Heinrich von Preußen

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Heinrich von Preußen als Großadmiral, um 1909

Prinz Albert Wilhelm Heinrich von Preußen (* 14. August 1862 in Potsdam; † 20. April 1929 in Hemmelmark, Schleswig-Holstein) war Großadmiral der Kaiserlichen Marine.

Er war der jüngere Bruder Kaiser Wilhelms II., ein Sohn des späteren Kaisers Friedrich III. und Enkel Kaiser Wilhelms I.[1]

1884 bis 1886 besuchte er die Kieler Marineakademie und kommandierte später verschiedene Kriegsschiffe. 1903 wurde er Chef der Marinestation der Ostsee. Von 1906 bis 1909 war Heinrich Chef der Hochseeflotte. 1909 wurde er zum Großadmiral und Generalinspekteur der Marine befördert.

Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Heinrich zum Oberbefehlshaber der Ostseestreitkräfte ernannt. Es gelang ihm, die russischen Seestreitkräfte bis zur Revolution 1917 weitgehend in die Defensive zu drängen und sie an Angriffen auf die deutsche Küste zu hindern. Mit dem Ende des Krieges und der Novemberrevolution schied Heinrich aus der Marine aus.

Während seiner Zeit in Kiel bewohnte er das Kieler Schloss, nach der Revolution lebte Heinrich mit seiner Familie auf Gut Hemmelmark bei Eckernförde. Er ging weiter dem Motor- und dem Segelsport nach und war noch im Alter ein sehr erfolgreicher Regattasegler.

Im April 1929 starb Heinrich an Kehlkopfkrebs. Er wurde in einem Mausoleum auf seinem Gut Hemmelmark beerdigt.

Ehrungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Weitere Informationen zum Thema „Heinrich von Preußen“ in der deutschsprachigen Wikipedia