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	<title>Kiel-Wiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://kiel-wiki.de/index.php?title=Benutzer_Diskussion:M._Hammer-Kruse&amp;diff=30458</id>
		<title>Benutzer Diskussion:M. Hammer-Kruse</title>
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		<updated>2016-12-06T15:55:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anna Levandovska: /* Willkommen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Willkommen ==&lt;br /&gt;
Mit etwas Verspätung, aber doch: Hallo und herzlich willkommen hier im [[Kiel]]-Wiki! Viel Spaß beim Bearbeiten wünscht --[[Benutzer:Ender|Ender]] ([[Benutzer Diskussion:Ender|Diskussion]]) 06:52, 8. Jul. 2016 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dankesehr --[[Benutzer:M. Hammer-Kruse|M. Hammer-Kruse]] ([[Benutzer Diskussion:M. Hammer-Kruse|Diskussion]]) 23:40, 10. Jul. 2016 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe Foto vom Grabstein und Nachfrage beim Bürger- und Ordnungsamt Kiel. ([[Benutzer Diskussion:Levandovska|Diskussion]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kieler ==&lt;br /&gt;
Den Eigennamen „Kiel“ bitte immer groß schreiben, wie in „&#039;&#039;&#039;K&#039;&#039;&#039;ieler Woche“, „&#039;&#039;&#039;K&#039;&#039;&#039;ieler Universität“ etc., danke. --[[Benutzer:Ender|Ender]] ([[Benutzer Diskussion:Ender|Diskussion]]) 06:55, 25. Jul. 2016 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: Oh, wie peinlich. Obwohl ich als Fachmann für Orthographie gelte, habe ich das nicht gewusst: http://rechtschreibrat.ids-mannheim.de/download/regeln2006.pdf, dort §61 &lt;br /&gt;
: But, by the way: Du hattest mir neulich ein nbsp in einer Abkürzung herauseditiert: z.&amp;amp;nbsp;B. --&amp;gt; z.B. Das gehört da aber hin. Denn es sind zwei Wörter. ;-) --[[Benutzer:M. Hammer-Kruse|M. Hammer-Kruse]] ([[Benutzer Diskussion:M. Hammer-Kruse|Diskussion]]) 10:26, 25. Jul. 2016 (CEST)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kategorien ==&lt;br /&gt;
Moin. Die [[:Kategorie:Benannt nach Offizier]] ist eine Untergruppe der [[:Kategorie:Benannt nach Person]] und somit in dieser enthalten. &#039;&#039;Beide&#039;&#039; Kategorien in einer Seite zu nennen ist also nicht notwendig. Dies gilt ähnlich auch für andere Unterkategorien. Ich bin der Meinung, dies dient insgesamt der besseren Übersichtlichkeit; vor allem in sehr umfangreichen Kategorien. Bei den Straßennamen wird man bei Gelegenheit vielleicht noch weitere Unterkategorien hinzufügen können wie &#039;&#039;Benannt nach Orten&#039;&#039; oder so. --[[Benutzer:Ender|Ender]] ([[Benutzer Diskussion:Ender|Diskussion]]) 07:06, 27. Okt. 2016 (CEST)&lt;br /&gt;
: o.k. --[[Benutzer:M. Hammer-Kruse|M. Hammer-Kruse]] ([[Benutzer Diskussion:M. Hammer-Kruse|Diskussion]]) 07:32, 27. Okt. 2016 (CEST)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anna Levandovska</name></author>
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		<title>Richard Grune</title>
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		<updated>2016-12-06T15:50:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anna Levandovska: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Richard Grune&#039;&#039;&#039; (* [[2. August]] [[1903]] in Flensburg; † [[26. November]] [[1984]] in Kiel) war ein deutscher Maler und Grafiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Werk ==&lt;br /&gt;
Grune wurde 1903 in Flensburg geboren. Er machte zunächst auf der Kunstgewerbeschule in Kiel eine Ausbildung zum Gebrauchsgrafiker und studierte dann ab 1922 am Bauhaus in Weimar, u.&amp;amp;nbsp;a. bei Klee, Kandinsky, Schlemmer und Feininger. Die [[Kieler Volkszeitung]] prophezeite ihm anlässlich seiner ersten Ausstellung 1926 in Kiel eine hoffnungsvolle Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Homosexualität wurde er Anfang Dezember 1934 verhaftet und befand sich fortan mit kurzen Unterbrechungen bis kurz vor [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] abwechsend in Schutzhaft, in Gefängnissen und in Konzentrationslagern. Ende April 1945 konnte er aus dem Todesmarsch von Flossenbürg nach Dachau fliehen und sich zu seiner Schwester Dorothea (genannt Dolly) Cornelius durchschlagen, die mit dem Kieler Fotografen [[Peter Cornelius]] verheiratet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Lagerhaft hatte er heimlich den Lageralltag gezeichnet, die Leiden der KZ-Insassen, ihren Alltag und ihr Sterben, aber auch ihre Solidarität. Und er hatte auch die Täter porträtiert. Am 2. März 1946 konnte er mit Unterstützung der Stadt seine Ausstellung &#039;&#039;Die Ausgestoßenen&#039;&#039; im &#039;&#039;Haus der Landwirte&#039;&#039; im [[Sophienblatt]] 32-34 (gegenüber dem [[Hauptbahnhof]], heute: [[Sophienhof]]) eröffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht zum [[1. April]] [[1946]] wurden seine ausgestellten Werke bei einem Einbruch in die Ausstellungsräume vollständig zerstört. Die Tat konnte nicht aufgeklärt werden. Grune konnte anschließend weder künstlerisch noch wirtschaftlich wieder richtig Fuß fassen. Der Homosexuellenparagraph des Strafgesetzbuches (§&amp;amp;nbsp;175) blieb in der Bundesrepublik bis 1969 unverändert in Kraft; daher war Grune auch eine Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus versagt. Er lebte in Spanien und in Hamburg, hatte kleinere Illustrationsaufträge, arbeitete ansonsten als Maurer und starb schließlich fast vergessen 1984 in einem Kieler Pflegeheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1929 Arbeitersportler demonstrieren auf dem Nürnberger Hauptmarkt&lt;br /&gt;
* 1934 Illustration in &#039;&#039;Kurze Pause&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1940 Lagerliederbuch Sachsenhausen&lt;br /&gt;
* 1945 Im Häftlingsrevier 9 – 10 (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)&lt;br /&gt;
* 1945 Erhängte Frau (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)&lt;br /&gt;
* 1945 Erhängte vor dem Christbaum (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)&lt;br /&gt;
* 1945 Kreuzigung (Archiv der KZ-Gedenkstätte Neuengamme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
* 1926: Kunsthalle, Kiel&lt;br /&gt;
* September 1945: Roter Str. 7, Lüneburg&lt;br /&gt;
* Januar 1946: Fränkische Galerie, Nürnberg&lt;br /&gt;
* März 1946: Haus der Landwirte, Kiel&lt;br /&gt;
* März 1946: Hause des Bayerischen Roten Kreuzes, München &lt;br /&gt;
* August 1946: Erlanger Orangerie, Erlangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anna Levandovska: &#039;&#039;Richard Grune (1903–1984). Rekonstruktion der Wanderausstellung Die Ausgestoßenen&#039;&#039;, Nürnberg 2016.(unveröffentlicht)&lt;br /&gt;
* Thomas Röske: &#039;&#039;Sexualisiertes Leiden. Zu einigen Lithografien von Richard Grune&#039;&#039;, in: IMAGO, Gießen 2013, S. 155–167.&lt;br /&gt;
* Hans Simon-Pelanda: &#039;&#039;Erinnerung. Eine Ausstellung. Kunst im KZ Flossenbürg&#039;&#039;, Ingolstadt 1996.&lt;br /&gt;
* Hans Simon-Pelanda: &#039;&#039;Kunst im KZ. Künstler im Konzentrationslager Flossenbürg und in den Außenlagern. Ihrer Stimme Gehör geben. Überlebendenberichte ehemaliger Häftlinge des KZ Flossenbürg&#039;&#039;, Bonn 2001.&lt;br /&gt;
* Andreas Sternweiler: &#039;&#039;…er habe sich zeichnend am Leben erhalten. Der Künstler Richard Grune&#039;&#039;, in: Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 190-206.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Gedenkrede am 9. April 2009 in Sachsenhausen: [http://www.rosa-winkel.de/index.php?view=article&amp;amp;id=154 Das Schicksal von Richard Grune], &amp;lt;small&amp;gt;abgerufen am 28. September 2016&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kieler Nachrichten vom 1. April 2016: [http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Kultur/Nachrichten-Kultur/Vor-70-Jahren-wurde-in-Kiel-eine-Kunstausstellung-gewaltsam-vernichtet Zum 70 Jahrestag der Zerstörung der Ausstellung], &amp;lt;small&amp;gt;abgerufen am 28. September 2016&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]] [[Kategorie: Künstler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anna Levandovska</name></author>
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		<title>Richard Grune</title>
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		<updated>2016-12-06T15:48:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anna Levandovska: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Richard Grune&#039;&#039;&#039; (* [[2. August]] [[1903]] in Flensburg; † [[26. November]] [[1984]] in Kiel) war ein deutscher Maler und Grafiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grune wurde 1903 in Flensburg geboren. Er machte zunächst auf der Kunstgewerbeschule in Kiel eine Ausbildung zum Gebrauchsgrafiker und studierte dann ab 1922 am Bauhaus in Weimar, u.&amp;amp;nbsp;a. bei Klee, Kandinsky, Schlemmer und Feininger. Die [[Kieler Volkszeitung]] prophezeite ihm anlässlich seiner ersten Ausstellung 1926 in Kiel eine hoffnungsvolle Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Homosexualität wurde er Anfang Dezember 1934 verhaftet und befand sich fortan mit kurzen Unterbrechungen bis kurz vor [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] abwechsend in Schutzhaft, in Gefängnissen und in Konzentrationslagern. Ende April 1945 konnte er aus dem Todesmarsch von Flossenbürg nach Dachau fliehen und sich zu seiner Schwester Dorothea (genannt Dolly) Cornelius durchschlagen, die mit dem Kieler Fotografen [[Peter Cornelius]] verheiratet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Lagerhaft hatte er heimlich den Lageralltag gezeichnet, die Leiden der KZ-Insassen, ihren Alltag und ihr Sterben, aber auch ihre Solidarität. Und er hatte auch die Täter porträtiert. Am 2. März 1946 konnte er mit Unterstützung der Stadt seine Ausstellung &#039;&#039;Die Ausgestoßenen&#039;&#039; im &#039;&#039;Haus der Landwirte&#039;&#039; im [[Sophienblatt]] 32-34 (gegenüber dem [[Hauptbahnhof]], heute: [[Sophienhof]]) eröffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht zum [[1. April]] [[1946]] wurden seine ausgestellten Werke bei einem Einbruch in die Ausstellungsräume vollständig zerstört. Die Tat konnte nicht aufgeklärt werden. Grune konnte anschließend weder künstlerisch noch wirtschaftlich wieder richtig Fuß fassen. Der Homosexuellenparagraph des Strafgesetzbuches (§&amp;amp;nbsp;175) blieb in der Bundesrepublik bis 1969 unverändert in Kraft; daher war Grune auch eine Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus versagt. Er lebte in Spanien und in Hamburg, hatte kleinere Illustrationsaufträge, arbeitete ansonsten als Maurer und starb schließlich fast vergessen 1984 in einem Kieler Pflegeheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1929 Arbeitersportler demonstrieren auf dem Nürnberger Hauptmarkt&lt;br /&gt;
* 1934 Illustration in &#039;&#039;Kurze Pause&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1940 Lagerliederbuch Sachsenhausen&lt;br /&gt;
* 1945 Im Häftlingsrevier 9 – 10 (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)&lt;br /&gt;
* 1945 Erhängte Frau (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)&lt;br /&gt;
* 1945 Erhängte vor dem Christbaum (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)&lt;br /&gt;
* 1945 Kreuzigung (Archiv der KZ-Gedenkstätte Neuengamme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
* 1926: Kunsthalle, Kiel&lt;br /&gt;
* September 1945: Roter Str. 7, Lüneburg&lt;br /&gt;
* Januar 1946: Fränkische Galerie, Nürnberg&lt;br /&gt;
* März 1946: Haus der Landwirte, Kiel&lt;br /&gt;
* März 1946: Hause des Bayerischen Roten Kreuzes, München &lt;br /&gt;
* August 1946: Erlanger Orangerie, Erlangen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anna Levandovska: &#039;&#039;Richard Grune (1903–1984). Rekonstruktion der Wanderausstellung Die Ausgestoßenen&#039;&#039;, Nürnberg 2016.(unveröffentlicht)&lt;br /&gt;
* Thomas Röske: &#039;&#039;Sexualisiertes Leiden. Zu einigen Lithografien von Richard Grune&#039;&#039;, in: IMAGO, Gießen 2013, S. 155–167.&lt;br /&gt;
* Hans Simon-Pelanda: &#039;&#039;Erinnerung. Eine Ausstellung. Kunst im KZ Flossenbürg&#039;&#039;, Ingolstadt 1996.&lt;br /&gt;
* Hans Simon-Pelanda: &#039;&#039;Kunst im KZ. Künstler im Konzentrationslager Flossenbürg und in den Außenlagern. Ihrer Stimme Gehör geben. Überlebendenberichte ehemaliger Häftlinge des KZ Flossenbürg&#039;&#039;, Bonn 2001.&lt;br /&gt;
* Andreas Sternweiler: &#039;&#039;…er habe sich zeichnend am Leben erhalten. Der Künstler Richard Grune&#039;&#039;, in: Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 190-206.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Gedenkrede am 9. April 2009 in Sachsenhausen: [http://www.rosa-winkel.de/index.php?view=article&amp;amp;id=154 Das Schicksal von Richard Grune], &amp;lt;small&amp;gt;abgerufen am 28. September 2016&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kieler Nachrichten vom 1. April 2016: [http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Kultur/Nachrichten-Kultur/Vor-70-Jahren-wurde-in-Kiel-eine-Kunstausstellung-gewaltsam-vernichtet Zum 70 Jahrestag der Zerstörung der Ausstellung], &amp;lt;small&amp;gt;abgerufen am 28. September 2016&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]] [[Kategorie: Künstler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anna Levandovska</name></author>
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		<updated>2016-12-06T15:36:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anna Levandovska: /* Werke (Auswahl) */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Richard Grune&#039;&#039;&#039; (* [[2. August]] [[1903]] in Flensburg; † [[26. November]] [[1983]] in Kiel) war ein deutscher Maler und Grafiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grune wurde 1903 in Flensburg geboren. Er machte zunächst auf der Kunstgewerbeschule in Kiel eine Ausbildung zum Gebrauchsgrafiker und studierte dann ab 1922 am Bauhaus in Weimar, u.&amp;amp;nbsp;a. bei Klee, Kandinsky, Schlemmer und Feininger. Die [[Kieler Volkszeitung]] prophezeite ihm anlässlich seiner ersten Ausstellung 1926 in Kiel eine hoffnungsvolle Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Homosexualität wurde er Anfang Dezember 1934 verhaftet und befand sich fortan mit kurzen Unterbrechungen bis kurz vor [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] abwechsend in Schutzhaft, in Gefängnissen und in Konzentrationslagern. Ende April 1945 konnte er aus dem Todesmarsch von Flossenbürg nach Dachau fliehen und sich zu seiner Schwester Dorothea (genannt Dolly) Cornelius durchschlagen, die mit dem Kieler Fotografen [[Peter Cornelius]] verheiratet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Lagerhaft hatte er heimlich den Lageralltag gezeichnet, die Leiden der KZ-Insassen, ihren Alltag und ihr Sterben, aber auch ihre Solidarität. Und er hatte auch die Täter porträtiert. Am 2. März 1946 konnte er mit Unterstützung der Stadt seine Ausstellung &#039;&#039;Die Ausgestoßenen&#039;&#039; im &#039;&#039;Haus der Landwirte&#039;&#039; im [[Sophienblatt]] 32-34 (gegenüber dem [[Hauptbahnhof]], heute: [[Sophienhof]]) eröffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht zum [[1. April]] [[1946]] wurden seine ausgestellten Werke bei einem Einbruch in die Ausstellungsräume vollständig zerstört. Die Tat konnte nicht aufgeklärt werden. Grune konnte anschließend weder künstlerisch noch wirtschaftlich wieder richtig Fuß fassen. Der Homosexuellenparagraph des Strafgesetzbuches (§&amp;amp;nbsp;175) blieb in der Bundesrepublik bis 1969 unverändert in Kraft; daher war Grune auch eine Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus versagt. Er lebte in Spanien und in Hamburg, hatte kleinere Illustrationsaufträge, arbeitete ansonsten als Maurer und starb schließlich fast vergessen 1983 in einem Kieler Pflegeheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1929 Arbeitersportler demonstrieren auf dem Nürnberger Hauptmarkt&lt;br /&gt;
* 1934 Illustration in &#039;&#039;Kurze Pause&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* 1940 Lagerliederbuch Sachsenhausen&lt;br /&gt;
* 1945 Im Häftlingsrevier 9 – 10 (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)&lt;br /&gt;
* 1945 Erhängte Frau (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)&lt;br /&gt;
* 1945 Erhängte vor dem Christbaum (Germanisches Nationalmuseum, Nürnberg)&lt;br /&gt;
* 1945 Kreuzigung (Archiv der KZ-Gedenkstätte Neuengamme)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anna Levandovska: &#039;&#039;Richard Grune (1903–1984). Rekonstruktion der Wanderausstellung Die Ausgestoßenen&#039;&#039;, Nürnberg 2016.(unveröffentlicht)&lt;br /&gt;
* Thomas Röske: &#039;&#039;Sexualisiertes Leiden. Zu einigen Lithografien von Richard Grune&#039;&#039;, in: IMAGO, Gießen 2013, S. 155–167.&lt;br /&gt;
* Hans Simon-Pelanda: &#039;&#039;Erinnerung. Eine Ausstellung. Kunst im KZ Flossenbürg&#039;&#039;, Ingolstadt 1996.&lt;br /&gt;
* Hans Simon-Pelanda: &#039;&#039;Kunst im KZ. Künstler im Konzentrationslager Flossenbürg und in den Außenlagern. Ihrer Stimme Gehör geben. Überlebendenberichte ehemaliger Häftlinge des KZ Flossenbürg&#039;&#039;, Bonn 2001.&lt;br /&gt;
* Andreas Sternweiler: &#039;&#039;…er habe sich zeichnend am Leben erhalten. Der Künstler Richard Grune&#039;&#039;, in: Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 190-206.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Gedenkrede am 9. April 2009 in Sachsenhausen: [http://www.rosa-winkel.de/index.php?view=article&amp;amp;id=154 Das Schicksal von Richard Grune], &amp;lt;small&amp;gt;abgerufen am 28. September 2016&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kieler Nachrichten vom 1. April 2016: [http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Kultur/Nachrichten-Kultur/Vor-70-Jahren-wurde-in-Kiel-eine-Kunstausstellung-gewaltsam-vernichtet Zum 70 Jahrestag der Zerstörung der Ausstellung], &amp;lt;small&amp;gt;abgerufen am 28. September 2016&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]] [[Kategorie: Künstler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anna Levandovska</name></author>
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		<title>Richard Grune</title>
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		<updated>2016-12-06T15:24:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anna Levandovska: /* Literatur */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Richard Grune&#039;&#039;&#039; (* [[2. August]] [[1903]] in Flensburg; † [[26. November]] [[1983]] in Kiel) war ein deutscher Maler und Grafiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grune wurde 1903 in Flensburg geboren. Er machte zunächst auf der Kunstgewerbeschule in Kiel eine Ausbildung zum Gebrauchsgrafiker und studierte dann ab 1922 am Bauhaus in Weimar, u.&amp;amp;nbsp;a. bei Klee, Kandinsky, Schlemmer und Feininger. Die [[Kieler Volkszeitung]] prophezeite ihm anlässlich seiner ersten Ausstellung 1926 in Kiel eine hoffnungsvolle Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Homosexualität wurde er Anfang Dezember 1934 verhaftet und befand sich fortan mit kurzen Unterbrechungen bis kurz vor [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] abwechsend in Schutzhaft, in Gefängnissen und in Konzentrationslagern. Ende April 1945 konnte er aus dem Todesmarsch von Flossenbürg nach Dachau fliehen und sich zu seiner Schwester Dorothea (genannt Dolly) Cornelius durchschlagen, die mit dem Kieler Fotografen [[Peter Cornelius]] verheiratet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Lagerhaft hatte er heimlich den Lageralltag gezeichnet, die Leiden der KZ-Insassen, ihren Alltag und ihr Sterben, aber auch ihre Solidarität. Und er hatte auch die Täter porträtiert. Am 2. März 1946 konnte er mit Unterstützung der Stadt seine Ausstellung &#039;&#039;Die Ausgestoßenen&#039;&#039; im &#039;&#039;Haus der Landwirte&#039;&#039; im [[Sophienblatt]] 32-34 (gegenüber dem [[Hauptbahnhof]], heute: [[Sophienhof]]) eröffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht zum [[1. April]] [[1946]] wurden seine ausgestellten Werke bei einem Einbruch in die Ausstellungsräume vollständig zerstört. Die Tat konnte nicht aufgeklärt werden. Grune konnte anschließend weder künstlerisch noch wirtschaftlich wieder richtig Fuß fassen. Der Homosexuellenparagraph des Strafgesetzbuches (§&amp;amp;nbsp;175) blieb in der Bundesrepublik bis 1969 unverändert in Kraft; daher war Grune auch eine Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus versagt. Er lebte in Spanien und in Hamburg, hatte kleinere Illustrationsaufträge, arbeitete ansonsten als Maurer und starb schließlich fast vergessen 1983 in einem Kieler Pflegeheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Anna Levandovska: &#039;&#039;Richard Grune (1903–1984). Rekonstruktion der Wanderausstellung Die Ausgestoßenen&#039;&#039;, Nürnberg 2016.(unveröffentlicht)&lt;br /&gt;
* Thomas Röske: &#039;&#039;Sexualisiertes Leiden. Zu einigen Lithografien von Richard Grune&#039;&#039;, in: IMAGO, Gießen 2013, S. 155–167.&lt;br /&gt;
* Hans Simon-Pelanda: &#039;&#039;Erinnerung. Eine Ausstellung. Kunst im KZ Flossenbürg&#039;&#039;, Ingolstadt 1996.&lt;br /&gt;
* Hans Simon-Pelanda: &#039;&#039;Kunst im KZ. Künstler im Konzentrationslager Flossenbürg und in den Außenlagern. Ihrer Stimme Gehör geben. Überlebendenberichte ehemaliger Häftlinge des KZ Flossenbürg&#039;&#039;, Bonn 2001.&lt;br /&gt;
* Andreas Sternweiler: &#039;&#039;…er habe sich zeichnend am Leben erhalten. Der Künstler Richard Grune&#039;&#039;, in: Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 190-206.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Gedenkrede am 9. April 2009 in Sachsenhausen: [http://www.rosa-winkel.de/index.php?view=article&amp;amp;id=154 Das Schicksal von Richard Grune], &amp;lt;small&amp;gt;abgerufen am 28. September 2016&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kieler Nachrichten vom 1. April 2016: [http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Kultur/Nachrichten-Kultur/Vor-70-Jahren-wurde-in-Kiel-eine-Kunstausstellung-gewaltsam-vernichtet Zum 70 Jahrestag der Zerstörung der Ausstellung], &amp;lt;small&amp;gt;abgerufen am 28. September 2016&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]] [[Kategorie: Künstler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anna Levandovska</name></author>
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		<title>Richard Grune</title>
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		<updated>2016-12-06T15:18:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Anna Levandovska: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Richard Grune&#039;&#039;&#039; (* [[2. August]] [[1903]] in Flensburg; † [[26. November]] [[1983]] in Kiel) war ein deutscher Maler und Grafiker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grune wurde 1903 in Flensburg geboren. Er machte zunächst auf der Kunstgewerbeschule in Kiel eine Ausbildung zum Gebrauchsgrafiker und studierte dann ab 1922 am Bauhaus in Weimar, u.&amp;amp;nbsp;a. bei Klee, Kandinsky, Schlemmer und Feininger. Die [[Kieler Volkszeitung]] prophezeite ihm anlässlich seiner ersten Ausstellung 1926 in Kiel eine hoffnungsvolle Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen seiner Homosexualität wurde er Anfang Dezember 1934 verhaftet und befand sich fortan mit kurzen Unterbrechungen bis kurz vor [[Zweiter Weltkrieg|Kriegsende]] abwechsend in Schutzhaft, in Gefängnissen und in Konzentrationslagern. Ende April 1945 konnte er aus dem Todesmarsch von Flossenbürg nach Dachau fliehen und sich zu seiner Schwester Dorothea (genannt Dolly) Cornelius durchschlagen, die mit dem Kieler Fotografen [[Peter Cornelius]] verheiratet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Lagerhaft hatte er heimlich den Lageralltag gezeichnet, die Leiden der KZ-Insassen, ihren Alltag und ihr Sterben, aber auch ihre Solidarität. Und er hatte auch die Täter porträtiert. Am 2. März 1946 konnte er mit Unterstützung der Stadt seine Ausstellung &#039;&#039;Die Ausgestoßenen&#039;&#039; im &#039;&#039;Haus der Landwirte&#039;&#039; im [[Sophienblatt]] 32-34 (gegenüber dem [[Hauptbahnhof]], heute: [[Sophienhof]]) eröffnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nacht zum [[1. April]] [[1946]] wurden seine ausgestellten Werke bei einem Einbruch in die Ausstellungsräume vollständig zerstört. Die Tat konnte nicht aufgeklärt werden. Grune konnte anschließend weder künstlerisch noch wirtschaftlich wieder richtig Fuß fassen. Der Homosexuellenparagraph des Strafgesetzbuches (§&amp;amp;nbsp;175) blieb in der Bundesrepublik bis 1969 unverändert in Kraft; daher war Grune auch eine Anerkennung als Opfer des Nationalsozialismus versagt. Er lebte in Spanien und in Hamburg, hatte kleinere Illustrationsaufträge, arbeitete ansonsten als Maurer und starb schließlich fast vergessen 1983 in einem Kieler Pflegeheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Thomas Röske: &#039;&#039;Sexualisiertes Leiden. Zu einigen Lithografien von Richard Grune&#039;&#039;, in: IMAGO, Gießen 2013, S. 155–167.&lt;br /&gt;
* Hans Simon-Pelanda: &#039;&#039;Erinnerung. Eine Ausstellung. Kunst im KZ Flossenbürg&#039;&#039;, Ingolstadt 1996.&lt;br /&gt;
* Hans Simon-Pelanda: &#039;&#039;Kunst im KZ. Künstler im Konzentrationslager Flossenbürg und in den Außenlagern. Ihrer Stimme Gehör geben. Überlebendenberichte ehemaliger Häftlinge des KZ Flossenbürg&#039;&#039;, Bonn 2001.&lt;br /&gt;
* Andreas Sternweiler: &#039;&#039;…er habe sich zeichnend am Leben erhalten. Der Künstler Richard Grune&#039;&#039;, in: Homosexuelle Männer im KZ Sachsenhausen, Berlin 2000, S. 190-206.&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Gedenkrede am 9. April 2009 in Sachsenhausen: [http://www.rosa-winkel.de/index.php?view=article&amp;amp;id=154 Das Schicksal von Richard Grune], &amp;lt;small&amp;gt;abgerufen am 28. September 2016&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Kieler Nachrichten vom 1. April 2016: [http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Nachrichten-Kultur/Nachrichten-Kultur/Vor-70-Jahren-wurde-in-Kiel-eine-Kunstausstellung-gewaltsam-vernichtet Zum 70 Jahrestag der Zerstörung der Ausstellung], &amp;lt;small&amp;gt;abgerufen am 28. September 2016&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]] [[Kategorie: Künstler]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Anna Levandovska</name></author>
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