Kai-City

Brachfläche Zur Helling, 2014

Als Kai-City Kiel wird ein ehemaliges Werftgelände auf dem Kieler Ostufer bezeichnet, das nach dem inzwischen abgeschlossenen Rückbau der Werftanlagen zum Wohn- und Dienstleistungs-Areal werden soll und derzeit teilweise eine Industriebrache ist.[1]

Über Jahrzehnte fristete das Gelände östlich der Hörn ein tristes Dasein. 1999 gab der MobilCom-Gründer und Hauptaktionär Gerhard Schmid bekannt, dass er auf dem freigewordenen Gelände eine Investition in Höhe von 200 Millionen D-Mark tätigen wolle, um den Germaniahafen umzubauen und Wohnungen, Büros, Gastronomie und Geschäfte hier anzusiedeln. Geplant waren auch 70 Wohneinheiten für betreutes Wohnen und in unmittelbarer Nähe ein medizinisches Zentrum mit einer Pflegestation, ferner ein Lebensmittelmarkt, ein Bäcker, eine Apotheke und eine Drogerie. Der damalige Oberbürgermeister Norbert Gansel äußerte sich optimistisch über das Projekt, das „Leben und Arbeiten am Wasser“ verwirkliche.[2]

Als erste Immoblilie entstand das Hochhauscenter am Germaniahafen. Aufgrund des Kursverfalls der Mobilcom-Aktie musste Schmid jedoch die Baumaßnahmen einstellen und im Februar 2003 einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über sein Vermögen stellen. Durch die daraus resultierenden, sich über Jahre hinziehenden Rechtsstreitigkeiten kam das Kai-City-Projekt ins Stocken, so dass erst mit einiger zeitlicher Verzögerung inzwischen mit der Vermarktung und Bebauung weiterer Flächen auf dem Areal begonnen wurde. Inzwischen ist auch eine begrünte Uferpromenade hinzugekommen, das Willy-Brandt-Ufer.

Bilder[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Weitere Informationen zum Thema „Kai-City Kiel“ in der deutschsprachigen Wikipedia
  2. Arbeiten und Wohnen am Wasser. Artikel vom 04.12.1999 auf welt.de, abgerufen am 23.08.2016