Klinke

Klinke

Ort
Kiel
PLZ
24103
Neugestaltet
Holstenplatz
Anschlussstraßen
Holstenstraße Sophienblatt
Querstraßen
Fabrikstraße, Jensenstraße, Pferdeborn
Plätze
Augustenburger Platz
Blick in die Klinke Ende der 1930er-Jahre von der Holstenstraße aus, Blickrichtung Südosten. Standort des Fotografen ist der ehemalige Platz des Schweffelhauses. Rechts hinter dem Eckhaus die Firma Carl Reese. Im Haus mit dem Türmchen (Hausnummer 19) Möbel-Lüttgens. Im Haus rechts daneben (Nr. 21) Das "Amt für Volkswohlfahrt" der NSDAP-Gauleitung. Zwischen den beiden Häusern geht die Fabrikstraße ab. Die Klinke läuft vor dem Amt für Volkswohlfahrt nach rechts weiter in Richtung Sophienblatt.
Blick in die Klinke Ende der 1930er-Jahre, Blickrichtung von Süden zur Fabrikstraße. Links der Eingang von Maedickes Hotel (Hausnummer 24). Geradeaus im Haus mit dem Türmchen Möbel-Lüttgens (Nr. 19). Die Fabrikstraße geht vor Nr. 19 nach rechts ab; die Klinke knickt bei Nr. 19 nach links.

Die Klinke war eine Straße im Stadtteil Vorstadt. Sie bildete die Verbindung zwischen der Straße Vorstadt (ab 1901 ein Teil der Holstenstraße zwischen Holstenbrücke und Schevenbrücke) und dem Sophienblatt am Augustenburger Platz (heute Stresemannplatz). Damit gehörte die Klinke zur Haupverkehrsader von Süden in die Stadt. Der Straßenname geht auf einen ehemaligen Schlagbaum ("de holten Klink") an der Schevenbrücke zurück.

Sie lief - auf das heutige Straßennetz übertragen - von der Ecke Holstenstraße/Schevenbrücke schräg über den Holstenplatz in Richtung des Nordeingangs des Neuen Rathauses. Dort schwenkte sie im Bogen in die Andreas-Gayk-Straße ein und folgte dieser bis zum Ziegelteich. Außer der Fabrikstraße gingen von ihr die nicht mehr vorhandenen Straßen Jensenstraße und Pferdeborn ab: Die Jensenstraße in Höhe des Einganges der Stadtbücherei nach Osten und der Pferdeborn zwischen Fabrikstraße und Jensenstraße nach Westen.

Im Zweiten Weltkrieg wurde die Klinke vollständig zerstört. Durch die Umwandlung der Holstenstraße in eine Fußgängerzone und die Schaffung der Andreas-Gayk-Straße (zunächst bis 1954: Neue Straße) wurde nach dem Krieg der Verkehrsfluss dorthin verlagert. Die Klinke wurde nicht wieder bebaut und ist heute ein Teil des Holstenplatzes.

In der Klinke befand sich in direkter Sichtlinie der Holstenstraße das 1775 erbaute Schweffelhaus. Es wurde 1907 abgebrochen, um Platz für die Verlängerung der Holstenstraße zu schaffen.