Adolfstraße

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Adolfstraße wurde am 16. Juli 1886 durch die Städtischen Collegien festgelegt. Er soll an den Holsteiner Grafen Adolf IV. von Schauenburg († 1261), den Gründer der Stadt Kiel, erinnern.[1]

Bis zum Zweiten Weltkrieg sah das Straßennetz am Südende der Adolfstraße anders aus: Die Jungmannstraße endete nicht an der Gerhardstraße, sondern führte weiter über die heute dort anschließende Grünanlage (im Volksmund "Mount Klamott", weil sich darunter ein Trümmerberg mit Kriegsschutt befindet). Auch die Adolfstraße war südlich der Schauenburgerstraße keine Sackgasse, sondern lief weiter, bis sie hinter der jetzigen Gelehrtenschule auf die Jungmannstraße traf. Der Lange Segen führte im Bogen weiter, quer über den heutigen Sportplatz bis zum Treffpunkt von Jungmann- und Adolfstraße. Der Breite Weg exisitierte damals nicht.

Mit ihrer der Benennung begann die Adolfstraße 1886 an der Jungmannstraße und ging nach dem 13. September 1889 zunächst bis zur Lornsenstraße. Am 16. Mai 1890 wurde sie bis zur Gefionstraße verlängert und 1914 bis zur Esmarchstraße. Durch Verordnung des Kieler Polizeipräsidenten von 30. Januar 1936 wurde das Teilstück zwischen Adolfplatz und Esmarchstraße in Wilhelmshavener Straße umbenannt. Durch die Schaffung der oben genannten Grünanlage beginnt die Adolfstraße heute erst an dieser und läuft bis zum Adolfplatz.

Weblinks[Bearbeiten]

Kiel „Adolfstraße“ auf dem Online-Stadtplan der Stadt Kiel, aufrufbar auf kiel.de

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans-G. Hilscher: Kieler Straßenlexikon. Fortgeführt seit 2005 durch Dietrich Bleihöfer, Amt für Bauordnung, Vermessung und Geoinformation der Landeshauptstadt Kiel, Stand: August 2018. Abrufbar auf www.kiel.de oder als .pdf-Datei, ca. 1,5 MB