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Es hat sich im laufe der Jahre gezeigt, dass Umbenennungen von Strassen und Plätzen meistens nicht angenommen wurden, zumindestens bei den Menschen, die mit diesen Namen aufgewachsen sind. Die Akzeptanz fand erst 2 Generationen später statt. Wenn man mit der Person von Hindenburg geschichtlich nicht einverstanden ist, ist das für mich nachvollziehbar, aber auch dann, und gerade dann, sollte man diese Person in der Erinnerung behalten. Hilfreich ist in jedem Fall eine kleine, erklärende Tafel als Zusatz an den Strassenschildern.Wir müssen uns an alle Facetten unserer Geschichte erinnern, seien es die guten oder auch die schlechten..... Nordlicht139


Es würde die Übersichtlichkeit der "Letzten Änderungen" ganz erheblich verbessern, wenn sich alle Teilnehmer die Mühe machen wollten, ihre Bearbeitungen in der Zeile "Zusamenfassung" mit ein oder zwei Stichworten kurz zu kommentieren. Ender (Diskussion) 07:46, 20. Feb. 2014 (CET)

Kieler Volksmund, Kieler Snack, Kieler Idiome, Kielerisch[Bearbeiten]

... oder wie auch immer der Titel sein soll (Vorschläge?): eine Liste von kielerische Wörter, Studentenjargon, seltsame, kuriose, mehr oder minder humorvolle, vergessene, alte oder neue Worte und auch die, die "amtlich" wurden:

Amöbe Neubau des Zentrums für Molekulare Biowissenschaften der CAU

Beamtenlaufbahn für die kürzeste Verbindung zwischen der Blume (Polizeipräsidium Blumenstraße) und dem Neuen (jetzt alten) Rathaus; Fußweg offiziell seit 1961

Blauer Christian / Blauer Albrecht für das Uni-Hochhaus, das Verwaltungshochhaus der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel von der Architektin Ellen Krotz

Brausebude auf der Museumsbrücke Seegarten

Bullenkloster Kieler Wohngebäude an der Ecke Hamburger Chaussee / Theodor-Heuss-Ring (Waldwiesenkreuz), die ursprünglich ausschließlich für die Unterbringung von männlichen Polizeischüler und Studenten konzipiert waren.

Blume Kiel-Rotwelsch für die Polizeiwache mit der Kriminalpolizei, das ehemalige Polizeipräsidium in der Blumenstraß, aber auch der Name eines ehemaligen Drogenumschlagplatzes (?).

Doppelte Büroklammer "Seewind" von Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff (1989)

Ellerbeker Rundschlag Viele Interpretationen, nicht nur von Nicht-Kieler. Beim Sport- und Wanderrudern kennen ich es als anfangs eigentlich spöttisch-abwertende Bemerkung von Ruderern an diejenigen, die nicht „richtig rudern“: neben den Ellerbeker Rundschlag (das Ruderblatt beim Rückholen der Riemen – das Vorholen – nicht flach / horizontal gedreht) auch Krebse fangen (den Riemen zum Rückholen nicht ordentlich aus dem Wasser bekommen). Der Ellerbeker Rundschlag soll auf die Ellerbeker Fischer mit ihrer „Rudertechnik“ zurückzuführen sein: Mit ihren hochbordigen Kähnen (natürlich ohne Rollsitzen) ruderte sie zum Fischen auf der Förde. Dabei ist die Bewegung der Ruderblätter eine Kreisbewegung. Ich glaube, damals sagen die Ellerbeker Fischer selbst das noch nicht – außer, sie waren mit ihren Rudertechnik schneller als die anderen Fischer an der Kieler Förde. Der Ellerbeker Rundschlag bezieht sich später auf einen Rundumschlag – körperlich mit dem Vorschlaghammer, mit Gabel oder Löffel (Essen reinschaufeln), mit dem Fäusten oder auch verbal.

Gebetsabschussrampe Studentenjargon für die Unikirche (1965, Architekten: Hermann Weidling und Erhart Kettner

Geistkämpfer Kieler Volksmund für die Skulptur von Ernst Barlach, den Ernst Barlach selbst übernahm.

Gestrandeter Wal Kieler Fischhalle von Georg Pauly, Schifffahrtsmuseum

Groschenkirche" Jakobikirche

Halleluja-Gasometer Kirchturm der Jakobikirche

Holstenbrücke Lange Jahrzehnte ein Ort keine Brücke kriegt eine Brücke:

Katholikenwiese für die Wiese an der katholische Kirche St. Heinrich zwischen Feldstraße und Forstbaumschule

Klagemauer und Echo heute Arkaden am Dreiecksplatz

Klappt-Nix-Brücke Hörnbrücke

Klein-Manhattan, Mahnattan-Hof, M-Town, Mettbürger Mettenhof, Mettenhofer

Liegender Holländer Der Segler von Karlheinz Goedtke

Lohn-Preis-Spirale Licht wird Objekt vor der Sparkasse

Lohntütenweg Treppenweg von der Howaldtwerft bis zum Dorfteich in Neumühlen-Dietrichsdorf

Wackelpuddingwiese Möllingruh

Olympia-Hochhaus Mercator-Hochhaus

Olympia-Flamme, Olympia-Feuer Vortex auf dem Rathausplatz

Onkel Ludwigfür Ludwig Gödecke (* 6. Januar 1886 in Kiel, † 7. März 1967 in Pinneberg), ein gelernter Schiffbauer, der .in den 1920er Jahren Fahrräder am Rathaus bewachte.

Philosophengang Spazierweg zwischen Damperhof und Brunswik, seit 1869 amtlich

Rantzaubau obwohl die Grafen von Rantzau nichts mit dem Bau zu tun hatten

Schwertträger von Adolf Brütt, Kiel-Vorstadt amtlichen Namen „Der Schwertmann“

Schröpfecke Alte Bezeichnung im Volksmund für die Straße am ehemaligen Finanzamt Kiel Süd, Kiel-Südfriedhof; seit 1964 offiziell

Stinkviertel

Venus von Kilo "Schlummernde" von Richard Engelmann im Schrevenpark, Kiel-Schreventeich

Weißer Riese Höchstes Hochhaus Kiels

Werftpark Volkspark

Weserfahrt Abkürzungsweg zur Marinestation, 1927 amtlich.

Zigarre, Beiboot Anbau des Ostseehalle (Sparkassen-Arena Kiel) am Ziegelteich

Zigarrenkiste Historische Landeshalle Schleswig-Holstein

Und bitte ergänzen --RStehn 20:49, 23. Sep. 2018‎

Diese tolle Sammlung ist doch schon Grund genug für einen Artikel. Ich würde ihn schlicht "Kieler Volksmund" nennen. "Kieler Snack" klingt neudeutsch gelesen eher nach Fastfood und ist deutsch ausgesprochen eher hamburgisch. Der Kieler würde bestenfalls "Kieler Schnack" sagen. (Obwohl es auf plattdeutsch durchaus "Snackerie" heißt.)
Unter Idiomen (englisch idiom) verstehe ich eher ganze Formulierungen als einzelne Begriffe. Aber ich weiß nicht, ob der Sprachwissenschaftler das auch so sieht. Das "Idiom" (Sigular) bedeutet dagegen wohl eher Sprechweise, Aussprache, Dialekt ("ein Mensch, der seinem Idiom nach offenbar ein ostpreußischer Flüchtling war"). Und "Kielerisch wäre für mich in diesem Sinne eher das Kieler Idiom ("Vaddä, Muddä, Kindä - alles ächte Kielä") --M. Hammer-Kruse (Diskussion) 20:29, 23. Sep. 2018 (BST)
Du schnackst, ich s'nacke (als Kieler Familie (zumindest väterlichseits) sprechen wir nicht süddeutsch).😉 Ansonsten hast Du recht, Kieler Volksmund trifft es wohl.--RStehn (Diskussion)
Ich habe mir erlaubt, daraus jetzt einen eigenen Artikel zu machen. --M. Hammer-Kruse (Diskussion) 22:46, 26. Sep. 2018 (BST)
Danke Dir! --RStehn