarden, Bauernland wird Industriestandort, Husum, S. 28 - 33&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 62-64, S. 54 – 59&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gaarden-Ost (klösterliches Gaarden)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Mit der Regierungsübernahme von Kaiser Wilhelm II. sollte die Marine nicht nur für den Küstenschutz eingesetzt werden, sondern Deutschland zu einer Seemacht aufgerüstet werden. Somit setzte auch in Kiel ein massiver Schiffsneubau für die Marine ein. Die Norddeutsche Schiffbau AG nahm 1867 an der Förde in Gaarden ihren Betrieb auf. Aus der NSAG wurde dann 1879 die Schiffs- und Maschinenbau AG Germania, die ab 1902 als Fried. Krupp, Aktiengesellschaft Germaniawerft bis 1922 weiter tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folge der weiteren Entwicklung des Werftbetriebes in Ellerbek und Gaarden wurde das Gelände am östlichen Ufer der Förde planiert, der Wittenbarg mit der Gaststätte Wilhelminenhöhe wurde abgetragen und der südliche Teil der Hörn zugeschüttet. Die Werften auf dem Ostufer erhielten einen Bahnanschluss. Mit der Anlage der Norddeutschen Schiffbau AG (1867) und der Kaiserlichen Werft (1868) setzte für Gaarden-Ost ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. Wohnten 1865 nur 400 Einwohner in klösterlich Gaarden, so betrug die Zahl der Einwohner 1880 bereits mehr als 8.000. Ohne geordnete Bebauungspläne setzte eine rege Bautätigkeit ein. Dieser, durch den Bevölkerungszuwachs einsetzende Bauboom in der Gemeinde Gaarden-Ost (klösterlich Gaarden) verwandelte das alte Bauerndorf in nur einer Generation zu einem Industriewohnviertel. Neue Straßen wie z.b. die Norddeutsche Straße, Werftstraße (Sandkrug) und die Wilhelminenstraße (Hügelstraße). Die neuen Straßenzüge wiesen zum Teil sehr starke Steigungen auf. Viergeschossige Mietshäuser prägten bald das Bild des Ortes vor allem im Bereich Werftstraße - Karlstal – Kaiserstraße. Als zentralen Marktplatz in der Mitte des Wohnviertels legte man den Vinetaplatz an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Zahl der Einwohner sich weiter erhöhte, im Jahre 1910 lebten bereits mehr als 30.000 Menschen in Gaarden-Ost dehnten sich die Arbeiterquartiere östlich bis an den Germaniaring (heute Ostring) aus und in südlicher Richtung erreichte sie Grenze der Gemeinde Gaarden-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Straßenbild in Gaarden-Ost wurde, wie für die damalige Zeit typisch, von drei- bis fünfgeschossigen Mietshäuser in geschlossener Blockrandbebauung geprägt. In den Mietshäusern befanden sich teilweise Läden und auf den Hinterhöfen siedelten sich kleine Handwerksbetriebe an. Die zwei Zimmer Wohnungen waren aber meist lediglich 50qm groß und die Toilette befand sich auf dem Hof. Eine Ausnahme war aber die von der Firma Krupp 1902 am Germaniaring (Ostring) erbaute Arbeitersiedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung und Anordnung der von Krupp geplanten Mietshäuser der Kruppschen Siedlung (Ostring, Preetzer Straße sowie Blitzstraße) setzte für den damaligen Wohnungsbau in Gaarden-Ost neue Maßstäbe. In den Entwürfen wurde versucht die übliche Blockrandstruktur zurückzudrängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kruppschen Wohnungen boten Werftarbeitern einen Komfort, der für damalige Verhältnisse vorbildlich war. Die Wohnungen waren abgeschlossen und hatten Toiletten. In Waschküchen standen Badewannen für mehrere Mietparteien bereit, und trotzdem war der Mietpreis für den Arbeiter bezahlbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruppsche Siedlung&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
Die Friedrich Krupp AG, Essen erkannte sehr früh, dass eine starke Identifizierung der Belegschaft mit dem Unternehmen sich positiv auf die Produktivität auswirkte. Daher, um die zu damaliger Zeit hohe Fluktuation zu reduzieren, wurde bei der Friedrich Krupp AG die Schaffung von Arbeiterwohnungen ein Teil der Sozial- und Unternehmenspolitik. Man erhoffte sich mit der Bereitstellungen von Arbeiterwohnungen eine noch stärkere Bindung der Belegschaft an das Unternehmen zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon ab den 1860er Jahren hat die Firma Krupp im Ruhrgebiet bereits für die Mitarbeiter werkseigene Arbeiterwohnungen errichtet. 1896 wurde im Rahmen eines Überlassungsvertrages die in finanzielle Schieflage geratene Schiff- und Maschinenbau AG Germania von Krupp gepachtet und bis 1902 grundlegend modernisiert. Die endgültige Rettung erfolgte 1902 als die Friedrich Krupp AG, Essen für 6,325 Millionen Mark die Germaniawerft übernahm und als Fried. Krupp Germaniawerft in den Konzern integrierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war es nur noch eine Frage der Zeit bis auch in Kiel für die Beschäftigten der Friedrich Krupp Germaniawerft die Firma Krupp Wohnungen erbaute. Ab 1902 wurde der Germaniaring (heute Ostring) zwischen Preetzer Straße und der Blitzstraße m Brook ausgebaut. Auf der von den Straßen Germaniaring, Preetzer Chaussee und Blitzstraße eingeschlossenen Grundstücksfläche ließ die Friedrich Krupp Germaniawerft für ihre Beschäftigten eine Arbeiterkolonie (Kruppsche Siedlung) bis 1902 zu errichten. Das Baubüro in Essen (Leitung Robert Schmohl) entwarf die Pläne für zehn Gebäude mit insgesamt 215 Wohnungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie zur damaligen Zeit im Arbeiterviertel Gaarden Ost üblich bestimmten drei- bis fünfgeschossigen Mietshäuser in geschlossener Blockrandbebauung das Straßenbild. Die Gestaltung und Anordnung der von Krupp geplanten Mietshäuser der Kruppschen Siedlung stellten für den damaligen Wohnungsbau in Gaarden Ost etwas Besonderes dar. In den Entwürfen wurde versucht die übliche Blockrandstruktur zurückzudrängen. Die vier Blocks zwischen Blitzstraße, Germaniaring und Preetzer Chaussee sind so angeordnet das sie über drei Höfe miteinander verbunden sind. Der durchgehende Wohnblock am Germaniaring ist viermal geknickt wobei der mittlere Haupthof, von einem durchgehenden viermal geknickten Baukörper eingefasst, sich zur Straße nach Osten öffnet. Die beiden anschließenden Höfe sind entgegengesetzt ausgerichtet. Alle Häuser wurden um drei Innenhöfe angeordnet und die Hauseingänge mit keramikgerahmten Haustüren konnten über den Innenhof erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Bauabschnitt war bereits 1901 bezugsfertig und umfasste die Gebäude Blitzstraße 25-31, Germaniaring 61-85 und Preetzer Chaussee 46-48. Bis 1902 wurde dann auch der zweite Bauabschnitt, Germaniaring 100-112 und Greifstraße 1-9 und 4-6, bezugsfertig. Eine dritte Erweiterung der Kruppschen Siedlung (Blockrandbebauung, Heimatstil) wurde noch 1917 realisiert und umfasste Gebäude am Germaniaring 45-55 und 88-98 sowie an der Blitzstraße 24-48.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kruppschen Bauten am Ostring sind die ältesten erhaltenen Werkswohnungen in Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nach Kriegsende, ab 1920, wurde dann der Germaniaring bis an die Segeberger Landstraße (heute Theodor-Heuss-Ring / Konrad-Adenauer-Damm) verlängert. Zwischen 1938 und 1942 wurden am unteren Germaniaring nach Plänen von Ernst Prinz weitere Kruppsche Werkswohnungen (Germaniaring 2-76) errichtet.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Kaiserliche Werft legte zwischen Gaarden und Ellerbek für seine Mitarbeiter Werft-Erholungspark an. Den Besuchern stand ein Werfterholungshaus, Spielplätze für die Kinder und ein Karpfenteich zur Verfügung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bereits im Jahre 1870 führte die Stadt Kiel die ersten Gespräche mit der Gemeinde Gaarden-Ost und dem Kloster Preetz hinsichtlich einer Eingemeindung des Dorfes. Schließlich wurde man sich im Jahre 1901 einig und Gaarden-Ost wurde in die Stadt Kiel am 1. April 1901 eingemeindet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; Breit, Günther, Christa Geckeler, Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S. 30-66&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; Walter Ehlert, 2021, Das historische Gaarden, Bauernland wird Industriestandort, Husum, S. 28 - 33&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 418-444, S. 53 – 59&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gaarden-Süd(fürstliches Gaarden)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Das an die Förde angrenzende fürstliche Gaarden war durch die südlich der Preetzer Chaussee vom Langsee in die Hörn fließende Mühlenau vom klösterlichen Gaarden getrennt. Weiterhin grenzte die Gemeinde aber auch an die Gemeinden Wellsee, Moorsee, Vieburg, Hassee und Kiel. Das ursprüngliche Dorf Wulvesbrook wurde 1462 an das Kieler Kloster St.-Jürgen verkauft und gehörte somit zum Amt Kiel. Ab 1907 wurde die Gemeinde dann vom Kreis Bordesholm verwaltet. Eine weitere Trennungslinie zwischen den Gemeinden Gaarden-Ost und Gaarden-Süd ergab sich ab 1844 mit der Eisenbahnlinie Kiel-Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von Josef Stübben 1901 veröffentliche Stadterweiterungsplan (Stübbenplan) umfasste auch, weit vor der Eingemeindung, das Gebiet Gaarden-Süd. Nach diesem Plan sollte Gaarden-Süd die Lücke zwischen den Stadtteilen auf dem Westufer und dem Ostufer schließen. Die Flächen zwischen der Hamburger Chaussee und dem Barkauer Weg (heute Neue Hamburger Straße) waren durch die Bauernhöfe Vieburg und Marienlust und den Erbpachtstellen Petersburg, Krusenrott, Lübscherbaum sowie der Holzvogtstelle Poppenbrügge nur dünn besiedelt. Nach 1840 kam noch die private Irrenanstalt Hornheim hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kräftigsten Erschließungsaktivitäten in Gaarden-Süd wurden zunächst an der durch die Mühlenau gebildete Grenze zu Gaarden-Ost eingeleitet. Hier entstand bereits nach 1900 östlich des Bahndamms ein zusammenhängendes Wohnviertel mit dichter Bebauung. Die Firma Bielenberg und Sörensen legte zunächst zwei neue Straßen gleichen Namens an. Die Bielenbergstraße und die Sörensenstraße wurden über drei ebenfalls neuen Straßen (Heischstraße, Heintzestraße, Hofstraße) miteinander verbunden. Bis 1910 konnte die Bielenbergstraße bis zur Hofstraße mit viergeschossigen Mietshäusern bebaut werden. Weiterhin wurde parallel noch die Waldemarstraße (heute Sörensenstraße) als direkte Verbindung zwischen Werftstraße und Segeberger Landstraße angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Ortszentrum von Gaarden-Süd lag nördlich, eingegrenzt von Asmusstraße und Bahnhofstraße am Joachimplatz und am Oldesloer Platz. Um dieses Gelände herum erbaute man das Rathaus, den Kleinbahnhof, die Schule und die Feuerwache. Ab 1905 errichte der Allgemeine Konsumverein für Kiel und Umgebung auf einem von Sörensenstraße, Heischstraße und Bielenbergstraße eingefassten Grundstück Wohn und Gewerbebauten (u.a. 1908 ein Zentrallager und 1912 ein Verwaltungsgebäude).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schaffung von neuem Wohnraum in Gaarden führte dazu, dass in beiden Gemeinden rasant der dörfliche Charakter verloren ging und die beiden Gemeinden sich zu städtischen Vororten entwickelten. Schon am 1. April 1901 wurde die Gemeinde Gaarden-Ost (klösterliches Gaarden) in Kiel eingemeindet. Im Jahre 1910 folgte dann die Gemeinde Gaarden-Süd (fürstlich Gaarden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es in Gaarden-Süd und Gaarden-Ost um Wohnraum für gering verdienende Beschäftigte ging, setzte sich in Gaarden-Süd auch der weiträumige Siedlungsbau durch. Im Gegensatz zu Gaarden-Ost mit der geschlossenen mehrgeschossigen Blockrandbebauung entstehen in Gaarden-Süd auch aufgelockerte Kleinhaussiedlungen. Gegen Ende des 19 . Jahrhunderts begann dann langsam die villenartige Bebauung der Von-der-Goltz-Allee. Eine durchgängige Bebauung mit villenartigen Häusern erfolgte aber erst zwischen 1905 und 1910 südlich der Dorotheenstraße. An der Hamburger Chaussee stadtauswärts siedelten sich u. a. das Wasserwerk Schulensee, das Eiswerk Drachensee und eine Brauerei an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen in Gaarden-Süd umgesetzten Siedlungsbauvorhaben bilden die Auswirkungen der damaligen Wohnungsbaupolitik ab. Um den einkommensschwachen Gesellschaftsschichten auch die Möglichkeit einzuräumen ein kleines Siedlungshaus zu erwerben, wurde mit Hilfe der Stadt Kiel der Gemeinnützige Bauverein Gartenstadt Kiel GmbH gegründet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Häuser der Gartenstadt Vieburg wurden vom Kieler Architekten Hans Schnittger entworfen. Zunächst erbaute man 1912 zwei Siedlungshäuser (sog. Torhäuser) an der Einmündung des Petersburger Weges in die Hamburger Chaussee. Erst nach Kriegsende wurden dann weitere Straßen im Baugebiet angelegt. Im Jahre 1925 wurde die Gartenstadt Vieburg fertiggestellt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1918 wurde das neue preußische Wohnungsgesetz erlassen. Hierin bekannte sich erstmals der Staat sich zu seiner Verantwortung der Wohnraumversorgung gegenüber der Bevölkerung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1910 endete die Eigenständigkeit des Dorfes Gaarden-Süd (fürstlich Gaarden) im Kreis Bordesholm. Gaarden-Süd wurde zusammen mit Ellerbek und Wellingdorf in Kiel eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Breit, Günther, Christa Geckeler,&#039;&#039; &#039;&#039;Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S.30-66&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Walter Ehlert, 2021, Das historische Gaarden, Bauernland wird Industriestandort, Husum, S.28-33&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S54 – 59, S62-64, S.418 u. S.439/440&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;* MGKStG Band 36, 1931, Elli Hädicke, Kiel, Eine stadtgeographische Untersuchung, S.112&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literaturverzeichnis ===&lt;br /&gt;
Ehlert, W. (2021). &#039;&#039;Das historische Gaarden,  Bauernland wird Industriestandort.&#039;&#039; Husum: Husum Druck- und  Verlagsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geckeler, C. (Mai 2007). &#039;&#039;Kieler Erinnerungstage  23. Mai 1867.&#039;&#039; Kiel: Stadt Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinnützige  Heimstätten-Genossenschaft Kiel-Ost, Karl Behnk. (1964). &#039;&#039;75 Jahre,  Gemeinnützige Heimstätten-Genossenschaft Kiel-Ost e.G.m.b.H.&#039;&#039; Kiel: Verlag  für Wirtschaftswerbung, Elmshorn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersen, S. (2016). &#039;&#039;Arbeiterbewegung  Kommune und Howaldtswerke.&#039;&#039; Berlin: Pro Business GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stoy, V. (2003). &#039;&#039;Kiel  auf dem Weg zur Großstadt.&#039;&#039; Kiel,: Verlag Ludwig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilde, L. (1995). &#039;&#039;Denkmaltopographie  Landeshauptstadt Kiel&#039;&#039; (Bd. Sonderveröffenlichung 29 der GKStG). (J.  Jensen, Hrsg.) Neumünster: Wachholtz Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte: ===&lt;br /&gt;
MGKStG, Band 55, 1966, Hg. Sievert, Ellerbek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwicklungsgeschichte Alt-Ellerbeks, Von Julius Prange, 1937, Seite 17ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alt-Ellerbek, Siedlung, Bevölkerung und Brauchtum 1937, Von Andreas Blass 1937, Seite 39ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MGKStG, 2004, Band 82, Heft 1, Tillmann, Alt Ellerbek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MGKStG. 1957, Heft 1/2, Radunz, Kieler Werften im Wandel der Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadt Kiel: ===&lt;br /&gt;
www.kiel.de Kieler Straßenlexikon, bis 2005 Hans-G. Hilscher, ab 2005 fortgeführt von Dietrich Bleihöfer, ab 2022 von Frank Mönig, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Januar 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Quellen im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil]] [[Kategorie:Ostufer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Kiel_1918_bis_1939,_das_Ostufer,_Arbeitersiedlungen_zwischen_den_Kriegen&amp;diff=70189</id>
		<title>Kiel 1918 bis 1939, das Ostufer, Arbeitersiedlungen zwischen den Kriegen</title>
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		<updated>2026-05-19T13:21:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Kategorie eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Arbeitersiedlungen zwischen den Kriegen 1918 bis 1939 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einleitung ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges, waren die Stadtteile auf dem Ostufer, einst geprägt von den drei großen Werften, von den wirtschaftlichen Folgen des Versailler Friedensvertrages besonders betroffen. Den Werften gelang es nur sehr langsam sich auf Handelsschiffbau und Schiffsreparatur umzustellen. Die Werften versuchten aber auch mit anderen schiffbaufremden Aufträgen, wie Motoren- und Eisenbahnbau, die Beschäftigung in den Betrieben abzusichern. Trotz aller Bemühungen stieg die Zahl der Arbeitslosen in Kiel stark an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1920 stabilisierte sich der Kieler Arbeitsmarkt aber wieder. Infolge des Wiederaufbaus der deutschen Handelsflotte und durch günstige Wechselkurse (Inflation) erhielten die Werften wieder Aufträge aus dem In- und Ausland. Das deutsche Schiffbauprogramm lief 1923 aus und die Kieler Werften mussten sich dem internationalen Wettbewerb stellen. 1925 kam es weltweit zu einer Schiffbaukrise. Dieser Krise traf auch die Kieler Werften und in stieg die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung wieder an. Hinzu kam dann 1929 auch noch die Weltwirtschaftskrise. Zum Jahreswechsel 1926/1927 stieg die Zahl der Arbeitslosen auf über 15.000. Der Abbau von Arbeitsplätzen ging weiter und 1932/1933 waren mehr als 30% aller Kieler Erwerbstätigen ohne Beschäftigung. Die wirtschaftliche Einbrüche in der Werftindustrie wirkten sich auch auf die Kieler Wirtschaft aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Kriegsende entwickelten sich die Kieler Stadtteile, Gaarden, Ellerbek und Wellingdorf wie 1901 im Stadterweiterungsplan von Joseph Stübben vorgesehen. In Kiel herrschte wie bereits vor dem Krieg weiterhin eine große Nachfrage nach preiswerten, modernen Wohnraum. Zunächst war aber auch die Stadt Kiel nach Kriegsende gezwungen sich an neue wirtschaftlichen Gegebenheiten und an veränderte Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau anzupassen, da diese auch die Anforderungen an die Stadtarchitektur veränderten. Zunächst wurden zahlreiche neue Wirtschafts- und Verwaltungsbauten errichtet, die vor allem dem Hafenbereich architektonisch ein neues Gesicht gaben. Ein weiteres Ergebnis dieser Neuorientierung war aber auch der Rückzug der Marine und privater Investoren aus dem Kieler Wohnungsbau. Um diese Verluste auszugleichen, mussten sich verstärkt die Stadt Kiel, Genossenschaften und Bauvereine im Wohnungsbau engagieren. Größere Bauvorhaben wurden sowohl am Stadtrand und in der Innenstadt realisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben diesen Veränderungen der wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen für Neubauten in Kiel gab es zusätzlich aber auch noch eine Änderung in der Architekturauffassung. Dominierte bisher nach dem Stadterweiterungsplan von Joseph Stübben in Kiel der Großmiethausbau, wurde durch den Stadtbaurat Willy Hahn 1922 eine vollkommen neue Stadtplanung entwickelt die sich an der Heimatschutzarchitektur orientierte. Da aber auch in den zwanziger Jahren weiterhin eine große Nachfrage nach preiswerten und modernen Wohnungen herrschte, wurden zunächst die Bauprinzipien der Heimatschutzarchitektur am südwestlichen Rand der Innenstadt unweit des Exerzierplatzes angewandt. 1921/1922 konnte nach Plänen der Architekten Ernst Prinz, Heinrich Hansen und Heinrich Stav konnte das Grundstück zwischen Schülperbaum, Prüne und Sandkuhle mit zweigeschossigen Reihenhäusern bebaut werden. Nach dem Kriege setzte sich die Heimatschutzarchitektur in großem Stile durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Geschichte der Stadt Kiel / Jürgen Jensen und Peter Wulf, 1991 Neumünster, Wachholtz&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;-          Peter Wulf, Kiel wird Großstadt (1867-1933), S.213-S.222&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;-          Peter Wulf, die Stadt auf der Suche nach ihrer Bestimmung (1918-1933), S.305-S.312&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;-          Peter Wulf, die Stadt in der nationalsozialistischen Zeit (1933-1945), S.359-367&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Umfeld 1918 bis 1933 ===&lt;br /&gt;
Mit dem preußischen Wohnungsgesetz vom 28. März 1918 bekannte sich erstmals der Staat zu seiner Verantwortung auf dem Gebiet der Wohnungsversorgung. Das Gesetz verpflichtete Städte mit mehr als 100.000 Einwohnern zur Einrichtung von Wohnungsämtern. Die Stadt Kiel ging aber davon aus, dass durch den Personalabbau bei der Reichsmarine auch viele Familien Kiel verlassen werden und somit genügend freier Wohnraum zur Verfügung stehen würde. Daher verzichtete man zunächst auf die Einrichtung eines Wohnungsamtes. Da diese Annahme der Stadt Kiel sich aber nicht bestätigte hatte, musste auch die Stadt Kiel am 1. Oktober 1919 ein Wohnungsamt einrichten und zahlreiche Wohnungsmangelverordnungen erlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reichsheimstättengesetz von 1920 regelte den finanziell öffentlich geförderten Kleinwohnungsbau. Mit diesem Gesetz sollte jeder Familie der Erwerb von Wohneigentum oder aber einem Stück Gartenland zur Selbstversorgung ermöglicht werden. Neben dem neuen Wohnungsamt richtete man daher auch ein neues Städtebau und Siedlungsamt (Ltg. Willy Hahn) in Kiel ein. Das neue Wohnungsamt übergab diverse Aufgaben zur Thematik Wohnungsbau / Siedlungsbau an das neue von Hahn geführte Amt. Auf der Grundlage des Reichsheimstättengesetz erbaute die Stadt Kiel selbst Wohnungen oder nahm vorhandenen Wohnraum in städtische Verantwortung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis Kriegsende entwickelten sich die Kieler Stadtteile, Gaarden, Ellerbek und Gaarden wie im Stübbenplan vorgesehen. Nach Kriegsende musste sich die Stadt Kiel nun aber wirtschaftlich neu orientieren. Nach Kriegsende herrschte in Kiel wie bereits vor dem Krieg weiterhin ein großer Bedarf nach preiswerten, aber auch modernen Wohnraum. Daher mussten sich sowohl die Stadt Kiel wie auch die Genossenschaften und Bauvereine verstärkt im Wohnungsbau engagieren, da sowohl Marine und private Investoren als mögliche Bauherren nicht zur Verfügung standen. Es setzte nach Kriegsende sowohl innerstädtisch wie auch am Stadtrand eine rege Bautätigkeit ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den neuen wirtschaftlichen und auch finanziellen Veränderungen im Kieler Wohnungsbau, setzte aber auch ein Umdenken des anzuwendenden Architekturstils ein. Wie es sich schon vor dem Ersten Weltkrieg abzeichnete, setzte sich nach dem Kriege die Heimatschutzarchitektur durch. In Kiel wird der Stadtbaurat Georg Pauly durch den 1921 gewählten neuen Technischen Stadtrat Willy Hahn im März 1922 abgelöst. Willy Hahn stand der Idee der Heimatschutzarchitektur, wie auch einer Reihe jüngerer Architekten (u.a. Johann Theede und Ernst Prinz), aufgeschlossen gegenüber. Willy Hahn entwickelte eine an die neuen, modernen Ideen angepasste Stadtplanung, die auch bereits die später eingemeindete Gemeinde Neumühlen-Dietrichsdorf miteinbezog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Neben dem Wohnungsbau wurde aber auch der Bau von der Geschäfts- und Verwaltungsbauten in Kiel durch die Heimatschutzarchitektur bestimmt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;Quellen:&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;Geschichte der Stadt Kiel / Jürgen Jensen und Peter Wulf, 1991 Neumünster, Wachholtz&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;-    Peter Wulf, Kiel wird Großstadt (1867-1933), S.213-S.222&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;-    Peter Wulf, die Stadt auf der Suche nach ihrer Bestimmung (1918-1933), S.305-S.312&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;-    Peter Wulf, die Stadt in der nationalsozialistischen Zeit (1933-1945), S.359-367&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;Daniel Roth: Gefolgschaftsbetreuung Zur betrieblichen Sozialpolitik der Deutsche Werke Kiel AG im „Dritten Reich“, S.279ff in Demokratische Geschichte Band 13 Essay 9&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S130 – S.137&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Umfeld 1933 bis 1939 ===&lt;br /&gt;
Auf Grundlage des Wohnungssiedlungsgesetz vom September 1933 wurde von der neuen Reichsregierung auch der Städte- und Wohnungsbau zentralistisch geregelt. Voraussetzungen für die Umsetzung des Gesetzes war die Erarbeitung eines Wirtschaftsplanes. Daher wurde am 1. August 1935 in Kiel eine Stadtplanungsstelle eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der 1933 erfolgten Machtübernahme erarbeiteten die neuen Machthaber eine, auf dem des Stübben-Plan und auf den vom Stadtbaurat Hahn projektierten und teilweise begonnenen Flachbau- und Grüngürtelzonen basierende und an die neue Ideologie angepasste, neue Stadtplanung. Auch die existierende grobe Einteilung in Wohngebiete, Industrie- und Mischgebiete wurde beibehalten. Weiterhin wurde aber auch der Verkehrsplanung vor dem Hintergrund der sich entwickelnden Mobilität (Autoverkehr) bei den weiteren Planungen eine starke Bedeutung beigemessen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen den zwanziger Jahren wurden die Vorgaben die Bauplanung aber durch eine Reihe von Gesetzen und Verordnungen sehr viel strikter, wurden enger gefasst und die Einzelheiten der Ausführung genauer festgelegt. Es waren nur Bauten zugelassen, die der nationalsozialistischen Ideologie nicht in irgendeiner Hinsicht widersprachen. Gebäude im Stile des Bauhauses waren nun nicht mehr genehm. Und schließlich ging die private Bautätigkeit stark zurück, während die Baugenossenschaften, der Werkswohnungsbau und der kommunale und staatliche Wohnungsbau ihre Aktivitäten in großem Stile ausweiteten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die erfolgte Machtübernahme und der damit verbundenen militärischen Aufrüstung, stieg der Bedarf an Arbeitskräften auf den Kieler Werften an. Für die neuen nach 1934 in Kiel beschäftigten Arbeitskräfte stand aber kein ausreichender Wohnraum zur Verfügung. Der in der Weimarer Republik geschaffene Wohnraum, während der Weltwirtschaftskrise wurde die Bautätigkeit eingestellt, reichte nicht aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst sollten zur Schaffung neuer Wohnungen noch freie, städtische Flächen bebaut werden. Weiterhin dachte man aber auch in Kiel, um der akuten Wohnungsnot entgegen treten zu können, über die Eingemeindung weiterer Randgemeinden nach. Die Bebauung der neuen geplanten Wohngebiete, der Weg zur Arbeitsstätte sollte hier relativ kurz sein, umfasste nach Möglichkeit auch die Errichtung von Reihenhäuser und Einzelhäuser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der beginnenden Aufrüstung wurde auch vielfach Wohnungsbau, Verkehrswege und die Ausrichtung der Bebauung wieder an die Wünsche der Marine angepasst. Der Versuch in der Weimarer Republik die Stadt Kiel wirtschaftlich, unabhängiger von Reichsmarine, Werften und Schiffbauindustrien aufzustellen wurde abgebrochen. 1939 bei Kriegsausbruch war Kiel industriell wie 1914 einseitig auf die Reichs-/Kriegsmarine ausgerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kieler Arbeitsmarkt erreichte bis Mitte der 30er Jahre durch die einsetzende Aufrüstung den Status der Vollbeschäftigung. Durch weitere Aufrüstung verbunden mit den geplanten Kriegsvorbereitungen der Jahre 1938 und 1939 steigerte sich auch in Kiel der Bedarf an Arbeitskräften erheblich. Dieses führte letztendlich zu einem weiteren Zuzug von Arbeitskräften und verschärfte so den ab 1930 sich bereits abzeichnenden Wohnungsmangel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den kurzfristigen Bedarf an neuen Wohnungen für Wehrmachtsangehörige und Rüstungsarbeiter bezifferte die Kriegsmarine, allein auf dem Kieler Ostufer auf 8500. Für die Jahre 1940 bis 1945 plante man auf dem Ostufer sogar den Neubau von mehr als 14000 Wohnungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst spät ab Mitte der 1930er Jahre, obwohl alles auf eine zu erwartende steigende Nachfrage nach Wohnraum durch neu hinzukommende Arbeitskräfte in der Kieler Rüstungsindustrie hinwies, versuchte zunächst die Stadt Kiel im Jahre 1936 durch Gründung der Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) die Wohnungsknappheit abzumildern. Die KWG nahm sehr schnell eine führende Rolle in Wohnungsbau in Gaarden-Ost ein. Der Zuzug zusätzlicher Arbeitskräfte und deren Familien nach Kiel, ausgelöst von der anlaufenden Aufrüstung, hielt weiter an. Aber erst ab Juli 1938 trafen sich erst Stadt- und Provinzvertreter mit der Marine und den Werften, um eine Lösung für das Problem des Wohnungsmangels zu finden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Gründung des städtische Wohnungsunternehmens Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG), entschloss sich auch die Deutsche Werke Kiel AG (DWK) sich im größeren Umfang am Werkswohnungsbau zu beteiligen. Die DWK gründete im April 1937 die Tochtergesellschaft Kieler Werkswohnungen GmbH (KWW), die mit einem Stammkapital von 1,5 Millionen Reichsmark ausgestattet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Auch für die Arbeiter der DWK gab es im Sommer 1938 bei weitem nicht genug Wohnungen. Allein bis 1939 wurde der Neubaubedarf für Beschäftigte des Kieler Werks auf 3390 beziffert, bis 1945 rechnete man mit einem Bedarf von 5650 weiteren Wohnungen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1936 und 1939 konnte man insgesamt elf neue Bauvorhaben realisieren. Neben der stadteigenen Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) traten das DWK Tochterunternehmen Kieler Werkswohnungen (KWW) und die Fried. Krupp Germaniawerft als Bauherren auf. Am Germaniaring (heute Ostring) in Gaarden wurde vom Kruppschen Wohnungsbau die Arbeitersiedlung (Kruppsche Siedlung) bis an die Preetzer Chaussee erweitert. An der Bielenbergstraße, an der Bothwellstraße und an der Werftstraße erbaute die Kieler Werkswohnungen (KWW) weitere neue Wohnungen. Daneben erbaute der Ellerbeker Bauverein in Ellerbek neuen Wohnraum am Tröndelweg / Poppenrade und nördlich der Lütjenburger Straße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kieler Stadtgebiet stand durch den anhaltenden Bauboom kein weiteres freies Bauland mehr zur Verfügung. So waren die angrenzende Gemeinden gefordert weiteres Bauland außerhalb der Stadtgrenzen auszuweisen. Die Kieler Bauverwaltung (Magistratsoberbaurat Herbert Jensen) sahen hier die Gemeinde Elmschenhagen als ein geeignetes neues Siedlungsgebiet an. Daher beschloss die Preußische Staatsregierung im Dezember 1938 die Eingemeindung der Gemeinde Elmschenhagen zum April 1939 in die Stadt Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Daniel Roth: Gefolgschaftsbetreuung Zur betrieblichen Sozialpolitik der Deutsche Werke Kiel AG im „Dritten Reich“, S.279-S.282 in Demokratische Geschichte Band 13 Essay 9&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Peter Wulf Die Stadt in der nationalsozialistischen Zeit (1933 bis 1945) Seite 365-366&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;MKStG 77/1, 1991, S 3-25, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Die Gemeinden des Ostufers zwischen den Weltkriegen&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Hinweis:&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit der Werftansiedlung und dem nachfolgenden Werftausbau veränderte sich der dörfliche Charakter der Siedlungen am östlichen Ufer der Kieler Förde grundlegend. Die ehemaligen Fischersiedlungen und Bauerndörfer mussten entsprechendes Bauland für dringend benötigte Wohnungen zur Verfügung stellen. Mit den neuen Arbeitersiedlungen und der damit verbundenen Ansiedlung von Handel und Handwerk nahmen die betroffenen Gemeinden städtischen Charakter an. Die enge, wirtschaftliche Verbindung mit der Stadt Kiel und die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz, führten letztendlich zum Verlust der Kommunalen Selbstverwaltung. Schon 1901 wurde daher die Gemeinde Gaarden-Ost nach Kiel eingemeindet und 1910 folgten dann bereits die Gemeinden Gaarden-Süd, Ellerbek und Wellingdorf. Lediglich Neumühlen-Dietrichsdorf mit der Siedlung Oppendorf blieben noch bis zum 30. April 1924 eigenständig. Seit dem 1. Mai 1924 wurde Neumühlen-Dietrichsdorf dann aber ebenfalls ein Stadtteil der Landeshauptstadt Kiel.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Neumühlen-Dietrichsdorf&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 27. Mai 1907, nach langen und schwierigen Verhandlungen wurden die Gemeinden Dietrichsdorf und Neumühlen zur Landgemeinde Neumühlen -Dietrichsdorf vereinigt. Auch nach der Vereinigung schritt die Entwicklung, hin zu einem modernen Vorort, bis zum Kriegsbeginn weiter voran. Neben der Wohnbebauung wurden u.a. Straßen gepflastert und Fußwege mit Gaslaternen angelegt. Der Heikendorfer Weg entwickelte sich zu einer für die Gemeinde wichtigen Einkaufsstraße. Am Probsteier Platz wurden noch vor dem Ersten Weltkrieg die Brodersdorfer Straße parallel zur Quittenstraße angelegt und über die Turnstraße mit ihr verbunden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die 1910 an der verlängerten Quittenstraße erbaute öffentliche Volksbadeanstalt mit Turnhalle und die 1913-15 erbaute Mädchenschule an der Tiefen Allee waren die letzten öffentlichen Neubauten in Neumühlen-Dietrichsdorf vor dem Ersten Weltkrieg. Außer der Fertigstellung von privaten Mietshäusern an der Quittenstraße (Nr. 3 bis 11) wurde die weitere Bebauung des neu geplanten Quartiers am Probsteier Platz wegen des Kriegsbeginns 1914 erst einmal beendet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Neue Impulse für den Wohnungsbau in Neumühlen-Dietrichsdorf nach 1920&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30. Mai 1924 beschließt der Preußische Landtag die Eingemeindung der Gemeinde Neumühlen-Dietrichsdorf in die Stadt Kiel rückwirkend zum 1. Mai 1924. Somit war Neumühlen-Dietrichsdorf ein weiterer Kieler Stadtteil.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nach dem Beginn des Ersten Weltkrieges ruhte in der Gemeinde zunächst der Wohnungsbau. Erst ab Mitte der 1920er Jahre nahm dieser dann wieder Fahrt auf. So wurden kurz nach der Eingemeindung die Baulücke an der Quittenstraße von der Stadt Kiel geschlossen. Das städtische Hochbau- und Siedlungsamt (Ltg. Willy Hahn) realisierte dieses Bauvorhaben (drei Wohnhäuser, 4 Etagen, Probsteier Platz 6/11/12) nach eigenen Plänen 1925/1926. Ebenfalls entstand an der südlichen Seite vom Poggendörper Weg nach Plänen von Arnold Bruhn ein 11 Reihenhäuser umfassender Wohnblock (Nr. 2-28).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ab Juli 1938 versuchten Vertreter von Provinz, Stadt Kiel, Kriegsmarine und Werften gemeinsam das Problem der Wohnungsknappheit zu lösen. Von der Kriegsmarine wurde ein kurzfristigen Bedarf an neuen Mietwohnungen für Wehrmachtsangehörige und Rüstungsarbeiter auf dem Ostufer von gut 8.500 Wohneinheiten gefordert, langfristig (bis 1945) sollten sogar über 14.000 neue Wohneinheiten zur Verfügung stehen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der sich zuspitzende Wohnungsmangel wurde unter anderem dadurch hervorgerufen, dass die Deutschen Werke erst sehr spät, im Gegensatz zu den zu den Howaldtswerken und der Germaniawerft, mit dem Bau eigener Werkswohnungen begann. Im April 1937 gründete die Werksleitung der DWK eine werkseigene Wohnungsbaugesellschaft, die Kieler Werkswohnungen GmbH (KWW). Bereits Ende 1938 konnten in der Bielenbergstraße und den im Stadtteil Gaarden neu angelegten Straßen von der KWW 523 Wohnungen errichtet werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Zitat: aus 100 Jahre Howaldt, 1938, Howaldtswerke AG, Seite 209, letzter Absatz&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Verzweifelt ringt die Werft, von den Deutschen Werken vorbildlich unterstützt, um ihre großen Wohnungsbauvorhaben;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Neben den Bauvorhaben&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;•              in Gaarden Bielenbergstraße, Werftstraße, Bothwellstraße, Mühlenstraße und Georg-Pfingsten-Straße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;•              in Ellerbek Poppenraderweg&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;•              in Friedrichsort Gorch-Fock-Str.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;•              in Elmschenhagen-Süd&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;errichtete die KWW noch ab 1938 im Auftrag der Kriegsmarinewerft 104 Werkswohnungen in Dietrichsdorf. Auch wurde der Siedlungsbau fortgesetzt und 289 neue Siedlungshäuser wurden errichtet. Die KWW konnte bis 1940 für die Kriegsmarinewerft insgesamt 1651 Wohnungen errichten.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zitat Ende.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Probsteier Platz 1936 bis 1938&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Denkmaldatenbank Schleswig-Holstein Denkmal-Bezeichnung: Sachgesamtheit: Quartier am Probsteier Platz Kreis/kreisfreie Stadt: Kiel Gemeinde: 24149 Kiel, Landeshauptstadt Wohnplatz/Ortsteil: Neumühlen-Dietrichsdorf Straße: Probsteier Platz u.a. Denkmal-Art: Wohnbau Denkmal-Funktion: Wohnsiedlung Objektnummer: 23969&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Lageplan_Probsteier_Platz.pdf, Landeshauptstadt Kiel, Sachgesamtheit: Quartier am Probsteier Platz&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein Stand: 18. Februar 2022 Projektion: Gauß-Krüger Kartenhintergrund: DTK 5&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ab 1936 wurde in Kiel zur Beseitigung der Wohnungsknappheit, ein umfangreiches neues Wohnungsbauprogramm begonnen. Im Rahmen dieses Bauprogramms erweiterte die Kieler Wohnungsbaugesellschaft mbH zwischen 1936-1938 das Quartier am Probsteierplatz. Die einheitlich gestalteten Backsteinhäuser waren so angeordnet, dass der Blick Richtung Süden auf Schwentinemündung und Wellingdorf nicht eingeschränkt wurde. Gleichzeitig legte man am südlichen Hang zur Tiefen Allee eine Treppe an.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die vier in Ost- / Westrichtung angelegten Wohnblocks an der Tiefen Allee wurden nicht von der KWG errichtet. Alle weiteren zwischen 1936 und 1938 im Umfeld des Probsteier Platz erbauten Wohnhäuser mit begrünten Vorgärten wurden durch die Kieler Wohnungsbaugesellschaft mbH errichtet. Die zwei- bis viergeschossigen Backsteinhäuser wurden nach einem einheitlichem Schema erbaut. Sowohl südlich wie auch nördlich wurde das Quartier von begrünten Freiflächen begrenzt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Dietrichsdorfer Höhe&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ab 1938 wurden dann auch von der KWW die zur Bebauung freigegebenen Flächen nördlich der Hermannstraße erschlossen. Zunächst legte man ab der Einmündung Bernhardstraße / Hermannstraße eine neue Straße im Bogen in Richtung Norden bis zum Langen Rehm an. Die neu erschlossenen Grundstücke wurden dann entsprechend mit Doppelhäusern bebaut.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Diese neue mit Reihenhäuser bebaute Arbeitersiedlung lag nördlich der Grundstücksflächen des Arbeiter Bauvereins an der Hermannstraße. Die Siedlung wurde als Dietrichsdorfer Höhe bezeichnet. Für die neu angelegte Straße zwischen Bernhardstraße und Langer Rehm wurde 1938 ebenfalls der Name Dietrichsdorfer Höhe festgelegt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;www.kiel.de Kieler Straßenlexikon, bis 2005 Hans-G. Hilscher, ab 2005 fortgeführt von Dietrich Bleihöfer, ab 2022 von Frank Mönig, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Januar 2021.&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Afrika-Viertel&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ab 1938 wurde in Neumühlen-Dietrichsdorf mit der Bebauung der freien Fläche zwischen Heikendorfer Weg und Langer Rehm durch die Kieler Werkswohnungen GmbH begonnen. Das Afrika Viertel wurde auch noch während des Zweiten Weltkrieges weiter gebaut. Die meisten Neubauten wurden zerstört bzw. beschädigt aber nach Kriegsende nach den ursprünglichen Plänen wieder aufgebaut.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nach einem ab 1935 vom Kieler Stadtplanungsamt unter dem Magistrat-Oberbaurat Herbert Jensen (1900-1968) erarbeiteten Konzeptes sollte nördlich des alten Dietrichsdorfer Ortskerns ein neues Wohngebiet für Arbeiter der Kieler Howaldtswerke (April 1939 – Juli 1943 Kriegsmarinewerft Kiel) erbaut werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mit der Realisierung dieses Bauvorhabens auf einem leicht abfallenden Gelände zwischen Langer Rehm und Heikendorfer Weg wurde die Kieler Werkswohnungen GmbH beauftragt. Planung und Entwurf dieser neuen Wohnsiedlung wurden unter Leitung des Architektenbüros Ernst Prinz*. Ernst Prinz  und eine weitere Gemeinschaft Kieler Architekten (Otto Bade, Arnold Bruhn, Otto Christophersen, Karl Doormann, Robert Resch, Ernst Stoffers und Diedrich Suhr) erreichten es, dass die Bauarbeiten schon 1938 begannen und auch nach Kriegsbeginn weiter fortgeführt wurden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;*Bereits 1924 war Herbert Jensen im Architektenbüro von Ernst Prinz angestellt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Um das neue Baugebiet zu erschließen, wurden insgesamt sechs neue Straßen angelegt. Der damalige von der NSDAP beherrschte Magistrat verfügte, vor dem Hintergrund das durch die Reichspropaganda der im Reich vorhandene Kolonialrevisionismus unterstützt wurde, dass die neuen Straßen nach führenden Vertreter der deutschen Kolonialpolitik des Deutschen Kaiserreiches in Afrika benannt wurden. Die Tatsache das diese Namen für Völkermord, Sklaverei und persönlicher Grausamkeit stehen wurde ignoriert oder verdrängt. Die Straßennamen wurden im April 1939 durch den Polizeipräsidenten Kiel in den entsprechenden Straßenbenennungsakten festgelegt. Nachfolgend eine Aufzählung (in alphabetischer Reihenfolge) der festgelegten Straßennamen:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Ritter-von-Epp-Straße / Verdieckstraße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Lettow-Vorbeck-Straße / Hertzstraße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Lüderitzstraße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Carl-Peters-Straße / Albert-Schweitzer-Weg&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Nachtigalstraße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Wißmannstraße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;·        Woermannstraße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In Bezug auf die Namensgebung der neu angelegten Straßen wurde die neue Arbeitersiedlung zwischen dem Langen Rehm und dem Heikendorfer Weg auch als Afrika-Viertel bezeichnet wurde. Von den sieben neuen Straßen wurden bereits 1945 die Ritter-von-Epp-Straße in Verdieckstraße, nach dem SPD-Politiker und Gewerkschaftler Willi Verdieck und die Lettow-Vorbeck-Straße in Hertzstraße, nach dem Physiker Heinrich Hertz umbenannt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Nachtigalstraße wurde als zentrale Achse zwischen der Straße Langer Rehm und einer gegenüber der Einmündung in die Lettow-Vorbeck-Straße (Hertzstraße) angelegten Aussichtsplattform konzipiert. Die Nachtigalstraße, vom Langen Rehm nach Westen durchlaufend war und ist die zentrale West - / Ost Achse im sogenannten Afrika-Viertel.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die westliche Nord-Süd Achse im neuen Wohnquartier, die seit 1904 nach dem Werftbesitzer Bernhard Howaldt benannte Bernhardstraße wurde 1939 durch den Polizeipräsidenten in Lettow-Vorbeck-Straße umbenannt. Am südlichen Ende der Straße bestand eine Sichtverbindung zur Adolf-Reichwein-Schule. 1947 wurde dann die Lettow-Vorbeck-Straße in Hertzstraße umbenannt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die als östliche Nord-Süd Achse ebenfalls 1939 neu angelegte Ritter-von-Epp-Straße wurde 1947 in Verdieckstraße umbenannt. Am südlichen Ende der Straße (Bauernhof) bestand Sichtkontakt zum Schulgebäude an der Tiefen Allee.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Wohnblocks der neuen Arbeitersiedlung verfügten über minimal zwei bzw. maximal fünf Etagen. In den Blocks standen, unterschiedlich variiert, einheitliche Zwei- und Dreizimmerwohnungen zur Verfügung. Die Fassaden der Wohnblocks wurden, entsprechend der Anordnung an den neu angelegten Straßen unterschiedlich ausgeführt. Die Mehrheit der Wohnhäuser des neuen Wohnquartiers wurden bei den Alliierten Luftangriffen zerstört oder beschädigt, nach 1945 aber erfolgte nach den ursprünglichen Plänen der Wiederaufbau.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Wellingdorf&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Im Stadtteil Wellingdorf hielten sich die Wohnungsbauaktivitäten zwischen den Kriegen in Grenzen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die kleine Gemeinde Wellingdorf, zwischen Ellerbek und Neumühlen gelegen, konnte sehr lange ihren dörflichen Charakter bewahren. Im Gegensatz zu den anderen Gemeinden am Kieler Ostufer siedelten sich hier keine großen Industrie- und Schiffbaubetriebe an. Die erste Gewerbeansiedlung war die Verlegung der Kalkbrennerei von A. C. Hansen von Ellerbek nach Wellingdorf.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;So wie in den anderen Gemeinden wurde in Wellingdorf 1910 der Landhaus-Bauverein-Wellingdorf gegründet. Das Vereinsziel war es den Mitgliedern zu einem Eigenheim zu verhelfen. Der Bauverein erwarb ein Gelände nördlich der Kiel-Schönberger-Eisenbahn. Bereits im Jahre 1908 wurde der am Ende der Schönberger Straße an der Schwentine entlangführende Weg in Richtung Klausdorf (Schmiedestraße/Wehdenweg) gepflastert und die Grundstücke zwischen Schönberger Straße und dem Schmiedegrundstück an die Kanalisierung angeschlossen. Ausgehend vom Wehdenweg legte man im Jahre 1911 die Oppendorfer Straße (heute Flüggendorfer Straße) und die Schönkirchener Straße (heute Passader Straße) an. 1912 folgten dann noch die Rosenfelder Straße und die Dobersdorfer Straße. Nach Abschluss der Erschließungsarbeiten konnten dann am südlichen Schwentineufer bereits ab 1912 entlang des Wehdenweges und der nach Süden führenden Rosenfelder Straße Siedlungshäuser nach Plänen des Architekten Johann Theede erbaut werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Auf verhältnismäßig kleinen Grundstücken wurden hier Einzel-, Doppel- und Dreifamilienhäuser errichtet. Die Bebauung des Geländes des Bauvereins Wellingdorf wurde bereits nach dem Kriegsende 1919 fortgesetzt. 1919 wurde zunächst die Raisdorfer Straße angelegt und 1921 folgte dann noch die Neumühlener Straße. Durch die Erschließung neuer Grundstücke konnte die Bebauung der Siedlung weiter fortgesetzt werden. Der letzte Bauabschnitt wurde 1937/38 mit Siedlungsbauten nach den Plänen von Otto Christophersen an der Neumühlener Straße abgeschlossen.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Straßen im Siedlungsgebiet südliche Schwentine:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;1904        &#039;&#039;&#039;Wehdenweg&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verlauf: zunächst bis Schmiedestraße (Verbindung Schönberger Straße/Wehdenweg), dann Schönberger Straße-Schmiedestraße-Wehdenweg-Stadtgrenze, ab 1906 Schönberger Straße-Stadtgrenze&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1911        &#039;&#039;&#039;Oppendorfer Straße&#039;&#039;&#039;, 1926 dann &#039;&#039;&#039;Rastorfer Straße&#039;&#039;&#039;, 1930 dann &#039;&#039;&#039;Flüggendorfer Straße&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verlauf: ab Wehdenweg / 1921 Wehdenweg-Neumühlener Straße/Passader Straße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1911        &#039;&#039;&#039;Schönkirchener Straße&#039;&#039;&#039;, 1925 dann &#039;&#039;&#039;Passader Straße&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verlauf: &#039;&#039;ab Wehdenweg-Neumühlener Straße/Flüggendorfer Straße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1912        &#039;&#039;&#039;Rosenfelder Straße&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verlauf: ab Wehdenweg, 1921 Wehdenweg-Neumühlener Straße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1912        &#039;&#039;&#039;Dobersdorfer Straße&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verlauf: ab Rosenfelder Straße, 1919 Rosenfelder Straße-Raisdorfer Straße&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1919        &#039;&#039;&#039;Raisdorfer Straße&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verlauf: ab Wehdenweg, 1921 Wehdenweg-Neumühlener Straße&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1921        &#039;&#039;&#039;Neumühlener Straße&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Verlauf: ab Rosenfelder Straße-Raisdorfer Straße, 1940 Flüggendorfer Straße/Passader-Wehdenweg&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ellerbek ===&lt;br /&gt;
In Ellerbek lebten um 1860 ca. 500 Einwohner. Mit dem sich abzeichnenden wirtschaftlichen Aufschwung stieg diese Zahl im Jahre 1904 auf 7.500 an. Die staatliche Kaiserliche Werft, war gesetzlich nicht verpflichtet Beiträge an die Gemeinde abzuführen. Die enge, wirtschaftliche Verbindung mit der Stadt Kiel und die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz, führten letztendlich zum Verlust der kommunalen Selbstverwaltung. Das Steueraufkommen der zugezogenen Bevölkerung war bei weitem nicht kostendeckend. So war und blieb Ellerbek bis zur erfolgten Eingemeindung auf Unterstützung von Seiten des Fiskus besonders im Schul- und Armenwesen angewiesen. Daher wurde Ellerbek 1910 eingemeindet. Die enge, wirtschaftliche Verbindung mit der Stadt Kiel und die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz haben letztendlich zum Verlust der Kommunalen Selbstverwaltung geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weitere Aufrüstung und die damit verbundene Werfterweiterung führte zu einem steigenden Bedarf an Arbeitskräften auf der Kaiserlichen Werft. Die neuen Arbeitskräfte, die mit ihren Familien zuwanderten benötigten entsprechenden Wohnraum. Die steigende Nachfrage nach bezahlbaren Wohnraum war, trotz des sprunghaften Bevölkerungswachstums, im Vergleich zu anderen Großstädten in Kiel beherrschbar, da die Stadt Kiel ausreichend Bauland für den Wohnungsbau zur Verfügung stellte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. April 1920 wurde Emil Lueken (1919-1948) zum Oberbürgermeister in Kiel gewählt. Mit Unterstützung der SPD und des Oberbürgermeisters Emil Lueken wurde am 9. April 1921 Willy Hahn zum ersten besoldeten Technischen Stadtrat der Stadt Kiel gewählt. Lueken und Hahn strebten eine Neuorganisation der Bauverwaltung der Stadt Kiel an. Am 6. April 1922 wurde das Städtebau- und Siedlungsamt mit dem Hochbauamt zu einer Dienststelle zusammengefasst. Unter der Leitung von Willy Hahn wurde ein Hochbau- und Siedlungsamt eingerichtet. 1920, nach der Direktwahl von Emil Lueken zum Oberbürgermeister und 1922 nach der Ernennung von Willy Hahn zum Stadtbaurat in Kiel keimte neue Hoffnung hinsichtlich einer neuen Städtebaupolitik auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausgehend vom Klausdorfer Weg in Wellingdorf wurden zwei neue Straßen angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Straßen im Siedlungsgebiet Klausdorfer-Weg&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1925        Hangstraße (Verbindung vom Klausdorfer Weg bis Hagener Straße, ab 1936 bis Peter-Hansen Straße)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1926        Hagener Straße (Verbindung Klausdorfer bis Hangstraße)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits 1922 hatte der neue Stadtbaurat ein städtisches Bauprojekt entwickelt, das für das Siedlungsgebiet Klausdorfer Weg zwischen Hangstraße und Hagener Straße sowie Klausdorfer Weg die Errichtung von verschiedenen Siedlungshäusern durch das städtische Hochbau- und Siedlungsamt vorsah. Mit diesem neuen Bauvorhaben waren sechs Jahre Baustillstand beendet. Die Stadt Kiel (Hochbau- und Siedlungsbauamt) übernahm die Ausführung und Finanzierung der geplanten Häuser. Das Eigentumsrecht an diesen Häusern im Heimatschutzstil behielt ebenfalls die Stadt und dem Ellerbeker Bauverein wurde die spätere Verwaltung der Häuser übertragen. Das Bauvorhaben Siedlungsgebiet Klausdorfer Weg wurde 1927 abgeschlossen. Ergänzend zu den Siedlungsbauten errichtete der Ellerbeker Bauverein an der östlichen Straßenseite (zur Peter-Hansen-Straße)der Hagener Straße ab 1927 zweigeschossige Vierfamilienhäuser mit Walmdächern und Stallanbauten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Gaarden und Ellerbek plante Willy Hahn eine Erweiterung der bereits vorhandenen, kleinen Grünflächen zur Verbesserung der Wohnqualität. Bei neuen Vorstadtsiedlungen sollten auch immer entsprechenden Grünanlagen in der Planung berücksichtigt werden. Das an ein neu geplantes Bauvorhaben des Ellerbeker Bauvereins angrenzende Schwanenseegelände wurde daher Anfang der 1920er Jahre von der Stadt Kiel aufgekauft und zu einem öffentlichen Park umgestaltet. Weiterhin wurde das Gelände über die Bahnlinie hinaus bis zum südlich gelegenen Tröndelsee aufgeforstet (heute Stadtrat-Hahn-Park).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vom Hochbau- und Siedlungsbauamt errichtete  Siedlung am Klausdorfer Weg sollte um ein weiteres Siedlungsgebiet zwischen der Lütjenburger Straße, dem Ellerbeker Weg und der Kiel-Schönberger Eisenbahnlinie erweitert werden. Aus diesem Grund planten der Ellerbeker Bauverein und Stadtbaurat Hahn 1927 den Bau einer Arbeitersiedlung mit 2500 Wohnungen. Diese Reihenhaussiedlung sollte architektonisch dem Dessauer Bauhausstiels entsprechen. Die geplanten Reihenhäuser hatten flache Dächer und verputzte Fassaden. Es gab heftige Diskussionen in der Ratsversammlung und im Magistrat über diese neuem Pläne und der damit verbundenen Abwendung von der bisherigen Heimatschutzarchitektur. Da 1929 eine knappe Mehrheit gegen die Pläne von Hahn stimmte, wurde das Projekt aber nicht realisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kieler Werkswohnungen GmbH plante in Ellerbek 1938 nördlich der Kiel-Schönberger Eisenbahnlinie, den Bau einer Arbeitersiedlung „Wohnanlage am Poppenrader Weg“. Das neue Siedlungsgebiet wurde begrenzt von den Straßen Poppenrader Weg, Posadowskystraße und Drewsstraße. Zunächst legte man 1939 zwischen Poppenrader Weg und Posadowskystraße die drei Verbindungsstraßen Röhbarg, Hollwisch und Sören an. Zwischen diesen drei neuen Straßen wurde im gleichen Jahr mittig die Verbindungsstraße De Twiel angelegt. Die von nach den Plänen von Otto Schnittger erbaute Arbeitersiedlung umfasste insgesamt 28 Wohnblocks mit kleinen zwei Zimmer Wohnungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Straßen im Siedlungsgebiet Poppenrader Weg&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1939        Hollwisch, Röhbarg, Sören (Verbindung Poppenrader Weg bis Posadowskystraße)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1939        De Twiel (mittige Verbindungsstraße Röhbarg, Hollwisch und Sören)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;Quelle&#039;&#039;&#039;:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Wilde, L. Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 166, 448&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S 250 ff&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ellerbeker Bauverein ====&lt;br /&gt;
Nach den im Mai und Juni 1889 veränderten Rahmenbedingungen erkannte der Staat seine Verantwortung für die Versorgung mit Wohnraum an und unterstützte den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell Durch flankierende Maßnahmen wurden auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau für Baugenossenschaften verbessert. 1889 kam es in Ellerbek zur Gründung des „Arbeiter-Bauverein für Ellerbek und Umgebung&amp;quot;. Die Geschäftsanteile des Bauvereins (je 150 RM, max. 10 Anteile) konnten lediglich von Belegschaftsmitglieder der Kaiserlichen Werft erworben werden. Die Geschäftsanteile wurden über einen monatlichen Mindestbeitrag von einer Reichsmark angespart und das Guthaben entsprechend verzinst. 117 Mitglieder erwarben bereits am Gründungstag Geschäftsanteile. Trotzdem war der Ellerbeker Bauverein aber auf weitere finanzielle Unterstützung der LVA Schleswig-Holstein, dem Reichsamt des Innern und dem Reichsmarineamt angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleich nach seiner Gründung entwickelte der Arbeiter-Bauverein eine rege Bautätigkeit. Dem Ellerbeker Bauverein gelang es, um von Bodenspekulationen verschont zu bleiben seinen bereits vorhandenen Grundbesitz um neue, günstige Grundstücke erheblich zu erweitern. Die neuen Bauflächen lagen mehrheitlich auf Ellerbeker und Wellingdorfer Gebiet. Daher verlegte der Bauverein seinen Wirkungskreis von Gaarden Ost nach Ellerbek. 1901 trat der Ellerbeker Bauverein dem Revisionsverband Schleswig-Holsteinischer Baugenossenschaften bei und man änderte den des Bauvereins in „Arbeiterbauverein in Ellerbek“ um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende des Jahres 1909 verfügte der Bauverein über einen Grundbesitz von insgesamt 111,2 Hektar. Mit diesem umfangreichen Grundbesitz konnte der Ellerbeker Bauverein seinen Mitgliedern preiswertes Bauland anbieten und  die Ellerbeker Siedlung dehnte sich bis 1909 über die Regionalbahn Kiel-Schönberg bis zum Alten Elmschenhagener Weg bzw. bis zum Alten Ellerbeker Weg aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ellerbeker Bauverein errichtete bis 1914 insgesamt 943 Häuser, wobei von diesen Häusern bereits 141 in das Eigentum der Erwerber (Genossenschaftsmitglieder) übergegangen sind. Das neue Siedlungsgebiet in Ellerbek/Wellingdorf bot den Bewohnern im Vergleich zu den Arbeiterquartieren in Gaarden eine sehr hohe Lebensqualität. Die Ausstattung der neuen Häuser und die Infrastruktur der neuen Siedlung verbesserten grundlegend die Wohnsituation der Arbeiter in Ellerbek.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkungen:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alle Grundstücke der Siedlung waren an die Kanalisation angeschlossen. Ab 1899 wurde die Siedlung des Bauvereins auch an das Netz der Gaardener Gasanstalt angeschlossen. So konnte für die Bewohner die Straßenbeleuchtung und auch das Kochen mit Gas sichergestellt werden. Der Versuch des Bauvereins die neuen Gebäude an die Wasserversorgung der Stadt Kiel anzuschließen, scheiterte und daher übernahm dann ab 1904 das Wasserwerk der Gemeinde Dietrichsdorf die Wasserversorgung der Ellerbeker Siedlung. Weiterhin wurden ab 1912 alle Grundstücke mit Elektrizität versorgt. Als erste Einkaufsmöglichkeit wurde 1893 ein Geschäft für Kolonialwaren fertiggestellt. Bäckerei, Schlachterei und Räucherei folgten. Der Bauverein bezog im Jahr 1900 ein eigenes Geschäftshaus an der Ecke Ringstraße/Hollmannstraße. Der Neubau beherbergte zur Verwaltung der Vereinsangelegenheiten eine Geschäftsstelle mit einem Sitzungssaal und drei Personalwohnungen. Im Juli 1914 weihte der Werft Frauenverein an der Prinzenstraße einen Kindergarten (Dorotheen Kindergarten) ein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S 224ff&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Das Siedlungsgebiet des Ellerbeker Bauvereins nach 1919&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 48, 2004, Kiel in der Weimarer Republik, Dörte Beier S 246 ff&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 76-77&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1910 vollzogene Eingemeindung Ellerbeks wirkte sich für den Bauverein nachteilig aus. Die neuen, hohen städtischen Abgaben führten dazu, dass rund 100 Hausanwärter ihre Anwesen aufgeben mussten. Weiterhin beklagte der Bauverein die Umständlichkeit und die Unübersichtlichkeit der Kieler Verwaltung. So hatte man zusammen mit Studenten der Eckernförder Baugewerkschule für das neue Wellingdorfer Baugebiet einen Erweiterungsplan erarbeitet. Der Bauverein wollte spätestens 1912 mit den Erschließungsarbeiten beginnen. Nach erfolgter Eingemeindung zum 1. April 1910 beharrte die Stadt Kiel auf die konsequente Anwendung der städtischen, planerischen Grundsätze. Der im Mai 1910 bei der Stadt Kiel eingereichte Erweiterungsplan wurde vom Magistrat nicht genehmigt. Die sehr unterschiedlichen Vorstellungen von städtischen Behörden und Arbeiter Bauverein führten dazu, dass vor Kriegsbeginn 1914 mit den Erschließungsarbeiten nicht mehr begonnen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Genossenschaft wie der Ellerbeker Bauverein war, wegen den eigenen begrenzten finanziellen Möglichkeiten auf städtische Unterstützung angewiesen. Die Bautätigkeit des Ellerbeker Bauvereins war nach dem Kriegsende noch bis 1925 sehr eingeschränkt. Zwischen 1920 und 1925 konnten, bedingt durch Inflation und Einführung der Rentenmark, neue Bauvorhaben zwar geplant, aber nicht realisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Fertigstellung der vom Hochbau- und Siedlungsbauamt der Stadt Kiel errichteten Siedlung am Klausdorfer Weg konnte der Ellerbeker Bauverein bereits 1927 an der Ostseite der Hagener Straße zweigeschossige Vierfamilienhäuser mit Walmdächern und Stallanbauten errichten. Die Ausführung und Finanzierung der Siedlung Klausdorfer Weg übernahm die Stadt Kiel. Die Verwaltung der Häuser wurde dem Ellerbeker Bauverein übertragen. Auf dieser Grundlage konnten nach über sechs Jahren Baustillstand die ersten Neubaupläne realisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Neben den wirtschaftlichen und den sozialen Veränderungen nach Kriegsende deutete sich auch in der Architektur schon vor Kriegsbeginn ein Wandel zur Heimatschutzarchitektur an. Diese neue Ausrichtung der Architektur auf die Heimat, arbeitete zunächst vor allem mit Backstein und wollte die ursprünglichen Formen der Heimat bewahren. In dem bis 1912 erschlossenem Baugebiet an der Drewsstraße realisierte der Ellerbeker Bauverein nach Plänen der Kgl. Baugewerkschule aus Eckernförde diese neuen Ideale der Heimatschutzarchitektur zum ersten Mal.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine neue vom Ellerbeker Bauverein und Stadtbaurat Hahn 1927 geplante Arbeitersiedlung mit 2500 Wohnungen zwischen der Lütjenburger Straße, dem Ellerbeker Weg und der Kiel-Schönberger Eisenbahnlinie konnte wegen städtischer Vorbehalte nicht realisiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;75 Jahre GHG Kiel Ost, Abschnitt 1914: der erste stolze Rückblick des jungen Vereins&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S 224ff&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Wilde, L. Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 448&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit der Erweiterung / Aufforstung der Schwanensee-Grünanlagen bis an den Tröndelsee und die Nutzung der Grünanlage als öffentliche Parkanlage wurde Ende der 1920er hinter dem Bahnübergang Franziusallee eine durch die Parkanlage führende Verbindungsstraße (Lütjenburger Straße) bis an den alten Ellerbeker Weg angelegt. In den Jahren zwischen 1930 – 1935 schaffte der Ellerbeker Bauverein entlang der Lütjenburger Straße weiteren Wohnraum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstes Bauvorhaben errichtete der Ellerbeker Bauverein nördlich am Hang der Lütjenburger Straße insgesamt 69 Wohnungen und eine Großwaschanstalt. Hier wich erstmalig der Bauverein von dem bisherigen Siedlungsbau ab und baute moderne Mietwohnungen die landesweit Beachtung fanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Machtübernahme wurde die Finanzsituation der Baugenossenschaften zunächst von der neuen Regierung erheblich stabilisiert und verbessert. Durch die nach 1933 einsetzende Aufrüstung und die daraus resultierende erhöhte Zuwanderungen zusätzlicher Arbeitskräfte, steigerte sich auch die Nachfrage nach modernen Wohnraum. Der einsetzende Bauboom erlaubte dem Bauverein eine weitere Erschließung des nördlich der Lütjenburger Straße gelegenen Baugebietes mit neu angelegten Straßen. Der der Ellerbeker Arbeiterbauverein erbaute hier das sogenannten Ostholsteinviertel. Von 1934 bis 1939 wurden durch den Ellerbeker Bauverein 220 Häuser, 218 Mietwohnungen und zwei Ladengeschäfte erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;75 Jahre GHG Kiel Ost, Abschnitt 1914: der erste stolze Rückblick des jungen Vereins&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S. 228/255&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Wilde, L. Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 450&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Straßen im Ostholsteinviertel&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1930        Lütjenburger Straße (ab Franziusallee - Ellerbeker Weg)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1936        Peter-Hansen Straße (ab Klausdorfer Weg - Lütjenburger Straße)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1936        Selenter Straße (ab Lütjenburger Straße – Peter-Hansen-Straße)&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1936        Nissenstraße (ab Klausdorfer Weg – Selenter Straße)&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;www.kiel.de Kieler Straßenlexikon, bis 2005 Hans-G. Hilscher, ab 2005 fortgeführt von Dietrich Bleihöfer, ab 2022 von Frank Mönig, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Januar 2021.&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als letztes Bauvorhaben begann der Ellerbeker Bauverein noch 1940 mit dem Wohnungsbau an der Nissenstraße Dieses Baugebiet (171 Wohnungen, 1 Bäckerei) wurde noch vor Kriegsende bezugsfertig. Sehr viele der zwischen 1889 und 1939 vom Ellerbeker Bauverein in Wellingdorf, Gaarden und Ellerbek errichteten Siedlungshäuser und Arbeiterwohnungen wurden durch die Bombenangriffe der 40er Jahre zerstört oder schwer beschädigt. Sehr viele der zerstörten Gebäude wurden in der Nachkriegszeit nach den alten Plänen aber wieder aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Anweisung der Regierung mussten sich im Jahre 1942 insgesamt fünf Baugenossenschaften (Dietrichsdorf, Oppendorf, Klausdorf, Kronsburg, Kroog) dem Ellerbeker Bauverein anschließen. Der neue Bauverein erhielt den Namen „&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Gemeinnützigen Heimstätten-Genossenschaft Kiel-Ost eG&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Elmschenhagen – vom Dorf zur Gartenstadt ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Elmschenhagen gehörte zum Kloster Preetz und wurde 1286 erstmals als „Elvereshagen“ erwähnt. 1327 wurde Elmschenhagen selbständiges Kirchdorf auch für die Gemeinden Ellerbek und Gaarden-Ost. 1844 mit dem Ausbau der Preetzer Chaussee und 1866 mit der neuen Eisenbahnlinie Kiel-Ascheberg veränderte sich das dörfliche Leben. Als nach 1871 die Bevölkerungszahlen in Kiel anstiegen, wandelte sich auch Elmschenhagen vom reinen Bauerndorf zu einer städtischen Arbeitersiedlung. Die Einwohnerzahl von Elmschenhagen erhöhte sich von 1.000 Einwohner um 1903auf 3.360 Einwohner im Jahre 1914 und auf 6.300 Einwohner im Jahre 1933.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die steigenden Einwohnerzahlen musste die Gemeindevertretung Elmschenhagens zusätzliche Investitionen für neue Infrastrukturmaßnahmen (u. a. neue Straßen, zusätzliche Schuleinrichtungen) vornehmen. Daraufhin beantragte die Gemeindevertretung die Eingemeindung Elmschenhagens in die Stadt Kiel. Diesem Antrag wurde aber von der Verwaltung in Berlin nicht entsprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1933 stieg die Einwohnerzahl in Kiel wieder stetig an (1933/218.335, 1935/233.497, 1939/265.443). Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges lebten im Jahre 1942 insgesamt rund 306.000 Einwohner in der Stadt. Kiel konnte diesen Bevölkerungszuwachs, u. a. auch wegen fehlender Bebauungsflächen, nicht mehr allein bewältigen. Daraufhin wurde zum 1. April 1939 durch das preußische Staatsministerium und dem Oberpräsidenten der Provinz Schleswig-Holstein die Eingemeindung Elmschenhagens mit der Siedlung Kroog angeordnet. Mit der Eingemeindung im Frühjahr 1939 verlor Elmschenhagen sehr schnell seinen vorstädtischen Charakter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage Dezember 1938, Beginn der Bauplanung für die Gartenstadt Elmschenhagen-Süd, 01. Dezember 2008&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Zitierlink: &amp;lt;nowiki&amp;gt;https://www.kiel.de/erinnerungstage?id=96&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gartenstadt Elmschenhagen ===&lt;br /&gt;
Schon bereits vor der offiziellen Eingemeindung Elmschenhagens, hatte sich die Stadt Kiel (Magistratsoberbaurat Herbert Jensen) als Standort für den weiteren Bau einer Arbeitersiedlung die Nachbargemeinde Elmschenhagen ausgesucht. Nach Meinung Jensens konnte man in Elmschenhagen die Anbindung der neuen Siedlungen an die städtische Infrastruktur gewährleisten. Außerdem war die Versorgung mit Gas, Strom und Wasser und die Entsorgung der Abwässer abgesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zu planende und von der Marine beauftragte Bauvorhaben Gartenstadt Elmschenhagen wurde das größte Bauvorhaben im Stadtgebiet vor dem Zweiten Weltkrieg und sollte mittels dreier, unabhängiger Bauvorhaben (Elmschenhagen Nord, Elmschenhagen Süd und Elmschenhagen Ost) realisiert werden. Für Beschäftigte der Kieler Kriegsmarinewerft (Zusammenschluss Howaldtswerke/Marinearsenal) wurde ab 1939 die Gartenstadt Elmschenhagen-Nord von der Siedlungsbaugesellschaft Hermann und Paul Frank, Hamburg, entworfen und erbaut. Das Baugebiet Elmschenhagen-Süd wurde ab 1939 von der Kieler Werkswohnungen GmbH für Beschäftigte der Deutschen Werke und der Kriegsmarinewerft erbaut. Schon vor der vollzogenen Eingemeindung erhielten die Architekten Schaeffer-Heyrothsberge, Magdeburg/Berlin den Auftrag mit den Planungen für die Gartenstadt Elmschenhagen Süd zu beginnen. Für das Bauvorhaben Elmschenhagen Nord diente die Gartenstadt Kleinborstel bei Hamburg als Vorbild. Der dritte Bauabschnitt Elmschenhagen Ost (Bauträger Kieler Wohnungsbaugesellschaft) wurde, wegen der Kriegsereignisse, nicht mehr realisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkungen:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ebenso wie bei der Stadtplanung setzte die nationalsozialistische Stadtverwaltung auch bei der Bebauung - bei der Anordnung und Verteilung der Bauten, bei den Bauformen, den Baumaterialien und dem Bauschmuck - die Tradition der zwanziger Jahre fort, ohne dass dies je erwähnt worden wäre. Im Wohnungsbau wurde die aufgelockerte Bauweise mit höchstens dreigeschossigen Häusern, mit Wohnhöfen und Grünflächen, wie sie an den Ringstraßen im Westen der Stadt und im Wohnviertel an der Schill- und Kleiststraße praktiziert worden war, unverändert beibehalten. Auch die Idee der Gartenstadt, die in den zwanziger Jahren als Leitidee des Siedlungsbaues galt, wurde beim Bau der großen Wohnsiedlungen in Elmschenhagen wieder aufgenommen. Und selbst die Idee der Gemeinschaftsbauten, die in der Zeit der Weimarer Republik aus dem Geist eines auch sozial verpflichteten Bauens entwickelt worden war, wurde nach 1933 beibehalten, fortgeführt, nun allerdings im Sinne der nationalsozialistischen Gemeinschaftsideologie umgedeutet.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der grundlegenden Struktur waren beide Siedlungsgebiete identisch geplant. Ein zentraler Platz mit Ladenhäusern, Verwaltungsgebäuden und Gemeinschaftseinrichtungen war Mittelpunkt der Siedlung. Zwei Alleen (Reichenberger Allee/Süd, Wiener Allee/Nord) bildeten die zentrale Achse, die beide Gebiete miteinander verband. Im gesamten Bereich gab es verschiedene Hausgrößen und Hausformen. Die Gebäude waren Backsteinbauten. Durch eine unterschiedliche Bebauung wurden verschiedene Formen mit Wohnhöfen und vielen Grünanlagen geschaffen. Anlage und Ausgestaltung der Gartenstadt orientierte sich an den Ideen der Gartenstadtbewegung, obwohl, durch die hohe Bebauungsdichte der städtische Charakter hervorgehoben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gartenstadt Elmschenhagen Nord ===&lt;br /&gt;
Das Baugebiet für diese neue Siedlung lag nördlich zwischen der Preetzer Chaussee und dem Ellerbeker Weg. Die Straßen in Elmschenhagen Nord erhielten Namen aus der 1938 annektierten Ostmark (Österreich). Die nördliche Gartenstadt wurde von einer Ringstraße (Tiroler Ring) umschlossen und die Mittelachse der Siedlung bildete die Wiener Allee. Als Siedlungszentrum und als Veranstaltungszentrum war der Andreas-Hofer-Platz gedacht. Um diesen Platz herum etablierte sich auch das kommerzielle Zentrum der neuen Gartenstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wohnhäuser der neuen Gartenstadt waren zweigeschossige Reihenhäuser mit Vorgärten und kleinen Nutzgärten. Die Häuser hatten eine Größe von 92qm und 60qm. Für ältere Mieter standen aber auch 48qm große Dreizimmerwohnungen zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gartenstadt Elmschenhagen Süd ===&lt;br /&gt;
Die Planungen für das Bauvorhaben Elmschenhagen-Süd standen im Kontext mit der ab 1938 von dem Büro Paul und Hermann Frank, Hamburg, entworfenen Siedlung Elmschenhagen-Nord. Eine weitere geplante dritte Siedlung, Elmschenhagen-Ost, kam kriegsbedingt nicht mehr zur Ausführung. Die südlich der Preetzer Chaussee gelegene Gartenstadt Elmschenhagen-Süd wurde ab 1939 nach Entwürfen von Paul Schaeffer-Heyrothsberge von der Kieler Werkswohnungen GmbH errichtet. Die rund 2.000 geplanten Wohnungen waren für Beschäftigte der Deutschen Werke und der Kriegsmarinewerft gedacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Häuser der neuen Siedlung wurden ebenfalls aus rotem Backstein gebaut. Neben einigen Reihenhauszeilen wurden überwiegend zweigeschossige Mietshäuser mit vier Wohnungen erbaut. Auf die Umsetzung der Gartenstadtidee verzichtete man. Die durch Zeilen- und Blockrandbebauung entstanden Freiflächen wurden aber begrünt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Straßen und Plätze der neuen Siedlung wurden nach sudetendeutschen Orten benannt. Die Hauptachse der Siedlung war die Reichenberger Allee, die die Preetzer Chaussee mit der Elmschenhagener Allee verband. Die Teplitzer Allee war als Hauptachse für die nicht mehr realisierte Gartenstadt Elmschenhagen-Ost geplant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Zentrum der Gartenstadt Elmschenhagen-Süd diente der Egerländer Platz (heute Bebelplatz). Der Egerländer Platz war als zentraler Punkt von Elmschenhagen-Süd geplant. Diese Planungen konnten wegen des Krieges nicht umgesetzt werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden neben Zweizimmerwohnungen mit Wohnküche für junge und ältere Ehepaare, auch Vierzimmerwohnungen für Eltern mit Kindern errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 93-95&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage Dezember 1938, Beginn der Bauplanung für die Gartenstadt Elmschenhagen-Süd, 01. Dezember 2008&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gaarden ===&lt;br /&gt;
Der heutige Stadtteil Gaarden bestand ursprünglich aus der Gemeinde Gaarden Ost (1212 Hemminghestorp, klösterliches Gaarden) die zum Kloster Preetz (Kreis Plön) gehörte und der Gemeinde Gaarden Süd (1402 Wulvesbrook, fürstlich Gaarden) die ab 1907 zum Kreis Bordesholm gehörte. Die Grenze zwischen diesen beiden Gemeinden bildete die südlich der Preetzer Chaussee vom Langsee in die Hörn fließende Mühlenau. Eine weitere Trennung der beiden Gemeinden manifestierte sich durch den Bau des Eisenbahndammes der 1844 eröffneten Eisenbahnlinie von Kiel nach Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folge der Werftansiedlungen und der laufenden Erweiterung stieg der Bedarf an Arbeitskräften auf den Werften. Der dringend benötigten Wohnraum für die neuen Werftarbeiter und dem damit verbundenen Bauboom setzte sich in beiden Gemeinden rasant eine städtische Bebauung durch. Das Gelände zwischen beiden Gemeinden wurde immer enger erschlossen und Gaarden Ost und Gaarden Süd wuchsen immer dichter zusammen. Lebten in beiden Gemeinden 1860 lediglich 400 Einwohner waren es 1910 schon 30.427 Einwohner an. Die Gemeinde Gaarden-Ost (klösterliches Gaarden) wurde am 1. April 1901 in Kiel eingemeindet und die Gemeinde Gaarden-Süd (fürstlich Gaarden) folgte im Jahre 1910.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das fürstliche Gaarden und das klösterliche Gaarden entwickelten sich bis zum Kriegsbeginn 1914 unterschiedlich. eine Entwicklung wie das durch. Zum Ende der 1890er Jahre wurde für beide Gemeinden eine abgestimmte Stadtplanung durch den Kreis Plön (Gaarden Ost) und der Stadt Kiel (Gaarden Süd) erarbeitet. Die Stadt Kiel hatte ihre Planung für Gaarden Süd bereits im Stübbenplan festgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst musste durch die Ausdehnung der Germaniawerft eine Erweiterung der bereits bestehenden Wohngebiete in Gaarden Ost geplant und nach der Eingemeindung realisiert werden. Die Bebauung der neuen Wohngebiete in Gaarden Ost wurden geprägt vier bis fünfgeschossigen Miethäusern und glichen der Bebauung der Arbeitersiedlungen auf dem Westufer. Am Rand dieser verdichteten Bebauung, an dem ersten Abschnitt der neu angelegten Ringstraße Germania Ring, zwischen Blitz- und Helmholtzstraße, befanden sich die von Krupp erbauten Werkswohnungen. Weitere Teilstücke des Germania Rings wurden erst nach dem ersten Weltkrieg angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend dem Stübbenplan sollte Gaarden Süd als Verbindung zwischen den westlichen und den östlichen Stadtteilen dienen. Zunächst entstand nach 1900 südöstlich der alten Lübecker Chaussee an der Grenze zu Gaarden Ost ein neues dicht bebautes neues Wohnviertel und um den Joachimsplatz herum entstand ein neues Gemeindezentrum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Gaardener Gemeinden zeigen unterschiedliche Lösungsansätze der Schaffung von Wohnraum für eine größere Anzahl von Menschen auf. In Gaarden Ost wurde mit einer verdichteten Bebauung mehrgeschossiger Mietwohnhäuser in Blockrandbebauung reagiert und in Gaarden Süd dominierte der Siedlungsbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende 1918 zogen sich die privaten Bauunternehmer aus dem Wohnungsbau. Diese Aufgabe fiel jetzt den Kommunen, gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaften und-genossenschaften und vor allem in Gaarden Ost auch der Industrie zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erstmals mit dem preußischen Wohnungsgesetz von 1918 bekannte sich der Staat zu seiner Verantwortung auf dem Gebiet der Wohnungsversorgung. Die Schaffung von Kleinwohnungen wurde durch das Wohnungsgesetz in den Verantwortungsbereich des Staates übertragen. Weiterhin sah es eine nach gesundheitlichen und sozialen Gesichtspunkten geordnete Wohnungsaufsicht und Wohnungspflege durch die Einrichtung kommunaler Wohnungsämter vor. Der Kleinwohnungsbau sollte aber auch finanziell durch den Staat gefördert werden. Das Reichsheimstättengesetz von 1920 hatte zum Ziel, jeder Familie eigenen Wohnbesitz, zumindest aber ein Stück Gartenland zur Selbstversorgung zu ermöglichen. Aus diesem Grunde wurden die Kommunen verpflichtet, Bodenvorratswirtschaft zu betreiben, um Land für Siedlungen und Nutzgärten zur Verfügung stellen zu können. Infolge des Heimstättengesetzes begannen die Gemeinden selbst Wohnungen zu bauen bzw. in städtische Verantwortung zu übernehmen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;Breit, Günther, Christa Geckeler, Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S. 30-66&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Walter Ehlert, 2021, Das historische Gaarden, Bauernland wird Industriestandort, Husum, S. 28 - 33&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 62-64, S. 54 – 59&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Siedlungsgebiet entlang der Von-der-Goltz-Allee (Hamburger Chaussee-Barkauer Weg) war ursprünglich für villenartige, offenen Bauweise vorgesehen. Mit der Bebauung in diesem Abschnitt begann man erst zum Ende der 1890er Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Idee des Siedlungsbaus ging letztlich aus der Gartenstadtbewegung hervor. Das Gelände in Gaarden Süd zwischen Hamburger Chaussee und Barkauer Weg (heute Neuer Hamburger Straße) war kaum besiedelt. Mit dem Ziel einkommensschwachen Familien den Erwerb von kleinen Siedlungshäusern zu ermöglichen war bereits 1915 mit Unterstützung der Stadt Kiel der Gemeinnützige Bauverein Gartenstadt Kiel GmbH gegründet worden. Der Bauverein Gartenstadt Kiel konnte erst nach Beendigung mit der Erschließung des Baugebietes für die Gartenstadt Vieburg beginnen. Es wurden die Straßen Petersburger Weg, Finkelberg und Vieburger Weg angelegt. Die Siedlungshäuser wurden nach Plänen von Hans Schnittger gebaut. Die Siedlung Gartenstadt Vieburg wurde 1925 fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Paul Schwanebeck, Albert von Maybach und Johannes Spolert gründeten auf dem Friedrichsberg westlich des Barkauer Weges die Eisenbahnersiedlung Gaarden-Süd. Der 1900 gegründete Eisenbahnbau- und Sparverein erbaute nach Plänen von Johann Theede 1921/22 zunächst 24 Doppelhäuser an der Schwanebeckstraße und an der Spolertstraße. Weitere Doppelhäuser wurden in den 20er Jahren auch an der Maybachstraße und am Flintbeker Weg erbaut. Im Gegensatz zur Siedlung Vieburg blieben die Häuser der Eisenbahnersiedlung in Gaarden Süd Mietshäuser und gingen nicht in das Eigentum des Erwerbers über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;heutiger Eigentümer: Wohnbaugesellschaft Norden, Nachfolgerin des Eisenbahnbau- und Sparvereins&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Baugenossenschaft, die Siedlungsgenossenschaft für Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene GmbH Kiel Süd, ließ als Bauträger an der südlichen Hälfte des Krusenrotter Weges, in der Pestalozzistraße und in der Diesterwegstraße Zwei- und Dreifamilienhäuser errichten. Noch bis in die fünfziger Jahre wurden die Siedlungshäuser mit Glockendach in diesem Baugebiet erbaut. Neben diesen Siedlungshäusern errichtete die gleiche Baugenossenschaft 1931 mehrere Mietsreihenhäuser , mit bis zu 25 Wohnungen pro Block an der Fröbelstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Siedlungsgenossenschaft für Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene GmbH Kiel Süd nannte sich ab 1936 nur noch Siedlungsgenossenschaft Kiel Süd&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen 1929 und 1933, mit der Weltwirtschaftskrise kam der öffentlich geförderte Wohnungsbau zum Erliegen. Die neuen Machthaber nach 1933 verfolgten weiterhin das Ziel, durch den staatlich geförderten Siedlungsbau den Arbeiter an den eigenen Grund und Boden zu binden. Ein weiterer Gedanke hierbei war aber auch den Grad der Selbstversorgung zu steigern. Mit dem Beginn der erneuten Aufrüstung entspannte sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt und der Erwerb von Wohneigentum wurde als Auszeichnung für verdiente Volksgenossen und Anhänger der NSDAP dargestellt. Innerhalb neuer Siedlungen wurden neben Mietwohnungen (sog. Volkswohnungen) und auch Eigenheime angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1936 wurde dann als Erweiterung der Gartenstadt Vieburg auf dem Gelände der früheren städtischen Ziegelei ab 1936 am Sandberg und am Baumweg die Volkswohnungen Petersburger Hof errichtet. Als Bauträger dieser neuen Siedlung, trat die 1936 von der Stadt gegründete Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) auf. Die KWG wird anschließend dann auch sehr bald führende Rolle im Mietwohnungsbau in Gaarden-Ost übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen Häuser wurden nach Plänen des Kieler Ingenieurs Wilhelm Bentz erbaut. Die neu angelegten Straßen wurden bis 1945 nach Parteigrößen der NSDAP in Schleswig-Holstein benannt. Der Volksmund nannte diese neue Siedlung daher auch SA Siedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nachfolgende Straßen wurden 1936 neben der lediglich nach Süden verlängerten Pestalozzistraße neu angelegt:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hermann-Schmidt-Straße (ab 1945 Krummbogen) ab Krusenrotter Weg&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Karl-Radke-Straße (ab 1945 Holunderbusch) zwischen Pappelweg und Krummbogen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Martin-Martens-Straße (ab 1945 Heckenrosenweg) zwischen Pestalozzistraße und Hamburger Chaussee&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Otto-Streibel-Straße (ab 1945 Pappelweg) zwischen Pestalozzistraße und Krummbogen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Richard-Menzel-Straße (ab 1945 Hagebuttenweg) zwischen Heckenrosenweg und Krummbogen&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Hagebuttenweg und am Pappelweg wurden Doppel- und Siedlungshäuser mit Einliegerwohnung und Stallanbau errichtet. Am Krummbogen wurden weitere Einfamilienhäuser, die vier bis fünf Wohnräume sowie Bad und WC umfassten, errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die erneute Aufrüstung konnte auch für die Kieler Werftbetriebe erneut die Vollbeschäftigung erreicht werden. Mit der Umstellung auf Kriegswirtschaft kam es dann auch in Kiel zu einem größeren Arbeitskräftemangel. Die Stadtplaner der neuen Machthaber gaben das Ziel auf, jedem Arbeiter und seiner Familie ein Leben auf eigenem Grund und Boden zu ermöglichen. Die Absicht hierbei war, den Arbeiter in seiner knapp bemessenen Freizeit nicht noch mit zusätzlicher Gartenarbeit zu belasten. In der neuen Planungsphase sollte die Verbindung zur Natur mit der Einrichtung von begrünten Innenhöfen und freien Flächen erreicht werden. Auch in Kiel verschärfte sich der bereits vorhandene Wohnungsmangel durch den Zuzug auswärtiger Arbeitskräfte nochmals drastisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Hinweis:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Auch für die Arbeiter der DWK gab es im Sommer 1938 bei weitem nicht genug Wohnungen. Allein bis 1939 wurde der Neubaubedarf für Beschäftigte des Kieler Werks auf 3390 beziffert, bis 1945 rechnete man mit einem Bedarf von 5650 weiteren Wohnungen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst reagierte die Stadt Kiel und gründete 1936 die Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) um die eingetretene Wohnungsknappheit abzumildern. Nach Gründung der Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) wurde auch die Deutsche Werke Kiel AG (DWK) aktiv und gründete im April 1937 die Tochtergesellschaft Kieler Werkswohnungen GmbH (KWW) (Stammkapital von 1,5 Millionen Reichsmark) um sich auch am Werkswohnungsbau zu beteiligen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die KWG nahm sehr schnell eine führende Rolle in Wohnungsbau in Gaarden-Ost ein. Der Zuzug zusätzlicher Arbeitskräfte und deren Familien nach Kiel, ausgelöst von der anlaufenden Aufrüstung, hielt weiter an. Aber erst ab Juli 1938 trafen sich erst Stadt- und Provinzvertreter mit der Marine und den Werften, um eine Lösung für das Problem des Wohnungsmangels zu finden. Zwischen 1936 und 1939 konnte man insgesamt elf neue Bauvorhaben realisieren. Neben der stadteigenen Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) traten das DWK Tochterunternehmen Kieler Werkswohnungen (KWW) und die Fried. Krupp Germaniawerft als Bauherren auf. Am Germaniaring (heute Ostring) in Gaarden wurde vom Kruppschen Wohnungsbau die Arbeitersiedlung (Kruppsche Siedlung) bis an die Preetzer Chaussee erweitert. An der Bielenbergstraße, an der Bothwellstraße und an der Werftstraße erbaute die Kieler Werkswohnungen (KWW) weitere neue Wohnungen. Neben den Wohnungsbauaktivitäten in Gaarden konnte aber auch der Ellerbeker Bauverein neuen Wohnraum am Tröndelweg / Poppenrade und nördlich der Lütjenburger Straße schaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Daniel Roth: Gefolgschaftsbetreuung Zur betrieblichen Sozialpolitik der Deutsche Werke Kiel AG im „Dritten Reich“, S.279-S.282 in Demokratische Geschichte Band 13 Essay 9&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Peter Wulf Die Stadt in der nationalsozialistischen Zeit (1933 bis 1945) Seite 365-366&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;MKStG 77/1, 1991, S 3-25, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkswohnungsbau in Gaarden ab 1937 ===&lt;br /&gt;
In Gaarden standen noch entsprechende Baulücken in unmittelbarer Nähe zu den Werften für eine Verdichtung der Bebauung zur Verfügung. Weiterhin stand in Gaarden, angrenzend an das bebaute Wohngebiet, noch ausreichend Bauland für den weiteren notwendigen Wohnungsbau zur Verfügung. Somit war es möglich von 1936 bis 1939 elf größere Wohnungsbauvorhaben in kürzester Zeit zu realisieren. Es wurden in dieser Zeit mehrere Hundert Zweizimmerwohnungen (nicht größer als 50qm) fertiggestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber auch für die Einwohner, die aus dem Arbeitsprozess ausgeschieden waren, musste die Stadt Wohnraum zur Verfügung stellen. Daher errichtete das städtische Hochbauamt an der Blitzstraße 20-22 und 21/23 zwei größere Rentnerheime mit Ein- und Eineinhalbzimmerwohnungen. Der größere südliche Teil der Anlage verfügte über einen zur Straße geöffneten Gartenhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 420&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauvorhaben der Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* An der östlichen Bielenbergstraße (4-12) errichtete 1937/1938 nach Plänen von Arnold Bruhn die KWG einen viergeschossigen Backsteinwohnblock.&lt;br /&gt;
* Nach den Plänen des Magistratsbaurates van Engelen wurde 1937auf dem Baugrundstück zwischen Germaniaring (Ostring) 124-136,  Kirchenweg 63-69 und Hertzstraße (Röntgenstraße) 2-16  für die Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) eine zusammenhängende Wohnanlage mit 145 Kleinwohnungen um einen gemeinsamen begrünten Innenhof Gartenhof erbaut.&lt;br /&gt;
* An der westlichen Einmündung des Kirchenweges in den Germaniaring/Ostring erbaute die Kieler Wohnungsbaugesellschaft (KWG) nach den Plänen von Ernst Prinz 1938 zwei schlichte Eckhäuser (Kirchenweg 59-61, 52-56). Diese Wohnblocks wurden werden auch entlang des Ostrings nördlich bis an die Helmholtzstraße und südlich bis an die Gazellestraße weitergeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 418&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 434&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 428&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauvorhaben der Kieler Werkswohnungen GmbH (KWW) ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ab 1937 begann die Kieler Werkswohnungen GmbH mit den Bauarbeiten für die nach Plänen des Berliner Architekten Alfred Schild gestaltete Arbeitersiedlung Kiel-Bielenberg. In der Bielenbergstraße und den angrenzenden, neu angelegten Straßen (Ascheberger Straße, Eutiner Straße, Lensahner Straße, Oldenburger Straße und verlängerte Hofstraße) wurden bis Ende 1938 bereits 523 zwei und zweieinhalb Zimmerwohnungen bezugsfertig. Die langgezogenen drei- bis viergeschossiger Wohnblocks wurden sehr einheitlich gestaltet. Um das Gefälle des Geländes auszugleichen, wurden an der Ascheberger Straße 16-20 eine Terrasse angelegt und die Eingangstüren in der Eutiner Straße waren über einen baumbestandenen Hang und mehrerer langer Außentreppen erreichbar.&lt;br /&gt;
* Im Rahmen des Projektes Arbeitersiedlung Kiel-Bielenberg erbaute die Kieler Werkswohnungen GmbH ab 1937 an der östlichen Bielenbergstraße (16-36) errichtete die KWW drei schlichte Backsteinhäuser, die sich an den Neubau der KWG anschlossen.&lt;br /&gt;
* Ab 1938 wurde nach den Plänen des Magdeburger Architekten Paul Schaeffer-Heyrothsberge an der südlichen Bothwellstraße von der KWW für Arbeiter der Deutschen Werke viergeschossige Backsteinbauten (an der Einmündung Stoschstraße fünfgeschossig). Auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurden zwei Durchgänge angelegt, über die man von der Bothwellstraße aus die zur gleichen Zeit an der Von-der-Gröben-Straße errichteten Querblöcke erreichen konnte.&lt;br /&gt;
* Ein weiteres Bauvorhaben geplant vom Kieler Architekten Fritz Kröger wurde auf der östlichen Seite von der Reeperbahn 20-36, der verlängerten Mühlenstraße 12-14, 20a-38 sowie entlang der abschließenden Georg-Pfingsten-Straße 10-18,13-15,19 im Jahre 1938/39 von der Kieler Werkswohnungen GmbH (KWW) zusammen mit der Baugenossenschaft Kiel-Gaarden verwirklicht. Die Anbindung der drei- und viergeschossige Wohnhäuser an die bestehende Bebauung und die Eckbauten wurden als quergestellte um ein Geschoß erhöhte Gebäude erbaut. Durch das starke Gefälle an der westlichen Mühlenstraße wurde diese Seite nicht bebaut. Somit stehen die Fassaden dieser neuen Gebäude an der östlichen Mühlenstraße als Visitenkarte für den Stadtteil Gaarden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S.418,420,432&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950, S.3 bis S.25&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bauvorhaben der Friedrich Krupp Germaniawerft ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Kruppsche Siedlung&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Germaniaring (heute Ostring) wurde ab 1900 zwischen Preetzer Straße und dem Brook ausgebaut. Der Straßenausbau ermöglichte es der Firma Krupp an dieser Stelle für die Beschäftigten der Friedrich Krupp Germaniawerft eine Arbeiterkolonie (Kruppsche Siedlung) bis 1902 zu errichten. In Essen, unter der Leitung von Robert Schmohl, wurden die Pläne für zehn Gebäude mit insgesamt 215 Wohnungen entworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Bauabschnitte war bereits 1901 bezugsfertig und umfasste die Gebäude Blitzstraße 25-31, Germaniaring 61-85 und Preetzer Straße 46-48. Ab 1902 wurde dann auch der zweite Bauabschnitt, Germaniaring 100-112 und Greifstraße 1-9 und 4-6, bezugsfertig. Eine dritte Erweiterung der Kruppschen Siedlung erfolgte 1917 und umfasste Gebäude am Germaniaring 45-55 und 88-98 sowie an der Blitzstraße 24-48.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kriegsende, ab 1920, wurde dann der Germaniaring bis an die Segeberger Landstraße (heute Theodor-Heuss-Ring / Konrad-Adenauer-Damm) verlängert. Zwischen 1938 und 1942 wurden am unteren Germaniaring nach Plänen von Ernst Prinz weitere Kruppsche Werkswohnungen (Germaniaring 2-76) errichtet. Die neuen Häuser wurden um drei Innenhöfe angeordnet und die Hauseingänge mit keramikgerahmten Haustüren waren über den Innenhof erreichbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der westlichen Straßenseite baute die Baufirma Kieler Wohnungen Heldmann &amp;amp; Co. KG für die Friedrich Krupp Germaniawerft nach Plänen von Kurt Malzahn/Kiel und Erich Zingg/Stettin weitere parallel zur Straße angeordnete Wohnblocks (Germaniaring 1-25) und der Wohnblock wurde nach bis zur Bielenbergstraße an der Segeberger Landstraße fortgeführt. An der Einmündung der Oldenburger Straße in den Germaniaring hatte man einen Bauplatz für eine Kirche (1956 – Markuskirche) freigelassen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zu den Neubautätigkeiten am Germaniaring wurden auch zwischen Preetzer Straße / Blitzstraße und Greifstraße nach Plänen von Schaeffer-Heyrothsberge weitere Kruppsche Werkswohnungen errichtet. An der Preetzer Straße bildeten die quer gestellten und die freistehenden Wohnblöcke die sog. Wohnhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Bielenbergstraße / Buschfeldstraße&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für dieses Bauvorhaben wurde zunächst 1936 die Buschfeldstraße angelegt. Nach der Erschließung des Baugebietes Preetzer Straße / Bielenbergstraße und Buschfeldstraße wurden dann auch hier, auf dem bisher unbebauten Gelände nach Plänen von Karl Doormanns weitere Werkswohnungen für die Friedrich Krupp Germaniawerft errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als, als Folge der Aufrüstung, sich auch der schon bereits vorhandene Wohnungsmangel in Kiel sich verstärkte, begannen u.a. auch die Kieler Werften sich verstärkt im Werkswohnungsbau zu engagieren. Wie sich dieser nicht uneigennützige Versuch Mitarbeiter an den Betrieb zu binden soll nachfolgend am Beispiel der Deutschen Werke dargestellt werden. Weiterhin ist es ersichtlich, wie die DAF (Deutsche Arbeitsfront)diese Aktivitäten auch für sich ausnutzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Daniel Roth: Gefolgschaftsbetreuung Zur betrieblichen Sozialpolitik der Deutsche Werke Kiel AG im „Dritten Reich“, S.279ff in Demokratische_Geschichte_Band_13_Essay_9.pdf&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Zitate Daniel Roth ab S.279ff, Betriebliche Wohnungsbeschaffung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Zitat S279“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Die Bauarbeiten am ersten Großprojekt des DWK-Werkswohnungsbaus begannen bereits wenige Monate nach der Gründung der KWW. Bis zum Ende des Jahres 1938 waren in der Bielenbergstraße und in den daran angrenzenden, neu angelegten Straßen 523 Wohnungen mit jeweils zwei bis zweieinhalb Zimmern bezugsfertig. Von der DAF wurden die Werke im selben Jahr mit dem „Leistungsabzeichen für vorbildliche Leistung im Heimstättenwesen“ ausgezeichnet.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Zitat S279/280“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Wie die ehrgeizigen Bauvorhaben der folgenden Jahre und ihre rasche Umsetzung deutlich werden lassen, rückte der Werkswohnungsbau nun ins Zentrum des sozialpolitischen Engagements der DWK. Im Februar 1940 zog ein ausführlicher Artikel in der Werkszeitung Bilanz über den Umsetzungsstand der ehrgeizigen Vorhaben des DWK-Wohnungsbaus. Bis zu diesem Zeitpunkt waren in Gaarden 727 Wohnungen im Bereich Bielenbergstraße sowie in der Werftstraße, Bothwellstraße, Mühlenstraße und Georg-Pfingsten-Straße fertiggestellt worden. Auch in Ellerbek (Poppenraderweg), Friedrichsort (Gorch-Fock-Str.) und im großflächig erworbenen Neubaugebiet Elmschenhagen-Süd, damals noch jenseits der Stadtgrenze, konnten Anfang 1940 bereits 150 Wohnungen bezogen werden. Hinzu kamen noch 104 Werkswohnungen in Dietrichsdorf, die die KWW im Auftrag der Kriegsmarinewerft gebaut hatte. Daneben war der bereits vor 1937 betriebene Siedlungsbau fortgesetzt worden. Im Zusammenwirken mit anderen Bauträgern, zumeist gemeinnützigen Baugenossenschaften, waren so immerhin 289 Siedlungshäuser entstanden. Der Gesamtumfang der KWW-Wohnungsbauvorhaben, die 1940 in der Werkszeitung vorgestellt wurden, belief sich auf 4873 Wohnungen, von denen 1651 von der Kriegsmarinewerft in Auftrag gegeben worden waren. Damit waren für die Beschäftigten der DWK zwar weniger Wohnungen geplant, als man noch 1938 als Bedarf für die nächsten zwei Jahre veranschlagt hatte. Vor dem Hintergrund der kriegsbedingten Ressourcenbewirtschaftung kann der dennoch beachtliche Umfang des Bauprogrammes jedoch als eindrucksvoller Beleg dafür angesehen werden, dass dem Wohnungsbau für die Arbeiter der Kieler Rüstungsindustrie an oberster Stelle hohe Priorität zugemessen wurde. In den folgenden Jahren verlagerte sich der Schwerpunkt des DWK Werkswohnungsbaus nach Elmschenhagen-Süd, wo man mit rund 1500 geplanten Wohnungen ein ganz neues Viertel, die „Gartenstadt“, aus dem Boden zu stampfen begann.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Erst im Mai 1943 wurden in der Werkszeitung wieder Zahlen zum Durchführungsstand der KWW-Vorhaben veröffentlicht: Obwohl der Krieg „die beabsichtigte, schnelle Durchführung der Bauvorhaben zum Teil stark gehindert“ und zu Abstrichen bei ihrer „äußere[n] Gestaltung“ gezwungen habe, seien nunmehr rund 3500 Wohnungen fertiggestellt worden, davon 2500 für die Belegschaft der Deutschen Werke. Da man von der Kriegsmarine günstige Baudarlehen erhalten habe, sei es auch gelungen, die Mieten „in niedrigen Grenzen“ zu halten. Gemäß dem im Februar 1944 veröffentlichten Geschäftsbericht des Vorstandes wurde schließlich noch für das Frühjahr 1944 mit dem planmäßigen Abschluss des gesamten Werkswohnungsbaus gerechnet.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Zitat S281/282“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Wie konnte der Werkswohnungsbau trotz des Mangels an Arbeitskräften und Material und noch dazu vor dem Hintergrund des Krieges, den alliierte Bomberangriffe nun auch in die Kerngebiete des Reiches trugen, derart forciert werden? Zum einen ermöglichten es die guten Beziehungen von DWK und Kriegsmarinewerft zur Marineleitung überhaupt erst, die Priorität der Wohnungsbauprojekte als „kriegswichtige“ Vorhaben zu behaupten. Zum anderen wurden im Laufe des Krieges in großer Zahl ausländische Arbeiter eingesetzt. Während die Ankunft der ersten ausländischen Bauarbeiter für die Bauvorhaben der KWW in Elmschenhagen-Süd am 14. April 1939 noch in eine Phase des „Fremdarbeitereinsatzes“ fällt, in der Zwang noch nicht durchgängig als Mittel der Rekrutierung von Arbeitern und Arbeiterinnen unter den Einwohnern der besetzten Länder Europas eingesetzt wurde, ist angesichts des Übergangs zu massiven Verschleppungsaktionen seit der Ernennung Fritz Sauckels zum Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz (1943) davon auszugehen, dass es sich bei den ausländischen Bauarbeitern, deren Einsatz die Fortführung des DWK-Werkswohnungsbaus bis in die letzten Kriegsjahre hinein ermöglichte, überwiegend um deportierte Zwangsarbeiter handelte.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zitat Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literaturverzeichnis ===&lt;br /&gt;
Ehlert,  W. (2021). &#039;&#039;Das historische Gaarden, Bauernland wird Industriestandort.&#039;&#039;  Husum: Husum Druck- und Verlagsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geckeler, C. (Mai 2007). &#039;&#039;Kieler Erinnerungstage  23. Mai 1867.&#039;&#039; Kiel: Stadt Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinnützige Heimstätten-Genossenschaft Kiel-Ost,  Karl Behnk. (1964). &#039;&#039;75 Jahre, Gemeinnützige Heimstätten-Genossenschaft  Kiel-Ost e.G.m.b.H.&#039;&#039; Kiel: Verlag für Wirtschaftswerbung, Elmshorn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersen, S. (2016). &#039;&#039;Arbeiterbewegung Kommune und  Howaldtswerke.&#039;&#039; Berlin: Pro Business GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stoy, V. (2003). &#039;&#039;Kiel auf dem Weg zur Großstadt.&#039;&#039;  Kiel,: Verlag Ludwig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte: ===&lt;br /&gt;
MGKStG, Band 55, 1966, Hg. Sievert, Ellerbek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwicklungsgeschichte Alt-Ellerbeks, Von Julius Prange, 1937, Seite 17ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alt-Ellerbek, Siedlung, Bevölkerung und Brauchtum 1937, Von Andreas Blass 1937, Seite 39ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MGKStG, 1957, Heft 1/2, Radunz, Kieler Werften im Wandel der Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MGKStG, 1991, Band 77-1, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950, S.3 bis S.25&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MGKStG, 2004, Band 82, Heft 1, Tillmann, Alt Ellerbek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SVGKStG, 1995, Band 29, Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
SVGKStG, 2004, Band 48, Hrsg. Jürgen Jensen, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadt Kiel: ===&lt;br /&gt;
www.kiel.de Kieler Straßenlexikon, bis 2005 Hans-G. Hilscher, ab 2005 fortgeführt von Dietrich Bleihöfer, ab 2022 von Frank Mönig, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Januar 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Quellen im Text erwähnt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
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		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Kiel_1865_bis_1919,_das_Ostufer,_vom_Dorf_zur_Arbeitersiedlung&amp;diff=70188</id>
		<title>Kiel 1865 bis 1919, das Ostufer, vom Dorf zur Arbeitersiedlung</title>
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		<updated>2026-05-19T13:19:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Kategorie nachgetragen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Das Ostufer, vom Dorf zur Arbeitersiedlung, die Wandlung des Ostufers zwischen 1865 und 1919 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgangslage ===&lt;br /&gt;
Am 24. März 1865 fiel die königlich-preußische Entscheidung, die preußische Marinestation von Danzig nach Kiel zu verlegen. 1866, nach dem preußischen Sieg im Krieg gegen Österreich wurde am 24. Januar 1867 Schleswig – Holstein ein Teil Preußens.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von einer Marinestation wurde die Sicherstellung sowohl der logistische Unterstützung als auch die technische Unterstützung der im Hafen stationierten Einheiten erwartet. Daher erließ der König von Preußen am 23. Mai 1867 die Kabinettsordre am Strand von Ellerbek ein Marineetablissement (später Kaiserliche Werft) zu errichten. Erst im Jahre 1878 konnte die erste Ausbaustufe der Werft abgeschlossen werden. Die intensive, maritime Aufrüstung unter Kaiser Wilhelm II. machte einen Werftausbau nach Norden bis an die Schwentine und nach Süden bis nach Gaarden notwendig.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei weitere moderne Werften haben sich im gleichen Zeitraum südlich und nördlich der Kaiserlichen Werft auf dem Ostufer angesiedelt. Im Süden in Gaarden, an der Hörn lag die 1865 als Norddeutsche Werft gegründete Germaniawerft. Im Norden an der Schwentinemündung in Dietrichsdorf hatte sich 1876 die Howaldtswerke angesiedelt.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese drei Werften hatten fast den gesamten Küstenstreifen auf dem Ostufer zwischen Hörn und nördlicher Schwentine eingenommen. Die drei Werften waren zwischen 1914 und 1918 Arbeitgeber für mehr als 33.000 Arbeiter und Angestellte.*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;* Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kiel auf dem Weg zur Großstadt* ===&lt;br /&gt;
1845 war Kiel noch eine kleine, verträumte Stadt mit rund 13.500 Einwohnern. Nach 1865 änderte sich dieses aber sehr schnell. Die von der preußischen Verwaltung zwischen 1865 und 1867 getroffenen Entscheidungen und die daraus resultierende Entwicklung der Bevölkerungszahlen bis zum Beginn des ersten Weltkrieges weisen auf drei Wachstumsschübe in der Stadtentwicklung hin:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1865 - 1871&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Verlegung der Marinestation nach Kiel, Ansiedlung moderner  Werften auf dem Ostufer&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1885 - 1895&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Unter Kaiser Wilhelm II. (1888 – 1900) wuchs die Bedeutung der  Kaiserliche Marine. Dadurch wurde auch mehr Marinepersonal in Kiel  stationiert. Der Bau des Kaiser-Wilhelm-Kanals (Fertigstellung 1895) ermöglichte  eine schnelle Verlegung der Seestreitkräfte zwischen Nordsee und Ostsee&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1898 - 1900&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Weitere Aufrüstung der Kaiserlichen Marine entsprechend den  Flottengesetzen von 1898 und 1900 sowie der damit verbundenen Erweiterung der  Werften auf dem Ostufer&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Durch die, auch noch nach 1900 weiterhin betriebene Aufrüstung der Kaiserlichen Marine, stieg gleichzeitig aber auch die Zahl der Werftarbeiter und der in Kiel stationierten Marinesoldaten weiter an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;Bevölkerungsentwicklung der Stadt Kiel:&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1867&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;24.216 Einwohner&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1885&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;51.706 Einwohner&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1900&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;107.977 Einwohner, Kiel wurde Großstadt&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1910&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;211.000 Einwohner&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;1914&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;225.161 Einwohner&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Der letzte Schub in der Bevölkerungsentwicklung setzte durch die zwischen 1901 und 1910 von der Stadt Kiel vollzogenen Eingemeindungen ein. Nach Brunswik (1869) und Wik (1893) waren es auf dem Ostufer der Förde 1901 die Gemeinde Gaarden-Ost und 1910 die Gemeinden Gaarden-Süd, Ellerbek und Wellingdorf die in die Stadt Kiel eingemeindet wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;* Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eingemeindung, neue Stadtteile auf dem Ostufer ===&lt;br /&gt;
Die Siedlungen am östlichen Ufer der Kieler Förde wurden mit der Ansiedlung und dem folgenden Ausbau der neuen Werften auf dem Ostufer grundlegend verändert. Die ehemaligen Fischersiedlungen und Bauerndörfer mussten entsprechendes Bauland für dringend benötigte Wohnungen zur Verfügung stellen. Mit den neuen Arbeitersiedlungen und der damit verbundenen Ansiedlung von Handel und Handwerk nahmen die Gemeinden auf dem Ostufer städtischen Charakter an. Die enge, wirtschaftliche Verbindung mit der Stadt Kiel und die Anbindung an das städtische Verkehrsnetz, führten letztendlich zum Verlust der Kommunalen Selbstverwaltung. Schon 1901 wurde daher die Gemeinde Gaarden-Ost nach Kiel eingemeindet und bereits 1910 folgten dann die Gemeinden Gaarden-Süd, Ellerbek und Wellingdorf. Lediglich die Gemeinde Neumühlen-Dietrichsdorf mit der Siedlung Oppendorf blieben noch bis zum 30. April 1924 eigenständig. Am 1. Mai 1924 wurde Neumühlen-Dietrichsdorf aber ebenfalls ein Stadtteil der Landeshauptstadt Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neumühlen&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Die Ortschaft Neumühlen lag am Ufer der Schwentine dort wo der Mühlendamm nicht nur eine Verbindung zwischen Südufer (Wellingdorf) und Nordufer (Neumühlen) ermöglichte, sondern auch für ausreichende Wassermengen für den Betrieb der Mühlen sorgte. Gleichzeitig war der Mühlendamm das Tor in die Probstei. Neumühlen wurde erstmalig 1224 (Zwentinemunde) erwähnt, ab 1470 bürgerte sich dann die Bezeichnung Neue Mühle oder Neumühlen ein. Die neue Mühle am südlichen Schwentineufer war eine Wassermühle und die Stadt Kiel und die umliegenden Dörfer waren hier mahlpflichtig. 1540 ging die Kornwassermühle in landesherrlichen Besitz über. Am nördlichen Schwentineufer befand sich seit 1772 eine Ölmühle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gebrüder Johannes und Ferdinand Lange errichteten nach 1863 am nördlichen und südlichen Ufer der Schwentine in Neumühlen eine Industriemühle. Zunächst wurden die alten Mühlengebäude 1864 abgerissen. Diese wurden dann durch einen modernen Backsteinbau, der auf einem Sockel mit Segmentbogengewölben ruhte, durch die Teile des Wassers der Schwentine geleitet wurden, die damit im Erdgeschoss eingebauten Wasserturbinen antrieben, ersetzt. Mit dieser Industriemühle, die zu den größten und modernsten im Reich gehörte, begann nun auch in Neumühlen die Industrialisierung. Lebten in Neumühlen im Jahre 1863 lediglich 400 Einwohner, so stieg diese Zahl durch die einsetzende Industrieansiedlung bereits 1871 auf rund 589.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Langesche Mühle brannte bereits 1874 ab. Die Ruine wurde in erweitertem Umfang und veränderter Form (achtgeschossige Neubau, rotes Backsteinmauerwerk) wieder aufgebaut und nahm 1881 als Baltische Mühle den Betrieb wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die für den Mühlenbetrieb dringend benötigten Arbeitskräfte versuchten die Gebrüder Lange mit eigenen Werkswohnungen an das Unternehmen zu binden. In Dietrichsdorf erwarben die Gebrüder Lange die Hollenwegskoppel vom Zimmermeister Stoltenberg. Auf dieser Koppel legte man zunächst eine Stichstraße (Mühlenstraße, heute Steinkamp) neu an. Links und rechts der Straße wurden anfangs sieben Doppelhäuser für je zwei Familien errichtet. Jede Wohnung verfügte über einen Schuppen mit Schweinestall und ein Stück Gartenland für die Selbstversorgung. Weitere Häuser (13 Stück, für je vier Familien) kamen zeitnah hinzu. Die erste Arbeitersiedlung (Arbeiterkolonie) auf dem Ostufer entstand in Dietrichsdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dietrichsdorf&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Das Nachbardorf Dietrichsdorf lag abseits der Verkehrswege oberhalb der Ortschaft Neumühlen auf einem Plateau um den heutigen Ivensring und dem Langen Rehm herum. Die Siedlung wurde 1420 als Diderichstorppe = Dorf des Dietrich erstmals genannt. Die Verbindung zwischen Neumühlen und Dietrichsdorf erfolgte über den Heikendorfer Weg oder den noch steileren Hohlen Weg und war mühevoll. In Dietrichsdorf lebten um 1871 rund 337 Einwohner.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Dietrichsdorf prägten die Bauern der Familie Ivens das bäuerliche Leben. Ab 1870 war es aber dann mit der bäuerlichen Beschaulichkeit auch in Dietrichsdorf vorbei. Der Staat erwarb nach Gründung der Kaiserlichen Werft in Ellerbek ein direkt an der Förde gelegenes rund 32 Hektar großes Grundstück zwischen dem Salzredder und der Gemeindegrenze nach Mönkeberg. Auf diesem Grundstück entstand, das Marine Artillerie Depot, das durch eine Backsteinmauer vom restlichen Gemeindegebiet eingefasst war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Strukturwandel in der Gemeinde erfolgte am 1. Oktober 1876, Georg Howaldt übernahm am Nordufer der Schwentine die kleine Werft des Schiffbaumeisters Rudolf Reuters, um in Dietrichsdorf seinen in Ellerbek begonnenen Eisenschiffbau fortzusetzen. Auf dem rund 440qm großen Grundstück standen für den Schiffbau lediglich eine Helling und eine Halle zur Verfügung. Anfangs waren lediglich 75 Mitarbeiter auf der Werft beschäftigt. Bereits im August 1883 lief mit der Bau Nummer 100 der Frachtdampfer Emma für die Reederei Sartori &amp;amp; Berger vom Stapel. Mittlerweile beschäftigte die Werft an der Schwentine rund 1200 Mitarbeiter und das Werftgelände umfasste rund 6.600qm. Zwischen 1880 und 1884 wurde die in Kiel ansässige Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt auf das erweiterte Werftgelände verlegt. Dazu wurde u. a. der Eekberg, ein Hügel am Schwentineufer, abgetragen. Eine ab 1884 einsetzende Flaute im Schiffbau ließ dann bis 1886 die Zahl der Mitarbeiter auf 200 schrumpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Howaldt versuchte seine Mitarbeiter an die Werft zu binden. Auf dem Grundstücken vor seiner Werft ließ er zunächst nach 1884 eine Arbeiterkolonie mit ungefähr 20 Häuser nach Plänen des Architekten Heinrich Moldenschardt mit zwei bis vier Wohnungen, Stallgebäuden und Gartenland errichten.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;***&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;***&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Kieler Stadtmuseum Warleberger Hof, 1992, Kiel im Industriezeitalter, S.17&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1894 umfasste die von Howaldt angelegte Arbeiterkolonie bereits 120 Wohneinheiten. Bedingt durch die ständige Erweiterung der Arbeitersiedlung siedelten sich auch Geschäfte und Handwerksbetriebe vor dem Werftgelände an. Der Heikendorfer Weg entwickelte sich zu einer „Einkaufsstraße“. In kurzer Zeit entwickelte sich ein neuer Ortsteil „Neu Dietrichsdorf“. Bis 1895 wuchs die Einwohnerzahl in Dietrichsdorf auf 2.929 an. In Neumühlen stieg die Einwohnerzahl lediglich auf 868. Die bisher dominante landwirtschaftlich ausgerichtete Bevölkerungsstruktur wurde von der dem Schiffbau zugewandten Arbeiterschaft abgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein sich 1896/1897 bereits abzeichnende längere Aufschwung im Schiffbau führte erneut zu einer erhöhten Nachfrage nach Arbeitskräften und entsprechenden Wohnraum. Der Grundbesitz in „Neu Dietrichsdorf“ war bereits bebaut oder verplant. Weiterhin wollten im alten Dorfkern am Ivensring die ansässigen Bewohner keine Proletten dulden. Die Gebrüder Howaldt erwarben für 30.000 Mark eine 72ha großes Baugebiet, den Elbenkamp für eine weitere Arbeitersiedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;u&amp;gt;&#039;&#039;Anmerkungen:&#039;&#039;&amp;lt;/u&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Arbeiter-Bau-Verein für Dietrichsdorf und Umgebung&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Gebrüder Howaldt luden zum 2. Juli 1898 in den Dietrichsdorfer Hof zur Gründungsversammlung eines Arbeiter-Bau-Vereins ein. An der Versammlung nahmen vorwiegend Beschäftigte der Werft und des Artilleriedepots teil. 80 Teilnehmer traten während der Gründungsversammlung dem neuen Arbeiter-Bau-Verein für Dietrichsdorf und Umgebung sofort bei. Mit einer günstigen Miete konnten die Genossenschaftsmitglieder nach 10 Jahren eine Eigentumsübertragung erreichen. Bereits 1899 wurden die ersten großen Doppelhäuser unter den Bewerbern verlost. Es entstand eine neue Siedlung und die Straßen wurden nach Vornamen der Gebrüder Howaldt Georg-, Herrmann- und Bernhardstraße benannt. Eine weitere Straße, die Helenenstraße wurde nach der Frau von Georg Howaldt benannt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Finanzierungsmodell hatte eine rege Bautätigkeit zur Folge und die Grundstücke an der Herrmannstraße waren im Jahre 1900 alle bebaut. Ab 1901/1902 erfolgte die Bebauung der Georgstraße. Nach 1902 lebten bereits rund 100 Familien in der neuen Siedlung. Zwischen 1902/1903 bebaute man dann auch die Bernhardstraße.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Aufgrund von Bauauflagen (einstöckige Gebäude, feuerfeste Bedachung) konnten im Elbenkamp nur beschränkt Dienstwohnungen für die Mitarbeiter des Marine Artillerie Depots errichtet werden. Im Jahre 1903 gewährte der Staat einen Kredit für den weiteren Ausbau am Elbenkamp. Zunächst wurden 6 Wohnungen mit Garten für Depotmitarbeiter errichtet. Der Wasser – und Stromanschluss der neuen Wohnungen erfolgte aber erst 1905 (Wasser) und 1909 (Strom).&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Entwicklung der Gemeinde Dietrichsdorf nach 1898&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durch die positive Entwicklung der Howaldtswerke und dem Artillerie-Depot entwickelte sich Dietrichsdorf zu einem aufstrebenden, industriel geprägten Vorort. Der bisherige ehrenamtliche Gemeindevorsteher Johann Gabriel Ivens legte am 31. März 1899 sein Amt nieder. Wegen der eingangs erwähnten Entwicklung beschloss die Gemeindevertretung, dass die Stelle des Gemeindevorstehers zukünftig hauptberuflich ausgeübt werden sollte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zum 1. April 1899 übernahm der erste besoldete Gemeindevorsteher in Dietrichsdorf die Dienstgeschäfte. Aber bereits zum 1. April 1901 legte Dr. Moritz seine Amtsgeschäfte nieder. Die Nachfolge trat der Gemeindevorsteher Schoepe am 2. Oktober 1901 an. Mit dem Wechsel vom ehrenamtlichen (bis 1899) zum besoldeten Gemeindevorsteher (ab 1899) veränderte sich auch der bis dahin noch existente bäuerliche und dörfliche Charakter von Dietrichsdorf. In Neu-Dietrichsdorf wurde die Bautätigkeit fortgesetzt. Durch den Bau von neuen Häusern (3 Stockwerke/6 Wohnungen) konnten rund 50 Familien angesiedelt werden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Weiterhin muss erwähnt werden, dass die Gemeinden Neumühlen und Dietrichsdorf seit Ende der 1890er Jahre mit Gas von der Gaardener Gasanstalt versorgt wurden. Einen weiteren Schritt in die Zukunft wagte die Gemeinde Dietrichsdorf im Jahre 1903 mit dem Ausbau eines eigenen Wassernetzes. Als dann das von Bernhard Howaldt an der Schwentine erbaute Wasserkraftwerk seinen Betrieb aufnahm, wurde auch Dietrichsdorf ab 1908/1909 von dort mit Strom versorgt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Der Anschluss von Neu-Dietrichsdorf an das obere Dietrichsdorf&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dringendes Problem war für die Gemeinde Dietrichsdorf die Anbindung der Arbeitersiedlung Neu Dietrichsdorf an den alten Ortskern von Dietrichsdorf. Der bisherige genutzte Zugang zum Ivensring über den Bocksberg war zu schmal war. Die Gemeinde ließ bis 1903 eine neue Verbindungsstraße zwischen Ortskern und Arbeitersiedlung, die Bergstraße, heute Eekberg anlegen. Die Bergstraße verlief vom Heikendorfer Weg bis an die noch 1903 in Planung befindliche heutige Tiefe Allee. Die Bergstraße war sehr steil und in der Gemeinde umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in Planung befindliche Tiefe Allee verlief vom Hohlen Weg in Neumühlen an bis an die Einmündung in den Boksberg in Dietrichsdorf. Ab 1904 begann man dann die Tiefe Allee, zwischen Schönberger Straße und Boksberg auszubauen. Mit dem Bodenaushub dieses Bauvorhabens konnte man dann auch die Helenenstraße erschließen und die Grundstücke auch dort bebauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Die Umgestaltung des alten Ortszentrums&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zwischenzeitlich (vor 1903) erwarb die Gemeinde Dietrichsdorf die bisher landwirtschaftlich genutzte Quittenkoppel. Die Gemeinde ließ von der Dorfstraße (heute Ivensring) aus nach Süden eine neue Straße in Richtung des heutigen Probsteier Platzes, die Quittenstraße anlegen. Sie verlief zunächst vom Ivensring aus bis an das seit 1903 geplante und 1908 eingeweihte neue Feuerwehrhaus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ab 1906 plante die Gemeinde eine Bebauung der Quittenkoppel. Das neue Baugebiet wurde durch den Ivensring, der Tiefen Allee und dem Hohlen Weg begrenzt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zentral in dem neuen Baugebiet wurde ein Marktplatz (heute Probsteier Platz) geplant. Um diesen Platz herum wollte man ein neues Ortszentrum gruppieren. Als erstes realisierte die Gemeinde den neuen Marktplatzes. Im Jahre 1907 konnte der um die 3.000 qm große Patz an die Gemeinde übergeben werden. Gleichzeitig ließ die Gemeinde auch die Quittenstraße bis zum Probsteier Platz verlängern. Die weiteren ausgewiesenen Grundstücke wurden Landesweit angeboten. Zur Überraschung der Gemeinde war das Interesse Grundstücke in Dietrichsdorf zu erwerben sehr gering.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der auf dem Quittenberg, angelegte Platz, als neuer Marktplatz und neues Ortszentrum geplant, konnte diese Anforderungen nicht erfüllen. Nach und nach änderte die Gemeinde die Planungen wieder. Die geplante Kirche am Platz wurde aus finanziellen Gründen nicht gebaut. Auch das geplante neue Dietrichsdorfer Rathaus wurde nicht realisiert. Die Gemeinde erwarb im Juni 1908 ein zweistöckiges Gebäude am Ivensring 15 und nutzte dieses Haus für die Gemeindeverwaltung, in der ersten Etage befand sich der Sitzungssaal der Gemeindevertretung und das Amtszimmer des Amtsvorstehers, der gleichzeitig im Dachgeschoß seine Dienstwohnung nutzte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1907 wurde mit dem Bau des neuen Spritzenhauses für die Dietrichsdorfer Feuerwehr an der Quittenstraße begonnen. Nach erfolgter Abnahme wurde das neue Feuerwehrhaus im August 1908 an die Gemeinde übergeben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Im August 1910 beschloss die Gemeinvertretung den Bau einer öffentlichen Volksbadeanstalt und Turnhalle. Das neue Gebäude wurde nach Plänen des Architekten Johannes Garleff erbaut. Das Gebäude umfasste zwei Stockwerke und wurde entgegen den Planungen abseits vom neuen Markplatz auf der östlichen Seite der verlängerten Quittenstraße mit Freifläche (Turnplatz) und Kastanienallee erbaut.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1913-15 wurde dann nach Plänen des Architekten Ernst Prinz die Mädchenschule an der Tiefen Allee erbaut. Die Adolf-Reichwein-Schule war zur Tiefen Allee hin on einer Schulhofmauer eingefasst. Vom Reichweinweg hinter der Schule führte eine Treppe zur Tiefen Allee. Von der Tiefen Allee gelangte man an der Nordseite der Schule über eine Freitreppe und dem Haupteingang in das Schulgebäude.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Diese beiden öffentlichen Gebäude waren die letzten Neubauten im Wohnquartier vor dem Ersten Weltkrieg. Außer der Fertigstellung von privaten Mietshäusern an der Quittenstraße (Nr. 3 bis 11) wurde die weitere Bebauung des Quartiers, auch wegen des Kriegsbeginns 1914 erst einmal beendet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den weiteren Werftausbau erwarb Howaldt noch vor 1900 das gesamte Gelände zwischen Schwentine und Artilleriedepot. Für die Angestellten gründete Howaldt einen eigenen Konsumverein, um den Einfluss der im Ort vorhandenen drei Läden der Konsumgenossenschaft der Arbeiterbewegung zu minimieren. Zugleich errichtete Howaldt auf der Werft 1902 ein Speise- und Logierhaus. Hier konnten 500 Gäste zeitgleich ihre Mahlzeit einnehmen und im Obergeschoss beherbergte man 175 ledige Arbeiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neumühlen-Dietrichsdorf** ===&lt;br /&gt;
Bereits seit 1893 versuchte die preußische Staatsregierung, vertreten durch den Landrat in Bordesholm, erfolglos die Gemeinden Neumühlen, Dietrichsdorf und Wellingdorf miteinander zu verschmelzen. Dieser erste Versuch wurde aber durch Neumühlen abgelehnt. Im Jahre 1902 starteten dann Vertreter aus Dietrichsdorf und Neumühlen einen erneuten Versuch zumindest eine Verschmelzung beider Gemeinden herbeizuführen. In diesem Zusammenhang wies erstmalig der Dietrichsdorfer Gemeindevorsteher auf die Möglichkeit einer Zwangsvereinigung der beiden Gemeinden hin. Obwohl eigentlich beide Gemeinden eine gütliche Einigung anstrebten, zwischenzeitlich wurde eine Vereinigung der Gemeinden Dietrichsdorf und Neumühlen sogar vom Regierungspräsidenten befürwortet, konnte man sich bis April 1905 nicht über die Modalitäten einigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Gemeinde Dietrichsdorf umfasste 1905 eine Fläche von 283ha und rund 5.000 Einwohner lebten in der Gemeinde. Die Gemeinde Neumühlen umfasste lediglich eine Fläche von 49ha und nur ca. 900 Einwohner lebten in Neumühlen..&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da keine Einigung abzusehen war, stellte am 24. April 1905 die Gemeinde Dietrichsdorf beim Kreisausschuss in Bordesholm den Antrag eine zwangsweise Eingemeindung der Gemeinde Neumühlen in die Gemeinde Dietrichsdorf zu veranlassen. Im Mai 1905 widersprach die Vertretung der Gemeinde Neumühlen diesem Antrag. Der Kreisausschuss zwang beide Gemeinden wieder an den Verhandlungstisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Letztendlich einigte man sich auf einen Vereinigungsvertag, der am 11. Februar 1907 von der Gemeindevertretung Dietrichsdorf und am 13. Februar 1907 von der Gemeindevertretung Neumühlen akzeptiert wurde. Im Mai 1907 erfolgte die Vereinigung beider Gemeinden zur Gemeinde Neumühlen-Dietrichsdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;Petersen, Sönke Seite 28-36, Die Handwerker- und Bauerndörfer Neumühlen und Dietrichsdorf auf dem Weg in die neue Zeit in Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte: Sonderveröffentlichung, 38, Tradition und Aufbruch im Schwentinetal / herausgegeben von Gert Kaster; Husum 2001&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;Sönke Petersen, Arbeiterbewegung, Kommune und Howaldtswerke, Ein Geschichtsbild von Neumühlen -Dietrichsdorf 1864 bis 1924, Berlin: Pro BUSINESS 2016, &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 978-3-86460-427-0&amp;lt;/nowiki&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Werftgründer Georg Howaldt am 10. Mai 1909 starb, stand die Werft aus wirtschaftlicher Sicht auf einem nicht mehr sicherem Fundament. Sein Sohn Georg jun. musste eine Kapitalaufstockung Anfang 1909 vornehmen. Der Schiffbau steckte aber in einer tiefen Krise. Nur durch zusätzliche Rüstungsaufträge konnte die Werft überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin verkaufte man Grundbesitz außerhalb des Werftgeländes. Am nördlichen Schwentineufer, auf dem Areal des Schwentine-Parkhotels zwischen Baltischer Mühle und der Werftstraße (heute Grenzstraße) siedelten sich die Firmen Anschütz &amp;amp; Co an und das Richtung Westen folgende Gelände wurde von der Hafenbaufirma Steffen Sohst übernommen. 1910 schied Georg Howaldt jun. aus dem Vorstand des Werftbetriebes aus. Damit ging die Ära der Schiffbauerfamilie Howaldt in Dietrichsdorf zu Ende&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das zwischen dem nördlichen Ufer der Schwentinemündung und der Stadtgrenze nach Mönkeberg (Kreis Plön) liegende Neumühlen-Dietrichsdorf wurde erst zum 1. Mai 1924 ein Stadtteil der Landeshauptstadt Kiel. Zum Stadtteil gehört außerdem noch die Siedlung Oppendorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wellingdorf&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Die kleine Gemeinde Wellingdorf, zwischen Ellerbek und Neumühlen gelegen, konnte sehr lange seinen dörflichen Charakter bewahren. Im Gegensatz zu Gaarden, Ellerbek und Dietrichsdorf siedelten sich hier keine großen Industrie- und Schiffbaubetriebe an. Die erste Gewerbeansiedlung war die Verlegung der Kalkbrennerei von A. C. Hansen von Ellerbek nach Wellingdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkungen:**&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Kapitän August Christian Hansen (geb. 9.11.1824 in Hamburg, gest. 18.10.1901 in Wellingdorf) wurde 1855 Kieler Bürger. Am 14. Februar 1862 heiratete er Friederike Möller, Tochter des Ziegelmeisters Hans Christian Möller. Mit Hilfe seines Schwagers Carl Friedrich Möller übernahm er im Oktober 1865 in Ellerbek die Kalkbrennerei von Bendixen. Da in Ellerbek die Kaiserliche Werft errichtet wurde, musste auch Hansen sein Grundstück mit der Kalkbrennerei an den preußischen Fiskus abtreten. A.C. Hansen kaufte daraufhin in Wellingdorf direkt an der Schwentine die Koppel Stangenhoff.  mit breiter Wasserfront. Die Koppel wurde erschlossen und Hansen ließ von seinem Schwager Ludwig Arp einen neuen, 4 Kammer Kalkofen und ein Wohnhaus erbauen. Hansen nahm 1870 den Geschäftsbetrieb wieder auf. Zusätzlich umfasste die Firma jetzt auch noch einen Baustoff- und einen Kohlehandel. Zunächst lieferten Segelschiffe englische Kohle direkt an der Schwentine ab. Die Segelschiffe wurden durch Dampfschiffe ersetzt und der Kohleumschlag von den Firmen Paulsen und Ivers, Diederichsen und Sartori &amp;amp; Berger am Bahnhofskai übernommen. Mit einem Prahm schaffte man dann die benötigten Kohlen nach Wellingdorf.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 15. Februar 1872 richtete A. C. Hansen mit dem Dampfer Neumühlen eine regelmäßige,  halbstündliche Fährverbindung von der Schwentine nach Kiel ein. Mit dem weiteren Ausbau der Howaldtswerke nahm die Förde Schifffahrt zwischen Neumühlen und Kiel erheblich zu (1887 arbeiteten auf der Werft 634 und 1889 aber bereits 1.263 Mitarbeiter). In weiser Voraussicht kaufte A. C. Hansen am Ufer der Schwentine in Dietrichsdorf ein kleines Grundstück und baute hier den Fähranleger Dietrichsdorf auf. An der Mündung auf der südlichen Seite der Schwentine wurde an der Grenze zu Ellerbek ein weiterer Fähranleger erbaut.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;MGKStG Band 80-3, 2000, Anna Krohn, Ein Lebensbild der Familie A.C. Hansen Kiel-Wellingdorf Seite 110/111&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1893 siedelte sich an der Schwentine die kleine Werft von Stocks und Kolbe an, die seit 1893 sich im Holz- aber Spezialschiffbau betätigte. Das Unternehmen beschäftigte zeitweilig rund 250 bis 300 Mitarbeiter. Durch zusätzliche Aufträge der Kaiserlichen Marine war die Werft so ausgelastet, dass 1907 in Sonderburg ein Zweigwerk errichtet wurde. Im Juni 193o, nach 37- jährigem Bestehen, schloss die Werft ihre Pforten. Christian Kolbe verstarb noch im gleichen Jahr, sein Grabstein befindet sich auf dem Ostfriedhof.&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;**&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;MGKStG Band 75, 1989,  Hg. Jürgen Jensen, Werner Busch, Günther Breit, Christa Geckeler, Hans Schöner, Ilse Stutzer, Maren Zenk, Das Gymnasium Wellingdorf&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Aufhebung des Mühlenzwanges entstanden um 1869 viele neue Windmühlen. Eine davon war die Mühle in der Schönberger Straße, die von Wilhelm Heuck 1888 erworben wurde. Die Mühle wurde von Heuck zu einem modernen Betrieb umgebaut. Im Jahre 1890 überließ Heuck einen seiner Räume der bereits 1889 gegründeten Vereinsbäckerei, die diesen Raum als Backstube nutzte. Die Vereinsbäckerei nahm damit in Wellingdorf ihre Tätigkeit auf und setzte sich später in Gaarden als Großbetrieb durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere gewerbliche Ansiedlung in Wellingdorf war 1901 dann noch die Hanf- und Drahtseilfabrik der Firma Andersen, mit einer fast 500 Meter langen Bahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der Umsiedlung der Ellerbeker Fischer nach Wellingdorf begann ein neuer Abschnitt für Wellingdorf. Für die Erschließung des Baugebietes für die neue Fischersiedlung wurden umfangreiche Erdarbeiten notwendig. Das Gelände auf dem Rosenberg wurde planiert und die Wellingdorfer Höhen verschwanden. Der Ausbau des Fischereihafens ab 1902 erfolgte entsprechend der von den Fischern geäußerten Wünsche. Es wurden drei parallele Straßen angelegt (Wischhofstraße, Brückenstraße und Sohststraße) von denen weitere Straßen abzweigten. 1903 begann man dann mit dem Bau der ersten Häuser und bereits im Januar 1904 bezogen dann die ersten Ellerbeker Fischer die ersten neuen Häuser in Wellingdorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Veränderungen in Wellingdorf kündigten sich auch in der Schönberger Straße an, hier wurden zunächst sechs Neubauten mit Vorgärten im Villenstil errichtet. Der Ellerbeker Bauverein dehnte sich ebenfalls über die Ortsgrenze Ellerbeks in Richtung Wellingdorf aus und erschloss weitere freie Flächen um hier Wohnraum für die Arbeiten und Angestellten der Kaiserlichen Werft. Zunächst legte man die Straßen Timkestraße, Kieler Kuhle und Kuchelstraße an. Wellingdorf begann sich nun, obwohl die Bebauung noch lückenhaft war, auch lebhaft zu verändern. Aber schon Ende 1904 lief der erste Bauboom in Wellingdorf langsam aus. Von den meist reetgedeckten Bauernhäuser blieben in Wellingdorf nur wenige erhalten, 1905 gab es nur noch vier große Bauernhöfe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber bereits ab 1910/1911 setzte wieder eine rege Bautätigkeit ein. An der Wischhofstraße errichtete man mehrere Einfamilienhäuser mit Vorgärten für Beamte. Ebenfalls 1910 gründete man den Landhaus-Bauverein-Wellingdorf. Das Vereinsziel war es den Mitgliedern zu einem Eigenheim zu verhelfen. Zunächst legte man bis 1912 den Wehdenweg und seine Nebenstraßen (u.a. Rosenfelder Straße, Dobersdorfer Straße) an. Im Vertrag zur Eingemeindung der Gemeinde Wellingdorf wurde auch die Errichtung einer Schule auf dem Grundstück des ehemaligen Bauernhofes Langmaack vereinbart. Die Ausbaupläne wurden von der Gemeinde entsprechend unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die anhaltende Erweiterung der Gemeinde Wellingdorf hatte aber auch Einfluss auf die Bevölkerungszahlen. Lebten 1850 in der Gemeinde lediglich 366 Einwohner, hatten sich 1907 bereits ca. 4.000 Einwohner in Wellingdorf angesiedelt. Zum Zeitpunkt der 1910 erfolgten Eingemeindung registrierte man ca. 4.500 Einwohner im neuen Stadtteil. Im Gegensatz zu den Nachbarn Gaarden und Ellerbek wies der Stadtteil Wellingdorf keine große Siedlungsdichte auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Verbindung von Wellingdorf nach der Stadt Kiel hatte man drei verschiedene Alternativen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am 15. Februar 1872 gründete A. C. Hansen die blauen Dampfer Linie, die zwischen Neumühlen und Seegarten über Tag die Förde überquerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Am 3. Mai 1901 verband die Straßenbahn (elektrisch) erstmalig Wellingdorf mit Gaarden. Die Fahrt endete am Fähranleger Wilhelminenhöhe.&lt;br /&gt;
* Seit 1897 war in Wellingdorf ein Haltepunkt für die zwischen Kiel und Schönberg verkehrende Kleinbahn eingerichtet. Hier lieferten die Probsteier Bauern ihre Milch an die Wellingdorfer Meierei ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Breit, Günther, Christa Geckeler,&#039;&#039; &#039;&#039;Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S. 30-66&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 62-64, S. 450 – 455&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== &#039;&#039;Ellerbek&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das Dorf Ellerbek musste im ersten Bauabschnitt für den Ausbau der Kaiserlichen Werft dreimal Land an den Fiskus abtreten. Das erste 1868 vom Marinefiskus in Ellerbek erworbene Gelände umfasste eine Baufläche von ca. 17 Hektar. Mit dem weiteren Baufortschritt wurde noch weiteres Bauland erworben, 1869 (16 Hektar) und 1874 (37 Hektar). Durch eine erfolgte Ausdeichung der Ellerbeker Bucht um 6 Meter in die Förde hinein und weiterem Grunderwerb auf Gaardener Gebiet (neue Dockkapazitäten / Verlegung Germaniawerft) wurde das Werftgebiet bedeutend erweitert, so dass dem Marinefiskus für den Werftaufbau mehr als 70 Hektar (Kaufpreis rund 2 Mill. Mark) Bauland zur Verfügung standen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die ersten betroffenen Bewohner Ellerbeks die 1868/1869 ihre Wohnungen verlassen mussten waren die Anwohner von Dorfstraße und Strandweg. Die 44 frei gewordenen Häuser mit Nebengebäuden wurden abgerissen. Betroffen war auch die alte Fährschänke. Für die Umsiedlung der Familien wurde ab 1868 ein Gelände zwischen Schönberger Straße und dem Fischerort (Ellerbeker Strand) eingeebnet und erschlossen. Die neuen, 1868 bis 1874 erbauten Häuser am Ellerbeker Strand unterschieden sich deutlich von den alten mit Reet eingedeckten Fischerhäusern. Die Mehrzahl der Bewohner bezogen Häuser auf dem neuen neu erschlossenen Gelände am Ellerbeker Strand.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Kaiserliche Werft nahm 1878 ihren Betrieb auf. Dadurch wurden für Ellerbek sowohl wirtschaftliche Veränderungen aber auch eine Veränderung in der Bevölkerungsdichte und der Bevölkerungsstruktur eingeleitet. Seit 1873 gab es in Ellerbek eine Poststation, ab 1876 sogar eine Telegrafenstation.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Stationierung der Kaiserlichen Flotte in Kiel hatte zur Folge, dass die Ellerbeker Fischer mehr Fanggründe außerhalb der Kieler Förde aufsuchen mussten. Trotz dieser Mehrbelastung blühte die Fischerei und die Fischindustrie, hier besonders die Räuchereien in den 1870er Jahren in Ellerbek auf. Noch 1880 waren unter den 161 stimmberechtigten Bürgern in Ellerbek 7o Fischer und 25 Räuchereibesitzer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bereits 1903 wurde eine weitere Erweiterung der Kaiserlichen Werft notwendig. Die neuen Planungen sahen u.a. eine weitere Ausdehnung der Kaiserlichen Werft nach Wellingdorf, bis zur Werft Stocks &amp;amp; Kolbe vor. Für diese vierte Werfterweiterung mussten rund 800 Personen aus 150 Familien ihren Wohnort aufgeben.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Als neues Siedlungsgebiet wurde der bis an die Schwentine reichende Kriechhofsche Garten (auch Rosenberg genannt) in Wellingdorf ausgewählt. Der Stichtag dieser Umsiedlung war der 5. März 1904. Die Häuser der neuen Fischersiedlung, u. a. geplant von dem Architekten Johann Theede boten den Familien ausreichend Platz und einem der Zeit entsprechenden modernen Wohnkomfort. Parallel zu den neuen Wohnungen wurde in Wellingdorf auch ein geschützter Fischereihafen für die Umsiedler errichtet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ellerbek hatte um 1860 ca. 500 Einwohner. Bis zum Ende der zweiten Umsiedlung 1904 wuchs die Ellerbeker Bevölkerung auf ca. 7500 Einwohner an. Der sich abzeichnende wirtschaftliche Aufschwung brachte aber für die Ellerbeker Dorfverwaltung große finanzielle Schwierigkeiten mit sich. Ellerbek hatte durch die schnelle Veränderung der Bevölkerung sehr hohe Gemeindelasten zu tragen. Das Steueraufkommen der zugezogenen Bevölkerung war bei weitem nicht kostendeckend. Die Kaiserliche Werft, Eigentum des Staates, war gesetzlich nicht verpflichtet Beiträge zu den Gemeindelasten zu leisten. So war und blieb Ellerbek bis zur erfolgten Eingemeindung auf Unterstützung von Seiten des Fiskus besonders im Schul- und Armenwesen angewiesen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Mehrheit der Ellerbek Bevölkerung war auf der Kaiserlichen Werft beschäftigt, wodurch sich das Fischer- und Bauerndorf Ellerbek eine Arbeitersiedlung wandelte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Auswirkungen der Werftansiedlung&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Verbindungsweg zwischen Ellerbek und Gaarden (Hemminghestorp) war lediglich ein unbefestigter Ufer- und Strandweg, der bei Hochwasser auch überspült wurde. Bis 1868 verlief dieser Strandweg von der alten Dörpstrat in Ellerbek in Richtung Sandkrug (Wilhelminenhöhe) in Gaarden. Strandweg. Am Strandweg in Richtung Wilhelminenhöhe befanden sich zwischen Strand und Straße Fischerhäuser. Die Siedlung Op’n Röbarg und der alte Strandweg fielen dem Werftausbau zum Opfer. Das gesamte neue Werftgelände zwischen Ellerbek und Gaarden wurde mit einer roten Werftmauer eingefasst. Als Ersatz für den alten Strandweg wurde eine neue sechs Meter breite Straße mit zwei, drei Meter breiten Bürgersteigen geplant. Die neue Ringstraße führte von Ellerbek entlang der neuen Werftmauer nach Gaarden bis kurz vor der Wilhelminenhöhe und wurde hier wieder mit der alten Verbindungsstraße (Strandweg) zusammengeführt Von hier wurde sie als Schönberger Straße bis zur Lübecker Chaussee weitergeführt. In Ellerbek verlängerte man die neue Verbindungsstraße in Richtung Wellingdorf ab dem Klausdorfer Weg bis an die Schönberger Straße und stellte so eine Verbindung mit der alten Probsteier Landstraße her. Ab 1910 wurden dann die Schönberger Straße und die neue Ringstraße gemeinsam in Werftstraße umbenannt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Auf Höhe des Bau- und Ausrüstungs-Bassin der Kaiserlichen Werft an der Ringstraße (Werftstraße), gab es bereits die kleine Siedlung Dockshöhe. Die drei von der Ringstraße ausgehenden Straßen der Siedlung wurden 1878 in das Straßennetz des Ellerbeker Bauvereins integriert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== &#039;&#039;Ellerbeker Bauverein&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die weitere Aufrüstung der Kaiserlichen Marine und die damit verbundene Werfterweiterung führte zu einem steigenden Bedarf an Arbeitskräften auf der Kaiserlichen Werft. Die neuen Arbeitskräfte, meist Angestellte oder gelernte Arbeiter, die mit ihren Familien zuwanderten benötigten entsprechenden Wohnraum. Die steigende Nachfrage nach bezahlbaren Wohnraum war, trotz des sprunghaften Bevölkerungswachstums, im Vergleich zu anderen Großstädten beherrschbar, da die Stadt Kiel ausreichend Bauland für den Wohnungsbau zur Verfügung stellte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Durch flankierende Maßnahmen wurden auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Wohnungsbau für Baugenossenschaften verbessert. Man führte ab dem 1. Mai 1889 eine beschränkte Haftung für Genossenschaften ein. Auch war es ab 22. Juni 1889 den Versicherungsanstalten erlaubt, bis zu einem Viertel ihrer verfügbaren Gelder den gemeinnützigen Bauvereinen in Form von zinsgünstigen Darlehen zur Verfügung zu stellen. Der Staat erkannte seine Verantwortung für die Versorgung mit Wohnraum an und unterstützte den gemeinnützigen Wohnungsbau finanziell. Durch diese gesetzlich vereinbarten Maßnahmen wurden verstärkt Baugenossenschaften gegründet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Aktivitäten des Kieler Handelskammersekretär Peter Hansen führte schon 1889 zur Gründung des „Arbeiter-Bauverein für Ellerbek und Umgebung&amp;quot;. Die Geschäftsanteile des Bauvereins (je 150 RM, max. 10 Anteile) konnten lediglich von Belegschaftsmitglieder der Kaiserlichen Werft erworben werden. Die Geschäftsanteile wurden über einen monatlichen Mindestbeitrag von 1 RM angespart und das Guthaben entsprechend verzinst. Um sich den  Wunschtraumes nach eigenem Grund und Boden zu erfüllen, erwarben bereits 117 Mitglieder am Gründungstag Geschäftsanteile. Trotzdem war der Ellerbeker Bauverein auf weitere finanzielle Unterstützung angewiesen. Diese notwendigen Unterstützungen gewährten die LVA Schleswig-Holstein, das Reichsamt des Innern und das Reichsmarineamt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Gleich nach seiner Gründung entwickelte der Arbeiter-Bauverein eine rege Bautätigkeit. Die ersten zwei Wohnhäuser wurden an der Preetzer Chaussee bereits 1890 fertiggestellt. Diesem Bauvorhaben folgten ab 1891 dann vier weitere Häuser an der Preetzer Chaussee und noch bevor die ersten beiden Häuser bezugsfertig waren, wurden bereits die Grundsteine für vier weitere Dreifamilienhäuser gelegt. Mit diesen Bauprojekt konnte sich der Ellerbeker Bauverein, trotz einiger Anlaufschwierigkeiten etablieren und weitere Bauvorhaben planen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dem Ellerbeker Bauverein gelang es, um von Bodenspekulationen verschont zu bleiben seinen bereits vorhandenen Grundbesitz um neue, günstige Grundstücke erheblich zu erweitern. Bis Ende 1909 verfügte der Bauverein über einen Grundbesitz von insgesamt 111,2 Hektar, wobei 68,7 Hektar sich auf Wellingdorfer Gebiet befanden, 36,3 Hektar befanden sich auf Ellerbeker Gebiet und lediglich 6,2 Hektar verblieben noch in Gaarden Ost. Mit diesem umfangreichen Grundbesitz konnte der Ellerbeker Bauverein seinen Mitgliedern (1902 = 2.004 Mitglieder) preiswertes Bauland anbieten, so dehnte sich die Ellerbeker Siedlung bis 1909 über die Regionalbahn Kiel ⟨⟩ Schönberg bis zum Alten Elmschenhagener Weg bzw. bis zum Alten Ellerbeker Weg aus.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Erwerb dieser neuen Bauflächen, die mehrheitlich auf Ellerbeker und Wellingdorfer Gebiet lagen und auch noch weiterführenden Wohnungsbau ermöglichten, bewogen den Bauverein seinen Wirkungskreis von Gaarden Ost nach Ellerbek zu verlegen. Als 1901 der Ellerbeker Bauverein dem Revisionsverband Schleswig-Holsteinischer Baugenossenschaften beitrat, wurde die alte Bezeichnung des Bauvereins in „Arbeiterbauverein in Ellerbek“ umgeändert.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Für die Gemeinde Ellerbek war die Zusammenarbeit mit dem Ellerbeker Bauverein sicherlich nicht immer einfach. Die Interessen des Bauvereins und die Interessen des Bauvereins mussten gemeinsam abgeglichen werden. Dieser Abgleich war sicherlich auch für die Gemeinde manchmal sehr belastend. Doch stets wurden von der Ortsverwaltung die Baupläne des Arbeiter Bauvereins positiv unterstützt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bis 1900 wurden durch den Ellerbeker Bauverein schon 376 Häuser erstellt. Bis 1905 stieg die Zahl der Neubauten dann auf insgesamt 688 Häuser und bis 1914 sogar stieg die nochmals Anzahl der erbauten Häuser auf 943 an. Das neue Siedlungsgebiet bot den Bewohnern im Vergleich zu den Arbeiterquartieren in Gaarden eine sehr hohe Lebensqualität. Die Ausstattung der neuen Häuser und die Infrastruktur der neuen Siedlung verbesserten grundlegend die Wohnsituation der Arbeiter in Ellerbek.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkungen:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Alle Grundstücke der Siedlung waren an die Kanalisation angeschlossen. Ab 1899 wurde die Siedlung des Bauvereins auch an das Netz der Gaardener Gasanstalt angeschlossen. So konnte für die Bewohner die Straßenbeleuchtung und auch das Kochen mit Gas sichergestellt werden. Der Versuch des Bauvereins die neuen Gebäude an die Wasserversorgung der Stadt Kiel anzuschließen, scheiterte und daher übernahm dann ab 1904 das Wasserwerk der Gemeinde Dietrichsdorf die Wasserversorgung der Ellerbeker Siedlung. Weiterhin wurden ab 1912 alle Grundstücke mit Elektrizität versorgt. Als erste Einkaufsmöglichkeit wurde 1893 ein Geschäft für Kolonialwaren fertiggestellt. Bäckerei, Schlachterei und Räucherei folgten. Der Bauverein bezog im Jahr 1900 ein eigenes Geschäftshaus an der Ecke Ringstraße/Hollmannstraße. Der Neubau beherbergte zur Verwaltung der Vereinsangelegenheiten eine Geschäftsstelle mit einem Sitzungssaal und drei Personalwohnungen. Im Juli 1914 weihte der Werft Frauenverein an der Prinzenstraße einen Kindergarten (Dorotheen Kindergarten) ein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914, 25 Jahre nach seiner Gründung hatte der Ellerbeker Bauverein sich als ein wichtiger Faktor auf dem Wohnungsmarkt entwickelt. Die Möglichkeit für Arbeiter und Angestellte über günstige Mieten Eigentum erwerben zu können, machte die Erwerber sowohl unabhängig vom öffentlichen Wohnungsmarkt als auch unabhängig vom Werkswohnungsbau. Im Jubiläumsjahr lebten bereits 4.922 Einwohner in den vom Bauverein erbauten Siedlungshäusern. Weiterhin gingen sind von den 943 bis 1914 erbauten Häusern bereits 141 Häuser in das Eigentum der Erwerber (Genossenschaftsmitglieder) übergegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle*:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;SVGKStG Band 48 Hrsg. Jürgen Jensen, 2004, Dörte Beier Kiel in der Weimarer Republik, S 224ff&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gaarden&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Der heutige Stadtteil Gaarden bestand ursprünglich aus der zu dem Kloster Preetz (Kreis Plön) gehörenden Gemeinde Gaarden-Ost (1212 Hemminghestorp, klösterliches Gaarden) und der seit 1907 zum Kreis Bordesholm gehörenden Gemeinde Gaarden-Süd (1402 Wulvesbrook, fürstlich Gaarden). Die Grenze zwischen diesen beiden Gemeinden bildete die südlich der Preetzer Chaussee vom Langsee in die Hörn fließende Mühlenau. Eine weitere Trennung der beiden Gemeinden manifestierte sich durch den Bau des Eisenbahndammes der 1844 eröffneten Eisenbahnlinie von Kiel nach Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In beiden Gemeinden lebten 1860 lediglich 400 Einwohner. Als Folge der Werftansiedlungen und Werfterweiterungen stieg die Einwohnerzahl aber 1910 bereits auf 30.427 Einwohner an. Dieser Zuwachs resultierte hauptsächlich aus dem steigenden Arbeitskräftebedarf auf den Werften. Der dringend benötigte zusätzliche Wohnraum für die neuen Werftarbeitern mit ihren Familien löste einen Bauboom in beiden Gemeinden aus. In den Gemeinden setzte sich rasant die städtische Bebauung durch. Schneller als Gaarden-Süd entwickelte sich Gaarden-Ost zu einem städtischen Wohnbezirk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Brunswik (1896) und der Wik (1893) wurde schon am 1. April 1901 die Gemeinde Gaarden-Ost (klösterliches Gaarden) in Kiel eingemeindet. Im Jahre 1910 folgte dann die Gemeinde Gaarden-Süd (fürstlich Gaarden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Breit, Günther, Christa Geckeler,&#039;&#039; &#039;&#039;Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S. 30-66&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Walter Ehlert, 2021, Das historische Gaarden, Bauernland wird Industriestandort, Husum, S. 28 - 33&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 62-64, S. 54 – 59&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gaarden-Ost (klösterliches Gaarden)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Mit der Regierungsübernahme von Kaiser Wilhelm II. sollte die Marine nicht nur für den Küstenschutz eingesetzt werden, sondern Deutschland zu einer Seemacht aufgerüstet werden. Somit setzte auch in Kiel ein massiver Schiffsneubau für die Marine ein. Die Norddeutsche Schiffbau AG nahm 1867 an der Förde in Gaarden ihren Betrieb auf. Aus der NSAG wurde dann 1879 die Schiffs- und Maschinenbau AG Germania, die ab 1902 als Fried. Krupp, Aktiengesellschaft Germaniawerft bis 1922 weiter tätig war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folge der weiteren Entwicklung des Werftbetriebes in Ellerbek und Gaarden wurde das Gelände am östlichen Ufer der Förde planiert, der Wittenbarg mit der Gaststätte Wilhelminenhöhe wurde abgetragen und der südliche Teil der Hörn zugeschüttet. Die Werften auf dem Ostufer erhielten einen Bahnanschluss. Mit der Anlage der Norddeutschen Schiffbau AG (1867) und der Kaiserlichen Werft (1868) setzte für Gaarden-Ost ein wirtschaftlicher Aufschwung ein. Wohnten 1865 nur 400 Einwohner in klösterlich Gaarden, so betrug die Zahl der Einwohner 1880 bereits mehr als 8.000. Ohne geordnete Bebauungspläne setzte eine rege Bautätigkeit ein. Dieser, durch den Bevölkerungszuwachs einsetzende Bauboom in der Gemeinde Gaarden-Ost (klösterlich Gaarden) verwandelte das alte Bauerndorf in nur einer Generation zu einem Industriewohnviertel. Neue Straßen wie z.b. die Norddeutsche Straße, Werftstraße (Sandkrug) und die Wilhelminenstraße (Hügelstraße). Die neuen Straßenzüge wiesen zum Teil sehr starke Steigungen auf. Viergeschossige Mietshäuser prägten bald das Bild des Ortes vor allem im Bereich Werftstraße - Karlstal – Kaiserstraße. Als zentralen Marktplatz in der Mitte des Wohnviertels legte man den Vinetaplatz an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Zahl der Einwohner sich weiter erhöhte, im Jahre 1910 lebten bereits mehr als 30.000 Menschen in Gaarden-Ost dehnten sich die Arbeiterquartiere östlich bis an den Germaniaring (heute Ostring) aus und in südlicher Richtung erreichte sie Grenze der Gemeinde Gaarden-Süd.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Straßenbild in Gaarden-Ost wurde, wie für die damalige Zeit typisch, von drei- bis fünfgeschossigen Mietshäuser in geschlossener Blockrandbebauung geprägt. In den Mietshäusern befanden sich teilweise Läden und auf den Hinterhöfen siedelten sich kleine Handwerksbetriebe an. Die zwei Zimmer Wohnungen waren aber meist lediglich 50qm groß und die Toilette befand sich auf dem Hof. Eine Ausnahme war aber die von der Firma Krupp 1902 am Germaniaring (Ostring) erbaute Arbeitersiedlung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestaltung und Anordnung der von Krupp geplanten Mietshäuser der Kruppschen Siedlung (Ostring, Preetzer Straße sowie Blitzstraße) setzte für den damaligen Wohnungsbau in Gaarden-Ost neue Maßstäbe. In den Entwürfen wurde versucht die übliche Blockrandstruktur zurückzudrängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kruppschen Wohnungen boten Werftarbeitern einen Komfort, der für damalige Verhältnisse vorbildlich war. Die Wohnungen waren abgeschlossen und hatten Toiletten. In Waschküchen standen Badewannen für mehrere Mietparteien bereit, und trotzdem war der Mietpreis für den Arbeiter bezahlbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kruppsche Siedlung&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; ====&lt;br /&gt;
Die Friedrich Krupp AG, Essen erkannte sehr früh, dass eine starke Identifizierung der Belegschaft mit dem Unternehmen sich positiv auf die Produktivität auswirkte. Daher, um die zu damaliger Zeit hohe Fluktuation zu reduzieren, wurde bei der Friedrich Krupp AG die Schaffung von Arbeiterwohnungen ein Teil der Sozial- und Unternehmenspolitik. Man erhoffte sich mit der Bereitstellungen von Arbeiterwohnungen eine noch stärkere Bindung der Belegschaft an das Unternehmen zu erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon ab den 1860er Jahren hat die Firma Krupp im Ruhrgebiet bereits für die Mitarbeiter werkseigene Arbeiterwohnungen errichtet. 1896 wurde im Rahmen eines Überlassungsvertrages die in finanzielle Schieflage geratene Schiff- und Maschinenbau AG Germania von Krupp gepachtet und bis 1902 grundlegend modernisiert. Die endgültige Rettung erfolgte 1902 als die Friedrich Krupp AG, Essen für 6,325 Millionen Mark die Germaniawerft übernahm und als Fried. Krupp Germaniawerft in den Konzern integrierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So war es nur noch eine Frage der Zeit bis auch in Kiel für die Beschäftigten der Friedrich Krupp Germaniawerft die Firma Krupp Wohnungen erbaute. Ab 1902 wurde der Germaniaring (heute Ostring) zwischen Preetzer Straße und der Blitzstraße m Brook ausgebaut. Auf der von den Straßen Germaniaring, Preetzer Chaussee und Blitzstraße eingeschlossenen Grundstücksfläche ließ die Friedrich Krupp Germaniawerft für ihre Beschäftigten eine Arbeiterkolonie (Kruppsche Siedlung) bis 1902 zu errichten. Das Baubüro in Essen (Leitung Robert Schmohl) entwarf die Pläne für zehn Gebäude mit insgesamt 215 Wohnungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie zur damaligen Zeit im Arbeiterviertel Gaarden Ost üblich bestimmten drei- bis fünfgeschossigen Mietshäuser in geschlossener Blockrandbebauung das Straßenbild. Die Gestaltung und Anordnung der von Krupp geplanten Mietshäuser der Kruppschen Siedlung stellten für den damaligen Wohnungsbau in Gaarden Ost etwas Besonderes dar. In den Entwürfen wurde versucht die übliche Blockrandstruktur zurückzudrängen. Die vier Blocks zwischen Blitzstraße, Germaniaring und Preetzer Chaussee sind so angeordnet das sie über drei Höfe miteinander verbunden sind. Der durchgehende Wohnblock am Germaniaring ist viermal geknickt wobei der mittlere Haupthof, von einem durchgehenden viermal geknickten Baukörper eingefasst, sich zur Straße nach Osten öffnet. Die beiden anschließenden Höfe sind entgegengesetzt ausgerichtet. Alle Häuser wurden um drei Innenhöfe angeordnet und die Hauseingänge mit keramikgerahmten Haustüren konnten über den Innenhof erreicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der erste Bauabschnitt war bereits 1901 bezugsfertig und umfasste die Gebäude Blitzstraße 25-31, Germaniaring 61-85 und Preetzer Chaussee 46-48. Bis 1902 wurde dann auch der zweite Bauabschnitt, Germaniaring 100-112 und Greifstraße 1-9 und 4-6, bezugsfertig. Eine dritte Erweiterung der Kruppschen Siedlung (Blockrandbebauung, Heimatstil) wurde noch 1917 realisiert und umfasste Gebäude am Germaniaring 45-55 und 88-98 sowie an der Blitzstraße 24-48.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kruppschen Bauten am Ostring sind die ältesten erhaltenen Werkswohnungen in Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Nach Kriegsende, ab 1920, wurde dann der Germaniaring bis an die Segeberger Landstraße (heute Theodor-Heuss-Ring / Konrad-Adenauer-Damm) verlängert. Zwischen 1938 und 1942 wurden am unteren Germaniaring nach Plänen von Ernst Prinz weitere Kruppsche Werkswohnungen (Germaniaring 2-76) errichtet.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Kaiserliche Werft legte zwischen Gaarden und Ellerbek für seine Mitarbeiter Werft-Erholungspark an. Den Besuchern stand ein Werfterholungshaus, Spielplätze für die Kinder und ein Karpfenteich zur Verfügung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bereits im Jahre 1870 führte die Stadt Kiel die ersten Gespräche mit der Gemeinde Gaarden-Ost und dem Kloster Preetz hinsichtlich einer Eingemeindung des Dorfes. Schließlich wurde man sich im Jahre 1901 einig und Gaarden-Ost wurde in die Stadt Kiel am 1. April 1901 eingemeindet.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Quelle:&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; Breit, Günther, Christa Geckeler, Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S. 30-66&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; Walter Ehlert, 2021, Das historische Gaarden, Bauernland wird Industriestandort, Husum, S. 28 - 33&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S. 418-444, S. 53 – 59&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039; MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gaarden-Süd(fürstliches Gaarden)&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; ===&lt;br /&gt;
Das an die Förde angrenzende fürstliche Gaarden war durch die südlich der Preetzer Chaussee vom Langsee in die Hörn fließende Mühlenau vom klösterlichen Gaarden getrennt. Weiterhin grenzte die Gemeinde aber auch an die Gemeinden Wellsee, Moorsee, Vieburg, Hassee und Kiel. Das ursprüngliche Dorf Wulvesbrook wurde 1462 an das Kieler Kloster St.-Jürgen verkauft und gehörte somit zum Amt Kiel. Ab 1907 wurde die Gemeinde dann vom Kreis Bordesholm verwaltet. Eine weitere Trennungslinie zwischen den Gemeinden Gaarden-Ost und Gaarden-Süd ergab sich ab 1844 mit der Eisenbahnlinie Kiel-Altona.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der von Josef Stübben 1901 veröffentliche Stadterweiterungsplan (Stübbenplan) umfasste auch, weit vor der Eingemeindung, das Gebiet Gaarden-Süd. Nach diesem Plan sollte Gaarden-Süd die Lücke zwischen den Stadtteilen auf dem Westufer und dem Ostufer schließen. Die Flächen zwischen der Hamburger Chaussee und dem Barkauer Weg (heute Neue Hamburger Straße) waren durch die Bauernhöfe Vieburg und Marienlust und den Erbpachtstellen Petersburg, Krusenrott, Lübscherbaum sowie der Holzvogtstelle Poppenbrügge nur dünn besiedelt. Nach 1840 kam noch die private Irrenanstalt Hornheim hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kräftigsten Erschließungsaktivitäten in Gaarden-Süd wurden zunächst an der durch die Mühlenau gebildete Grenze zu Gaarden-Ost eingeleitet. Hier entstand bereits nach 1900 östlich des Bahndamms ein zusammenhängendes Wohnviertel mit dichter Bebauung. Die Firma Bielenberg und Sörensen legte zunächst zwei neue Straßen gleichen Namens an. Die Bielenbergstraße und die Sörensenstraße wurden über drei ebenfalls neuen Straßen (Heischstraße, Heintzestraße, Hofstraße) miteinander verbunden. Bis 1910 konnte die Bielenbergstraße bis zur Hofstraße mit viergeschossigen Mietshäusern bebaut werden. Weiterhin wurde parallel noch die Waldemarstraße (heute Sörensenstraße) als direkte Verbindung zwischen Werftstraße und Segeberger Landstraße angelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentliche Ortszentrum von Gaarden-Süd lag nördlich, eingegrenzt von Asmusstraße und Bahnhofstraße am Joachimplatz und am Oldesloer Platz. Um dieses Gelände herum erbaute man das Rathaus, den Kleinbahnhof, die Schule und die Feuerwache. Ab 1905 errichte der Allgemeine Konsumverein für Kiel und Umgebung auf einem von Sörensenstraße, Heischstraße und Bielenbergstraße eingefassten Grundstück Wohn und Gewerbebauten (u.a. 1908 ein Zentrallager und 1912 ein Verwaltungsgebäude).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schaffung von neuem Wohnraum in Gaarden führte dazu, dass in beiden Gemeinden rasant der dörfliche Charakter verloren ging und die beiden Gemeinden sich zu städtischen Vororten entwickelten. Schon am 1. April 1901 wurde die Gemeinde Gaarden-Ost (klösterliches Gaarden) in Kiel eingemeindet. Im Jahre 1910 folgte dann die Gemeinde Gaarden-Süd (fürstlich Gaarden).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl es in Gaarden-Süd und Gaarden-Ost um Wohnraum für gering verdienende Beschäftigte ging, setzte sich in Gaarden-Süd auch der weiträumige Siedlungsbau durch. Im Gegensatz zu Gaarden-Ost mit der geschlossenen mehrgeschossigen Blockrandbebauung entstehen in Gaarden-Süd auch aufgelockerte Kleinhaussiedlungen. Gegen Ende des 19 . Jahrhunderts begann dann langsam die villenartige Bebauung der Von-der-Goltz-Allee. Eine durchgängige Bebauung mit villenartigen Häusern erfolgte aber erst zwischen 1905 und 1910 südlich der Dorotheenstraße. An der Hamburger Chaussee stadtauswärts siedelten sich u. a. das Wasserwerk Schulensee, das Eiswerk Drachensee und eine Brauerei an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verschiedenen in Gaarden-Süd umgesetzten Siedlungsbauvorhaben bilden die Auswirkungen der damaligen Wohnungsbaupolitik ab. Um den einkommensschwachen Gesellschaftsschichten auch die Möglichkeit einzuräumen ein kleines Siedlungshaus zu erwerben, wurde mit Hilfe der Stadt Kiel der Gemeinnützige Bauverein Gartenstadt Kiel GmbH gegründet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Die Häuser der Gartenstadt Vieburg wurden vom Kieler Architekten Hans Schnittger entworfen. Zunächst erbaute man 1912 zwei Siedlungshäuser (sog. Torhäuser) an der Einmündung des Petersburger Weges in die Hamburger Chaussee. Erst nach Kriegsende wurden dann weitere Straßen im Baugebiet angelegt. Im Jahre 1925 wurde die Gartenstadt Vieburg fertiggestellt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;1918 wurde das neue preußische Wohnungsgesetz erlassen. Hierin bekannte sich erstmals der Staat sich zu seiner Verantwortung der Wohnraumversorgung gegenüber der Bevölkerung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1910 endete die Eigenständigkeit des Dorfes Gaarden-Süd (fürstlich Gaarden) im Kreis Bordesholm. Gaarden-Süd wurde zusammen mit Ellerbek und Wellingdorf in Kiel eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Quelle:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Breit, Günther, Christa Geckeler,&#039;&#039; &#039;&#039;Dörfer des Ostufers werden Stadtteile der Großstadt Kiel, in: Das Gymnasium Wellingdorf. Eine Schule auf dem Ostufer, 1914-1989, Mitteilungen der Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte, Band 75, S.30-66&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Christa Geckeler, Kieler Erinnerungstage: 23. Mai 1867 | Errichtung einer Marinewerft in Ellerbek und des Erscheinungsdatums 23. May 2007&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;Walter Ehlert, 2021, Das historische Gaarden, Bauernland wird Industriestandort, Husum, S.28-33&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;SVGKStG Band 29 Hrsg. Jürgen Jensen, 1995, Lutz Wilde, Denkmaltopographie Landeshauptstadt Kiel, S54 – 59, S62-64, S.418 u. S.439/440&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;* MGKStG Band 36, 1931, Elli Hädicke, Kiel, Eine stadtgeographische Untersuchung, S.112&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;*&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;MGKStG Band 77-1, 1991, Ulrike Weber-Karge, Wohnungsbau in Gaarden 1880-1950&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Literaturverzeichnis ===&lt;br /&gt;
Ehlert, W. (2021). &#039;&#039;Das historische Gaarden,  Bauernland wird Industriestandort.&#039;&#039; Husum: Husum Druck- und  Verlagsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geckeler, C. (Mai 2007). &#039;&#039;Kieler Erinnerungstage  23. Mai 1867.&#039;&#039; Kiel: Stadt Kiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemeinnützige  Heimstätten-Genossenschaft Kiel-Ost, Karl Behnk. (1964). &#039;&#039;75 Jahre,  Gemeinnützige Heimstätten-Genossenschaft Kiel-Ost e.G.m.b.H.&#039;&#039; Kiel: Verlag  für Wirtschaftswerbung, Elmshorn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Petersen, S. (2016). &#039;&#039;Arbeiterbewegung  Kommune und Howaldtswerke.&#039;&#039; Berlin: Pro Business GmbH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stoy, V. (2003). &#039;&#039;Kiel  auf dem Weg zur Großstadt.&#039;&#039; Kiel,: Verlag Ludwig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wilde, L. (1995). &#039;&#039;Denkmaltopographie  Landeshauptstadt Kiel&#039;&#039; (Bd. Sonderveröffenlichung 29 der GKStG). (J.  Jensen, Hrsg.) Neumünster: Wachholtz Verlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesellschaft für Kieler Stadtgeschichte: ===&lt;br /&gt;
MGKStG, Band 55, 1966, Hg. Sievert, Ellerbek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entwicklungsgeschichte Alt-Ellerbeks, Von Julius Prange, 1937, Seite 17ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alt-Ellerbek, Siedlung, Bevölkerung und Brauchtum 1937, Von Andreas Blass 1937, Seite 39ff&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MGKStG, 2004, Band 82, Heft 1, Tillmann, Alt Ellerbek&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MGKStG. 1957, Heft 1/2, Radunz, Kieler Werften im Wandel der Zeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Stadt Kiel: ===&lt;br /&gt;
www.kiel.de Kieler Straßenlexikon, bis 2005 Hans-G. Hilscher, ab 2005 fortgeführt von Dietrich Bleihöfer, ab 2022 von Frank Mönig, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: Januar 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Quellen im Text erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
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		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Georg_Howaldt,_Kieler_Schiffswerft&amp;diff=70187</id>
		<title>Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft</title>
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		<updated>2026-05-19T11:35:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: /* Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;=== Georg Ferdinand Howaldt** ===&lt;br /&gt;
[[Georg Ferdinand Howaldt]] (geb. 24. März 1841 in Kiel, gest. 10. Mai 1909 in Wildbad); war der zweite Sohn der Eheleute August Ferdinand &amp;amp; Emma Petra Howaldt geb. Diederichsen. Sein älterer Bruder [[August Ferdinand Howaldt]] verstarb bereits 1838 kurz nach seiner Geburt. Von den drei verbliebenen Söhnen des Ehepaares Howaldt war Georg Ferdinand von der Idee des Eisenschiffbaus überzeugt. Da er seine Vorstellungen in der väterlichen Firma (Schweffel &amp;amp; Howaldt) nicht verwirklichen konnte gründete er 1865 eine eigene Werft auf dem Ostufer am Ellerbeker Strand. Während seiner beruflichen Tätigkeit in Kiel wurde [[Georg Howaldt]] zu einer herausragenden Persönlichkeit des Kieler Wirtschaftslebens.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;** Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;www.treffpunkt-howaldt.de&lt;br /&gt;
**Familienforschung Heinz Howaldt, Brief Emma Heesch geb. Howaldt an Heinz Howaldt, Februar 1919&lt;br /&gt;
**Familienforschung Heinz Howaldt, Brief Alwine-Antonie Howaldt geb. Bammel an Heinz Howaldt, Februar 1856&lt;br /&gt;
**Familienforschung Heinz Howaldt, Brief Johanne Grave geb. Bammel an Heinz Howaldt, Januar 1920&lt;br /&gt;
**125 Jahre Kieler Howaldtswerke, 1963 Hrsg. Kieler Howaldtswerke Aktiengesellschaft Kiel, Manuskript Hellmut Kleffel&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Georg Howaldt]] wurde mit dem Ehrentitel eines (preußischen) Kommerzienrats ausgezeichnet. Er war dreimal verheiratet. Aus diesen Ehen gingen insgesamt 12 Kinder hervor.&lt;br /&gt;
[[Georg Howaldt]] und Familie bewohnten im Jahre 1907 das Haus [[Düsternbrooker Weg]] 75**.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;** Quellen:&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;**Kieler Adressbuch K.A.B., 1907. Seite 479, Howaldt, Georg, Kommerzienrat, Director Howaldtswerke, Düsternbrook 75 (FA26)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Er verstarb am 10. Mai 1909 in Wildbad und wurde auf dem Kieler Südfriedhof beigesetzt. Rund 500 Schiffe wurden bis zu seinem Tod auf der von ihm gegründeten Werft gebaut. Die von [[Georg Howaldt]] gegründete Werft gehörte zum Zeitpunkt seines Ablebens neben [[Kaiserlicher Werft]] und [[Germaniawerft]] zu den drei größten Schiffbauplätzen an der Kieler Förde.&lt;br /&gt;
=== Der Schiffbauer ===&lt;br /&gt;
[[Georg Ferdinand Howaldt]] besuchte die Kieler Gelehrtenschule und erlernte bei der Firma [[Schweffel &amp;amp; Howaldt]] den Maschinenbau. Nach der Ausbildung sammelte er weitere Berufserfahrung bei der englischen Schiffswerft und Maschinenfabrik Summers and Day in Southampton. Diesen praktischen Tätigkeiten folgte ein längeres Studium, zunächst von 1861 bis 1864 am Polytechnikum in Zürich und dann ein Schiffbaustudium an der Gewerbeschule in Hamburg. Nach erfolgreichem Abschluss nahm er seine Tätigkeit bei [[Schweffel &amp;amp; Howaldt]] wieder auf. Bedingt durch seine bisherige Ausbildung sah [[Georg Howaldt]] seine berufliche Zukunft aber im modernen [[Schiffbau]].&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Im Vergleich mit der britischen Werftindustrie waren die deutschen Schiffbauer bis 1865 nicht auf den Eisenschiffbau vorbereitet. Der Bau von hölzernen Schiffen war die primäre Ausrichtung der Deutschen – und somit auch der Kieler Schiffbaubetriebe.&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Sommer 1865 gründete [[Georg Howaldt]] auf dem [[ehemaligen Marineplatz]] in [[Kiel Ellerbek]] eine eigene Werft und begann dort mit dem Eisenschiffbau. Noch im gleichen Jahr lief der Dampfer Vorwärts (93 BRT) vom Stapel. Der Kieler Reeder Christian Ahrens setzte den Dampfer zwischen Kiel und Kappeln ein.&lt;br /&gt;
Weil der Preußische Fiskus den Bauplatz für den Ausbau der Werft in Ellerbek benötigte, musste [[Georg Howaldt]] bereits 1868 sein Werftgelände wieder räumen. Am 16. April 1867 gründeten, nach einem missglücktem 1. Versuch, englische Geschäftsleute unter Beteiligung des Bankhauses Ahlmann erneut die [[Norddeutsche Schiffbau Aktiengesellschaft]] (NSAG), mit Firmensitz in Gaarden. Zu den Aktionären der neuen Werft gehörten neben [[Georg Howaldt]] auch sein Vater [[August Ferdinand Howaldt]] und [[Johann Schweffel]].&lt;br /&gt;
Von 1867 – 1875 war [[Georg Howaldt]] leitender Direktor der NSAG. Ihm gelang es mit verschiedenen deutschen Kunden (z.b. Sartori &amp;amp; Berger, Geb. Lange, Krupp, Bugsier, HAPAG usw.) Neubauaufträge für die NSAG abzuschließen. Die Ablieferung des ersten Neubaus mit der Bau-Nr. 1, der Fracht- und Passagierdampfer Holsatia für die Reederei Sartori &amp;amp; Berger erfolgte daher schon im Juni 1868. Die Rechnung von [[Georg Howaldt]] ging auf, denn für das Geschäftsjahr 1868/69 konnte wenigstens ein bescheidener Gewinn verbucht werden. Im Jahre 1876 verließ auf eigenen Wunsch [[Georg Howaldt]] die NSAG.&lt;br /&gt;
Bis 1879 wurden insgesamt 83 Schiffe bei der NSAG auf Kiel gelegt, unter anderem auch die Kaiserjacht Hohenzollern, deren Fertigstellung sich jedoch bis 1880 verzögerte. Trotz aller Bemühungen musste am 29. März 1879 die [[Norddeutsche Schiffbau AG]] Konkurs anmelden.&lt;br /&gt;
Auch [[August Ferdinand Howaldt]] beteiligte sich an dem Versuch, einen drohenden Konkurs der [[Norddeutschen Schiffbau AG]] mittels einer außergerichtlichen Liquidation zu verhindern. Die Zahlungsunfähigkeit war nicht mehr abzuwenden und die Werft meldete im Frühjahr 1879 Konkurs an. Auch der Vater von [[Georg Howaldt]], [[August Ferdinand Howaldt]] büßte durch den Konkurs der NSAG erhebliches Kapital ein.&lt;br /&gt;
=== [[Georg Ferdinand Howaldt]] von der NSAG zur [[Howaldtswerke AG]] ===&lt;br /&gt;
Freunde drängten [[Georg Howaldt]] als selbstständiger Unternehmer seine bisherigen Schiffbauaktivitäten (Schiffswerft in Ellerbek (1865-1868) wieder aufzunehmen. Er übernahm das von Reuter am nördlichen Ufer der Schwentine erworbene 440m² große Grundstück und gründete am 1. Oktober 1876 in Dietrichsdorf sein eigenes Unternehmen, die Firma [[Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft]]. Die neue Werft nahm bereits im November 1876 den Betrieb auf. Zunächst wurden auf der Werft 95 Arbeiter beschäftigt. Da die Kieler Schiffswerft sehr schnell expandierte, umfasste 1883 die Betriebsfläche aber schon 6600m² und auf der Werft waren bereits 1195 Arbeiter beschäftigt.&lt;br /&gt;
==== Schiffswerft Reuter &amp;amp; Ihms ====&lt;br /&gt;
Auf dem Vorstrand am Kieler Schloss in Höhe der Damenstraße / Wall (Seegarten)befand sich zwischen 1842 und 1885 die von den Schiffbaumeistern Gebrüder Ihms und Reuter gegründete Schiffswerft Reuter &amp;amp; Ihms. 1859 lieferte die Werft lieferte ihr erstes Frachtschiff ab und baute bis 1876 noch zahlreiche, weitere Segelschiffe für hiesige Reeder. Da die Umstellung auf den Eisenschiffbau anstand, erwarb der Schiffbaumeister Reuter zusätzlich zu dem Werftgelände auf dem Westufer ein weiteres Betriebsgelände am nördlichen Ufer der Schwentine in Dietrichsdorf. Neben dem Gelände zur Betriebserweiterung führte Reuter auch Gespräche die alten, nicht mehr benutzten Schleusen bei Holtenau als Trockendocks zu nutzen. Da Reuter aber am 25. September 1871 bei einem Bootsunfall tödlich verunglückte wurden die Expansionspläne nicht mehr verfolgt. Somit konnte Georg Ferdinand Howaldt das 440m² große Grundstück am nördlichen Ufer der Schwentine von der Schiffswerft Reuter &amp;amp; Ihms übernehmen. Die Gebrüder Ihms hielten sich bis 1885 mit Reparaturarbeiten an Frachtseglern über Wasser. Dann errichteten sie eine schwimmende Schiffsschmiede für die Fertigung von Dampfkessel.&lt;br /&gt;
=== [[Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft]] ===&lt;br /&gt;
Auf dem von der Werft Reuter &amp;amp; Ihms übernommen übernommenen 440m² großen Grundstück gründete [[Georg Howaldt]] in Dietrichsdorf am 1. Oktober 1876 die [[Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft]]. Der neu gegründete Betrieb beschäftigte zunächst 95 Arbeiter. Die von [[Georg Howaldt]] gegründete Kieler Schiffswerft arbeitete sehr erfolgreich. Das junge Unternehmen expandierte sehr schnell. Maschinen und Zubehör für die Schiffsneubauten bezog die Werft zunächst von der [[Maschinenbauanstalt Schweffel &amp;amp; Howaldt]] und nach Ausscheiden der Familie Schweffel von der [[Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt]].&lt;br /&gt;
Bis 1882 hatte die Werft schon 75 Neubauten mit einer Tragfähigkeit von 12.723RT abgeliefert. Den hundertsten Stapellauf feierte die Werft bereits am 14. August 1883. Es war der Frachtdampfer „Emma“ für die Reederei Sartori &amp;amp; Berger. Zur Probefahrt am 12 September 1883 erschien als Gast auch [[Johannes Schweffel]]. Auf der ersten Reise nach Libau strandete die „Emma“, konnte aber auf der Bauwerft wieder instandgesetzt werden. Die Werft expandierte weiter. Sie umfasste insgesamt fünf Helgen.&lt;br /&gt;
1884 gründete [[Georg Howaldt]] die [[Kieler-Dampfer-Compagnie]]. Ziel dieser Gesellschaft war der Betrieb von zwei Frachtdampfern Arnold und Kiel. Die Arnold war ein Neubauauftrag von einer Stettiner Reederei die Konkurs anmelden musste. Howaldt baute die Arnold fertig und erbaute dann auch auf eigene Rechnung den Frachtdampfer Kiel. Beide Neubauten wurden der neu gegründeten Reederei angegliedert.&lt;br /&gt;
Nach einer kurzfristigen Schiffbaukrise ab 1886 konnte sowohl die [[Kieler Schiffswerft]] und die Maschinenfabrik ab 1887 wieder einen steigenden Auftragseingang verbuchen. An dem zu erwartenden Aufschwung wollten auch die Arbeiter beider Betriebe ihren Anteil haben. Im März 1888 kam es zu einem Streik, der dann nach sieben Wochen aber ergebnislos abgebrochen wurde.&lt;br /&gt;
Ab dem Spätsommer 1888 verschlechterte sich das Verhältnis zwischen den Brüdern Georg und Bernhard Howaldt deutlich. [[Bernhard Howaldt]] schied aus der Betriebsleitung der Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt aus.&lt;br /&gt;
Das Ausscheiden von Bernhard Howaldt machte den Weg für einen Zusammenschluss der beiden Betriebe [[Gebrüder Howaldt, Maschinenfabrik]] und [[Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft]] frei.&lt;br /&gt;
=== [[Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt]] ===&lt;br /&gt;
Nach der Insolvenz der NSAG schieden sowohl August Ferdinand Howaldt wie auch Johann Schweffel aus der Maschinenbauanstalt [[Schweffel &amp;amp; Howaldt]] aus. Am 30. Dezember 1879 verließ auch Johann Schweffel jun. die Maschinenbauanstalt. Die drei Söhne von A. F. Howaldt, Georg, Bernhard und Hermann Howaldt übernahmen gemeinsam das Unternehmen, das als [[Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt]] fortgeführt wurde.&lt;br /&gt;
Die Werkstätten auf dem Westufer, Gießerei am kleinen Kiel und Kesselschmiede auf Rosenwiese erwiesen sich bald als zu klein. Daher fasste man den Entschluss neben dem Gelände der Kieler Schiffswerft zwischen 1880 und 1884 eine neue Maschinenfabrik zu errichten. Die Brüder Howaldt erwarben zusätzlich insgesamt 144.248m² Grundstücksfläche, wobei aber lediglich 32.762m² für die neuen Betriebsstätten vorgesehen waren. Die restlichen Grundstücksflächen dienten der Errichtung von neuen Arbeitersiedlungen. (Ortsteil neu Dietrichsdorf). Im Herbst 1881 verlegte man die Kesselschmiede nach Dietrichsdorf. Es folgten Maschinenbauhalle und Eisengießerei. Im Mai 1883 nahm dann die neue Maschinenfabrik ihren Betrieb auf. Als letztes nahm 1884 die noch heute existente Metallgießerei den Betrieb auf.&lt;br /&gt;
==== [[Swentine-Dock-Gesellschaft AG.]] ====&lt;br /&gt;
Um auch Neubauten in einem Dock untersuchen und auch Reparaturen am Unterwasserschiff ausführen zu können bauten die [[Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt]] und die [[Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft]] auf gemeinschaftliche Rechnung ein Schwimmdock. Für den Dockbetrieb wurde 1884 eine eigenständige Aktiengesellschaft, die [[Swentine-Dock-Gesellschaft]], gegründet.&lt;br /&gt;
=== [[Howaldtswerke]] ===&lt;br /&gt;
Ab dem 22. Juni 1889 vereinten sich die [[Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft und die [[Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt]] zu einer gemeinsamen Aktiengesellschaft. Diese Gesellschaft wurde als [[Howaldtswerke]] ins Handelsregister eingetragen. Firmensitz war das Gelände in Dietrichsdorf an der Mündung der Schwentine auf dem dann bis 1983 Schiffbau betrieben wurde.Bis zur Jahrhundertwende konnten die [[Howaldtswerke]] bereits 390 Neubauten abliefern.&lt;br /&gt;
Die Brüder Georg und Herrmann Howaldt übernahmen als Vorstandsmitglieder die Leitung der neuen Aktiengesellschaft. Der Aufsichtsrat wurde von Konsul F. Mohr, Kiel geleitet. Weitere Mitglieder waren Justizrat Henrich Meyer, Kiel und Carl Diederichsen, Hamburg. Die Durchführung der anstehenden organisatorischen Veränderungen übernahm auf Wunsch der beiden Vorstandsmitglieder ab dem 01. Oktober 1889 Friedrich Gottlieb Urlaub. Als Prokurist, Vorstands- und Aufsichtsratsmitglied blieb Urlaub fast ein halbes Jahrhundert der Werft, auch in schwierigen Zeiten der Werft treu verbunden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Schwierigkeiten verstanden es die [[Howaldtswerke]] bis zum Geschäftsjahr 1903/04 schwarze Zahlen auszuweisen. Wiederum musste aber die Werft für den Bau größerer Neubauten dringend ausgebaut und modernisiert werden. Ab 1889 wurde daher, neben kleineren Investitionen an den Fertigungsstätten auch das Firmengelände vergrößert. So umfasste im Geschäftsjahr 1892/93 das Werftgelände schon bereits 4000m². Ab 1895 begann man, nach dem zusätzliche Grundstücke erworben wurden, wegen der veränderten Schiffsgrößen dann mit einem totalen Werftausbau. Letztlich reichte das Werftgelände an der Kieler Förde in Richtung Mönkeberg bis an das Munitionsdepot. Im März 1896 wurde zur Finanzierung der geplanten Werfterweiterung eine Kapitalerhöhung vorgenommen.&lt;br /&gt;
Die an der Schwentine gelegenen Helgen ließen nur maximale Schiffslängen von 100m zu. Am Ufer der Kieler Förde entstanden daher zusätzlich 4 größere Helgen. Zusätzlich wurden 3 Helgen mit noch größeren Dimensionen bereits geplant. Der erste von den zusätzlichen Helgen wurde bereits 1895/96 fertig. Auf den neuen Helgen liefen die Schiffe in Richtung Norden in die Kieler Förde vom Stapel. Im Jahr 1900 waren die 4 Helgen bereits fertiggestellt und erlaubten den Bau von Schiffen mit einer maximalen Länge von 230m.Für diese Investition war eine Summe von 1,6 Millionen Mark erforderlich. Für den Bau von großen Überwasserschiffen für die kaiserliche Marine wurden 1909 die neuen Helgen mit einem Helgengerüst mit einer Kranlänge von 175m ausgestattet. Der Ausrüstungskai wurde mit einem 150t tragenden Drehkran ausgestattet. Dieser Kran war auf der Weltausstellung von Paris eine Sensation und lange ein Wahrzeichen der Howaldtswerke.&lt;br /&gt;
Ab 1908 beteiligt sich dann die Turbinenbau-Firma Brown, Boverie &amp;amp; Cie. finanziell an den [[Howaldtswerken]]. Auf Veranlassung des neuen Anteilseigners wird 1909 das Kapital der Aktiengesellschaft neu organisiert. Diese neue Strukturierung führte dazu, dass mehrere Mitglieder der Familie Howaldt aus dem Unternehmen ausscheiden mussten. Nach dem Tode seines Bruders Herrmann am 17. Mai 1900 übernehmen [[Georg Howaldt]] und sein 1870 geborener Sohn August Jacob Georg Howaldt die Leitung des Unternehmens. Am 10. Mai 1909 verstarb [[Georg Howaldt]]. Georg Howaldt jun. übernimmt die Leitung des Betriebes und scheidet aber schon 1910 aus dem Unternehmen aus.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Von der Georg Howaldt Kieler Schiffswerft und der Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt steht heute nur noch die 1884 durch den Kieler Architekten Moldenschardt, errichtete [[Alte Metallgießerei]].&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
=== Literaturverzeichnis ===&lt;br /&gt;
Bock, B. (1988). Gebaut bei HDW 150 Jahre  Howaldtswerke Deutsche Werft AG. Herford: Köhler.&lt;br /&gt;
Brustat-Naval, F.  (1973). zwischen Ostsee und Ostasien, Aus der Kieler  Schifffahrtsgeschichte, Die Förde Schifffahrt: Zwischen Ost- und Westufer, S.  66 ff. (H. J. MKStG 60, Hrsg.) Herford: Köhlers Verlagsgesellschaft mbH.&lt;br /&gt;
Ostersehlte, C.  (2003). Das 100. Schiff - Ein Werftjubiläum von 1883 (Georg Howaldt).  Bremerhaven: Deutsches Schifffahrtsarchiv Nr. 26, S. 193-216.&lt;br /&gt;
Ostersehlte, C.  (2004). Von Howaldt zu HDW. Hamburg: Koehlers Verlagsgesellschaft mbH.&lt;br /&gt;
Ostersehlte, C.  (2014). Schiffbau in Kiel. Kleine Werftengeschichte, von den Anfängen bis  zur Gegenwart. (Bd. SVGKStG Band 74). (J. Jensen, Hrsg.) Husum: Husum  Druck- und Verlagsgesellschaft mbH u. Co. KG.&lt;br /&gt;
Radunz, K. (1957). Kieler  Werften im Wandel der Zeiten. Kiel: Mitteilungen der Gesellschaft für  Kieler Stadtgeschichte 1957 Heft 1/2 Seite 171 / 187.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hafen]] [[Kategorie:Unternehmen]] [[Kategorie:Marine]] [[Kategorie:Neuzeit]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asym01</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft</title>
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		<updated>2026-05-19T11:32:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Asym01: Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;= Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft =&lt;br /&gt;
=== Georg Ferdinand Howaldt** ===&lt;br /&gt;
[[Georg Ferdinand Howaldt]] (geb. 24. März 1841 in Kiel, gest. 10. Mai 1909 in Wildbad); war der zweite Sohn der Eheleute August Ferdinand &amp;amp; Emma Petra Howaldt geb. Diederichsen. Sein älterer Bruder [[August Ferdinand Howaldt]] verstarb bereits 1838 kurz nach seiner Geburt. Von den drei verbliebenen Söhnen des Ehepaares Howaldt war Georg Ferdinand von der Idee des Eisenschiffbaus überzeugt. Da er seine Vorstellungen in der väterlichen Firma (Schweffel &amp;amp; Howaldt) nicht verwirklichen konnte gründete er 1865 eine eigene Werft auf dem Ostufer am Ellerbeker Strand. Während seiner beruflichen Tätigkeit in Kiel wurde [[Georg Howaldt]] zu einer herausragenden Persönlichkeit des Kieler Wirtschaftslebens.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;** Quellen:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;www.treffpunkt-howaldt.de&lt;br /&gt;
**Familienforschung Heinz Howaldt, Brief Emma Heesch geb. Howaldt an Heinz Howaldt, Februar 1919&lt;br /&gt;
**Familienforschung Heinz Howaldt, Brief Alwine-Antonie Howaldt geb. Bammel an Heinz Howaldt, Februar 1856&lt;br /&gt;
**Familienforschung Heinz Howaldt, Brief Johanne Grave geb. Bammel an Heinz Howaldt, Januar 1920&lt;br /&gt;
**125 Jahre Kieler Howaldtswerke, 1963 Hrsg. Kieler Howaldtswerke Aktiengesellschaft Kiel, Manuskript Hellmut Kleffel&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
 [[Georg Howaldt]] wurde mit dem Ehrentitel eines (preußischen) Kommerzienrats ausgezeichnet. Er war dreimal verheiratet. Aus diesen Ehen gingen insgesamt 12 Kinder hervor. [[Georg Howaldt]] und Familie bewohnten im Jahre 1907 das Haus [[Düsternbrooker Weg]] 75**.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;u&amp;gt;** Quellen:&amp;lt;/u&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;**Kieler Adressbuch K.A.B., 1907. Seite 479, Howaldt, Georg, Kommerzienrat, Director Howaldtswerke, Düsternbrook 75 (FA26)&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Er verstarb am 10. Mai 1909 in Wildbad und wurde auf dem Kieler Südfriedhof beigesetzt. Rund 500 Schiffe wurden bis zu seinem Tod auf der von ihm gegründeten Werft gebaut. Die von [[Georg Howaldt]] gegründete Werft gehörte zum Zeitpunkt seines Ablebens neben [[Kaiserlicher Werft]] und [[Germaniawerft]] zu den drei größten Schiffbauplätzen an der Kieler Förde.&lt;br /&gt;
=== Der Schiffbauer ===&lt;br /&gt;
[[Georg Ferdinand Howaldt]] besuchte die Kieler Gelehrtenschule und erlernte bei der Firma [[Schweffel &amp;amp; Howaldt]] den Maschinenbau. Nach der Ausbildung sammelte er weitere Berufserfahrung bei der englischen Schiffswerft und Maschinenfabrik Summers and Day in Southampton. Diesen praktischen Tätigkeiten folgte ein längeres Studium, zunächst von 1861 bis 1864 am Polytechnikum in Zürich und dann ein Schiffbaustudium an der Gewerbeschule in Hamburg. Nach erfolgreichem Abschluss nahm er seine Tätigkeit bei [[Schweffel &amp;amp; Howaldt]] wieder auf. Bedingt durch seine bisherige Ausbildung sah [[Georg Howaldt]] seine berufliche Zukunft aber im modernen [[Schiffbau]].&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Im Vergleich mit der britischen Werftindustrie waren die deutschen Schiffbauer bis 1865 nicht auf den Eisenschiffbau vorbereitet. Der Bau von hölzernen Schiffen war die primäre Ausrichtung der Deutschen – und somit auch der Kieler Schiffbaubetriebe.&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
Im Sommer 1865 gründete [[Georg Howaldt]] auf dem [[ehemaligen Marineplatz]] in [[Kiel Ellerbek]] eine eigene Werft und begann dort mit dem Eisenschiffbau. Noch im gleichen Jahr lief der Dampfer Vorwärts (93 BRT) vom Stapel. Der Kieler Reeder Christian Ahrens setzte den Dampfer zwischen Kiel und Kappeln ein.&lt;br /&gt;
Weil der Preußische Fiskus den Bauplatz für den Ausbau der Werft in Ellerbek benötigte, musste [[Georg Howaldt]] bereits 1868 sein Werftgelände wieder räumen. Am 16. April 1867 gründeten, nach einem missglücktem 1. Versuch, englische Geschäftsleute unter Beteiligung des Bankhauses Ahlmann erneut die [[Norddeutsche Schiffbau Aktiengesellschaft]] (NSAG), mit Firmensitz in Gaarden. Zu den Aktionären der neuen Werft gehörten neben [[Georg Howaldt]] auch sein Vater [[August Ferdinand Howaldt]] und [[Johann Schweffel]].&lt;br /&gt;
Von 1867 – 1875 war [[Georg Howaldt]] leitender Direktor der NSAG. Ihm gelang es mit verschiedenen deutschen Kunden (z.b. Sartori &amp;amp; Berger, Geb. Lange, Krupp, Bugsier, HAPAG usw.) Neubauaufträge für die NSAG abzuschließen. Die Ablieferung des ersten Neubaus mit der Bau-Nr. 1, der Fracht- und Passagierdampfer Holsatia für die Reederei Sartori &amp;amp; Berger erfolgte daher schon im Juni 1868. Die Rechnung von [[Georg Howaldt]] ging auf, denn für das Geschäftsjahr 1868/69 konnte wenigstens ein bescheidener Gewinn verbucht werden. Im Jahre 1876 verließ auf eigenen Wunsch [[Georg Howaldt]] die NSAG.&lt;br /&gt;
Bis 1879 wurden insgesamt 83 Schiffe bei der NSAG auf Kiel gelegt, unter anderem auch die Kaiserjacht Hohenzollern, deren Fertigstellung sich jedoch bis 1880 verzögerte. Trotz aller Bemühungen musste am 29. März 1879 die [[Norddeutsche Schiffbau AG]] Konkurs anmelden.&lt;br /&gt;
Auch [[August Ferdinand Howaldt]] beteiligte sich an dem Versuch, einen drohenden Konkurs der [[Norddeutschen Schiffbau AG]] mittels einer außergerichtlichen Liquidation zu verhindern. Die Zahlungsunfähigkeit war nicht mehr abzuwenden und die Werft meldete im Frühjahr 1879 Konkurs an. Auch der Vater von [[Georg Howaldt]], [[August Ferdinand Howaldt]] büßte durch den Konkurs der NSAG erhebliches Kapital ein.&lt;br /&gt;
=== [[Georg Ferdinand Howaldt]] von der NSAG zur [[Howaldtswerke AG]] ===&lt;br /&gt;
Freunde drängten [[Georg Howaldt]] als selbstständiger Unternehmer seine bisherigen Schiffbauaktivitäten (Schiffswerft in Ellerbek (1865-1868) wieder aufzunehmen. Er übernahm das von Reuter am nördlichen Ufer der Schwentine erworbene 440m² große Grundstück und gründete am 1. Oktober 1876 in Dietrichsdorf sein eigenes Unternehmen, die Firma [[Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft]]. Die neue Werft nahm bereits im November 1876 den Betrieb auf. Zunächst wurden auf der Werft 95 Arbeiter beschäftigt. Da die Kieler Schiffswerft sehr schnell expandierte, umfasste 1883 die Betriebsfläche aber schon 6600m² und auf der Werft waren bereits 1195 Arbeiter beschäftigt.&lt;br /&gt;
==== Schiffswerft Reuter &amp;amp; Ihms ====&lt;br /&gt;
Auf dem Vorstrand am Kieler Schloss in Höhe der Damenstraße / Wall (Seegarten)befand sich zwischen 1842 und 1885 die von den Schiffbaumeistern Gebrüder Ihms und Reuter gegründete Schiffswerft Reuter &amp;amp; Ihms. 1859 lieferte die Werft lieferte ihr erstes Frachtschiff ab und baute bis 1876 noch zahlreiche, weitere Segelschiffe für hiesige Reeder. Da die Umstellung auf den Eisenschiffbau anstand, erwarb der Schiffbaumeister Reuter zusätzlich zu dem Werftgelände auf dem Westufer ein weiteres Betriebsgelände am nördlichen Ufer der Schwentine in Dietrichsdorf. Neben dem Gelände zur Betriebserweiterung führte Reuter auch Gespräche die alten, nicht mehr benutzten Schleusen bei Holtenau als Trockendocks zu nutzen. Da Reuter aber am 25. September 1871 bei einem Bootsunfall tödlich verunglückte wurden die Expansionspläne nicht mehr verfolgt. Somit konnte Georg Ferdinand Howaldt das 440m² große Grundstück am nördlichen Ufer der Schwentine von der Schiffswerft Reuter &amp;amp; Ihms übernehmen. Die Gebrüder Ihms hielten sich bis 1885 mit Reparaturarbeiten an Frachtseglern über Wasser. Dann errichteten sie eine schwimmende Schiffsschmiede für die Fertigung von Dampfkessel.&lt;br /&gt;
=== [[Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft]] ===&lt;br /&gt;
Auf dem von der Werft Reuter &amp;amp; Ihms übernommen übernommenen 440m² großen Grundstück gründete [[Georg Howaldt]] in Dietrichsdorf am 1. Oktober 1876 die [[Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft]]. Der neu gegründete Betrieb beschäftigte zunächst 95 Arbeiter. Die von [[Georg Howaldt]] gegründete Kieler Schiffswerft arbeitete sehr erfolgreich. Das junge Unternehmen expandierte sehr schnell. Maschinen und Zubehör für die Schiffsneubauten bezog die Werft zunächst von der [[Maschinenbauanstalt Schweffel &amp;amp; Howaldt]] und nach Ausscheiden der Familie Schweffel von der [[Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt]].&lt;br /&gt;
Bis 1882 hatte die Werft schon 75 Neubauten mit einer Tragfähigkeit von 12.723RT abgeliefert. Den hundertsten Stapellauf feierte die Werft bereits am 14. August 1883. Es war der Frachtdampfer „Emma“ für die Reederei Sartori &amp;amp; Berger. Zur Probefahrt am 12 September 1883 erschien als Gast auch [[Johannes Schweffel]]. Auf der ersten Reise nach Libau strandete die „Emma“, konnte aber auf der Bauwerft wieder instandgesetzt werden. Die Werft expandierte weiter. Sie umfasste insgesamt fünf Helgen.&lt;br /&gt;
1884 gründete [[Georg Howaldt]] die [[Kieler-Dampfer-Compagnie]]. Ziel dieser Gesellschaft war der Betrieb von zwei Frachtdampfern Arnold und Kiel. Die Arnold war ein Neubauauftrag von einer Stettiner Reederei die Konkurs anmelden musste. Howaldt baute die Arnold fertig und erbaute dann auch auf eigene Rechnung den Frachtdampfer Kiel. Beide Neubauten wurden der neu gegründeten Reederei angegliedert.&lt;br /&gt;
Nach einer kurzfristigen Schiffbaukrise ab 1886 konnte sowohl die [[Kieler Schiffswerft]] und die Maschinenfabrik ab 1887 wieder einen steigenden Auftragseingang verbuchen. An dem zu erwartenden Aufschwung wollten auch die Arbeiter beider Betriebe ihren Anteil haben. Im März 1888 kam es zu einem Streik, der dann nach sieben Wochen aber ergebnislos abgebrochen wurde.&lt;br /&gt;
Ab dem Spätsommer 1888 verschlechterte sich das Verhältnis zwischen den Brüdern Georg und Bernhard Howaldt deutlich. [[Bernhard Howaldt]] schied aus der Betriebsleitung der Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt aus.&lt;br /&gt;
Das Ausscheiden von Bernhard Howaldt machte den Weg für einen Zusammenschluss der beiden Betriebe [[Gebrüder Howaldt, Maschinenfabrik]] und [[Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft]] frei.&lt;br /&gt;
=== [[Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt]] ===&lt;br /&gt;
Nach der Insolvenz der NSAG schieden sowohl August Ferdinand Howaldt wie auch Johann Schweffel aus der Maschinenbauanstalt [[Schweffel &amp;amp; Howaldt]] aus. Am 30. Dezember 1879 verließ auch Johann Schweffel jun. die Maschinenbauanstalt. Die drei Söhne von A. F. Howaldt, Georg, Bernhard und Hermann Howaldt übernahmen gemeinsam das Unternehmen, das als [[Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt]] fortgeführt wurde.&lt;br /&gt;
Die Werkstätten auf dem Westufer, Gießerei am kleinen Kiel und Kesselschmiede auf Rosenwiese erwiesen sich bald als zu klein. Daher fasste man den Entschluss neben dem Gelände der Kieler Schiffswerft zwischen 1880 und 1884 eine neue Maschinenfabrik zu errichten. Die Brüder Howaldt erwarben zusätzlich insgesamt 144.248m² Grundstücksfläche, wobei aber lediglich 32.762m² für die neuen Betriebsstätten vorgesehen waren. Die restlichen Grundstücksflächen dienten der Errichtung von neuen Arbeitersiedlungen. (Ortsteil neu Dietrichsdorf). Im Herbst 1881 verlegte man die Kesselschmiede nach Dietrichsdorf. Es folgten Maschinenbauhalle und Eisengießerei. Im Mai 1883 nahm dann die neue Maschinenfabrik ihren Betrieb auf. Als letztes nahm 1884 die noch heute existente Metallgießerei den Betrieb auf.&lt;br /&gt;
==== [[Swentine-Dock-Gesellschaft AG.]] ====&lt;br /&gt;
Um auch Neubauten in einem Dock untersuchen und auch Reparaturen am Unterwasserschiff ausführen zu können bauten die [[Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt]] und die [[Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft]] auf gemeinschaftliche Rechnung ein Schwimmdock. Für den Dockbetrieb wurde 1884 eine eigenständige Aktiengesellschaft, die [[Swentine-Dock-Gesellschaft]], gegründet.&lt;br /&gt;
=== [[Howaldtswerke]] ===&lt;br /&gt;
Ab dem 22. Juni 1889 vereinten sich die [[Georg Howaldt, Kieler Schiffswerft und die [[Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt]] zu einer gemeinsamen Aktiengesellschaft. Diese Gesellschaft wurde als [[Howaldtswerke]] ins Handelsregister eingetragen. Firmensitz war das Gelände in Dietrichsdorf an der Mündung der Schwentine auf dem dann bis 1983 Schiffbau betrieben wurde.Bis zur Jahrhundertwende konnten die [[Howaldtswerke]] bereits 390 Neubauten abliefern.&lt;br /&gt;
Die Brüder Georg und Herrmann Howaldt übernahmen als Vorstandsmitglieder die Leitung der neuen Aktiengesellschaft. Der Aufsichtsrat wurde von Konsul F. Mohr, Kiel geleitet. Weitere Mitglieder waren Justizrat Henrich Meyer, Kiel und Carl Diederichsen, Hamburg. Die Durchführung der anstehenden organisatorischen Veränderungen übernahm auf Wunsch der beiden Vorstandsmitglieder ab dem 01. Oktober 1889 Friedrich Gottlieb Urlaub. Als Prokurist, Vorstands- und Aufsichtsratsmitglied blieb Urlaub fast ein halbes Jahrhundert der Werft, auch in schwierigen Zeiten der Werft treu verbunden.&lt;br /&gt;
Trotz aller Schwierigkeiten verstanden es die [[Howaldtswerke]] bis zum Geschäftsjahr 1903/04 schwarze Zahlen auszuweisen. Wiederum musste aber die Werft für den Bau größerer Neubauten dringend ausgebaut und modernisiert werden. Ab 1889 wurde daher, neben kleineren Investitionen an den Fertigungsstätten auch das Firmengelände vergrößert. So umfasste im Geschäftsjahr 1892/93 das Werftgelände schon bereits 4000m². Ab 1895 begann man, nach dem zusätzliche Grundstücke erworben wurden, wegen der veränderten Schiffsgrößen dann mit einem totalen Werftausbau. Letztlich reichte das Werftgelände an der Kieler Förde in Richtung Mönkeberg bis an das Munitionsdepot. Im März 1896 wurde zur Finanzierung der geplanten Werfterweiterung eine Kapitalerhöhung vorgenommen.&lt;br /&gt;
Die an der Schwentine gelegenen Helgen ließen nur maximale Schiffslängen von 100m zu. Am Ufer der Kieler Förde entstanden daher zusätzlich 4 größere Helgen. Zusätzlich wurden 3 Helgen mit noch größeren Dimensionen bereits geplant. Der erste von den zusätzlichen Helgen wurde bereits 1895/96 fertig. Auf den neuen Helgen liefen die Schiffe in Richtung Norden in die Kieler Förde vom Stapel. Im Jahr 1900 waren die 4 Helgen bereits fertiggestellt und erlaubten den Bau von Schiffen mit einer maximalen Länge von 230m.Für diese Investition war eine Summe von 1,6 Millionen Mark erforderlich. Für den Bau von großen Überwasserschiffen für die kaiserliche Marine wurden 1909 die neuen Helgen mit einem Helgengerüst mit einer Kranlänge von 175m ausgestattet. Der Ausrüstungskai wurde mit einem 150t tragenden Drehkran ausgestattet. Dieser Kran war auf der Weltausstellung von Paris eine Sensation und lange ein Wahrzeichen der Howaldtswerke.&lt;br /&gt;
Ab 1908 beteiligt sich dann die Turbinenbau-Firma Brown, Boverie &amp;amp; Cie. finanziell an den [[Howaldtswerken]]. Auf Veranlassung des neuen Anteilseigners wird 1909 das Kapital der Aktiengesellschaft neu organisiert. Diese neue Strukturierung führte dazu, dass mehrere Mitglieder der Familie Howaldt aus dem Unternehmen ausscheiden mussten. Nach dem Tode seines Bruders Herrmann am 17. Mai 1900 übernehmen [[Georg Howaldt]] und sein 1870 geborener Sohn August Jacob Georg Howaldt die Leitung des Unternehmens. Am 10. Mai 1909 verstarb [[Georg Howaldt]]. Georg Howaldt jun. übernimmt die Leitung des Betriebes und scheidet aber schon 1910 aus dem Unternehmen aus.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Anmerkung:&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;lt;small&amp;gt;Von der Georg Howaldt Kieler Schiffswerft und der Maschinenfabrik Gebrüder Howaldt steht heute nur noch die 1884 durch den Kieler Architekten Moldenschardt, errichtete [[Alte Metallgießerei]].&amp;lt;/small&amp;gt;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
=== Literaturverzeichnis ===&lt;br /&gt;
Bock, B. (1988). Gebaut bei HDW 150 Jahre  Howaldtswerke Deutsche Werft AG. Herford: Köhler.&lt;br /&gt;
Brustat-Naval, F.  (1973). zwischen Ostsee und Ostasien, Aus der Kieler  Schifffahrtsgeschichte, Die Förde Schifffahrt: Zwischen Ost- und Westufer, S.  66 ff. (H. J. MKStG 60, Hrsg.) Herford: Köhlers Verlagsgesellschaft mbH.&lt;br /&gt;
Ostersehlte, C.  (2003). Das 100. Schiff - Ein Werftjubiläum von 1883 (Georg Howaldt).  Bremerhaven: Deutsches Schifffahrtsarchiv Nr. 26, S. 193-216.&lt;br /&gt;
Ostersehlte, C.  (2004). Von Howaldt zu HDW. Hamburg: Koehlers Verlagsgesellschaft mbH.&lt;br /&gt;
Ostersehlte, C.  (2014). Schiffbau in Kiel. Kleine Werftengeschichte, von den Anfängen bis  zur Gegenwart. (Bd. SVGKStG Band 74). (J. Jensen, Hrsg.) Husum: Husum  Druck- und Verlagsgesellschaft mbH u. Co. KG.&lt;br /&gt;
Radunz, K. (1957). Kieler  Werften im Wandel der Zeiten. Kiel: Mitteilungen der Gesellschaft für  Kieler Stadtgeschichte 1957 Heft 1/2 Seite 171 / 187.&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hafen]] [[Kategorie:Unternehmen]] [[Kategorie:Marine]] [[Kategorie:Neuzeit]]&lt;/div&gt;</summary>
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