Ziegelteich

Der Ziegelteich ist die innerstädtische Hauptverkehrsstraße, die von der Kreuzung Sophienblatt/Andreas-Gayk-Straße an der Sparkassen-Arena vorbei bis zum Exerzierplatz führt.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Straßenname wurde durch die Städtischen Collegien am 23. Juli 1869 festgelegt. Die Straße verlief damals lediglich von der Langen Reihe bis zum Bahnhof, der sich damals am heutigen Stresemannplatz befand. Am 23. Januar 1912 beschlossen die Städtischen Collegien die Verlängerung des Ziegelteichs bis zum Großen Kuhberg.

Als durch die Umgestaltung des Vorplatzes der Ostseehalle der östliche Teil des Großen Kuhbergs in den Platz aufging, wurde durch Beschluss der Ratsversammlung vom 10. Juni 1980 der verbleibende Teil, vom Bäckergang bis zum Exerzierplatz, in den Ziegelteich einbezogen.[1]

Der Straßenname ist dabei durchaus variabel gewesen. Vor der Festlegung im Jahr 1869 gab es den Namen Bei der Ziegelei. Die Benennung erfolgte zwar auf den Namen Am Ziegelteich, im Stadtplan wurde aber noch 1876 der Name Ziegelteichstraße verwendet. Erst im 20. Jahrhundert setzte sich die heutige Bezeichnung durch.

Der Name beruht auf dem Teich, der sich in der Tongrube einer ehemaligen Ziegelei gebildet hatte. Die Ziegelei hatte der Nikolaikirche gehört und ein Monopol für die Belieferung der Kieler Bürger besessen. Sie hatte dort gelegen, wo später der erste Kieler Bahnhof gebaut wurde. Nach der Ausbeutung der Tongrube konnte die Ziegelei nicht mehr wirschaftlich betrieben werden und die Stadt Kiel erwarb 1833 das Gelände. Der Ziegelteich wurde 1866 zugeschüttet und auf der Fläche wurde das Thaulow-Museum errichtet. Heute steht dort das Kaufhaus Karstadt. (Zur Lage des Bahnhofs und dem Verlauf der genannten Straßen vgl. die Detailkarte unter Weblinks.)

Bilder[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kiel „Ziegelteich“ auf dem Online-Stadtplan der Stadt Kiel, aufrufbar auf kiel.de

 Commons: Ziegelteich (Kiel) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-G. Hilscher: Kieler Straßenlexikon. Fortgeführt seit 2005 durch Dietrich Bleihöfer, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: August 2018. Abrufbar auf www.kiel.de oder als .pdf-Datei, ca. 1,5 MB