Georg Wilhelm Pfingsten

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Georg Wilhelm Pfingsten (* 5. März 1746 in Kiel; † 26. November 1827 in Schleswig) war ein Taubstummenlehrer, der als Begründer der Taubstummenfürsorge in Schleswig-Holstein gilt.[1]

Kurzbiografie[Bearbeiten]

Pfingsten wuchs bei verschiedenen Pflegefamilien im Holsteinischen in sehr einfachen Verhältnissen auf. Vermutlich hat er auf diese Weise bereits taubstumme Kinder als Spielkameraden kennengelernt. 1773 wurde er Friseur und Perückenmacher in Lübeck.

Der künstlerisch kreative Pfingsten hatte im Rahmen autodidaktischer Fortbildungen eine Trommel- und Signalsprache entwickelt, mit deren Hilfe er einem 15-jährigen taubstummen Jungen nach sechs Monaten Arbeit das Sprechen, Lesen und Schreiben beibringen konnte. Aufgrund dieses Erfolgs begründete Pfingsten in Lübeck eine Taubstummenschule.

1799 wurde er durch König Christian VII. von Dänemark zum Leiter einer neuen Taubstummenschule in Kiel berufen. 1810 zog die Taubstummenschule nach Schleswig um, da die räumlichen Verhältnisse in Kiel zu beengt geworden waren.

Als Pfingsten 1825 in den Ruhestand ging, war sein Taubstummeninstitut nicht nur in den Herzogtümern fest eingeführt, sondern auch durch Stiftungsmittel in seiner Existenz für die Zukunft abgesichert. Sein Schwiegersohn setzte die erfolgreiche Arbeit fort. Das heute bestehende schleswig-holsteinische Landesförderzentrum Hören ist nach Pfingsten benannt und nach wie vor in Schleswig ansässig.

Ehrungen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Weitere Informationen zum Thema „Georg Pfingsten“ in der deutschsprachigen Wikipedia