Neumühlen-Dietrichsdorf

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Fläche: 434,2 hadep1
Einwohner: 12.005 [1] (31. Dez. 2014)
Eingemeindung: 1. Mai 1924
Postleitzahl: 24149
Vorwahl: 0431
Bild von Neumühlen-Dietrichsdorf
Wasserturm von 1905
Schwentinebrücken während der Restaurierung im Juni 2009. Am Nordufer der Schwentine (links) liegt Neumühlen-Dietrichsdorf, am Südufer der Stadtteil Wellingdorf
Kompass-Klinik, früher Firma Anschütz
Ostuferhafen, Blick vom Hochhaus der FH Kiel

Neumühlen-Dietrichsdorf ist ein Stadtteil der Landeshauptstadt Kiel auf dem Ostufer der Kieler Förde und hat rund 12.000 Einwohner. [2] Das Gemeinschaftskraftwerk Kiel-Ost, die Fachhochschule Kiel und der Ostuferhafen (ein Fracht- und Fährhafen der Stadt) liegen auf dem Gebiet dieses Stadtteils. Zum Stadtteil gehört außerdem die Siedlung Oppendorf.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

Bevor Neumühlen-Dietrichsdorf mit dem 1. Mai 1924 nach Kiel eingemeindet wurde, war Dietrichsdorf ein landwirtschaftlich geprägter Ort, während die Bewohner Neumühlens von den zahlreichen Mühlen entlang der Schwentine lebten. Die selbstandigen Gemeinden Neumühlen und Dietrichsdorf waren am 26. April 1907 zur Gemeinde Neumühlen-Dietrichsdorf zusammengeschlossen worden. Diese hatte vor der Eingemeindung dem Kreis Bordesholm angehört, der mit der Landkreisreform vom 1. August 1932 aufgelöst wurde.

Während um 1871 nur etwa 700 Einwohner gezählt wurden, änderte sich dies 1876 mit der Ansiedlung der „Kieler Schiffswerft“ von Georg Howaldt, Keimzelle der HDW. Direkt vor den Werfttoren wurde für die Werftarbeiter der Ortsteil Neu-Dietrichsdorf angelegt, so dass der Stadtteil um 1900 bereits knapp 3000 Einwohner hatte.

Ansiedlung von Firmen[Bearbeiten]

Neben HDW haben sich zeitweise noch andere Firmen im Stadtteil angesiedelt. 1905 gründete sich dort die Firma Anschütz, deren Gründer den Kreiselkompass erfunden hat. In dem ehemaligen Firmengebäude befindet sich heute die Kompass-Reha-Klinik.

1947 siedelte sich die Firma HELL in dem Stadtteil an, die Kommunikations- und Reproduktionstechnik herstellte. In den ehemaligen Gebäuden ist heute ein Teil der Fachhochschule untergebracht.

Der Rollstuhlhersteller Ortopedia hatte sein Hauptwerk in Dietrichsdorf, bevor die MEYRA Wilhelm Meyer GmbH & CO. KG die Gesellschaft übernahm und die Produktion verlagerte. Die ehemaligen Gebäude gehören dem Ostuferhafen, der diese abreißen möchte.

Nachbar-Stadtteile und Verkehr[Bearbeiten]

Neumühlen-Dietrichsdorf liegt am nordöstlichen Stadtrand von Kiel, so dass nur Wellingdorf im Süden als Nachbarstadtteil angrenzt, der zudem durch die Schwentine abgetrennt ist. Ansonsten grenzen Schönkirchen und Mönkeberg (beide Amt Schrevenborn) an den Stadtteil.

Es führen zwei Brücken über die Schwentine in die Kieler Innenstadt, daneben streift die B 502 (Richtung Schönberg) und eine Straße nach Mönkeberg (Alte B 502) den Stadtteil.

Im Rahmen des StadtRegionalBahn Kiel-Projektes ist eine Stadtbahnlinie von Neumühlen bis Eckernförde geplant.

Kultur und Freizeit[Bearbeiten]

In dem Gebiet des Stadtteils gibt es folgende Kultureinrichtungen

Am ersten Sonntag der Kieler Woche findet immer das Stadtteilfest Dietrichsdorfer Band statt.

Folgende Einrichtungen stehen für Freizeitgestaltung zur Verfügung

Öffentliche Spielflächen[Bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten]

In Neumühlen-Dietrichsdorf gibt es drei allgemeinbildende Schulen

Die Fachhochschule Kiel hat als Hochschule ihren Campus im Stadtteil.

Kirchen[Bearbeiten]

Paul-Gerhardt-Kirche am Ivensring

Am Ivensring wurde am 1. März 1959 die evangelische Paul-Gerhardt-Kirche eingeweiht.

Es gab einmal die katholische Pfarrkirche Christ-König an der Schönkirchener Straße, die 2008 entweiht und im Juni 2009 abgerissen wurde.

Bushaltestellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kiel Statistischer Bericht Nr. 240: Kieler Zahlen 2014, herausgegeben von der Landeshauptstadt Kiel, Bürger- und Ordnungsamt, Abteilung Statistik. Die Statistischen Jahrbücher (ab 2000) sind als PDF-Dateien abrufbar auf der Seite www.kiel.de.
  2. Landeshauptstadt Kiel: Die Bevölkerung in den Kieler Stadtteilen 2010
  3. Weitere Informationen zum Thema „Neumühlen-Dietrichsdorf“ in der deutschsprachigen Wikipedia